Predigt (unbenannt) (48)

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Transcript
„Vom Erkennen zum Glauben – vom Glauben zur Taufe“
Glaube beginnt mit Erkenntnis  
Glaube wird sichtbar in der Taufe                                                                                   Einleitung:
Wie kann das eigentlich sein?
Dass sich an einem einzigen Tag, in einer Stadt   3.000 Menschen taufen lassen?
Das steht tatsächlich so in der Bibel – in der Apostelgeschichte, Kapitel 2. Und auch heute dürfen wir fragen: Wie kann es sein, dass sich heute zwei – Jamie und Samara – taufen lassen?
In den letzten zwei Jahren haben sich in unserer Gemeinde viele Menschen taufen lassen: Im Jahr 2023 waren es 24 Personen und im Jahr 2024 – 13.
Daher ist die Frage doch berechtigt: Warum? Warum lassen sich Menschen taufen – damals wie heute?
Ich denke, die meisten könnten hier jetzt sofort eine Antwort draufgeben. Weil sie zum Glauben gekommen sind.
Doch was heißt das? Was ist das für ein Glaube, der zur Taufe führt?
Apostelgeschichte 2 beschreibt den Beginn der Gemeinde Jesu – die Ausgießung des Heiligen Geistes, was wir an Pfingsten feiern. Damals waren die Jünger gemeinsam in einem Haus in Jerusalem versammelt, als sie den Heiligen Geist empfingen.
Und dann gingen die Jünger hinaus und begannen öffentlich zu predigen.
Voll Heiligen Geistes, fingen die Jünger in vielen Sprachen an zu reden.
Jerusalem ist voller Pilger – Juden aus allen Teilen der Welt.
Und plötzlich hörten sie diese einfachen Galiläer von den Wundern Gottes in ihrer Sprache.
Einige sind erstaunt. Andere spotten: „Die sind doch betrunken“.
Aber dann steht einer auf: Petrus.
Der, der noch vor wenigen Wochen Jesus dreimal verleugnet hatte, predigt nun mutig voll Heiligen Geistes.
„Da trat Petrus mit den Elf auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen…“ Apostelgeschichte 2,14
Er sagte mit meinen Worten:
Diesen Jesus denn ihr ans Kreuz gebracht habt. Den ihr abgelehnt habt.
„Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen.“ Apostelgeschichte 2,32
„So soll nun das ganze Haus Israel mit Gewissheit erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.“ (Apostelgeschichte 2,36
Und das trifft sie tief.
Wir lesen:
„Als sie das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?“ Apostelgeschichte 2,37
Sie merken: Das betrifft nicht nur „die Welt“. Das betrifft mich. Ich habe mich verirrt. Ich habe ihn abgelehnt. Ich brauche Rettung.
Petrus gibt eine klare Antwort:
„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“
Apostelgeschichte 2,38
Und 3.000 Menschen sagen: Ja. Ich glaube. Und sie lassen sich taufen.
Wir lesen:
„Die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.“ Apostelgeschichte 2,41
Halleluja: Was für ein Wunder. 3000 Menschen an einem Tag kamen zum Glauben.
Es war kein Gruppenzwang. Keine bloße Emotion.
Es war ein Erkennen.
Und genau darum geht es heute: Vom Erkennen zum Glauben – vom Glauben zur Taufe
So heißt heute die Predigt.
Denn wir sehen in der Schrift, dass Erkenntnis zum Glauben führt.
Und diese Erkenntnis führte auch bei den 3000 Menschen in Jerusalem zum Glauben.
Nur drei Wahrheiten – will ich hier aus der Predigt nennen, die Teil sind dieser Erkenntnis!
1. Eine Erkenntnis die zum Glauben führt
1.1 Ich erkenne: Jesus ist er der Retter
"Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden." Apostelgeschichte 2,21
Petrus zitiert hier Joel 3,5.
Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Und im weiteren Verlauf macht er deutlich:
Dieser Herr ist Jesus.
