Jesus ist DER Hohepriester und DAS Lamm | Karfreitag 2025
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· 12 viewsJesus wird im AT vorschattiert dargestellt: In den Opfern und im Priestertum sehen wir das Sinnbild von dem EINEN der kommen soll, das Lamm Gottes und der ewige Hohepriester. Ihm gilt es zu glauben und darin findet der Gläubige unendlichen Trost.
Notes
Transcript
Einleitung
Einleitung
1. Der eine seltsame Satz
1. Der eine seltsame Satz
In der Textlesung aus Markus Kapitel 15 haben wir in all den grausamen Ereignissen der Kreuzigung einen Satz gelesen, der irgenwie seltsam hineingepresst erscheint:
Während Jesus die letzten seiner 7 Worte vom Kreuz ausschreit und stirbt liest sich der Satz:
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38 Und der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei.
Diese Information lässt sich auch im Lukas und Matthäusevangelium finden. Alle berichten von dem Vorhang im Tempel und wie er in 2 Teile riss, während Jesus verschied.
Es ist ein eigenständiger Satz, ohne große Adjektive und Emotionen - ein Satz wie er in jedem anderen Geschichtsbuch zu finden sein könnte.
Was sollen wir im 21. Jhd mit so einem Satz anfangen? Wir gehen nicht mehr in irgendwelche Tempel außer als Museumsbesuch.
Was soll ich mit einem Tempel und was soll ich mit einem Vorhang?
Der Satz scheint irrelevant zu sein für uns heute.
Das dieser Satz aber einer der wichtigsten Sätze deines Lebens ist, egal wer du bist und was du glaubst - das werde ich dir heute versuchen verständlich zu vermitteln.
Hauptteil
Hauptteil
2. Der Mensch - Getrennt von Gott
2. Der Mensch - Getrennt von Gott
2.1 Das Böse IN uns
2.1 Das Böse IN uns
Wenn wir auf die Geschichte der Menschheit zurückblicken, sehen wir viele Kriege und Ungerechtigkeiten.
Wenn wir in unsere Gegenwart blicken, sehen wir das Gleiche.
Kriege, Machtmenschen, Hass, Neid, Feindschaft, Schuld, und der Gleichen.
Dabei sehnt der Mensch sich doch nach Frieden, Annahme, Ruhe und Glück.
Ich muss dich nicht gut kennen, um diese Sehnsucht in dir zu sehen.
Wir Menschen haben den Wunsch nach Gutem, aber wir sehen das Böse um uns.
Wenn ich über Gott rede ist eines der meist gestellten Fragen folgende:
“Wenn es diesen guten Gott wirklich geben würde, von dem du redest - wieso hat Er das Böse nicht einfach sofort vernichtet als es das erste Mal aufkam?”
Berechtigte Frage.
Aber mit dieser Frage hast du eines nicht bedacht:
Nächste Folie
Schlüsselsatz 1:
“Das Böse, das UM uns ist, ist auch das Böse, das IN uns ist.”
Daher, wenn Gott das Böse einfach vernichten soll, würde er auch dich und mich töten müssen.
Wenn du ehrlich mit dir selbst bist, und du mal mit einem Mikroskop in deine Seele blickst - diese Schuld, diese falschen Wünsche, diese liebe zu den Dingen wo du weißt, dass sie dir eigentlich schaden - siehst du das nicht? - und wenn ja, was machst du damit?
Das Böse, das auch IN uns ist - zeigt, dass wir ein Grundlegendes Problem mit Gott, dem Schöpfer, haben - denn Gott hasst das Böse, er ist NUR Gut und er wird das Böse eines Tages komplett vernichten.
Die Geschichte der Bibel zeigt aber eine erstaunliche andere Lösung. Sie zeigt einen Weg, wie Gott das Böse, die Sünde, den Tod besiegt ohne uns Menschen vernichten zu müssen.
