Von krampfhafter Religiösität zu lebendiger Beziehung
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Einleitung
Einleitung
- Vorspiel ODER Video abspielen lassen (Instagram 2 Personen die wie Freunde reden, dann kommt “Jesus” und sie werden komisch, heuchlerisch, fake, angespannt, religiös)
Anhand dieses Videos möchte ich folgende These aufstellen, dass es:
„ein ständiger Kampf ist, nicht religiös zu sein, sondern in einer Beziehung zu Jesus zu leben“
- Anhand des Textes aus Matthäus 6,5-8
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GLIEDERUNG
Betrachtung der Verse 5 + 6
Betrachtung der Verse 7 + 8
1 Beispiel aus der Bibel betrachten
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Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn die lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
Du aber, wenn du betest, so geh in deine Kammer und, nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen werden erhört werden.
Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.
TEIL 1
Wenn wir die Verse 5-8 betrachten, dann müssen wir uns den KONTEXT aus den Versen davor anschauen.
Jesus befindet sich hier auf einem Hügel am See Genezareth und hält die Bergpredigt.
In Kapitel 6 wo wir nun angekommen sind, beginnt er darüber zu sprechen, dass es einen UNTERSCHIED gibt zwischen ECHTER und FALSCHER Frömmigkeit.
Er WARNT davor:
Sei vorsichtig dabei WENN du etwas GUTES tust, WIE du es tust.
Er warnt davor, dass wir das RICHTIGE, auf die FALSCHE Weise tun können, und wir ständig in der Versuchung stehen, etwas GUTES aus FALSCHEN Motiven zu tun
Und Jesus sagt: wer das tut, der erntet anstelle von der WÄRME und LIEBE vom GOTT, nur die ANERKENNUNG und den LOB von MENSCHEN
Er sagt außerdem, dass, derjenige der diese ANERKENNUNG von den MENSCHEN bekommen hat nach der er gesucht hat, der hat bereits seine GANZE BELOHNUNG erhalten.
Er nennt uns dafür 3 konkrete Beispiele:
1. Wenn wir geben. 2. Wenn wir fasten. 3. Wenn wir beten.
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Jesus warnt davor, unsere Guten Taten vor Menschen zur SCHAU zu stellen um von Ihnen gesehen zu werden.
Vor anderen Menschen so zu TUN als wäre man besonders “christlich, fromm, eng mit Gott.”
- So zu tun, kann dir zwar ANERKENNUNG und STATUS vor anderen Christen Einbringen
- Aber, das ist dann auch schon ALLES was du bekommst, sagt Jesus
Jesus beschreibt diese “Performance” die man abliefert um von anderen gesehen zu werden als Heuchelei. Ein Heuchler kann auch als Bühnendarsteller umschrieben werden. Jemand der nur was vormacht, eine Maske aufsetzt, eine Fassade aufzieht.
Kultureller Kontext
In der damaligen Kultur von Jesus war es sehr üblich in der Öffentlichkeit Großzügigkeit auszuleben und anderen Gutes zu tun und damit Gott die Ehre zu geben, auch vor anderen Menschen.
Ich muss da auch an unsere russlandsdeutsche Kultur denken die finde ich da etwas ähnlich ist. Immer offene Türen, wenn man zu Besuch bei Eltern oder woanders ist bekommt man immer etwas zu Essen mit, Hilfe beim Häuserbau, Hilfe beim Schrauben, die generelle Kultur demn nächsten etwas zu geben (wie gesagt, meistens lustigerweise immer Essen)
Worauf wir hier aber aufmerksam gemacht werden ist, dass diese Großzügigkeit und Guten Taten vor anderen Menschen zu tun, auch dazu führen kann, dass wir uns selbst ins Rampenlicht stellen, selbst pushen wollen und von anderen dabei gesehen werden wollen um Anerkennung zu erhalten.
- Jesus zeigt uns einen praktischen Weg um das zu vermeiden.
- Matthäus 6,3: Wenn du einem Bedürftigen hilfst, dann soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut; niemand soll davon erfahren. Dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.«“
Ein SICHERER WEG um herauszufinden, ob deine Wohltätigkeit aus einem AUFRICHTZIGEM HERZEN entspringt oder nicht, ist es so zu tun, dass es außer dir und der anderen Person sonst kein anderer mitbekommt.
