Erstmal beten
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Transcript
Wenn du in der Schule eine Klassenarbeit vor dir auf den Tisch gelegt bekommst, was ist das Erste, das du machst? Namen draufschreiben…
1. Erstmal beten
Zuerst betest du! Hältst nochmal inne. Faltest die Hände. Schließt die Augen. Und sagst (in deinem Inneren): „Danke Vater, dass Du jetzt da bist! Schenk mir Ruhe, dass ich mich gut konzentrieren kann. Nimm meine Angst weg, schenk mir Deinen Frieden. Heiliger Geist, hilf mir mich an alles zu erinnern, was ich gelernt habe. Und da, wo ich nichts gelernt habe: Sei mir gnädig! Amen.“ Und dann geht’s los…
Leute, wie oft rennen wir sofort los!? Wie oft strampeln wir uns in Dingen ab, die völlig unnötig sind!? Manchmal machen wir sogar höchst geistliche Sachen, von denen Gott aber sagt: „Hey, das ist jetzt gar nicht dran!“ Gott hat Seine eigenen Pläne. Und Er möchte diese Pläne mit uns gehen.
Wisst ihr, warum Mose nicht ins gelobte Land durfte? Er durfte das Land, das Gott dem Volk Israel geben wollte, zwar sehen, aber er durfte es nicht betreten. Warum, lesen wir im 4. Buch Mose, Kapitel 20.
2 Es gab kein Wasser für das Volk, darum lehnte es sich gegen Mose und Aaron auf. 3 Die Gemeinde begann mit Mose zu streiten: »Wenn wir doch umgekommen wären, als unsere Brüder vor dem Herrn ums Leben kamen! 4 Warum hast du die Gemeinde des Herrn in diese Wüste geführt? Sollen wir und unser Vieh etwa hier sterben? 5 Wozu hast du uns aus Ägypten herausgeführt, wenn du uns an einen so üblen Ort bringst? Hier kann man nichts anbauen, keine Feigen, keine Trauben und keine Granatäpfel! Es gibt nicht einmal Wasser zu trinken!«
6 Mose und Aaron wichen vor der Gemeinde bis zum Zelt der Begegnung zurück. An seinem Eingang warfen sie sich zu Boden. Da erschien ihnen die Herrlichkeit des Herrn, 7 und der Herr sagte zu Mose: 8 »Nimm deinen Stab! Dann sollst du zusammen mit deinem Bruder Aaron die Gemeinde versammeln. Vor ihren Augen sollt ihr mit diesem Felsen reden, dann wird er Wasser hervorbringen. So wirst du Wasser aus ihm fließen lassen, damit die Gemeinde und das Vieh zu trinken haben.«
9 Mose holte seinen Stab aus dem Zelt der Begegnung, wie der Herr es ihm befohlen hatte. 10 Gemeinsam mit Aaron rief er die Versammlung bei dem Felsen zusammen und sagte: »Streitsüchtig seid ihr! Hört zu! Haltet ihr es für möglich, dass wir Wasser für euch aus diesem Felsen fließen lassen?« 11 Dann hob Mose seine Hand. Er schlug zwei Mal mit seinem Stab gegen den Felsen. Sofort floss so viel Wasser heraus, dass die Gemeinde und ihr Vieh davon trinken konnten. 12 Der Herr aber sagte zu Mose und Aaron: »Ihr habt nicht an mich geglaubt. Ihr habt den Israeliten nicht vor Augen geführt, dass ich heilig bin! Deswegen dürft ihr diese Versammlung nicht in das Land führen, das ich ihnen geben werde.«
Num 20,2-12
Mose hatte sich gedacht: Das hat schonmal funktioniert, das wird wieder klappen! (Vgl. Ex 17,1-7) Er hatte vorher zwar kurz mit Gott geredet, aber er hat Ihm gar nicht zugehört. Dieses Mal hatte Gott etwas anderes geplant.
Wir machen das heute noch gern: Wir haben Gott erlebt. Und es war gigantisch! Und dann überlegen wir: Wie hat das nochmal funktioniert, wie komme ich da wieder hin? Und dann versuchen wir es zu kopieren, wieder genau so hinzubekommen. Aber Gott lässt sich nicht darauf ein, Er hat einen anderen, viel besseren Plan. Weil wir Ihn nicht wirklich fragen, gehen wir daran vorbei.
