Jes 43 Von fliegenden Teppichen und einem rufenden Gott
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· 24 viewsGott beschützt sein Eigentum. Gott beruft Israel zum Zeugen. Gott fängt etwas neues mit dir an.
Notes
Transcript
Einleitung
Einleitung
In einem entlegenen Bergdorf im Jemen lebte ein älterer Rabbi namens Shalom ben Yosef. Sein ganzes Leben hatte er von der Rückkehr nach Zion gesprochen und die alten Schriften studiert, die von der Heimkehr ins gelobte Land erzählten. Als Gerüchte das Dorf erreichten, dass "Vögel aus Metall" kommen würden, um sie nach Israel zu bringen, konnten viele es nicht glauben. Flugzeuge hatten sie noch nie gesehen oder davon gehört.
Eines Nachts träumte Rabbi Shalom von einem Vers aus dem Buch Exodus:
Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
Er wachte überzeugt auf, dass die Zeit gekommen war. Er versammelte die Dorfbewohner und sagte:
"Gott erfüllt sein Versprechen. Wir werden auf den Flügeln von Adlern nach Zion getragen werden."
Mit wenigen Habseligkeiten machten sie sich auf den Weg zu einem Sammelpunkt. Viele trugen kostbare Familienerbstücke, Torarollen und heilige Bücher bei sich. Der Marsch durch die Wüste war beschwerlich, aber die Hoffnung auf das gelobte Land trieb sie an.
Als sie das Flugzeug sahen fielen einige auf die Knie und beteten, andere berührten vorsichtig das kalte Metall. Für sie war dieses "fliegende Objekt" ein echtes Wunder. Die Worte des Rabbiners hallten wider: "Auf Adlersflügeln werden wir getragen."
Ein kleines Mädchen namens Leah, das erst acht Jahre alt war, fragte ihre Mutter:
"Sind das die Flügel der Engel?"
Ihre Mutter lächelte mit Tränen in den Augen und antwortete:
"Ja, meine Tochter. Gott schickt uns Engel, um uns nach Hause zu bringen."
Während des Fluges beteten einige, andere sangen traditionelle Lieder. Die Atmosphäre war erfüllt von Ehrfurcht und Freude. Als das Flugzeug über das Mittelmeer flog, brach die Sonne durch die Wolken, und ein goldener Schein erfüllte das Innere des Flugzeugs. Viele sahen darin ein Zeichen göttlichen Wohlwollens.
Diese wahre Geschichte beschreibt wie zwischen 1949 und 1950 wurden im Rahmen der Operation "Fliegender Teppich" rund 49.000 jemenitische Juden nach Israel gebracht wurden. Viele von ihnen lebten in abgelegenen Dörfern und hatten kaum Kontakt zur modernen Welt. Für sie war die Reise nach Israel die Erfüllung eines jahrtausendealten Traums.
Im heutigen Text möchte ich euch zeigen,
wie Gott durch Jesaja diesen Traum ankündigte und
wie Israel damit zu einem Zeugen
für Gottes unverdiente Liebe zu seinem Volk und auch uns geworden ist.
Jes 43 lesen
Verlieren wir nicht aus dem Blick: In den alttestamentlichen Texten geht es in erster Linie um Israel! Wir können davon ein paar Prinzipien für uns ableiten, aber vergesst nicht: Gott spricht, kümmert und liebt zuerst Israel!
Bemerkt in diesem Zusammenhang die doppelte Anrede: Jakob (unerlöstes Israel) und Israel (das erneuerte Volk) sind gemeint!
Historie
Historie
Jesajas Prophetie umspannt die Regierungszeit von vier Königen:
Usia: führte Israel in goldene Zeiten, aber dann auch in den Niedergang, weil er sich anmaßte, als König Opfer zu bringen.
Jotham setzte Bauprojekte und militärische Erfolge fort
Ahas war ein schwacher König: Er brachte Kinderopfer und brachte den Staat immer mehr in Assyriens Abhängigkit.
Hiskia:
Zu der Zeit, als Hiskia den Thron bestieg, war das assyrische Weltreich eine Bedrohung, die nur durch die Zahlung von erdrückenden Tributen in Schach gehalten werden konnte.