3. Der Weg - Opfer und Sühne
3. Der Weg - Opfer und Sühne
Diese Lösung ist verbunden mit zwei Wörtern: Opfer und Sühne.
Es ist ein grundlegendes Prinzip, das sich durch die ganze Bibel zieht und immer sichtbarer wird, je weiter man blättert.
Es ist Gottes EINZIGER Weg als Lösung für die Menschen.
Es ist das Prinzip von Opfer und Sühne, von Lamm und Priester.
3.1 Wie alles begann
3.1 Wie alles begann
Es begang mit der Auflehnung der ersten Menschen gegen Gott - schon früh nach der Schöpfung der so guten Welt. Ab dem ersten Buch der Bibel.
Die Bibel sagt, dass der Lohn der Sünde der Tod ist (Röm 6,23) und Gott warnte die ersten Menschen vor diesem Weg (Gen 2,17).
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… denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!
Die ersten Menschen ignorierten die Warnung, sie rebellierten gegen den immer guten Gott und so musste der gerechte und gute Gott seiner Warnung nachgehen und der Sterbeprozess begann - die Beziehung zu Gott veränderte sich, Angst und Schrecken kam, die Flüche durch die Sünde die die Schöpfung veränderten - aber die Menschen starben nicht sofort.
Gott vernichtete sie nicht auf der Stelle.
Wieso?
Schon damals hat Gott den ersten Menschen gezeigt, dass er einen Plan hat, trotz dieser menschengemachten Tragödie.
Wie?
Mit dem Versprechen, dass Gott eines Tages einen besonderen Menschen hervorkommen lassen wird, der das Böse für immer besiegen wird. (Gen 3,15)
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15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
2. Es war Gott selbst der den Menschen Kleider aus Fell machte und sie bekleidete (Gen 3,21).
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21 Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.
Das impliziert eine Opferung - das erste Opfer, das die Böse Tat der Menschen zudeckte und stellvertretend wirkte wurde von Gott geopfert.
Von Anfang an zeigte sich das Schema: Es ist allein Gottes Weg. Es ist der einzige Weg. Es ist ein Stellvertreter-Weg. Es ist kein Weg ohne Opfer möglich. Es ist ein blutiger Weg. Es muss letztendlich von Gott selbst her gemacht werden.
Von da an erzählt die Bibel die Geschichte von Opfer, Sühne und dem Kampf gegen das Böse:
Abel,
Noah,
Hiob, Abraham, Isaak, Jakob
- sie alle brachten als Familienpriester blutige Opfer dar - im Vertrauen auf Gott, dass dieser Eine kommen wird, der das Böse In und Um sie für immer besiegen wird.
3.2 Das Passahlamm
3.2 Das Passahlamm
Aus dieser Familie entstand ein Volk das Gott sich erwählte durch das eines Tages dieser Eine kommen sollte.
Das Volk geriet in Gefangenschaft und wurde versklavt in Ägypten.
Der Pharao weigerte sich hartnäckig sie freizulassen - Plage für Plage aber er blieb stur.
Aber mit der letzten Plage änderte sich das:
Mose kündigte ein Gericht Gottes an: Alle Erstgeburt wird im Land Ägypten sterben - dann wird der Pharao sie ziehen lassen in die Freiheit.
Zum Volk Israel spricht Gott auch und bietet ihnen einen Ausweg, damit ihre erstgeborenen Söhne nicht sterben sollen.
Aber auch da gab es nur einen Weg und eine genaue Vorschrift wie sie das erleben durften: (Exodus 12,3-11).
Ein fehlerloses Lamm muss geschlachtet werden, das Blut an die Türpfosten des eigenen Hauses gestrichen werden, es muss gegessen werden, es darf ihm kein Knochen gebrochen werden und weitere vorschriften.
Alle die genau dies taten, und in dem Schutz der Blutbemahlten Türpfosten die Nacht verbrachten erlebten ein großes Wunder und eine große Befreiung.
