Philipper 2

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Notes
Transcript

Einleitung

Schön dass ihr da seid
Predigtreihe: Mail from jail
Paulus schreibt an die Philipper, wahrscheinlich aus Rom im Gefängnis -> eher Hausarrest

Hauptteil

Philipper 2, 1-5
Ist es euch nicht wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen?
Euch mit seiner Liebe zu trösten?
Durch den Heiligen Geist Gemeinschaft zu haben und Mitgefühl zu zeigen?
Dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen!
Lasst euch nicht entzweien, sondern begegnet einander in Liebe und richtet euch auf das gemeinsame Ziel aus.
Kein Platz für Rechthaberei oder Überheblichkeit!
Seid demütig und achtet andere höher als euch selbst.
Jeder soll nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen achten.
Diese Haltung soll euch bestimmen – die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.

Das Problem: Streit in der Gemeinde

Die Gemeinde in Philippi war grundsätzlich vorbildlich unterwegs, aber es gab Streit zwischen zwei Frauen, Evodia und Syntyche, in der Gemeinde. In 4. Kapitel ermahnt Paulus die beiden auch.
Es ging nicht um eine große theologische Irrlehre oder einen moralischen Skandal. Was genau das Problem war wissen wir nicht, aber es ging um Egoismus und Stolz. Paulus erkennt, dass diese Haltung der Gemeinde schaden kann.
Man kann sich das vorstellen wie wenn zwei Personen an einem Seil ziehen. Das geht so lange gut bis das Seil vielleicht sogar reißt.
Die Gemeinde in Philippi war eigentlich stark im Glauben unterwegs aber lief Gefahr genau das zu tun.
Beide Parteien wollten sich durchsetzen und gefährdeten eine Spaltung in der Gemeinde. Paulus zeigt aber einen Weg das zu verhindern.
Es braucht wieder Einheit. Paulus möchte, dass sie wieder an einem Strang ziehen:
Lasst euch nicht entzweien, sondern begegnet einander in Liebe und richtet euch auf das gemeinsame Ziel aus.
Sein Ziel ist Einheit in der Gemeinde. Eine gemeinsame Ausrichtung, ein gemeinsames Ziel. Aber: Einheit ist nicht Gleichheit. Es geht nicht darum, dass wir alle gleich denken müssen, gleich gekleidet oder gleich reden müssen. Lasst uns viel mehr auf dasselbe Ziel ausgerichtet sein: Mehr Menschen, mehr wie Jesus. Wenn du weißt, dass dein Sitznachbar dieselbe Vision hat, gehst du mit seinen Fehlern oder Unterschieden zu dir ganz anders um.
Wie eine Fußballmannschaft: Ein und dasselbe Ziel: Gewinnen. Jeder füllt eine andere Rolle aus und leistet seinen Beitrag. Unterschiedlichkeit ist essentiell.
Einheit ist nicht Gleichheit. Wir können als individuell komplett unterschiedliche Personen Einheit erreichen.
Deutschland braucht Kirchen die Einheit leben, die zusammen auf dasselbe Ziel hinarbeiten.
Menschen sollen nicht in Kirchen kommen und Streit, Bitterkeit und Verletzungen sehen.
An der Liebe wird man euch erkennen sagt Jesus.
Deshalb lasst uns nach Einheit streben, um unsere Vision “Mehr Menschen, mehr wie Jesus” zu leben.

