Lobpreis & Anbetung - was Gott wirklich will

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Predigt für den Hauskreis Max Bredemeier 15.06.25
 Lobpreis & Anbetung - was Gott wirklich will
Einleitung:
· Viele Christen setzen Lobpreis und Anbetung gleich. In unseren Gemeinden wird viel gesungen, es werden kraftvolle Lieder gespielt, Hände erhoben und Gott wird mit Liedern gepriesen. Das ist gut und richtig — doch wenn wir in die Bibel schauen, erkennen wir: Lobpreis und Anbetung sind nicht dasselbe.
· Gott selbst macht in seinem Wort einen sehr deutlichen Unterschied.
· Lobpreis ist wichtig, aber Anbetung geht tiefer. Anbetung ist nicht nur ein Lied oder eine Melodie. Es ist eine Herzenshaltung, eine Entscheidung unseres ganzen Lebens. Anbetung betrifft das Innerste unseres Wesens, unseren Charakter, unseren Gehorsam und unsere Beziehung zu Gott.
Viele Menschen loben Gott mit ihren Lippen, aber nicht jeder ist ein wahrer Anbeter. Jesus selbst sagt:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit weg von mir. (Matthäus 15,8)
Deshalb wollen wir heute tiefer hineingehen und gemeinsam lernen:
Was Lobpreis und Anbetung bedeuten:
Was meint die Bibel wirklich mit diesen Begriffen? Wie wurden sie damals verstanden? Welche Bedeutung steckt hinter den hebräischen und griechischen Worten?
Wo der Unterschied liegt:
Wie unterscheiden sich Lobpreis und Anbetung in ihrer Tiefe, ihrem Ausdruck und ihrer Auswirkung auf unser Leben?
Was Gott wirklich sucht:
Was erwartet der Vater im Himmel von seinen Kindern? Was bedeutet es, „im Geist und in der Wahrheit“ anzubeten?
Wie wir echte Anbeter werden:
Wie kann unser Leben zu einem wahren, ehrlichen, geistgewirkten Ausdruck der Anbetung werden, die Gott gefällt?
Wir wollen heute nicht nur Wissen sammeln.
Wir wollen verstehen, was es heißt, Gott mit ganzem Herzen zu lieben und ihm als wahre Anbeter zu begegnen.
1. Grundbegriffe verstehen:
Lobpreis:
Altes Testament (hebräisch):
תְּהִלָּה – Tehillah → Lobgesang, Preis, Ruhm.
Weitere Begriffe:
Halal → rühmen, preisen, hell strahlen, sich freuen
Zamar → musizieren, mit Instrumenten spielen, Lobpreis singen
Yadah → loben mit erhobenen Händen, Dank aussprechen
Todah → Dankopfer, Lobopfer, Dank darbringen
Neues Testament (griechisch):
Αἰνέω – Aineo → preisen, loben, verherrlichen.
Bedeutung:
Lobpreis richtet sich vor allem auf das, was Gott getan hat. Er ist die Reaktion des Menschen auf Gottes große Werke, auf seine Taten, seine Wunder, seine Gnade und seine Hilfe. Lobpreis ist Ausdruck von Freude, Dankbarkeit und Begeisterung über Gottes Handeln im eigenen Leben und in der Geschichte seines Volkes.
Beispiele:
Psalm 100,1-2 (HfA):
»Jubelt dem Herrn zu, alle Länder der Erde! Dient dem Herrn mit Freude! Kommt vor ihn mit Jubel und Gesang!«
Psalm 150,6 (HfA):
»Alles, was atmet, lobe den Herrn!«
Zusatzbeispiele zur Vertiefung:
Psalm 103,1-2 (HfA):
»Ich will den Herrn loben von ganzem Herzen, alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen! Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat.«
Psalm 147,1 (HfA):
»Halleluja! Es ist gut, unserem Gott Loblieder zu singen. Schön ist es, ihn zu preisen, und es macht Freude.«
Zusatzgedanke:
Lobpreis erhebt Gott in seinen großen Taten, führt uns aber noch nicht zwangsläufig in die Tiefe der persönlichen Hingabe. Er ist oft der Einstieg in die Gegenwart Gottes, doch Anbetung führt uns in das Allerheiligste.