Die Zeit reicht nicht, um das im Detail zu betrachten aber eins wird hier wieder klar:
Die Befreiung vom Gericht ist allein nach Gottes Plan möglich. Es gab nur diesen Weg. Es gab nur das unschuldige Lamm, nur der Weg durch das Opfer und das Blut machte es möglich. Sie mussten dem Gehorsam sein, um die Befreiung zu erleben.
Sie alle brachten das blutige Opfer dar und verzerrten es - im Vertrauen auf Gott, dass dieser Eine kommen wird, der das Böse In und Um sie für immer besiegen wird.
3.3 Das Opfersystem
3.3 Das Opfersystem
Nach der Befreiung aus der ägyptischen Gefangenschaft kam das Volk, geleitet von Gott durch Mose an den Berg Sinai.
Sie bekamen das Gesetz und in diesem Gesetz wurde das Opfersystem genau umrissen.
Gott, der immer Gute und Heilige zeltere und lebte mitten unter ihnen in einer Stiftshütte - damit er bei Ihnen wohnen konnte brauchte es das Opfersystem:
Der Sünder führte das Opfer vor den Eingang.
Der Sünder legte seine Hand auf den Kopf des unschuldigen Opfertiers
Das zeigt die Übertragung der Sünde auf das Opfer
Der Sünder selbst musste das Tier schlachten. Das Blut ließ man ausfließen.
Das Zeigt, dass auf Sünde der Tod folgt - Stellvertretend
Dann die Sache des Priesters: Ein Priester ist ein Vermittler zwischen Gott und seinem Volk - Es gab genaue Vorschriften wer ein Priester sein durfte und wer nicht.
Nach dem Schlachten begann der Priester. Er nahm das Blut, strich und besprengte es auf die Hörner des Altars.
Das Zeigt als Beweis vor Gott und Mensch, dass ein Leben geopfert wurde und die Schuld zugedeckt ist.
Zuletzt musste der Priester das Fett auf dem Altar verbrennen.
Würde auch nur ein Schritt übersprungen oder nicht ordentlich durchgeführt, wäre das Opfer vor Gott ungültig - es ging nur nach Gottes Weise.
3.4 Der Versöhnungstag
3.4 Der Versöhnungstag
Der Hohepriester war verantwortlich für das Darbringen von Opfern, insbesondere am Versöhnungstag (Jom Kippur).
Nur Er durfte das Allerheiligste (Gottes Gegenwart) in der Sitftshütte betreten, und das auch nur einmal im Jahr am Versöhnungstag.
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2 Und der Herr sprach zu Mose: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu allen Zeiten in das Heiligtum hineingehen soll, hinter den Vorhang, vor den Sühnedeckel, der auf der Lade ist, damit er nicht stirbt; denn ich will auf dem Sühnedeckel in einer Wolke erscheinen.
Dort sprengte er das Blut des Opfers auf den Gnadenstuhl, um die Sünden des Volkes zu sühnen (3. Mose 16:2-34).
Er war vermittler zwischen Gott und dem Volk Israel. Er trat vor Gott, um für die Sünden des Volkes zu bitten und Gottes Segen zu erbitten (2. Mose 28:29-30)
Hierdurch „heiligte“ Er das Volk (bereinigte es vom Bösen) und machte es geeignet für den Zugang in die Gegenwart Gottes.
so what? - wofür der ganze Exkurs ins Alte Testament? Was soll das alles bedeuten?
4. Das Sinnbild - Stellvertretung und Vermittlung
4. Das Sinnbild - Stellvertretung und Vermittlung
Das Blut des Lammes und die Besprengung durch den Priester steht für etwas tieferes:
Das Blut des Tieres steht für das Leben.
Die Besprengung durch den Priester steht für Reinigung.
Der Vorhang im Tempel steht für die ewige Trennung zwischen Mensch und Gott.
Der Mensch braucht eine Stellvertretung, was die Strafe angeht.