Demut als Voraussetzung für Einheit

Paulus sagt uns ganz konkret wie wir diese Einheit erreichen können:
Lasst euch nicht entzweien, sondern begegnet einander in Liebe und richtet euch auf das gemeinsame Ziel aus.
Kein Platz für Rechthaberei oder Überheblichkeit!
Seid demütig und achtet andere höher als euch selbst.
Jeder soll nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen achten.
Stolz zerstört Einheit - Demut fördert sie
Stell dir vor im Worshipteam würde jeder sein eigenes Ding machen. Der Pianist spielt in C-Dur, der Gitarrist in A-Dur. Der Schlagzeuger haut richtig rein, während der Sänger eigentlich in einen ruhigen Moment gehen wollte. Der Techniker will aber auch alles schön laut haben und der Bassist spielt gar nicht mehr mit. -> CHAOS
Um eine tolle Worshipzeit zu ermöglichen, muss jeder im Team demütig sein und auch mal seine Interessen zurückstellen. -> je öfter man als team zusammen spielt und auf den anderen achtet, desto harmonischer wird es.
So wünsche ich mir und auch Paulus das Leben in der Gemeinde: Wo wir den anderen höher achten, als uns selbst.
BEISPIEL WO ICH STOLZ WAR (Beziehung?)
Den Anderen höher achten, bedeutet nicht sich was Falsches vorzumachen (ein Krimineller ist charakterlich schwächer aber dennoch nicht weniger wert oder weniger von Gott geliebt) -> bevor wir verurteilen, wie kann ich dem Anderen dienen?
Zur damaligen Zeit in der Antike war Demut ein Fremdwort. Es schränkt den Mensch ein in seiner Freiheit alles zu tun, was er möchte. Es bremst die aufstrebende Kultur aus. Demut ist das Gegenteil der damaligen Aufsteigermentalität.
Bis heute hat sich da nicht viel verändert. Manche Stimmen der Gesellschaft sagen dir: Du musst etwas aus dir machen! Andere sagen:”Folge deinem Herzen!” Tu dass was du für richtig hältst.
Es herrscht eine Mentalität von “Du sorgst für dich, ich sorg für mich, dann ist für alle gesorgt.”
Wer in Demut lebt, lebt das komplette Gegenteil. Er sorgt sich mehr um den anderen.
Demütige Menschen werden in dieser Welt aber nicht belohnt. Reich wirst du heute höchstwahrscheinlich nicht wenn du auf andere Menschen achtest, sondern eher wenn du sie ausnutzt. Aber warum sollten wir trotzdem in Demut leben?
Demut ist nicht nur irgendeine christliche Tugend, sondern eine Herzenshaltung die dich und dein Umfeld verändert
Gästeteam
Nana
tun so viele Dinge im Hintergrund, die kein Mensch sieht -> nicht weil sie einfach “gute Christen” sind, sondern weil ihre Herzenshaltung ist: Ich möchte Menschen dienen
eben weil Demut in der Welt nicht anerkannt wird, macht sie einen Unterschied
2. Weil Jesus es uns vorgelebt hat.

