Christus allein - Gebet und Mission
Christus allein - Kolosser • Sermon • Submitted • Presented
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Einleitung
Einleitung
Guten Morgen liebe Geschwister auch von meiner Seite.
Luther 1984 Kapitel 1
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater!
(Kol 1,2)
Wetter?
Heute findet unser gemeinsamer Ritt durch den Kolosserbrief seinen Abschluss. 4x durfte ich zusammen mit Euch Abschnitte aus diesem besonderen Brief betrachten. Ein Brief der wie kein zweiter “Christus allein!” verkündet. Ein Brief der die ultimative Herrschaft Jesu über alles klarstellt. Der klar macht dass wir für einen Zweck und aus einem Grund geschaffen sind. Das es Christus war, durch den und für den wir geschaffen sind.
Es war schon eine herausfordernde Reihe, und leider konnten wir gar nicht alle Abschnitte betrachten. So viele weitere Schätze liegen in diesem Brief noch verborgen.
Heute wollen wir uns zusammen noch einen Abschnitt gemeinsam anschauen. Sozusagen eine Art Schlusswort des Paulus, nachdem er 3 Kapitel lang Christus allein verkündet hat. Nachdem er Christus groß gemacht und das Leben und die neue Ordnung von Familie und Gemeinde erklärt hat.
So hat er jetzt noch ein paar letzte Worte für die Gemeinde:
2 Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! 3 Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, 4 damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss. 5 Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. 6 Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.
2 Betet mit aller Ausdauer, voll Dankbarkeit gegenüber Gott und ohne in eurer Wachsamkeit nachzulassen. 3 Tretet auch für uns ein, wenn ihr betet! Bittet Gott, uns eine Tür für seine Botschaft zu öffnen. Dann können wir das Geheimnis weitergeben, das Christus uns enthüllt hat und für das ich im Gefängnis bin. 4 Betet, dass ich meinen Auftrag erfüllen und dieses Geheimnis klar und verständlich verkünden kann. 5 Verhaltet euch klug im Umgang mit denen, die nicht zur Gemeinde gehören. Wenn sich euch eine Gelegenheit bietet, euren Glauben zu bezeugen, dann macht davon Gebrauch. 6 Eure Worte sollen immer freundlich und mit dem Salz der Weisheit gewürzt sein. Dann werdet ihr es auch verstehen, jedem, der mit euch redet, eine angemessene Antwort zu geben.
Ein Leben im Gebet
Ein Leben im Gebet
2 Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!
Seid beharrlich im Gebet. Bleibt dran. Betet mit aller Ausdauer. Oder in einer anderen Übersetzung “Hört nicht auf zu beten”.
Paulus schließt diesen Brief im Grunde wie er ihn begonnen hat. Wir erinnern uns wie er angefangen hat: Kolosser 1,3
3 Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten,
9 Darum lassen wir auch von dem Tag an, an dem wir’s gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,
Wir danken Gott allezeit, und wir hören nicht auf für Euch zu beten.
Dank und Gebet, zwei extrem wichtige Komponenten im Lebens jedes Christen. Er beginnt also mit Gebet und Danksagung, und er schließt mit Gebet und Danksagung. Nachdem er zuvor berichtete wie er und seine Mitarbeiter beten und dank sagen, fordert er nun die Christen in Kolossä auf es ihnen gleich zu tun.
Die Struktur des Kolosserbriefs gleicht einem Sandwich, das werden wir später noch sehen. Er bettet wichtige Punkte in eine Wiederholung ein. So wie er diesen Brief gleichsam einbettet: Segenswunsch - Gebet - Christus über Allem - Gebet - Segenswunsch.
Ohne Dankbarkeit bleibt alles schwer und träge. Aber sind wir dankbar, so lassen sich selbst schwere Situationen gut ertragen. Eine kleine Weisheit, die selbst der Volksmund kennt. So sagt Francis Bacon, der Maler etwa "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind." Oder ein anderes "Dankbarkeit verwandelt das Wenige in genug."
Wenn selbst nichtchristliche Denker und Weise den Wert der Dankbarkeit erkennen, wieviel mehr sollte uns Christen eine Dankbarkeit prägen? Wo wir doch wissen WEM wir alles zu verdanken haben?
Wir denken an die Geschichte mit der Heilung der 10 Aussätzigen in Lukas 17. 10 werden von Jesus geheilt, nur einer dankt ihm. “Wo sind die neun?” fragt er.
