Daniel

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Notes
Transcript

Einleitung

Gedankegeschichte stellt euch vor:
13 Jahre alt
-schöne Kindheit, liebevolle Eltern, gut versorgt
-keine Sorgen, keine Ängste, Schutz des Königs
eines Tages Nachricht
-Krieg, fremder Herrscher
-erobert Dörfer, zeiht über die Berge, belagert eure Stadt
-gefallen
Unsicherheit -> was kommt?
Frühstück
-klopft an Tür; Soldaten
-treiben dich und deine Familie vor die Tür
-große Menschenmenge, Verwandte, Nachbarn, Freunde
-Soldaten schreien in fremder Sprache -> Bewegung
-hinaus aus Stadttor
Pfad über Berge; letzter Blick
Wochen unterwegs
-große Stadt, Hauptstadt
-Vorort: kleines Haus
-Heimat verloren, Familie ist noch da
ein paar Tage später:
-eingelebt, Alltag
-wieder frühstück, wieder Klopfen
-nur du
-auv Straße Gruppe junger Leute, alle in deinem Alter
triffst drei deiner Freunde -> wusstest nicht, dass sie auch hier sind
-Prachtstraße entlang
-durch großes Siegestor -> Bilder eines fremden Gottes
-für die Regierungsgebäude
-stehst mit den anderen in hell erleuchtetem raum
-dein Leben wird nie wieder das alte sein
Willkommen im Leben von Daniel
-Augen öffnen
-mit diesem Leben die nächsten Wochen beschäftigen
-uns die Fragen stellen, die das Buch seinen Lesern seit 2500 Jahren stellt
Wem gehört dein Herz? Wer regiert die Welt? Wer hat die Macht? Wem gebührt die Ehre? Wer ist der Richter? Wo ist dein Zuhause?
-dabei haben wir festgestellt, dass ein Gedanke sehr zentral ist bei allen Geschichten
-> Daniels Glaube und sein Vertrauen, egal was passiert:
-er hält sich fest und erlebt, dass er von Gott gehalten wird
“Fest(ge)halten”
-starten mit einer sehr persönlichen Frage:
Wem gehört dein Herz?

1. Teil

-ersten Teil der Daniel Geschichte kruz lesen
Daniel 1,1–2 NeÜ
Im dritten Regierungsjahr des Königs Jojakim von Juda zog der babylonische König Nebukadnezzar vor Jerusalem und bedrängte die Stadt. Der Herr gab König Jojakim in die Gewalt Nebukadnezzars und ließ auch einen Teil der Tempelgeräte in seine Hand fallen. Nebukadnezzar brachte sie ins Land Schinar und ließ sie im Tempel, dem Schatzhaus seines Gottes, aufbewahren.
(ersten Verse lesen; eventuell Karte)
-Geschichte von Daniel beginnt mit dem Ende
-Ende Israels als Königreich
-Ende der Linie Davids auf dem Thron
-Ende des Landes Israel als Besitz des Volkes
-Ende der Gemeinschaft mit Gott im Tempel
-Karte der damaligen Zeit:
-605 v.Chr.: Nebukadnezar wurde König des Babylonischen Reiches
-besiegte Ägypten bei Karkemisch
-zog in Richtung Süden gegen Juda
-erobert Jerusalem führt den König und einen Teil der Gefäße und Geräte aus dem Tempel nach Babylon (wahrscheinlich als Tribut und Beweis des Sieges)
-doch er nimmt noch mehr mit: (eventuell nicht lesen)
Daniel 1,3–7 NeÜ
Seinem obersten Hofbeamten Aschpenas befahl er, einige junge Israeliten aus dem Königshaus und den vornehmen Familien auszusuchen. Die jungen Männer sollen gesund sein und gut aussehen, außerdem weise, klug und begabt. Sie müssen geeignet sein, in den Dienst am Königshof zu treten und deshalb in der Sprache und Literatur der Chaldäer unterwiesen werden.“ Drei Jahre lang sollten die jungen Leute ausgebildet werden und danach in den Dienst des Königs treten. Der König ordnete an, dass sie von der königlichen Tafel mit Speise und Wein versorgt würden. Zu den jungen Juden, die ausgesucht wurden, gehörten auch Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja. Aschpenas gab ihnen babylonische Namen: Daniel nannte er Beltschazzar, Hananja Schadrach, Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego.