Beispiel: Du erlebst in einer Kirchgemeinde einen richtig coolen Gottesdienst und du denkst dir: „Genau das hätte ich so gern auch in meiner Gemeinde!“ Du kannst sogar einige Leute überzeugen, das mit dir auszuprobieren. Und dann merkt ihr: Funktioniert nicht. Gott hat bei euch einfach etwas anderes vor.
In den Evangelien lesen wir von vielen Menschen, die Jesus geheilt hat. Die Heilungswunder, die uns etwas genauer erzählt werden, haben etwas ganz besonderes: Jesus heilt die Menschen jedes Mal unterschiedlich! Mal spricht Er ein mächtiges Wort. Mal legt Er dem Kranken die Hände auf. Mal spukt Er auf die Erde und rührt damit einen vielleicht nicht leckeren, aber heilsamen Brei an. – Und das ist so faszinierend an Jesus, an unserem Gott! Er ist nicht langweilig. Er drückt nicht ständig auf Copy und Paste. Er will mit jedem von uns einen ganz einzigartigen Weg gehen! Wir müssen nur immer wieder mal hinhören und fragen, wo’s gerade lang geht.
Manchmal kann es auch sein, dass wir tatsächlich schon die richtige Idee im Kopf haben und jetzt losstürzen wollen, aber es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Wenn wir ehrlich sind, nervt uns das bei Gott doch schon ganz schön, oder? Dass Er Seine ganz eigenen Zeitpläne hat. Wir sind oft so ungeduldig und wollen es jetzt sofort. Wir wollen jetzt sofort sehen, wie Gott wirkt, wie Gott Herzen verändert, wie Gott Sein Reich sichtbar baut. – Das will ich auch! – Aber manchmal sagt Gott: „Ja, ich habe einiges vor, aber noch nicht jetzt.“ Gott hat Seine Pläne für uns – auch Seine Zeitpläne! Es ist so gut, Ihn danach zu fragen.
Versteht mich bitte nicht falsch: Das heißt jetzt nicht, wir müssen nur noch rumsitzen und nichts tun, weil wir Angst haben, etwas falsch zu machen. Es ist immer noch viel besser, lieber erstmal loszugehen und dann von Gott eine Kurskorrektur zu bekommen. Es ist auch nicht schlimm, wenn wir mal in die falsche Richtung losrennen, obwohl wir es gut meinen. Gott hat schon Seine Mittel, uns wieder auf die richtige Spur zu bringen. Es kostet halt nur unnötig Kraft! Deswegen: Bevor ihr losrennt, weil ihr mit Gott etwas cooles erleben wollt oder weil ihr für Gott etwas tolles machen wollt: Fragt Ihn! Fragt Ihn, was Er vorhat! Fragt Ihn auch, was Er mit euch vorhat! – Betet erstmal.
Es ist gut, Gott nach Seinen Plänen zu fragen und Ihm zu vertrauen, dass Er genau den richtigen Plan hat!
2. Beten hat Macht!
Ein zweiter Punkt, warum es gut ist, zuerst zu beten, ist, dass Beten eine unfassbare Kraft und Macht hat!
Noch eine Geschichte mit Mose, diesmal 2. Buch Mose, Kapitel 17:
8 Die Amalekiter zogen heran und kämpften in Refidim gegen Israel. 9 Mose sagte zu Josua: »Wähle Männer aus und zieh in den Kampf gegen die Amalekiter. Morgen will ich mich oben auf den Hügel stellen mit dem Stab Gottes in der Hand.« 10 Josua tat, wie Mose zu ihm gesagt hatte, und kämpfte gegen die Amalekiter. Aber Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Hügel. 11 Solange Mose die Hand hochhielt, war Israel stärker. Sobald er aber die Hand sinken ließ, waren die Amalekiter stärker. 12 Als Mose die Hände schwer wurden, holten Aaron und Hur einen Stein herbei. Den legten sie unter ihn, sodass Mose sich setzen konnte. Aaron und Hur stützten seine Hände, der eine rechts, der andere links. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging. 13 Josua besiegte die Amalekiter und ihr Kriegsvolk mit scharfem Schwert.