Jesus ist nicht nur ein Lehrer, ein Wundertäter oder ein Vorbild. Er ist der Retter, den Gott gesandt hat – für jeden, der sich eingesteht: Ich brauche Rettung.
Und genau das ist die entscheidende Erkenntnis. Nicht: Ich sollte mich etwas bessern. Nicht: Ich will mein Leben optimieren.
Sondern: Ich bin verloren ohne ihn. Ich brauche einen Retter.
Die Bibel sagt an anderer Stelle:
"Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes…" Römer 5,10a
Wir waren nicht neutral – wir waren Feinde Gottes. Jeder auf seine Weise. Einige durch Gleichgültigkeit, andere durch offenen Widerstand, wieder andere durch religiösen Stolz.
Und doch kommt Gott in Christus zu uns. Nicht, weil wir ihn gesucht hätten, sondern weil er uns retten will.
Diese Einsicht verändert alles: Ich brauche nicht nur Hilfe. Ich brauche Erlösung. Ich brauche Jesus, als meinen Retter!
Denn…
1.2 Ich erkenne: Ich habe ihn ans Kreuz gebracht
Petrus wird in seiner Predigt sehr konkret. Er spricht zu den Menschen in Jerusalem – und sagt ihnen offen ins Gesicht:
„Ihr habt diesen Jesus durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz schlagen und töten lassen.“ Apostelgeschichte 2,23
Diese Menschen hatten den von Gott gesandten Messias abgelehnt – nicht im Verborgenen, sondern öffentlich.
Sie waren Zeugen, Mitläufer, vielleicht sogar Beteiligte. Und Petrus will, dass sie das erkennen.
Aber was hat das mit uns heute zu tun?
Wir waren nicht dabei in Jerusalem. Wir haben Jesus nicht verraten, verurteilt oder verspottet. Wir haben ihm keine Nägel in die Hände geschlagen.
Und ja Petrus klagt hier direkt die Menschen an, die dabei gewesen sind.
Und doch sagt uns das Evangelium: Auch wir tragen Verantwortung.
Denn es war unsere Schuld, unsere Trennung von Gott, unsere Sünde, die das Kreuz notwendig gemacht haben.
Wie in Jesaja 53,3 steht:
„Er ist um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen.“
Nicht „die Römer“ haben ihn ans Kreuz gebracht. Nicht „die anderen“.
Sondern wir – durch das, was in unseren Herzen lebt.
Die sündige Natur, die wir von Anfang an mitbringen
- unser Stolz
- unsere Selbstzentriertheit
- unser inneres „Ich zuerst“
 all das ist Teil dessen, wofür Jesus sterben musste.
Ja, die Menschen damals haben ihn physisch ans Kreuz gebracht. Aber geistlich gesehen gilt: Auch wir haben ihn abgelehnt, indem wir ihn ignoriert, verdrängt oder durch unser Leben ohne Gott ausgeklammert haben.
Dieser Jesus ist für dich gestorben. Für mich. Für uns.
Nicht als tragisches Opfer, sondern aus Liebe, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat Joh 3,16
Und wenn ich auf mein eigenes Leben zurückschaue, muss ich bekennen: Ja, Jesus – auch ich habe dich lange abgelehnt.
Ich habe mein Leben ich-zentriert gelebt. Ich wollte dich nicht. Ich dachte: Ich bin doch okay. Ich bin doch besser als andere. Ich habe nie gestohlen. Ich habe keinen umgebracht. Klar, gelogen – aber nur kleine Lügen. Und an Feiertagen war ich ja auch in der Kirche. Das reicht doch.
Nein, das reicht nicht.
Ich habe lange nicht verstanden, wieso am Kreuz gestorben ist.
- Jetzt verstehe ich es.
- Ich habe ihn ans Kreuz gebracht!
Er ist für meine Sünden gestorben, die mich von einem Heiligen Gott trennen.
Sein Leben gegeben als Lösegeld für viele!
