Jesus bereitet seine Jünger vor
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Einleitung:
In etwa 3 Wochen ist Karfreitag und anschließend das Auferstehungsfest. Das wichigste Fest der Christen und eigentlich grundsätzlich das wichtigste Fest der Welt.
Und ich denke es ist gut, wenn wir anfangen uns darauf vorzubereiten. Weil das, woran wir uns erinnern werden, kann gar nicht oft genug und gründlich genug durchdacht werden.
Lasst uns unsere Bibeln in Lukas 18, 31:34 aufschlagen:
Text lesen
31 Er nahm aber die Zwölf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben steht; 32 denn er wird den Nationen überliefert werden und wird verspottet und geschmäht und angespien werden; 33 und wenn sie ihn gegeißelt haben, werden sie ihn töten, und am dritten Tag wird er auferstehen. 34 Und sie verstanden nichts von diesen Dingen, und dieses Wort war vor ihnen verborgen, und sie begriffen das Gesagte nicht.
Einordnung:
Jesus begibt sich auf den Weg nach Jerusalem
Im nächsten Kapitel lesen wir von Jesu Einzug in Jerusalem
Das ist der zentrale Ort der letzten Ereignisse
Und das Passafest steht bevor und dafür zieht Jesus jetzt mit seinen 12 Jüngern nach Jerusalem
Textgliederung:
V.31 Jesus kündigt an, dass alles genauso geschehen wird, wie es die Propheten vorausgesagt hatten über ihn
V.31-33 Jesus erklärt, was denn dieses “alles” ist, was die Propheten vorausgesagt hatten
er wird:
1. den Heiden überliefert werden
2. Verspottet werden
3.Geschmäht werden (also beleidigt)
4.Angespuckt werden
5. Auspeitschen
6. Töten
7. Er wird am 3. Tag wieder auferstehen
V.34- Die Jünger verstehen das alles nicht
Einstieg:
Als ich den Text das erste Mal las, dachte ich, dass Jesus seine Jünger auf seine Leiden vorbereitete
Dass er ihnen alles erklärte, damit sie nicht überrascht sind, wenn er dann verraten wird, und wenn der dann all dieses schlimme erleiden muss
V.34 sagt aber, dass sie das nicht verstanden was er sagte
Demnach war das keine Vorbereitung für den Moment, sondern für viel später
Sprach Jesus undeutlich?
Benutzte er schwierige Worte?
Oder weshalb verstanden sie ihn nicht?
Natürlich verstanden sie seine Worte akkustisch und auch den Inhalt dessen was er sagte, aber sie konnten das nicht mit ihrer Vorstellung über ihn in Einklang bringen
Eigentlich bereitete Jesus sie auf die Zeit nach seinem Tod vor
Und wenn wir diese Worte lesen, dann sind wir natürlich auch voreingenommen:
wissen wie es ausgehen wird
kennen die Apostelgeschichte, wie die Jünger diese Worte irgendwann nicht nur selbst verstanden haben, sondern ihr ganzes Leben darauf aufgebaut haben, dass Jesus am Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist
Aber mir ist es ein Anliegen, dass wir versuchen so gut wir können, uns diese Zeit, bevor die Jünger all das verstanden, mal zu betrachten
Ich möchte die beiden Perspektiven darstellen:
Jesu Perspektive
Die Perspektive der Jünger
Was hat das mit uns zu tun?
Jesu Perspektive
Jesus wusste ganz genau, was ihn erwarten würde
er zählt die einzelnen Aspekte seiner Folter auf
dass er misshandelt, angespuckt, gegeißelt und getötet wird
dass sein Leib 3 Tage tot sein wird
Er wusste, dass die Propheten über ihn geweissagt hatten (Jesaja 53)
sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl; der zwar zuvor erkannt ist vor Grundlegung der Welt, aber offenbart worden ist am Ende der Zeiten um euretwillen,
Er kannte seine Aufgabe schon in der Ewigkeit, lange bevor er auf diese Erde kam
Das macht die Tatsache seiner Leiden aber nicht erträglicher, sondern schlimmer
Ich komme mehr und mehr dazu, den Mensch Jesus zu erkennen.
Ich habe den Eindruck, dass wir über die Menschlichkeit Jesu zu wenig reden und sie zu wenig bedenken
Jesus ist 100% Gott
Als er auf der Erde war, war er auch 100% Mensch
Nicht 50/50, sondern sowohl 100% Gott, als auch 100% Gott
Wenn jemand mir dient, so wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele bestürzt, und was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn auch wiederum verherrlichen.
Diese Leiden, die Jesus bevorstanden, waren sehr sehr schwer für ihn
Nur, wenn Jesus diese Leiden als echter Mensch erlitten hat, ergibt deine Rettung Sinn:
Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise daran teilgenommen, damit er durch den Tod den zunichtemachte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und alle die befreite, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren. Denn er nimmt sich fürwahr nicht der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an. Daher musste er in allem den Brüdern gleichwerden, damit er in den Sachen mit Gott ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um die Sünden des Volkes zu sühnen; denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden.