Lobpreis ist laut, freudig, voller Dankbarkeit. Er ist oft das, was wir im Gottesdienst zuerst erleben, wenn wir durch Lieder, Musik und Jubel gemeinsam Gott preisen.
Anbetung:
Altes Testament (hebräisch):
שָׁחָה – Shachah → sich niederwerfen, sich beugen, sich unterwerfen, sich demütigen.
Neues Testament (griechisch):
Προσκυνέω – Proskyneo → sich niederwerfen, auf die Knie fallen, mit der Stirn den Boden berühren, sich in Ehrfurcht unterwerfen.
Bedeutung:
Anbetung geht viel tiefer als Lobpreis. Sie richtet sich nicht nur auf das, was Gott getan hat, sondern auf das, wer Gott ist — auf sein Wesen, seine Heiligkeit, seine Majestät, seine Herrschaft. Anbetung ist ein Ausdruck von völliger Hingabe, Ehrfurcht und Demut vor dem allmächtigen Schöpfer.
Anbetung bedeutet, sich selbst loszulassen, Gott die Herrschaft über das eigene Leben zu geben und ihn als Herrn, König, Vater und Retter zu ehren.
Beispiele:
1. Mose 22,5 (HfA):
»Der Junge und ich werden dort hingehen, um Gott anzubeten.«
Hier spricht Abraham, als er bereit ist, seinen Sohn Isaak Gott zu opfern. Seine Anbetung bestand nicht im Gesang, sondern im Gehorsam, im Vertrauen und in der vollständigen Hingabe an Gottes Willen.
Offenbarung 4,10 (HfA):
»Die 24 Ältesten warfen sich nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt.«
Hier sehen wir ein himmlisches Bild der Anbetung: völlige Ehrfurcht, totale Unterordnung vor der Heiligkeit Gottes.
Zusatzbeispiele zur Vertiefung:
Psalm 95,6 (HfA):
»Kommt, wir wollen ihn anbeten und uns vor ihm beugen! Lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserem Schöpfer!«
Matthäus 4,10 (HfA):
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.«
Zusatzgedanke:
Anbetung ist nicht immer laut. Sie geschieht oft im Stillen, in der tiefen Begegnung mit Gott, wo wir seine Heiligkeit erkennen und unser Herz völlig ihm hingeben.
Wahre Anbetung ist unabhängig von Musik. Sie kann im Gottesdienst, zu Hause, in stiller Zeit oder sogar im Leiden geschehen.
Kurzes Zwischenfazit:
Lobpreis öffnet die Tür zur Gegenwart Gottes.
Anbetung tritt in seine Heiligkeit hinein.

2. Der Unterschied auf den Punkt gebracht

Lobprei:
Anbetung
Äußere Handlung
Innere Haltung
Lobpreis ist in erster Linie sichtbar und hörbar. Wir singen, klatschen, heben die Hände, spielen Instrumente, rufen und jubeln. Unsere Körper, Stimmen und Instrumente drücken aus, was wir über Gottes Werke empfinden.
Anbetung geschieht im Herzen. Es geht nicht zuerst um Worte, Musik oder äußere Formen, sondern um die innere Herzenshaltung. Anbetung ist die Begegnung zwischen dem Geist des Menschen und dem Geist Gottes (Johannes 4,23-24).
