Die Liebe Gottes

Notes
Transcript

INTRODUCTION

Vor ein paar Monaten haben wir über die HEILIGKEIT GOTTES gesprochen. Vor einigen Wochen haben wir über die GERECHTIGKEIT GOTTES gesprochen. Ein paar Wochen später, über den ZORN GOTTES. Vor 2 Wochen hat uns Daniel Mantay über GÜTE GOTTES gelehrt.
Heute sprechen wir über die LIEBE GOTTES.
Und diese Reihenfolge ist Absicht.
Ich habe damals, beim Thema ZORN GOTTES gewarnt, dass es sich evtl. so anhören könnte als werde ich den Zorn Gottes ÜBERBETONEN an dem Abend...ABER…um überhaupt Gottes Güte, Gottes Gnade, Gottes Barmherzigkeit und Liebe mehr als nur sehr billig und oberflächlich zu verstehen...ist es NOTWENDIG ZUERST seine Heiligkeit, Gerechtigkeit und Zorn zu begreifen.
Wenn wir das nicht tun...bleiben wir mit einem oberflächlichen, billigen, verweichlichten und falschen Gottesbild.
NUR wer Gottes Gerechtigkeit verstanden hat...kann seine Gnade schätzen.
NUR wer Gottes Heiligkeit versteht...wird Gottes Barmherzigkeit wahrnehmen.
NUR wer Gottes Zorn verstanden hat...kein über seine Liebe staunen wie es sich gehört.
Ich weiß nicht ob es ein Wort gibt welches mehr missbraucht wurde als das Wort “LIEBE”
Ein Großteil der Lieder die im Radio laufen, meinen von LIEBE zu sein. In jedem Film gibt es eine sogenannte LIEBESgeschichte. Wir sind SO überflutet von diesem Wort “LIEBE”...dass die Gefahr besteht, dass wir...wenn wir das Wort LIEBE in der Bibel lesen...das Wort durch die Brille dieser Welt wahrnehmen.
A.W. Tozer sagte einmal:
„Die Liebe Gottes ist eine der am meisten missverstandenen Wahrheiten unserer Generation. Wir haben sie zu einem weichen Gefühl gemacht, aber in der Schrift ist sie eine brennende, heilige Realität.“
Das ist heute unser Ziel, Gottes Liebe erkennen...aus der Sicht Gottes:

I. Gottes Liebe in Beziehung zu Seinem Zorn

A.W. Tozer schrieb:
„Gottes Zorn ist Seine völlige Intoleranz gegenüber der Sünde.
Es ist die Reaktion Seiner Heiligkeit auf moralisches Übel.
Von Gottes Liebe zu sprechen ohne Seinen Zorn, heißt, sich ein goldenes Kalb zu machen.“
Gottes Zorn ist nicht willkürlich oder explosiv.
Er ist keine Laune.
Gottes ZORN ist die notwendige Antwort vollkommener LIEBE auf das, was das Gute zerstört.
Denkt an einen Chirurgen, der das Leben liebt und deshalb Krebs hasst. Je tiefer die Liebe, desto größer der Hass gegen das, was zerstört.
Denkt an einen Vater oder eine Mutter, die ihre Kinder lieben und deshalb mit Zorn ausbricht, wenn jemand ihrem Kind was schreckliches antun möchte.
Je tiefer die Liebe, desto größer der Zorn gegen das, was es zerstört.
Am Kreuz treffen Zorn und Liebe aufeinander. Römer 5,7-10
Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden! Ro 5:7–10.
Gottes Liebe ist eine heilige Liebe – eine Liebe, die das Böse richtet, aber fähig ist im gleichen Moment den Sünder zu erlösen.
Unsere Kultur definiert Liebe oft als bedingungslose Akzeptanz.
Doch die biblische Liebe ist gerecht.
Es ist entscheidend zu verstehen, dass Gottes Zorn nicht im Gegensatz zu Seiner Liebe steht, sondern aus ihr hervorgeht.
Gott aber beweist seine LIEBE zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem ZORN errettet werden! Ro 5:7–10.
Gottes Liebe ist eine heilige Liebe – eine Liebe, die das Böse richtet, aber den Sünder erlöst.
Seine Liebe ist nicht von seinem Zorn zu trennen, es ist wie zwei Seiten der selben Medaille.

