Dankbarkeit
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Transcript
18 Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
Liebe Gemeinde, ich freue mich, dass wir gemeinsam heute ein spannendes Thema betrachten dürfen. Das Thema Dankbarkeit.
Nun Paulus fordert uns auf in allem dankbar zu sein. Geht denn das überhaupt in allen Dankbar zu sein?
Ich habe vor vielen Jahren eine besondere Herausforderung erleben dürfen. Ich war gerade am Ende meiner Ausbildung zum Arbeitserzieher und ich wusste, dass ich am nächsten Tag zu Prüfung gehen musste…….
Ich habe meine Prüfung bestanden und als mir meine Direktoren zur bestanden Prüfung gratuliere war mächtig froh und dankbar dass nun alles vorbei war. die Anspannung das nächtelange Lernen im Internatszimmer. Nach der Prüfung, habe ich das Gebäude verlassen und Gott in der erholsamen Natur gedankt.
Nun gibt es ja auch Situationen im Leben, die nicht immer so gut laufen. So gibt es immer wieder unerfüllte Wünsche oder auch Enttäuschungen, die wir erleben. kann ich denn auch für dass nichterfüllte Dinge in meinem Leben dankbar sein?
6 Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
1 Und es war ein Mann aus Ramataim-Zophim, vom Bergland Ephraim, der hieß Elkana, ein Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zuphs, eines Ephratiters. 2 Er hatte aber zwei Frauen, die eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna aber hatte Kinder, und Hanna hatte keine Kinder. 3 Dieser Mann nun ging Jahr für Jahr hinauf aus seiner Stadt, um den Herrn der Heerscharen anzubeten und ihm zu opfern in Silo. Dort aber waren Hophni und Pinehas, die beiden Söhne Elis, Priester des Herrn.
4 An dem Tag nun, als Elkana opferte, gab er seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Anteile vom Opfermahl. 5 Hanna aber gab er einen doppelten Anteil, denn er hatte Hanna lieb; aber der Herr hatte ihren Mutterleib verschlossen. 6 Und ihre Widersacherin reizte sie sehr mit kränkenden Reden, um sie darüber zu erzürnen, dass der Herr ihren Mutterleib verschlossen hatte. 7 Und so ging es Jahr für Jahr; sooft sie zum Haus des Herrn hinaufzog, kränkte jene sie so, dass sie weinte und nichts aß. 8 Elkana aber, ihr Mann, sprach dann zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum isst du nicht? Warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?
9 Und eines Tages stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatte. Eli, der Priester, saß eben auf seinem Stuhl beim Türpfosten des Tempels des Herrn. 10 Sie aber, betrübt, wie sie war, betete zum Herrn und weinte sehr. 11 Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: Herr der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen Sohn geben wirst, so will ich ihn dem Herrn geben, so lange er lebt, und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen!
Hanna erlebt hier eine Situation in ihrem Leben, die schmerzhaft und sehr belastend für sie war. Aus menschlicher Sicht ist es ihr unmöglich Kinder zu bekommen, es scheint so zu sein, dass sie nie Kinder haben wird. Statt jetzt nun zu verzweifeln, stürmt sie nach vorn und bringt ihre Situation direkt vor Gott, in dem Bewusstsein, dass Gott ihr hoffentlich helfen wird. Sie setzt ihr Vertrauen ganz auf Gott. Sie ist sogar bereit, alles dafür zu tun, sogar ihren eigenen Sohn für immer in Gottes Hände zu legen.
1 Und Hanna betete und sprach:
Mein Herz freut sich in dem Herrn;
mein Horn ist erhöht durch den Herrn.
Mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde;
denn ich freue mich in deinem Heil!
Hanna Lobt Gott und preist ihn. Sie schenkt Gott ihr Kind. Samuel wächst im Haus Gottes auf und der Ziehvater ist Eli der Hohe Priester Hanna hat ein wichtiges Prinzip verstanden. Die Dankbarkeit ist eine innere Haltung eines Christen und keine situative Reaktion
Paulus
25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang, und die Gefangenen hörten ihnen zu.
1. Sie lebten aus einer tiefen Gottesbeziehung
1. Sie lebten aus einer tiefen Gottesbeziehung
Paulus und Silas kannten Gott nicht nur als „Retter aus der Not“, sondern als treuen Vater in jeder Situation. Ihr Lob war nicht abhängig vom äußeren Zustand, sondern vom inneren Vertrauen:
Gott ist da – auch im Dunkeln.
Sie lobten Gott nicht für das Gefängnis, sondern im Gefängnis – ein riesiger Unterschied!
2. Sie vertrauten Gottes Plan – auch wenn sie ihn nicht sahen
2. Sie vertrauten Gottes Plan – auch wenn sie ihn nicht sahen
Paulus wusste: Gott wirkt oft gerade in schwierigen Umständen (Röm 8,28). Seine Wege sind höher. Vielleicht sollte genau in diesem Moment jemand die Botschaft hören – was sich ja auch bewahrheitet: Der Gefängniswärter wird bekehrt!
Ihre Dankbarkeit war Ausdruck ihres Glaubens, nicht ihrer Bequemlichkeit.
