Wie gehe ich mit der Sünde in meinem Leben um? (1. Johannes 1,5-10)

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Solange wir noch auf dieser Erde leben, werden wir sündigen und mit der Sünde in unserem Leben kämpfen - auch wenn wir durch den Glauben an Jesus Christus zu Gottes Kindern geworden sind. Die Sünde in unserem Leben ist eine Realität und ein Problem. Hier in 1. Johannes 1:5-10 bekommen wir klare Anweisungen, wie wir mit der Sünde in unserem Leben umgehen sollen, und wir sehen auch, wie unsere Einstellung zur Sünde in Wirklichkeit auch mit unserer Einstellung zu Jesus Christus zu tun hat.

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Einleitung letzte Woche. Dann kommt Johannes gleich zur Sache: Wie gehe ich mit der Sünde in meinem Leben um? (1. Johannes 1,5-10) Ein unpopuläres Thema, oft vermieden... Die Frage kann auf zwei Weisen verstanden werden: 1) Jemand, der Rat bekommen möchte: "Ich sehe, das ich ein Problem mit der Sünde habe. Was soll ich tun? Wie gehe ich mit der Sünde in meinem Leben um?" 2) Jemand, der sein Leben ernsthaft betrachtet: "Wie sieht es aktuell in meinem Leben aus mit der Sünde? Was ist eigentlich meine Antwort/Reaktion darauf? Stört es mich? Oder ist es mir ziemlich egal? Wie gehe ich mit der Sünde in meinem Leben um? " Beide Bedeutungen relevant: Wie sieht es bei mir aus? Was soll ich tun? I. Weshalb die Frage? (Nicht viele Menschen stellen sich diese Frage...) Wie kommt man dazu, sich so etwas zu fragen? A. Wenn du Gott betrachtest (kennenlernst, besser kennenlernst) Es ist wichtig, dass wir Gott kennen! Johannes möchte, dass seine Leser Jesus kennenlernen (1. Joh. 1,1-3) Es geht um eine Person! Und diese Person hatte eine wichtige Botschaft für uns: 1) Die (Haupt-)Botschaft von Johannes: "Gott ist Licht" (5) a. Eigentlich könnten wir hier aufhören - "das ist die Botschaft" (alles zusammengefasst) b. Was folgt, sind Anwendungen, wie wir deshalb leben sollen... c. Wenn Gott Licht ist, dann sollte das Konsequenzen für unser Leben haben! 2) Was bedeutet das: "Gott ist Licht"? "Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Gewand, das du anhast..." (Ps. 104,1-2) a. Erster Gedanke: Gottes Herrlichkeit im Himmel "Und die Stadt bedarf weder der Sonne noch des Mondes, dass sie in ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm." (Offg. 21,23) "Es wird keine Nacht geben, und sie werden weder eine Leuchte noch das Licht der Sonne brauchen; denn Gott der Herr wird sie erleuchten..." (Offg. 22,5) b. Nicht nur am Ende der Bibel, auch am Anfang: "Es werde Licht!" (auf unserer Welt) (1. Mo. 1,3) i. Sonne (1. Mo. 1,14-16): 1. 1 Millionen mal so groß wie die Erde 2. 99,8% der Masse in unserem Solarsystem 3. Bis zu 15 Millionen Grad Celsius (im Zentrum) 4. Energie: 100.000 Millionen Tonnen Dynamit pro Sekunde 5. Kein Leben auf der Erde ohne Sonnenenergie ii. Aber selbst die Sonne hat Sonnenflecken! (dunkler, kühler) iii. In Gott "ist keinerlei Finsternis"! (5) Die Sonne und ihr Licht ist nicht gut genug, um mit Gott zu vergleichen! iv. Trotzdem: Menschen fingen an, die Sonne anzubeten! (Völker auf der ganzen Welt) "tata riosi" "Müsste ich eine Religion wählen, so wäre die lebensspendende Sonne mein Gott." (Napoleon Bonaparte) v. Also sandte Gott uns noch ein helleres Licht auf die Erde: c. "Es werde Licht!" (auf unserer Welt, noch viel mehr: Jesus kommt zu uns Menschen!) "In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um vom Licht Zeugnis zu geben, damit sie alle durch ihn zum Glauben kämen. Er war nicht selbst das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben vom Licht. Er (das Wort) war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen." (Joh. 1,4-9) "Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der irrt nicht in der Finsternis umher, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Joh. 8,12) "Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe." (Joh. 