Der Mensch braucht eine Reinigung, was das böse Gewissen angeht.
Der Mensch braucht jemanden, der den Vorhang zerreist.
Um das Böse zu besiegen ohne uns Menschen auszulöschen braucht es ein stellvertretendes Opfer und reinigendes Blut - das ein für alle mal gilt.
Nächste Folie
Schlüsselsatz 2:
“Das Opfer und der Priester deuten auf DEN Einen hin, der das Böse besiegen wird und sie deuten darauf WIE dieser Eine das Böse besiegen wird.”
Und mit diesem Blick hätten die Juden auf das Opfersystem blicken sollen, aber es kam anders:
4.1 Tote religiöse Praxis
4.1 Tote religiöse Praxis
Die Jahrhunderte vergingen und der Fokus änderte sich:
Sie opferten - aber nicht mit Glauben an den Einen
Sie opferten - als Religiöse praxis um selber Gunst vor Gott zu bekommen
Sie opferten - ohne eine innere Veränderung zu erleben
Zur Zeit des Propheten Jesaja spricht Gott folgendes über sein Volk:
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11 Was soll mir die Menge eurer Schlachtopfer?, spricht der Herr. Ich bin der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber überdrüssig, und am Blut der Jungstiere, Lämmer und Böcke habe ich kein Gefallen! ...
Nächste Folie
15 und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, höre ich doch nicht, denn eure Hände sind voll Blut!
Also, warum das Alles? Warum dieses System, warum die Priester? Warum all die Opfer, wenn es eh keine echte Veränderung bringt?
Der Tod eines Tieres kann ja nicht wirklich stellvertretend wirken - es ist ein Tier - wir sind Menschen.
Das Blut eines Tieres kann ja nicht wirklich reinigen - es ist das Blut eines Tieres - wir sind Menschen.
Warum ordnet Gott das so sehr? Warum will er, dass sein Volk das tut?
Und vor allem - wie soll das alles das Böse vollkommen vernichten? Die Welt könnte die Schlachtopfer doch gar nicht zählen die wir bräuchten!
4.2 Etwas tieferes
4.2 Etwas tieferes
Es wird deutlich, dass es um etwas tieferes geht
Es wird deutlich, dass dieser EINE kommen wird, auf den das alles hinweist.
Die Opfer, die Priester, die Stiftshütte bzw. der Tempel, der Hohepriester, das Königtum - das ganze Gesetz - das ganze alte Testament ist voll von Personen, Dingen und Ereignissen die auf den Einen hinweisen, der kommen soll und das alles erfüllen soll.
Es sind alles Sinnbilder für das Wirkliche.
Bis jetzt haben wir gesehen:
Dieser Jemand muss ohne Fehler sein - wie das Opferlamm
Aber er muss ein Mensch ohne dem Bösen in Ihm sein, damit es wirklich stellvertretend wirkt.
2. Dieser Jemand muss selbst in der Lage sein, sein eigenes Oferblut stellvertretend für andere vor Gott zu bringen - wie der Hohe Priester.
Aber er muss Gott sein, damit es wirklich für immer und für jeden zu jeder Zeit wirkt.
Dieser Jemand muss genau den Kriterien entsprechen, die gelten, um echte Sühne zu schaffen - um echte Versöhnung mit Gott zu schaffen.
Dieser Eine muss eine Errettung schaffen die letztendlich das Böse für immer besiegen wird, ohne diejenigen zu vernichten, die an Ihn glauben.
Nur dann würde es echte Wiederherstellung geben, echtes ewiges Leben, echte Versöhnung mit Gott.
4 Fragen bleiben im Alten Testament offen:
Wer ist dieser Eine?
Wann ist/wird es geschehen?
Wie könnte das geschehen?
Wer darf das für sich beanspruchen?
Die Antwort darauf liefert das neue Testament:
5. Die Erfüllung - in Jesus Christus
5. Die Erfüllung - in Jesus Christus
Dieser eine auf den das Lamm und der Hohepriester deutet - dieser ist niemand anderes als Jesus.