Ex 17,8-13
Ich liebe solche abstrusen Geschichten! Gott hat echt Humor. Mose sitzt oben auf dem Berg, kann schön runter ins Tal gucken, wo sich die Kriegsheere von Israel und von Amalek gegenüber stehen. Es wogt so hin und her, wer gerade die Überhand hat. Und als Mose seine Hände erhebt und zu Gott betet, kann er richtig beobachten, wie die Israeliten vorrücken. Als er keine Kraft mehr hat und die Hände nicht mehr zum Beten hochheben kann, geht’s in die andere Richtung. Aaron und Hur stützen dann sogar Moses Hände. – Und Israel gewinnt! Was für eine verrückte Geschichte!
Gott zeigt uns hier, was für eine Macht Beten hat! – Das Gebet eines Gottesmannes kann einen Krieg entscheiden! Wenn du an Jesus glaubst, kann dein Gebet einen Krieg entscheiden! – Vielleicht nicht gleich den in der Ukraine oder in Nahost, aber den im Leben eines Menschen.
Manchmal gehen wir im Leben wie durch einen Krieg. In uns tobt alles, wir merken, wie es in uns ringt. – Ich hab das schon ein paar Mal in meinem Leben erlebt. Als ich 20 war, stand ich vor der Entscheidung, ob ich an die Uni gehe und Theologie studiere oder ob ich an meiner schönen frommen Hochschule bleibe. Und es hat in mir getobt! Ich hatte so drei, vier Wochen, in denen ich um diese Entscheidung gerungen habe – spannenderweise gerade die einzige Zeit meines Lebens, die ich bis jetzt hier in Chemnitz verbracht habe. Es hat in mir getobt und je näher der Tag kam, den ich mir als Deadline für die Entscheidung gesetzt hatte, desto größer wurde dieser Sturm, dieser Krieg in mir. Ich bin dann mit zu einem Gebetstreffen gefahren, hab mich da in eine Ecke verkrümelt und versucht, irgendwie eine Entscheidung zu finden. Nach einer Weile kam ein älterer Mann zu mir, hat gefragt, was los ist und hat dann für mich gebetet. Und plötzlich(!) – plötzlich war Frieden in meinem Herzen. Dieser Frieden, den nur Jesus geben kann! Der Sturm hatte sich gelegt, der Krieg war entschieden, gewonnen. Gott hatte in mein Herz gesprochen. – Ich bin dann zum Theologiestudium an die Uni gegangen.
Leute, wenn ihr an Jesus glaubt, könnt ihr Kriege beenden! Dann könnt ihr im Gebet gemeinsam mit anderen kämpfen, dann könnt ihr im Gebet auch für die kämpfen, die selbst keine Kraft mehr haben. Vielleicht seht ihr nicht gleich etwas. Es kann sein, dass Gott immer noch andere Zeitpläne hat; aber euer Gebet wird nicht vergeblich sein, sondern eine Wirkung haben!
Es gibt eine schöne Geschichte bei dem Propheten Daniel. Daniel betet – und es passiert nichts! Dann drei Wochen später kommt ein Engel bei Daniel an – wahrscheinlich sogar der Erzengel Gabriel, einer von den ganz wichtigen. Dann lesen wir in Daniel 10:
12 Der Engel sagte zu mir: »Fürchte dich nicht, Daniel! Du hast dich darum bemüht, die Offenbarung zu verstehen. Du hast dich vor deinem Gott erniedrigt. Schon vom ersten Tag an, als du dich bemüht hast, bist du erhört worden. Deswegen bin ich zu dir gekommen. 13 Der Schutzengel des persischen Reiches hatte sich 21 Tage lang gegen mich gestellt. Dann kam mir Michael zur Hilfe, einer der obersten unter den Schutzengeln. So wurde ich dort nicht mehr gebraucht und konnte die persischen Könige verlassen. 14 Jetzt bin ich gekommen, um dir zu erklären, was am Ende der Tage mit deinem Volk geschehen wird. Denn die Vision bezieht sich auf eine ferne Zeit.«
Daniel 10,12-14
Wie viel Kraft doch Daniels Gebet hatte! Wenn wir beten, passiert in der geistlichen Welt etwas! Wenn wir ehrlich beten, uns vor Gott klein machen, bekennen, dass wir es nicht selbst auf die Reihe kriegen, aber dass Gott so unendlich groß und mächtig ist … Wenn wir aus ehrlichem Herzen beten, dann hat unser Gebet eine große Kraft! – Nicht weil wir so toll wären (sind wir nicht …), sondern weil unser Herr Jesus Christus der König aller Könige ist, weil Er der Höchste ist und über alle Mächte in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt regiert. – Deswegen hat unser Gebet eine unglaubliche Kraft: Weil der, zu dem wir beten, eine unglaubliche Kraft hat!
