Lebendig werden - Die Macht der Hoffnung

Bibelwoche 2024/2025  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Lebendig werden - Die Macht der Hoffnung

Begrüßung
Herzlich willkommen zum siebten und letzten Abend unserer Bibelwochenreihe!
Sieben Abende lang sind wir gemeinsam unterwegs gewesen – auf einer Entdeckungsreise durch das Johannesevangelium, auf der Spur der „Zeichen“, die Jesus gewirkt hat. Wir haben gespürt: Diese Zeichen sind keine bloßen Wunder, keine übernatürlichen Sensationen, sondern Hinweise – Wegweiser, die tiefer führen. Sie zeigen uns, wer Jesus ist, was er bewirkt – und was sein Handeln mit unserem Leben zu tun hat.
Am ersten Abend waren wir mit Jesus zu Gast auf der Hochzeit zu Kana, dort wo Wasser zu Wein wurde. Und wir haben gestaunt: Jesus bringt Fülle, wo Mangel herrscht – Freude, wo Leere war.
Dann hörten wir von einem königlichen Beamten, dessen Sohn todkrank war. Jesus heilte ihn – allein durch sein Wort. Glaube beginnt oft im Vertrauen, nicht im Sehen. Das wurde uns am zweiten Abenddeutlich.
Der dritte Abend führte uns an den Teich Bethesda – zu einem Mann, der seit Jahrzehnten krank war. Jesus fragte ihn: „Willst du gesund werden?“ Und wir lernten: Heilung beginnt oft mit einem klaren „Ja“ – auch wenn es ein Wagnis ist.
Am vierten Abend legten wir gemeinsam das Wenige – fünf Brote und zwei Fische – in Jesu Hände und sahen, wie daraus Sättigung für Tausende wurde. Ein Bild für das Vertrauen: Gott kann aus dem Kleinen Großes machen.
Der fünfte Abend war stürmisch – die Jünger auf dem See, mitten in Wind und Wellen. Und dann Jesus, der auf dem Wasser zu ihnen kommt und sagt: „Ich bin’s – fürchtet euch nicht.“ Ein starkes Zeichen dafür, dass Jesus auch in der Angst Frieden spricht.
Am sechsten Abend begegneten wir einem Blindgeborenen, den Jesus sehend machte. Aber es ging um mehr als Augenlicht. Es ging um die Frage: Wer sieht wirklich? Und was bedeutet es, geistlich zu sehen – im Licht des Glaubens zu leben?
Und heute?
Heute kommt das siebte Zeichen. Und es ist vielleicht das stärkste und bewegendste von allen: Wir stehen mit Jesus vor dem Grab des Lazarus. Vor dem Tod – dem scheinbar endgültigen Aus. Und wir erleben: Jesus ruft ins Leben zurück.
Unser Thema heute ist: „Lebendig werden – Die Macht der Hoffnung“
Denn das ist die Kraft dieses letzten Zeichens: Hoffnung, wo alles verloren scheint. Leben, wo Tod regiert. Jesus zeigt uns, dass er nicht nur Leben rettet – sondern Leben schafft. Dass er uns nicht nur aufrichtet, sondern auferweckt. Dass Hoffnung keine Illusion ist – sondern eine Macht, die verändert.
Wo in deinem Leben scheint alles tot? Was liegt wie hinter einem Stein verschlossen? Und was könnte es bedeuten, wenn Jesus sagt: „Komm heraus!“?
Lasst uns heute Abend miteinander aufbrechen in diese Geschichte. Lasst uns lauschen auf Jesu Ruf – nicht nur an Lazarus, sondern an uns alle. Und lasst uns gemeinsam entdecken, dass auch wir lebendig werden können– durch die Macht der Hoffnung, durch die Nähe Christi, durch die Kraft des Glaubens.
Ich freue mich sehr, dass ihr heute hier seid – zum letzten Abend dieser Reihe, der zugleich ein Anfang sein kann. Denn: Wo Hoffnung lebt, da beginnt neues Leben.
Herzlich willkommen!
Losung
Psalm 23
Gebet
Herr unser Gott wir kommen heute Abend zu dir – mit offenen Fragen, mit Sehnsucht im Herzen, mit dem Wunsch, dich neu zu hören, zu sehen, zu spüren.
Du bist der Gott des Lebens, du hast Lazarus gerufen – und ihn lebendig gemacht. Sprich auch in unser Leben hinein, dorthin, wo es still geworden ist, wo Hoffnung fehlt, wo wir uns eingeschlossen fühlen wie in einem Grab.
