Die Macht der Zunge
Evangelisation Siegreich mit Gott • Sermon • Submitted • Presented
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Predigt: Die große Macht der Zunge
Einleitung: Liebe Gemeinde, heute wollen wir uns mit einem Thema befassen, das unser Leben maßgeblich beeinflusst: Die Macht der Zunge. Unsere Worte können Segen oder Fluch sein, Leben spenden oder zerstören. Die Bibel spricht oft über die Bedeutung unserer Sprache, und Jesus selbst warnt uns vor den Konsequenzen unbedachter Worte.
Stellen wir uns einmal vor:
Ein Lehrer in der Schule sagt zu einem Kind: „Du wirst es nie zu etwas bringen.“ Diese Worte brennen sich tief in die Seele ein und können das Selbstvertrauen für Jahre zerstören. Umgekehrt kann eine ermutigende Aussage wie: „Ich glaube an dich, du hast großes Potenzial!“ einem Kind Flügel verleihen und es motivieren, seine Träume zu verfolgen. Unsere Worte haben Kraft!
1. Worte offenbaren den Zustand unseres Herzens
Jesus sagt in Matthäus 12,34: „Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ Unsere Worte sind ein Spiegelbild dessen, was in unserem Inneren vorgeht. Wenn wir mit Bitterkeit, Neid oder Ärger gefüllt sind, wird sich das in unserem Reden zeigen. Sind wir dagegen voller Liebe, Gnade und Mitgefühl, wird auch das durch unsere Worte offenbar.
➡ Beispiel: Ein Vater kommt gestresst von der Arbeit nach Hause. Seine Kinder laufen ihm voller Freude entgegen, doch er schnauzt sie genervt an: „Lasst mich in Ruhe!“ Was passiert? Die Kinder ziehen sich zurück, fühlen sich abgelehnt. Was wäre, wenn er stattdessen sagt: „Ich bin gerade sehr müde, aber ich freue mich, euch zu sehen – lasst mir kurz eine Pause.“ Ein einfacher Unterschied in den Worten verändert die gesamte Atmosphäre im Haus.
2. Die Zunge – Ein kleines Glied mit großer Macht
Jakobus beschreibt die Zunge in Jakobus 3,5-6 als ein kleines Glied, das große Dinge bewirken kann. „Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet’s an!“ Unsere Worte haben enorme Auswirkungen.
➡ Beispiel: Eine Kollegin verbreitet ein Gerücht über einen anderen Kollegen. Innerhalb weniger Tage wird dieser von allen misstrauisch angesehen. Sein Ansehen ist beschädigt – vielleicht für immer. Worte sind wie ein Funke, der einen ganzen Waldbrand auslösen kann.
Ellen G. White schreibt: „Worte sind ein Zeichen für das, was im Herzen ist. Sie offenbaren den Geist und Charakter des Sprechers.“ (Testimonies for the Church, Band 5, S. 176)
3. Die zerstörerische Kraft der Worte
Jesus warnt uns in Matthäus 12,36-37: „Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts von jedem unnützen Wort, das sie reden. Denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.“ Das zeigt: Unsere Worte sind nicht bedeutungslos. Sie haben Konsequenzen!
➡ Beispiel: Eine Frau erzählt ihrem Ehemann immer wieder, dass er nicht gut genug sei, dass er versagt. Irgendwann beginnt er, das zu glauben, und verliert seine Motivation. Umgekehrt kann eine Frau, die ihren Mann ermutigt und an ihn glaubt, ihm Kraft und Selbstbewusstsein geben.
4. Die heilende Kraft der Worte
In Sprüche 15,1 heißt es: „Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort richtet Grimm an.“ Ein einziges Wort kann Streit schüren oder ihn beenden.
➡ Beispiel: Zwei Autofahrer geraten in einen Konflikt. Der eine schreit den anderen an: „Kannst du nicht fahren?!“ Der andere erwidert ruhig: „Tut mir leid, ich habe Sie nicht gesehen.“ Sofort entschärft sich die Situation. Sanfte Worte können Frieden bringen.
Ellen G. White schreibt: „Freundliche Worte, mit Liebe gesprochen, sind wie Sonnenstrahlen für ein trübes Herz.“ (The Ministry of Healing, S. 157)
5. Worte und Wahrheit
Die Bibel warnt uns auch vor Lügen und Verleumdung. In 2. Mose 20,16 lesen wir: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“
➡ Beispiel: Jemand wird fälschlicherweise eines Fehlers beschuldigt. Er verliert seinen Job. Später stellt sich heraus, dass es eine Lüge war – doch der Schaden ist angerichtet. Wahrheit ist entscheidend!
6. Die Verantwortung der Christen für ihre Worte
In Kolosser 4,6 heißt es: „Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.“
➡ Beispiel: Ein Christ wird für seinen Glauben verspottet. Er könnte sich verteidigen oder in Groll reagieren, doch er antwortet mit Freundlichkeit. Seine Worte lassen sein Gegenüber nachdenken. Manchmal ist unsere Reaktion auf Anfeindungen das stärkste Zeugnis.
Schlussgedanke:
Psalm 19,15 sagt: „Lass die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, HERR, mein Fels und mein Erlöser.“ Mögen unsere Worte Segen bringen, Heilung spenden und die Liebe Gottes widerspiegeln.
➡ Herausforderung: Achte in der kommenden Woche besonders darauf, wie du sprichst. Baue Menschen auf, statt sie niederzureißen. Vergib, wo Worte verletzt haben, und lass deine Zunge ein Werkzeug des Segens sein.
Amen.
