Goldene Hochzeit Kunz

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Goldene Hochzeit Kunz

Musik: Großer Gott, wir loben dich
Begrüßung
Liebe Elke, lieber Michael, liebe Familie, Freunde und Gäste,
wenn zwei Menschen 50 Jahre miteinander verheiratet sind, dann kann man das ruhig ein kleines Wunder nennen – und ein großes Zeichen von Liebe, Geduld, Humor … und göttlicher Gnade!
Heute feiern wir nicht nur ein Ehejubiläum, sondern eine Lebensgeschichte, die geprägt ist von Vertrauen, gegenseitigem Tragen – und von ganz viel gemeinsamem Glauben.
Wir wollen gemeinsam danken, singen, zuhören, uns freuen, segnen – und vielleicht auch ein paar Tränen der Rührung zulassen.
Schön, dass wir diesen Tag mit euch, liebe Elke und lieber Michael, feiern dürfen!
Lied: Albert Frey - Albert Frey – Damit wir das Leben haben Feiert Jesus 6 - 88
Andacht
Text: Genesis 22,19: „Und sie machten sich auf und zogen miteinander.“
Liebe Elke, lieber Michael, liebes Jubelpaar, liebe Familie und Freunde, liebe Gäste,
wir feiern heute ein ganz besonderes Fest: 50 Jahre Ehe – Goldene Hochzeit. Das ist mittlerweile nicht nur ein seltenes Jubiläum – es ist ein starkes Zeugnis. Ein Zeichen der Treue, des gemeinsamen Weges, der Höhen und Tiefen, der Herausforderungen und der vielen kleinen und großen Wunder des Alltags. Und für euch ist es auch ein Zeichen des Glaubens an unsern Herrn Jesus Christus.
Als Trauspruch wurde euch vor 50 Jahren ein kurzer, aber kraftvoller Satz aus der Geschichte Abrahams mit auf den Weg gegeben:
„Und sie machten sich auf und zogen miteinander.“ (Genesis 22,19)
Dieser Satz beschreibt einen Aufbruch, nun nicht den Aufbruch eines Ehepaars, sondern den Aufbruch von Vater und Sohn nach einer großen Glaubenserfahrung. Es ist der Aufbruch zu einem gemeinsamen Weg. Und genau darum geht es heute: Ein Leben, das miteinander gegangen wurde – Schritt für Schritt, Jahr für Jahr – 50 Jahre lang.

1. Ein gemeinsamer Aufbruch

Als ihr euch vor 50 Jahren das Ja-Wort gegeben habt, habt ihr euch aufgemacht – nicht nur in eine Ehe, sondern in ein gemeinsames Leben mit allem, was dazugehört. Und ihr hab diesem Weg nicht allein begonnen, sondern im Vertrauen auf Gott, dass er euch auf recht Weise führen wird, und euch in allen euren Höhen und Tiefen beisteht. Und wie das Leben so ist, führte es euch an verschiedene Orte:
Du, Michael, bist hier in Schmölln als Sohn eines Pastors der EFG aufgewachsen, hast in der DDR-Zeit den Beruf eines Rundfunkmechaniker gelernt und deinen Meister gemacht. Ein Beruf, der mit Technik, Sorgfalt und Präzision zu tun hat – Eigenschaften, die sich auch in deinem weiteren Lebensweg wiederfinden.
Nach der Wende dann: Ein beruflicher Neuanfang als Heimleiter in einem kirchlichen Altenheim – ein Dienst am Menschen. Und schließlich Gemeindereferent – wieder zurück in Schmölln, wo die familiären und vielleicht auch die geistlichen Wurzeln lagen. Ein Leben im Dienst für andere.
Du Elke, aufgewachsen im schönen Thüringer Wald – hast dich in der Apotheke bewährt. Auch das: ein Beruf mit Verantwortung, Genauigkeit und Herz. Nach der Wende ging auch dein Weg neu weiter – Seite an Seite mit deinem Mann im gemeinsamen Dienst im Altenheim. Ihr habt euch ergänzt, gestärkt, getragen.
Ihr habt miteinander gearbeitet, miteinander gedient, miteinander gelebt – ganz im Sinne unseres Bibelverses.

