Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung!

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Einleitung

1. Petrus 1,3–9 SLT
Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!
Ich bete für die Predigt.
Epheser 1,17–18 “Vater der Herrlichkeit, bewirke jetzt bitte durch deinen Geist Erkenntnis deiner selbst, erleuchtete Augen unseres Verständnisses, damit wir wissen, was die Hoffnung unserer Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit deines Erbes in den Heiligen ist,” Amen

Einführung - Empfänger des Briefes

Nachdem Jesus gekreuzigt, begraben und aus den Toten auferstanden ist, erschien er vielen Augenzeugen. Zuerst begenete er Maria Magdalena, dann den Frauen, die von dem Grab mit der Botschaft des Engels zurückkehrten, danach Petrus (dem Verfasser unseres heutigen Predigttextes), den Jüngern die nach Emmaus gingen, den 12 Jünger - erst ohne Thomas, dann mit Thomas, dann sieben Jüngern am See von Galiläa, den Aposteln und mehr als 500 Menschen auf einmal und noch weiteren.
Der Glaube an den gekreuzuigten und Auferstandenen Jesus von Nazaret breitete sich rasant aus. Aber Im Laufe der Jahrzente nach Entstehung der Gemeinde wurden die Christen immer mehr bedrängt, sodass sie sich in große Teile Kleinansiens verstreuten - unter anderem in den römischen Provinzen: Pontus, Galatien, Kappadozien, Asia und Bithynien (V1). Und weil die Christen in diesen schwierigen Zeiten der Verfolgung Ermahnung und Ermutigung nötig hatten, schrieb Petrus ihnen ca 30 Jahre nach der Auferstehung unseres Herrn mithilfe von Silvanus seinen ersten Brief. Dieser Brief betont die zentrale Rolle der Hoffnung im Leben von uns Christen. Und diese Hoffnung basiert auf nichts Geringerem als die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. Und diese Hoffnung gibt uns Kraft und die richtige Perspektive für unser ganzes Glaubensleben, bis wir das Ziel unseres Glaubens erreicht haben.

Predigtgliederung

Der Titel der heutigen Osterpredigt ist:
durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung
Im ersten Punkt werden wir sehen, worauf deine Hoffnung gründet.
Im zweiten: worauf du in der Zukunft hoffst.
Und im Dritten: Inwiefern sich diese Hoffnung auf die Gegenwart auswirkt.
Die Grundlage deiner Hoffnung. 2. Die Zukunft deiner Hoffnung. 3. Die Gegenwart deiner Hoffnung.

1. Die Grundlage deiner Hoffnung - V3

Mit welcher Perspektive lebst du? Wenn Menschen, die dir Nahestehende deine Lebenshaltung beurteilen würden: würden sie sagen, du bist ein Mensch, der mit Freude und Hoffnung lebt? Wenn ja, was ist dann die Grundlage deiner Hoffnung?

1.1 Aufgrund der Barmherzigkeit Gottes

Wir haben in Vers 3 gelesen:
1. Petrus 1,3 SLT
Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten,
Wir lesen hier, dass Gott uns aufgrund seiner GROßEN Barmherzigkeit wiedergeboren hat. Hoffnung beginnt damit, dass Gott der Vater barmherzig ist. Wir hörten am Freitag davon, dass Jesus selbst als er am Kreuz hing barmherzig war. Der Sohn ist barmherzig wie es der Vater auch ist. Gott, der Vater hat den hoffnungslosen Zustand von uns Menschen gesehen und hatte Mitleid mit uns. Er sah, dass wir wie Schafe in die Irre gingen 1 Petr 2,25, dass wir uns in sündigem Schlamm suhlten in einem ausschweifendem Leben, voller Begierden ,Süchten, sündige Belustigungen und Götzendienst (nachzulesen in 1 Petr 4,3-4). Und dazu kommt auch noch, dass wir versuchten unser Schuldproblem mit eigenen “guten Taten” aufzuwerten, weil irgendjemand gesagt hat, so und so kannst du Gott gefallen 1 Petr 1,18-19. Wir Menschen waren hoffnungslos verloren.