II. Was es bedeutet, dass „Gott Liebe ist“

Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 1 Jn 4:8.
Was bedeutet es, wenn es heißt: “Gott ist Liebe”?
C.S. Lewis warnt:
„Wenn Menschen “Gott ist Liebe” sagen und dabei stehen bleiben, meinen sie oft etwas ganz anderes als Johannes.
Sie meinen vielleicht, dass Gott keine Forderungen hat, keine Gerechtigkeit.“
Liebe ist eine Eigenschaft von Gott, aber nicht das, was ihn ausmacht...es ist nicht die SUMME seines Wesens...auch nicht seine ESSENZ wie manche es darstellen.
Die Aussage “Gott ist Liebe” beschreibt einen Aspekt von Gottes Wesen...eine Eigenschaft...tut aber seine Liebe NICHT ÜBER anderen Eigenschaften stellen.
Es soll die Qualität seiner Liebe UND die Quantität seiner Liebe ausdrücken.
Es soll ausdrücken wie viel HÖHER und BESSER und ANDERS Gottes Liebe ist, als die Liebe die wir aus der Welt kennen.
Aber wir müssen diese Aussage im Kontext von 1. Johannes 4 sehen...was möchte Johannes hier kommunizieren:
Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 1 Jn 4:7–8.
Christen müssen einander aus zwei Gründen lieben.
Erstens kommt die Liebe von Gott, und deshalb sollte sein Volk davon geprägt sein.
Zweitens ist die Liebe ein Zeichen dafür, dass man “aus Gott geboren” ist und “Gott kennt”.
Die Liebe ist eine Eigenschaft Gottes; deshalb müssen seine Kinder ihm ähnlich sein.
Das heißt aber nicht, dass jeder, der etwas Liebenswürdiges oder Gutes tut, allein dadurch ein Christ ist.
Hier gibt es keine Grundlage für einen Universalismus oder Inklusivismus, der lehrt, dass Menschen, die Christus ablehnen, auch ohne Glauben gerettet werden.
So eine Idee würde total im Widerspruch zu dem stehen, was Johannes an anderer Stelle in diesem Brief sagt.
Nichtgläubige können liebevoll und gütig sein, aber Johannes beschreibt eine tiefe, selbstaufopfernde Liebe, die Christen speziell anderen Christen entgegenbringen.
Wer nicht auf diese Weise liebt, kennt Gott nicht, denn diese Liebe ist zentral für das Wesen Gottes.
Die Aussage “Gott ist Liebe” (wiederholt in 4:16) ist ein bedeutender theologischer Punkt, viele Missverständnisse bewirkt.
Was bedeutet es zu sagen, dass “Gott Liebe ist?
Wie schon gesagt: Manche sagen, dass Johannes damit sagen möchte, dass LIEBE alle andere Eigenschaften Gottes überragt.
So eine Einstellung führt zu einem falschen und verzehrtem Gottesbild.
Gott ist EINFACH.
Was meine ich damit?
Ich spreche nicht über die Dreieinigkeit...oder von der Größe Gottes...ich meine Gott ist EINFACH… im Sinne, seine Eigenschaften nicht von einander zu trennen sind.
Wir tun das in dieser Lehrserie, in der Systematischen Theologie, weil wir begrenzt sind im verstand und in der Zeit, dass wir...UM GOTT BESSER ZU VERSTEHEN… an einem Abend EINE Eigenschaft hier besprechen.
ABER...Gott ist IMMER...das MAXIMUM...die PERFEKTION...von ALLEN Eigenschaften...zur selben Zeit.