Heißt das, dass es ein Selbstläufer ist und Beten wie ein Wunschautomat funktioniert? Oben steckst du dein Gebet rein und unten kannst du genau das richtige Ergebnis rausnehmen? Nein! … Gott hat manchmal andere Pläne. Manchmal sind es auch die Menschen, die sich nicht auf Gott einlassen. Ich bete seit über 20 Jahren für meinen Stiefvater, dass er sein Herz für Jesus aufmacht… Noch hat er es nicht getan.
Leute, betet! Betet für andere Menschen, die euch wichtig sind. Betet auch für die, die euch das Leben schwer machen, man könnte sie eure Feinde nennen. – Warum das gut und wichtig ist und warum Jesus uns sogar den Auftrag dazu gibt, ist ein total spannendes Thema, das heute zu weit führt. Probiert es einfach aus!
Betet für eure Freunde. Betet für eure Gemeinde. Betet – weil euer Gebet eine große Kraft hat!
Ich bin davon überzeugt: Dass ich heute auch hier stehe, an Jesus glaube und von Ihm erzählen kann, ist möglich, weil ich eine Oma hatte, die treu für mich gebetet hat. Und weil es auch heute viele Menschen gibt, die für mich und meinen Dienst als Pfarrer beten.
Es ist als Christen unser Job zu beten. Jesus hat es uns selbst vorgelebt. Er hat sich immer wieder Zeit zum Beten genommen. Nicht alles auf der Welt hängt an uns, aber unser Gebet hat Kraft, Dinge zu verändern, sogar Kriege zu entscheiden!
Ich habe noch zwei kleine Punkte, die mir wichtig sind:
3. Kraftvoll beten
Wie geht das?
Diesmal eine Begebenheit aus dem Matthäus-Evangelium:
14 Jesus ging mit den drei Jüngern zur Volksmenge zurück. Da kam ein Mann auf ihn zu und kniete vor ihm nieder. 15 Er sagte: »Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig. Sein Leiden ist so schlimm, dass er oft ins Feuer oder ins Wasser fällt. 16 Ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen.« 17 Da antwortete Jesus: »Was seid ihr nur für eine ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange soll ich noch bei euch bleiben? Wie lange soll ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir!« 18 Jesus bedrohte den Dämon, und der verließ den Jungen. Von diesem Augenblick an war das Kind gesund.
19 Später kamen die Jünger allein zu Jesus und fragten: »Warum konnten wir den Dämon nicht austreiben?« 20 Er antwortete »Weil ihr zu wenig Vertrauen habt! Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn, könnt ihr diesem Berg befehlen: ›Geh von hier nach dort!‹ – Und er wird dorthin gehen. Dann wird für euch nichts unmöglich sein. [21 Doch dies Art von bösen Geistern kann nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden.]«
Matthäus 17,14-21
Manchmal kommen wir im Gebet an den Punkt, wo wir merken: Wir kommen hier nicht weiter. Oder: Das ist gerade so wichtig, hier braucht es mehr, als nur mein Gebet. Zwei Sachen solltet ihr tun, wenn ihr wollt, dass euer Gebet noch mehr Power hat:
Das Wichtigste: Tut Buße! Räumt in eurem Leben auf! Bringt Gott, was schief gegangen ist, wo ihr schuldig geworden seid, damit Gott euch eure Schuld abnehmen kann! Am besten macht ihr das mit einem anderen Christen zusammen, dann habt ihr einen Zeugen, der euch im Namen von Jesus Vergebung zusprechen kann. – Wenn ihr denkt, ihr könnt leben, wie ihr wollt, nur nicht wie Jesus gesagt hat, dass es gut ist, dann könnt ihr das mit dem Beten auch sein lassen. Wieso sollte Gott uns zuhören, wenn uns völlig egal ist, was Er zu sagen hat?! Das Coole ist aber: Wenn wir umkehren, Buße tun, können wir mit Gott sofort wieder durchstarten!