-gesucht: junge Männer für den Dienst des Königs
-die junge Elite wird zusammengesucht
-> sollten die beste Ausbildung des Königreichs bekommen
-jwahrscheinlich zwischen 12 und 15
-Nebukadnezar war nun kein Philanthrop
-> sah nicht die jungen Männer und dachte: die brauchen etwas besseres
-Grund war ein anderer:
als spätere Beamte Anerkannt von ihrem Volk
“Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft.” - Napoleon
Prinzip, dass sich durch die Jahrhunderte hindurch bewährt hat
nicht umsonst: Hitlerjugend (Anerkennung, Wertschätzung, Gemeinschaft,...); DDR-Zeit: FDJ; auch heute noch:
Scholz: “Wir wollen die Lufthoheit über die Kinderbetten gewinnen.” 2002
-> obwohl Grundgesetz Familie unter den Schutz des Staates stellt ohne sie zu übernehmen
-was Nebukadnezar plant ist also nichts anderes als ein “Umerziehungscamp”
-gibt den jungen Männern ein Elite gefühl
-> gerade in dem Alter sehr ansprechend
-> holt sie in die Weltmetropole Babylon
(-Jerusalem war damals recht überschaubar (Vergleich Jerusalem/Babylon?)
-die Ausbildung sollte dabei auf drei Ebenen ihre Verbindung zu ihrer Heimat brechen
neue Denkweise
sollten unterrichtet werden in der neuen Sprache und Schrift
Übungstexte: heiligen Schriften Babylons und ihre Mythen und legenden
Werte wurden geprägt
lernten zu denken und die Welt zu verstehen, wie Babylonier es taten
senkte sich immer weiter in ihren Verstand
neue Lebensweise
bekamen Versorgung von der königlichen Tafel
lebten im Palast des Königs
lernten babylonische Etikette, Tagesabläufe und Bräuche
neuer Glaube
bekamen neue Namen -> damals größere Bedeutung als heute
Daniel -> Gott ist mein Richter
Hananja -> Jahwe isrt gnädig
Mischael -> Wer gehört zu Gott?
Asarja -> Jahwe ist der Helfer
Beltschazar -> Möge Bel sein Leben schützen
Schadrach -> das Gebot Akus (Mondgott)
Meschach -> Wer ist wie Aku?
Abed Nego -> Knecht des Nebo
Wie es Daniel und seinen Freunden ging
-am Anfang da hinein versetzt
-große Frage: was bleibt, wenn man dir deine Sprache, deine Kultur, und deine Identität (deinen Namen) nimmt? Was bleibt, wenn alles von dir geändert wird?
-die Frage ist für uns relevanter, als ihr vlt im ersten Moment denkt
-feiern heute Pfingsten:
-nach der Himmelfahrt Jesu
-Jünger verteilten sich nicht blieben in Jerusalem
-große Frage: wie geht es weiter?
-eine Woche später: gemeinsames Gebet, geist Gottes erfüllt sie
-Petrus hält eine Predigt, die jeder in Jerusalem versteht, 3000 bekehren sich
-Gemeinde war geboren
-was wir dabei meist nicht bedenken: Babylonerlebnis
-> wie bei Daniel
-> als Christen bis heute so
-Philipper: unsere Heimat ist im Himmel, in der Gegenwart Gottes
-andere Denkweise
-Werte (Leben vs. Selbstbestimmung; Moral vs. Freiheit; Nächstenliebe vs. Selbstliebe)
-Perspektive auf Leben und Welt
-Medien prägen unsere Denkweise
-andere Lebensweise
-sind nicht alle vegetarier
-versuchen Zeit und Geld zu nutzen für Gott
-geprägt von Beziehung zu ihm
-anderen Glauben/Vertrauen
-ein GOtt, der Himmel und Erde geschaffen hat und die Welt in seiner Hand hält
-an sich selbst, die eigene Kraft und Vertrauen auf alles, was unsere Bedürfnisse mgl schnell erfüllt
-sind herausgefordert immer wieder im Alltag Kompromisse einzugehen
-abwägen, was ist gut, was schlecht? was passt zu meinem GLauben, was nicht?
-sWas denken die anderen?
am Ende können wir mit der Antwort auf eine Frage alle anderen beantworten.
-gleiche Frage wie bei Daniel
-gleiche Frage, mit der sich bei ihm alles entschied
-wem gehört dein Herz?
-an was hängst du dein Herz?