Gott danken für das, was er tut
Gott ehren für das, wer er ist
Im Lobpreis erinnern wir uns an Gottes große Taten: seine Schöpfung, seine Wundertaten, seine Versorgung, seine Gnade, seine Rettung. Wir feiern sein Handeln an uns und an seinem Volk. (z. B. Psalm 103,1-5)
In der Anbetung erkennen wir Gottes Wesen: seine Heiligkeit, seine Allmacht, seine Liebe, seine Gerechtigkeit, seine Majestät. Anbetung ehrt Gott einfach deshalb, weil er Gott ist — unabhängig davon, was er gerade tut. (z. B. Offenbarung 4,8-11)
Singen, Musizieren, Jubeln
Sich demütig beugen, sich hingeben
Lobpreis äußert sich oft laut und musikalisch: Gesang, Musik, Tanz, laute Zurufe, klatschende Hände. Lobpreis kann gemeinschaftlich, dynamisch und freudig sein. (Psalm 100, Psalm 150)
Anbetung bringt den Menschen in die Haltung der Demut: Niederknien, sich beugen, stille Verehrung, Tränen der Ehrfurcht, Gehorsam. Hier tritt der Mensch zurück und stellt Gott ganz in den Mittelpunkt. (Psalm 95,6; Offenbarung 4,10)
Freude, Jubel, Begeisterung
Ehrfurcht, Demut, Hingabe
Lobpreis feiert Gottes Größe mit Freude und Dankbarkeit. Hier herrscht Begeisterung über die Güte Gottes. Emotionen wie Freude, Hoffnung und Dank stehen im Vordergrund.
In der Anbetung erkennen wir die Größe und Heiligkeit Gottes im Vergleich zu unserer eigenen Kleinheit. Ehrfurcht, Demut, manchmal auch Weinen oder stille Anbetung sind natürliche Reaktionen.
Kann auch ohne echtes Herz passieren
Geht nur mit einem reinen, hingegebenen Herz
Lobpreis kann leider auch nur äußerlich bleiben: Menschen singen Lieder, heben die Hände, aber ihr Herz ist nicht beteiligt. Jesus spricht in Matthäus 15,8 genau darüber.
Wahre Anbetung ist unmöglich ohne Hingabe des Herzens. Gott sieht auf das Herz (1. Samuel 16,7). Nur wer Gott von Herzen liebt, kann ihn wahrhaft anbeten. Ohne ein reines Herz wird Anbetung zur bloßen Form. (Psalm 24,3-4)
Zusatzgedanken zur Vertiefung:
· Lobpreis ist oft der Anfang. Lobpreis bereitet unser Herz vor und öffnet die Tür, damit wir überhaupt zur Anbetung kommen können.
· Anbetung ist das Ziel. Gott sucht keine schönen Lieder, sondern Herzen, die sich ihm völlig hingeben. Johannes 4,23 (HfA): »Es kommt aber die Zeit, ja sie ist schon da, in der Menschen Gott als den Vater anbeten werden, geführt von Gottes Geist und erfüllt von seiner Wahrheit. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.«
· Lobpreis bewegt oft unsere Seele (Gefühle, Gedanken, Wille).
· Anbetung geschieht im Geist.
· Lobpreis spricht oft von Gottes Handeln an uns.
· Anbetung stellt Gott ins Zentrum, unabhängig von uns.
Bildhafter Vergleich:
Lobpreis bringt uns in den Vorhof des Tempels — Anbetung führt uns ins Allerheiligste, direkt vor Gottes Thron.
 
3. Was Gott wirklich will
Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt, der über Lobpreis und Anbetung hinausgeht:
     Was sucht Gott eigentlich? Was erwartet er von uns?
Schon im Alten Testament klärt Gott dieses Herzensanliegen immer wieder:
Jesaja 29,13 (HfA):
Der Herr sagte: ›Dieses Volk tut so, als wolle es mir gehorchen: Mit den Lippen bekennt es sich zu mir, aber im Herzen lehnt es sich gegen mich auf. Ihr ganzer Gottesdienst ist nur äußerliches Tun, das ihnen vorgeschrieben wurde.
Matthäus 15,8 (HfA) – Jesus zitiert Jesaja:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit weg von mir.
Bedeutung dieser Aussagen:
Es ist möglich, Gott äußerlich zu loben – aber innerlich weit weg zu sein.
Menschen können singen, beten, religiöse Rituale vollziehen und sogar regelmäßig in den Gottesdienst gehen, ohne wirklich mit dem Herzen bei Gott zu sein. Der äußere Ablauf läuft, aber das Herz bleibt unberührt. Es wird ein Gottesdienst gefeiert, aber Gott selbst steht nicht mehr im Mittelpunkt.
Gott will kein Programm, keine Show, keine bloßen Lieder.