Vor jedem Essen dankte Jesus, auch vor vielen Wundern lesen wir wie er danke sagt. Dankbarkeit scheint Segen voraus zu gehen.
Dankbarkeit ist ein Thema das wir auch bei Paulus immer wieder finden. Auch in diesem Brief haben wir uns das bereits angeschaut, Kolosser 3,17 zum Beispiel “Alles was ihr tut mit Worten oder Werken, tut im Namen des Herrn Jesus Christus, und DANKT Gott dem Vater durch ihn”. Dankbarkeit soll Dein ganzes Leben durchziehen.
Ich habe heute 3 Aufgaben für Dich.
Die erste lautet: Wofür kannst Du dankbar sein? Übe es ein. Denke darüber nach. Und wenn es nur fünf Minuten sind.
Dankbarkeit führt automatisch zu Anbetung und Bewunderung, führt uns ins Gebet. Deshalb liegen diese beiden Themen auch so nah beeinander. Wer dankbar ist, weiß wofür er beten kann!
3 Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, 4 damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.
Evangelisation, Gemeindeerneuerung, beginnt im Gebet. Paulus betont das hier: Betet dass Gott eine Tür öffnet. Ohne offene Türen fällt unser Rufen nicht in die Herzen. Wenn wir zum Glauben und zur Umkehr einladen, müssen die Türen offen, die Herzen vorbereitet sein. Und darum können und sollen wir beten. Dazu möchte ich Euch eine kleine Geschichte erzählen.
Die Geschichte von Duncan Campbell
Die Geschichte von Duncan Campbell
In letzter Zeit begegneten mir immer wieder Geschichten aus den verschiedenen Erweckungen in Schottland, rund um John Knox, oder auch die Erweckung auf der Isle of Lewis. Ohne dass ich es wusste, ist auch die Geschichte von Duncan Campbell mit diesem Teil der schottischen Kirchengeschichte verbunden.
Er war Pastor in der United Free Church of Scotland, und befreundet mit Wesley Duewel, der uns diese Geschichte auch überliefert hat. Er diente auf den Hebriden, das sind kleine Inseln westlich der schottischen Küste, und dann später auch wieder auf dem Festland in Nord-Irland. Er nahm auf dem Podium einer Missionskonferenz platz, nachdem er gerade eine Rede gehalten hatte. Er hörte eine innere Stimme sagen “Berneray” - das ist eine sehr kleine Insel der Hebriden. Er beugte den Kopf und ging ins Gebet, und immer wieder kam der Name “Berneray” in seine Gedanken.
Eine innere Überzeugung wuchs in ihm, dass er dorthin gerufen wurde. So stark und so unwiderstehlich, dass er zum Vorsitzenden sagte “Bruder, Sie müssen mich entschuldigen. Der Heilige Geist hat mir eben gesagt dass ich auf Berneray gebraucht werde.” Tja, der Vorsitzende war einigermaßen empört, hatten sie doch diese Konferenz einberufen, und auch in den nächsten Tagen sollte Duncan noch Vorträge halten. Aber er war nicht aufzuhalten.
Es war ihm später wichtig zu betonen dass er nie auf Berneray war, niemanden dort kennt, nie einen Brief erhalten hat oder ähnliches. Er ging ins Hotel, packete seine Koffer und ging zum Flughafen. Aber es gab keie Verbindung auf diese Insel. Zu klein. Er Nahm den nächsten Flug auf die nächstgelegene Insel, ging zur Küste und ein Fischer fuhr ihn gegen etwas Geld rüber nach Berneray. Die Überfahrt kostete zufällig ziemlich genau das was er noch in der Tasche hatte.
Der Fischer fuhr zurück und Duncan Campbell stand am Ufer der Insel. Ein Farmer sah ihn, war ein wenig verwirrt, aber ging dann auf ihn zu. “Wo ist euer Pastor?” fragte Duncan, aber er bekam die Antwort dass es schon lange keinen mehr gibt auf dieser Insel. “Wo sind die Ältesten?” fragte er weiter, und der Farmer lief zum Ältesten, und kam dann wieder. “Unser Ältester hat Dich erwartet, Dein Zimmer ist schon bereit, und die Gottesdienste fangen morgen um 09:00 an, komm mit!”