Hiskia erkannte, dass eine geistliche Reformation Priorität hatte (2. Könige 18:4, 22).
Jesaja war ein wertvoller Ratgeber für Hiskia. Als Assyrien in Juda einmarschierte, veranlasste Jesajas Einfluss Hiskia, auf Gottes Schutz zu vertrauen. Die Nation erhielt eine göttliche Gnadenfrist.
1. Gott beschützt sich um sein Eigentum
1. Gott beschützt sich um sein Eigentum
Alles beginnt mit Gottes Handeln:
Gott hat uns erlöst
Gott hat uns erlöst
Die ersten 40 Kapitel des Buches sind recht düster. Israel litt unter der Knute der Assyrer - nicht zuletzt aus eigener Schuld.
Mitten in diese Situation hinein spricht Gott ihnen Erlösung zu.
Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Was meint Jesaja mit “Erlösung”?
Die Pflicht eines Verwandten, aus Notlagen zu befreien. Am bekanntesten wahrscheinlich aus der Geschichte Ruths: Boas bezahlt Ruths Schuld und heiratet sie.
Gott hat uns gerufen - wir sind sein Eigentum
Gott hat uns gerufen - wir sind sein Eigentum
Verstehen wir die Logik, die Jesaja hier anführt? Habt keine Angst, Israel. Ich habe für dich bezahlt, dich - trotz deiner Schuld - heraus gekauft. Du bist mein Eigentum und ich beschütze mein Eigentum. Eine Wiederholung von 5Mo 7,6-8 und 2Mo 19,5-6.
So wie Gott Israel berufen hat, genauso gilt das auch für uns. Paulus nimmt den Anspruch Gottes auf
der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
Gottes Zusagen - fürchte dich nicht - gilt auch für dich: Gott kennt dich.
Das ist hier der Gedanke von Jesaja. Er hat dich erkauft. Du bist sein Eigentum. Das ist Zusage und Verpflichtung zugleich.
Gott beschützt sein Eigentum
Gott beschützt sein Eigentum
Wir brauchen uns nicht zu fürchten, wenn wir uns vor Augen führen, was wir für einen Gott haben.
Wie beschreibt Jesaja unseren Gott in diesem Kapitel?
Er ist der König, der höchste Herrscher, der Herr über die Geschichte. Er ist der Heilige. Der Heiland. Der Schöpfer.
Dieser Gott zieht kurz die Augenbraue hoch, und schon machen eine Million Engel kehrt und salutieren.
Jeder Thron ist nur ein Schemel im Vergleich zu seinem Thron.
Jede Krone wirkt neben seiner, als sei sie aus Pappmaschee.
Er konsultiert keinen Elon Musk. Er braucht keine Komitees.
Er muss niemandem Rechenschaft ablegen. Er hat die Verantwortung.
“Ein Gott, der das Meer teilt, findet immer einen Weg” singt Timo Langner.
Er hat die Macht dazu. Er hat die Motivation dazu. Er hat die Liebe dazu!
Dieser Gott beschützt sein Eigentum. Israel. Die Gemeinde. Dich.
Das bedeutet nicht, dass kein Sturm durch dein Leben fegt! Auch nicht, dass du manchmal durchs Feuer gehen musst. Schon gar nicht, wenn du selber etwas verbockt hast.
All das wird mit Sicherheit auftreten.
Aber der Herr fängt seine Kinder trotzdem auf. Er streckt noch immer seine Arme nach uns aus. Er sendet noch immer seine Engel.
Weil Du zu ihm gehörst, kannst du Frieden erfahren, auch wenn der Sturm um dich herum tobt.
Derselbe Herr, von Jesaja hier spricht, sendet Dir heute morgen diese Botschaft:
Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen, und die Flamme wird dich nicht versengen.
Ein "perfekter Sturm" beschreibt eine Situation, in der mehrere seltene und ungünstige Faktoren gleichzeitig auftreten, wodurch eine besonders intensive oder gefährliche Situation entsteht.
So wie 1962 an der Nordseeküste als 2/3 Hamburgs unter Wasser standen - oder so wie vielleicht gerade in deinem Leben.
Vielleicht befindest Du dich gerade im perfekten Sturm, aber Jesus bietet dir seinen perfekten Frieden an.