Er braucht unsere Musik nicht. Er verlangt nicht nach schöner Liturgie oder perfekten Worten, sondern nach einer echten Beziehung. Alles Äußere ist wertlos, wenn das Herz nicht mitzieht.
Gott sucht unser Herz, unsere Hingabe, unseren Gehorsam.
Was Gott wirklich will, ist ein Mensch, der ihn liebt, ihm vertraut und bereit ist, sich ihm völlig unterzuordnen — im Alltag, in üEntscheidungen, in den verborgenen Gedanken, in Leid und Freude.
1. Samuel 15,22 (HfA):
Gehorsam ist besser als jedes Opfer.
Hier wird das Prinzip noch deutlicher:
Zur Zeit Samuels wollten Menschen Gott durch Tieropfer beeindrucken. Sie dachten: „Hauptsache, wir bringen Opfer, dann ist Gott zufrieden.“
Aber Gott sagt:
Ich will nicht eure Opfer, ich will euer Herz.
Euer Gehorsam ist mir mehr wert als alle äußeren religiösen Leistungen.
Gehorsam bedeutet:
auf Gottes Wort hören,
seine Gebote lieben,
seine Führung annehmen,
auch dann gehorsam sein, wenn es schwerfällt.
Wahre Anbetung aus Gottes Sicht:
Johannes 4,23-24 (HfA):
»Es kommt aber die Zeit, ja sie ist schon da, in der Menschen Gott als den Vater anbeten werden, geführt von Gottes Geist und erfüllt von seiner Wahrheit. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist; und alle, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.«
Im Geist anbeten:
Nicht nur mit dem Körper, nicht nur mit Ritualen, sondern mit dem innersten Wesen — dort, wo Gottes Geist in uns wirkt.
In der Wahrheit anbeten:
Nicht mit frommen Worten, die nicht von Herzen kommen, sondern mit einem ehrlichen, reinen Herzen ohne Heuchelei.
Warum ist das Gott so wichtig?
Gott ist Beziehung wichtiger als Religion.
Er möchte unser Vater sein, nicht nur unser Herr.
Echte Anbetung entsteht aus Liebe, nicht aus Pflichtgefühl.
Praktische Anwendung:
Wahre Anbetung beginnt im Alltag, nicht erst im Gottesdienst.
Es geht darum, Gott auch in unseren Gedanken, Entscheidungen und Lebensführungen zu ehren.
Wenn wir sündigen, bricht Anbetung ab – darum ist Umkehr (Buße) der Weg zu echter Anbetung.
Musik, Lieder, Gebete — all das wird ers dann zur Anbetung, wenn unser Herz dabei mitgeht.
Zusatzvers für die Tiefe:
Psalm 51,18-19 (HfA):
»Schlachtopfer willst du nicht, sonst gäbe ich sie dir. Brandopfer gefallen dir nicht. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht ablehnen.«
Gott sucht keine perfekten Lieder. Er sucht ein demütiges, zerbrochenes Herz, das sich ganz ihm hingibt.
Kurzer Merksatz für den Hauskreis:
Anbetung ist keine Leistung, sondern Herzenshingabe. 3. Was Gott wirklich will
Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt, der über Lobpreis und Anbetung hinausgeht:
Was sucht Gott eigentlich? Was erwartet er von uns?
Schon im Alten Testament klärt Gott dieses Herzensanliegen immer wieder:
Jesaja 29,13 (HfA):
Der Herr sagte: ›Dieses Volk tut so, als wolle es mir gehorchen: Mit den Lippen bekennt es sich zu mir, aber im Herzen lehnt es sich gegen mich auf. Ihr ganzer Gottesdienst ist nur äußerliches Tun, das ihnen vorgeschrieben wurde.
Matthäus 15,8 (HfA) – Jesus zitiert Jesaja:
Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit weg von mir.
Bedeutung dieser Aussagen:
Es ist möglich, Gott äußerlich zu loben – aber innerlich weit weg zu sein.