Und genau deshalb beginnt echter Glaube dort, wo ich aufhöre, mich mit anderen zu vergleichen und anfange zu sagen: Ich bin gemeint. Ich bin nicht besser. Ich brauche Rettung, weil ich ein Sünder bin. Weil die Sündige DNA – seitdem Sündenfall immer weitergeben wird.
Und ich hoffe, dass uns das heute nochmal neu bewusst wird, auch wenn wir vielleicht schon 10 oder 20 Jahre mit Jesus unterwegs sind.
Petrus klagt damals konkret die Menschen in Jerusalem an: „Ihr habt ihn ans Kreuz gebracht.“
Und wir? Auch wenn wir nicht direkt beteiligt waren – auch ich habe meinen Teil beigetragen. Denn Jesus ist für meine Schuld gestorben. Für mich.
Das ist keine bloße Anklage, es ist ein Liebesbeweis.
Jesus ist für uns ans Kreuz gegangen, freiwillig, aus Liebe.
Aber: Diese Liebe bleibt ohne Wirkung, wenn ich sie nicht persönlich annehme. Wenn ich Jesus nicht als meinen Retter annehme, dann bleibt sein Kreuz für mich vergeblich.
Und deshalb ist das Kreuz immer beides: Ein Zeichen der ernsthaften Schuld – und ein Ort der unfassbaren Gnade.
Und eine weitere Erkenntnis die zum Glauben führt.
3. Ich erkenne: Jesus lebt
Diese Botschaft ist, sie ist voller Hoffnung. Denn dieser Jesus, den die Menschen abgelehnt haben, ist nicht im Grab geblieben.
„Diesen hat Gott auferweckt…“ Apostelgeschichte 2,24
„…dessen sind wir alle Zeugen.“ Apostelgeschichte 2,32
„Gott hat ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht.“ Apostelgeschichte 2,36
Jesus lebt. Er ist auferstanden. Der Tod hat ihn nicht halten können, weil er selbst das Leben ist. Durch die Auferstehung hat er den Tod besiegt endgültig.
Und das verändert alles.
Wenn Jesus nur ein guter Mensch gewesen wäre, dann hätte das Kreuz das Ende bedeutet. Dann wäre seine Geschichte wie bei vielen anderer religiösen Führern einfach vorbei gewesen. Aber das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden. Gott selbst hat ihn bestätigt.
Und weil Jesus lebt, gibt es überhaupt Hoffnung:
Hoffnung für Schuldige
Hoffnung für Zögernde
Hoffnung für Suchende
Hoffnung für jeden, der erkennt: Ich brauche einen Retter.
Die Auferstehung ist Gottes lauter Ruf in diese Welt:
Ich habe den Preis bezahlt, für jeden!
Jesus lebt und das heißt:
Du musst nicht in deiner Schuld bleiben.
Du musst nicht aus eigener Kraft leben.
Du darfst umkehren, glauben, getauft werden.
Genau das passiert in Apostelgeschichte 2: Die Menschen sind getroffen. Sie fragen:
„Was sollen wir tun?“
Und Petrus sagt:
„Tut Buße, und lasst euch taufen…“
Tut Buße, bringt diese Erkenntnis vor Gott.
Und dann lasst euch Taufen.
Wir haben uns jetzt angeschaut, was zum Glauben führt. Und da kann man natürlich noch Dinge ergänzen.
Doch zusammengefasst:
 Ich bin ohne Jesus verloren. Er ist für meine Schuld am Kreuz gestorben. Am Kreuz hat er auch an mich gedacht, meine Sünde auf sich genommen, damit ich über zum Vater kommen kann.
Danke Jesus.
Und dieser Glaube hier – führt bei euch beiden zur Taufe.
Genauso wie es bei den 3000 Menschen in Jerusalem so war.  
Ich habe mich oft gefragt: Wieso sagt Petrus hier und lasst euch Taufen.
Ihr seid zum Glauben gekommen und jetzt lasst euch Taufen.
Vielleicht weil Petrus sich direkt an die Worte von Jesus erinnerte: Der bekannte Missionsbefehl, den er seinen Jüngern mitgab, bevor er in den Himmelaufgestiegen ist.