Das Vertrauen auf Gottes Souveränität gibt dir inneren Frieden.
Andere sehen die Probleme dieser Welt und rudern hilflos mit den Händen.
Wir sehen die Probleme dieser Welt und falten unsere Hände.
Wo steht dir das Wasser bis zum Hals?
Wo erlebst du Gottes reinigendes Handeln, sein Feuer, in deinem Leben? Wie gehst du damit um?
Gottes Zusage steht.
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Schauen wir, wie er sein Wort an seinem Volk bewahrheitet hat.
2. Gott beruft Israel zum Zeugen
2. Gott beruft Israel zum Zeugen
Gott beruft in Jes 43,8-9 quasi eine Gerichtsverhandlung ein.
Seid ihr so blind und wollt nicht sehen, was ich schon getan habe?
So taub und wollt nicht hören, was ich zusage?
Friedrich der Große war bekannt für seine Neugier und seine Diskussionen über Religion, Philosophie und Wissenschaft.
Er traf den französischen Schriftsteller und Philosophen Jean Baptiste de Boyer und fragte ihn: “Können Sie mir einen einzigen unwiderlegbaren Beweis für Gott nennen?"
Der adelige Philosoph antwortete: "Ja, Eure Majestät, die Juden."
Und genau den gleichen Weg geht Gott hier auch.
Gott fordert alle Völker wie in einer Gerichtsverhandlung auf, ihm einen Gott zu zeigen, der echte Prophezeiungen tätigt und diese dann auch umsetzt.
Und dann macht Gott klar:
Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht (Christus!), den ich erwählt habe, damit ihr wisst und mir glaubt und erkennt, dass ich’s bin. …
Gott beruft zwei Zeugen: Israel und Christus!
Wie macht Gott das? Zunächst
Gott verspricht Rettung
Gott verspricht Rettung
So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln,
Gott sagt zu: Ich werde mein Volk wieder sammeln. Interessanterweise ist es zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal verstreut. Es steht Israel noch einiges bevor: Die Verschleppung nach Assyrien und Babylonien.
Die Assyrer zerstörten die Hauptstadt Samaria und deportierten viele Israeliten in andere Teile des assyrischen Reiches. Dies führte zum Ende des Nordreichs Israel und löschte die israelitische Identität in dieser Region aus.
Die Babylonier zerstörten Jerusalem, der Erste Tempel wurde niedergebrannt, und viele Juden wurden nach Babylon deportiert.
Die augenfälligste Zerstreuung erfolgte mit der Zerstörung des Zweiten Tempels im Jahr 70 n. Chr. Danach lebten Juden in der Diaspora verstreut über die ganze Welt.
Verstehen wir? Gott verspricht Rettung, wo noch gar keine Krise da war!
Und: Gott kann retten
Und: Gott kann retten
Vielleicht lest ihr euch Jes 43 heute Nachmittag noch einmal durch und streicht in rot alle Verben an, an denen Gott sein Handeln beschreibt.
Gott spricht 29x in der Ich-Form und verwendet am laufenden Meter Verben wie erlösen, rufen, geben, bringen, sammeln, nennen, erretten, wenden, machen, schaffen.
Ist das ein Gott, der helfen kann?
… er wird auch in der Zukunft seine Versprechen halten!
Es ist nicht die Finsternis. Nicht Putin, nicht Trump, die das Weltgeschehen diktieren und den Takt angeben. Es ist der lebendige, Gott, der über allem handelt.
Je finsterer es um uns wird, desto mehr brauchen wir einen Blick für die Größe und Souveränität Gottes. Ein große Hilfe ist uns dabei, wenn wir wieder neu geöffnete Augen bekommen für Gottes Wunder mit Israel .
Wenn der Herr so treu für sein Volk gesorgt hat und zu seinen Verheißungen steht, dann können wir daraus Kraft schöpfen, dass er auch uns nicht vergisst und zu seiner Zeit seine Verheissungen über unserem Leben auslösen wird.
Gott rettet - dafür ist Israel Zeuge
Gott rettet - dafür ist Israel Zeuge
Wir hatten in Jes 43,2 von den Strömen und dem Feuer gelesen.
