Der angebetete Gott und seine wahren Anbeter
Sermon • Submitted • Presented
0 ratings
· 4 viewsNotes
Transcript
Der angebetete Gott und seine wahren Anbeter
Wer von euch war auf der letzten Jugendfreizeit? Wer war auf der vorletzten Jugendfreizeit?
Auf beiden Freizeiten waren wir in den Bergen. Ein Highlight von mir war es, wenn wir abends Sterne geschaut haben. Da gab es diese eine Asphaltierte Straße, auf der man super liegen konnte. Manchmal lag ich dort mit vielen und hab Sterne geschaut, manchmal nur in kleinen Gruppen, manchmal zu zweit und ganz selten auch allein. Zum einen die dunkle Nacht, die Umrisse der hohen Berge und die vielen Sterne am Himmel. Mich bringt das immer ins Staunen und es macht mich demütig. Es zeigt mir, wie unendlich klein ich eigentlich bin, und das Gottes Schöpfung unendlich groß und herrlich ist.
Den Psalm, welchen wir heute betrachten, hätte David auf dieser asphaltierten Straße schreiben können. Als er dort lag und die Sterne bestaunte. Vielleicht waren andere Hirten um ihn herum. Oder er lag dort allein.
Er wird den Psalm 8 zwar nicht auf einer asphaltierten Straße gedichtet haben, aber sehr wahrscheinlich unter einen herrlichen Sternenhimmel. Und ich möchte diesen Psalm 8 nun lesen, und vielleicht denkt ihr dabei an diesen Sternenhimmel, den David vor Augen hatte.
Anhand von dem Text wollen wir drei Punkte betrachten…
1. Der Gott, dem die Anbetung gebührt
2. Der gefallene Mensch und Gottes Gnade mit ihm
3. Die Anbeter Gottes
1. Der Gott, dem die Anbetung gebührt
Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit über die Himmel gesetzt hast!
David startet mit Anbetung. Und dabei ist dieser Vers nicht nur der Opener für diesen Psalm, sondern später auch der Schluss dieses Psalms. Diese Worte „Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde“, umarmen sozusagen die Verse, welche sich dazwischen befinden. Sie bilden einen Rahmen um dieses Loblied.
Die ersten Worte sind (JHWE, ADONAI).
JHWE (6828x im AT) – ICH BIN DER ICH BIN (Dornenbusch)
ADONAI betont dann nochmal du bist UNSER Gott
Und dann macht er den Punkt. Gott, du bist Gott der ganzen Welt.
Kein Fleck in Deutschland, kein Ort in Europa, keine Provinz in der Welt, keine Gebiete im Universum sind frei von Gott. Überall, auf der ganzen Erde, selbst im letzten Kaff sehen wir die Zeugnisse Gottes, die Wunder Gottes, die schöpferische Gewalt Gottes.
Oder wie Spurgeon es in seinem Kommentar „die Schatzkammer Davids“ formuliert.
„Du magst der einzige Wanderer sein, der je durch diese Schlucht gekommen ist, die Vögel mögen erschrocken auffliegen, und das Moos mag erzittern unter dem ersten Fußtritt eines menschlichen Wesens – dennoch ist Gott dort in tausend Wundern.“
Wir leben in einer Welt, die uns zuschreit:
Wo ist euer Gott?!?
Die uns verspottet und lästernd ruft:
Wo ist euer Gott?!?
Die in Leid und Einsamkeit klagend ruft:
Wo ist nun euer Gott?!?
Und wir antworten oft so mystisch darauf.
„Jou, man kann ihn nicht sehen, aber er ist trotzdem da. Er kümmert sich um dich, du siehst es nur nicht.“
Das stimmt, aber geht es nicht konkreter?
WO IST NUN DEIN GOTT?!?
„Sieh hier, der Specht. Er hämmert am Baum und wird nicht ohnmächtig. Er hat ein sog. Zungenbein, dass seinen Schädel von hinten umwickelt – wie ein Anschnallgurt.
Sieh hier, die Sonnenblume, sie richtet sich am Tag zur Sonne aus. So kann sie besser und schneller wachsen.