Er wechselt auch nicht zwischen Eigenschaften, wie wir Menschen. Die Eigenschaften nehmen nicht ab und zu je nach Laune oder Umstände wie es bei uns Menschen ist.
Sonst wäre Gott nicht PERFEKT.
Das ist was wir eben vorher gelesen haben:
Gott aber beweist seine LIEBE zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem ZORN errettet werden! Ro 5:7–10.
Manche sagen, dass die Liebe sogar KEINE EIGENSCHAFT ist, sondern Gottes Wesen selbst.
Man überbetont das Wort IST in Johannes seiner Aussage: Gott ist Liebe
Geschwister, wenn wir DAS zulassen, enden wir sehr schnell in Irrlehre.
Johannes benutzt hier ein Rhetorisches Mittel...eine Art Hyperbolie...im Prinzip etwas zu ÜBERTREIBEN, ÜBERBETONEN um sein EIGENTLICHEN Punkt zu unterstreichen.
Es ist so wie wenn jemand sagt: “Cecile ist die Freundlichkeit in Person”
Meint man damit, dass Cecile vom Wesen her kein Mensch ist, sondern “Freundlichkeit”? Natürlich nicht!
Meint man damit, dass sie keine anderen Eigenschaften besitzt?
Oder dass sie NUR freundlich sein kann?
NEIN Natürlich nicht!
Man möchte damit ausdrücken, dass sie SEHR freundlich ist, dass ihre Freundlichkeit sogar außergewöhnlich ist und vielleicht, dass ihre Freundlichkeit sie von anderen Unterscheidet.
So ähnlich (NICHT GENAU GLEICH, aber so ähnlich) ist es mit dieser Aussage:
Gott ist Liebe
Die Betonung liegt auf die EIGENSCHAFT der LIEBE...nicht auf dem Wort IST.
Wenn Gott wirklich vom WESEN HER oder sogar von seiner ESSENZ her...LIEBE selbst wäre...würde es im Umkehrschluss bedeuten dass LIEBE GOTT ist.
Und jetzt machen wir einen Fass auf den wir nicht mehr zu bekommen...
Das würde bedeuten, dass jeder der etwas liebt, oder jemanden liebt, automatisch was göttliches erlebt, vielleicht sogar mit Gott verbunden ist...Liebe ist ja Liebe.
Gott ist Liebe und das heißt Liebe ist Gott.
Das ist wahnsinnig, oder?
Genau DAS ist aber auf der Türöffner für dem was wir im Liberalen und Progressivem Christentum sehen.
So eine Auslegung...Gott IST Liebe...in seinem WESEN oder in seiner ESSENZ... ist die Grundlage dafür warum immer mehr Gemeinden Homosexuelle Ehen segnen...oder warum bei ihnen Regenbogen Fahnen vor der Kirche hängen.
LIEBE IST LIEBE!
GOTT IST LIEBE!
DAHER: LIEBE IST GOTT!
Dann kommt die Frage: WIE KANN LIEBE FALSCH SEIN?
Also wenn Johannes NICHT DAS meint...was meint er dann?
Manche behaupten die Bibel sagt, dass Gott Eigenschaften HAT...aber die einzige Eigenschaft wo gesagt wird, das er sie IST, ist Liebe.
Das stimmt NICHT!
Wenn wir herausfinden möchten was Johannes meint wenn er sagt: Gott ist Liebe ist es hilfreich, andere ähnliche Aussagen zusammen mit dieser Aussage über Gottes grundlegenden Charakter zu betrachten:
Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht IST 1 Jn 1:5.
“Gott ist Licht.”
oder...
Denn unser Gott IST ein verzehrendes Feuer. Heb 12:29.
Es gibt auch viele weitere.