12,46) d. Gegensatz: Licht und Finsternis (symbolisch) i. Wissen/Kenntnis und Unwissenheit/Unkenntnis "Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg." (Ps. 119,105) ii. Leben und Tod "In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen." (Joh. 1,4) iii. Wahrheit und Falschheit/Lüge "Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten..." (Ps. 43,3) iv. Reinheit/Gerechtigkeit/Heiligkeit und Sünde "Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!" (Jes. 5,20) e. Gott ist Licht: Fülle von Wissen, Leben, Wahrheit und Heiligkeit Wie kommt man dazu sich zu fragen: "Wie gehe ich mit der Sünde in meinem Leben um?"? - Wenn du erkennst, was es bedeutet, dass Gott Licht ist! Und... B. Wenn du dich mit Gott vergleichst Es ist wichtig, dass du dich selbst richtig kennst! 1) Besonders: a. verglichen mit Gott! b. in Anbetracht der Tatsache, dass Gott Licht ist! 2) Eigentlich wollen wir auch so wie Gott sein, Christen und nicht-Christen (oder zumindest wollen wir so angesehen werden): klug, richtig, gut, voller Leben, vorbildlich, ehrbar, gerecht, fehlerlos... 3) Und es ist ja eigentlich gut, dass wir so sein möchten wie Gott... Nur gibt es da ein Problem: Wir merken: wir sind nicht so! "der in einem Licht wohnt, wo niemand hinkommen kann" (1. Tim. 6,16) 4) Wer und wie sind wir Menschen? - Sünder! (Verse 6-10 behandeln daher dieses Problem unserer Sünde und wie wir damit umgehen) "Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht gestraft werden." (Joh. 3,19-20) a. Wir sehen Gott und Sein Licht und wir verstecken uns davor, weil Sein Licht die Flecken und den Schmutz in allen unseren Werken offenbart b. Wir haben Angst vor dem gerechten Gericht des heiligen Gottes! c. Sünde bedeutet: i. Keinen Zugang zu Gott haben ii. Keine Gemeinschaft mit Gott haben iii. Unter dem Gericht Gottes stehen d. Wir müssen wie Gott "im Licht leben" (7) --> Aber wie? II. Wie wir nicht mit der Sünde umgehen sollten (6+8+10) "Wenn wir sagen..." --> bloße Behauptungen, die nicht der Wahrheit entsprechen A. Sünde nicht kleinreden (6) 1) Die Sünde nicht als unwichtig abschreiben - denken, dass man in einer richtigen Beziehung mit Gott sein und gleichzeitig ungerecht handeln kann... 2) Dann lügst du! a. Wo Licht ist, weicht die Finsternis! b. Wo Finsternis ist, ist kein Licht! (Bsp.: "Keller-Mann") (Menschen, die sich als Christen bezeichnen, aber in der Sünde leben...) 3) Durch deinen Gottesdienstbesuch heute willst auch du sagen: "Ich habe Gemeinschaft mit Gott!" (ich singe, bete, höre der Predigt zu...) (Das gilt auch für mich als Prediger!) a. Aber: Wie sieht es wirklich aus? (Das ist die wichtigere Frage!) b. Wie lebst du, wenn du nicht gerade in der Gemeinde bist? c. Lebst du in der Finsternis? Oder lebst du im Licht? B. Sünde nicht leugnen (8+10) 1) Dann betrügst (belügst) du nur dich selbst! (8) a. Die Menschen um dich herum wissen es besser! (besonders dein Ehepartner, deine Eltern, deine Kinder...) --> verheimlichen? b. Gott weiß es besser! Du kannst Ihm nichts vormachen! c. Du machst nur dir etwas vor - zu deinem eigenen Schaden! (Keine Vergebung von Gott --> Hölle) 2) Dann machst du Gott zum Lügner (10) 3) Wir reden nicht gerne über Sünde - besonders unsere eigene a. Wir hören nicht gerne, dass wir gesündigt haben oder Sünder sind b. Sünde ist ein anstößiges Wort (Billy Hamilton) c. Beichtgebet von Martin Luther Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich armer elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken, womit ich dich jemals erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr und ich bitte dich um deiner grundlosen Barmherzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen * Oftmals sind es besonders die "religiösen" Leute, die sich schwer tun, zu akzeptieren, dass sie Sünder sind: * Z.B.: Our Savior's Lutheran Church (St. Louis, Missiouri) - Teil der Liturgie am Anfang des GD * Eine Frau einige Jahre dort Mitglied (bis