Sieh hier, dein Auge im Spiegel. Deine Linse kann in Bruchteilen einer Sekunde zwischen Fern und Nah anpassen. Pro Sekunde leitet es mehrere Millionen Informationen ans Gehirn weiter, die dort interpretiert werden.“
Das Spiel könnte ich lange weiterspielen und ich würde zu Lebzeiten nicht fertig werden.
Es gibt heutzutage ca. 1,8 Millionen Tierarten und ca. 400.000 Pflanzenarten (die bekannt sind). Zu jedem könnte ich ausrufen: Sieh hier, sieh hier, sieh hier, sieh hier.
Auf Produkten steht oft „Made in… (China)“ – wenn wir die gesamte Welt und alles darin betrachten, dann können wir mit David Singen: „Wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde.“ Oder um auf „Made in…“ einzugehen.
Wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, dann lesen wir überall „MADE BY GOD“; „MADE BY GOD“ „MADE BY GOD“; „MADE BY GOD“ – auch im Blick in den Spiegel.
David hatte offene Augen. Selbst in der Dunkelheit der Nacht. Er sah die strahlenden Sterne und er las auf dem Etikett vom Himmelzeit:
„MADE BY GOD“
In Vers 4 erleben wir mit, wie David neu erkennt „das hat Gott gemacht!“ Dort schreibt er…
„Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die dubereitet hast.“
In Vers 7 heißt es dann nochmal:
„Das Werk deiner Hände“
Gott ist Arbeiter, Handwerker, Künstler einer der Anpackt. Er ist Schöpfer. Und nicht bloß ein Schöpfer – er ist der Schöpfer. Und daher dürfen wir den Worten aus Nehemia 9,5-6 folgen:
Steht auf, lobt den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der über alle Danksagung und alles Lob erhaben ist! 6 Du bist der Herr, du allein! Du hast den Himmel gemacht, aller Himmel Himmel samt ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was auf ihr ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Du erhältst alles am Leben, und das Heer des Himmels betet dich an.
Der Titel von diesem ersten Predigtpunkt war:
DER GOTT, dem die Ehre gebührt!
David betet in diesen Psalm Gott an, WEIL Gott der Schöpfer ist und ihm daher alle Ehre gebührt. Doch bleibt dies nicht der einzige Grund für dieses Nachtloblied. Ein weiterer Grund folgt in unserem zweiten Punkt, den wir jetzt betrachten wollen
2. Der gefallene Mensch und Gottes Gnade mit ihm
Der Ausdruck „Gefallener Mensch“ ist ein sehr frommer Ausdruck. Wenn ich mich in einen Ungläubigen reinversetze, dann würde ich diesen Ausdruck wahrscheinlich wie folgt interpretieren:
„Ein Mensch, der auf die Schnauze gefallen ist. Der sich richtig schön das Gesicht aufgeschlagen hat und in Schlamm gefallen ist. Der dann aber wieder aufgestanden ist und voller Dreck war.“
Dies beschreibt die Bedeutung „Gefallener Mensch“ schon recht gut, aber etwas zu kurz. Gefallener Mensch bedeutet biblisch:
„Ein Mensch, der in Beziehung zu Gott stand und im Paradies lebte. Dann aber in die Grube der Sünde stürzte und Unfrieden zu Gott schuf. In der Grube ist er nun gefangen: Der gefallene Mensch.“
Warum mache ich diesen Exkurs zu diesem Wort. Weil David genau dieses Wort in Vers 5 benutzt:
„Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst“
David spricht hier nicht bloß von dem Geschöpf „Mensch“, sondern von dem enosch-Mensch. Enosch ist das Hebräische Wort, welches David hier gebraucht. Es bedeutet: Dem Sterblichen, schwachen (ja sündigen) Menschen. Dem enosch-Menschen, der im maximalen Kontrast zum JHWE-Adonai steht.