Keine dieser Aussagen will Gott auf eine abstrakte Idee oder Emotion reduzieren.
Vielmehr beziehen sich diese Aussagen auf Gottes Handeln, auf die wesentlichen Elemente seines Charakters, die alles, was er tut, prägen und somit auch darauf, wie wir ihn erleben.
Wir müssen den Kontext verstehen in welchem Johannes schreibt. Er Antowrtet auf Gnostiker und andere Irrlehrer welche einen Fernen, unpersönlichen und grausamen Gott voraussetzen...und um diese Darstellung zu widerlegen...nutzt Johannes solch STARKE Aussage...Gott ist Liebe
SO ist Gott in ALLEM, was er tut...liebevoll: Gott ist Liebe bedeutet:
“Die Liebe, die er den Menschen entgegenbringt und die Christen kennen und an der sie sich erfreuen, ist eine Offenbarung seines inneren Wesens.”
JI Packer
Das ist eine erstaunliche Nachricht für sündige Wesen wie uns.
Sie führt uns zur Herrlichkeit und Schönheit des Evangeliums, dass ein allheiliger Gott sich dafür entscheidet, Sünder zu lieben und ihre Erlösung und Heiligung zu vollbringen.
Johannes fährt fort und sagt GENAU DAS:
DARIN ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen.
DARIN besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als SÜHNEOPFER FÜR UNSERE SÜNDEN. 1 Jn 4:9–10.
Sieht ihr wie NAH Gottes Liebe mit seinem Zorn verbunden ist?
Wie diese Eigenschaften nicht zu trennen sind?
Gottes Liebe ist opferbereit, gerecht und initiierend. Aber wir sehen sie NUR WEGEN seinem Zorn.
EIGENTLICH waren wir seinem Zorn ausgeliefert...WARUM? Weil wir seine Schöpfung, unseren Umfeld, andere Menschen um uns herum und uns SLEBST mit unserer Sünde verunstaltet haben.
Weil Gott seine Schöpfung liebt...liefern sich die seinem Zorn aus...die seine Schöpfung zerstören und verunstalten. Auch WIR waren Kinder des ZORNS...diese Eigenschaft ist uns offenbar...und dann aber:
Gott aber beweist seine LIEBE zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem ZORN errettet werden! Ro 5:7–10.
Er hat uns nicht geliebt, weil wir liebenswert waren. Er hat uns geliebt, um uns liebenswert zu machen...WARUM?...weil er sich dadurch verherrlicht und dadurch sich weiter offenbart.
Und er rettet uns, um sich weiter dann durch uns zu verherrlichen.
Paulus vergleicht Gottes Liebe mit einem Künstler:
auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.
GOTT ABER, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! – und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus.
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. Eph 2:1–10.
C.S. Lewis schreibt zu dieser Stelle folgenden Kommentar:
“Wir sind, nicht im übertragenen, sondern im wahrsten Sinne, ein göttliches Kunstwerk… Von Gott geliebt zu sein heißt nicht, verwöhnt zu werden, sondern verwandelt.”
Gottes Liebe verwöhnt nicht – sie verändert.
Sie entfernt Götzen, zerbricht Stolz und führt uns durch Feuer, damit wir Seinem Sohn ähnlich werden.