Menschen können singen, beten, religiöse Rituale vollziehen und sogar regelmäßig in den Gottesdienst gehen, ohne wirklich mit dem Herzen bei Gott zu sein. Der äußere Ablauf läuft, aber das Herz bleibt unberührt. Es wird ein Gottesdienst gefeiert, aber Gott selbst steht nicht mehr im Mittelpunkt.
Gott will kein Programm, keine Show, keine bloßen Lieder.
Er braucht unsere Musik nicht. Er verlangt nicht nach schöner Liturgie oder perfekten Worten, sondern nach einer echten Beziehung. Alles Äußere ist wertlos, wenn das Herz nicht mitzieht.
Gott sucht unser Herz, unsere Hingabe, unseren Gehorsam.
Was Gott wirklich will, ist ein Mensch, der ihn liebt, ihm vertraut und bereit ist, sich ihm völlig unterzuordnen — im Alltag, in Entscheidungen, in den verborgenen Gedanken, in Leid und Freude.
1. Samuel 15,22 (HfA): Gehorsam ist besser als jedes Opfer.
Hier wird das Prinzip noch deutlicher:
Zur Zeit Samuels wollten Menschen Gott durch Tieropfer beeindrucken. Sie dachten: „Hauptsache, wir bringen Opfer, dann ist Gott zufrieden.
Aber Gott sagt:
 Ich will nicht eure Opfer, ich will euer Herz.
Euer Gehorsam ist mir mehr wert als alle äußeren religiösen Leistungen.
Gehorsam bedeutet:
auf Gottes Wort hören,
seine Gebote lieben,
seine Führung annehmen,
auch dann gehorsam sein, wenn es schwerfällt.
Wahre Anbetung aus Gottes Sicht:
Johannes 4,23-24 (HfA):
»Es kommt aber die Zeit, ja sie ist schon da, in der Menschen Gott als den Vater anbeten werden, geführt von Gottes Geist und erfüllt von seiner Wahrheit. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist; und alle, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.«
Im Geist anbeten:
Nicht nur mit dem Körper, nicht nur mit Ritualen, sondern mit dem innersten Wesen — dort, wo Gottes Geist in uns wirkt.
In der Wahrheit anbeten:
Nicht mit frommen Worten, die nicht von Herzen kommen, sondern mit einem ehrlichen, reinen Herzen ohne Heuchelei.
Warum ist das Gott so wichtig?
Gott ist Beziehung wichtiger als Religion.
Er möchte unser Vater sein, nicht nur unser Herr.
Echte Anbetung entsteht aus Liebe, nicht aus Pflichtgefühl.
Praktische Anwendung:
Wahre Anbetung beginnt im Alltag, nicht erst im Gottesdienst.
Es geht darum, Gott auch in unseren Gedanken, Entscheidungen und Lebensführungen zu ehren.
Wenn wir sündigen, bricht Anbetung ab – darum ist Umkehr (Buße) der Weg zu echter Anbetung.
Musik, Lieder, Gebete — all das wird erst dann zur Anbetung, wenn unser Herz dabei mitgeht.
Zusatzvers für die Tiefe:
Psalm 51,18-19 (HfA):
Schlachtopfer willst du nicht, sonst gäbe ich sie dir. Brandopfer gefallen dir nicht. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht ablehnen.
Gott sucht keine perfekten Lieder. Er sucht ein demütiges, zerbrochenes Herz, das sich ganz ihm hingibt.
Kurzer Merksatz für den Hauskreis:
Anbetung ist keine Leistung, sondern Herzenshingabe.
4. Anbetung im Herzen – das Zentrum
Johannes 4,23-24 (HfA):
»Aber die Stunde kommt, ja, sie ist schon da, in der Menschen den Vater überall anbeten werden: nicht nur in Jerusalem oder an einem anderen Ort, sondern geleitet vom Heiligen Geist und in der Wahrheit. Der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten. Gott ist Geist; und die, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.«
Hier spricht Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen und offenbart ihr eines der tiefsten Geheimnisse echter Anbetung.
Bedeutung dieser Aussage:
Anbetung ist nicht mehr an Ort, Zeit oder äußere Form gebunden
Im Alten Testament war die Anbetung stark an den Tempel in Jerusalem gebunden. Dort war das Heiligtum, dort stand der Opferaltar, dort wohnte Gottes Gegenwart.