-normalerweise stand diese Frage am Anfang unseres Lebens mit Jesus
-Was ist deine Hoffnung im Leben und im Sterben? -> Jesus Christus
-unsere Entscheidung ihm zu folgen
das sehen wir bei Daniel
Daniel 1,8 SLT
Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.
alles, was die Babylonier taten, war mit ihrem Glauben verbunden
-Schrift, Handeln unde Denken, Namen
-auch essen: nach eigenen Riten hergestellt, Fleisch den Götzen zuvor geopfert, sie wurden geeht vor dem Essen
Daniel wusste: er kann nicht ändern, womit er die Sprache lernt und mit welchem Namen er angesprochen wird - stand nicht in Konflikt mit seinem Glauben
-an einer Stelle konnte er einen Unterschied machen: dem Essen
-nach dem jüdischen Gesetz durfte einiges nicht gegessen werden, Fleisch musste nach bestimmter Weise geschlachtet werden
-> wusste Babylonier kennen das nicht und werden sich nicht daran halten
-> entscheidet sich für die einfachste Variante -> bittet um anderes Essen
-Daniel wird mit seinen Freunden darüber gesprochen haben, bevor er zum Aufseher ging -> nicht alle der jungen Männer stimmten zu
-stimmen die wir heute auch noch hören:
-”hab dich nicht so.” “Das ist doch halb so wild.”
-warum war es Daniel abre so wichtig?
-ich glaube ihm war eins bewusst: unser Verhältnis zu Gott kann durch diese Welt beeinflusst werden
Jakobus 1,27 NeÜ
Wer Gott, dem Vater, wirklich gefallen will, der helfe Waisen und Witwen in ihrer Not und beschmutze sich nicht am Treiben der Welt.
Jakobus schreibt von dem Schmutz der Welt
-> Gott hat uns zu Heiligen gemacht, so wie er es mit den gläubigen Israeliten gemacht hat
-hat uns gereinigt von unserer Schuld, sodass wir mit ihm leben können
-wenn wir uns aber unter den Einfluss der Gesellschaft stellen, die Gott nicht kennt
-> fallen nicht gleich vom Glauben ab
-> es wird unser Leben immer mehr prägen
Man ist immer der Durchschnitt seiner 5 besten Freunde.
unser Umfeld prägt uns
-umso mehr wir uns von ihr prägen lassen, desto schwerer wird es uns weiter von Gott prägen zu lassen
-> schon Paulus kannte das Problem: 2.Tim 4,10
Demas hat mich verlassen, er hat die Welt lieb gewonnen -> wurde ihm wichtiger
-dabei ist es schwer eine klare Grenze für alle zu ziehen:
-Feste wie Halloween und Hexenfeuer; Romane wie Harry Potter und Krabat; und was noch alles in der Buch und Filmewelt umherspukt
-am Ende ähnlich wie bei der Frage der Korinther an Paulus, ob sie FLeisch essen dürfen, dass zuvor Götzen geopfert wurde
-wir wissen Gott schützt uns und niemand kann uns aus seiner Hand reißen
-doch hinter vielem stehen dunklere Mächte, als wir sie uns vorstellen, unter deren Einfluss wir uns bewusst oder unbewusst stellen
-> welche Wirkung haben sie auf dich?
-> Entscheidend: Wem gehört dein Herz?
deswegen warnt Johannes in seinem Brief genau davor:
1. Johannes 2,15–17 NeÜ
Hängt euer Herz nicht an die Welt und an nichts, was zu ihr gehört! Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe des Vaters keinen Platz in ihm. Denn diese Welt wird von der Sucht nach körperlichem Genuss bestimmt, von gierigen Augen und einem unverschämten Geltungsdrang. Nichts davon kommt vom Vater. Es stammt aus ‹dem Wesen› der Welt. Und diese Welt mit ihren Begierden wird verschwinden. Doch wer tut, was Gott will, bleibt und lebt in Ewigkeit.
wisst ihr, ich bewundere Daniel für seine Überzeugung, gerade in dem Alter
-keine Ahnung, was ich gemacht hätte, außer zahlreiche schlaflose Nächte zu haben
-wie kommt ein so junger Mann genau zu so einer Überzeugung?