5.1 Das Selbstverständnis
5.1 Das Selbstverständnis
Das Neue Testament berichtet uns von Jesus aus Nazareth.
Er ist anders als alle anderen Säuglinge - von einer Jungfrau geboren - ohne das Erbe des Bösen, von göttlicher Natur, ganz Mensch und ganz Gott zugleich.
Er wächst auf, gewinnt an Weisheit, wird stark im Geist und nennt Gott seinen Vater und den Tempel das Haus seines Vaters.
Ein großer Prophet, Johannes der Täufer - sieht ihn das erste mal als er etwa 30 Jahre alt war und ruft laut:
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29 ... Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!
Dieser Mensch - Jesus - ist identifiziert als Lamm von Gott - als Opfergabe Gottes für die Welt.
Er lebte ein Leben ohne Fehler, ohne das Gesetz Gottes zu brechen, ohne zu sündigen.
Und Jesus selber sagte an einer Stelle:
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45 Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.
Hier sagt Jesus, dass er kam um sich selbst hinzugeben um viele von ihrer Schuld zu erlösen - das bedeutet, er ist in der Lage sich selbst zu geben - er ist der Hohepriester und das Lamm zugleich - so hat er sich selbst gesehen.
5.2 Dort am Kreuz
5.2 Dort am Kreuz
Er hatte alle Macht der Welt, dass ihm niemand auch nur ein Haar krümmen könnte - aber er gab sein Leben freiwillig.
Er wurde für 30 Silberstücke verraten von einem engen Freund.
Ihm wurden vor Gericht falsche Dinge vorgeworfen.
Er wurde geschlagen und angespuckt.
Er schwieg bis zum Ende wie ein Lamm, dass zur Schlachtbank geht.
Er wurde von seinen eigenen Leuten, den Juden, abgelehnt und ohne Grund gehasst.
Er wurde verspottet und beleidigt.
Er wurde ausgepeitscht.
Ein Mann, den man wegen der Striemen auf seinem Gesicht und des zerfetzten Fleisches auf Brust und Rücken nicht mehr erkennt.
Er wurde brutal hingerichtet.
Die beiden Menschen neben ihm sind keine liebenden Eltern, sondern gewöhnliche Verbrecher;
Seine engsten Freunde haben ihn im Stich gelassen, verleugnet oder verraten.
Seine Feinde haben ihn verspottet und gedemütigt.
Die Regierung hat ihn entkleidet, gefoltert und gekreuzigt.
Und der Zorn Gottes über all unsere Lügen, unsere Begierden, unser Stolz, unser Neid und unsere Gier wird über Ihn ausgegossen und zerbricht die Gemeinschaft der Liebe mit dem Vater und dem Geist, die er seit Anbeginn der Welt erfahren und genossen hat.
Er wurde dort zum Fluch, ihn traf das Böse IN und UM uns, er starb an unserer Stelle, sein Blut floss das Kreuz herunter.
Der Himmel verfinsterte sich am hellichten Tage.
Und mit dem letzten Satz schrie Jesus:
“Es ist vollbracht” - tetelestai (Joh 19,30)
5.3 Zurück zum seltsamen Satz
5.3 Zurück zum seltsamen Satz
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38 Und der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei.
Jetzt scheint dieser zuerst seltsame Satz gar nicht mehr so seltsam, oder?
In Jesus sehen wir das fehlerlose, unschuldige Lamm
In Jesus sehen wir den ewigen, würdigen Hohepriester
Dort am Kreuz verrichtet er sein Opfer und verschüttet sein Blut.
Er ist das menschliche Opfer und Er ist der göttliche Hohepriester.
Ein einziger und einmaliger Opferdienst reicht, und der Vorhang im Tempel reißt.