Vielleicht erinnert uns das Feuer an die KZ-Krematorien.
Israels völlige Vernichtung war geplant, sechs Millionen Juden wurden auf grauenhafte Weise ermordet. Gott führte Seinen Knecht Jakob durchs Feuer hindurch;
Aber nur drei Jahre nach Ende des Dritten Reiches wurde der Staat Israel gegründet. Das Vernichtungsfeuer konnte das Volk Israel nicht auslöschen.
Am 14. Mai 1948 erklärte David Ben-Gurion die Unabhängigkeit Israels. Dies markierte den Beginn eines neuen Kapitels in der jüdischen Geschichte. Bedenken wir, was danach geschah:
Demografischer Anstieg: In den ersten Jahren nach der Staatsgründung verdoppelte sich die Bevölkerung Israels fast. Zwischen 1948 und 1951 kamen etwa 687.000 neue Einwanderer an, was die junge Nation vor enorme Herausforderungen stellte. Die Operation fliegender Teppich gehörte dazu.
Das Wasser erinnert vielleicht auch an die teilweise schrottreifen Flüchtlingsschiffe. Schon die Überfahrten mit diesen Schiffen nach Israel, ohne Schiffbruch zu erleiden, waren Wunder.
Ein Teil der jüdischen Einwanderer landete nicht einmal im Hafen, sondern an der Küste und kam durch die Brandung hindurch an Land. Und dies, obwohl die britische Küstenwache die Einwanderung verhindern wollte. Die Rückkehrer wurden doch nicht Opfer der Fluten.
Vielfalt der Herkunftsländer: Juden aus über 70 Ländern kehrten zurück. Sie kamen aus Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika, Asien und später auch aus Äthiopien und der Sowjetunion. Dies führte zu einem reichen kulturellen Vielfalt.
Die Wiederbelegung der hebräischen Sprache. Mit der Zerstreuung der Juden nach 70 n. Chr. ging die Sprache mehr und mehr verloren und wurde im Alltag nicht mehr verwendet. Eliezer Ben-Jehuda machte es sich zur Lebensaufgabe, sie wieder zu beleben und um viele neue Worte zu ergänzen. Heute ist Hebräisch wieder eine lebendige Sprache!
Gott ruft in unserem Text Israel prophetisch als Zeugen auf. Heute schauen wir staunend zurück und erkennen, welche Wunder Gott in unserem Zeitalter vor den Augen aller Menschen getan hat!
Flößt uns das nicht eine extra Portion Vertrauen ein, dass Gott sein Eigentum beschützt? Auch dich beschützt?
Der letzte Abschnitt zeigt uns:
3. Gott fängt etwas Neues an
3. Gott fängt etwas Neues an
Wann?
So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um euretwillen habe ich nach Babel geschickt und habe die Riegel eures Gefängnisses zerbrochen, und zur Klage wird der Jubel der Chaldäer.
Jesaja lebte weit über hundert Jahre vor dem Weltreich der Babylonier! Weil die Welt so eine Prophezeiung nicht glauben mag, ordnet sie Jes 40 ff einer anderen Person zu: Dem sog. Deuterojesaja. Den zerbrochenen Riegel, von dem Jesaja hier spricht, erlebten die Juden erst 180 Jahre später!
Was?
Gott bahnt einen Weg durch das Meer. Er macht eine Schneise auf, wo keine sein kann. Er legt eine Autobahn durch die Wüste. Ich fabuliere hier nicht, sondern zitiere Jesaja
So spricht der Herr, der im Meer einen Weg und in starken Wassern Bahn macht,
Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
Dieser, dein Gott, ist ein Straßenbauer durch den Dickicht der Sorgen, in die du dich selber rein manövriert hast. Er findet einen Weg durch deine Wüste. Er fängt etwas Neues mit dir an.
Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?
Gott möchte nicht, dass du ständig und ausschließlich in der Vergangenheit rum wühlst.
Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige!
Er möchte mit dir etwas Neues beginnen!
Warum gerade mit dir?
Warum gerade mit dir?