Was er nicht wusste, und auch niemand sonst: Während Duncan die ganze Zeit auf der Konferenz in Bangor war, verbrachte dieser eine letzte Älteste die Tage im Gebet in seiner Scheune. Er bat Gott um Erweckung für seine Insel. Er bekam die Zusage dass Gott die Insel segnen würde wie der Tau in der Wüste, und so betete er tagelang mit inbrünstigen Glauben. “Herr, ich weiß nicht wo der Prediger Duncan Campbell ist. Aber Du weißt es, und Du kannst ihn hierher schicken und zu uns berufen.” Dieser Älteste hatte von Duncans Predigtbegabung gehört, und davon dass, wo immer er predigte, Leute zum Glauben kamen und Gemeinden wieder mit Leben gefüllt wurden.
Wesley Duewel berichtet im Nachgang, dass mit Duncans Dienst eine große Erweckung auf der Insel ausbrach, und eine Tür für das Wort Gottes geöffnet wurde, die niemand schließen konnte weil Gott selbst sie geöffnet hatte.
Er schloss folgende Lehren aus dieser Begebenheit: “Wenn Gott Leute hat die ausdauernd beten, und Leute hat die seine Stimme hören und befolgen, dann gibt es keine Grenze dessen was Gott tun kann.”
Gott selbst öffnete die Tür. Aber was predigte Duncan? Sünde, Gericht, Umkehr, Vergebung, Gnade. Christus in Dir.
3 Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, 4 damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss.
Das Geheimnis Christi.
Vier mal erwähnt Paulus dieses Geheimnis im Kolosserbrief. Es ist “Christus in Dir”. Christus selbst, der Dein Leben umkrempeln möchte, der mit der Sünde aufräumen und Deinem Leben neue Struktur geben möchte. Der in der Lage ist alle Muster, Süchte und Gefangenheit zu durchbrechen und Dir neues Leben zu geben. Aber nicht nur Dir, sondern jedem dem er begegnet. Und deshalb fordert er Dich auf wenn Du dieses Geheimnis ergriffen hast: Rede davon, gib es weiter. Aber tue es in Weisheit.
Weisheit im Umgang mit Nichtchristen
Weisheit im Umgang mit Nichtchristen
3 Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, 4 damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muss. 5 Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus.
Paulus selbst benötigt also Gebet. Er braucht Weisheit, das Geheimnis zu erläutern, zu erklären, das Wort Gottes zu verkünden so dass es die Leute auch verstehen. Damit er es erkären, offenbaren kann. Wie es in der Neuen Genfer Übersrtzung heißt damit er “dieses Geheimnis klar und verständlich verkünden kann.” Klarheit unserer Worte, Weisheit wie wir etwas sagen, und Einfühlungsvermögen in die Situation unseres Gegenüber sind Schlüssel, damit unsere Botschaft nicht auf taube Ohren fällt.
Wie oft schon wurde das Evangelium kraftvoll verkündet, aber auf eine Art und Weise dass es niemand annehmen konnte? Lieblos, oder in eine Situation in der zuhören nicht möglich war.
Es geht dabei nicht darum dass wir alles wissen müssen. Aber doch darum dass wir keine Stolpersteine für das Evangelium aufstellen. So wie Paulus sich zum Beispiel kulturell anpasste, ohne dabei die Botschaft zu verwässern (1Kor 9,22)
Begegne Menschen mit Respekt und ehrlicher Neugier. Ohne Rechthaberei, ohne belehrend zu sein. Finde die richtige Art und Weise mit ihnen zu reden.
Damit das gelingen kann, brauchen wir das Gebet. Ohne die Verbindung zu Jesus sind wir aufgeschmissen, und können unserem Gegenüber nicht so begegnen wie es sein sollte.
Was bedeutet es dabei die Zeit auszukaufen? Die Zeit nutzen. Wenn sich eine Gelegenheit bietet sie ergreifen und von Jesus erzählen. Dabei aber immer wie Jesus sagt: “Seid klug wie die Schlangen aber sanft wie die Tauben.” (Matthäus 10). Wörtlich im Urtext bedeutet es “nutzt jede Gelegenheit die sich Euch bietet”. Ergreif die Chancen die Gott Dir bietet Zeuge zu sein.
Wir leben in einer Welt die gegen das Evangelium arbeitet. Die Menschen beschäftigt, ablenkt und gefangen hält. Nutzen wir die Gelegenheiten die sich uns bieten.