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Mt 28,19
Wir sehen hier in dem Vers auch hier in der Apostelgeschichte. Glaube & Taufe gehört zusammen.
Auch an anderen Stellen versteht man das der Glaube und die taufe zusammengehören.
Denn die Erkenntnis führt zum Glauben - der Glaube aber dann zur Taufe.
Nicht andersrum. Zuerst kommt die Erkenntnis, dann die Buße und dann die Taufe.
Also das, was ihr Jamie & Samara heute macht ist biblisch, das machen wir, weil es Jesus befohlen hat und weil es im Neuen Testament so vorgelebt wurde.
Zum Beispiel..
Auch der Kämmerer aus Äthiopien (Apg 8)
- Ein hochrangiger Beamter. Liest in der Bibel. Philippus erklärt ihm Jesus.
- Er glaubt – und sagt: „Was hindert mich, getauft zu werden?“
- Er lässt sich sofort taufen.
Saulus/Paulus (Apg 9)
- Ein radikaler Verfolger der Christen. Jesus begegnet ihm.
- Er erkennt: Ich habe gegen Gott gekämpft.
- Er lässt sich taufen.
Lydia (Apg 16)
Eine wohlhabende Geschäftsfrau. Hört Paulus predigen. Gott öffnet ihr das Herz.
Sie glaubt und wird getauft.
Was haben alle gemeinsam, die 3000, ihr zwei und die drei?
Unterschiedliche Geschichten.
Unterschiedliche Wege.
Aber alle hören von Jesus.
Alle erkennen: Ich brauche ihn.
Alle glauben und lassen sich taufen.
Glaube & Taufe gehört zusammen.
Und nehmen wir Mt 28,19 dann ist Taufe unteranderem ein Gehorsamsakt.
Jesus sagt seinen Jüngern:
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Mt 28,19
Taufe ist also: Ich höre auf das, was mein Herr sagt.
Bin ich getauft, dann sollte mich eine Taufe auch selbst zum Reflektieren bringen.
Ist mein Gehorsam lebendig oder bequem geworden?
Die Taufe erinnert uns nämlich daran: Wir sind Nachfolger, keine Zuschauer.
Und bin ich nicht getauft, aber habe Jesus Christus als Herrn angenommen. Sollte ich mich fragen, wieso lasse ich mich denn nicht taufen, wenn es Jesus doch vorgelebt hat. Wenn er es seinen Jüngern als Auftrag mitgab.
Wenn die erste Gemeinde das doch so gelebt hat.
Wenn auch Paulus und weitere sich taufen lassen haben.
Ja Taufe an sich ist nicht Heilsnotwendig oder Heilsbringend.
Dadurch steigen wir im Ranking vor Gott nicht auf. Werden heiliger.
Nein dennoch, bin ich dadurch gehorsam und gebe gleichzeitig auch ein Statement nach außen hin.
Denn Taufe ist auch eine Symbolische Handlung:
Römer 6,4: Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Taufe ist wie ein sichtbares Zeichen, vergleichbar mit einem Ehering: Der Ring ist nicht die Liebe selbst – aber er zeigt nach außen, was innen entschieden wurde.
Deshalb taufen wir bei uns durch Untertauchen. Das Wasser steht symbolisch für das Grab. Das Untertauchen zeigt: Ich sterbe mit Christus. Das Auftauchen zeigt: Ich lebe mit ihm.
Es geht um nichts weniger als: Ich bin in Christus!
Und vielleicht habt ihr euch gefragt, warum die Täuflinge heute weiße Kleidung tragen?
Nicht, weil das irgendwo in der Bibel vorgeschrieben wäre. Sondern, weil es eine schöne, bildhafte Tradition ist: Weiß steht für Reinheit. Für das neue Leben. Für das Reingewaschenwerden durch Jesu Blut.
Ich bin frei von Schuld. Neu gemacht. Nicht durch Wasser – sondern durch das, was Jesus am Kreuz getan hat.