Nicht weil irgendwelche Menschen sich die Mühe gemacht hätten, einen handflächen-dicken, 9x18 meter großen Vorhang zu zerreisen, geschweige denn es von oben nach unten zu versuchen.
Er riss, weil Gott, der Vater ihn zerriss.
Er zerriss ihn um zu zeigen, dass Er zufrieden mit diesem Opfer ist.
Gott zerriss den Vorhang, um zu zeigen, dass er mit der Bezahlung, die Jesus für die Sünde/das Böse geleistet hatte, vollkommen zufrieden war.
Der Weg zu einem Leben mit Gott ist möglich gemacht.
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Schlüsselsatz 3:
Das Böse, das IN UNS ist wurde auf Ihn gelegt, damit das Gute, das IN IHM ist auf uns gelegt werden kann.
So sagt die heilige Schrift im Hebräerbrief:
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… Tatsache jedoch ist, dass er nur einmal in die Welt kam – jetzt, am Ende der Zeiten –, um uns durch das Opfer seines eigenen Leibes von der Sünde zu befreien.
Daher erfüllte Jesus alle Erwartungen, die zuvor angekündigt worden waren, nicht nur in den Opfern des Alten Testaments, sondern auch im Leben und in den Handlungen der Priester, die sie darbrachten:
Mit einem Unterschied:
da er ein Opfer dargebracht hat, das die Notwendigkeit für alle weiteren Opfer ein für alle Mal beendet hat.
Schluss
Schluss
6. Die Anwendung
6. Die Anwendung
6.1 Die Bedingung für Teilhabe
6.1 Die Bedingung für Teilhabe
Zum Schluss die letzte Frage, die offen bleibt:
Wer darf das für sich beanspruchen?
Ich könnte jetzt viel dazu sagen aber ich will Jesus selbst sprechen lassen:
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16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.
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17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
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18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.
Das Angebot gilt für jeden, aber es tritt nur für diejenigen in Kraft, die daran glauben.
Das Vertrauen muss auf Gott gerichtet sein und sein Werk am Kreuz.
Gott hat versprochen, dass alle, die mit ihm über ihre Sündhaftigkeit/Boshaftigkeit übereinstimmen und nur auf Jesus und seine Bezahlung für ihre Sünden vertrauen, von Gott vollständig angenommen werden.
Diejenigen, die glauben, werden niemals Gottes Gericht und Strafe erleiden müssen.
Vertraue auf Ihn und sein Werk und du wirst gerettet werden.
Das ist die Bedingung.
Es gibt nur diesen einen Weg. Gottes Weg von Opfer und Sühne.
Praktisch bedeutet es, dass du das jetzt in dem hören vom Wort Gottes für dich annimmst, mit deinen Sünden und deinem Bösen jetzt zu Gott kommst und ihn darum bittest dir auf Grundlage des Blutes Jesu Christi zu vergeben und das böse Herz zu entfernen, damit er dir ein neues geben kann.
Wenn du nicht weist wie genau das geht, oder wenn du dir nicht sicher bist ob du schon zu denjenigen zählst die dazu gehören oder nicht, dann … “Einladung” ...
6.2 Die Ermutigung für alle die Teil haben
6.2 Die Ermutigung für alle die Teil haben
Für alle, die dies bereits getan haben, gilt folgendes:
Jesu’ Dienst als Hohepriester hört niemals auf.
Jetzt gerade in diesem Zeitpunkt haben wir DEN Hohepriester Jesus Christus, der in das himmlische echte Allerheiligste eingegangen ist, nähmlich in die wahrhaftige Gegenwart Gottes - das bedeutet wir haben ewigen Zugang zu Gott durch Christus - ohne Furcht, denn unser inneres wurde rein gewaschen.
Und noch etwas gilt:
Jetzt gerade in diesem Zeitpunkt haben wir den Hohepriester Jesus Christus, der sich für uns eintritt:
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34 Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt!
Nächste Folie
25 Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.
Das ist ein großer Trost.
Amen.