Herr, du kennst unsere Dunkelheiten, unsere Ängste, unseren Zweifel – und doch rufst du uns: „Komm heraus!“ Gib uns heute den Mut, deinem Ruf zu folgen. Öffne unsere Herzen für dein Wort, öffne unseren Blick für dein Licht, und wecke in uns den Glauben, dass du stärker bist als der Tod.
Sei bei uns an diesem Abend, sei du unser Lehrer, unser Tröster, unser Leben. Amen.
Lied
Essen
Lied
Einstieg (ca. 15 Minuten)
Impulsfrage zum Ankommen:
Hoffnung in einer Welt voller Herausforderungen
Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen mit Angst, Unsicherheit und Verlust kämpfen – sei es durch Krankheit, Einsamkeit, persönliche Krisen oder den Verlust von geliebten Menschen. Die Geschichte von Lazarus zeigt uns: Es gibt eine Hoffnung, die selbst den Tod überwinden kann. Die Botschaft von Jesus ist: Lebendig werden ist möglich – auch dort, wo wir nur noch Grabesstille erwarten.
Wann hast du zuletzt etwas als „endgültig“ erlebt – eine Niederlage, einen Abschied, eine Sackgasse? Und: Wo hast du trotzdem Hoffnung gespürt oder neue Kraft gewonnen?
Wo erlebst du heute Hoffnungslosigkeit in der Welt oder in deinem Leben?
Welche Rolle spielt Hoffnung in deinem Alltag?
Was erwartest du von einem Glauben, der das Leben auch über den Tod hinaus zu feiern weiß?
Dann Überleitung:
„In dieser Bibelarbeit entdecken wir, dass Jesus selbst in den tiefsten Momenten unseres Lebens neues Leben bringen kann. Hoffnung ist keine Flucht, sondern eine Kraft, die aus der Begegnung mit Jesus entsteht.“
0. Einleitung: Gemeinsam den Text lesen und entdecken
Bevor wir tiefer in den Text einsteigen, wollen wir ihn als Ganzes gemeinsam lesen. Nehmt euch Zeit, um euch die Situation vorzustellen: Lazarus ist krank, seine Schwestern Martha und Maria sind verzweifelt, und Jesus kommt spät, um zu helfen. Vier Tage liegt Lazarus schon im Grab, als Jesus zum Grab kommt.
Achtet beim Lesen darauf, wie die Figuren miteinander sprechen, wie die Gefühle sich zeigen und wie Jesus auf die Situation reagiert.
Wir lesen:
Johannes 11,1–44 BB
1 Ein Mann war schwer krank, Lazarus aus Betanien. Das ist das Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta lebten. 2 – Maria war es, die Jesus später mit Öl gesalbt und mit ihren Haaren seine Füße abgetrocknet hat. – Der kranke Lazarus war ihr Bruder. 3 Die Schwestern ließen Jesus die Nachricht zukommen: »Herr, sieh doch! Der, den du lieb hast, ist krank.« 4 Als Jesus das hörte, sagte er: »Diese Krankheit führt nicht zum Tod. Sie soll vielmehr die Herrlichkeit Gottes zeigen. Denn durch sie soll die Herrlichkeit von Gottes Sohn sichtbar werden.« 5 Jesus liebte Marta und ihre Schwester und auch Lazarus. 6 Nun wusste Jesus, dass Lazarus krank war. Er blieb noch zwei Tage an dem Ort, wo er war. 7 Dann sagte er zu den Jüngern: »Lasst uns wieder nach Judäa gehen.« 8 Die Jünger erwiderten: »Rabbi, vor Kurzem wollten die Leute in Judäa dich steinigen! Und du willst wieder dorthin gehen?« 9 Jesus antwortete: »Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wer bei Tag umhergeht, stolpert nicht, denn er sieht das Licht der Welt. 10 Wer aber bei Nacht umhergeht, stolpert, denn er hat kein Licht bei sich.« 11 Nachdem er dies zu den Jüngern gesagt hatte, fuhr er fort: »Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.« 12 Da sagten die Jünger zu ihm: »Herr, wenn er schläft, wird er wieder gesund werden.« 13 Jesus hatte aber über den Tod des Lazarus gesprochen. Die Jünger dagegen meinten, es gehe um den gewöhnlichen Schlaf. 14 Da sagte Jesus ganz offen zu ihnen: »Lazarus ist gestorben. 15 Und ich freue mich für euch, dass ich nicht bei ihm war. Denn dadurch werdet ihr zum Glauben kommen. Also lasst uns jetzt zu ihm gehen.« 16 Thomas, der auch Didymus genannt wird, sagte zu den anderen Jüngern: »Lasst uns mit Jesus gehen, um mit ihm zu sterben.