1.2 Wiedergeboren

Und das schlimmste dabei ist, dass du ohne Gottes Eingreifen deinen Zustand gar nicht richtig verstehst. Und selbst wenn du ansatzweise verstehst, dass du dich selbst zugrunde richtest und ein Problem mit Gott hast, kannst du nicht einfach zur Errettung glauben. Du warst geistlich tod. Komplett unempfänglich für die Wahrheit. Um an das Evangelium zu glauben, musstest du zuerst wiedergeboren werden 1 Joh 5,1. Und auf welcher Grundlage hat Gott uns Gläubige wiedergeboren? In 1 Petr 1,2 lesen wir : die auserwählt sind gemäß der Vorsehung Gottes, des Vaters. Die Wiedergeburt ist Gottes souveränes Werk, weil er sich vor Erschaffung der Welt dazu entschieden hat dir NEUES LEBEN zu geben.
Petrus verwendet in seinem Brief häufig Begriffe wie: lebendig, bleibend oder unvergänglich. Dazu lesen wir...
1. Petrus 1,23–25 SLT
denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.« Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.
Bei der Wiedergeburt schuf Gott in dir neues LEBEN. Er schuf es durch sein lebendiges Wort, welches das Evangelium von Jesus ist. Er schuf durch sein Wort in dir neues ewiges Leben.
Und hier haben wir auch den Zusammenhang zwischen der Auferstehung Jesu und der Wiedergeburt.
So wie Gott der Vater Jesus aus den Toten auferweckte, so hat auch Gott geistlich lebendig gemacht. uEr hat uns wiedergeboren. (Joh 3).

1.3 Durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten

Petrus schreibt weiter, dass Gott uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.
Was ist Hoffnung? Hoffnung ist eine positive Erwartung. Wenn du in eine Person oder etwas dein Vertrauen oder deine Zuversicht setzt. Es ist Optimismus. In 1. Petrus 1,21 schreibt Petrus, dass unsere Hoffnung auf Gott gerichtet sein soll. Kein naiver Optimismus, sondern eine vertrauensvolle Erwartung auf Gott, dass er alle seine Verheißungen erfüllen wird.
Einen Vorschatten von dieser Hoffnung auf die Auferstehung gab es im Alten auch Testament schon.
Beispielsweise noch bevor es Israel das Volk Gottes gab, sagte Hiob schon in Hiob 19,25
Ijob 19,25 SLT
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.
Und einige hundert Jahre später sagte Gott durch den Propheten Hosea sogar die Auferstehung der Gläubigen voraus, die durch Jesu Auferstehung erst möglich geworden ist. Das wird in 1 Kor 15 bestätigt.
Hosea 13,14 SLT
Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreichs, vom Tod will ich sie loskaufen. Tod, wo ist dein Verderben? Totenreich, wo ist dein Sieg?
Nun die Verheißung, dass Jesus leiden, sterben und auferstehen wird, hat Gott zuverlässig erfüllt.
Weiter nennt Petrus hier kurz eine Tatsache, die aber sehr wichtig ist. Jesus ist aus den Toten auferstanden. Er war nicht scheintot, mit einem kaum wahrnehmbaren Puls, so dass er am dritten Tag wieder aus seinem Koma wieder aufgewacht ist. Nein Jesus war wirklich Tod. So tot, dass ein Soldat ihn durchstochen hat um es zu überprüfen. Und die Anzeichen waren klar: es floss Blut und Wasser heraus. Als sein Körper tot war ging er dann in seinem lebenden Geist zu den dämonischen Geistern, die in ihrem Gefängnis/ Abrund gefangen sind und hat ihnen seinen Sieg verkündet 1 Petr 3,18-20. Sein Geist war in dieser Zeit nicht in dem Körper. Er war wirklich tot. Aber am dritten Tag, ist Jesus auferstanden. Und daher haben wir diese lebendige Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.
William Mc Donals schreibt sehr eindrücklich über diese lebendige der Hoffnung:
In der Auferstehung Christi zeigte Gott, dass er am Opfertod seines Sohnes völliges Wohlgefallen gefunden hat. Die Auferstehung ist das »Amen« Gottes zum Ruf unseres Herrn: »Es ist vollbracht!« Auch ist die Auferstehung das Unterpfand dafür, dass alle, die in Christus sterben, aus den Toten auferweckt werden. Dies ist unsere »lebendige Hoffnung« – die Erwartung, in den Himmel aufgenommen zu werden, um dort für immer bei Christus und ihm gleich zu sein. Die »lebendige Hoffnung« ist das »Bindeglied zwischen unserer Gegenwart und der Zukunft.
Und damit kommen wir zum 2. Punkt...

