„Wer euch hört, der hört mich – glaubt an mich, glaubt an Gott“
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„Wer euch hört, der hört mich – glaubt an mich, glaubt an Gott“
„Wer euch hört, der hört mich – glaubt an mich, glaubt an Gott“
Herr, gib uns ein Wort für unser Herz, und ein Herz für dein Wort. Amen.
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!
Stille. Dann langsam, fast fragend gesprochen:
„Wie hört man eigentlich richtig zu?“
Manche hören nur, was sie hören wollen.
Andere hören zu – aber verstehen nicht.
Und wieder andere – sie hören, aber glauben nicht.
Kurze Pause.
Stellt Euch vor, jemand liest jeden Tag die Bibel. Kennt Kapitel für Kapitel, kann Verse zitieren – und doch verpasst er, was Gott wirklich sagen will.
Ist das möglich?
Jesus selbst begegnet solchen Menschen – und was er ihnen sagt, das ist eindringlich, herausfordernd … und letztlich voller Einladung.
Hören wir hin. Hören wir mit neuen Ohren, mit wachem Herzen.
Ich lese den Predigttext aus dem Johannesevangelium, Kapitel 5, die Verse 39 bis 47:
39 Ihr erforscht die Heilige Schrift, weil ihr meint, durch sie das ewige Leben zu haben. Tatsächlich ist sie mein Zeuge.
40 Doch ihr wollt nicht zu mir kommen, um das ewige Leben zu haben.
41 Ich bin nicht darauf aus, von Menschen geehrt zu werden.
42 Vielmehr kenne ich euch und weiß, dass ihr keine Liebe zu Gott in euch habt.
43 Ich bin im Auftrag meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf. Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Auftrag kommt, den werdet ihr aufnehmen.
44 Wie könnt ihr überhaupt zum Glauben kommen? Es geht euch doch nur darum, dass einer vom anderen geehrt wird! Aber ihr strebt nicht nach der Ehre, die nur der einzige Gott schenkt.
45 Ihr braucht nicht zu denken, dass ich euch vor dem Vater anklagen werde. Es ist vielmehr Mose, der euch anklagt – Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.
46 Denn wenn ihr Mose wirklich glauben würdet, dann würdet ihr auch an mich glauben. Denn von mir hat er geschrieben.
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie wollt ihr dann meinen Worten glauben?«
Wem schenken wir Glauben? Wem hören wir wirklich zu?
Frage: Wer ist glaubwürdig? Und wie erkennen wir Gottes Stimme in der Welt?
Heute fragen wir: Wie wird Gott durch den Sohn und durch die Gemeinschaft der Gläubigen gehört und geglaubt?
Die Krise des Hörens im Johannesevangelium
Die Krise des Hörens im Johannesevangelium
Die jüdischen Führer kennen die Schrift, aber verpassen das Leben, weil sie sich nicht Jesus zuwenden.
Die Zeugen der Wahrheit: die Schrift, Mose, der Vater – und doch wird Jesus abgelehnt.
Der Vorwurf: Ihr sucht Ehre voneinander, nicht die Ehre Gottes – geistliche Selbsttäuschung durch Selbstbestätigung.
Trinitarischer Fokus – Hören auf Jesus heißt Hören auf Gott
Trinitarischer Fokus – Hören auf Jesus heißt Hören auf Gott
Jesus spricht und handelt im Namen des Vaters (V. 43): Wer ihn hört, hört Gott selbst.
Glaube an Jesus ist nicht ein Sonderweg, sondern der vollkommene Zugang zu Gott.
Der Geist öffnet heute Ohren und Herzen für das Evangelium – das geschieht auch durch die Verkündigung in der Gemeinde.
Anwendung – Was heißt das für uns heute?
Anwendung – Was heißt das für uns heute?
Wo suchen wir Wahrheit und Orientierung? In der Schrift oder nur in menschlicher Meinung?
Wie offen sind wir für Gottes Reden, wenn es unsere Gewohnheiten hinterfragt?
Die Gemeinde ist gesandt in Jesu Namen: „Wer euch hört, der hört mich“ (Lk 10,16) – das verpflichtet uns zur Demut und Wahrhaftigkeit.
Zuspruch – Leben durch den Glauben
Zuspruch – Leben durch den Glauben
Glaube ist Beziehung, kein bloßes Wissen.
Wer auf Christus hört, empfängt das Leben aus Gott – jetzt und ewig.
Mose verklagt nicht, wenn wir uns Christus zuwenden. In ihm wird die Verheißung erfüllt.
Einladend enden
Einladend enden
Vielleicht ein kurzer Rückgriff auf das Anfangsbild: Auf wessen Stimme höre ich wirklich – in meinem Alltag, in meinen Zweifeln?
Einladung: Hör auf Christus – glaub ihm, und du glaubst dem lebendigen Gott.
„Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben.“ (Joh 5,46)