· Das ermutigende Gespräch mit jemandem der trauert
· Das helfen beim Umzug
· Geschirr spülen in der Küche
· Geld spenden/ausleihen oder jemandem etwas auszugeben
· Geschenke machen
· Leute nach Hause zu fahren
Übrigens ist vielleicht einer der besten Wege deinem nächsten etwas Gutes zu tun aus einem aufrichtigen Herzen, einer der vielleicht wertvollsten Dienste den du für jemand anderes tun kannst, für diese Person zu BETEN.
-> Sie wird es vielleicht niemals mitbekommen wenn du es Ihr oder anderen nicht gerade rausposaunst, es sieht und weiß NIEMAND außer nur DU und dein VATER im Himmel, der es dir vergelten wird.
Mathew Henry sagte einmal (ich habs auf deutsch übersetzt):
“Der falsche Weg ist also der, der heuchlerischen Pharisäer. Sie machten eine öffentliche Show aus Ihren Gebeten in dem Sie sich an die Straßenecken und Synagogen gestellt haben um einen Schein von Hingabe und Heiligkeit zu präsentieren.”
Die Pharisäer haben es NICHT geliebt zu BETEN, sondern Sie LIEBTEN es dabei GESEHEN zu werden.
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Dabei ist es allerdings wichtig klarzustellen, dass Jesus uns nicht dazu aufruft und ständig zu VERSTECKEN.
Jesus MÖCHTE, dass wir anderen geben, teilen, Gutes tun, füreinander, miteinander und auch voreinander beten.
Wir können und sollen Gott dadurch auch ehren, vor allen Menschen, indem wir dadurch ja seine Liebe weitergeben.
Aber wir können hier folgenden Ratschlag aus diesem Text für uns herausnehmen:
= Wenn du merkst, dass es vielleicht auch nur einen Anschein von Heuchelei zu geben scheint in deinem Herzen, dann ist es vielleicht der klügere Weg, es im Stillen, privat zu tun.
Du möchtest Gott vor allen Menschen loben und ihm die Ehre geben weil er es verdient? Dann tu das. Aber vergiss nicht: Es beginnt dort, wo du in deinem Zimmer, mit Gott deinem Vater unter vier Augen sprichst wo keiner sonst dich sieht.
DENN DORT findet VERÄNDERUNG statt. Veränderung die dich von INNEN HERAUS transformiert, die dich tiefgreifend verändert und automatisch dazu führen wird, dass du Gott vor aller Augen ehren wirst, aus einem aufrichtigen Herzen. Einem Herz, dass erfüllt ist von IHM.
Was Jesus uns also gibt ist KEINE REGEL, still und heimlich ins Kämmerlein zu gehen, sondern eher eine WEISHEIT um selbst ein Feingespür dafür zu entwickeln, wann wir öffentlich geben und beten sollten und wann es besser wäre, es “im Verborgenen” zu tun.
- Es soll uns dabei helfen näher an Gottes Herz zu kommen und ein aufrichtiges Herz zu bewahren, anstatt vor anderen Menschen eine Show zu machen um Anerkennung zu erhalten.
Jesus betete selbst, sowohl “Alleine nachts auf einem Hügel” (Mt 14:23) als auch in der Öffentlichkeit und in Gegenwart seiner Jünger (Lu 6,12). Im Neuen Testament finden wir viele offen gesprochenen Gebete der Jünger.
Das Gute Alte “KÄMMERLEIN” könnte also DEIN geheimer Ort bedeuten, wo DU Gott begegnest.
- Petrus Kämmerlein war auf dem flachen Dach seines Hauses.
- Jesus ging alleine auf einen Berg.
- Und Daniel betete in seinem Haus mit offenem Fenster hinaus zur Stadt.
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- Hans-Peter-Royer der auch die Aussage “Nach dem Amen, bete weiter” geprägt hat und ein gleichnamiges Buch dazu schrieb sprach immer wieder davon, dass er seine Innigsten und Schönsten Zeiten in der Gegenwart Gottes erlebt hatte und seine schönsten Gespräche mit Gott geführt hat, wenn er spazieren gegangen ist oder einen “Kaffee mit Jesus” getrunken hat.
Beim Gebet geht es darum, Zeit MIT Gott zu verbringen. Mit ihm deine Sorgen zu teilen, deinen Herzschlag und auch einfach nur deine Gedanken. Dabei darauf zu VERTRAUEN, dass er dir wirklich zuhört und dir antwortet.
Wir sollen UNSEREM VATER VERTRAUEN, dass er uns HÖRT und er uns BELOHNT. Jesus denunziert nicht die Form des ÖFFENTLICHEN Gebets, sondern er spricht über unsere Motivation.
