Was Jesus uns am Kreuz sagt (Lukas 23,33-49)

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Während den sechs Stunden, die Jesus Christus am Kreuz hing, berichtet uns die Schrift von sieben Aussagen, die Jesus in dieser Zeit machte. Sieben Aussagen inmitten des allergrößten Ereignisses der Weltgeschichte. Sieben Aussagen inmitten des allergrößten Leidens, bei dem jede Aussage noch zusätzlich Kraft und Schmerz gekostet hat. Sieben Aussagen, die für die Menschen beim Kreuz von höchster Bedeutung waren. Sieben Aussagen, die auch für uns heute noch von höchster Bedeutung sind.

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Was Jesus uns am Kreuz sagt (Lukas 23,33-49) - Karfreitag: ein Tag der Trauer o Bedeutung (althochdeutsch kara): Klage, Kummer, Trauer ("stiller Freitag") o Gesetz: Tanzverbot (Verbot von öffentl. Veranstaltungen, BL, €1500 Strafe) o Das Kreuz: das größte Leid eines Menschen // die größte Ungerechtigkeit (von Menschen) * Der gerechteste Mensch aller Zeiten bekommt die schrecklichste Strafe aller Zeiten (physisches Leiden) * Verurteilungsprozess durch und durch illegal (heimlich, falsche "Zeugen"...) o Und doch war das Gottes Plan! Petrus: "Ihn, der nach dem festgesetzten Ratschluss und nach der Vorsehung Gottes hingegeben wurde, habt ihr durch die Hände Gesetzloser festgenommen, ans Kreuz geschlagen und umgebracht." (Apg. 2,23) - Karfreitag: ein Tag der Freude! Trotz all dem Bösen, ein Grund zur Freude! --> Der Hauptgrund zur Freude! o Martin Luther: "Wer den stillen Freitag und den Ostertag nicht hat, hat keinen guten Tag im Jahr." o carus (lat.): lieb, gut, teuer o Martin Luther: "Guter Freitag" (Good Friday) o Warum gut? * Das Kreuz: die größte Liebe (von Gott) "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben." (Joh. 3,16) * Das Kreuz: die größte Gerechtigkeit (von Gott) "zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit; dass er gerecht ist und den rechtfertigt, der den Glauben Jesu hat." (Röm. 3,26) - Was hat die Kreuzigung uns heute noch zu sagen? - Am besten: Fragen wir Jesus selbst! - Was hat Jesus uns zu sagen? o 6 Stunden / 7 Worte am Kreuz * Die wichtigsten Worte von Jesus Christus (?) * Mittendrin im allergrößten Ereignis der Geschichte * Mittendrin in allem Leid (selbst als Jesus kaum atmen konnte) I. Ein Wort der Vergebung: (lesen: Luk. 23,33-34) "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Luk. 23,34) Jesu/Gottes Vergebung ist für die schlimmsten Sünder A. Für die vier Soldaten - teilten Jesu Kleider in 4 Teile, außer das Gewand (Joh. 19,23) B. Stellvertretend für alle Römer C. Stellvertretend auch für die Juden D. Stellvertretend auch für alle Welt E. Auch für dich! 1) Erkennst du deine Sünde? - Mel Gibson: Die Passion Jesu Christi (2004) - seine Hand nagelt Jesus ans Kreuz "Ich war es, der ihn an das Kreuz gehängt hat. Es waren meine Sünden" - Ich muss sagen: Es waren auch meine Sünden! Und es waren auch deine Sünden! - Jesus starb am Kreuz für deine Sünde! Ich schaue auf den Mann am Kreuz, kann meine Schuld dort sehen Und voll Beschämung sehe ich mich bei den Spöttern stehen Für meine Sünden hing er dort, sie brachten ihn ums Leben... (Wie tief muss Gottes Liebe sein) 2) Erkennst du die ungeheuerliche Größe deiner Sünde? --> Nein! "... denn sie wissen nicht, was sie tun!" - Die Soldaten haben bestimmt gewusst, dass es nicht richtig war, einen unschuldigen Menschen zu kreuzigen. - Aber es hat ihnen trotzdem nichts ausgemacht. Sie waren gleichgültig. - Sie waren sich nicht der ungeheuerlichen Größe ihre Sünde bewusst! - Sie wussten gar nicht, wen sie überhaupt wirklich dort kreuzigten! - Mit einer ähnlichen Gleichgültigkeit Jesus gegenüber lädst du dir heute gewaltige Sünde auf, die den Zorn Gottes verdient. - Aber: Jesus tritt vor Gott für dich ein, damit du Vergebung erfahren kannst! --> Jesus sagt dir heute: "Ich möchte dir Vergebung bringen!" - Aber wie? Was musst du tun, um Vergebung zu bekommen? II. Ein Wort der Errettung: (lesen: Luk. 