Jesaja 1,10-20
Sermon • Submitted • Presented
0 ratings
· 17 viewsNotes
Transcript
Textstelle
Textstelle
Wir lesen gemeinsam einen Text der genau in eine Situation spricht, in der GJesaja 1,10-20ottesdienst eine falsche Richtung nahm. Damals stand Jesaja auf, und hielt seinem Volk eine Ansprache:
Jesaja 1,10–15 “10 Hört das Wort des HERRN, ihr Anführer von Sodom! Horcht auf die Weisung unseres Gottes, Volk von Gomorra! 11 Wozu soll mir die Menge eurer Schlachtopfer dienen?, spricht der HERR. Ich habe die Brandopfer von Widdern und das Fett der Mastkälber satt, und am Blut von Stieren, Lämmern und jungen Böcken habe ich kein Gefallen. 12 Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen – wer hat das von eurer Hand gefordert, meine Vorhöfe zu zertreten? 13 Bringt nicht länger nichtige Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel. Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Sünde und Festversammlung ertrage ich nicht. 14 Eure Neumonde und eure Feste hasst meine Seele. Sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu ertragen. 15 Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht – eure Hände sind voll Blut.”
Jesaja 1,16–20 “16 Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen, hört auf, Böses zu tun! 17 Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht! Schafft Recht der Waise, führt den Rechtsstreit der Witwe! 18 Kommt denn und lasst uns miteinander rechten!, spricht der HERR. Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden. 19 Wenn ihr willig seid und hört, sollt ihr das Gute des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, sollt ihr vom Schwert gefressen werden. Denn der Mund des HERRN hat geredet.”
In Israel spielen Feste bis heute eine große Rolle. Sie waren im alten Israel so wie die Opfer eine Art der Gottesbegegnung und der Gemeinschaft mit Gott. Die Opfer wurden von Gott angenommen, und damit wusste man sowohl um die Nähe Gottes im Volk, wie auch um den Segen der Gemeinschaft mit Gott.
Hatte man sich versündigt, z.B. in dem man einem Nachbarn etwas gestohlen hatte, musste man zuerst die Fehler korrigieren, in dem man den Schaden wieder gut machte. Anschließend sollte man auch sündopfer vor Gott bringen, aber auch weitere Opfer waren möglich. Diese Rechtschaffenheit war wichitg und zentral, und die Opfer und Feste folgten erst anschließend.
Wofür verspreche ich mir Gottes Gunst?
Wofür verspreche ich mir Gottes Gunst?
Nun hat man diesen ersten Teil der Rechtschaffenheit gestrichen, hat aber weiterhin wie selbstbewust angenommen, dass Gott dem Volk wohlgesonnen ist, denn alle Zeichen dieser Gemeinschaft blieben ja weiterhin und wurden auch äußerst gewissenhaft befolgt.
So sprach sich manch ein Israelit selbstbewusst zu: Gott ist in unserer Mitte, wir opfern ihm ja täglich. Oder ein anderer: Dieses Passahfest zeigte mir wieder wie sehr Gott uns liebt...
Israel hat in ihrem Gottesdienst Zeichen der Annahme durch Gott gesehen. Sie konnten sagen, Gott ist uns wohlgesonnen, wir dienen ja schließlch ihm, wir opfern ihm, wir feiern die Feste für ihn. Baal und Astarte haben wir weit weg getan! Das ist der Tempel des Herrn, hier ist nur ein Altar für ihn usw...
Und auf diese Weise hat das Volk vollständig übersehen, dass Gott ihnen alles andere als Wohlgesonnen ist, sondern sich vor ihren Opfern und Gaben eckelt.
Das ist für uns ein herausfordernder Text. Wofür und warum verspreche ich mir die Gunst Gottes? So wie das Volk Israel damals äußerst erfinderisch war, sich scheinbar Gottes Gunstzuzusprechen, stehen auch wir als Christen heute in der Gefahr, uns Gottes Gunst für alles mögliche zuzusprechen.