2. Die Zukunft deiner Hoffnung

1. Petrus 1,3–4 SLT
Der Vater hat uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns,
Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf ein sicheres Erbe.

2.1 Hoffnung auf ein sicheres Erbe (V4)

Diejenigen, die das Wort Gottes annehmen und an Jesus glauben sind Kinder Gottes (Gal 3,23). Sie werden in die Familie Gottes adoptiert. Und wer ein Kind Gottes ist, der ist auch berechtigt das Erbe zu empfangen (Gal 4,5-7).
Hört mal was wir erben werden:
wir werden die Verheißungen erben Heb 6,11
alle geistlichen Segnungen in Christus (Eph 1)
Unverweslichkeit. Wenn Jesus wiederkommt und alle verstorbenen Gläubigen auferstehen, werden wir Unverweslichkeit erben 1 Kor 15,50-53
das Reich Gottes (Mk 10,17)
die himmlische Stadt (Offb 21,7)
ewiges Leben, Gerechtigkeit, Freude, Frieden, Vollkommenheit, Gottes Gegenwart, die Gemeinschaft mit Christus, den Lohn für unser Wirken im Glauben usw.
Das ist ein ziemlich großartiges Erbe.
Und hier in 1 Petr 1,4 legt Petrus die Betonung auf die Beschaffenheit dieses Erbes. 3 Eigenschaften: Es ist unvergänglich, unbefleckt und unverwelklich.
Vor kurzem erzählte mir ein Bekannter, dass er in Gold investiert, da es ja eine sehr sichere Anlage ist. Das tut er vor allem für die Zukunft seiner Kinder. Und ich fragte ihn, wo er das Gold denn lagert. Zu meiner Verwunderung hat er es mir tatsächlich verratten. Naja allein diese Tatsache macht seine Anlage schon relativ unsicher.
Der Aufbewahrungsort unseres Erbes ist im Himmel, bei Gott selbst, dort wo Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung hin gefahren ist. Unser Erbe ist also totsicher. Oder besser noch unser Erbe ist so sicher, wie die Tatsache, dass Jesus von den Toten auferstanden ist.
Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf ein sicheres Erbe.