Jesus als Vorbild

Um zu verstehen, was wahre Demut bedeutet, müssen wir nur auf Jesus schauen. Er ist der König des Himmels, der Herr über alles – und doch hat er sich selbst erniedrigt, um uns zu retten.
Philipper 2,6-11
Er war Gott gleich, doch nutzte er seine Macht nicht für sich selbst.
Er verzichtete auf alle Vorrechte, wurde ein Diener und ein Mensch wie wir.
Er erniedrigte sich und nahm den Tod am Kreuz auf sich.
Darum hat Gott ihn unvergleichlich hoch erhöht.
Er gab ihm den Namen, der über allen Namen steht.
Vor ihm werden sich alle beugen – im Himmel, auf der Erde und unter der Erde.
Alle werden bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist – zur Ehre Gottes des Vaters.
Jesus Christus war Gott gleich. Doch entgegen menschlicher Erwartungshaltung gibt er diese Stellung auf und nahm etwas auf sich, das er noch nie zuvor erlebt hatte -> er wurde Mensch. Sein göttliches Wesen behielt er aber.
Etwas was unser Verständis sprengt, was wir nicht begreifen können: Jesus war 100 Prozent Gott und 100 Prozent Mensch.
Bis zum Tod am Kreuz nahm er alles Leid freiwillig auf sich, um uns wieder mit dem Vater zu versöhnen.
Er legte seine Herrlichkeit ab, wurde Mensch, diente den Menschen und nahm schließlich den schlimmsten Tod auf sich – aus Liebe zu uns.
In Jesus erkennen wir ein göttliches Prinzip:
Die Folge von Demut ist, das Leben entsteht
Durch das Kreuz und die Auferstehung hat er den Sieg erungen, damit wir in Ewigkeit bei ihm sein können.
Er hat den Feind besiegt!
Wenn man sich Demut leben wie ein Videospiel vorstellt und du und ich vielleicht bei Level 5 immer wieder scheitern. Jesus war bei Level 100000. Er hat den Endboss besiegt. Niemand wird jemals dieses Level an Demut erreichen.
-> Die größte Range
Jesus war voller Demut und ohne Stolz.
Jesus hat nie an sich gedacht, sondern nur an dich. Selbst im Moment als er starb, dachte er an dich und mich.
Sogar Jesus, der es würdig ist angebetet zu werden, geht es nicht um sich. Er zeigte immer wieder hin zum Vater.
Der bekannteste Moment ist wahrscheinlich, als er seinen Jüngern die Füße wusch. Er erniedrigte sich bewusst. Es war in Demutsakt von dem wir lernen können.
Jesus beugt sein Knie um zu dienen -> Alle Knie werden sich vor ihm beugen.
Dieser Jesus:
Er war Gott gleich, doch nutzte er seine Macht nicht für sich selbst.
Er verzichtete auf alle Vorrechte, wurde ein Diener und ein Mensch wie wir.
Er erniedrigte sich und nahm den Tod am Kreuz auf sich.
Darum hat Gott ihn unvergleichlich hoch erhöht.
Er gab ihm den Namen, der über allen Namen steht.
Vor ihm werden sich alle beugen – im Himmel, auf der Erde und unter der Erde.
Alle werden bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist – zur Ehre Gottes des Vaters.
wäscht den Jüngern die Füße
der Schöpfer von Himmel und Erde wäscht den Dreck seiner Geschöpfe ab
Wir erkennen zwei göttliche Prinzipien:
Er erniedrigte sich -> Gott erhöht ihn und gab ihm einen Namen der über allen Namen steht.
Er beugt sein Knie um zu dienen -> Alle werden sich vor ihm beugen
Das Reich Gottes steht im Gegensatz zur Welt.
Ich kenn das: Man nimmt sich vor demütig zu sein und erwartet dann unterbewusst, dass es jemand bemekrt. Man sehnt sich doch wieder nach Anerkennung.
Doch die wahre Belohnung ist, das Gott uns erhöht.
Das geht erst wenn wir uns erniedrigen. Der Weg nach oben führt zuerst nach unten.
Dann wird er dich gebrauchen, um Menschen zu Jesus zu führen. Er wird dir größere Dinge zutrauen und du wirst Licht sein in der Dunkelheit. Denn das ist unser Auftrag.
Und das fängt meistens nicht damit an, dass Gott dich direkt in große Verantwortung führt. Vielleicht müssen wir erstmal lernen im kleinen treu zu sein. Dort wo dich nicht jeder sieht, die Dinge tun die niemand anerkennt. Zum Beispiel jemanden nach dem Gottesdienst einen Kaffee auszugeben.
Große Verantwortung ist nicht das Ziel.
Es geht nicht darum als Jugendpastor demütig zu leben, um irgendwann Leadpastor zu werden.
Es geht darum, wie viel Einfluss du auf Menschen haben darfst.
Ein Mensch ist schon eine Riesenverantwortung.

