Andacht GC 2 (2025)

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Notes
Transcript

Montag (Noomi/ Mara / Königin)

Wenn mein Schmerz mein Ich definiert

Einleitung: (Weg von mir hin zu dir)

Was war bis jetzt euer Highlight?
Was war nicht ganz so cool?
Rückblick, was passiert ist? Wie ist die Stimmung so?
Enttäuscht sein von Gott. Kenne das auch immer wieder aus meinem Leben. Doch was sollte unsere Antwort darauf sein, denn sowas ist völlig menschlich
Wir werden uns heute mit dem Thema beschäftigen: Wenn mein Schmerz mein Ich definiert
ist ein sehr tiefes Thema/ vielleicht nicht ganz so leicht
Unsere Königin hat sehr viel Leid erlebt/ in den letzten Tagen.
Der Ehemann und 2 Söhne in kürzester Zeit verloren.
dann noch das Land verlassen/ wieder alles neu aufbauen
Das ist die Geschichte von unserer Königin Lilian (Mara)
Doch wahrscheinlich habt ihr alle schon, gemerkt, dass es zwischen unserer Königin Lilian und Noomi, paar kleine paralleln gibt.
nur ganz kleine (haha)
Genau deshalb werden wir uns heute einmal das Leben von Noomi einmal genauer anschauen.
Habt die Geschichte heute morgen schon gelesen.
Nach erzählung der Geschichte:
erstmal verliert sie ihren Ehemann und dann beide Söhne
Was bleibt ihr: Schwiegertöchter der Söhne
Hungernot ist in Israel (Bethlehem) vorbei
beschließt mir ihren beiden schwiegertöchtern/ also zurück zu reisen
Auf dem Weg/ will Rut und Orpa/ zurückschicken
die wollen erstmal nicht/ zeigt eine chance/ auf gutes Leben
orpa geht wieder zurück
Rut bleibt: (Morgen nochmal genauer angucken)
Noomi geht deshalb mit Rut zurück
Dort erkennen sie die Leute/ ändert ihren Namen von Noomi (liebliche) zu Mara (bittere)
Rut 1,19-21:

Da geriet die ganze Stadt in Bewegung, und die Frauen riefen: „Ist das nicht Noomi?“ 20 „Nennt mich nicht mehr Noomi, die Liebliche (freundlich), nennt mich Mara, die Bittere, denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht. 21 Voll bin ich losgezogen und leer hat Jahwe mich zurückkehren lassen. Warum nennt ihr mich Noomi? Jahwe hat sich gegen mich gewandt, der Allmächtige hat mir übel mitgespielt.“

Ich weiß, ja nicht welchen Namen ihr euch geben würdet, aber ich würde mir da irgendwas schönes aussuchen. Aber niemals Mara (bittere)
Wahrscheinlich gemischte gefühle von den Leuten
müssen sich jetzt um rut und Noomi sorgen
dazu noch eine Ausländerin mitgenommen. Rut:
Ausländer waren generell vom Gottesdienst und festen ausgeschlossen (z. B. Exodus 12,43; Hesekiel 44,9)
und wurden oft als Feinde angesehen (Jesaja 1,7).
Es gab sogar eigene Gesetze für den finanziellen Umgang mit Ausländern (weniger bekommen)
Ich sage es mal so, dass alles klingt nicht so gut.

Hauptteil:

Selbstbezogenheit führt zu Depressivität:
Doch lasst uns mal auf Noomi gucken oder auch Mara wie sich jetzt umgenannt hat.
Was würdet ihr so sagen, ist das Grundproblem von Noomi?
aus ihrer Lebenssituation zieht sie ihre Identität (Mara)
Aus der einen Seite, kann ich sie voll verstehen.
wenn jemand von uns das passieren würde, naja würde es uns auch so gehen
Noomi sieht sich selbst nur noch als „bitter“ → viele Jugendliche sagen: „Ich bin nichts wert“, „Ich bin zu viel“, „Ich bin komisch.“
Doch was ist so Problematisch:
Noomi ist tief verletzt, enttäuscht und innerlich hart geworden.
Sie ist das Bild einer Seele, die durch Verlust und Leid die Sicht auf Gottes Güte verloren hat.
sie sieht alles nur noch dunkel
Selbst das Bild von Gott
Noomi benennt sich selbst um – aus Schmerz, aus Enttäuschung, aus Verbitterung.
Sie nennt sich selbst Mara, ohne dass Gott es ihr sagt.
Ihre Umbenennung ist aus Verbitterung, nicht aus Berufung.
Sie blickt zurück auf das Leid, statt nach vorn auf Gottes Möglichkeiten (Rut hat auch viel verloren, doch blickt positiv)
Was bedeutet das für uns?
Unser Schmerz darf Raum haben – Gott hat nichts gegen Klage.
Bibel sagt sollen ehrlich vor Gott sein
Ich gerade auch in schweren Momenten immer wieder Zeit für mich gebraucht (wichtig)
Vor allem die Trauer auch zuzulassen
Jesus hat auch geweint
→ Aber unsere Identität soll nicht vom Schmerz bestimmt sein, sondern von Gottes Sicht auf uns.
Es ist gefährlich, wenn wir unseren Schmerz zur Hauptsache machen – wir fangen an, ihn über alles zu definieren.
Jesus ruft uns nicht „Mara“, sondern „Kind Gottes“, auch wenn das Leben weh tut.
“Du darfst klagen wie Noomi – aber lass dir deinen Namen nicht vom Schmerz geben.
Lass dir deinen Namen von Gott geben – wie Abraham, wie Petrus, wie du selbst: geliebt, berufen, wertvoll.”
Geschichte Eltern (Streit
War in eurem Alter
Naja damals richtig faul
Zimmer sah immer richtig schlimm aus/ habe nicht so viel zu Hause geholfen/
Schule nicht so gut
viel am Handy gechillt/ serien geguckt
könnt euch wahrscheinlich vorstellen/ immer wieder ärger bekommen (Mama und Papa)
eines Tages, wieder irgendwie gestritten, weil faul
Ich habe diesen Satz angefangen zu glauben, bis er aus mir herausgekommen ist.
Der Satz lautet: Ihr hasst mich doch beide.
Streit hat sich gelegt gehabt/
irgendwann hat es dann an meinem Zimmer gekloppft
Dachte mir: nicht schon wieder (was habe ich jetzt wiedermal falsch gemacht)
Da standen meine Eltern beide vor mir und haben mir gesagt:
wir hassen dich nicht, sondern wir lieben dich
Bitte sag so einen Satz nicht wieder. Der tut weh.
Das Problem war: Ich habe angefangen eine Lüge zu glauben (das meine Eltern mich hassen würden)
Doch das stimmte nicht. Genau das Gegenteil war der Fall: Meine Eltern liebten mich.
Wisst ihr genau das hat Noomi auch angefangen. Sie hat angefangen, genau diese Lüge zu glauben, dass ein liebevoller Gott sie quasi hasst und sich gegen sie gewandt hat.
Und genau das passiert auch uns immer wieder.
wir vermasseln es immer wieder und wieder
kein Gott vertrauen/ fehlende selbsterkenntnis/ selbstbemitleidung/ Umgang mit Rut, nicht ganz so positiv/ leer bin ich gegangen und komme leer/ Rut wird übersehen/ Identität (Name: Mara) zieht ihre Identität aus ihrer lebenssituation/ Perspektivlos / Beziehungslos zu Gott (zunächst) / Entwurzelte Identität / Anklagend (Rut 1,13)
Noomi: kein Gott vertrauen/ fehlende selbsterkenntniss/ selbstbemitleidung/ Umgang mit Rut, nicht ganz so positiv/ leer bin ich gegangen und komme leer/ Rut wird übersehen/ Identität (Name: Mara) zieht ihre Identität aus ihrer lebenssituation/
Noomi ist tief verletzt, enttäuscht und innerlich hart geworden. Sie ist das Bild einer Seele, die durch Verlust und Leid die Sicht auf Gottes Güte verloren hat. Und doch beginnt bei ihr die Umkehr – ein stilles Zeichen der Hoffnung.
🟢 Aber: Im Laufe der Geschichte wird Noomi zur vermittelnden Figur, die Rut zum Segen verhilft. Ihre Bitterkeit wird zur Hoffnung.
Noomi unreife:
sie sieht nur sich mit ihrem Leiden
Sie fragt nicht Rut wie es ihr damit geht? Sie ermutigt rut nicht. Kein einziger Satz geht an Rut
Sie ist in diesem Leid blint für Gott
wisst ihr Gott hat einen Plan mit der ganzen Geschichte (Erntezeit)
Plan ist eigenltich auch so krass, dass wir selbst heute darüber reden
doch Noomi ist nur auf sich bezogen, für alles andere ist sie blind
wie sehen viele Menschen in der Bibel, die mit Dinge zu kämpfen hat
Spannend jeder handelt anders.
Hiob: verlor alles
Doch genau wie bei Hiob war auch Noomis Tragödie Teil einer größeren Reihe von Ereignissen, die zu Gottes Segen führen sollten (Ruth 4,14–15).
wir merken. Leid ist immer schlimm
doch jeder von uns hat die Möglichkeit, darauf zu reagieren.
Rut wird übersehen:
Sie fragt nicht Rut wie es ihr damit geht? Sie ermutigt Rut nicht. Kein einziger Satz geht an Rut
Rut hat genauso ihren Mann verloren
sie hat quasi alles verlassen (heimt/ eltern/ Freunde)
Doch Noomi sagt zu den Leuten:
Gott mich verlassen/ Ich bin allein
Doch erwähnt mit keinem Wort, dass Rut auch viel verloren hat.
Alles drehte sich bis zu diesem Zeitpunkt nur um sie.
Christus bezug:
Jesus gibt dir einen neuen Namen: Sein Kind
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