Heiligung – das ganze Leben neu ausrichten

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BIBELTEXT

1 Thessalonians 4:9–12 BB
9 Über die Liebe zu euren Brüdern und Schwestern brauche ich euch nichts zu schreiben. Denn Gott selbst hat euch gelehrt, einander zu lieben. 10 Und solche Liebe erweist ihr ja auch allen Brüdern und Schwestern in ganz Makedonien. Aber wir ermahnen euch, Brüder und Schwestern: Macht darin noch weiter Fortschritte! 11 Betrachtet es als Ehrensache, ein geordnetes Leben zu führen. Geht euren eigenen Geschäften nach. Und verdient euren Lebensunterhalt durch eurer eigenen Hände Arbeit, wie wir es euch aufgetragen haben. 12 So führt ihr für die Außenstehenden ein einwandfreies Leben und seid von niemandem abhängig.

GOTT

Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.

Zusammenfassung der Predigt von zwei Wochen

Paulus hat den allgemeinen Willen Gottes für uns in einem kurzen Satz zusammen gefasst:
1 Thessalonians 4:3 BB
3 Denn es ist der Wille Gottes, dass ihr heilig seid. (Eure Heiligung)

Was ist Heiligung?

Erlöst - Wir sind von Gott erlöst worden. Seine Gnade befreit uns. In Christus haben wir eine neue Identität. Er macht uns zu neue Menschen. Er gibt uns einen neuen Sinn im Leben und schenkt uns Orientierung - Wir sind als “heilig” gesprochen worden - besonders berufen um Gottes Charakter in diese Welt zu widerspiegeln.
Heiligung - ist der Weg, einen Prozess der Charakterbildung durch den Heiligen Geist, sodass wir zunehmend „von innen heraus“ das Leben neu gestalten, wie Christus – nicht durch äußeren Zwang, sondern durch innerlich verwandelte Herzenshaltung.
Es geht darum, dass wir durch die Gnade Gottes so verwandelt werden, dass wir wahrhaft menschlich leben können, als Ebenbild Gottes, zur Ehre Gottes und im Dienst für die Welt.
In diesem Prozess geht es um die Bildung des eigenen Willens in Einstimmung mit dem Willen Gottes – nicht einfach um kalte Befolgung von Gebote.
Die Gebote sind nur eine Hilfestellung, um mein Charakter neu zu formen.
Wenn ich in meinem Leben nur ungesunde Dinge gegessen habe, und dann auf einmal etwas gesundes essen muss, das schmeckt mir oft nicht.
Ich muss mich zwingen, Gemüse/Obst zu essen.
Ein Ernährungberater muss mir eine Liste von Dinge erstellen, die ich essen soll, damit mein Körper sich anders dran gewöhnt.
Mit der Zeit gewöhnt sich mein Körper an das gesunde essen - so dass ungesunde nicht mehr so gut schmeckt.
- Normale süße Schokolade —-> Dunkle Schokolade.
Es braucht Zeit ein Gewohnheit zu ändern, die ich in meinen Knochen habe.
So ist es mit dem Leben im Glauben mit Jesus:
Wenn ich mein Lebenlang egoistisch gelebt habe, und dann von Jesus höre, dass ich “mich selbst verleugnen soll”, um ihm nachzufolgen - dann schmeckt mir dieses Wort nicht.
Macht/Unterdrückung/anderen ausgenutzt —> dienen/sich klein machen/anderen höher achten
Hass/Verdienst/Geiz/Reichtum —> Vergebung/Gnade/Großzügigkeit/Armut
Da brauchen wir einen Weg der Heiligung (geistliche Disziplinen, Orientierung, Gebote, Ermahnung, Ermutigung, Begleitung)
An eine andere Stelle schreibt Paulus:
Philippians 2:12–13 NGÜ NT+PS
[ihr sollt …] alles daransetzen, dass eure Rettung sich in eurem Leben voll und ganz auswirkt – … Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was ihm gefällt.
Erlösung zum Auswirkung bringen - Heiligung. Ein Lebensprozess.
In diesem Prozess sind wir nicht allein … Gott ist am Werk in uns - Orientierung, Kraft …
Einem lebenslangen Prozess, wo wir Schritt für Schritt Jesus ähnlicher werden [ leben wie Gott es gefällt] .
Es geht nicht primär um das Erfüllen von Regeln, sondern um innere Transformation.