Echtes, aufrichtiges Gebet ist keine PERFORMANCE vor den Augen anderer Menschen.
Wir müssen klar feststellen: Wer betet um andere zu beeindrucken, kann Gott damit nicht gefallen.
Daher nochmal die Aussage des Verses: Der einfachste Weg um zu erkennen aus welchem Motiv du betest, ist indem du es im Verborgenen tust, wenn niemand anders dich sieht als nur Gott allein.
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Und wenn wir schon dabei sind und das Thema Anerkennung von Menschen angesprochen haben:
Ich sage jetzt etwas, was wir ALLE GANZ GENAU WISSEN, und uns dennoch IMMER WIEDER NEU BEWUSST machen müssen:
= Anerkennung von Menschen kann uns niemals sättigen.
Wenn es unser Ziel ist, Anerkennung von anderen Menschen zu bekommen, und wir uns nicht grade dumm anstellen, dann werden wir diese auch bekommen. Das Ding ist, Sie kann uns niemals glücklich machen. Für den Moment ja, sehr sogar, man fühlt sich wie ein König, bewundert, gesehen, gelobt…
Aber niemals dauerhaft. Wenn du dein Glück, deinen eigenen Wert und deine Persönlichkeit, wer du bist, wie gut oder schlecht du bist, wie wertvoll oder unwichtig du bist, darauf gründest was ANDERE über dich DENKEN, wirst du IMMER ein SKLAVE sein.
Das krampfhafte Streben nach Anerkennung, Status und Bestätigung, wird uns gefangen nehmen und in Ketten legen. Du wirst immer ein Sklave sein und von diesen 3 Punkten bestimmt werden:
BEHERRSCHT sein, von den Meinungen anderer Menschen darüber WER du bist.
GETRIEBEN von dem DRUCK dein vorgespieltes Leben und deine vorgeheuchelte Frömmigkeit vor den anderen aufrecht zu erhalten und darauf achtzugeben, dass deine Masken nicht fallen, dass deine Fassaden nicht anfangen zu bröckeln und am Ende doch herauskommt wie geheuchelt alles doch gewesen ist.
VERSKLAVT von der ständigen Sorge darüber, was die anderen wohl über dich denken und über dich sagen.
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Funny Break:
Kennst du das, wenn du irgendwo unterwegs bist zu Fuß. Und du gehst einen Weg entlang und musst an einer Gruppe von menschen vorbei und merkst, die gucken gerade ALLE auf mich. Und du vergisst plötzlich wie man geht? Kennst du das auch?
Man denkt alle gucken einen jetzt an und plötzlich vergisst man einfach wie man normal geht, das ist das dümmste überhaupt.
= Man denkt alle gucken mich jetzt an, und plötzlich funktioniert man nicht mehr richtig.
Ich habe einmal folgenden Satz gelesen:
Jesus weiß, dass seine Nachfolger am SEGENSREICHSTEN sind in dieser Welt, wenn Sie sich am WENIGSTEN darum sorgen, wie ihr sozialer Stand ist bei anderen Menschen.
Nachfolger Jesu, sind am SEGENSREICHSTEN in dieser, wenn Sie sich am WENIGSTENS darum sorgen, was andere über Sie denken und sagen.
Denn Ihr ungeteiltes Interesse, gilt dem was Gott über Sie sagt. Und wie er darüber denkt, wie Sie ihr leben führen.
TEIL 2
7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.
8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
- Leere Worte, bloße Floskeln und ein ständiges wiederholen von stumpfen Phrasen beim Beten. Wer hat das nicht unbewusst auch schon getan? Sie haben nichts verloren in unseren Gebeten.
- Nur weil wir ein auswendig gelerntes Gebet monoton und in Höchstgeschwindigkeit herunterleiern können, heißt es nicht, dass Gott es auch in Höchstgeschwindigkeit erhöhren wird.
- ((Kurz das Anspiel aufgreifen, wie unnatürlich und daneben, solche Floskeln in einem Gespräch von Freund zu Freund wären))
- Die WORTE SELBST, müssen nicht gehoben, nicht wortgewandt oder theologisch makellos sein. Es gibt auch keine magischen Zauberworte.
- Gebet VERLIERT seine Kraft, wenn es kein aufrechtes Gespräch mit Gott ist, sondern nur noch aus inhaltslosen Floskeln besteht, die wir nicht so meinen wie wir sie aussprechen.
