Aufbruch: Heldinnen des AT - Glauben entdecken

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Jesus möchte nicht die Nummer eins deines Lebens sein, sondern er möchte das Zentrum deines Lebens sein, von dem alle deine Prioritäten geprägt werden.

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Die Nummer 1 - Warum möchte Jesus nicht die Nummer eins in meinem Leben sein?

Als Gemeinde befinden wir uns immer noch in der Themenreihe: Aufbruch. Wir schauen uns dabei unsere Vision an und fokussieren uns darauf: Welchen Einfluss hat unsere Vision auf unsere Gemeinde heute? Wie wollen wir diese Vision als Gemeinde und in unserem Alltag leben? Dafür ist es aber wichtig zu wissen, was unsere Vision eigentlich ist. Wir haben unsere Vision in Drei Wortgruppen zusammengefasst. Wisst ihr noch wie sie lauten: Heimat neu erfahren. Familie neu erleben. Glauben neu entdecken. Wir wollen das Menschen Heimat neu erfahren. Wir wünschen uns, dass wir als Gemeinde eine Willkommenskultur leben, die Menschen empfängt und ihnen Raum gibt. Wir wollen, dass Familie neu erlebt wird. Unsere Beziehungen sollen geprägt sein von Wertschätzung und Liebe. Menschen sollen in unserer Gemeinde ein neues Bild von Familie bekommen, die über Verwandschaftsverhältnisse hinausgeht. Wir wollen, dass der Glaube neu entdeckt wird. Der Glaube hat eine lebensverändernde Kraft in sich, die uns dazu befähigt ein Leben zu führen, dass erfüllt ist von Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Wie wir das genau erleben und leben als Gemeinde und einzelne haben wir uns in den letzten 2 Monaten angeguckt. Die Geschichte von Rut hat uns gezeigt, wie Heimat neu erfharbar wird. Die Geschichte von Ester hat uns Familie neu erleben lassen.
Und jetzt wollen wir uns die Geschichte von Hanna angucken, in der es darum gehen soll den Glauben neu zu entdecken. Bevor wir in ihr Leben und Geschichte einsteigen, möchte ich gerne das wir erst einmal unser Leben angucken. Wir können viel über andere Menschen und ihre Geschichte nachdenken, aber zu aller erst soll es heute um uns gehen. Der Fokus ist heute das Thema Prioritäten. Was ist uns wichtig? Was kommt zuerst? Dafür habe ich eine kleine Umfrage vorbereitet, die ich euch bitten möchte zu beantworten. Scant den QR-Code und schreibt eure 3 wichtigsten Prioritäten in die Felder. Ich hatte erwartet das eine Antwort neben der Familie in einer christlichen Gemeinde am häufigsten kommt nämlich Glaube oder Jesus. Für uns Christen sollte doch Jesus die Nummer eins sein, oder? Jesus sollte die höchste Priorität in unserem Leben haben. Jesu ist die Nummer 1. Sprecht es einmal mit mir: Jesus ist die Nummer 1. Aber wartet Mal. Prioritäten verschieben sich, richtig? Es gibt Phasen in unserem Leben, wo Prioritäten sich ändern. Es gab und gibt immer wieder Phasen in meinem Leben, wo Jesus echt zu kämpfen hatte die Nummer eins in meinem Leben zu sein und er diesen Kampf manchmal sogar verloren hat. Manchmal habe ich auch Jesus zum Beispiel mit Gemeinde verwechselt. Da war die Gemeinde meine Nummer 1 und ich dachte: Dann ist es auch Jesus. Als ich so auf mein Leben und meine Prioritäten geguckt habe, wurde mir bewusst: Jesus war ganz schön häufig nicht die Nummer eins. Es kam ganz schön häufig vor, dass bestimmte Personen, Sorgen oder Vorhaben Jesus von der eins verdrängt haben. Wenn ich stress habe, viel von mir verlangt wird und auch schon morgens mein Kopf voll ist, dann ist es schwer zu sagen: Jesus ist jetzt die Nummer 1 und bevor ich irgendetwas anderes mache, verbringe ich Zeit mit Gott. Häufig ist das nicht so. Es gibt sogar Momente, wo ich eine schlechte Nacht hatte und ich statt aufzustehen und Ruhe mit Gott zu haben, liegen bleibe und mir sage: Das ist mir jetzt wichtiger. Ich glaube, dass das ganz normal ist. Ich glaube, dass das Teil des Lebens ist. Die Frage ist nur: Wird das Jesus gerecht? Ist es das, was Jesus sich darunter vorstellt, wenn wir mit ihm leben? Das er ständig im Kampf um unsere Aufmerksamkeit, unsere Nummer 1 sein muss? Ich glaube nicht. Ich glaube es wird Jesus nicht gerecht, denn zu Jesus gibt es keine Konkurrenz. Niemand war, ist und wird jemals wie er sein. Ich glaube aber auch, dass das kein Problem ist, weil es Jesus nicht darum geht die Nummer eins zu sein. Ich glaube Jesus selbst sieht sich gar nicht in diesem Kampf um unsere Prioritäten. Jesus möchte nicht die Nummer eins in unserem Leben sein, sondern er möchte das Zentrum sein. Er möchte nicht nur eine Priorität sein, sondern er wünscht sich, dass unser Leben um ihn kreist. Er wünscht sich, dass unser Leben ihm gehört. Was Jesus sich wünscht steht in Galater 2,20:
Galater 2,20 BB
Deshalb lebe ich also nicht mehr selbst, sondern Christus lebt in mir. Zwar lebe ich noch in dieser Welt, aber ich lebe im Glauben an den Sohn Gottes. Er hat mir seine Liebe geschenkt und sein Leben für mich hingegeben.