David kennt seine Sünde. Und wir werden auch noch einen Psalm sehen (Spoiler von Jonas), in dem David seine Sünde bekennt. Er weiß, dass er nicht unschuldig ist. Das er selbst ein ENOSCH-Mensch ist. Ein Sterblicher, Schwacher, Kleiner, Sündiger Mensch.
Diese Wahrheit, die David hier erkennen darf, wollen wir Menschen oft nicht zulassen.
Wir streben nach Unsterblichkeit. Die Verlängerung unserer Tage. Und wenn unser Körper doch nicht vom Tod abgehalten werden kann, dann müssen wir uns eben ein Andenken/ Erbe schaffen. Der Mensch strebt danach etwas zu hinterlassen, nicht in die Vergessenheit zu gelangen.
SPOILER: Ohne Erfolg!
Der Mensch möchte mehr als ein SCHWACHES und KLEINES Wesen sein. Daher erhebt er sich über andere Menschen die schwächer als er sind. So kann er sich stark fühlen.
SPOILER: Ohne Erfolg!
Der Mensch ändert die Moral, damit er nicht der Böse ist. Und merkt er dann, dass er doch nicht so gut ist, dann gibt es ja immer noch jemanden, der mehr Leichen im Keller hat. Ich und Sünder? – Niemals! Zumindest nicht so schlimm wie XY. Ich bin doch sündiger Mensch.
SPOILER: Ohne Erfolg!
David akzeptiert in diesem Psalm seine Position. Ich bin ein ENOSCH-Mensch. Jemand der Gottes Gnade nicht verdient hat. Ein Sterblicher, vergänglicher Mensch.
Und wir würden gut daran tun, wenn wir diese Wahrheit auch akzeptieren würden. Anerkennen würden. Das würde unseren Stolz und Hochmut brechen. Es würde unseren Blick von uns weg, auf den wahren Schöpfer lenken. Auf den lenken, den wir bestaunen und loben können. JHWE ADONAI.
Ich möchte dich noch direkter konfrontieren/ dir fester auf den Fuß treten:
Wenn du ein Sünder bist – und das bist du. Wenn du ein verdorbenes Herz hast – und das hast du. Wenn du ein Lügner, Betrüger, Dieb, Verurteiler usw bist – und das bist du. Dann hast du ein Problem. Du bist mit Gott im Unfrieden. Gottes Gericht erwartet dich. Wie Paulus sagt: Der Lohn der Sünde ist der Tod. Den hast du (und ich) verdient. Du bist dieser Enosch-Mensch von dem David singt.
Hier ist die Predigt, hier ist das Evangelium, und hier ist dieser Psalm Gott sei Dank nicht fertig, sondern es beginnt jetzt erst.
Dieser Psalm wird nicht im MOLL gespielt und beweint den sündigen Menschen, sondern dieser Psalm wird im DUR gesungen, und bejubelt die Gnade Gottes, die den Menschen traf. (2x)
David fragt hier Gott voller Verwunderung:
Hä, wie kannst du Gott an mich Sünder denken?!
Er versteht die Gnade Gottes nicht, er checkt es nicht. Ich habe diese Gnade nicht verdient. Ich habe nicht verdient, dass du so an mich denkst. Das du auf mich achtest. Wer bin ich denn? Ich bin doch dieser ENOSCH Mensch und du bist JHWE ADONAI.
Dieser Vers aus Psalm 8,5, dieser Ausruf „Wer ist der Mensch, dass du an ihn denkst“ – „wer bin ich (sind wir), dass du an mich (uns) denkst“ ist wohl der Psalm, den ich in meiner Gebetspraxis am meisten zitiere. Nach mittlerweile 15 Jahren im Glauben habe ich immer noch nicht begriffen, wie Gott dem Menschen, ja mir gnädig sein kann. Und ich werde es sicher auch nie verstehen.
Gott hätte jedes Recht gehabt die Schöpfung des Menschen rückgängig zu machen nach dem Sündenfall. Wie Ton einfach neu machen. Oder alle in die Hölle schicken. Wenn mich eine Mücke sticht, oder eine Ameise beißt, dann lebt die im Anschluss meistens nicht länger. Sofern ich sie bekomme.