-(12-15 Jahre)
drei Faktoren beeinflussen das ganze:
braucht glaubwürdige Vorbilder
braucht Menschen im Leben, die ihn in ihr Leben reinschauen lassen
Daniel wuchs im Königshaus von Juda auf
bekam in Kindheit Josia mit, den großen Reformer Judas
bis Grundschule machen Eltern viel aus
ab Teeniealter sind die Eltern meist nicht mehr die großen Vorbilder
da braucht es Jungschar- Teeniemitarbeiter, die an ihnen dran sind
Menschen außerhalb der Eltern, bei denen sie sehen können wie leben und glauben funktioniert -> deswegen Mentoring so wichtig
nützt noch nichts, wenn ein weiterer Punkt fehlt:
persönliche Begegnung mit Gott
es braucht den Punkt, wo er Gott begegenet
nicht nur kennenlernt, sondern in als Herrn seines Leben anerkennt
das war bei Daniel wohl geschehen -> überzeugt davon, sich an Gottes Wort zu halten
fester Maßstab
damals wie heute: Gottes Wort
daniel kannte die Schriften: das Gesetz, die Geschichtsbücher Samuels, die Chronik der Könige und die Psalmen Davids, wahrscheinlich sogar die Schriften einzelner Propheten, zumindest Jeremias erste Predigten könnte er auf dem Markt gehört haben -> später forschte er in ihnen
erinnert an eine Wahrheit, die in Psalm 119 geschrieben steht:
Psalm 119,9–11 NeÜ
Wie hält ein junger Mann sein Leben rein? Indem er tut, was du ihm sagst! – Von ganzem Herzen suche ich dich, halte mich bei deinem Gebot! Dein Wort habe ich im Herzen verwahrt, weil ich nicht gegen dich sündigen will.
-Gott suchen, seinen Willen tun wollen, sein Wort im Herzen bewahren
-wieviel lesen und lernen wir von Gottes Wort und wie wenig rutscht weiter in unser HErz, wo es uns tief prägen kann
-genau das ist es, was bei Daniel passiert ist -> brauchte keine Schriftrollen zum nachschlagen: er kannte Gottes Wort
-Daniel kann den Aufseher überzeugen mit einer Probezeit von 10 Tagen
-schließen am Ende ihre Ausbildung als Klassenbeste ab
-nicht nur das -> viel besser als alle anderen Berater des Königs
-Gott sorgte dafür, dass seine andere Ernährung und seine Weigerung ihm keinen Nachteil brachten im Gegenteil sogar: Daniel bekommt eine hohe Stellung
-wie gesagt: wir leben als Christen in genau dieser Situation wie Daniel
-große Aufgabe: dran bleiben festhalten an dem, der uns hält
-ich glaube uns helfen die gleichen Schritte, die auch Daniel geholfen haben:
-brauchen gute Vorbilder und Mentoren
-Leben lernen
-hineinsprechen in unser Leben
-brauchen Begegnung mit dem Lebendigen Gott
-reicht nicht einmal in der WOche zum Gottesdienst und vor dem Essen
-braucht tägliche Gespräch und Austausch
-Paulus: Betet allezeit. -> So natürlich werden wie atmen.
-brauchen einen festen Maßstab:
-wieviel von der Bibel wird heute verwischt
-Stellen werden ausgeklammert, weil sie nicht zu meinem Gottesbild passen
-was bleibt, wenn wir die letzte feste Wahrheit, die es gibt, relativieren?
-wie wollen wir unser Herz an Gott hängen, wenn wir seinem Wort nicht vertrauen
-auch hier die Frage: wem gehört dein Herz?
-dem einzig wahren Gott der Bibel? Jesus Christus, der für deine Schuld ans Kreuz gegangen ist, damit du leben kannst in der Gegenwart Gottes?
-dem goldenen Bild, dass du dir in den Jahren gemacht hast und was vlt nichts mehr mit dem Gott der Bibel zu tun hat
-an das, was die Welt dir verspricht, aber nie halten kann
“Häng dein Herz an eine wackelnde Welt,
und dann wunderst du dich, dass es runterfällt.”
“Oder an die Freude” - Judith Holofernes
unsere Zeit verändert sich, unsere Kultur verändert sich
-einzige der bleibt: Gott selbst; steht mit seinem Namen dafür
-hänge dein Herz an Gott, halte dich an ihm fest und du wirst erleben, was Daniel erlebt hat: Gott ist da, und er handelt
oder um es mit den Worten Jesajas zu sagen:
Jesaja 26,4 NeÜ
Vertraut auf Jahwe immerzu, auf Jah, auf Jahwe, den ewigen Fels!
Was bleibt, wenn dir alles genommen wird?
Was dürfte man dir niemals nehmen?
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