HAUPTPUNKT (Bottom Line):

Der Weg der Heiligung betrifft uns ganzheitlich, unser ganzes Wesen … nicht nur unsere Seele oder unseren Charackter.
Auch unsere Moral, unser Körper, unsere Beziehung zu einander, zu der Gesellschaft und zu der Schöpfung.
Für Gott ist es von großer Bedeutung, wie wir unser Leben führen, unsere Beziehungen gestalten und uns in der Gesellschaft einbringen. Das Reich Gottes hat eine ausgeprägte irdische Dimension – eine Realität, die von vielen Christen oft unterschätzt oder als zweitrangig betrachtet wird.

TRANSITION:

Deshalb … wenn Paulus über Heiligung schreibt, geht er auf Themen ein, die zu unserem Alltag gehören:

A) Sexualität und Treue in Beziehung - kein gegenseitiges Betrug

Vor zwei Wochen haben wir die Verse 4,1-8 gelesen - Paulus schreibt… “der Wille Gottes ist eure Heiligung …
und dann geht er auf das Thema Sexualität ein. Sie soll in einer treue innige Beziehungen gelebt/genossen werden. Denn unser Körper ist heilig.
Er warnt die Gemeinde in Thessalonicher, dass sie sich in geschäftliche Angelegenheiten nicht gegenseitig Betrügen sollen - Dazu gehört, dass man andere nicht ausbeutet, sondern auf ihr Wohlergehen achtet (Wie verhandeln wir mit Menschen, die uns einen Dienst leisten?)
Gott wird uns zur Verantwortung ziehen, wenn wir Ungerechtigkeit und Untreue üben.
Dann benennt er noch zwei Punkte:

B) Heiligung im Umgang miteinander - Zunehmen in der Liebe zu einander (4,9-10) 

1 Thessalonians 4:9–10 BB
9 Über die Liebe zu euren Brüdern und Schwestern brauche ich euch nichts zu schreiben. Denn Gott selbst hat euch gelehrt, einander zu lieben. 10 Und solche Liebe erweist ihr ja auch allen Brüdern und Schwestern in ganz Makedonien. Aber wir ermahnen euch, Brüder und Schwestern: Macht darin noch weiter Fortschritte!
Er kommt wieder auf das Thema “Liebe” - was er schon mehrmals in den Brief angesprochen hat.
Vertrauen und gegenseitige Zuwendung sollten die Beziehungen in der Gemeinde kennzeichnen.
Von Herr selbst gelernt - das ist das Ding, was wir von Jesus lernen.
Sie sind schon vorbildlich daran - sehr wahrscheinlich in praktischen Dingen: (Gebet, Unterstützung, Hilfe, Finanzen, Zeit, Hingabe)
Wir ermahne euch: Macht weiter Fortschritte – Sie sollen zunehmen - [perisseuō] … überreicht werden.
Die praktische alltäglich Liebe zu einander gehört zu den ständigen Aufforderungen im Weg der Heiligung.

C) Geordnetes Leben - Arbeitsethik, Lebensunterhalt, Vorbildliches Lebenswandel (4,11-12)

1 Thessalonians 4:11–12 BB
11 Betrachtet es als Ehrensache, ein geordnetes Leben zu führen. Geht euren eigenen Geschäften nach. Und verdient euren Lebensunterhalt durch eurer eigenen Hände Arbeit, wie wir es euch aufgetragen haben. 12 So führt ihr für die Außenstehenden ein einwandfreies Leben und seid von niemandem abhängig.
“ein geordnetes Leben zu führen” - “ein ruhiges Leben zu führen” - “still zu sein”
Ein ruhiger Lebensstil (4,11-12), der sich durch im Alltag zeigt.
Was Paulus hier schreibt gehört in einem besonderen Kontext:
Die ersten Gemeinden waren stark dafür bekannt, dass sie ihr Leben, ihre Häuser, ihre Zeit und Finanzen miteinander teilten.
Manche Menschen haben diese Großzügigkeit sozusagen ausgenutzt. Sie haben aufgehört zu arbeiten und leben nur aus dem was anderen mit den geteilt haben. Sie selbst haben sich kaum Mühe gegeben, selbst etwas zu verdienen um anderen zu helfen.
Dieses Problem hat sich im Laufe der Zeit so verstärkt, dass Paulus in den zweiten Thessalonicherbrief noch spezifischer gegen diese Menschen schreibt.
Der Punkt hier ist: ein ruhuer Lebensstil. Und jeder, der in der Lage ist zu arbeiten, dies tun soll, um immer etwas in der Hand zu haben, um die Gemeinschaft zu Segen.
“von niemandem abhängig” – dass eine Gemeinde nicht nur Hilfe von außen bekommt, sondern, auch Ressourcen hat, um anderen zu segnen, für die Gesellschaft gutes zu tun.