Wenn wir uns anschauen, wie Gott durch Jesaja sein Volk beschreibt, dann kann die Ursache für den Restart mit Dir und mir nicht in uns liegen:
Nicht, dass du mich gerufen hättest, Jakob, oder dass du dich um mich gemüht hättest, Israel. Mir hast du nicht die Schafe deines Brandopfers gebracht noch mich geehrt mit deinen Schlachtopfern. Ich habe dir nicht Arbeit gemacht mit Opfergaben, habe dich auch nicht bemüht mit Weihrauch.
Wir sind Sünder, Lustgetriebene, Schuldner, Arbeitmacher, Gebetsverweigerer, Portemonnaiezunäher. Alles das beschreibt Jesaja hier.
Nicht: Wegen unserer Opfer, Hingabe, nicht wegen unserem Gebet, erlöst uns Gott in sein Eigentum!
Wir sind kein Stück besser als Israel - und stehen vielleicht doch in der Gefahr, uns über Israel zu überheben:
Israel hat schließlich den Heiland verworfen.
Israel ist auch heute nicht immer das Vorbild für Humanität. (Nebenbei: Was würden wir eigentlich machen, wenn die Holländer uns ständig (!) Bomben über die Grenze werfen würden?)
Warum macht Gott das alles für dich und mich? Aus dem gleichen Grund wie für Israel:
Weil dein Gott dich liebt
Weil du teuer bist in meinen Augen und herrlich und weil ich dich lieb habe, gebe ich Menschen an deiner statt und Völker für dein Leben.
Weil dein Gott sich damit als Gott beweist
Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.
Weil dein Gott so alleine den Ruhm bekommt
das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen.
Das ganze Konzept “Gott erwählt sich schwache, reinigt sie, gebraucht sie, damit er alleine den Ruhm bekommt” steht auch im Neuen Testament:
Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist.
Das Wort "schwach" bezieht sich auf etwas, das mickrig oder kraftlos ist. Das Wort beschreibt etwas, das so zweitklassig und minderwertig ist, dass es schon fast lächerlich ist!
Die Feinde Gottes lachen sich drüber schlapp: Vgl. Reaktion Goliaths auf David
Aber gerade unsere Schwäche und Unzulänglichkeit qualifiziert uns als Kandidaten für Gottes Dienst! Gott sucht nach Menschen wie dich, knietief im Schlamm der eigenen Schuld, verirrt in der Wüste, umgeben von strömenden Wassermassen.
Denn er weiß, dass er (nur so) alleine die Ehre für das, was er durch dich tut, erhalten wird.
Du bist genau die Art von Mensch, die Gott gebrauchen will!
alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.
Wo Gott anfängt Neues zu wirken, da gibt es Wachstum.
Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
Klein fängt es an und dann wächst es, bis es groß und stark ist. Gott will Wachstum. Gott ist kein Gott des Schrumpfens, sondern des Wachstums. Gesundes Leben wächst. Es wird stark und es mehrt sich.
Er möchte in deinem Leben etwas wachsen sehen! Und vielleicht fangen wir damit an, seinem souveränen Wirken mehr vertrauen.
Zusammenfassung: Du bist mein - was macht das mit mir?
Zusammenfassung: Du bist mein - was macht das mit mir?
Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Du bist sein Eigentum: Das ist Verheißung und Auftrag zugleich!
Die Verheißung ist, dass Gott immer bei uns ist. Auf den Wegen durch das Wasser, vielleicht sogar das Feuer des Gerichtes.
Gott hat uns Israel vor Augen gemalt. Als ein Zeuge in einer Gerichtsverhandlung für einen mächtigen Gott, der Jahrhunderte mit seinen Zusagen überspringen kann, um sie dann um so wunderbarer zu erfüllen.
Vielleicht fasst du manchmal auch an den kalten Stahl seiner Rettung wie die Jeminiten am Anfang an das Flugzeug und brauchst eine Weile, bis zu du zum Loben und Anbeten kommst.
Schaue nicht zurück auf deine Vergangenheit. Schon gar nicht auf deine Sünde. Gott hat sie bezahlt.
Vertraue ihm in der Gegenwart und Zukunft und sei mit deinem Vertrauen der nächste Zeuge für einen großen Gott, der heute genauso handelt wie zur Zeit der Bibel oder 1948!
Amen.