23,35-43) "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein." (Luk. 23,43) Was hat der Verbrecher getan, um Vergebung/Errettung zu bekommen? A. Keine guten Werke! ... Weder davor noch danach! --> Keine gute Perspektive für das kommende Gericht Gottes!! "Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch im selben Gericht bist?" (40) B. Erkenntnis/Bekenntnis der eigenen Sünde (und Anerkennung der gerechten Strafe) "Und wir zwar zu Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind ..." (41a) --> Ich bin ein Sünder und verdiene Gottes Strafe! C. Erkenntnis/Bekenntnis der Gerechtigkeit und Heiligkeit Jesu "... dieser aber hat nichts Unrechtes getan." (41b) --> Wenn ich irgendwie noch errettet werden kann, dann nicht mein Tun, sondern Jesus! D. Glauben an und Vertrauen in die Person Jesu Christi "Und er sagte zu Jesus: ‚Herr, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst!'" (42) E. Jesu Antwort: "Und Jesus sagte zu ihm: ‚Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.'" (43) - Die Errettung ist ein Geschenk Gottes, das allein durch den Glauben empfangen wird! --> Jesus sagt dir heute: "Setze dein Vertrauen in mich! Ich möchte dich erretten!" III. Ein Wort über neue Beziehungen: "Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er lieb hatte, sagte er zu seiner Mutter: ‚Frau, sieh, das ist dein Sohn!' Danach sagte er zum Jünger: ‚Sieh, das ist deine Mutter!' Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich." (Joh. 19,26-27) Durch das Kreuz stellt Gott neue Beziehungen her (unter Menschen und zu Gott) A. Diejenigen, die an Jesus glauben, werden zu Gottes Kindern! "Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater gegeben, dass wir Gottes Kinder heißen sollen!" (1. Joh. 3,1) B. Geschwister im Glauben sind enger zu einander als leibliche Geschwister 1) Jesus hatte noch mindestens 6 leibliche Geschwister (Matt. 13) 2) Diese wären eigentlich für die Fürsorge von Maria verantwortlich gewesen... 3) Doch diese waren noch ungläubig (Joh. 7,5) - daher beauftragt Jesus Johannes C. Beziehungen, die enger sind als Familienbeziehungen: 1) Beziehungen untereinander in dieser Gemeinde, Hauskreisen...--> Wir sind eine Familie! 2) Beziehungen zu Glaubensgeschwistern aus anderen Gemeinden 3) Selbst Beziehungen zu Gläubigen aus anderen Ländern und Kulturen! (andere Sprache!) --> Jesus sagt dir heute: "Ich möchte, dass du in einer neuen Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen stehst!" IV. Ein Wort der Verlassenheit: "Und um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: ‚Eli, Eli, lama sabachtani?', das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?'" (Matt. 27,46) A. Für deine Errettung musste ein teurer Preis bezahlt werden! 1) Physische Qual (Ps. 22,15-19) 2) Auch den Spott der Menschen (Ps. 22,7-14) 3) Diese physischen Schmerzen hat Jesus schweigend erduldet "Als er gestraft und gemartert wurde, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank ge- führt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut." (Jes. 53,7) 4) Aber: Als Er von Gott verlassen war, dann "schrie Jesus mit lauter Stimme" (Ps. 22,2-3) B. Jesus ist von Gott verlassen!! (Können wir das verstehen??) - Jesus war immer noch Gottes geliebter Sohn, musste aber den Zorn Gottes ertragen! (Bsp.: Züchtigung meiner Kinder in Liebe, mit Schmerz verbunden...) - Seelische/geistliche Qual! (viel größer als alle physischen Schmerzen!) - Warum? --> Die Sünde trennt von Gott! (geistlicher Tod) --> Aber nur so konnten wir von der Sünde befreit werden! "Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud unsere Schmerzen auf sich. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist wegen unserer Schuld verwundet und wegen unserer Sünde zerschlagen worden. Die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden haben, und durch seine Wunden sind wir geheilt." (Jes. 53,4-5) "Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gottes Gerechtigkeit würden." (2. Kor. 5,21) --> Jesus sagt dir heute: "Ich wurde von Gott verlassen, damit du Gemeinschaft mit Gott haben kannst!" V. Ein Wort der Menschlichkeit: "Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, sagte er, damit die Schrift erfüllt würde: ‚Ich habe Durst!' Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf einen Ysopstängel und hielten es ihm an den Mund." (Joh. 19,28-29) A. Jesus, der Sohn Gottes, wurde wahrer Mensch - keine bloße Erscheinung als Mensch - kein "göttlicher Mensch" - Wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich! B. Er musste wahrer Mensch werden, um uns erretten zu können: Jesus musste ein perfektes, gehorsames Leben als Mensch leben, um als unser Stellvertreter die Strafe für unsere Sünde bezahlen zu können "Denn genau wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten." (Röm. 5,19) --> Jesus sagt dir heute: "Als wahrer Mensch habe ich das gerechte Leben gelebt, das du hättest leben sollen!" VI. Ein Wort des Sieges: "Als Jesus nun den Essig genommen hatte, sagte er: ‚Es ist vollbracht', neigte den Kopf und übergab den Geist." (Joh. 19,30) Was ist vollbracht? --> Sein Sühnetod, die Sühnung (vorausblickend: leiblicher Tod) ==> Blut vergossen für viele zur Vergebung der Sünden ==> Gottes Zorn u. Strafe für Sünde (geistl. Tod) Jesu Tod am Kreuz = ein Siegestod! Jesus hat am Kreuz alles getan, was für deine Errettung notwendig ist Ein Wort: tetelestai Kommerzielle Bedeutung: "Die Schuld ist vollkommen zurückgezahlt!" o Mit jeder Sünde laden wir uns Schuld bei Gott auf. o Wir können diese Schuld niemals zurückzahlen. o Jesus hat alle Schuld für uns bezahlt! Das Ziel Seiner Menschwerdung erreicht! --> Jesus sagt dir heute: "Durch meinen Sühnetod habe ich den Sieg für dich errungen!" VII. Ein Wort des Vertrauens: (Lu. 23,46) "Und Jesus rief mit lauter Stimme: ‚Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist!' Und als er das gesagt hatte, verschied er." (Lu. 23,46) A. Jesus konnte Seinem Vater vertrauen (Lu. 22,42) "Vater, wenn du willst, dann nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!" B. Durch den Glauben an Christus ist Gott auch unser Vater C. Gott ist ein liebender Vater, der vollkommen gut zu uns ist! "Wer ist unter euch Menschen, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gäbe? Oder, wenn er ihn um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gäbe? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!" (Matt. 7,9-11) D. Wir können Gott als unserem liebenden Vater vertrauen E. Diejenigen, die Jesus vertrauen, sind ewiglich sicher in Gottes Hand: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben; und sie werden niemals umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen." (Joh. 10,27-29) --> Jesus sagt dir heute: "Du kannst vollkommenes Vertrauen zu Gott als deinem Vater haben!" Freue dich! Karfreitag ist ein guter Tag! Am Kreuz will Jesus dir sagen: - Ich möchte dir Vergebung bringen! - Ich möchte dich erretten! - Ich möchte, dass du in einer neuen Beziehung zu Gott und den Menschen stehst! - Ich wurde von Gott verlassen, damit du Gemeinschaft mit Gott haben kannst! - Als wahrer Mensch habe ich das gerechte Leben gelebt, das du hättest leben sollen! - Durch meinen Sühnetod habe ich den Sieg für dich errungen! - Du kannst vollkommenes Vertrauen zu Gott als deinem Vater haben! Aber Jesus ist nicht mehr am Kreuz! --> Und daran erinnern wir uns besonders an Ostern und können unseren lebendigen Retter und Gott preisen! Gebet: Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut ... gemacht ... vor Gott ... gerecht und gut und bitten dich, wahr Mensch und Gott: Durch deine Wunden, Schmach und Spott erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Behüt uns auch vor Sünd und Schand ... und reich uns dein allmächtig Hand, dass wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein und schöpfen draus die Zuversicht, dass du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, dass wir ... durchs Kreuz ... ins Leben gehn.
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