Anfang der 1980er) * Austritt und ging in eine andere theologische Richtung * ... wurde sehr berühmt (viele hier haben ihren Namen bestimmt schon gehört: Joyce Meyer) "Mir wurde immer nur gelehrt zu sagen: ‚Ich armer, elender, sündiger Mensch.' Ich bin nicht arm. Ich bin nicht elend und ich bin kein Sünder. Das ist eine Lüge aus der Grube der Hölle. Das ist, was ich war, und wenn ich das immer noch wäre, dann ist Jesus umsonst gestorben. Ich werde euch etwas sagen, Leute. Ich habe nicht aufgehört zu sündigen, bis ich es endlich durch meinen dicken Schädel bekommen habe, dass ich kein Sünder mehr bin. Und die religiöse Welt denkt, das ist Ketzerei und sie wollen dich dafür hängen. Aber die Bibel sagt, dass ich gerecht bin, und ich kann nicht gerecht und gleichzeitig ein Sünder sein." (Joyce Meyer) Dagegen Luther: ("simul iustus et peccator" - gerecht und Sünder zugleich) "Der Verstand argumentiert auf diese Weise: Wenn du gerechtfertigt worden bist, kannst du kein Sünder sein. Aber das ist kein gültiges Argument. Denn der Verstand weiß und versteht nicht das Ausmaß der göttlichen Gnade und wie wichtig sie ist und wie wirksam der Glaube ist. Aus diesem Grund hören die Menschen nicht auf, das Wort Gottes mit menschlichen Erfindungen zu vergraben. Denn sie sind derart mit der Mistel des Verstandes zusammengebunden, dass sie nicht das Wahre vom Falschen zu unterscheiden wissen. Sie würdigen es nicht, dass Gott dies tun kann, dass obgleich die Sünde bestehen bleibt, Er uns als gerecht und rein ansieht, und dass ein Mensch so freigesprochen wird, als ob er keine Sünde hätte, um Christi willen. Wir danken Gott wahrhaftig, denn Seine Zusprechung ist größer als unsere Unreinheit. Und die Sünde, die als Substanz nicht beseitigt ist, wird so zugerechnet als wäre sie beseitigt und wird in Gottes Güte absorbiert, der die um Christi willen verbirgt, der sie überschattet, auch wenn sie in Natur und Substanz bestehen bleibt. Die Gegner wollen das nicht zugeben. Daher lachen sie, wenn wir sagen, dass der Glaube rechtfertigt und die Sünde doch bestehen bleibt. ... Die Sünde bleibt also in diesem Leben fortwährend bestehen, bis die Stunde des letzten Gerichts kommt und dann werden wir endlich vollkommen gerecht gemacht werden. Denn das ist kein Spiel oder Wahn, dass wir sagen: "Die Sünden sind durch den Glauben vergeben und hängen nur an uns fest, weil ein neues Leben auf wundersame Weise begonnen hat." Kurz gesagt, der Begiff "gerechtfertigt sein" bedeutet, dass ein Mensch als gerecht angesehen wird." (Martin Luther, "Disputation Concerning Justification, 1536," in Luther's Works, AE 34:167-168) --> Jesus zu den religiösen Leuten Seiner Zeit: Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner! "Wenn ihr blind wäret, dann hättet ihr keine Sünde; weil ihr aber sagt: ‚Wir sehen', bleibt eure Sünde bestehen." (Joh. 9,41) Viele Menschen heute leugnen ihre Sünde (oder reden sie klein) - egal ob religiös oder nicht. Tatsache bleibt: Jeder Mensch ist ein Sünder (auch vor Gott gerechtfertigte Christen)! Die Frage, wie wir mit der Sünde in unserem Leben umgehen, ist also für jeden Menschen relevant: III. Der richtige Umgang mit der Sünde in meinem Leben "Soll ein Mensch bei Gott Gnade erlangen, so muss er den Gräuel seiner Sünde erkennen, bekennen, hassen, lassen." (Friedrich Peter Tacke, Die Sünden der Menschen nach dem Tode, 1732) A. Sünde erkennen --> unsere "Augen" "Erkenne nur deine Schuld, dass du gegen den HERRN, deinen Gott, gesündigt hast und bist hin und her gelaufen zu den fremden Göttern unter allen grünen Bäumen, und ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht, sagt der HERR." (Jer. 3,13) 1) Manchmal wollen wir unsere Sünde nicht ans Licht bringen (zugeben) a. Nicht schönreden (6) b. Nicht leugnen (8+10) 2) Manchmal sehen wir aber auch unsere eigene Sünde nicht: a. Wir brauchen Gottes Licht, um unsere Sünde zu erkennen! Bibel: zeigt uns Gott und - wie ein Spiegel - uns selbst (u. unsere Sünde) Gebet: "Herr, zeige mir, wo Sünde in meinem Leben ist!" "Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich es meine. Und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf ewigem Weg." (Ps. 139,23-24) b. Wir brauchen Gottes Licht, um darin wandeln können! Gebet: "Herr, zeige mir, wie ich leben soll!" Bibel: zeigt uns Gottes Willen (nicht nur unsere Sünde) "Jesus antwortete: ‚Hat nicht der Tag zwölf Stunden? Wenn jemand bei Tag umhergeht, stößt er nicht an; denn er sieht das Licht dieser Welt. Wenn aber jemand bei Nacht umhergeht, dann stößt er an; denn es ist kein Licht bei ihm.'" (Joh. 11,9-10) B. Sünde bekennen (9) --> unser "Mund" 1) Die Wahrheit bekennen 2) homologeo = "gleich sagen" (mit Gott: Das ist Sünde - nicht nur Dummheit, Fehler, Irrtum, Ausrutscher - nein: Sünde, schrecklich, gegen Gott, Gesetzesbruch, Vertragsbruch, verdient Strafe, Gottes Zorn, führt zum Tod...!) 3) Die Erfahrung von David (wollte erst Sünde verbergen, hat dann aber seine Sünde bekannt und Vergebung erfahren): "Wohl dem, dessen Übertretungen vergeben sind, dessen Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht anrechnet, in dessen Geist keine Falschheit ist! Denn als ich es verschweigen wollte, zerfielen meine Gebeine durch mein tägliches Seufzen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, sodass mein Lebenssaft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. (Sela) Darum bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht. Ich sagte: ‚Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen.' Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde." (Ps. 32,1-5) 4) Bekenntnis --> Vergebung (9): ohne Vergebung keine Errettung, Gemeinschaft mit Gott 5) Nicht nur für Unerrettete zur Errettung: a. 1. Johannesbrief an Gläubige geschrieben b. Sünden auch nach der Errettung immer wieder bekennen (tägl. Gebet): "Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben." (Matt. 6,11-12) --> 70x7 6) Wichtig: nicht nur Worte! (Bsp. Kind ohne Buße) Zwei Seiten einer Medaille: Glauben (Sünde erkennen/bekennen) und Umkehr (Buße) --> im Licht leben! C. Sünde lassen (7) --> unsere "Hände" "Wer seine Sünde leugnet, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erfahren." (Spr. 28,13) Im Licht leben = gereinigt von der Sünde (7) 1) Klare Trennung/Distanzierung von der Sünde: "Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit mit der Gesetzlosigkeit zu schaffen? Welche Gemeinschaft hat das Licht mit der Finsternis? Und wie stimmt Christus mit Beliar überein? Oder was hat der Gläubige mit den Ungläubigen gemeinsam? Welchen Zusammenhang hat der Tempel Gottes mit den Götzen? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott sagt: ‚Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen leben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, sagt der Herr, und rührt nichts Unreines an, dann will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein', sagt der Herr, der Allmächtige." (2. Kor. 6,14-18) 2) Als Nachfolger Christi auch - wie Jesus selbst - das Licht der Welt sein "Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stellt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es dann allen, die im Haus sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." (Matt. 5,14-16) D. Sünde hassen (7) --> unser "Herz" "Hasst das Böse; strebt nach dem Guten." (Röm. 12,9) 1) Bsp. Diät (Verlockung von Schokolade, Chips...) 2) Weil die Sünde unsere Gemeinschaft mit Gott zerstört (6-7a) 3) Weil Jesus dafür ans Kreuz gehen musste (7b) 4) Die Sünde ist schrecklich - und hat schreckliche Auswirkungen! Erfahrung von David (Ehebrecher, Mörder --> Mann nach Gottes Herzen) "Ich will nichts Unwürdiges vor meine Augen stellen. Ich hasse das Tun der Abtrünnigen und will damit nichts zu tun haben. Ein verkehrtes Herz muss von mir weichen; den Bösen dulde ich nicht. Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den bringe ich zum Schweigen; ich dulde den nicht, der einen stolzen Blick und ein hochmütiges Herz hat." (David in Ps. 101,3-5) 5) Oft: Erst wenn wir die Sünde hassen, dann werden wir sie auch eher lassen. --> Aber das ist leider auch nicht immer so: (Taktik/System alleine reicht nicht) 6) Paulus: "Hilfe! Ich hasse die Sünde, aber sündige trotzdem!" (Röm. 7) "Denn was ich tue, verstehe ich nicht. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich." (Röm. 7,15) "Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Den Willen habe ich wohl, aber das Gute zu vollbringen schaffe ich nicht. Denn das Gute, das ich will, tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, dann tue nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. So finde ich nun das Gesetz, dass mir, der ich das Gute tun will, das Böse näher liegt. Denn ich habe Freude am Gesetz Gottes nach dem inwendigen Menschen. Ich erkenne aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz in meinem Gemüt widerstrebt und mich gefangen nimmt im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich von diesem Leib des Todes erlösen?" (Röm. 7,18-24) 7) Selbst wenn wir unsere Sünden erkennen, bekennen, lassen und hassen, werden wir dennoch immer wieder sündigen! (--> also doch nicht "die" Antwort?!?) Was ist also die Antwort?!? (es fehlt noch etwas entscheidendes...) "Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn." (Röm. 7,25) - Der richtige Umgang mit der Sünde in meinem Leben = ... IV. Der richtige Umgang mit Jesus Christus in meinem Leben Der richtige Umgang mit Sünde in meinem Leben hat auf jeden Fall viel damit zu tun, dass ich meine Sünde erkenne, bekenne, lasse und hasse. --> Dafür brauchen wir Jesus! (Ohne Ihn können wir nichts tun!) --> Der richtige Umgang mit Sünde in meinem Leben hat noch viel mehr mit meiner Beziehung zu Jesus Christus zu tun! Es ist sehr wichtig, die eigenen Sünden zu erkennen (und damit biblisch umzugehen)! Aber wir sollten uns nicht auf unsere Sünden fokussieren... Das ist nicht das wichtigste... Am wichtigsten ist es, Jesus zu erkennen! (das wird uns dann auch helfen, unsere Sünden zu erkennen) A. Jesus erkennen! = Gott erkennen! 1) Gott ist Licht (5) Gottes Perfektion --> weitere Eigenschafen von Gott in V.9: 2) Gott ist treu (9) a. Zu sich selbst "sind wir untreu, dann bleibt er treu; er kann sich selbst nicht verleugnen." (2. Tim. 2,13) b. Zu seinen Verheißungen "Lasst uns am Bekenntnis der Hoffnung festhalten und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat." (Heb. 10,23) 3) Gott ist gerecht (9) a. Was unsere Sünde betrifft (nicht ignorieren) b. Was die Strafe für unsere Sünde betrifft (Jesu Tod) c. Was unsere Rechtfertigung betrifft... 4) Gott vergibt unsere Sünden (9) Rechtfertigung "das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde" (7) 5) Gott reinigt uns von aller Ungerechtigkeit (9) Heiligung: ein Prozess (immer wieder gereinigt, immer mehr geheiligt) B. Gemeinschaft mit Jesus (V. 3) ist nur möglich wenn wir im Licht leben, d.h. ... (7) 1) Unsere Sünden erkennen 2) Unsere Sünden bekennen 3) Unsere Sünden lassen 4) Unsere Sünden hassen C. Gemeinschaft mit Jesus hat Auswirkungen 1) Wir werden unsere Sünden mehr erkennen 2) Wir werden unsere Sünden mehr bekennen 3) Wir werden unsere Sünden mehr lassen 4) Wir werden unsere Sünden mehr hassen Der richtige Umgang mit der Sünde ist Gemeinschaft mit Jesus zu pflegen! --> Sünden erkennen = gut! --> Jesus erkennen = besser! (bringt das andere zustande) --> Sünden bekennen (mit Jesus über die eigenen Sünden reden) = gut! --> In Gemeinschaft mit Jesus zu reden = besser! (bringt das andere zustande) --> Sünden zu lassen = gut! --> An Jesus festzuhalten = besser! (bringt das andere zustande) --> Sünden zu hassen = gut! --> Jesus zu lieben = besser! (bringt das andere zustande) Kannst du jemals die Sünde wirklich hassen/lassen, ohne Jesus zu lieben? Kannst