« 17 Als Jesus nach Betanien kam, lag Lazarus schon vier Tage im Grab. 18 Betanien war nahe bei Jerusalem, knapp drei Kilometer entfernt. 19 Viele Juden waren von dort zu Marta und Maria gekommen. Sie wollten sie in ihrer Trauer um den Bruder trösten. 20 Als Marta hörte, dass Jesus kam, ging sie ihm entgegen. Maria aber blieb zu Hause. 21 Marta sagte zu Jesus: »Herr, wenn du hier gewesen wärst, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. 22 Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, das wird er dir geben.« 23 Jesus antwortete: »Dein Bruder wird auferstehen!« 24 Marta erwiderte: »Ich weiß, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung der Toten am letzten Tag.« 25 Da sagte Jesus zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. 26 Und wer lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht von Gott getrennt. Glaubst du das?« 27 Sie antwortete: »Ja, Herr, ich glaube fest: Du bist der Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll!« 28 Nachdem Marta das gesagt hatte, ging sie weg und rief ihre Schwester Maria. Leise sagte sie zu ihr: »Der Lehrer ist da und lässt dich rufen.« 29 Als Maria das hörte, stand sie schnell auf und ging zu Jesus. 30 Jesus war noch nicht ins Dorf hineingegangen. Er hielt sich dort auf, wo Marta ihn getroffen hatte. 31 Im Haus waren immer noch die Leute, die Maria trösten wollten. Als sie sahen, dass Maria aufstand und schnell hinausging, folgten sie ihr. Sie dachten: »Sie will zum Grab gehen, um dort zu weinen.« 32 Maria kam dorthin, wo Jesus war. Als sie ihn sah, fiel sie vor ihm auf die Knie und sagte: »Herr, wenn du hier gewesen wärst, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.« 33 Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Leute weinten, die sie begleiteten. Da war er im Innersten zornig und tief erschüttert. 34 Er fragte: »Wo ist sein Grab?« Sie antworteten: »Herr, komm und sieh selbst!« 35 Da brach Jesus in Tränen aus. 36 Die Leute sagten: »Seht doch, wie sehr er ihn geliebt hat!« 37 Aber einige von ihnen meinten: »Dem Blinden hat er die Augen geöffnet. Konnte er nicht verhindern, dass Lazarus stirbt?« 38 Da wurde Jesus erst recht zornig und ging zum Grab. Es bestand aus einer Höhle, die mit einem großen Stein verschlossen war. 39 Jesus sagte: »Wälzt den Stein weg!« Marta, die Schwester des Verstorbenen, erwiderte: »Herr, er stinkt schon, denn er ist vier Tage tot.« 40 Jesus entgegnete ihr: »Habe ich nicht zu dir gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen«? 41 Da wälzten sie den Stein weg. Jesus blickte zum Himmel empor und sprach: »Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. 42 Ich selbst weiß ja, dass du mich immer erhörst. Aber ich sage es wegen der Leute, die hier stehen. Sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.« 43 Nachdem er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: »Lazarus, komm heraus!« 44 Da kam der Tote heraus. Seine Füße und seine Hände waren mit Leinentüchern umwickelt und sein Gesicht war mit einem Tuch verhüllt. Jesus sagte zu den Leuten: »Befreit ihn davon und lasst ihn nach Hause gehen.«
Sprechmotette für 5 Personen zu Johannes 11,1-44 - Thema „Lebend werden – Die Macht der Hoffnung“
1. Erzähler
2. Jesus
3. Martha
4. Maria
5. Volksstimme (Jünger, Nachbarn, Trauergäste)
Sprechmotette: „Lebend werden – Die Macht der Hoffnung“
(Johannes 11,1-44)
Erzähler: Lazarus, ein guter Freund von Jesus, war krank. Seine Schwestern Martha und Maria schickten zu Jesus die Nachricht: „Herr, dein Freund ist krank.“ Doch Jesus bleibt noch zwei Tage, bevor er sich auf den Weg macht.
Martha: (ungeduldig) Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben! Aber ich glaube doch: Er wird auferstehen am letzten Tag.