Ich habe ein neues Leben durch und in Jesus.
Ich habe ein neues Leben.
Was bedeutet. Dass ich in Christus frei bin. Dass mir vergeben ist, ganz. Dass ich nicht mehr in meiner alten Schuld leben muss. Dass ich neu anfangen darf, weil Jesus den Preis bezahlt hat.
Das neue Leben erinnert uns: Ich bin nicht mehr, wer ich einmal war. Ich bin ein Kind Gottes. Ich bin rein – nicht aus mir selbst, sondern durch das, was Jesus getan hat.
Und vielleicht ist das heute genau die Erinnerung, die wir brauchen. Die Frage… Ist mir das noch bewusst?
Lebe ich aus diesem neuen Leben? Oder habe ich mich innerlich wieder an das Alte gewöhnt? Trage ich mein „neues Leben“ sichtbar nach außen – oder ist es im Alltagsgrau verblasst?
Die Taufe erinnert uns: Das Alte ist vorbei. Etwas Neues hat begonnen.
Und das knüpft auch sehr an die dritte Bedeutung der Taufe.
Da Taufe auch ein öffentliches Bekenntnis ist.
Ich zeige der geistlichen als auch der physichen Welt ich Leben von nun an ein Leben mit Jesus.
Ich bekenne mich bewusst auf die Seite des Retters. Und ich muss sagen: Ich liebe das bei unseren Taufen. Dass ihr, bevor ihr ins Wasser geht, genau das tut.
Ihr lest euer Zeugnis vor. Ihr zeigt allen: Ich gehöre jetzt zu Jesus. Ich bin ein Nachfolger. Ihr wollt nicht schweigen über das, was in euch passiert ist.
Wie könnten wir auch schweigen über etwas, das ewiges Leben schenkt? Nicht die Taufe selbst rettet – aber der Glaube, zu dem ihr gefunden habt.
Und deshalb wird Simon euch gleich im Wasser fragen: „Glaubst du, dass Jesus Christus für dich persönlich gestorben und auferstanden ist?“
Und ihr werdet mit einem klaren, lauten „Ja!“ antworten. Und dann tauft er euch – so wie Jesus es seinen Jüngern aufgetragen hat – im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Dieses Bekenntnis legen wir öffentlich ab. Die 3.000 Menschen in Apostelgeschichte 2 haben es öffentlich getan. Auch beim äthiopischen Kämmerer sehen wir einen Zeugen: Philippus.
Deshalb finde ich diese Art, ein Zeugnis vor der Taufe zu geben, so wertvoll. Wir alle haben das hier in Lichtenau so gemacht.
Und doch sollten wir uns heute alle fragen: Ist mein Glaube noch sichtbar – oder war er es nur bei meiner Taufe?
3. Moralische Verpflichtung
Galater 3,27: „Ihr habt Christus angezogen.“
Taufe heißt: Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen. Nicht perfekt – aber entschieden.
👉 An Gläubige:
Trägst du dein „Trikot“ mit Überzeugung? Lebst du verantwortlich – oder verschwommen?
🙋‍♂️ Für die Gemeinde: Erinnerung & Auftrag
Taufgottesdienste sind nicht nur für Täuflinge. Sie sind Erinnerung für alle Getauften – und Herausforderung, wieder neu Jesus nachzufolgen. Bewusst. Sichtbar. Hingebungsvoll.
🪞 Der Spiegel: Das Schlussbild
Aber bei allem – bei jeder Entscheidung, bei jeder Taufe – steht einer im Zentrum:
Jesus.
Nicht dein mutiger Schritt, nicht dein Bekenntnis – sondern sein Kreuz.
(Jetzt zeigst du den Spiegel.)
„Hier siehst du die Person, für die Jesus gestorben ist.“
Nicht weil du stark bist – sondern weil er dich liebt. Nicht weil du so glaubensvoll bist – sondern weil er treu ist.
Dafür feiern wir Taufe. Dafür danken wir Jesus.
Amen.
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