Der Unterschied - Was ist der Unterschied zwischen der Nummer eins eines Lebens und dem Zentrum des Lebens?

Und vielleicht fragst du dich jetzt: Was macht den Unterschied? Woran erkenne ich, ob Jesus nur eine Priorität ist oder das Zentrum meines Lebens? Und so kommen wir zu Geschichte von Hanna. Hanna war eine von zwei Frauen Elkanas. Elkana war ein gläubiger Mann, der immer mit Hanna und seiner zweiten Frau Peninna jedes Jahr nach Schilo ging, um dort Gott ein Opfer zu bringen. Das Opfer war ein Zeichen seiner Hingabe, Dankbarkeit und Abhängigkeit von Gott und seiner Gunst. Ein Problem war jedoch, was immer wieder gerade in diesem Moment schmerzlich sichtbar wurde, dass Hanna im Gegensatz zu Peninna keine Kinder bekommen konnte. Peninna hatte mehrere Kinder und bekam deshalb für jedes Kind ein Teil des Schlachtopfers. Hanna bekam auch ihren Anteil, der allerdings geringer war. Für Hanna war es jedes Jahr aufs Neue eine Demütigung. Ihr wurde immer wieder gezeigt: Du schaffst es nicht. Du kannst keine Kinder bekommen. Du bist nicht vollwertig. Du kannst die wichtigste Aufgabe einer Frau nicht erfüllen. In der damaligen Zeit war die Aufgabe der Frau den biologischen und sozialen Fortbestand der Familie zu sichern. Ihre Priorität Nummer eins war es eine Familie aufzubauen. Ihre Priorität Nummer 2 war es diese Familie zu prägen. Ihre Priorität Nummer 3 war es sich um den Hausstand zu kümmern. All diese Dinge konnte sie nicht bewerkstelligen. Sie war gefangen in der Verzweiflung. Sie weinte, aß Nichts und zog sich von allen zurück. Sie sonderte sich ab. Wenn der Glaube ihre Priorität Nummer eins gewesen wäre, dann wäre er hier sicherlich abgelöst worden. Die Jahre vergehen und immer wieder kommen sie an diesen Ort und immer wieder sieht Hanna, dass sie ihre Aufgabe verfehlt. Ihre Unfruchtbarkeit und der Kampf dagegen war ihre Priorität Nummer 1. Und umso öfter sie diese Demütigung erlebte, umso wahrscheinlicher wäre es gewesen, dass der Glaube ganz aus ihrer Prioritätenliste fällt. Ich weiß, dass das für einige von uns ein sehr schweres und verletzendes Thema ist. Ich kann mir nicht vorstellen, was das für eine Frau oder auch eine Ehepaar bedeutet, die sich Kinder wünschen und denen es nicht möglich ist. Das was ich in der Geschichte von Hanna lese ist große Trauer und Verzweiflung. Für Hanna ist es gerade das wichtigste für Nachwuchs zu sorgen. Es ist ihre Priorität Nummer eins. Was ist, wenn der größte Wunsch, ihre größte Aufgabe, aber niemals von Erfolg gekrönt sein wird? Was wird dann aus Gott? Dann ist Gott bald garkeine Nummer mehr in der Prioriätenliste, sondern er fällt raus. Das Gott das Zentrum ist, das sich ihr Leben um ihn kreist, das es dabei nicht um sie geht, sehen wir an ihrem Gebet:
1. Samuel 1,10–11 BB
Hanna hatte einen ganz bitteren Tag erlebt. Unter vielen Tränen betete sie zum Herrn und gab ihm das folgende Versprechen: »Ach, Herr Zebaot, sieh das Elend deiner Magd an! Denk doch an mich und vergiss deine Magd nicht! Schenk deiner Magd einen Sohn! Dann will ich ihn dem Herrn überlassen sein ganzes Leben lang. Sein Haar soll niemals geschnitten werden.«
Ja, Hanna möchte ein Kind. Es bleibt ihre Priorität. Es werden aber zwei Dinge deutlich. Zum einen stellt sie klar: Gott, es liegt in deiner Hand. Gott, du bist es, der dort etwas bewirken kann. Es ist deine Entscheidung. Es gehört dir. Mein Leben, mein Weg, das was kommt, liegt in deiner Hand. Beschenke du mich. Mit Jesus im Zentrum werden all die Dinge, die uns wichtig sind, von ihm abhängig. Die Dinge werden von ihm geordnet. Er ist es, der die Dinge in der Hand hat. Meine Prioritäten und was ich in ihnen erreiche, hängen von ihm ab. Es gibt dort kein Auf- oder Absteigen von Jesus. Mal ist er wichtig und mal nicht, sondern er ist immer da. Von Jesus hängt mein Leben ab. Mein Leben kreist um ihn. Zum anderen wird deutlich, dass es ihr darum geht, die von Gott gegebene Aufgabe, zu erfüllen. Hanna möchte ein Kind. Sie möchte es aber nicht nur um ihretwillen. Sie verspricht Gott, dass ihr Kind ihm gehören wird. Sein Leben wird Gott gewidmet. Das bedeutete damals, dass sie ihr Kind sobald es möglich war, zu den Priestern in den Tempel brachte, damit es von ihnen großgezogen wird. Ein ganz wesentlichen Teil gab sie also in die Hand Gottes. Unsere Prioritäten, was wir tun, wird von der Aufgabe bestimmt, die Jesus uns gegeben hat, wenn er unser Zentrum ist. Was ist unsere Aufgabe? John Mark Comer beschreibt es in seinem Buch “Leben vom Meister lernen” sehr passend:
Wenn ein Lehrling schlicht jemand ist, dessen höchstes Ziel es ist, mit Jesus zusammen zu sein, um wie er zu werden und um so zu leben, wie Jesus leben würde, wenn er an seiner Stelle wäre, dann ist ein Nicht-Lehrling - egal ob er sich als Atheist, Anhänger einer anderen Religion oder auch als Christ bezeichnet - schlicht jemand, dessen höchstes Ziel im Leben irgendetwas anderes ist. - Leben vom Meister lernen. Practicing the Way: John Mark Comer
Wir sollen Lehrlinge Jesu sein. Wir sollen mit Jesus zusammen sein. Wir sollen werden wie er. Wir sollen leben wie er. Das soll unsere Prioritäten bestimmen. Wenn Jesus nicht nur eine Priorität auf unserer Liste ist, sondern das Zentrum, dann kann das Einfluss auf unser ganzes Leben nehmen und nicht nur auf eine einzelne Schublade in unserer Prioritätenliste. Dann werden all die Dinge, die wir wichtig finden, von Jesus und unserer Beziehung zu ihm geprägt.

Das Zentrum - Wie kann Jesus zum Zentrum meines Lebens sein?

