Gott redet - Mit Jesus durch Leiden und Zweifel – Halt finden im Wort Gottes
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Gott redet - Mit Jesus durch Leiden und Zweifel – Halt finden im Wort Gottes
Gott redet - Mit Jesus durch Leiden und Zweifel – Halt finden im Wort Gottes
Einstieg
Einstieg
Liebe Gemeinde,
das Bibelwort heute spricht davon, wie wichtig es ist, dass man am Morgen auf Gottes Wort hört. Aber mit dem Aufstehen am Morgen ist das so eine Sache. Dazu eine kurze Geschichte von einer Mutter und ihrem Sohn.
Die Mutter: "Aufstehen, es ist Zeit für die Schule!"
Der Sohn: "Ich will nicht! Die Kinder hassen mich, und die Lehrer auch!"
Darauf die Mutter: "Ach komm schon! Gib mir zwei gute Gründe, warum du nicht gehen solltest."
Der Sohn antwortet: "Weil mich alle dort hassen und ich keine Lust habe!"
Darauf die Antwort der Mutter: "Und ich gebe dir zwei gute Gründe, warum du gehen musst: Erstens, du bist 52 Jahre alt. Zweitens, du bist der Schulleiter."
Ist es nicht so, dass wir im Alltag oft viele Verantwortungen tragen: im Beruf, in der Familie, in der Gemeinde und auch im gesellschaftlichen Engagement. Kann es da nicht uns wirklich auf einmal passieren, dass es uns so ergeht, wie dem Schulleiter? Dass wir das Gefühl haben, dass wir abgelehnt werden oder ungerecht behandelt, wenn da unsere Bemühungen nicht gesehen oder geachtet werden. Oder wir sind am Ende überfordert, weil uns auf einmal unser Engagement zu viel ist. Wo finden wir dann in solchen schwierigen Zeiten Halt und Stärkung?
Der Blick zum Kreuz
Der Blick zum Kreuz
Heute am Palmsonntag richten wir unseren Blick schon auf das Kreuz hin. Wir richten es auf Karfreitag hin. Wir machen uns mit Jesus auf den Weg hin zu seinem Kreuz.
Darum möchte ich am Anfang der Predigt ein Wort aus dem Hebräerbrief stellen:
2 Dabei wollen wir den Blick auf Jesus richten. Er ist uns im Glauben vorausgegangen und wird ihn auch zur Vollendung führen. Er hat das Kreuz auf sich genommen und der Schande keine Beachtung geschenkt. Dies tat er wegen der großen Freude, die vor ihm lag: Er sitzt auf der rechten Seite von Gottes Thron. 3 Denkt doch nur daran, welche Anfeindungen er durch die Sünder ertragen hat. Dann werdet ihr nicht müde werden und nicht den Mut verlieren.
Die Karwoche beginnt heute mit dem Hosianna, mit dem Lobpreis. Da zieht Jesus in Jerusalem reitend auf einem Esel ein. Die Worte des Propheten Sacharja erfüllen sich:
9 Freue dich sehr, Tochter Zion! Brich in Jubel aus, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er. Er ist arm und reitet auf einem Esel, einem jungen Esel, geboren von einer Eselin.
Jesus wird, wie ein König verehrt. Doch das Ganze verändert sich schlagartig ins Gegenteil. Aus dem “Hosianna” wird dann ganz schnell ein „Kreuzige ihn“.
Auch heute gibt es das in unserem Leben. Da ist der Fußballstar. Für viel Geld wurde er von einem anderen Verein eingekauft. Er und seine spielerischen Leistungen werden dann in höchsten Tönen gelobt. Da wird er in den Medien regelrecht vorgeführt. Es wird ein riesiger Medienrummel veranstaltet. Beim Verein bekommt er eine besondere Nummer als Stammspieler. Das Trikot ist schon lange fertig. Es werden jetzt viele Fan-Artikel verkauft. Doch wenige Wochen später. Der Spieler bringt die Leistung nicht. Die Mannschaft rutscht mit ihm in der Tabelle ab. Die Chemie in der Mannschaft stimmt nicht. Das Zusammenspiel funktioniert nicht. Der Spieler kommt auf die Ersatzbank, bekommt nur noch wenige Einsätze. Er wird von den Fans ausgebuht. Dann rutscht er ganz aus dem Kader. Darf nicht mehr mit der Mannschaft trainieren, wird von allem freigestellt und kommt auf die Transferliste. Aber keiner will ihn haben. Aus und vorbei.