III. WAS IST Liebe was ist die Liebe Gottes und die menschlichen Lieben?

In seinem Buch Die vier Lieben spricht C.S. Lewis über die 4 Lieben:
Storge – Zuneigung
Storge bezieht sich speziell auf natürliche, familiäre Zuneigung, wie sie zwischen Eltern und Kindern besteht.
Während Storge selbst im Neuen Testament nicht vorkommt, taucht seine negative Form „astorgos“ zweimal auf und bedeutet „ohne natürliche Zuneigung“.
Das zusammengesetzte Wort „philostorgos”, das „phileo” (brüderliche Liebe) und „storge” kombiniert, kommt einmal in Römer 12,10 vor und ermutigt die Gläubigen, “einander in Liebe zu dienen” als Teil der Familie Gottes.
Storge wird als eine natürlich vorkommende, ungezwungene Art von Liebe beschrieben, keiner muss Eltern beibringen ihre Kinder zu lieben (im Normalfall).
Philia – Freundschaft
Philia kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Freundschaft, Zuneigung und Liebe.
In der christlichen Theologie geht es um eine gute, natürliche Zuneigung zwischen Freunden und kann auch eine warme christliche Gemeinschaft oder brüderliche Liebe bedeuten.
Der Begriff unterscheidet sich von Eros (leidenschaftliche oder sexuelle Liebe) und ist eher mit dem Konzept der Freundschaft verbunden.
Im Neuen Testament kommt philia nur einmal vor, in Jakobus 4,4, wo es verwendet wird, um “Freundschaft mit der Welt” als Widerspruch zur Beziehung zu Gott zu beschreiben.
Das Wort ist eng mit φίλος (philos) verwandt, was Freund oder geliebter Mensch bedeutet, und wird im Neuen Testament in verschiedenen Zusammenhängen verwendet, um Gefährten oder enge Beziehungen zu bezeichnen.
Philia kann auch eine Zuneigung zu Dingen, Gegenstände oder bestimmtes Verhalten bezeichnen, nicht nur zu Menschen.
Philadelphia (Offenbarung) bedeutet Stadt der Bruderliebe.
Eros – romantische Liebe
Eros ist der Name der Gott der Liebe in der griechischen Mythologie. Dieses Wort wurde dan verwendet um romantische Liebe zu bezeichnen.
Es kann im “positiven” verwendet werden um die romantische Liebe zwischen einem Ehepaar zu bezeichnen...ODER...aus biblischer Sicht “negativ” verwendet werden um Lust, Begierde und außereheliche Liebe zu bezeichnen, welche Gott nicht wohlgefällig ist.
Vom Wort EROS, kennen wir das Wort EROTIK zum Beispiel, was für uns als christen direkt ein negatives Bild darstellt.
Das bringt uns zur vierten Liebe:
Agape – göttliche Liebe
Agape, ein griechisches Wort, das im Neuen Testament oft mit “Liebe” übersetzt wird, steht für eine besondere Art von Liebe, die sich durch Wohlwollen, Güte und freudige Hingabe an den geliebten Menschen auszeichnet.
Im Gegensatz zu anderen griechischen Wörtern für Liebe wie storge, philia und eros wird agape vor allem mit der Liebe zu und von Gott in Verbindung gebracht, dessen Wesen selbst die Liebe ist.
Diese Liebe basiert nicht auf Emotionen oder romantischen Gefühlen, sondern auf Treue, Hingabe und einem Willensakt.
Agape-Liebe ist selbstaufopfernd, was am deutlichsten durch Gottes Liebe zur Menschheit durch den Tod Christi am Kreuz zum Ausdruck kommt.
Im Neuen Testament wird Agape verwendet, um die Liebe Gottes, die Liebe des Menschen zu Gott und sogar die Verbundenheit eines Menschen mit Dingen zu beschreiben.
Es ist auch die AGAPE Liebe, die das Neue Testament von uns als neugeborene Christen fordert...ABER bevor wir dazu kommen...will ich schauen wie diese Liebe in ihrem URSPRUNG...bei Gott aussieht...