Jesus war ein Mensch aus Fleisch und Blut
damit er alles in GLEICHERWEISE durchmachte
Er litt uns starb als Mensch
Mit menschlichem Schmerzempfinden
Mit menschlichen Versuchungen
Reichum, Macht, Hunger usw.
Unsere Sünde forderte einen echten Preis.
Ich denke wir sollten das vor Augen haben, wenn wir uns in der nächsten Zeit mit Palmsonntag und Karfreitag beschäftigen
Auch bei Palmsonntag sieht man Jesu seelischen Schmerz, wenn er über Jerusalem weinen wird
Lasst uns darauf achten
2. Was war die Perspektive der Jünger?
Von da an begann Jesus seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen müsse und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse.
Es gab diesen Moment, ab dem Jesus begann, den Jüngern zu sagen, was auf ihn zukommt
Was war dieser Moment?
Als aber Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Wer sagen die Menschen, dass ich, der Sohn des Menschen, sei? Sie aber sagten: Die einen: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und wieder andere: Jeremia oder sonst einer der Propheten. Er spricht zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei? Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
Dann gebot er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Christus sei.
Diese Stelle offenbart, dass die Menschen, die um Jesus herum waren, nicht verstanden dass er der Messias war.
Die Jünger verstanden das schon
Christus= griech. “der Gesalbte” Übersetzung des hebr. Titels “Messias”
Aber selbst die Jünger waren überrascht, dass der Messias so war, wie er eben war
Und dem Johannes berichteten seine Jünger über dies alles. Und Johannes rief zwei seiner Jünger herzu und sandte sie zu Jesus und ließ ihm sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten? Als aber die Männer zu ihm gekommen waren, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dir sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten? In jener Stunde heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird gute Botschaft verkündigt; und glückselig ist, wer irgend nicht an mir Anstoß nimmt.
Johannes der Täufer sitzt im Gefängnis und ihn überkommen die Zweifel:
Ist Jesus wirklich der Messias?
Was warem denn die Irrtümer der Menschen um Jesus herum?
Manche dachten, dass der Messias nicht sterben wird
Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Dies aber sagte er, andeutend, welchen Todes er sterben sollte. Die Volksmenge nun antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Christus bleibe in Ewigkeit, und wie sagst du, dass der Sohn des Menschen erhöht werden müsse? Wer ist dieser, der Sohn des Menschen?
2. Die Juden wussten nicht, dass der Messias, Gott selbst ist
Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt; für welches Werk unter diesen steinigt ihr mich? Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.
3. Viele glaubten, dass Jesus sein Reich hier auf der Erde aufbauen würde, ähnlich wie der König David
Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.
4. Selbst die Emmaus Jünger glaubten, dass der Messias Israel von den Römern befreien würde
Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle. Doch auch bei all dem ist dies heute der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist.
Und Apostelgeschichte 1,6 zeigt sehr deutlich, dass die Jünger sogar nach Jesu Auferstehung glaubten, dass er nun das messianische Reich politisch aufbauen würde
Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?
Die Jünger verstanden Jesu Leidensankündigungen nicht und auch nicht, dass er auferstehen würde
Wieso also, sagt Jesus ihnen das?
Dies verstanden seine Jünger zuerst nicht; jedoch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich daran, dass dies von ihm geschrieben war und sie ihm dies getan hatten.
Als sie aber von Furcht erfüllt wurden und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen sie zu ihnen: Was sucht ihr den Lebendigen unter den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, als er sagte: Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen überliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Und sie erinnerten sich an seine Worte.
Als Jesus seinen Jüngern in Lk seinen Leidensweg und seine Auferstehung nennt,
da weiß er ganz genau, dass diese Jünger bald vor einem leeren Grab stehen werden und sie diese Worte verstehen werden.
Für seine Jünger war das ein Beweis: das ist der wahre Messias, der sein Leben für uns gegeben hat und der von Anfang an einen Plan hatte
3. Was hat das mit uns zu tun?
Was von Anfang an war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben, betreffend das Wort des Lebens und das Leben ist offenbart worden, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns offenbart worden ist; was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude völlig sei.
Wir dürfen uns freuen: Jesus ist wirklich der Messias
anders als wir als Menschen erwarten würden
Sein Reich ist nicht von dieser Welt
Jesut hat seinen Leidensweg ganz bewusst für dich und für mich auf sich genommen
Alles was Jesus vorausgesagt hat, wird noch eintreffen
Lasst uns beten, dass wir die nächsten Wochen bis Ostern würdig an sein Leben und Sterben gedenken und uns freuen, dass er wieder von den Toten auferstanden ist!
Amen.