2. Ein Weg voller Berufung und Hingabe

Dieser gemeinsame Weg war nicht immer gerade – aber er war geführt. Geführt von einem Gott, dem ihr euer Leben anvertraut habt.
Auch im Ruhestand sein ihr noch aktiv: In Schmölln, in Friedrichroda bei Freizeiten und anderswo, in der Gemeinde, bei den Senioren, beim Frauenfrühstück – überall habt ihr Spuren hinterlassen.
Du, lieber Michael, warst nicht nur Heimleiter und Gemeindereferent, sondern Prediger mit Herz – auch jetzt im Ruhestand bringst du Gottes Wort mit Liebe und Vollmacht zu den Menschen.
Du, liebe Elke, hast mit liebevoller Treue die Seniorenkreise und das Frauenfrühstück begleitet. Du warst da, wo Menschen Trost und Ermutigung brauchten.
Euer Haus ist nicht nur Heim für euch selbst, sondern ist offen für viele – für eure Kinder, eure Enkel, für Freunde und Gemeindemitglieder. Auch wir sind bei euch öfters zu Gast.
Und was für ein Segen liegt auf eurer Familie! Drei Kinder – eine Tochter und zwei Söhne – habt ihr großgezogen. Jeder von ihnen hat auf seine Weise das mitgenommen, was ihr ihnen vorgelebt habt: Liebe, Glauben, Treue, den Blick für andere. Und nun dürft ihr erleben, wie dieses Erbe weiterwächst – in euren Enkelkindern. Ihr seid für sie Großeltern, ja, aber noch mehr: ein geistliches Fundament, ein stilles Vorbild, eine Quelle des Segens. Eure Liebe hat Wurzeln geschlagen – und sie trägt Frucht über Generationen hinweg.
Was ihr miteinander gelebt habt und lebt, strahlt weiter – in das Leben eurer Kinder und Enkel, wie ein leiser, segensreicher Nachhall der Liebe. Und während draußen die Garteneisenbahn ihre Kreise zog, habt ihr drinnen mit Geduld, Glauben und Humor das Leben gemeistert.

3. Miteinander – das bleibt

„Und sie machten sich auf und zogen miteinander.“ Das Wort „miteinander“ ist das Herz dieser Andacht. Es ist das, was euer Leben geprägt hat. Und es ist auch das, was uns heute bewegt:
Miteinander glauben
Miteinander tragen
Miteinander schweigen und lachen
Miteinander wachsen und alt werden
In einer Zeit, in der vieles brüchig wird, seid ihr ein lebendiges Zeugnis der Beständigkeit. Nicht, weil immer alles einfach war – sondern weil ihr einander treu geblieben seid. Weil ihr Gott treu geblieben seid.

4. Der Weg geht weiter

Auch wenn heute ein Rückblick gefeiert wird – es ist zugleich ein Ausblick. Euer Weg ist noch nicht zu Ende. Gott hat euch nicht auf halbem Weg verlassen, und er wird euch auch weiter begleiten – mit jedem Schritt, mit jedem neuen Tag.
Die Bibel ist voller Geschichten von Menschen, die unterwegs waren – mit Gott. Und euer Leben reiht sich darin ein. Ihr habt euch aufgemacht – vor 50 Jahren – und seid immer noch unterwegs. Und das mit einem Lächeln, mit Musik im Herzen und mit der Hoffnung im Gepäck.

Schlusswort

Liebes Jubelpaar: Eure Ehe ist ein Geschenk – für euch, für eure Kinder und Enkel, für die Gemeinde, für viele Menschen. Gott hat euch bewahrt, geführt und gesegnet. Und er wird es weiter tun.
Darum sagen wir heute nicht nur „Herzliche Glück- und Segenswünsche“, sondern auch: Danke. Danke für euer Vorbild, für euer Vertrauen, für euer „Miteinander“.
Und wir beten: Der Herr segne euren weiteren Weg. Möge seine Güte euch begleiten – alle Tage eures Lebens.
Amen.
Lied: Mittelpunkt

Segensgebet zur Goldenen Hochzeit

Treuer Gott und Vater, wir danken dir für 50 gemeinsame Jahre, für die Liebe, die gewachsen ist, für das Vertrauen, das getragen hat, für den Glauben, der Halt gegeben hat.
Du hast dieses Ehepaar geführt – durch gute Zeiten und schwere Wege, durch Herausforderungen und viele Wunder des Alltags. Du warst der unsichtbare Dritte in ihrem Bund, die tragende Kraft hinter ihrem "Miteinander".
Wir bitten dich:
Segne sie weiterhin auf ihrem Weg – mit Gesundheit an Leib und Seele, mit Frieden in ihrem Herzen, mit Freude aneinander und mit Hoffnung für jeden neuen Tag.
Lass ihr Haus ein Ort des Segens bleiben – für ihre Kinder, Enkel, Freunde und Gäste. Gib ihnen die Kraft, weiter Licht und Liebe auszustrahlen in ihrer Familie und in ihrer Gemeinde.
Bewahre sie in deiner Treue, umhülle sie mit deinem Segen, und schenke ihnen viele erfüllte Jahre – in deiner Nähe, in deiner Gnade, in deinem Frieden.
So segne euch der lebendige Gott: der Vater, der euch geschaffen hat, der Sohn, der euch begleitet, und der Heilige Geist, der eure Liebe lebendig hält – heute, morgen und alle Tage eures Lebens.
Amen.
Lied: „Ins Wasser fällt ein Stein“
Vaterunser
Segen
Lied: “Möge die Straße uns zusammenführen“
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