2.2 Bewahrung im Glauben (V5.7)

Als nächstes sehen wir in Vers 5: durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf die Bewahrung im Glauben.
1. Petrus 1,5 SLT
die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit.
Wir haben schon gesehen, dass Gott uns in seiner Souveränität wiedergeboren hat. Die ganze Errettung hat Gott bewirkt, auch deinen Glauben. Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es (Eph 2,8). Aber nicht nur die Fähigkeit zu glauben bewirkt Gott, den Anfang deines Glaubens, sondern auch dass du im Glauben bewahrt bleibt. Die Sicherheit unseres Heils ist kein Automatismus. Du glaubst wirklich aktiv. Und dein Glaube ist wirklich gefärdet.
Und dein Glaube wird auch geprüft, ob er echt oder eine Fälschung ist. So wie Gold durch das Erhitzen geläutert wird. Es trennen sich die Verunreinigungen von dem edlen Material und das echte Gold wird sichtbar.
1. Petrus 1,7 SLT
damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.
Es ist dein Glaube, aber es ist Gottes Kraft, durch welche du im Glauben bewahrt bleibst. Habt ihr das im Text gesehen?
Wenn Gott uns nicht im Glauben bewahren würde, würden wir das Erbe, welches für uns sicher aufbewahrt ist, gar nicht erreichen.
Ausgerechnet zu dem Autoren Petrus, dem Autoren dieses Briefes sagte Jesus:
Lukas 22,31–32 SLT
Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder!
Denkst du, dein Glaube ist stärker als der von Petrus? Wenn du ehrlich bist, dann weißt du wie schwach dein Glaube manchmal ist. Wenn es an dir liegen würde, dass du von dir aus einen starken, anhaltenden Glauben hervorbringst, dann gäbe es keine Hoffnung für dich.
Aber 2. durch die Auferstehung Jesu von den Toten hast du Hoffnung auf Bewahrung im Glauben!

2.3 Eine herrliche Freude (V6/8)

3. Durch die Auferstehung Jesu von den Toten hast du Hoffnung auf eine herrliche Freude.
1. Petrus 1,6 SLT
Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
Die Realität ist, dass wir manchmal oder sogar häufig traurig sind. Und dazu werden wir solange wir in dieser gefallenen Welt leben immer Gründe haben. Wir kämpfen mit gesundheitlichen Problemen. Die Sünde ist noch präsent. Wir kämpfen mit der Boshaftigkeit von unseren Kindern, oder mit unserer eigenen Boshaftigkeit. Jeder Mensch in diesem Raum hat in der letzten Woche zahlreiche Anfechtungen erlebt. Schwierigkeiten, die alle das Potenzial hatten eine Versuchung zur Sünde zu sein und uns in weitere Not zu bringen. Möglicherweise machst du momentan eine besonders schwierige Zeit durch. Ja, so ist das Leben, auch als Christ.
Petrus schreibt diesen Brief in einer Zeit, in der die Christenverfolgung ein großes Ausmaß annahm. Es musste ein Sündenbock für den Großbrand in Rom geben. Den Überleiferungen zufolge wurde das den Christen in die Schuhe geschoben. Und so hatte Kaisere Nero relativ einfach ein Feindbild geschaffen, sodass viele sich dazu hinreißen ließen die Christen zu verfolgen und sogar zu töten. Sehr viele starben als Märtyrer auch der Autor unseres Bibeltextes.
Wir wissen, nicht was auf uns zukommt. Aber die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass wir auch in Deutschland im Handumdrehen eine furchtbare Christenverfolgung haben könnten. Aber eigentlich ist das schon immer normal für Christen gewesen. Jesus hat es gelehrt. Alle die gottesfürchtig leben wollen werden Verfolgung erleiden, schreib Paulus in 2 Tim 3,12.
Das klingt nicht nach jubelnder Freude. Aber diese Zeit ist begrenzt. Es wird vorbei gehen. Jesus wird wiederkommen. Und wenn dann Jesus Christus ´in seiner Herrlichkeit` erscheint, wird unsere Standhaftigkeit uns Lob, Ruhm und Ehre einbringen.
3. Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf eine herrliche Freude