Gott muss meine Taten segnen, denn ich stehe immer früh auf
Gott nimmt mich an, denn ich achte immer auf meine Kleidung
Gott meint es besonders gut mit mir, weil ich dies und das mache.
und für das “dies und das” kann man wirklich alles einsetzen. Da meint der eine, Gottes Gunst stehe ihm zu, weil er so konservativ ist, und ein anderer weil er so locker ist, ein dritter weil er so ungebildet ist, und ein vierter gerade deswegen weil er gebildet ist.
Und so geschieht es, dass wir allerlei verkehrte Dinge als Gründe vorbringen, warum Gott uns wohlgesonnen ist, vor denen sich Gott gleichzeitig bloß ekelt. Wir könnten an dieser Stelle lange ausführen, warum an sich gute Dinge bloß Gottes Widerspruch erregen, aber lasst uns einen Aspekt herausnehmen
Wir versuchen Gott zu manipulieren (was unmöglich ist, denn Gott ist frei) und zwar dadurch zu manipulieren, in dem wir von unserem wahren Zustand ablenken.
Es passiert so oft in der Christenheit, dass jemand von morgens bis abends wandelt als ein Feind Christi. Er ist kaum jemals dankbar, hat keine Freude, sondern bloß murren, ist geizig, gierig, verbittert, voller Neid und Hass. Und doch kannst du diese Christen nicht auf einen dieser großen Sünden hinweisen, denn sie werden dir antworten: Ich gehe doch immer zum Gottesdienst, ich zahle meinen Beitrag, ich will Gott dienen, ich predige und singe im Chor , ich halte die Gemeinderegel usw…
Wer Gottes Gunst sucht, kann sie nur in konsequenter Buße suchen
Wer Gottes Gunst sucht, kann sie nur in konsequenter Buße suchen
Während ich mir durch das ein oder andere Werk die Gunst Gottes verspreche, erlange ich eine Gunst, so wie sie Sodom und Gomorrha erlangt haben. Warum denke ich dass Gott mir wohlgesonnen ist, obwohl das beste was ich ihm bringen kann verschmutzte Lumpen sind? Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir Gottes Gunst nur in konsequenter Buße suchen und finden können.
Jesaja formuliert es so:
16 Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen, hört auf, Böses zu tun! 17 Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht! Schafft Recht der Waise, führt den Rechtsstreit der Witwe
Jesaja macht deutlich, dass eine Formelle Zustimmung zum Gesetz Gottes, ein “Sündopfer” oder ein Gottesdienstbesuch nur ein Teil eines wohlgefälligen Gottesdienstes sein kann. Gott erwartet konsequente Buße, die in Taten sichtbar ist.
Und um diese beiden Verse für unser Leben anzuwenden, brauchen wir keine weiteren Erklärungen. Wir können mit Jesaja fragen:
Wann haben wir eine böse Tat abgelegt. wann haben wir Böses mit Gutem erwidert?
Wann haben wir das letzte Mal gelernt etwas Gutes zu tun? Wann haben wir unsere Natürlichen Reaktionen versucht zu bekämpfen, die Impulse und Gewohnheiten, die WIDERChristlich sind?
Wann sind wir gegen Unterdrücker vorgegangen?
Wann haben wir Mittellosen und Schwachen geholfen?
Du möchtest echte Buße tun und weißt nicht wie du durchdringst? Jesaja hat hier ganz konkrette Vorschläge, wie praktische Heilsgewissheit aussehen kann (schwacher abschnitt). Wann hast du lieber Bruder, liebe Schwester, aber wann habe auch ich das letzte Mal Buße so konsequent gelebt, wie Jesaja es hier vordert?