Wie kann das aber passieren? Wie wird Jesus von einer Priorität zum Zentrum meines Lebens? Oder woher weiß ich, ob Jesus das Zentrum meines Lebens ist? John Mark Comer beschreibt das an einer anderen Stelle in seinem Buch, mit folgendem einfach aber genialen Satz:
Es geht darum ein Mensch zu sein, der nicht nur von Gott geliebt wird, sondern auch von der Liebe zu Gott erfüllt ist. - Leben vom Meister lernen. Practicing the Way: John Mark Comer
Wenn Jesus unser Zentrum ist, dann sind wir nicht nur von ihm geliebt, sondern wir sind von seiner Liebe erfüllt. Jesus wird unser Zentrum, wenn wir uns von seiner Liebe erfüllen lassen. Wie kann das gehen? Wir werden von Dingen gefüllt, indem wir uns Gedanken über sie machen. Wir werden von Dingen gefüllt, indem wir uns mit ihnen auseinandersetzen. Wir werden von Dingen gefüllt, indem wir sie Zeit mit ihnen verbringen. Wir werden von Dingen gefüllt, indem wir nach ihren Prinzipien handeln und passende Routinen entwickeln. Wir werden von Dingen gefüllt, indem sie eine Grundlage unseres Seins werden. Ein Beispiel war und ist bei mir gerade das Thema Kaffee. Ich habe seit Ende des letzten Jahres eine neue Kaffeemaschine. Es ist aber nicht einfach nur eine Kaffeemaschine, sondern wie man damit Kaffee macht, das ganze drum herum, ist eine Wissenschaft für sich. Ich muss meine Kaffeemaschine 25 Minuten vor dem Kaffeekochen anmachen, damit sie warm genug ist. Dann brauche ich genau 19g Kaffeebohnen, die ich vor dem Einfüllen in die Mühle mit dem richtigen Mahlgrad, der sich je nach Luftfeuchtigkeit und Alter der Bohne verändern kann, mit zwei Spritzern Wasser bestäube, damit sie in der Mühle nicht zu sehr erhitzen und das Kaffepulver nicht statisch wird und in der Mühle hängen bleibt. Danach spanne ich meinen Siebträger ein, nachdem ich mit genau 15kg Anpressdruck meinen Kaffee getampt habe. Danach sollte das 2 fache der Menge meines Kaffeemehls (40g) in der Tasse landen und das innerhalb von 30 Sekunden. Dieser Prozess hört sich jetzt sehr hochtrabend und herausfordernd an, aber da ich ihn 2-3 Mal am Tag mache, geht er mir ganz automatisch von der Hand. Ich denke da nicht mehr groß drüber nach, sondern ich weiß, warum ich diese Dinge tue, welches Ergebnis dabei herauskommt und ich kann erklären, warum ich es so mache und nicht anders. Mittlerweile ist das Kaffee machen eine Routine und ein Ruhepunkt im Chaos des Alltags für mich. Bevor ich zu diesem Punkt gekommen bin, habe ich aber unzählige Videos und Artikel gelesen, die mir diesen Prozess beschrieben haben und mir geholfen haben ihn zu optimieren, damit ich ein Kaffee-Conniosseur werden konnte. Wenn wir von der Liebe Gottes erfüllt sein wollen, wenn wir nicht nur geliebt werden wollen, sondern erleben wollen, wie diese Liebe Gottes unser Leben auf den Kopf stellen und veränder kann, dann müssen wir uns mit ihr auseinandersetzen. Dann müssen wir über sie nachdenken. Dann müssen wir Routinen entwickeln, durch die sie Teil unseres Lebens werden kann. Unsere Gedanken, unser Handeln, unsere Lebensperspektiven können nur von der Liebe Gottes erfüllt werden, wenn wir dieser Liebe Raum geben. Wenn wir in die Lehre Jesu gehen, Zeit mit ihm verbringen, ihm ähnlich werden, nach seinen Prinzipien handeln, dann werden wir von seiner Liebe erfüllt. Dann wird er unser Zentrum. Wenn wir das nicht tun, dann werden wir von ihm geliebt sein, aber unser Glaube wird mit der Zeit nebensächlich werden. Unser Glaube wird langweilig werden. Unser Glaube wird Wirkungslos werden. Wir brauchen die Erfüllung durch die Liebe Gottes, damit wir beten können wie Hanna. Damit wir wie Paulus sagen können: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Und es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, die Liebe Gottes Näher an das Zentrum unseres Lebens zu holen. Nämlich einfach indem wir Atmen. Das so gennante Herzensgebet ist eine Übung, die in einigen Klöstern eingeübt wird. Dabei geht es nur darum Ein- und Auszuatmen und dabei innerlich die Worte zu sagen: Sohn Gottes, erbarme dich meiner. Ich atme ein und spreche innerlich: Sohn Gottes. Ich atme aus und spreche innerlich: erbarme dich meiner. Es gibt Mönche, die seit mehr als 20 Jahren diese Worte bei jedem Atemzug innerlich sprechen. Jesus ist ihr Zentrum. Jesus kann unser Zentrum sein und werden. Natürlich ist das nicht die Lösung für alles, es kann aber ein erster Schritt sein.

