Gottes anvertrauten Dienst erfüllen: Sei ein Botschafter! (März 25)

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Gottes anvertrauten Dienst erfüllen: Sei ein Botschafter!

Notes
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Einleitung

von Jesus weitersagen, Bibel verschiedene Ausdrücke:
Licht sein; Zeuge sein; Menschenfischer sein;
Botschafter sein: in 2. Korinther 5; das Wort wird nur dort und noch in Epheser gebraucht und beschreibt jemanden / einen Gesandten, der für die Interessen eines anderen auftritt
was den Gedanken eines Botschafters gut verdeutlicht und was wir kennen, ist eine Botschaft; z.B. deutsche Botschaft in einem anderen Land
Eine Botschaft ist Wohnsitz des Botschafters, der die Aufgabe innehat, die Angelegenheiten seines Landes gegenüber dem Gastgeberland zu vertreten.
genau das ist mit dem Wort Gesandter/Botschafter in 2. Korinther 5 gemeint
darüber wollen wir heute gemeinsam nachdenken
Was sagt Gott über uns als seine Botschafter/ als seine Gesandte?
Lasst uns dazu den Text aus 2. Korinther 5,14-21 lesen:
2. Korinther 5,14–21 ELB 1985
Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir zu diesem Urteil gekommen sind, daß einer für alle gestorben ist <und> somit alle gestorben sind. Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleisch; wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir <ihn> doch jetzt nicht mehr <so>. Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, <nämlich> daß Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.
wir wollen uns drei Fragen stellen und sie anhand dieses Textes beantworten:
Was ist die Motivation des Botschafters?
Wer ist als Botschafter berufen?
Was ist die Botschaft?

Was ist die Motivation des Botschafters?

kurz zum Kontext: Verteidigung vor den Korinthern, dass er das Evangelium mit reinen Motiven verkündigt
Paulus beschreibt hier das Herz seiner Motivation
2. Korinther 5,14 “Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir zu diesem Urteil gekommen sind, daß einer für alle gestorben ist <und> somit alle gestorben sind.”

14 ´Bei allem` ist das, was uns antreibt, die Liebe von Christus.

es ist die Liebe Jesu zu uns, die uns antreibt
nicht unsere Liebe zu Christus ist unsere Motivation; da wären wir wahrscheinlich sehr schnell am Ende; unsere Motivation liegt außerhalb von uns
Jesus, der für alle gestorben ist; seine Liebe treibt uns an; sie drängt uns
sicherlich ist unsere Liebe zu Jesus auch eine Folge von seiner Liebe zu uns
1. Johannes 4,19 “Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.”
aber seine Liebe zu uns ist eine Tatsache, die nicht geändert werden kann
das hält uns in dem Dienst für ihn; das motiviert uns Botschafter für ihn zu sein
antreiben, drängen, in Gewahrsam halten, sich unter Druck fühlen (hört sich vielleicht etwas negativ an)
wenn wir bedenken, was Jesus für uns tat, können wir nicht anders als ihm zu dienen
es ist unmöglich, zu begreifen, dass Jesus mich liebt und dann untätig sitzen zu bleiben und nicht ihn zu verkündigen
und nicht hinzugehen und andere zu überzeugen
Paulus hat darüber nachgedacht, was es zur Folge hat, dass Jesus für ihn gestorben ist
nämlich, dass er auch gestorben ist; er dient nicht mehr seinen alten Begierden, sondern Christus
2. Korinther 5,15 “Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.”
wir Gläubigen haben lange genug für uns selbst gelebt, bevor wir gläubig wurden; jetzt leben wir für Jesus; unser Leben in Sklaverei der Sünde, im Erfüllen unserer fleischlichen Begierden ist Vergangenheit
diese Liebe, die uns verändert hat, ist es, die uns antreibt
wir leben nicht mehr für uns, sondern für Jesus, weil er uns geliebt hat
wahrscheinlich kennen wir alle dieses Zitat von Charles Studd
“Wenn Jesus Gott ist und für mich starb, dann ist kein Opfer zu groß, was ich für Ihn bringen könnte.”
Vielleicht können wir einmal kurz innehalten und uns fragen: Was produziert Jesu Liebe in meinem Leben? Bin ich einfach froh nicht in die Hölle zu kommen?
Oder ist es seine Liebe, die mich zu völliger Hingabe anreibt? Die mich auch dazu antreibt, sein Evangelium weiterzusagen?

