Gottes Haus - Taufe
Gottes Haus • Sermon • Submitted • Presented
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· 17 viewsDie Taufe ist ein Ende, ein Anfang, ein Teilhaben und ein Teilwerden.
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Die Umkehr - Was beendet die Taufe?
Die Umkehr - Was beendet die Taufe?
Nachdem wir uns jetzt einige Zeit mit unserer Vision als Gemeinde beschäftigt haben, starten wir in eine neue Themenreihe: Gottes Haus - Die erste Gemeinde. Wir wollen darauf schauen, was die erste Gemeinde gemacht hat, wie sie Gemeinschaft gelebt hat und was das für uns als Gemeinde bedeutet. Dazu gucken wir uns 3 Bibelverse genauer an, die das Gemeindeleben beschreiben. In der Apostelgeschichte steht:
Viele nahmen die Botschaft an,
die Petrus verkündet hatte, und ließen sich taufen.
An diesem Tag gewann die Gemeinde
ungefähr 3000 Menschen hinzu.
Die Menschen, die zum Glauben gekommen waren,
trafen sich regelmäßig
und ließen sich von den Aposteln unterweisen.
Sie lebten in enger Gemeinschaft,
brachen das Brot miteinander und beteten.
Die erste Gemeinde verkündigt und hört die Botschaft. Sie tauft. Sie haben Gemeinschaft. Sie feiern Abendmahl. Sie beten an. Durch das Verkündigen und Hören der Botschaft kommen 3000 Menschen zum Glauben und lassen sich taufen. Sie werden Teil der Gemeinde. Auf das Hören der Botschaft folgt in der ersten Gemeinde die Taufe. An Ostern haben wir die Botschaft gehört: Das Evangelium. Das Evangelium ist eine gute Nachricht. Es ist eine gute Nachricht für diese Welt. Es gab an Ostern einen Machtwechsel. Der Tod, die Sünde hat nicht mehr das letzte Wort hat, sondern die Auferstehung und das Leben regieren. Die Vergänglichkeit hat keine Macht mehr, sondern es gibt etwas größeres und stärkeres, an dem wir uns orientieren können: die Liebe Gottes. Sie trägt selbst über den Tod hinaus. Die Sünde führt uns dazu, dass wir letztenendes nur an uns denken. Es gibt kein größeres Ziel, keine Erfüllung, sondern nur den Versuch Mängel zu füllen. Es ist ein Mangel an Macht, Ansehen, Einfluss, Liebe, der unsere Taten bestimmt. Davon sind wir befreit. Wir dürfen aus einer Fülle leben. Eine Fülle, die uns dazu befähigt einen anderen Weg zu gehen. Einen Weg, der davon geprägt ist, dass wir uns umgucken und die Schönheit unserer Mitmenschen erkennen, sie ermutigen und fördern. Es ist ein Weg, der die Schönheit des Lebens erkennt. Es ist ein Weg, der die Schönheit Gottes erkennt und preist. Es ist ein Leben im Reich Gottes. Vor alle dem steht aber die Umkehr. Vor alldem steht ein Neuanfang. Am Anfang steht ein Ende. Das ist es, was Petrus sagt, kurz bevor die 3000 Menschen sich taufen lassen:
Ȁndert euer Leben!
Lasst euch alle taufen
im Namen von Jesus Christus.
Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben
und euch den Heiligen Geist schenken.
Diese Zusage gilt für euch und eure Kinder.
Und sie gilt für alle in den fernen Ländern –
so viele der Herr, unser Gott,
noch zum Glauben an Jesus hinzurufen wird.«
Es geht um einen Neuanfang. Ein neues Leben, das mit der Taufe beginnt. Die Taufe steht für das Ende eines Lebens ohne Gott. Das Leben ohne Gott ist ein Leben, dass auf diese Welt fokussiert ist und nicht mit dem Eingreifen und Wirken Gottes rechnet. Es ist ein Leben, dass andere Dinge in das Zentrum stellt. Das macht ja auch nur Sinn, denn niemand stellt Gott in das Zentrum seines Lebens, wenn er nicht an ihn glaubt. Deswegen redet Petrus von einer Veränderung des Lebens. Er redet von Vergebung, weil am Anfang die Erkenntnis steht: In meinem bishgerigen Leben gab es für Gott keinen Platz. Ich habe Dinge getan, die falsch waren. Ich habe Gott verletzt. An anderer Stelle schreibt Paulus:
Wir wissen doch:
Der alte Mensch, der wir früher waren,
ist mit Christus am Kreuz gestorben.
Dadurch wurde der Leib vernichtet,
der im Dienst der Sünde stand.
Jetzt sind wir ihr nicht mehr unterworfen.
Wer gestorben ist,
auf den hat die Sünde keinen Anspruch mehr.