Das erleben nicht nur Fußballer, das kann jeder von uns in irgendeiner Situation seines Lebens erleben:
Der Angestellte in seinem Beruf - bisher in seinen Leistungen hochgelobt, wird er für Fehler, die er nicht gemacht hat, zum Sündenbock gemacht.
Der Handwerker bei der Auftragsvergabe - bisher immer recht gut mit Aufträgen bedacht, wird er auf einmal benachteiligt.
Der Schüler in der Klasse, wird von seinen Klassenkameraden auf einmal gemobbt.
Die Mutter in der Familie, wird für alles, was in der Familie schiefläuft, verantwortlich gemacht.
Und so weiter.
Und bei Jesus war es noch extremer – vom umjubelten König auf dem Esel wurde er der Todeskandidat am Kreuz. Da fragen wir uns: Wie hat Jesus diese schlimmen Zeiten durchlebt? Wie hat er sie überlebt? Wie konnte er diese Leiden und Demütigungen ertragen?
Manchmal fragt man sich das bei Menschen, die Schicksalsschläge in ihrem Leben erfahren haben, und wir fragen das auch bei uns selbst, nicht nur bei den Beispielen vom Anfang, sondern noch bei viel tiefer gehenden Schicksalsschlägen:
Da sind Krankheiten, die an die Substanz unseres Lebens gehen, nicht nur bei dem Kranken selbst, sondern auch bei den Angehörigen.
Oder wenn man am Grabe eines lieben Menschen steht, wo es noch nicht heißt, dass er oder sie alt und lebenssatt ist, vielleicht auch nach langer Leidenszeit. Selbst auch dann!
Wie können wir solche Schicksalsschläge ertragen?
Wie können wir sie erleiden?
Wie können wir sie durchstehen?
Was braucht man, um ungerechte Behandlung geduldig oder würdevoll zu ertragen?
Dazu wollen uns heute Worte aus der Bibel Hinweise geben und Hilfe sein. Sie wollen uns zeigen, wie Jesus die Tortur überlebt hat, wie er den Tod besiegt hat, und wie er letztlich Hölle und Grab besiegt hat.
Es sind Worte aus dem Buch des Propheten Jesaja. Es ist eines der sogenannten Gottesknechtslieder. Ja, es weist schon 740 Jahre vor Jesus auf ihn als den Retter und Helfer hin, auf ihn hin, bei dem wir Halt und Geborgenheit gerade in solchen lebensbedrohlichen Situationen finden.
Wir lesen aus Jesaja 50:
4 Gott, der Herr, nimmt meine Zunge in die Lehre. Als sein Schüler kann ich dem Erschöpften ein Wort zusprechen, das ihm Mut macht. Jeden Morgen öffnet er mir die Ohren. So kann ich auf ihn hören, wie ein Schüler auf seinen Lehrer hört. 5 Gott, der Herr, hat mir die Ohren geöffnet. Ich habe mich nicht verschlossen und mich seinem Auftrag nicht entzogen. 6 Als sie mich schlugen, habe ich ihnen den Rücken dargeboten. Als sie mir den Bart ausrissen, habe ich meine Wangen hingehalten. Mein Gesicht habe ich nicht verhüllt, als sie mich beschimpften und anspuckten. 7 Aber Gott, der Herr, steht mir bei. Darum lasse ich mich nicht einschüchtern. Ich mache mein Gesicht hart wie einen Kieselstein. Denn ich weiß, dass ich nicht enttäuscht werde. 8 Gott ist mir nahe, er setzt mein Recht durch. Wer will mich da noch anklagen? Der soll ruhig mit mir vor Gericht ziehen! Wer will mein Recht anfechten? Der soll nur kommen! 9 Ja, Gott, der Herr, steht mir bei. Wer will mich da noch verurteilen? All meine Gegner zerfallen wie ein Kleid, das von Motten zerfressen ist.
Worte, die etwas sagen
Worte, die etwas sagen
Worte – Worte begegnen uns jeden Tag, ja jeden Augenblick in unserem Leben. Oft sind es nichtssagende Worte, die an uns vorbeirauschen, die in einem Rauschen untergehen.
Worte – wir sagen viele Worte, manche sind wichtig, doch viele sind unwichtig, Was bringen sie? Oft sind sie leer!
