Kevin / Mt. 25,1-13 / Advent ist jeden Tag!

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Notes
Transcript

Einleitung

Kannst du dich noch an Weihnachten erinnern?
Die Adventszeit und Weihnachten ist für mich immer etwas ganz besonderes:
Es werden Plätzchen gebacken
man hört Weihnachtslieder
es wird gefeiert
und als Gemeinde haben wir einen tollen Gottesdienst gestaltet.
Weihnachten ist immer wieder, von Jahr zu Jahr, etwas ganz tolles.
Und aus dieser Zeit kommen wir jetzt heraus und eifern dem Frühling entgegen - da wird es vielleicht doch einmal Zeit, zurückzublicken und inne zu halten.
„Advent“ ist lateinisch (adventus) und heißt „Ankunft“. Und eine Ankunft ist meistens mit einer Zeit des Erwartens verbunden - wie vor der Geburt eines Kindes. Und auch im Advent haben wir etwas erwartet.
Aber ich frage mich: Worauf haben wir gewartet?
Die Geschenke?
Die Feier mit der Familie?
Eine ruhige Zeit mit freien Tagen?
Einen besonderer Gottesdienst?
Jesus war es wichtig, den Fokus seiner Jünger immer wieder zu schärfen und auszurichten. Er wollte ihnen aufzeigen, worauf es wirklich ankommt. Und genau so eine Stelle möchte ich mir heute zusammen mit euch anschauen: Es geht um Advent, es geht um etwas wirklich wichtigen.

Textlesung

Matthew 25:1–15 SLT
Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht. Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich. Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen! Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen! Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst! Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen. Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht! Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird. Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab. Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft, und er reiste sogleich ab.

Kontext zu Mt. 25,1-13

Wir haben hier ein Gleichnis von unserem Herrn Jesus Christus gelesen. Dieses Gleichnis steht in einem Zusammenhang mit dem Text davor (Einleitendes Wort “Dann”) Wir müssen uns also auch das Kapitel 24 vor Augen halten
Ermutigung zum selber lesen!
naher Kontext:
Tempelzerstörung
Frage der Jünger: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?
Endzeit und Drangsal, die kommen wird
nicht irreführen lassen durch falsche Propheten, falsche Christusse
böse Geschehnisse (24,6-8) > Geburtswehen
Wiederkunft des Menschensohnes
Wachsam, bereit und treu sein

Das Gleichnis der Jungfrauen

Jesus beschreibt in seinem Gleichnis eine Situation, die die Jünger gut kannten: die Feierlichkeiten rund um eine Hochzeit.
Unterschiedlich zu heute: Hochzeiten dauerten eine Woche und begann beim Eintreffen des Bräutigams im Haus der Braut, in dem die Trauung stattfand. Danach führte der Bräutigam die Braut zu seinem Haus , um dort die Festlichkeiten zu vollenden. Das Ganze geschah in einer Art Umzug. Für eine nächtliche Hochzeit wurden dafür dann Lichter in Form von Fackeln benötigt.
Jesus hat vorher schon über sein Kommen gesprochen > Bräutigam = Jesus
Jungfern = Jünger, Gemeinde
Fakt ohne Zweifel: der Bräutigam kommt
Aufgabe Brautjungfern: warten, bereit sein, entgegengehen bzw. abholen
Sie wissen, was passiert und kennen den Ablauf
klug vs. töricht
das hat nichts mit Intelligenz zu tun
Gedankenlos, leichtsinnig
alle waren eingeladen
alle sind dem Bräutigam entgegen gegangen
alle hatten Fackeln
alle sind beim warten eingeschlafen
Unterschied: Öl, schlechte vs. Gute Vorbereitung
(Nicht: Salbung mit Hl. Geist)
Es gibt in dieser Welt ein Sich-fertig-machen auf die zukünftige.
Spurgeon: „wir müssen hier das Hochzeitskleid anlegen, welches wir in der Ewigkeit tragen sollen. Dieses Leben ist gewissermaßen das Vorzimmer zum Palast des Königs“
Öl = Glaubenshaltung oder viel besser: Glaubensleben in der Nachfolge Jesu.
Alle haben Fackeln, aber sie können das Feuer nicht am brennen halten!
Kernaussage Vers 13: Ich komme wieder, seid wachsam! Ihr kennt den Tag und die Stunde nicht, an der ich komme, also lebt, als ob ich jeden Augenblick zurückkommen würde! Seid vorbereitet!
Wer ist nun also klug und wer töricht?
Die „klugen“ sind in Gebet und Gehorsam treu geblieben, haben immer wieder Vergebung ihrer Sünde erbeten und erfahren, haben bis zur Wiederkunft bzw. Bis zum Tod Glauben gehalten.
Die „törichten“ hingegen haben einen toten Glauben. Ihr Glaubenslicht ist verlöscht.
Verse 8 & 9a - Gibt uns Öl - Die Antwort der klugen Frauen in Jesu Gleichnis macht deutlich:
Der Glaube anderer rettet dich nicht!
Du bist kein Christ, weil du in eine Gemeinde gehst oder dich taufen lassen hast.
Du kannst sogar an Gott glauben, ohne ein Christ zu sein!
Zum Erlöstsein gehört mehr als das bloße Lippenbekenntnis oder ein netter Mensch zu sein. Es erfordert eine wirkliche Erneuerung durch den Heiligen Geist, den Gott schenkt.
Es geht um das Vorbereitet-sein. Und Jesus macht deutlich: es gibt im Leben eines jeden Menschen ein „Zu-Spät“!
Es geht nicht um das Perfekt-Sein: jeder macht Fehler und ist schuldig vor Gott!
Aber wir dürfen das Wirken des Heiligen Geistes in und durch uns nicht unterdrücken.
Selbstsüchtige, egozentrische Lebensweise kann den Blick für das Wichtige verschleiern
Lassen wir unser Leben vom Heiligen Geist umgestalten? Ist unser Glaube tot oder lebendig?
An den Früchten erkennt man einen Nachfolger Jesu! Ein Nachfolger Jesu tut Buße, lässt an sich arbeiten, orientiert sich an Jesus und fragt nach seinem Willen.
Letztendlich ist es für einen Nachfolger Jesu ein Bestreben, den Weisungen Gottes zu gehorchen, weil Gehorsam ein Zeichen der Liebe ist. Selbst, wenn man nicht immer alles versteht. Ganz im Kontrast zur Rebellion.
Paulus > Eph 5,15-17 > Die Zeit auskaufen

Was uns erwartet / Anwendung

Eine Hochzeit ist ein Freudenfest! Und so wird auch die Zeit in Ewigkeit ein Freudenfest sein für die, die zu ihm gehören.
Wir dürfen Gott vertrauen! Seine Zusagen stimmen. Sein Reich wird anbrechen und es wird herrlich sein!
Die Zeit bis dahin mag rau, steinig und mühselig sein.
Lasst uns also unsere Glaubenslichter am brennen halten! Wir dürfen uns freuen, denn der Herr ist uns nahe!
Advent, das Warten auf den Herrn, ist jeden Tag, bis er wiederkommt!
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