Damit komme ich zur zweiten Aufgabe für Dich heute: Bitte Gott um eine Gelegenheit das Evangelium in der kommenden Woche weiter zu sagen. Eine einzige. Bete dass Du Dich traust wenn es Dir schwer fällt. Bete dass Du die Gelegenheit auch erkennst. Und bete für eine offene Tür, für ein offenes Herz.
Die Kraft unserer Worte
Die Kraft unserer Worte
6 Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.
Der letzter Vers unserer Abschnittes zahlt voll auf das gleiche Thema ein. Freundlichkeit ist ein Schlüssel für offene Ohren und dem Erreichen von Menschen. Gleichzeitig ist es eine Frucht des Geistes (Galater 5) und sollte daher im Leben jedes Gläubigen immer mehr Raum gewinnen.
Jesus selbst mahnte uns “Seid freundlich selbst gegen Undankbare und Böse” (Lukas 6,35) und er fordert uns auf von ihm zu lernen denn “ich bin sanftmütig und von Herzen demütigen” (Matthäus 11,29).
Unsere Rede soll aber nicht nur freundlich sein, sondern mit Salz gewürzt. Sie soll treffen, präzise sein. Freundliches herumgeeier um den heißen Brei bringt niemanden etwas. Wir sollen und dürfen wunde Punkte ansprechen. Die Pfeile die wir abschießen sollen ins Ziel treffen.
Daher fordert Paulus Dich und mich auf: Wisse was Du antworten sollst.
Wie oft habe ich es schon erlebt dass jemand kommt und Fragen stellt. Probleme und Sorgen hat. Und wir eiern mit guten Ratschlägen umher die nicht wirklich helfen, und haben auf die eigentliche Frage keine Antwort. Und da gibt es so manche. Eine Weile lang hatte ich immer und immer wieder Diskussionen mit Atheisten. Manche Argumente sind gut überlegt und scheinen den Glauben ad absurdum zu führen. Wenn mir so ein Argument das erste Mal begegnet und ich keine Antwort habe, ist es völlig in Ordnung zu sagen “Ich weiß es nicht”. Es wäre aber fatal es dabei zu belassen.
Man muss das Thema dann hinterfragen, denn sonst passieren drei Dinge:
Der Atheist gewinnt in der nächsten Diskussion, weil ich schon wieder keine Antwort habe, und fühlt sich dadurch in seiner Position bestärkt.
Umstehende die das Gespräch mitbekommen merken “Der Christ hat keine Antworten. Da scheint wenig dran zu sein”. Und so wird das vielleicht zu einem Hinderungsgrund für andere.
In meinem eigenen Glauben kommen Zweifel auf. Und wenn ich diesen nicht begegne, wenn ich darauf keine Antworten finde, kann das zu einer Destabilisierung meiner eigenen Überzeugungen führen.
Diese 3 Entwicklungen können bei jedem Thema geschehen. Ob ich mit einem Moslem über den Koran diskutiere, mit einem Atheist über die Evolution oder einem Esoteriker über Klangschalentherapie.
Dieses Thema ist so wichtig, dass wir nicht nur im Kolosserbrief dazu aufgefordert werden. Hier eine kleine Auswahl an Bibelstellen die uns auffordert den Verstand zu benutzen und Antworten zu finden. Glaube und Verstand müssen Hand in Hand gehen. Ein Christ gibt seinen Verstand eben nicht an der Gaderobe ab wie es manchmal spöttisch heißt:
1. Petrus 3,15 “15 heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,”. Petrus fordert uns dazu auf unseren Glauben erklären zu können. Du musst also wissen was Du glaubst. Und Du solltest die Hoffnung, die Du hast, auch ergriffen haben. EIne wage Vorstellung einer eventuellen Hoffnung reicht hier nicht.
Matthäus 22,37: Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!‹
Sprichwörter 18,15 “15 Ein verständiges Herz erwirbt Einsicht, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis.” Erwirb Verstand, ein Weiser sammelt Erkenntnis.
Apostelgeschichte 17,11 “11 Diese aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte.” Die Christen in Berör prüften alles sehr genau.