IV. Gottes Liebe innerhalb der Dreieinigkeit

Liebe setzt einen Gegenüber voraus. Eine Person oder zumindest ein Gegenstand.
Aber Wenn NUR Gott Ewig ist...wenn ALLES andere einen ANFANG hat...außer Gott...dann stellt sich die Frage WEN hat Gott geliebt bevor er jemanden oder etwas geschaffen hat?
Manche sagen, dass Gott deswegen mich und dich geschaffen hat...damit er etwas zu Lieben hat...damit er seine Liebe mit jemanden Teilen kann.
DAS IST QUATSCH!
Das würde bedeuten, dass Gott NICHT VOLLKOMMEN gewesen wäre. Dass er etwas außerhalb sich selbst GEBRAUCHT hat...was bedeuten würde, dass er nicht mehr Gott ist.
Das haben wir bei der Selbstgenügsamkeit Gottes schon besprochen.
Also bleibt die Frage: WEN hat Gott geliebt bevor er jemanden oder etwas geschaffen hat?
Die Antwort ist die Selbstgenügsamkeit Gottes.
Bevor Gott etwas geschaffen hat...Engel, die Welt oder die Menschen, liebte Er sich selbst.
Der Vater liebte seinen Sohn und der Sohn liebte den Vater. Der Vater liebte den Geist und der Geist liebte den Vater. Der Geist liebte den Sohn und der Sohn liebte den Geist.
Schon in Ewigkeit war innerhalb Gott selbst...dieser EWIGE Kreislauf der Liebe.
Das ist zentral.
Gottes Liebe begann nicht mit uns.
Gott ist Liebe, weil Gott dreieinig ist.
John Piper sagt: „Bevor Er die Welt erschuf, erfreuten sich Vater, Sohn und Heiliger Geist mit unendlicher Zuneigung und Freude aneinander.“
Gott ist nicht Liebe, weil Er etwas zu lieben hatte – Er ist Liebe, weil Er von Ewigkeit her ein Gemeinschaftswesen in sich selbst ist.
Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.
Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt.
Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit.
Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.
Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.
Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast.
Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. Jn 17:14–26.
Das ist keine Poesie – das ist Theologie. Es zeigt: Liebe ist nicht nur etwas, das Gott tut, sondern wer Er ist.
Wir lesen ähnliches:
Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser; und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! Mt 3:16–17.
Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet. Jn 5:20.
Gott schuf uns nicht, weil Er einsam war.
Er schuf uns, um die Freude Seiner göttlichen Gemeinschaft zu teilen.
Deshalb: Gottes Liebe ist nicht auf uns zentriert – sie ist auf GOTT zentriert.
Und wir werden aus Gnade hineingenommen in diese ewige Liebe.
WIE GUT DAS GOTTES LIEBE NICHT AUF UNS, UNSER WERT UND UNSER VERHALTEN GEBAUT IST! AMEN?
Weil Gottes Liebe auf IHN SELBST zentriert ist...bedeutet es dass sogar als wir diese Liebe missachteten und mit Füßen getreten haben, gegen Gott rebelliert haben und ihn verworfen haben mit unserer Sünde...BLIEB SEINE BEDINGUNGSLOSE, UNABHÄNGIGE AGAPE LIEBE TROTZDEM.

V. Gottes Liebe zur Menschheit im Evangelium

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Jn 3:16.
Im Herzen des Evangeliums steht: Gott gab uns sich selbst.
Piper: „Das Evangelium ist nicht, dass wir den Himmel bekommen. Das Evangelium ist, dass wir Gott bekommen. Gott ist das Evangelium.”
Johannes 3,16 sagt nicht nur, dass Gott die Welt geliebt hat – sondern dass Er gab. Was gab Er? Seinen Sohn – den Geliebten von Johannes 17.
Warum? Damit wir in diese ewige Liebe hineinkommen – obwohl wir Feinde waren.
Und zu welchem Zweck?
Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, 1 Pe 3:18.
Tozer: “Gottes Liebe ist keine Reaktion auf unseren Wert. Sie ist eine Offenbarung Seines Wesens.”
Was tut das mit dir? Das STATT Gottes vollkommen gerechtem Zorn...den du und ich ABSOLUT verdient haben...wir jetzt seine LIEBE erfahren?
WAS LÖST DAS IN DIR AUS?
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?
Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt!
Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt!
Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus?
Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
Wie geschrieben steht: »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!«
Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. Ro 8:31–39.
Am Kreuz öffnet die Liebe des dreieinigen Gottes die Tür für Feinde, Kinder zu werden.

VI - Gottes Liebe in UNS...