Und sogar manches trostvolle Wort kann untauglich und leer sein! Manchmal ist schweigen mehr angebracht! Wir wissen es ja von Hiob – da war das Schweigen der Freunde hilfreicher als ihr späteres Reden.
Aber doch haben wir den einen – den einen, der uns eine Zunge gegeben hat. Er gibt uns die rechte Zunge. Jesaja macht es uns hier deutlich, in dem er es viermal betont: „Gott der HERR – Adonai JAHWE“. Von ihm sollen wir lernen. Wir sollen lernen unsere Zunge in rechter Weise zu gebrauchen, in dem wir von Gott abhängig sind und bleiben, und ihm vertrauen. Denn Gott selbst ist es, der den rechten Trost gibt in den Krisen unseres Lebens.
Darum begegnet uns hier der Gottesknecht als jemand der trotz aller Schicksalsschläge, allen Leidens und aller Ablehnung Gott treu bleibt.
Und Gott ist es, der den Trost auch uns und durch uns und unser Wort geben will. Das macht der Prophet Jesaja hier an dieser Stelle deutlich. Er macht deutlich, dass wir den wahren Trost nur in Gott und in seinem Wort finden. Und nur durch und mit dem Wort Gottes können wir in rechter Weise andere trösten.
Müde und entmutigt, - vielleicht sind wir es heute selbst! Wenn wir es vielleicht nicht sind, doch sind es viele unserer Mitmenschen und sie brauchen Hilfe zur rechten Zeit.
Wo finden wir diese Worte?
Wo finden wir diese Worte?
Auch Jesus und dem Propheten Jesaja begegneten jeden Tag neu Menschen, die vom Leben entmutigt waren. Und beide wussten, woher sie Worte des Trostes bekamen. Und im Gegensatz zu den Menschen um sie herum hatten sie ein offenes Ohr für das Wort Gottes.
Vielleicht hören wir noch einmal den Vers 4 aus dem Gottesknechtlied:
4 Gott, der Herr, nimmt meine Zunge in die Lehre. Als sein Schüler kann ich dem Erschöpften ein Wort zusprechen, das ihm Mut macht. Jeden Morgen öffnet er mir die Ohren. So kann ich auf ihn hören, wie ein Schüler auf seinen Lehrer hört.
Einer der genau das wusste, war Jochen Klepper, der es in den schönen Morgenlied deutlich machte:
Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir selbst das Ohr. Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor, dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht. Schon an der Dämmrung Pforte ist er mir nah und spricht.
Genau in der Gebetszeit am Morgen finden wir erst einmal die Worte für uns selbst. Damit wird eigentlich deutlich, warum das Lesen der Bibel am Morgen, die Gebetszeit, die Stille Zeit am Morgen so wichtig ist. Sicher man kann zu allen Zeiten die Bibel lesen. Aber die Bibellese am Morgen gibt die besondere Wegweisung und Richtung für den Tag. Eigentlich wird deutlich, dass die "biblische Morgenwache" keine besondere Vorsorge ist für einen einzigen Diener. Es ist der Standardlehrplan für alle, die Jünger werden wollen. Auch für alle die Jünger Jesu sein und werden wollen. Denn es ist der Herr, der die Initiative ergreift und seiner Diener und auch uns heute für die morgendliche Gemeinschaft aufrüttelt; das Wort Gottes steht im Mittelpunkt. Das Ziel besteht darin, die Wahrheit des Wortes Gottes durch das Ohr an den Verstand weiterzugeben.
Dann kann man auch in rechter Weise diese Worte des Trostes weitergeben: „Gott, der Herr, nimmt meine Zunge in die Lehre. Als sein Schüler, der auf die Worte Gottes hört, kann ich dem Erschöpften ein Wort zusprechen, das ihm Mut macht.”
Gottes Wort zu mir reden lassen
Gottes Wort zu mir reden lassen
Es ist wichtig, dass wir selbst mit Gott im Kontakt stehen, dass „wir hören, wie Jünger hören“ – also wie die Schüler auf ihren Lehrer – intensiv und gespannt. Wir sollen hören – auf Gottes Wort, das heißt doch ganz praktisch: - dass ich die Bibel lese
als erstes in der stillen Zeit am Morgen Gottes Wort lese, mich von ihm ansprechen lasse, darüber nachdenke
aber auch in anderen Formen und Arten, bei denen mich Gottes Wort anspricht:
durch die Predigt im Gottesdienst
die Bibelstunde, die Gebetsstunde und der Hauskreis
Wort des Bruders oder der Schwester
Studium von theologischer und christlicher Literatur
vielleicht durch das Internet, Podcast oder YouTube oder ähnliches
christliches Fernsehen oder Radio
christliche Musik
auch vielleicht durch die Natur, ohne dass man gleich Pantheist wird
es gib viele Möglichkeiten
Es gilt die Zusage Gottes, dass er mir das Ohr weckt und ich höre, wie Jünger hören.