Doch Jesus sagt: Diese Zeit ist jetzt vorbei. Durch ihn wird Anbetung überall möglich, weil der Zugang zu Gott nicht mehr über einen Ort, sondern über eine Person – Jesus selbst – möglich ist.
Nicht mehr Äußerlichkeiten entscheiden, sondern das Herz.
Es geht nicht mehr um äußere Regeln, Rituale oder geografische Orte, sondern um die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen.
Hebräer 10,19-22 (HfA):
»Wir haben jetzt also freien Zugang zum Allerheiligsten, weil Jesus sein Blut für uns vergossen hat. ... Darum wollen wir mit aufrichtigem Herzen und im festen Glauben zu Gott kommen.«
Wahre Anbetung geschieht durch zwei Dinge:
1. Geleitet vom Heiligen Geist
Nur der Heilige Geist kann uns in die wahre Anbetung hineinführen.
Anbetung ist ein geistliches Geschehen, das unser Verstand allein nicht erfassen kann.
Der Heilige Geist offenbart uns die Größe, Heiligkeit und Liebe Gottes.
Er schenkt uns Ehrfurcht, Demut und die Fähigkeit, uns ganz hinzugeben.
Römer 8,26-27 (HfA):
»Der Heilige Geist tritt für uns ein. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum wir beten sollen. Aber der Geist selbst bittet für uns auf eine Weise, die nicht in Worte zu fassen ist.«
Der Heilige Geist führt uns auch in das Erkennen unserer eigenen Sünde und der Heiligkeit Gottes. So wird Anbetung immer mit Demut und Buße verbunden.
2. In der Wahrheit
Wahrheit bedeutet hier Echtheit, Reinheit, Aufrichtigkeit.
Kein Heucheln, keine Masken, keine religiösen Floskeln.
In der Wahrheit anbeten heißt: Gott die Wahrheit über sich selbst und über uns eingestehen.
Wer Gott ist (heilig, gerecht, barmherzig, gnädig)
Wer wir sind (bedürftig, sündig, geliebt, erlöst)
Psalm 51,8 (HfA):
Du freust dich über die Wahrheit, die im Verborgenen wohnt.
Wahrheit bedeutet auch: Jesus selbst. Denn Jesus sagt:
Johannes 14,6 (HfA):
Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben.
In der Wahrheit anbeten heißt also: Durch Christus anbeten, in dem wir Zugang zum Vater haben.
Zusatzgedanken zur Vertiefung:
Wahre Anbetung ist Beziehung, nicht Religion.
Sie geschieht sowohl im Gottesdienst als auch im Alltag.
Sie ist nicht von Gefühlen abhängig, sondern von Gehorsam und Hingabe.
Sie kann in Liedern, Worten, Stille, Gehorsam, Tränen oder Freude geschehen.
Sie entsteht dort, wo das Herz sich Gott völlig hingibt.
Praktische Anwendung für den Alltag:
Bitte täglich den Heiligen Geist, dein Herz auf Anbetung vorzubereiten.
Lebe in Ehrlichkeit vor Gott — bring ihm auch deine Schwächen und Unvollkommenheit.
Richte dein Herz auf das, wer Gott ist, nicht nur auf das, was er für dich tut.
Praktiziere Anbetung nicht nur im Gottesdienst, sondern überall: im Auto, zuhause, bei der Arbeit, in der Stille.
Entwickle eine Haltung des ständigen Bewusstseins: Gott ist gegenwärtig.
Merksatz für den Hauskreis:
Wahre Anbetung geschieht, wenn der Heilige Geist unser Herz mit der Wahrheit Gottes erfüllt und wir ihm in Demut begegnen.
5. Warum Lobpreis ohne Anbetung möglich ist
Der Kern des Problems:
Lobpreis ist in erster Linie eine äußere Handlung.
Anbetung dagegen ist in erster Linie eine innere Herzenshaltung.
Darum ist es möglich, dass Menschen laut singen, die Hände heben, Musik machen, tanzen, jubeln — und dennoch nicht im Herzen bei Gott sind.