Unser altes Leben endet. Das Leben, dass Gott nicht kannte ist vorbei. Wenn wir uns taufen lassen, dann können wir nicht mehr so leben, als hätte Gott keinen Einfluss mehr auf uns. Wenn wir uns taufen lassen, dann treten wir in ein neues Leben ein. Wir bekennen: Mein altes Leben ist zu Ende. Ich habe nicht mit Gott gerechnet. Ich habe nicht daran geglaubt, dass er wirkt. Ich habe mich nicht von ihm bestimmen lassen, sondern von meinen Bedürfnissen oder den Bedürfnissen anderer. Ich habe Dinge getan, von denen ich jetzt verstehe, dass sie Gott nicht gefallen. Gott war mir egal. Ich war ein Sünder. Mit der Taufe endet dieses Leben. Dieses Leben ist mit Jesus am Kreuz. Es ist zu Ende. Im Moment der Taufe macht dieses Leben seine letzten Atemzüge.
Das lebendige Herz - Was beginnt mit der Taufe?
Das lebendige Herz - Was beginnt mit der Taufe?
Das ist ja auch nur die logische Folge. Die Taufe ist nämlich nicht nur das Ende, sondern auch der Anfang eines neuen Lebens. Es ist ein Leben das sagt: Es gibt einen Gott. Ich vertraue auf diesen Gott. Ich gehe mit diesem Gott. Ezechiel spricht davon, dass aus einem toten ein lebendiges Herz wird.
Dort besprenge ich euch mit reinem Wasser, damit ihr rein werdet.
Ich wasche die Schuld von euch ab, die ihr durch eure Götzen auf euch geladen habt.
Dann gebe ich euch ein neues Herz und einen neuen Geist.
Das tote Herz aus Stein nehme ich aus eurem Leib.
An seiner Stelle gebe ich euch ein lebendiges Herz aus Fleisch.
Ezechiel schreibt das in einem Moment, in dem das Volk Israel hartherzig, eigensinnig und widerspenstig gegen Gott war. Israel hat sich von Gott abgewandt. Es ging seinen Weg ohne Gott. Dann aber versteht es, was es getan hat. Es versteht, dass es Dinge falsch gemacht hat. Es versteht, dass es Gott verletzt hat. In diesem Moment wird das Volk reingewaschen und bekommt ein neues Herz. Ihr Herz wird von einem festen zu einem weichen Herz. Was tot war, wurde lebendig. Es ist nicht mehr egal, was Gott denkt, sondern es hat höchste Priorität. Das Herz aus Stein wird zum Herzen aus Fleisch. Das Herz war in einem Zustand, in dem es nicht sein sollte. Ein Herz aus Stein passt nicht zu unserem Körper. Es widerspricht unserem Organismus. Wir brauchen ein Herz aus Fleisch. Ein Herz aus Fleisch zu haben, bedeutet, dass wir zu unserem ursprünglichen und geplanten Zustand zurückkehren. Ein Herz aus Fleisch zu haben heißt: Wir leben so, wie es für uns gedacht war. Mit der Taufe soll dieses Leben beginnen. Es soll ein Leben beginnen, dass im besten Sinne fleischig ist. Die Taufe ist der Ausdruck unseres Wunsches, eine Beziehung zu Gott zu leben. Es ist die Annahme des Opfers Jesu. Jesus hat sein Leben aus Liebe für uns gegeben, damit wir frei sein können. Damit wir ein weiches Herz haben können.
Wenn wir jetzt im Frühling die Pflanzen sehen, wie sie blühen und wachsen, dann kann uns das ein Bild sein für das, was es bedeutet ein weiches Herz zu haben und zu bekommen. Die Pflanzen wachsen nicht in gefrorener Erde. Sie kann nicht gedeihen, weil das Herz des Bodens hart und kalt ist. Erst wenn der Frost schmilzt und die Erde weich wird, kann die Pflanze Wurzeln schlagen und blühen. Genauso verhält es sich mit unseren Herzen: Wenn wir sie Gottes Liebe öffnen, können wir wachsen und in unserem Glauben aufblühen.
Die Neugeburt - An was habe ich durch die Taufe teil?
Die Neugeburt - An was habe ich durch die Taufe teil?
In der Taufe wird der frostige Boden weich, denn wir werden neu geboren.
Jesus antwortete: »Amen, amen, das sage ich dir:
Nur wenn jemand aus Wasser und Geist geboren wird,
kann er in das Reich Gottes hineinkommen.