Jesus: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Glaubst du das?
Martha: Ja, Herr, ich glaube: Du bist der Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
Erzähler: Als Jesus in Bethanien ankommt, ist Lazarus schon vier Tage im Grab. Martha eilt ihm entgegen, Maria bleibt zurück.
Maria: (weint leise) Herr, wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben! (Knie niederlegend) Komm und tröste mich.
Jesus: Wo habt ihr ihn hingelegt? Kommt, wir gehen zum Grab.
Volksstimme: (leicht skeptisch) Ist es nicht schon vier Tage her? Er wird wohl stinken…
Jesus: Hebt den Stein weg! (zu Martha) Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
Erzähler: Sie heben den Stein weg. Jesus blickt zum Himmel und betet laut: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich sagte es für die Menge, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“
Jesus: Lazarus, komm heraus!
Erzähler: Und Lazarus kommt heraus, die Hände und Füße in Grabtücher gewickelt, sein Gesicht bedeckt. Jesus sagt: Löst ihn und lasst ihn gehen!
Volksstimme: (überrascht, ehrfürchtig) Ein Wunder! Leben hat gesiegt! Der Tod hat nicht das letzte Wort!
Martha: Glauben öffnet Türen, die verschlossen schienen. Hoffnung macht lebendig – auch in dunklen Stunden.
Maria: Jesus weint mit uns, er versteht unsere Trauer. Und er ruft uns heraus – ins Leben.
Jesus: Ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, wird nie sterben. Hoffnung ist stärker als der Tod.
Alle (gemeinsam): Lebend werden – durch die Macht der Hoffnung!
2. Auslegung (Johannes 11,1–44)
Abschnitt 1: Die Krankheit und das Warten (Verse 1–6)
Lazarus ist krank, seine Schwestern schicken Jesus eine Nachricht – doch Jesus bleibt noch zwei Tage an einem anderen Ort.
Jesus sagt: „Diese Krankheit dient dazu, dass die Herrlichkeit Gottes durch den Sohn Gottes offenbar werde.“
Jesus handelt nicht sofort, sondern in seiner eigenen Zeit. Sein Blick geht über die Krankheit hinaus.
Fragen zum Gespräch:
Warum wartest du manchmal in deinem Leben auf Hilfe?
Fällt es dir schwer, auf Gottes Zeit zu vertrauen?
Bezug zur Neuzeit:
In Pandemiezeiten, persönlichen Krankheiten oder Krisen erleben viele das Gefühl des Wartens und der Unsicherheit. Wie verändert sich unser Glauben, wenn Gott nicht sofort eingreift?
Abschnitt 2: Die Botschaft vom „Schlafen“ und dem Leben (Verse 7–27)
Jesus erklärt, dass Lazarus „schläft“ – er meint den Tod, aber spricht vom Leben.
Martha begegnet Jesus im Glauben, aber auch im Zweifel und Schmerz. Sie sagt: „Wenn du hier gewesen wärst...“ – ein Ausdruck tiefer Enttäuschung.
Jesus antwortet: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“
Martha bekennt: „Ich glaube, dass du der Christus bist.“
Gesprächsfrage:
Wie gehst du mit Enttäuschungen um, wenn Gott nicht so handelt, wie du es dir wünschst?
Moderne Reflexion:
In einer Welt, die oft sofortige Antworten verlangt, fällt es schwer, auf eine Hoffnung zu bauen, die unsichtbar ist und manchmal erst spät sichtbar wird. Wie kannst du in solchen Zeiten Kraft schöpfen?
Abschnitt 3: Jesus begegnet Maria – Das Mitgefühl Gottes (Verse 28–37)
Maria weint und sagt dasselbe wie Martha. Jesus selbst ist tief bewegt und weint.
Jesus zeigt seine Menschlichkeit und sein Mitgefühl – Gott teilt unseren Schmerz.
Frage:
Wie verändert es dein Bild von Gott, wenn du siehst, dass Jesus weint?
Zeitbezug:
Viele Menschen leiden unter Einsamkeit, Depression oder Trauer. Wie kann das Wissen um Jesu Mitgefühl dir und anderen Trost spenden?
Abschnitt 4: Das Wunder am Grab – Glaube und die Kraft des Rufes (Verse 38–44)
Jesus fordert den Stein wegzuheben – ein Symbol, den Tod und die Grenzen zu überwinden.