Da Johannes uns auffordert, so zu lieben, wie wir geliebt worden sind, sollten wir uns gut überlegen, wie Gott uns geliebt hat:
• Er hat zuerst geliebt. Er hat nicht darauf gewartet, dass wir den ersten Schritt machen. Auch unsere Liebe muss von uns ausgehen. • Er hat diejenigen geliebt, die ihn gehasst haben. Wir können uns nicht aus der Liebe herausreden, weil Menschen schwierig sind. Wenn der sündlose Gott sündige Menschen lieben kann, dann können sündige Menschen sicherlich auch andere sündige Menschen lieben. • Er hat diejenigen geliebt, die anders waren als er. Kein Mensch wird jemals so anders sein als wir von Gott. Unsere Liebe darf nicht auf diejenigen beschränkt sein, die so sind wie wir. • Seine Liebe hat das erreicht, was für uns am besten war, auch wenn es nicht das war, was wir damals wollten. • Seine Liebe hielt an, auch wenn es nicht bequem war. • Seine Liebe hält stand, auch wenn wir ihm Unrecht tun und ihn verletzen. • Er hat unter extremen Opfern geliebt. • Seine Liebe fand konkreten Ausdruck – nicht nur in vagen Gefühlen, sondern in echten Taten.
Es ist auch die AGAPE Liebe Gottes, die das Neue Testament von uns als neugeborene Christen...KINDER GOTTES fordert...wir haben kurz gesehen wie diese Liebe bei Gott aussieht…aber Gott möchte das WIR dieselbe Liebe besitzen und ausleben:
Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!
Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 1 Co 13:1–7.
AGAPE, AGAPE, AGAPE!
Aber das ist doch unmöglich SO zu lieben, oder?
Selbstlos zu lieben?
Also wie kann Gott von uns sowas erwarten?
KLAR kann ER so lieben...er ist Gott...aber wie kann er es von uns erwarten die unvollkommene, von Sünde geplagte Menschen sind?
Die Antwort auf diese Frage, offenbart uns Gottes Liebe noch tiefer...
ER BEFÄHIGT UNS SO ZU LIEBEN WIE ER LIEBT!!!
Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen.
Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.
Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut. Eze 36:24–27.
SEIN GEIST WIRD UNS DAZU BEFÄHIGEN!
Er wird uns RETTEN.
Er wird uns REINIGEN.
Er wird unser Herzen ERNEUERN.
Er wird uns SEINEN GEIST GEBEN der uns dazu BEFÄHIGT sein Willen zu tun!
Und...diese Prophezeiung wird dann WAHR:
Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Aber nicht nur das, (es bleibt nicht nur dabei dass wir gerettet werden...sondern schaut wie GROß Gottes Liebe ist...er verwandelt uns in sein Bild...) sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Ro 5:1–5.
Das bedeutet: Wir können lieben wie Gott liebt – nicht eigennützig, sondern aufopfernd. Gott RETTET uns...und dann durch das Leben...durch Bedrängnisse...durch Schwierigkeiten...FORMT er uns mit dem HEILIGEN GEIST den er in unsere Herzen AUSGEGOSSEN hat...sprich in dem er selbst IN uns lebt...bewirkt er diese AGAPE Liebe!
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe... Ga 5:22.
Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 1 Co 13:1–7.
Alle 3 andere Lieben können ohne Gott götzendienerisch werden. Aber wenn Agape sie durchdringt, werden sie erlöst.
C.S. Lewis sagt:
„Wenn natürliche Lieben sich als Götter aufspielen, werden sie zu Dämonen. Nur untergeordnet der Agape können sie wahrhaft menschlich und schön sein.“
Zuneigung wird plötzlich fürsorglich, nicht besitzergreifend.
Freundschaft wirdplötzlich bundhaft und treu, nicht oberflächlich.
Eros wird plötzlich heilige Sehnsucht, nicht Lust und Begierde.
Agape ist die Quelle aller christlichen Tugend.
Piper: “Die Liebe Gottes weckt eine neue Fähigkeit in uns – nicht nur zu empfangen, sondern zu geben… mit Freude zu lieben, auch wenn es uns alles kostet.”
CONCLUSION
Zusammenfassung:
Liebe ist NICHT Gott.
Aber wenn wir Gottes Liebe beginnen zu begreifen...können wir verstehen, wieso Johannes SO provokant schreibt Gott ist Liebe.
Wir haben in der Menschlichen Sprache, nicht die Adjektive, wir haben nicht die Sprache, die Worte um WÜRDIG die Liebe Gottes zu beschreiben.