Es gibt noch viele andere Stellen dazu, aber wir sehen dass Glaube und Verstehen Hand in Hand gehen. Es ist wichtig das Gefühl und Herz zusammen mit unserem Verstand Gott begegnen und geheiligt werden. Wer den Verstand weglässt wird wie ein Blatt vom Wind hin und hergeweht. Wer aber die Liebe und das Gefühl weglässt, wird hart und rechthaberisch. Es braucht also das ganze Paket: Eine offene Tür, jemanden der die Gelegenheit sieht und ergreift, die Weisheit das richtige zur rechten Zeit zu sagen, freundliche und gewinnende Rede die auf Fakten steht und weiß was sie sagen möchte und kann.
Und damit komme ich zur dritten Aufgabe für Dich: Gibt es ein Thema das Dich beschäftigt und mit dem Du nicht klar kommst? Vielleicht gibt es Fragen im naturwissenschaftlichen Bereich, oder die Frage “Kann ich der Bibel vertrauen?” Vielleicht hast Du Mitmenschen die dem Islam angehören oder eine anderen Religion und die Fragen an den Glauben haben die Du nicht beantworten kannst? Vielleicht sogar Kritik üben, die Du nicht entkräften konntest? Deine Aufgabe wird also sein: Such Dir ein Thema aus, und gehe es an. Bete darüber, suche antworten. So dass Du vorbereitet bist, wenn es nochmal zur Sprache kommt. Dass Du wie Paulus es hier sagt in der Lage bist und weißt wie Du antworten sollst.
Schluss
Schluss
Damit komme ich zum Schluss.
Wir haben gesehen wie Paulus eine Tatsache immer und immer wieder festhämmert im Kolosserbrief: Christus über allem. Er herrscht über Gewalten und Mächte auf der Erde und im Himmel. Er ist der Ursprung allen Lebens. Er ist der Grund für unsere Existenz, und das Ziel allen Lebens.
Er ist es der Dich und mich von unseren Sünden erlöst in dem er am Kreuz für uns starb und bezahlt hat. Er ist es der durch seinen heiligen Geist in Dir und mir lebt und uns umwandeln möchte in das Bild seiner Herrlichkeit.
Und er möchte Dich und mich zu Zeugen seiner Liebe und Herrlichkeit machen. Wir dürfen und sollen von ihm erzählen, aus ihm heraus leben.
Wenn Du diesen Jesus noch nicht kennst, noch nicht die Freiheit erfahren hast die er Dir anbietet und schenken will, dann forsche nach. Frage jemanden hier den Du kennst, oder komm auch auf mich zu. Aber hör nicht auf zu suchen bis Du es ergriffen hast.
Und wenn Du zu Jesus gehörst, dann hatte ich Dir diese drei Aufgaben mitgebracht, die ich mir selbst ebenfalls auferlege:
Denke darüber nach wofür Du dankbar sei kannst, und danke Gott!
Bitte Gott um eine Gelegenheit nächste Woche das Evangelium weiter zu geben.
Erforsche ein Thema über das Du immer wieder stolperst, bis es für Dich gelöst ist und Du guten Gewissens Rede und Antwort stehen kannst.
All dies bettet Paulus ein ins Gebet. Jesus selbst forderte die Jünger auf zu beten und zu wachen. Paulus benötigte Gebet. Die Gemeinden benötigen Gebet. Und wir benötigen Gebet. Wenn Du Erneuerung deines eigenen Glaubens und Erneuerung der Gemeinde sehen willst, dann fang an zu beten. So wie der Älteste in der Geschichte von Duncan Campbell.
Dieses Paket an herrlichen Wahrheiten und Aufgaben umschnürt Paulus eben mit Gebet. Er betet für andere. Er bittet um Gebet. aAber dieses Gesamtpaket umschnürt er dann nocheinmal:
Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater. (Kolosser 1,2) So beginnt Paulus den Brief. Mit der Gnade. Und so endet er den Brief. Die Gnade ist das wichtigste. Wir können tun und machen und uns abstrampeln, wir werden dennoch nie fertig sein. Wir werden immer auch mal Fehler machen und uns werden Fehler passieren auf dem Weg.
Deshalb ist diese Gnade so wichtig. Wir handeln und machen und tun nicht aus Verpflichtung, sondern aus erlöster, gnadenerfüllter Liebe. Da ist Vergebung und Annahme für jedes seiner Kinder. Neuanfang möglich, solange noch Gnadenzeit ist.
Und mit den Abschlussworten des Paulus möchte ich auch diese Predigt beenden und Einbetten: Kolosser 4,18: “Die Gnade sei mit Euch!”
Amen