Das Zweite, wie ihr kraftvoll beten könnt: Fastet! Und damit meine ich nicht nur mal so ein bisschen auf Schokolade verzichten, sondern fastet mal so richtig. Einen Tag nichts essen, nur Wasser trinken. Oder wenn ihr das mal mehr als einen Tag macht, trinkt wegen mir noch ein bisschen Saft. – Ich weiß gar nicht so richtig warum, aber in der geistlichen Welt hat Fasten eine große Kraft. Wer fastet, setzt ein Zeichen, dass ihm die Sache wirklich wichtig ist! Umso mehr, wenn ihr das sogar mal als Jugendgruppe macht. Fastet und betet gemeinsam … Für eure Gemeinde, dass der Heilige Geist die Menschen erfüllt. Für euren Pfarrer – wir Pfarrer können das immer gebrauchen. Für euren Kirchenvorstand, dass der Heilige Geist ihn führt. Oder vielleicht auch für jemanden aus eurer Jugendgruppe, der euer Gebet gerade dringen braucht. Euch wird etwas einfallen, wofür es gut ist.
Und ein letzter Punkt ist mir wichtig:
4. Beten heißt Vertrauen
Beten heißt, Gott, dem Vater, vertrauen. Beten heißt, Gott vertrauen, dass Er es gut mit mir meint. Beten heißt, Gott vertrauen, dass Er einen guten Plan für mein Leben hat. Beten heißt, Gott vertrauen, auch – und gerade dann – wenn ich Ihn nicht verstehe.
Wenn ich bete, sage ich: „Gott, ich bin ein kleiner Mensch, oft schwach, manchmal dumm. Doch das ist gar nicht wichtig. Ich nehme mich nicht wichtig. Viel wichtiger ist, dass Du der allmächtige Gott bist, der König aller Könige – und dass Du mich unendlich liebst!“ Und wenn du den Mut hast, dann kannst du beten: „Jesus, ich gebe Dir alles hin und vertraue Dir mein ganzes Leben an. Gebrauche mich!“
Beten heißt Vertrauen. Vertrauen, dass Gott mich liebt. Dass Er mir zur richtigen Zeit, das gibt, was ich brauche. Dass Er mich führt. Dass Er immer bei mir ist. Beten heißt Vertrauen – vielleicht sogar gegen alles, was ich gerade erlebe.
Es wird passieren, dass ihr Dinge nicht versteht, dass Dinge anders kommen, als das, was ihr gebetet habt. – Gott hatte andere Pläne und manche davon werden wir erst in der Ewigkeit verstehen. Das Entscheidende ist dann, dass ihr Gott weiterhin vertraut, dass Sein Plan gut ist, dass Sein Weg gut ist, auch wenn es ein ganz anderer ist als der, den ihr gern gegangen wärt.
Egal, wie es euch geht, egal, wie frustriert ihr gerade seid: Betet weiter! Sagt Gott, was euch ankotzt, sagt Ihm sogar, wenn Er euch gerade ankotzt. Gott hält das aus. Er wird wieder Frieden in euer Herz legen.
Ihr Lieben: Ich ermutige euch: Betet!
(1) Betet um Gottes Wege zu erkennen, um zu hören, was dran ist.
(2-3) Betet, weil euer Gebet eine große Kraft hat, wenn ihr mit Jesus unterwegs seid.
(4) Betet, weil ihr Gott vertrauen könnt, weil Er es gut mit euch meint – und weil Er ganz einfach so gern mit euch Zeit verbringt und euch Seine Liebe ins Herz legen möchte!
Und wenn euch alles zu viel ist – und diese Predigt viel zu lang war und ihr euch überfordert fühlt … Betet erstmal. Atmet durch und verbringt Zeit mit eurem himmlischen Vater.
Amen.