Lasst uns die Schwere dieses Abschnitts noch einmal vor Augen führen, in dem wir das Thema etwas aus anderer Perspektive betrachten:
Da ist ein Volk, dass ein Fest nach dem anderen feiert, ein opfer nach dem anderen bringt, und dennoch vollständig vergessen hat, wie man Buße tut
Ja nicht nur das, sondern auch vollständig übersieht, dass man Buße nötig hat. Geht es nicht auch dir, lieber Zuhörer gerade so, dass wenn ich hier zu konsequenter Buße aufrufe, du gleich den ein oder anderen vor Augen hast, der genau diese Buße benötigt? Und ja es stimmt, dein Nächster bruacht auch Buße. Aber ich kenne noch einen der sie noch viel mehr nötig hat, und das bist nämlich du. Und letztlich gibt es einen der sie am aller nötigsten hat, und das bin ich.
Man kann Buße geringreden oder gering machen oder zu einer Zeremonie erklären - folgernd daraus, dass Gebet eine Antwort ist auf Gottes reden (Diesen Absatz noch ausarbeiten
Warum haben wir trotzdem Gottes Gunst?
Warum haben wir trotzdem Gottes Gunst?
Mit dieser Andacht versuche ich das Selbstverständnis anzugreifen, mit dem wir uns Gottes Gunst alleine deswegen zusprechen, weil wir wir sind. Weil ich so schön singe, oder so gut predige oder so viele Kinder habe usw… So als wäre etwas in uns gutes, dass Gottes Wohlgefallen verdient.
Doch das kann für Menschen, die von Ihren Sünden überführt sind, äußest entmutigend wirken. Ja ist denn Gott überhaupt noch Gnädig? Ist er nicht vor lauter Anspruch nach Gerechtigkeit vollständig unbarmherzig geworden?
Während Stolze gebremst werden müssen, dass sie keine Gunst für ihren Stolz zu erwarten haben, müssen Gedemütigte hingewiesen werden,
Was sind solche Demütigungen:
Misserfolg,
Beständige Hindernisse
Wieso kann es bei mir nicht normal laufen?
Nachdem wir falsche Fundamente unserer “Gnadenansprüche” zerstört haben, können wir den wahren Fundament der Gnade ausarbeiten. Jesaja hat in seiner deutlichen Strafrede diesen überaus tröstlichen Vers:
Dieser bekannte Vers: Jesaja 1,18 “18 Kommt denn und lasst uns miteinander rechten!, spricht der HERR. Wenn eure Sünden rot wie Karmesin sind, wie Schnee sollen sie weiß werden. Wenn sie rot sind wie Purpur, wie Wolle sollen sie werden.”
Weil Gott mit uns rechtet in Christus, deswegen wird unsere Sünde schneeweiß. “Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen”, das ist das Wort was Christus hört, und nun kommt die Botschaft der Gnade. Nur in Christus treffen sich Gottes vollkommene Erwartung an die Gerechtigkeit wie auch seine Gnade.
Und hier treffen sich die drei die immer zusammengehören: Allein Christus, Allein Gnade, Allein Glaube
Der Einzige Grund, warum wir Gottes Gunst bekommen, ist der Verdienst Christi. Das ist die Tat. das Opfer, das Fest, der Gehorsam auf den Gott schaut.
Somit können wir in Gottes Gegenwart nur treten, weil wir unsere Hoffnung ganz auf die Gnade legen, aus Gnade können wir mit Gott rechten und unsere roten Sünden werden schneeweiß
Und diese Gnade können wir nur durch Glauben aneigenen, nur im Glauben empfangen.
Für unsere Gebetsstunde lasst usn beten:
Für unsere Gebetsstunde lasst usn beten:
für eine tiefere Erkenntnis dessen, was Gott Wohlgefällig ist
Dafür, dass wir unsere Hoffnung ganz auf die Gnade legen
Danken dass Christus den Weg erfunden hat, durch den unsere roten Sünden Schneeweiß werden können
Für echte Frucht der Buße in unserer Mitte
————————