ABER Gott ist so ganz anders. Er ist so gnädig. So unbegreiflich gnädig. Und trotzdem voller Gerechtigkeit.
Während der Mensch Gott bespuckt, ihn tritt, beschimpft, verleugnet, vom Thron schupsen möchte und so vieles mehr. Reagiert der HERR mit solcher Gnade.
Warum verstößt Gott den Menschen aus dem Paradies?
- Ja, weil keine Gemeinschaft mit Gott mehr möglich ist. Aber vor allem, damit der Mensch in diesem Zustand nicht vom Baum des Lebens isst und in diesen Zustand ewig leben muss. Das wäre die Hölle gewesen. Gott rettet den Menschen in seiner Gnade.
Gott sendet Propheten, Boten, die vom kommenden Messias erzählen sollen? Und vom Gericht
- Die Menschen, Israel töten diese Botschafter – sie hassen Gott. Sie wollen keinen Retter
Gott sendet trotzdem seinen eigenen Sohn.
- Die Menschen hassen den Messias. Wenige erkennen ihn. Später töten die Menschen den Sohn Gottes. Grausam
Gott wusste dies, er ließ es zu, ja er wollte es sogar. Es war sein Rettungsplan
- Gott liebt bedingungslos; ist treu, in meiner Untreue, ist gnädig, barmherzig uns soweiter.
Mir bleiben nur die Worte von David aus diesem Psalm:
„Wer ist der Mensch, dass du an ihn denkst“/ „Wer bin ich, dass du an mich denkst?“
David hatte aber ganz konkrete Dinge vor Augen, weshalb er sich diese Frage stellt. Er dachte an DREI gewisse Sachen, wenn er sagt: Gott dachte an den Menschen!
1. Vers 6 / wenig niedriger gemacht als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Wir sind im Ebenbild von Gott geschaffen. Wir sind Abbilder Gottes. Nicht Gott selbst, sondern begrenzt, aber im Bilde Gottes. Und darin ist DEIN und MEIN Wert. Dein Wert ist darin sicher, dass du ein gewolltes Geschöpf Gottes bist. Gott wollte dich so. Das ist dein Wert in Gott.
2. Ein Theologie Dozent aus Tübingen (20 Jh) kommentierte diesen Psalm wie folgt: „Der kleine Mensch ist von Gott zum Herrn der Erde bestimmt.“ / Gott möchte dich als Verwalter. Verwalter seiner Schöpfung. Du darfst darin arbeiten, kreativ werden und sollst Fürsorge leisten. Das ist ein Privileg – Gott legt die Erde in unsere Hände. Sie gehört Gott, aber du darfst Verwalter sein
1. Ist Vers 3 – „Aus den Mund von Kindern und Säuglingen hast du ein Lob bereitet.“ / Wir Menschen dürfen Anbeter Gottes sein. Gott erfreut sich am Lob der Kleinsten. Darauf gehen wir aber in Punkt 3 nochmal ein.
Also wenn du dich fragst, weshalb David ausruft: „Wer ist der Mensch, dass du an ihn denkst?“. Wenn du seine Verwunderung nicht nachvollziehen kann. Dann denke an diese drei Dinge
1. Gott hat den Menschen im Ebenbild geschaffen und mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt
2. Wir dürfen Verwalter dieser Erde sein – Gottes Schöpfung verwalten
3. Wir dürfen Gott loben – Gott möchte die kleinsten und geringsten als Anbeter
Unser erster Punkt war:
Punkt 1: MADE BY GOD – Gott ist der Schöpfer. Ihm gebührt die Ehre
Punkt 2: Der Gefallene Mensch – Gottes unbegreifliche Gnade
Und unser letzter Punkt könnte einiges sein. Wir könnten die Hebräerstelle von heute Morgen betrachten. Sehen wie dieser Psalm schon von Jesus spricht. Ich möchte den Fokus aber mehr auf euren ersten Bibeltext von heute Morgen legen:
Matthäus 21 – Hosianna dem Sohn Davids!