Die Prägung - Inwiefern prägt das Zentrum meines Lebens meine Prioritäten?

Wenn wir Jesus in das Zentrum setzen und ihn nicht einfach als Nummer 1 haben, dann wird das unser Leben verändern. Mir wurde das neulich in einem Gespräch bewusst. Ich habe über meinen Glauben gesprochen und darüber wie Distanziert, Wirkungslos und auch langweilig ich Jesus erlebe. Ich habe das Gefühl, dass ich an einem Punkt in meinem Leben stehen geblieben bin, von dem aus es nicht mehr weiter ging. Meine Persönlichkeit wird der von Jesus nicht ähnlicher. Ich verbringe nicht mehr und gerne Zeit mit Gott. Ich erlebe keine Veränderung in meinem Umfeld und meiner Familie. Ich habe verstanden, dass das daran liegt, dass Jesus gerade nicht das Zentrum ist. Im Moment ist mein Zentrum, alle Menschen um mich herum zufrieden zu stellen. Ich möchte das es meiner Frau gut geht. Ich möchte das es meinen Kindern gut geht. Ich möchte, dass sich alle in der Gemeinde wohl fühlen. Dieses Zentrum beeinflusst den Weg, den ich gerade im Leben gehe. Dieses Zentrum beeinflusst die Wahrheiten, die ich glaube. Dieses Zentrum beeinflusst mein Leben. Meine Prioritäten werden davon bestimmt. Es geht nicht darum, beispielsweise in meiner Familie Momente des Gebets, der Stille, der Anbetung zu integrieren, damit wir auch als Familie immer mehr von der Liebe Gottes erfüllt werden, sondern es geht darum, dass ich alles dafür tue, dass Levi ausgeglichen ist. Ich tue alles dafür, dass meine Frau sich wohl fühlt. Ich tue alles dafür, dass Sofia einen guten Start in das Leben hat. Ich glaube, dass Jesus auch nichts dagegen hat, denn Jesus liegt meine Familie auch am Herzen, aber Jesus weiß auch, dass meine Grundlage dafür nicht meine Beziehung zu ihm ist. Die Grundlage dessen ist nicht: Jesus ist mein Zentrum, sondern ich möchte einfach nur Harmonie. Ich möchte einfach nur, dass es in meiner Familie ist, wie in allen Instagramfamilien. Was ich bei diesem Versuch aber immer wieder erlebe ist: Ich schaffe es nicht. Mein Zentrum führt zu Verzweiflung, weil ich kann es nicht allen recht machen. Weil ich einfach der bin, der ich bin und sich da nichts bewegt. Mit Jesus im Zentrum verändert sich etwas. Die Dinge, die mir wichtig sind, werden von seinem Weg geprägt. Ich werde die Dinge anders angehen und versuchen aus seiner Liebe heraus zu handeln. Die Dinge, die mir wichtig sind, werden von seinen Wahrheiten bestimmt. Ich setzte mich mit der Perspektive Jesu auf das Leben auseinander und treffe auf dessen Grundlage eine Entscheidung. Die Dinge, die mir wichtig sind, werden mit seiner Liebe gefüllt. Ich mache mich abhängig davon, dass seine Liebe mich prägt und werde bewusst Momente schaffen, in denen ich dieser Liebe begegnen kann. Vielleicht muss man auch ersteinmal an diesen Punkt kommen, um das zu verstehen und zu begreifen. Vielleicht muss man wie Hanna an den Punkt der Verzweiflung kommen, um sagen zu können: Jesus, ich verstehe, dass es nicht von mir abhängt. Ich verstehe, dass es dich im Zentrum braucht, damit ich mein Leben anders leben kann. Vielleicht kann dann erst wahrwerden, was Jesus über sich selbst sagt:
Johannes 14,6 BB
Jesus antwortete: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Es gibt keinen anderen Weg zum Vater als mich.
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