2.4 Die Errettung der Seelen (V9)

4. Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf Errettung.
1. Petrus 1,9 SLT
wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!
Wovor müssen wir denn gerettet werden? Petrus schreibt in Kapitel 4 Vers 17 so: wie wird das Ende derer sein, die sich weigern dem Evangelium Gottes zu glauben? Wie wird es mit dir ausgehen, wenn du diese Tatsache, dass Jesus Christus aus den Toten auferstanden ist, nicht glaubst?
Gott ist nicht nur barmherzig, sondern er ist auch gerecht. In 1 Petr 4,5 steht: du wirst dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. Der auferstandene Jesus ist seit seiner Himmelfahrt zu Rechten Gottes. Und Gott der Vater hat alles Gericht dem Sohn übergeben (Joh 5,22). Wenn du das Evangelium ignorierst und dich mehr für den Osterhasen interessierst, als für den Gekreuzigten und Auferstandenen - dann wirst du gerichtet. Das trifft leider auf die meisten Menschen zu, die heute Ostern feiern.
Aber wenn du umkehrst und deine Hoffnung ganz auf die Gnade setzt: dann wird deine Seele diesem Gericht entkommen.
Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf ein sicheres Erbe.
Durch die Aufersteung Jesu hast du Hoffnung auf Bewahrung im Glauben
Durch die Auferstehung Jesu hast du Hoffnung auf eine jubelnde Freude
Durch die Auferstehung Jesu von den Toten hast du Hoffnung auf die Errettung deiner Seele.
Zeigt dein Leben, dass du diese Perspektive hast?
Der hoffnungsvolle Ausblick in die Zukunft hat Auswirkungen für die Gegenwart. Und damit kommen wir zum dritten Punkt: die Gegenwart deiner Hoffnung.

3. Die Gegenwart deiner Hoffnung

Un dazu greifen wir 3 Aspekte aus dem Text auf, um zu sehen, inwiefern die Hoffnung durch die Auferstehung deine Gegenwart beeinflusst.

3.1 Du liebst Jesus

Ich bitte um ein Handzeichen, wer hat Jesus, den Auferstandenen schon mal leibhaftig gesehen. Ok, und wer von uns liebt Jesus?
1. Petrus 1,8 SLT
Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht
Wir gehören nicht zu den Zeitzeugen, denen Jesus nach seiner Auferstehung begegnet ist. Ist es nicht merkwürdig jemanden zu lieben und zu vertrauen, den du noch nie gesehen hast?
Ich vermute niemand von uns hätte seinen Ehepartner freiwillg geheiratetet, ohne ihn vorher gesehen zu haben. Mir zumindest war es wichtig, meine Frau vorher kennen zu lernen. Aber ganz ehrlich, nur weil man jemanden gesehen hat, heißt das noch nicht, dass man die Person wirklich kennt. Erst im Laufe der Zeit, wenn man sich näher kennen lernt, kennt man sich wirklich.
Aber warum lieben wir Jesus denn?
1. Johannes 4,7–8 SLT
Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
1. Johannes 4,19 SLT
Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.
Deine Liebe zu ihm ist die Antwort auf seine Liebe zu dir, nachdem er dich wiedergeboren hat durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Deine Liebe zu Jesus ist eine Folge des neuen Lebens, welches Gott dir geschenkt hat, sodass Jesus dein größter Schatz geworden ist.
Du hast geöffnete Augen und liebst Jesus, weil du seine unentliche Schönheit erkannt hast, ohne ihn wirklich zu sehen. Jesus ist für dich schöner und wertvoller als alles, was du dir vorstellen kannst. Schöner als der beste Urlaub, schöner als die beste Arbeitsstelle, schöner als Wohlstand und Besitz, schöner als Frieden im Lande, sogar schöner als dein Eheparnter und schöner als deine Lieblingssünde. Du würdest ihn gegen nichts eintauschen. Als wiedergeborener Christ kannst du mit dieser Haltung leben, weil du eben diese Hoffnung durch die Auferstehung Jesu hast.
Du liebst du Jesus.

3.2 Du freust dich in Jesus

Und du freust dich über Jesus. Nicht erst in der Zukunft. Sondern schon jetzt.
Ja, das Leben ist nicht leicht. Und wir leiden. In 1 Petr 4,13 lesen wir:

13 Freut euch vielmehr, dass ihr auf diese Weise an den Leiden teilhabt, die Christus durchmachen musste; denn dann werdet ihr, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint, erst recht von Freude und Jubel erfüllt sein.