Daraus ergibt sich Punkt 3:
3 Die wahren Anbeter Gottes
Ich habe mit einigen Freunden einen Hauskreis. Paul, Laurin und Nattie sind Teil davon. In diesem Hauskreis lesen wir durch das Johannesevangelium. In unserem letzten Treffen sind wir auf den Vers aus Johannes 4,23 gestoßen
Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Zwangsläufig sprachen wir dann darüber, was der eigentliche Lebenssinn eines Menschen ist und was die eigentliche Aufgabe des Christenmenschen ist.
David beantwortet uns diese Fragen in diesem Psalm:
Er betet Gott an. Die Anbetung Gottes. Er staunt über die Werke Gottes. Über diesen Sternenhimmel – MADE BY GOD. Das Werk der Hände Gottes. Er bejubelt Gottes Taten und lobt den Namen Gottes!
Dies ist der eigentliche Lebenssinn des Menschen: Sich am Herrn zu erfreuen! Und das ist die primäre Aufgabe des Christen: Sich am Herrn zu erfreuen und ihn anzubeten!
Wisst ihr in Gesprächen mit Ungläubigen sprechen wir oft dieses Loch im Herzen an. Dieses mehr wollen. Der Durst der niemals endet. Was bietet Erfüllung – wahre Erfüllung?! Kennt ihr solche Gespräche.
Oft kommt man dann auf Prediger 3,11 zu sprechen:
Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt usw.
Das Gespräch geht dann weiter. Der Sündenfall hat ein Loch in dir gerissen. Die Ewigkeit ging verloren. Dieses Loch ist so tief, dass nichts Weltliches es füllen kann.
Ich selbst habe oft diesen Gedanken gebraucht im Gespräch mit Nichtchristen.
Aber mir stellt sich eine Frage:
Angenommen wir würden ewig leben. Die Ewigkeit stände über unserem Leben. ABER wir wären in Ewigkeit im Unfrieden mit Gott – getrennt von Gott.
Würde uns dies Erfüllen???
Denkt zurück, als wir kurz den Rauswurf aus dem Paradies betrachtet haben. Es wäre die Hölle auf Erden gewesen, wenn der Mensch in dem Zustand vom Baum des Lebens gegessen hätte. Gott hat uns davor gerettet!
Wisst ihr, was in Wahrheit dieses Loch im Herzen füllt?
Die Anbetung Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Dafür hat Gott uns geschaffen. Nur er kann dieses Loch im Herzen ausfüllen und uns somit zu wahren Anbetern in Geist und Wahrheit machen.
Und wir dürfen aus Matthäus 21 lernen. Ihr habt es gelesen. Die Kinder sie rufen: „Hosianna dem Sohn Davids – Sohn David rette uns!“
Ihr Herz war wie diese Sonnenblume im ersten Punkt. Ihr Herz dachte nicht darüber nach sich zur Sonne zu richten – sondern es tat es einfach. Die kleinen Münder dieser Kinder loben Gott. Sie stimmen in den Lobgesang des Psalm 8 ein.
Dahingegen die Pharisäer und Schriftgelehrten. Die frommen Synagogengänger und studierten Theologen. Ihr Herz gleicht nicht der Sonnenblume, sondern eher einen dicken Stein.
„Hörst du Jesus, was diese da sagen!“ Halt sie ab davon – sie sollen still sein. Sie verstehen das noch nicht. Wie kannst du das Zulassen. Selbst wenn du der Messias wärst, dann bereite dir ein Lob aus würdigen Mündern. Nicht die da. Das sind kleine Kinder.
Ihr Herz ist fern von Gott. Die Verbindung zwischen Kopf und Herz existiert nicht. Sie denken alles begriffen zu haben, aber ihr Herz hat rein gar nichts ergriffen.
Ich möchte einen amerikanischen Pastor zitieren, der mich letztens begeistert hat:
Was denkt ihr, ist die größte Distanz hier in diesem Raum. Von der Decke zum Boden, von Wand zu Wand, von Tür zu Fenster.