Letztlich ist es Gott selbst, der mein Ohr für sein Wort öffnet, durch seinen Heiligen Geist, durch mein Gebet und Gespräch und überhaupt die Gemeinschaft mit ihm. Manchmal kann es auch für mich erst einmal das Schweigen sein, damit Gott reden kann. Vielleicht muss ich erst einmal selbst stille werden.
Ihr kennt ja auch das Lied von Maria Esther Gräfin von Waldersee.
Lass du mich stille werden, mein Herr und Gott,
nur deine Stimme hören in Glück und Not,
nur deine Stimme hören in Glück und Not.
Wichtig ist, dass wir am Wort Gottes bleiben – jeden Tag – Tag für Tag. Seid treu am Wort Gottes.
Ja und am Morgen die Bibel zu lesen – wenigsten ein Stück, dass hat sich doch immer wieder als eine gute Lösung gezeigt, um so mit guten und gesegneten Gedanken und mit Weisung von Gott in den Tag zu gehen. Wer auf Gottes Wort hört, dessen persönliches Bewusstsein wird gestärkt und auch der eigene Glaube. Die Treue am Wort Gottes schafft dann in uns auch einen Blick für die wichtigen Dinge im Leben.
Wie viele von uns sind mit so vielen unwichtigen Dingen beschäftigt und fokussieren nur darauf ihren Blick. Wir sind doch oft viel zu sehr beschäftigt mit der eigenen Karriere, mit der Familie, mit den Enkelkindern oder mit dem Hobby. Und dann kann es ganz schnell passieren, dass Gott und Glaube auf der Strecke bleiben. Was passiert dann in den Krisenzeiten unseres Lebens?
Was passiert, wenn Unverhofftes und Schicksalsschläge kommen? Können wir dann aus den Ressourcen unseres Glaubens schöpfen? Oder ist unser Glaubenstank leer? Woher bekommen wir gerade für die schweren Situationen unseres Lebens neue und innere Ressourcen, dass wir selbst durch sie gestärkt werden im Leben und im Glauben?
Die Situation des Gottesknechtes
Die Situation des Gottesknechtes
Jesaja beschreibt die Situation des leidenden Gottesknechtes. Sie ähnelt der Situation Jesu auf dem Weg zum Kreuz, und wie Gott ihm gerade in dieser Krise beisteht:
6 Als sie mich schlugen, habe ich ihnen den Rücken dargeboten. Als sie mir den Bart ausrissen, habe ich meine Wangen hingehalten. Mein Gesicht habe ich nicht verhüllt, als sie mich beschimpften und anspuckten. 7 Aber Gott, der Herr, steht mir bei. Darum lasse ich mich nicht einschüchtern. Ich mache mein Gesicht hart wie einen Kieselstein. Denn ich weiß, dass ich nicht enttäuscht werde.
Auf Grund der täglichen Stärkung durch das Wort Gottes waren der Gottesknecht und auch Jesus in der Lage das Leiden zu ertragen. Das Wort Gottes ist die Quelle der Entschlossenheit und Zuversicht zu allen Zeiten.
Vielleicht sind wir so anderen gegenüber selbst Trost und Hilfe in ihren schweren Situationen und stärken sie. Doch dann stürzt auf uns persönlich vieles ein, dass wir selbst Trost und Hilfe brauchen. Und dann ist keiner da. Auch das kann passieren. Selbst Jesus ist es so ergangen. Dann gibt es nur eins – sich ganz fest an Gott klammern, so wie es Jakob nach seinem Ringkampf mit Gott getan hat: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ Jesus hat dieses erlebt, er hat es überlebt und besiegt. Selbst der Tod konnte ihm nichts anhaben.
