Der Gute Hirte

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Notes
Transcript

Bibeltexte

Matthäus 18,10–14 ELB 2006
10 Seht zu, dass ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch, dass ihre Engel in den Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der in den Himmeln ist. 12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins von ihnen sich verirrte, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende? 13 Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich mehr über dieses als über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind. 14 So ist es nicht der Wille von eurem Vater, der in den Himmeln ist, dass eines dieser Kleinen verloren geht.
Lukas 15,3–7 ELB 2006
3 Er sprach aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte: 4 Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? 5 Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; 6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.
Johannes 10,27 ELB 2006
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;
Johannes 10,11 ELB 2006
11 Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

Einleitung

Das Wort Hirte kommt in der Luther84 Übersetzung 102mal vor
das Wort Schaf 350 mal
Das Thema vom Hirten und Schafen scheint also doch sehr präsent in der Bibel zu sein. 
Ich habe mittels ChatGPT mich schlau gemacht, wie viel Prozent der Weltbevölkerung wohl als Hirten beschäftigt war. Einmal zur Zeit Jesu und einmal heute. Was denkt ihr?
Zur Zeit Jesu geht man von etwa 10% aus, aber dafür etwa 90% in der Landwirtschaft allgemein.
Heutigen Zeit in Industrieländern unter 0,1% aber es gibt Regionen, wo das eben noch anders ist. z.B. in der Mongolei, wo etwa 25% der Bevölkerung von traditioneller Viehhaltung leben.
Die konkreten Zahlen sind dabei nicht das entscheidende, sondern das, was sich daraus ergibt: Wir müssen uns heute sehr viel tiefer in der Leben eines Hirten hineindenken, weil das für uns gar nicht mehr so präsent ist. Und ich lade euch deshalb nochmal zu einem kurzen Gebetszeit ein, in der wir Gott alles abgeben können, was uns noch durch den Kopf geht, damit wir uns wirklich und vollständig auf seine Wort konzentrieren dürfen. Ich lasse uns 30 Sekunden Zeit in der Stille und schließe diese Zeit mit einem Gebet ab. Vater, ich danke dir, für den heutigen Tag. Danke für die Bibel, dein Wort und danke für jeden der heute hier ist. Ich danke dir für die Lieder, für das Anspiel und ich danke dir, dass du hier mitten unter uns bist. Ich bitte dich, dass du uns jetzt zeigst, was du in deinem Wort gesagt hast und bitte dich um deinen Segen für den Gottesdienst.
AMEN