Ich würde sagen, die größte Distanz ist etwa 30cm. So weit ist die Distanz zwischen Herz und Kopf. Du magst Dinge über Gott wissen, aber das heißt nicht, dass du Gottes Kind bist. Du magst die Bibel kennen, aber das bedeutet nicht, dass du den Autor kennst. Es bricht mein Herz, dass Himmel und Hölle getrennt sind durch 30cm. Gottes Gnade schmecken, oder Gottes Zorn erleben ist getrennt durch 30cm. Nur weil du Fakten über Gott weißt, heißt es nicht, dass dieses Wissen runter zum Herzen reist und du Gott wirklich vertraust. 30cm.
Zitat Ende.
Jesus zitiert in Matthäus 21 dann den Psalm 8. Das ist euch sicher aufgefallen.
„Aus dem Mund von Unmündigen und Säuglingen hast du ein Lob bereitet.“
Weitergedacht: Jeder Mensch ist Sünder. Jeder ist unmündig Gott anzubeten. Würdest du lieber ein Lob vom König, von einem Star, einer Berühmtheit bekommen – oder von einem Schwerverbrecher?
Gott wählte Schwerverbrecher. Unmündige. Kinder. Von ihnen möchte er angebetet werden. Er wählte dich, wenn du sein Kind bist. Er hätte genug Engel gehabt, die sicherlich besser singen als ich. Aber er wählte mich Schwerverbrecher, meine schiefe Stimme, meine Schwachheit und Untreue, meine Disziplinlosigkeit und meinen Stolz.
Ich bin nicht würdig Gott zu loben, ABER ich darf ihn loben und deswegen will ich dies auch tun!
Wir nähern uns dem Ende. Ich habe in der Predigt sehr viel auf unsere Herzen gezielt (ähnlich wie der Psalm 8) und ja, es war auch einiges für den Kopf (Wissen) dabei – denkt an Punkt 1 den Specht, das Auge usw.
Ich möchte noch auf die Füße zielen. Praktisch werden. Aber bitte werdet nicht ohne Kopf und ohne Herz praktisch.
Als wir im Hauskreis über dieses Thema sprachen, erzählte ein Freund von uns etwas und stellte uns daraufhin eine Frage:
Er erzählte, dass er während dem Abendmahl eine WhatsApp bekam. Sie sangen in der Gemeinde gerade Anbetungslieder. Die Nachricht war von einem Nichtchristen, der sehr konkrete Fragen zum Glauben hatte. Er war überfordert in der Sekunde – was ist besser.
Er fragte uns also: Missionieren oder anbeten?! (HANDMELDUNG)
Ich antwortete mit einer rhetorischen Gegenfrage:
Ist ANBETUNG nur Loblieder singen, oder ist missionieren nicht auch eine Form der Anbetung?
Wir begrenzen Anbetung so gerne auf 30 Minuten Loblieder singen. ANBETUNG ist mehr. Anbetung ist, andere für Christus gewinnen – so gibt es mehr Anbeter Gottes. ANBETUNG ist Gott gehorsam zu sein. ANBETUNG ist, seinen Beruf zur Ehre Gottes zu führen. ANBETUNG ist, die Erde zu verwalten, zu bebauen, zu bearbeiten. ANBETUNG ist ein ganzheitlicher Lebensstil.
Zusammengefasst in: SOLI DEO GLORIA!
Lebe ein Leben zur Ehre Gottes – bete Gott mit deiner Lebensführung an. ABER vergiss bloß nicht das Singen. Ein Wesentlicher Bestandteil des Christen. Mit Herz, Leidenschaft und Emotion – WICHTIG: ZUR EHRE GOTTES!
Psalm 8 / Die Predigt zusammengefasst
1. MADE BY GOD – Gott ist Schöpfer er verdient die Ehre
2. Der Gefallene Mensch und Gottes Gnade mit ihm (Wer bin ich?)
3. Die wahren Anbeter. Gott bereitet sich ein Lob aus dem Mund der Unmündigen, der unwürdigen, der Kleinen. 30cm trennen Kopf und Herz. 30cm trennen Himmel und Hölle
Gebet – Bei Zeit Psalm schreiben Challenge