Es ist diese Mischung aus Leid/ Traurigkeit und Freude mit der wir leben. Jesus musste leiden und wir müssen auch leiden. Wir haben jeden Tag Gründe zur Traurigkeit aber wir haben jeden Tag bessere Gründe zur Freude!
Wir alle kennen Vorfreude. Wir als Familie hatten uns im letzten Jahr dazu entschieden keinen Urlaub zu machen, weil wir letztes Jahr eine intensive Umbauphase unseres Hauses hatten. Dieses Jahr planen wir, wenn Gott es will und wir leben werden im September für 2 Wochen in die italienische Toscana zu fahren. Darüber haben wir eine große Vorfreude. Manche sagen sogar Vorfreude ist die Beste Freude.
Nach meinem Verständnis geht es hier in 1 Petr 1,8 Vers 8 nicht um die zukünftige Freude, sondern die Freude, welche wir schon jetzt haben.
Die Einheitsübersetzung/Elberfelder und andere formulieren diesen Bibelvers im Präsens/ Gegenwart. Ich lese in mal aus der NGÜ vor.

Daher erfüllt euch ´schon jetzt` eine überwältigende, jubelnde Freude, eine Freude, die die künftige Herrlichkeit widerspiegelt; 9 denn ´ihr wisst, dass` ihr das Ziel eures Glaubens erreichen werdet – eure endgültige Rettung.

Diese unfassbare Freude, die wir erleben werden, wenn wir unserem Auferstandenden Erlöser begegnen, wenn er in seiner Herrlichkeit wieder kommt - diese Freude können wir uns jetzt noch nicht wirklich vorstellen. Aber wir haben einen Vorgeschmack, weil wir die Herrlichkeit des Evangeliums jetzt schon kennen und weil wir wissen worauf wir zusteuern.
Wenn dein Herz mit Liebe zu Jesus und Freude erfüllt ist, wie kannst du dann noch schweigen?

3.3 Du redest von dieser Hoffnung in Jesus

Mich hat letzte Woche eine Arbeitskollegin gefragt: ist Ostern eigentlich das wichtigeste Fest für euch? Das war eine geniale Gelegenheit den Zusammenhang zwischen Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Himmelfahrt zu erklären. Ich durfte ihr auch sagen: “Feierlichkeiten an sich haben ihren Wert. Aber das Schönste ist der Grund, wieso wir Ostern feiern. Jesus ist auferstanden und dadurch haben wir Hoffnung.” Ich denke jeder von uns hat Gelegenheiten dazu von dieser Hoffnung zu reden. Wenn du am Dienstag wieder zur Arbeit gehst - erzähl nicht nur von der Grillparty, sondern rede mutig und mit Freude von der Hoffnung, die du in dir trägst. In 1 Petr 3,15 wirst du auch dazu herausgefordert.
1. Petrus 3,15 SLT
Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung;

Schluss

Als Kind Gottes hast du Hoffnung. Die Grundlage deiner Hoffnung ist die Auferstehung Jesu Christi. Weil Jesus auferstanden ist hat Gott dich aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren zu dieser lebendigen Hoffnung.
Weil Jesus auferstanden ist, kannst du auf eine wunderbare Zukunft hoffen. Durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten hast du Hoffnung auf ein sicheres Erbe, Bewahrung im Glauben, eine herrliche Freude und die Errettung der Gläubigen.
Diese Hoffnung hat aber schon jetzt Auswirkungen auf die Gegenwart. Du liebst Jesus, du glaubst an Jesus, du freust dich über Jesus und du redest von dieser Hoffnung in Jesus.
1 Petr 1,13:

Setzt eure Hoffnung völlig auf die Gnade, die euch erwiesen wird, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint.

Am Anfang unseres Predigttextes wurden wir aufgefordert: Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Das ist die wichtigste Reaktion auf diese herrlichen Wahrheiten des Evangeliums. Bete Gott an für die Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten.
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