Die Welt ist nicht mehr die selbe, sondern wir werden in eine neue Perspektive auf das Leben, die Welt und unsere Überzeugungen hineingenommen. Es bedeutet, dass auf einmal andere Dinge möglich sind als vorher. Die Taufe und der Empfang des Heiligen Geistes stehen im neuen Testament in enger Beziehung. Nicht immer wird im Moment der Taufe der heilige Geist empfangen, aber entweder kurz davor oder danach. Der Heilige Geist ist Gott in uns. Er ist ein wenig, wie der Gedanke an meine Frau, der mich bestimmte Entscheidung treffen und andere verwerfen lässt. Auf eine gewisse Art und Weise ist meine Frau Teil meiner Lebensperspektive seit wir zusammen sind. Ich kann mir diese Welt nicht mehr ohne sie vorstellen und ich kann sie nicht mehr ohne sie denken. Es gibt Momente, in denen meine Frau nicht da ist und ich weiß genau, was sie sagen, denken oder fühlen würde. So ähnlich ist es mit dem Heiligen Geist. Der große Unterschied ist dabei noch, dass es nicht meine Gedanken sind. Ich bin es nicht selbst, dem Gedanken kommen, sondern es ist der Geist Gottes. Ich bin im Geist geboren. Ich kann durch ihn Dinge anders erleben und wahrnehmen. Ich habe zum Beispiel ein inneres Verlangen mit Gott Zeit zu verbringen. Ich wünsche mir ihm nahe zu sein. Ich bete für andere Menschen und rechne damit, dass Gott etwas tut. Der Heilige Geist ist Gott in mir. Ein Teil Gottes lebt in mir. Die Geburt in Wasser durch die Taufe und im Geist durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, ermöglicht es uns, mit Jesus in der Welt unterwegs zu sein. Der Heilige Geist ist die Gegenwart Gottes in uns. Mit ihm geht er uns spürbar voraus. Er hält unsere Hand. Er richtet uns auf. Er geht mit uns. Wir treten in ein neues Reich ein, in das Reich Gottes. Ein Reich, in dem wir mit Wundern rechnen. Ein Reich, in dem die Liebe die Oberhand hat. Ein Reich, was darauf vertraut, dass jemand alles in der Hand hält. Das ist ein Geschenk, dass wir empfangen.
Taufe ist Hineinge-nommenwerden in die Dynamik des Geistes, der die Welt, jeden Menschen in ihr, zur neuen Schöpfung machen will.
Die Gemeinde - Von was werde ich durch die Taufe Teil?
Die Gemeinde - Von was werde ich durch die Taufe Teil?
Die Taufe ist ein Ende. Die Taufe ist ein Anfang. Die Taufe ist ein Teilhaben. Und die Taufe ist ein Teilwerden. Ich werde Teil von etwas. Die Taufe hat nicht nur Bedeutung für mich und mein Leben. Die Taufe hat Bedeutung für mein Umfeld. Durch die Taufe werde ich Teil der Gemeinde Gottes.
Denn als wir getauft wurden, sind wir durch den einen Geist
alle Teil eines einzigen Leibes geworden –
egal ob wir Juden oder Griechen, Sklaven oder freie Menschen waren.
Und wir sind alle von dem einen Heiligen Geist erfüllt worden.
Es ist egal, wo wir herkommen. Es ist egal, was wir tun. Es ist egal, wie wir aussehen. Wir alle sind Teil des einen Leibes. Wir alle sind Teil einer Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft aller Glaubenden, die beschrieben wird als ein Leib, ein Körper. Alle Menschen, die sich taufen lassen und an Jesus Christus als Erlöser glauben, gehören zusammen. Der Glaube verbindet sie. Und sie sind nicht nur in ihrem Glauben verbunden, sondern genauso in ihrer Verantwortung, denn diese Gemeinschaft besteht wie ein Körper aus unterschiedlichen Gliedern und jedes dieser Glieder hat seine Aufgabe. Wir haben unsere Aufgabe im Plan Gottes mit dieser Welt. Wir sind Teil einer Gemeinschaft, die miteinander einen Weg geht. Ein Weg der Erneuerung seines Selbst, der Welt und der Gemeinde. Als Einzelne in dieser Gemeinschaft haben wir die Verantwortung uns selbst und unser Leben auf Gott auszurichten. Als Christliche Gesamtgemeinschaft haben wir die Verantwortung unseren Beitrag in dieser Welt dazu zu leisten, dass sie so ist, wie Gott es sich gedacht hat: Ein Ort des Friedens, der Liebe und der Gerechtigkeit. Als lokale Gemeinde haben wir eine Verantwortung unsere Beziehungen und Gemeinschaft so zu leben, dass man über uns sagen kann: An der Liebe zueinander erkennt man sie. Taufe bedeutet mehr, als sich einfach unter Wasser taufen zu lassen. Das ist das, was augenscheinlich passiert, aber aus der Perspektive Gottes endet ein altes Leben. Ein Leben ohne Gott. Aus der Perspektive Gottes beginnt ein neues Leben. Ein Leben, dass mit Gott rechnet und sich von ihm erfüllen lässt. Aus der Perspektive Gottes ist es die Teilhabe am Reich Gottes. Ein Reich, dass anders ist als diese Welt. Ein Reich, dass die Welt sieht, wie Gott es sich vorgestellt hat: In Liebe, Frieden und Gerechtigkeit. Aus geistlicher Perspektive ist es das Teilwerden der Gemeinschaft mit Jesus. Eine Gemeinschaft, die zusammengehört und zusammenwirkt. Bald wollen wir mit einem Taufkurs beginnen. Wenn du noch dazu fragen hast, dich gerade angesprochen gefühlt hast oder nähere Infos zu unserem Taufkurs willst, dann komm gerne nach dem Gottesdienst auf mich zu.