DU

Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.

MAIN POINT

Für Gott ist es von großer Bedeutung,
wie wir unser Leben führen,
unsere Beziehungen gestalten
und uns in der Gesellschaft einbringen.
Das Reich Gottes hat eine ausgeprägte irdische Dimension – eine Realität, die von vielen Christen oft unterschätzt oder als zweitrangig betrachtet wird.
In diesem Sinne: Heiligkeit bedeutet nicht, dass man sich aus der Welt zurückzieht, sondern dass man auf eine neue und andere Weise an dieser Welt teilnimmt.
Wie die Thessalonicher sind auch wir berufen, unseren Glauben nicht nur im privaten oder gemeindlichen Rahmen zu leben, sondern auch im Berufs- und Alltagsleben – unter Kollegen, Kunden und Mitarbeitern.
Gerade weil wir so viel Zeit im Öffentlichen Leben verbringen (Arbeit), zeigen wir oft mehr durch unser Verhalten als durch Worte, wem wir gehören, wie Gott ist.
Heiligung heißt nicht Rückzug aus der Welt, sondern ein anderes, gottgefälliges Leben in der Welt – geprägt von Liebe zu anderen Menschen.

Was soll ich nun Tun?

Im Berufsleben treu leben
1. Verlässlich und ehrlich arbeiten
Halte Versprechen und Absprachen ein.
Sei pünktlich, gewissenhaft und fair – auch wenn es niemand direkt kontrolliert.
2. Respektvoller Umgang mit allen
Behandle Kollegen, Kunden und Vorgesetzte mit Würde – unabhängig von ihrer Position oder Meinung.
Höre zu, anstatt vorschnell zu urteilen.
3. Keine Trennung zwischen „Glauben“ und „Arbeit“
Sieh deine Arbeit als Ort, an dem du Gott dienst – nicht nur sonntags, sondern auch montags bis freitags.
4. Lebe deinen Glauben sichtbar – aber unaufdringlich
Zeige Geduld in stressigen Situationen.
Vergib, auch wenn du verletzt wurdest.
Sprich gut über andere – auch wenn gelästert wird.
5. Biete Hilfe an, wo du kannst
Unterstütze Kollegen, die überfordert sind.
Höre zu, wenn jemand Sorgen teilt – und biete Gebet an, wenn es passt.
Teilhaben statt zurückziehen
6. Engagiere dich bewusst in deinem Umfeld
Nimm aktiv an Gesprächen oder Initiativen teil, statt dich zurückzuziehen.
Sei ein „Licht“ in deinem Bereich – nicht durch Perfektion, sondern durch Liebe und Echtheit.
7. Verbinde Beruf und Berufung
Überlege dir: Wie kann ich in meinem Beruf zum Wohl anderer beitragen?
Frage dich regelmäßig: Was würde Jesus an meiner Stelle tun?
❤️ In Liebe und mit missionarischer Haltung leben
8. Lebe mit offener Tür und offenem Herz
Lade Kollegen z. B. zu einem Kaffeetreffen, Grillabend oder Gottesdienst ein.
Sei bereit, von deinem Glauben zu erzählen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt – ohne zu drängen.
9. Bete für deinen Arbeitsplatz
Bitte Gott, dir Weisheit, Liebe und Geduld zu geben.
Bete für konkrete Menschen an deinem Arbeitsplatz – und sei offen, ein Segen für sie zu sein.
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