Hauptteil

Jetzt können wir tief in Gottes Wort und seine Gedanken einsteigen:
Was ist überhaupt die Aufgabe eines Hirten?
er kümmert sich um die Schafe
führt sie zu Wasser und Gras
Versorgt wunden
hält sie zusammen
Verteidigt sie vor wilden Tieren
Schert die Schafe
sucht sie, wenn sie verloren gehen
Was macht denn einen guten Hirten aus?
die Schafe kennen seine Stimme (Joh 10,27)
sie vertrauen dem Hirten, weil er sie gut führt.
Der Gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe
er läuft nicht weg
er sucht nicht seinen eigenen Vorteil
sicherlich hat das Bild des Hirten seine Grenzen, aber in der Bibel werden hauptsächlich zwei Dinge mit einem Hirten verglichen:
Die Ältesten einer Gemeinde, also die Gemeindeleitung
sie sollen die Gemeinde führen, wie eine Hirte die Schafe führt.
sie haben die Verantwortung für die Gemeinde: Wer ist das hier in Buschhütten? Jetzt wisst ihr, an wen ihr euch wenden könnt, wenn ihr mal Probleme habt.
Jesus, als der Gute Hirte
Wir haben schon ein paar Dinge gesammelt, die einen guten Hirten ausmachen, aber wir wollen uns das Bild mal genauer anschauen, warum das verwendet wird. Dazu habe ich aber eine Frage an euch:
Wer hat sich in seinem Leben schonmal Sorgen gemacht?
Zum Beispiel um die Note in der Mathearbeit oder weil jemand krank war oder weil man etwas schlechtes gemacht hat.
Ich würde sagen jeder oder?
Das ist auch völlig normal und erstmal nichts schlimmes.
Jeder Mensch hat Sorgen,
manchmal sind das kleine Dinge, wie eine Schulnote oder eine Schürfwunde.
manchmal größere Dinge, wie eine Versetzung in der Schule oder Arbeitslosigkeit oder die politische Situation oder sogar die Zukunft der eigenen Kinder
manchmal auch richtig schlimme Dinge, wie unheilbare Krankheiten, tiefe Verletzung von anderen Menschen oder sogar der Tod von geliebten Menschen.
Wir können uns um ganz viel Sorgen machen. Einige Dinge haben wir dabei selbst in der Hand: Wir können mehr lernen für die nächste Arbeit oder im Schuljahr besser aufpassen und die Hausaufgaben machen. Bei manchen Dingen brauchen wir aber Hilfe.
Bei einer Verletzung jemanden, der sie verbindet oder eingipst oder der uns in psychischen Probleme hilft.
Doch manchmal wirkt es so, als ob uns kein Mensch helfen kann.
Ich weiß nicht genau, was du gerade erlebst, worum du dir gerade Sorgen machst. Ich möchte dir aber von mir berichten:
Ich mache mir gerade ganz viele Sorgen, um meine Zukunft: Wo werde ich arbeiten? Was kommt da auf mich zu? Studiere ich vielleicht sogar noch weiter? Ich mache mir Sorgen um meine Oma, die seit einer Lungenembolie immer wieder schlapp ist.
Ersteres habe ich noch eher in der Hand, ich könnte mir einen Arbeitgeber und Arbeitsbereiche aussuchen, aber bei meiner Oma, kann ich nichts tun und die Ärzte aktuell auch nicht. und ehrlicherweise macht mir das Angst und überfordert mich.
Doch gerade in den Situationen darf ich mich daran erinnern, das ich ein Schaf bin und Jesus ist mein guter Hirte.
Er versorgt mich, mit allem, was ich zum Leben brauche.
Er hilft mir in Nöten
Sucht mich, wenn ich verlorengehe.
Und Ich höre die Stimme meines Hirten.
Mein Hirte, ist der Gute Hirte Jesus Christus. Er hat mir nie versprochen, dass ich keine Angst haben werde oder dass alles ganz einfach wird. Aber er als mein Hirte möchte er für mich da sein. Ich darf zu ihm kommen und alle meine Sorgen auf ihn werfen. Er hört mir zu, wenn ich zum ihm rede, wenn ich bete. Er hört mir zu, wenn es mir richtig schlecht geht. Er ist da, gerade in den schwierigsten Zeiten in meinem Leben. Nun habe ich erst 29 Jahre hinter mir und hoffentlich auch noch mehr, aber ich kann jetzt schon sagen:
Er ist in den schwierigsten Zeiten meines Lebens direkt bei mir.
Das heißt zwar nicht unbedingt, dass die Dinge sich für mich ins Gute bewegen und ich meinen Willen kriege, aber das heißt dass die Versprechen, die er mir gegeben hat, erfüllt werden.
Wenn ich Jesus mein Leben gebe, dann werde ich in Ewigkeit bei ihm sein
Wenn ich Jesus mein Leben gebe, dann ist er bei mir zu JEDER ZEIT. In guten, und in schlechten Zeiten und alles dazwischen
Wenn ich Jesus mein Leben gebe, möchte er mir helfen, so zu leben wie er es getan hat
Wenn ich Jesus mein Leben gebe, dann brauche ich mich vor nichts mehr zu fürchten, weil er gesagt hat, dass alles mir zum Guten dienen wird.
Manchmal verstehe ich nicht, wie mir das jetzt zum Guten dienen soll, aber ich vertraue meinem Guten Hirten. Er ist der einzige, der für mich zuverlässig ist, deshalb vertraue ich nur ihm.
Denn Jesus ist so viel mehr, als nur ein Mutmacher in schlechten Zeiten. Jesus ist derjenige, der den Bruch zwischen Mensch und Gott repariert. Der Bruch, der in der heutigen Zeit mehr als deutlich zu erkennen ist. Jesus hat sein Leben dafür gegeben, dass wir in Verbindung mit Gott kommen können, das haben wir vor wenigen Tagen erst an Ostern gefeiert!
Und ich will dir hier an dieser Stelle den Rat geben. Wenn du Jesus noch nicht kennst oder ihm noch nicht dein Leben gegeben hast, dann überleg dir heute und am besten sogar noch hier, warum nicht? Sprich mit deinen Mitarbeitern, mit den Ältesten der Gemeinde oder mit mir darüber. Gib Jesus dein Leben und setze dein ganzes Vertrauen auf ihn, denn es gibt einen Zeitpunkt, da ist es zu spät. *Anspiel?!? Ihr habt eben auch gesehen, was passiert, wenn das verlorene Schaf gefunden wird und die Bibel sagt, dass eine solche Freude über jeden, der diesen Schritt geht, auch im Himmel ausbricht. Das ist ein so großes Ding und das verändert dein ganzes Leben, weil wir von Jesus lernen können, worauf es im Leben wirklich ankommt. Denn es kommt nicht aufs Aussehen, Follower, Urlaube, Geld, Macht oder sonst etwas an. Das Einzige was zählt ist, dass wir Jesus in unserem Herzen tragen und uns von ihm verändern lassen. Dass wir anderen Menschen fröhlich dienen können.
Abschluss
Viele unserer Sorgen, lösen sich dann vielleicht sogar in Luft auf. Dann ist es nicht mehr relevant, wie andere von mir denken, sondern ich richte mich an Gott aus. Er gibt mir Halt und Orientierung. Dann kann ich beruhigter unterwegs sein. Denn ich weis, Jesus wird mich an der richtigen Stelle einen Jon finden. Ich weiß, dass meine Oma bei ihm sein wird, wenn sie stirbt und er kennt den Zeitpunkt und wird mir helfen das zu verarbeiten. Ja man verliert sogar irgendwann die Angst vor dem eigenen Tod, weil man diese Zuversicht auf Gottes Ewigkeit so tief im Herzen hat, dass der Tod seine Macht verliert.
Wenn wir mit Jesus unterwegs sind, wird nicht alles einfach und läuft glatt, aber wir haben jemanden, der uns durch alles durchträgt. Deshalb lade ich dich ein, eine Entscheidung für ihn festzumachen.
Ich möchte zum Abschluss ein Gebet sprechen, was du mitbeten kannst, wenn du Jesus dein Leben geben möchtest:
Herr Jesus, ich danke dir, dass du für mich am Kreuz gestorben bist. Danke, dass du meine Schuld auf dich genommen hast. Danke dass ich zu Gott dem Vater kommen kann. Ich bitte dich, sei du mein guter Hirte! Lenke du mich wie du es willst, ich gebe dir mein ganzes Leben. Amen
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