3. Sie wussten: Leiden gehört zur Nachfolge
3. Sie wussten: Leiden gehört zur Nachfolge
Paulus hatte nicht erwartet, dass Nachfolge einfach ist – Jesus selbst hatte gewarnt: „Wer mir folgen will, nehme sein Kreuz auf sich…“ (Lk 9,23). Aber er hatte auch versprochen, immer bei uns zu sein (Mt 28,20). Das Lob war also nicht Trotz, sondern Vertrauen „Wir wissen nicht, was kommt – aber wir wissen, wer bei uns ist.“
4. Dankbarkeit durchbricht den inneren Druck
4. Dankbarkeit durchbricht den inneren Druck
Lob und Dank verändern die Atmosphäre – in uns und um uns. Während viele im Leid klagen oder aufgeben, verwandelt Dankbarkeit den Blick:
Sie richtet ihn weg vom Problem hin zu Gott.
Wo wir danken, erinnern wir uns: Gott ist größer als unsere Ketten.
Paulus und Silas konnten danken im Leid, weil…
sie Gott wirklich kannten und vertrauten,
sie glaubten, dass Gott auch in der Dunkelheit wirkt,
sie bereit waren, auch durch Leiden hindurch zu dienen,
und weil ihr Lob die Kraft hatte, ihre Situation geistlich zu verändern.
Die zehn Aussätzigen
11 Und es geschah, als er nach Jerusalem reiste, dass er durch das Grenzgebiet zwischen Samaria und Galiläa zog. 12 Und bei seiner Ankunft in einem Dorf begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von ferne stehen blieben. 13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich über uns!
14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein. 15 Einer aber von ihnen kehrte wieder um, als er sah, dass er geheilt worden war, und pries Gott mit lauter Stimme, 16 warf sich auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter.
17 Da antwortete Jesus und sprach: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? 18 Hat sich sonst keiner gefunden, der umgekehrt wäre, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling? 19 Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin; dein Glaube hat dich gerettet!
Warum kam nur einer zurück um Jesus zu danken?
1. Der Fokus lag auf der Heilung – nicht auf dem Heiler
1. Der Fokus lag auf der Heilung – nicht auf dem Heiler
Die neun waren vermutlich dankbar für ihre Heilung, aber sie hielten es nicht für notwendig, den zu ehren, der sie heilte. Vielleicht wollten sie einfach nur „schnell ihr altes Leben zurück“ – zu den Priestern gehen, sich reinsprechen lassen, zurück in die Gesellschaft.
👉 Sie bekamen, was sie wollten – und vergaßen, wem sie es zu verdanken hatten.
Undank ist menschlich – Dankbarkeit ist eine bewusste Entscheidung
Undank ist menschlich – Dankbarkeit ist eine bewusste Entscheidung
Jesus selbst fragt in Vers 17:
„Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?“
Er erkennt, dass die Mehrheit das Wunder erlebt, aber nicht in die Beziehung tritt. Das zeigt: Wahre Dankbarkeit ist selten. Viele Menschen nehmen Segen als selbstverständlich – sie bitten im Leid, aber vergessen Gott im Glück.
👉 Dankbarkeit ist kein Automatismus – sie braucht Erinnerung und Entscheidung.
Nur einer hatte den inneren Blick für das Wesentliche
Nur einer hatte den inneren Blick für das Wesentliche
Der eine, der zurückkehrt, ist ein Samariter – aus jüdischer Sicht ein religiöser Außenseiter. Und doch erkennt ausgerechnet er die Größe Jesu.
Er lobt Gott mit lauter Stimme und wirft sich vor Jesus nieder (V. 15–16).
Er erkennt: Die Heilung ist nicht nur körperlich – sie ist ein Zeichen Gottes.
Jesus ist nicht nur ein Wundertäter – er ist der Retter.
👉 Der Dankbare sieht nicht nur das Geschenk, sondern den Geber.
Die anderen erfüllten nur das religiöse Ritual
Jesus hatte gesagt: „Geht zu den Priestern.“
Das war das vorgeschriebene Vorgehen laut dem mosaischen Gesetz (3. Mose 14). Die neun folgen dieser Anweisung – aber sie denken gesetzlich, nicht beziehungsorientiert.
Nur der eine unterbricht den Gang zur Institution und geht zum Ursprung des Segens zurück: zu Jesus.
👉 Der Unterschied liegt im Herzen.
5. Tiefe Dankbarkeit kommt oft aus tiefer Demut
5. Tiefe Dankbarkeit kommt oft aus tiefer Demut
Der Samariter war sich seiner Außenseiterrolle bewusst – er rechnete vielleicht am wenigsten mit einer Heilung.
Sein Staunen ist deshalb größer, sein Dank intensiver.
👉 Wer erkennt, wie wenig er verdient – der wird umso dankbarer für jede Gnade.
Römer 15,13
„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben,
dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“
Fazit:
Fazit:
Nur einer kommt zurück, weil…
er tiefer geschaut hat: vom Geschenk zum Geber,
er nicht nur religiös funktioniert, sondern glaubend handelt,
er wahrhaft demütig war – und deshalb offen für Gnade,
und weil wahre Dankbarkeit eine Herzenssache ist, keine Selbstverständlichkeit.
Amen