Und wir? Klammern wir uns auch wie Jakob und auch wie Jesus an Gott und suchen im Wort Gottes Trost und Kraft für die Schwere unseres Lebens. Der Weg, den Jesus ging, war ein Weg, der ganz nach unten ging. Der Apostel Paulus beschreibt ihn im Philipperbrief in dem Christuslied in wundervoller Weise:
Philipper 2,6–11 (LU17)
6 Er, der in göttlicher Gestalt war,
hielt es nicht für einen Raub,
Gott gleich zu sein,
7 sondern entäußerte sich selbst
und nahm Knechtsgestalt an,
ward den Menschen gleich
und der Erscheinung nach
als Mensch erkannt.
8 Er erniedrigte sich selbst
und ward gehorsam bis zum Tode,
ja zum Tode am Kreuz.
9 Darum hat ihn auch Gott erhöht
und hat ihm den Namen gegeben,
der über alle Namen ist,
10 dass in dem Namen Jesu
sich beugen sollen aller derer Knie,
die im Himmel und auf Erden
und unter der Erde sind,
11 und alle Zungen bekennen sollen,
dass Jesus Christus der Herr ist,
zur Ehre Gottes, des Vaters.
Unserer Situation
Unserer Situation
Wir selbst müssen so gut wie nicht um des Evangeliums willen leiden. Dafür geht es uns hier in Deutschland recht gut. Aber in den meisten Ländern dieser Welt werden unsere Schwestern und Brüder um ihres Glaubens an Jesus Christus verfolgt. Wir erleben hier Not anderer Art, dass immer weniger Christen wirklich den Glaubensmut haben die Botschaft von Jesus zu bezeugen und dass die, die es tun, als Spinner dargestellt werden. Aber auch hier will uns Gott beistehen. Wie sagt es Jesaja als Zusage an uns: „Gott, der Herr, wird mir helfen. Darum werde ich nicht beschämt dastehen. Deshalb habe ich mein Gesicht gehärtet wie einen Kieselstein. Ich weiß, dass ich nicht blamiert dastehen werde.“ Wir dürfen wissen, der Glaube an Gott ist keine menschliche Erfindung, kein Do-It-Yourself-Projekt, sondern hier handelt und wirkt der souveräne und lebendige Gott. Darum möchte ich Euch Mut machen, diesem Gott zu vertrauen und Trost, Geborgenheit und Hilfe in seinem Wort zu suchen.
Es gilt, was dieser Liedrefrain ausdrückt: Wag es mit Jesus, was deine Not auch sei? Wag es mit Jesus er macht dich frei!
Amen.
Gebetsimpulse
Gebetsimpulse
Für uns selbst
Dass wir wie der Gottesknecht ein hörendes Herz entwickeln – bereit, Gottes Stimme im Alltag zu vernehmen
Um Mut, dem Weg Jesu zu folgen – auch wenn er gegen den Strom führt
Für Vertrauen, wenn unser Glaube herausgefordert wird
Für die Gemeinde
Für eine Gemeinschaft, die sich vom Geist Jesu prägen lässt: demütig, dienend, standhaft
Dass wir ein Ort sind, an dem Menschen Trost, Hoffnung und Orientierung finden
Um Worte zur rechten Zeit – in Seelsorge, Verkündigung und Begegnung
Für die Welt
Für alle, die unschuldig leiden oder verfolgt werden – dass sie Gehör und Hilfe finden
Für Menschen in Verantwortung – dass sie sich nicht blenden lassen, sondern das Rechte tun
Für Frieden, besonders in kriegsgeplagten Regionen
In der Passionszeit
Um innere Einkehr und die Bereitschaft, Leid und Hoffnung Jesu zu teilen
Dass wir im Blick auf das Kreuz auch die Kraft zur Versöhnung neu entdecken
Segensgebet
Segensgebet
Der Herr segne dich,
der auf einem Esel in die Stadt kommt –
nicht in Macht, sondern in Demut.
Er segne dich mit dem Mut,
auch auf leisen Wegen Großes zu erwarten.
Der Herr stärke dich,
wenn der Weg rau wird,
wenn der Jubel verstummt und das Kreuz näher rückt.
Er bewahre in dir die Hoffnung,
die tiefer reicht als die Dunkelheit der Tage.
Der Herr begleite dich
durch die Spannungen der Zeit,
durch die Fragen, das Aushalten, das Hoffen.
Er führe dich mit seinem Licht
bis zum Ostermorgen,
wo Leben neu aufblüht
und Freude den Tod überwindet.
So segne dich der Gott des Lebens –
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