Martha zögert wegen des Leichengeruchs, doch Jesus fordert zum Glauben auf: „Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen.“
Jesus betet zum Vater, dann ruft er laut: „Lazarus, komm heraus!“
Lazarus lebt wieder, obwohl er bereits vier Tage tot war.
Frage:
Was bedeutet der Ruf Jesu „Lazarus, komm heraus!“ für dich persönlich?
Übertragung:
Gibt es Situationen in deinem Leben, wo du von Jesus „aus dem Grab“ gerufen werden möchtest – aus einer Lebenskrise, einer Sucht oder einer lähmenden Angst?
3. Vertiefung und Anwendung – Die Macht der Hoffnung heute
1) Hoffnung schafft Leben – auch gegen alle Umstände
Lazarus war tot, aber Jesus schenkt neues Leben.
Hoffnung kann Menschen lebendig machen, die innerlich „tot“ erscheinen – durch Verzweiflung, Depression oder Resignation.
Frage:
Wo spürst du in deinem Umfeld oder in dir selbst „tote“ Bereiche, die wieder lebendig werden können?
Praxis:
Wie kannst du in deinem Alltag Hoffnung verbreiten, die das Leben fördert?
2) Geduld und Vertrauen – Gottes Zeitplan verstehen
Jesus wartet bewusst, um die Herrlichkeit Gottes zu zeigen.
Unsere Zeit und Gottes Zeit sind oft unterschiedlich.
Frage:
Wie kannst du lernen, Geduld zu haben und auf Gottes Zeit zu vertrauen, wenn du Ungerechtigkeit, Krankheit oder Leid erlebst?
Impuls:
Tauscht euch aus, wie ihr persönlich damit umgeht, wenn Gebete scheinbar unbeantwortet bleiben.
3) Die Kraft des Glaubens – Glauben als Entscheidung trotz Zweifel
Martha zeigt, dass Glauben nicht das Fehlen von Zweifeln ist, sondern das Festhalten an Jesus trotz Schmerz.
Glaube bedeutet oft, den Schritt ins Unbekannte zu wagen.
Frage:
Welche Zweifel hast du? Wie gehst du damit um?
Moderne Herausforderung:
Wie kann Gemeinschaft (Kirche, Freunde, Familie) helfen, den Glauben zu stärken?
4) Jesus als mitfühlender Gott – Gemeinsam Trauer tragen
Jesus weint mit Maria und den Trauernden. Er ist nicht fern, sondern nahe bei unserem Schmerz.
Hoffnung entsteht oft in Gemeinschaft und im geteilten Leid.
Frage:
Wie kannst du anderen in ihrer Trauer und Hoffnungslosigkeit begegnen?
Praxis:
Überlegt gemeinsam, wie eure Gruppe Trauernde oder Menschen in Krisen unterstützen kann.
5) Der Sieg über den Tod – ein Versprechen für die Zukunft
Die Auferweckung Lazarus ist ein Vorbild für die endgültige Auferstehung.
Das gibt Hoffnung über den Tod hinaus.
Frage:
Wie tröstet dich die Zusage eines Lebens nach dem Tod?
Persönlicher Bezug:
Wie kannst du diese Hoffnung im Alltag weitergeben?
4. Abschluss: Lebendig werden durch die Macht der Hoffnung
Diese Geschichte zeigt uns: Wo wir „tot“ scheinen, ruft Jesus „lebendig!“ – er macht Neues möglich. Hoffnung ist nicht naive Wunschvorstellung, sondern eine lebendige Kraft, die uns durch schwere Zeiten trägt und über den Tod hinausblicken lässt.
Abschließende Gesprächsfrage:
Was möchtest du heute mitnehmen, um deine Hoffnung im Glauben zu stärken?
Wie kannst du anderen Menschen als lebendiger Hoffnungsträger begegnen?
Lied
Gebet
VU
Lied
Schlusssegen – „Lebendig werden“
Der Herr, der Lazarus rief: „Komm heraus!“ rufe auch dich aus allem, was dich fesselt, aus Dunkelheit, Zweifel, Hoffnungslosigkeit.
Der Herr, der Tränen weinte und doch Hoffnung schenkte, sei dir nahe in deiner Trauer, stärke dich in deinem Glauben und tröste dich mit seiner Gegenwart.
Der Herr, der Leben schenkt, wo wir nur Tod sehen, lasse Neues wachsen in deinem Leben, belebe, was erstorben ist, und mache deine Hoffnung stark.
So segne und behüte dich der lebendige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
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