Das der MENSCH...SO ein Wesen, welches SÜNDHAFT...REBELLISCH...BÖSE...die Schöpfung Gottes...die GOTT liebt...missbraucht...verunstaltet...und zerstört (inklusive sich selbst).
Der Mensch, der durch die SÜNDE den vollkommen GUTEN, GERECHTEN und HEILIGEN ZORN Gottes auf sich gezogen hat...es VERDIENT hat...
Gott NICHT einfach auslöscht...
...SONDERN...
Sich entscheidet zu LIEBEN.
Gottes LIEBE IST SO EPISCH...das nicht einmal die dunkelsten, schlimmsten, grausamsten, ekelhaftesten Taten...seine Liebe überragen konnte...sodass er durch seinen Sohn den Preis der Sünde selbst bezahlt...OHNE Rabatt...sondern Christus nimmt die VOLLE BANDBREITE DES ZORNS AUF SICH.
Und bietet dir Errettung an!
Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.
Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn.
Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen.
Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen [war er] in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war.
Aber dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. (Was für eine verstörende, unangenehme, ungemütliche Aussage! Nicht Wahr?...Es GEFIEHL dem Herrn ihn zu Zerschlagen? Sein Zorn an ihm auszulassen? Das hört sich auf den ersten Moment so Böse an...es ist aber die OFFENBARUNG und der BEWEIS Gottes Liebe) Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen. Is 53:4–10.
Wir haben am Anfang gelesen:
Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden! Ro 5:7–10.
Wenn wir DAS verstehen...verstehen wir jetzt auch Johannes besser, wo er schreibt:
Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen.
Darin besteht die Liebe – nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden.
Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir es schuldig, einander zu lieben.
Niemand hat Gott jemals gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden.
Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt.
Wer nun bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott. Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.
Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.
Wenn jemand sagt: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seinen Bruder, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht?
Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. 1 Jn 4:7–21.
Jetzt bleibt nur die Frage an dich?
Lebt Gottes Liebe in dir?
Hast du schon auf seine Liebe geantwortet? Auf seine Aufopfernde Liebe am Kreuz?
BIST du gereinigt durch sein Blut?
Hat er dir dein Hartes, steinernes, liebLOSES Herz genommen? Und mit einem LIEBEVOLLEN, weichem Herz ersetzt?
Bist du VOLL seines Geistes? Sodass du FÄHIG bist dein Bruder oder Schwester zu lieben?
Oder gibt es Menschen in deinem Leben denen du nicht Vergeben kannst? Die du nicht leiden kannst? Die du NICHT liebst?
DAS ist das Kennzeichen OB die Liebe Gottes IN dir lebt?
Und DAS kannst nur du beantworten.
Wisst ihr...im Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus in OFFENBARUNG 2, sagt Jesus...dass die Gemeinde:
Gute Werke hatte
echte Bemühungen
standhaftes Ausharren
sie konnten Böses nicht ertragen
sie haben Lügner, Irrlehrer und falsche Apostel erkannt
sie haben die bösen Werke gehasst, die Gott auch hasst
sie haben für den Namen Gottes unermüdlich gearbeitet
Aber weil die Liebe in ihnen kalt wurde...weil sie die Erste Liebe gelassen haben...war das Grund, dass Jesus warnt seinen Leuchter von Ihnen zu nehmen.
Liebe Gemeinde...wir können viel tun.
Wir können UNERMÜDLICH sein, uns bemühen, Ausharren, alles mögliche ertragen, böses nicht akzeptieren, Irrlehrer erkennen und die wirklich schlimme Werke der anderen verurteilen. Wir können für Gott arbeiten bis wir umfallen...Aber ohne die LIEBE GOTTES ist es alles nichts wert.
Lasst uns NIEMALS vom Evangelium gelangweilt werden! Lasst uns NIEMALS vergessen, dass auch WIR Kinder des Zorns waren! Lasst uns NIEMALS aufhören zu STAUNEN über die unfassbare Liebe Gottes!
DAMIT...wir uns immer erinnern mit welcher Liebe wir geliebt worden sind...und EINANDER so lieben!
AMEN?
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