Der Auftrag: Licht in der Dunkelheit sein

Philipper 2,12-18
Seid Gott weiterhin gehorsam, auch in meiner Abwesenheit.
Setzt alles daran, dass eure Rettung sich in eurem Leben zeigt.
Gott selbst wirkt in euch und macht euch fähig, seinen Willen zu tun.
Verbannt Unzufriedenheit und Streitsucht!
Lebt als Kinder Gottes vorbildlich in dieser verdorbenen Welt.
Dann werdet ihr leuchten wie Sterne am Nachthimmel.
Haltet an der Botschaft des Lebens fest!
So kann ich am Tag Christi froh sein, dass meine Arbeit nicht vergeblich war.
Selbst wenn ich sterben muss, werde ich mich freuen.
Mein Leben wird wie ein Opfer für Gott ausgegossen – zusammen mit eurem Glaubensdienst.
Ja, ich freue mich und habe teil an eurer Freude.
Vers 12 und 13 sind zwei Schlüsselverse im Philipperbrief und zeigen uns das Herz von Paulus. In alten Übersetzungen steht: Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern!
“Wie bitte? Ich muss mein Heil bewirken? Ich dachte allein die Gnade rettet?” -> STIMMT
Das betont Paulus auch immer wieder in der Bibel:
Epheser 2,8-9
Noch einmal: Durch Gottes Gnade seid ihr gerettet, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr verdankt eure Rettung also nicht euch selbst; nein, sie ist Gottes Geschenk. Sie gründet sich nicht auf menschliche Leistungen, sodass niemand vor Gott mit irgendetwas großtun kann.
Es geht ihm nicht darum, dass wir uns die Rettung verdienen müssen. Aber Paulus wünscht sich, dass diese sich in unserem und dem Leben der Philipper zeigt.
Dies Wendung “mit Furcht und Zittern” finden wir auch an anderen Stellen in der Bibel:
Ps 2,11
Dient dem Herrn mit Furcht und jauchzt mit Zittern
Es bedeutet im heutigen Sinne sowas wie: Ich meine das Ernst oder ich tue etwas ernsthaft.
Also wenn ich dir jetzt sage ich nehme mir jetzt nach dem Gottesdienst heute ernsthaft vor demütig zu sein, sagt Paulus: Ich will demütig werden mit Furcht und Zittern.
Was dieser Vers meint: Die Rettung durch Jesus ist nicht das Ende sondern der Anfang des Glaubenslebens. Und wenn wir das ernst nehmen, wird Jesus auch in unserem Leben sichtbar.
Und das Schöne ist: Es passiert im Einklang mit Gott.
Gott selbst wirkt in euch und macht euch fähig, seinen Willen zu tun.
Ohne ihn wären wir zu nichts fähig. Paulus redet nicht davon, dass unsere Fähigkeiten bis zu einer gewissen Grenze reichen und dann Gott ins Spiel kommt. Nein: Weil Gott alles wirkt, können wir alles tun. Weil Gott alles bewirkt, können wir alles tun.
Und diese Erkenntnis erfordert Demut. Demut bedeutet nicht mehr auf die eigene, sondern Gottes Kraft bedingungslos zu vertrauen. In Abhängigkeit zu Gott leben.
Paulus schreibt:
Lebt als Kinder Gottes vorbildlich in dieser verdorbenen Welt.
Dann werdet ihr leuchten wie Sterne am Nachthimmel.
Kleines Licht macht schon einen großen Unterschied -> Autofahrt in der Nacht
Sicherheit für mich und andere
Die Welt ist ziemlich dunkel, aber gewinnt dort das Licht nicht an Relevanz? Ist es nicht umso wichtiger, dass wir leuchten?
3 Praktische Schritte wie du einen Unterschied machen kannst
Leg deinen Stolz ab
Stolz ist das Gegenteil von Demut
Stolz führt dazu, dass wir für uns leben
Es geht nicht um dich! -> Es geht darum Gott zu verherrlichen
-> EIGENE STORY
3. Vertraue auf das Wirken des Heiligen Geistes
Er bewirkt das Wollen in uns -> Ansporn, Motivation
Er befähigt uns
Wahre Demut ist, wenn du dich abhängig von Gottes Wirken und nicht deinem eien
Wenn du eine Sache mitnimmst dann diese:
Liebe Menschen einfach! Das ist unser Auftrag: Menschen lieben. Ohne Menschen zu lieben, kannst du nicht demütig sein.
Aufruf:
ausführlicher
Evangelium grundsätzlich erklären
Warum brauchst du Jesus?
Übergabegebet:
heute treffe ich eine Entscheidung
GEBETSTEAM
was bedeutet Abendmahl:
erinnern was jesus getan hat
begegnung
Brot fürs Leib der zerbrochen wurde
Saft für das Blut das floss, damit wir leben können
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