Die äußere Form des Lobpreises läuft, aber das Herz bleibt unbeteiligt, kalt oder sogar im Ungehorsam.
Jesaja 29,13 (HfA):
»Mit den Lippen bekennt es sich zu mir, aber im Herzen lehnt es sich gegen mich auf.«
Jesus selbst bestätigt dies in Matthäus 15,8 (HfA):
»Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit weg von mir.«
Diese Texte machen klar:
Lauter Lobpreis ist keine Garantie für wahre Anbetung.
Gott sieht immer zuerst auf das Herz.
Wahre Anbetung kann dagegen auch ohne Musik und Gesang geschehen
Wahre Anbetung ist Herzenshingabe in allen Lebenslagen. Sie zeigt sich:
1. Im Gehorsam
Wenn wir Gottes Willen tun, selbst wenn es schwer ist.
Gehorsam ist ein Ausdruck höchster Anbetung, weil wir unsere eigenen Wünsche Gott unterordnen.
1. Samuel 15,22 (HfA):
»Gehorsam ist besser als jedes Opfer.«
2. Im Leiden
Wenn wir Gott auch in schwierigen Zeiten vertrauen und ihn preisen.
Leiden reinigt oft unser Herz und führt uns in tiefere Anbetung, weil wir nicht von äußeren Umständen abhängig sind.
Hiob 1,21 (HfA):
»Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen; gelobt sei der Name des Herrn!«
3. In der Hingabe
Wenn wir unser ganzes Leben Gott zur Verfügung stellen.
Das umfasst unsere Zeit, unsere Pläne, unsere Gaben und unser ganzes Sein.
Römer 12,1 (HfA):
»Weil ihr Gottes Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf: Stellt euer ganzes Leben Gott als lebendiges und heiliges Opfer zur Verfügung.«
4. Im Gebet und in der Stille
Wahre Anbetung geschieht oft im verborgenen, stillen Gebet.
Ein aufrichtiges, demütiges Herz, das sich Gott im Gebet zuneigt, ist pure Anbetung.
Psalm 46,11 (HfA):
»Seid still und erkennt, dass ich Gott bin!«
Das Beispiel Abraham (1. Mose 22):
Abraham sagt in 1. Mose 22,5 (HfA):
»Der Junge und ich werden dort hingehen, um Gott anzubeten.«
Es gibt hier keinen Gesang, keine Instrumente, keinen Chor.
Seine Anbetung bestand in der Bereitschaft, seinen geliebten Sohn Isaak zu opfern, weil Gott es befohlen hatte.
Hier zeigt sich:
· Anbetung bedeutet: Ich gebe Gott alles, was mir am kostbarsten ist.
Abrahams Herz war völlig auf Gott ausgerichtet, voller Gehorsam, Vertrauen und Hingabe. Genau das ist wahre Anbetung.
Zusatzgedanke zur Vertiefung:
Lobpreis ist Ausdruck, Anbetung ist Substanz.
Lobpreis ist hörbar, Anbetung ist sichtbar im ganzen Leben.
Lobpreis kann man üben, Anbetung entsteht aus Beziehung.
Merksatz für den Hauskreis:
· Lobpreis kann laut sein, auch ohne Herz. Anbetung ist leise möglich, aber immer mit ganzem Herzen.
6. Anwendung für unser Leben
Frage dich nicht zuerst:
Wie gut singe ich?
Sondern:
Wo ist mein Herz?
Sage Gott:
Nimm mein Herz. Forme es. Ich will dich anbeten - nicht nur mit Liedern, sondern mit meinem ganzen Leben mit meinem ganzen Herzen und sein das alles gebe ich dir hin
Römer 12,1 (HfA):
Euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen […] das ist der wahre Gottesdienst und die wahre Anbetung.
7. Zusammenfassung:
· Lobpreis ist der Ausdruck.
· Anbetung ist die Wurzel.
· Lobpreis kann laut sein.
· Anbetung ist zuerst still und im Herzen.
· Gott sucht wahre Anbeter, die ihr Herz ihm ganz geben.
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