Wer ist als Botschafter berufen?

in den Versen 18-21 sehen wir sehr deutlich, dass Gott diesen Dienst in Paulus Hände gelegt hat, Botschafter von ihm zu sein
es ist nicht die Aufgabe von Engeln, Gott macht es auch nicht selbst
v18 “hat uns den Dienst gegeben”, v19 “in uns das Wort gelegt”, v20 “sind wir Gesandte”, v20 “durch uns ermahnt”, v20 “wir bitten für Christus”
nicht nur Paulus ist Gesandter, wir alle werden dazu aufgefordert:
Matthäus 28,18-20 “Und Jesus trat zu <ihnen> und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.”
stell dir vor, du hättest sehr viel in etwas hineingesteckt und dir würde viel daran liegen, dass diese Sache weiterläuft (Firma, Projekt, etc.) Würdest du bereit sein, es in die Hände von jemand anderem zu legen?
Gott hat es getan; er hat sogar sein Äußerstes gegeben, seinen Sohn; aber uns hat er die Verbreitung dieser Botschaft anvertraut;
war das nicht etwas riskant? Er hätte es doch viel besser selbst machen können? Viel effektiver, mit viel besseren Ergebnissen. Nein, er hat aber uns diesen Dienst der Versöhnung, den Dienst als seine Gesandten anvertraut!

Was ist die Botschaft?

es ist das Evangelium
2. Korinther 5,18Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat,” 2. Korinther 5,19 “<nämlich> daß Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.”
versöhnt mit Gott; Feindschaft mit Gott beendet; Friede mit Gott
2. Korinther 5,19 “<nämlich> daß Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.”
2. Korinther 5,21Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.
stellvertretende Opfer Jesu
Sünde und Verdammnis für Gerechtigkeit und ewiges Leben
das ist unsere Botschaft; die herrlichste Botschaft, die es auf der Welt gibt
Genau diesen Dienst der Versöhnung nimmt Paulus sehr ernst
er sieht die Dringlichkeit der Botschaft
2. Korinther 5,20 “So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott!”
zwei ziemlich starke Worte werden hier gebraucht:
einmal: ermahnt - was eigentlich soviel bedeutet wie: drängen, bitten, herbeirufen, einladen
dann: bitten - anflehen, nötigen
Paulus hat all seine Energie, Kraft und sein Herz hineininvestiert, seinen ihm von Gott anvertrauten Dienst auszuführen: die Verkündigung des Evangeliums

Schluss

ich möchte nochmal auf den Gedanken vom Anfang zurückkommen
wir sind in der göttlichen Botschaft, mit dem Wohnsitz hier auf der Erde, um Gottes Anliegen zu vertreten!
wir sind nicht gesandt um unsere Botschaft zu bringen und unsere Ratschläge anderen weiterzugeben
wir sind Botschafter an Jesu Stelle; wir geben das weiter, was er weitersagen würde
Lasst uns wie Paulus
erstens: seine Liebe begreifen, so dass diese unsere Motivation ist
zweitens: Gott genau uns dazu gebrauchen möchte
letztlich: die Dringlichkeit des Auftrags sehen
Schließen möchte ich mit einem anderen Zitat von Robert Moffat (schottischer Missonar in Südafrika, 19. Jahrhundert)
Wir werden alle Ewigkeit haben unsere Siege zu feiern, aber wir haben nur eine kurze Stunde vor Sonnenuntergang sie zu gewinnen.
Lasst uns unsere Zeit dazu nutzen, als Gottes Botschafter hier auf der Erde zu wirken.
(We'll have all eternity to celebrate our victories, but only one short hour before sunset to win them.
Robert Moffat.)
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