du jemals Jesus wirklich lieben, ohne die Sünde zu hassen/lassen? Das eine schließt das andere aus! "Niemand kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen treu sein und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon." (Matt. 6,24) - Wenn wir in der Sünde leben, dann werden wir keine Gemeinschaft mit Jesus suchen. - Wenn wir Gemeinschaft mit Jesus suchen, dann werden wir unsere Sünden lassen und hassen (weil Jesus Licht ist und keinerlei Finsternis in ihm ist!) Wir alle hier sind Sünder! Wir haben gesündigt ... und wahrscheinlich auch schon heute morgen oder sogar während des GD... Wir müssen noch mehr lernen, unsere Sünde zu erkennen... Ich möchte allen hier gleich die Möglichkeit geben, über ihre Sünde nachzudenken... Du denkst, du hast keine (wirklich nennenswerte) Sünde? Dann vergleiche dich mal mit Gott! Gott ist der Maßstab und Er sagt uns, wie wir sein sollen: "Darum sollt ihr vollkommen sein, wo wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." (Matt. 5,48) Sünde bedeutet, dieses Ziel zu verfehlen. > Wenn wir die Zielscheibe nicht treffen, haben wir gesündigt. > Wenn wir die Zielscheibe treffen, aber nicht in den mittleren Kreis, haben wir gesündigt. > Wenn wir den mittleren Kreis auf der Zielscheibe treffen, aber nicht die genaue Mitte vom mittleren Kreis, haben wir gesündigt. > Sünde ist nicht nur das Böse, das wir mit unseren Händen tun oder unsere Taten (stehlen, töten...) > Sünde sind auch unsere Worte. (Wie redest du mit deinen Arbeitskollegen, Ehepartner, Kinder?) > Sünde sind auch unsere Gedanken/Gefühle (Hass, Stolz, Begierde...). > Sünde sind nicht nur die schlechten Sachen, die wir tun/sagen/denken/fühlen. > Sünde ist auch das Gute, das wir nicht tun: "Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, dem wird es als Sünde angerechnet." (Jak. 4,17) > Was wäre die größte Sünde? Das größte Gebot zu brechen! > Was ist das größte Gebot? "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt." (Matt. 22,37) > Hast du das jeden Tag in deinem Leben getan? Einen Tag? Eine Sekunde?? Wir müssen lernen, * unsere Sünde zu erkennen * unsere Sünde zu bekennen * unsere Sünde zu lassen * unsere Sünde zu hassen Wir alle müssen noch viel mehr lernen, * Jesus mehr zu lieben (erkennen, Gemeinschaft zu pflegen, festhalten) Sieh die Sünde in deinem Leben als eine Chance an, dich wieder neu in Jesus zu verlieben! o Die Sünde verspricht dir viel Gutes, betrügt dich aber, und hat immer Schlechtes als Resultat (zerstörte Beziehungen, schlechtes Gewissen, Entfernung von Gott, Gericht, letztendlich der Tod) o Willst du wirklich lieber in Sünde leben als in Gemeinschaft mit Gott?? o Jesus kam aus Liebe zu dir auf diese Erde, nahm alle deine Sünden auf sich selbst, erlitt die Strafe und den Zorn Gottes und vergoss Sein Blut am Kreuz an deiner Stelle! o Jesus verspricht dir Vergebung, Reinigung, Friede mit Gott, Freude, ewiges Leben! o Wenn du Jesus als deinen Retter kennst, wie kannst du ihn nicht lieben? o Wenn du Jesus noch nicht als deinen Retter kennst, aber erkennst, was Er für dich getan hat, wie kannst du ihn nicht lieben? Wie kannst du Ihm nicht dein Leben anvertrauen? Für diejenigen, die noch nicht Vergebung von Jesus erfahren haben: Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Glaubt an das Licht, solange ihr's habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet. (Joh. 12,35-36) Für diejenigen, die Gottes Vergebung erfahren haben und Gottes Kinder sind: Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn's vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten. (Eph. 5,8-14) Schlussgebet: Zeit der Stille für persönliches Gebet zu Gott (2 Min.): - Jesus, hilf mir, meine Sünde zu erkennen - Jesus, ich bekenne dir meine Sünden - Jesus, hilf mir, die Sünde zu lassen - Jesus, hilf mir, die Sünde zu hassen - Jesus, hilf mir, dich mehr und mehr zu lieben
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