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Wer mich kennt der weiß, dass ich Kaffee nicht nur absolut liebe, sondern auch, dass ne Tasse Kaffee so ziemlich das erste ist was meine Augen zu Gesicht bekommen sobald ich morgens erstmal richtig klargekommen bin.
Mein erster Kaffee am Tag.
Ich mach das deshalb, weil ich es zum festen Bestandteil meiner Morgenroutine gemacht habe, meinen Tag mit einem Gebet und einer guten Tasse Kaffee zu starten.
Das Ding ist, dass ich meistens noch so müde und verklatscht bin, dass ich mich dazu zwingen und überwinden muss und mich dabei erwische, wie ich anstatt von einem Gebet zu Gott, eine stumpfe Floskel in die Luft setze.
Meinen ersten Kaffee bildlich darstellen
Das monotone Gebet am frühen Morgen nachmachen:
MONOTON RUNTERLEIERN: “Danke Gott für diesen neuen Tag, danke, dass ich gesund bin, dass ich dein Kind bin und…”
- Ich habe innehalten, habe gesagt, “Gott, ich habe grade NICHTS von dem was ich gesagt habe wirklich so gemeint, sondern es einfach nur untergerattert”
Und habe nochmal neu angefangen, dieselben Worte, den GENAU gleichen Inhalt gebetet wie davor:
Danke Gott für diesen neuen Tag an dem du mir gnädig bist und mich bedingungslos liebst. Ich bin gesund, ich lebe und du gibst mir einen weiteren, neuen Tag voller Möglichkeiten.
Und genau DAS, war der Moment, wo sich plötzlich was in mir getan hat und sich mein Herz wirklich ausgerichtet hat.
Ich will dich herausfordern:
Leg stumpfe Floskeln ab. Und wenn du ein festes gleiches Gebet jeden morgen hast, dass du immer wieder gleich betest, bete es bewusst, und du wirst merken, es wird einen Unterschied machen.
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Römer 8,26
„Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt Gottes Geist für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt.“
Gott sieht und zählt all unsere Tränen auf dieser Erde, auch dann wenn wir kein Wort rausbringen können. Und er sieht unser Herz, auch wenn die Worte nur wenige sind.
C.H. Spurgeon sagte einmal: “auch ein kurzes Gebet ist lang genug”
Aufrichtiges Gebet bedeutet, Gott zu VERTRAUEN, dass er bereits WEIß was ich brauche, und dementsprechend zu BETEN
Es ist nicht verkehrt, VIEL oder LANG oder IN DENSELBEN WORTEN zu beten. Jesus tat all das auch. Aber die Anzahl an Gebeten und deren Länge als FAKTOR DER WIRKSAMKEIT unserer Gebete zu setzen, ist schlichtweg falsch.
Wir finden dazu mehrere Beispiele in der Bibel:
In 1. Könige 18 lesen wir zum Beispiel wie die Priester des heidnischen Gottes Baal einen ganzen Tag lang zu ihm gebetet haben und vom Morgen bis zum Mittag ununterbrochen riefen: “Baal, Baal, antworte uns doch!”
Sie hofften darauf, dass Sie durch besonders langes beten endlich die Aufmerksamkeit Ihres Gottes gewinnen können und sie vielleiocht dann endlkich bemerkt. Aber Sie bekamen keine Antwort.
Auch in Apostelgeschichte 19 lesen wir, dass sich die aufgewiegelte Volksmenge in Ephesus zu einem Aufstand gegen Paulus und seine Begleiter zusammengerottet hat, und ganze 2 Stunden lang ein Gebet an die Göttin Artemis gerufen, bis der Statthalter dort, die Versammlung endlich auflöste
Für Jesus aber ist Gebet NICHT ein Mittel, dass wir nur lang genug oder oft genug machen müssen um uns selbst eine Audienz vor Gott zu verschaffen, damit er endlich auf uns hört oder um Gott davon zu überreden etwas für uns zu tun was Gott eigentlich gar nicht tun möchte, so wie es bei den genannten Beispiele heidnischer Götter war.
Sondern Jesus redet hier von Gott als einem VATER der sich LIEBEVOLL um seine Kinder KÜMMERT.
Vers 8:
“Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer VATER weiß, was ihr bedürft, noch bevor ihr ihn drum bittet.”
Jesus verbrachte viel Zeit im Gebet. Und trotzdem brachte er uns ein ziemlich kurzes Gebet bei als er danach gefragt wurde wie wir beten sollen. Das Vater Unser.
Es ist nicht dafür gedacht andere zu beeindrucken oder Gott endlich zu etwas zu überreden, sondern um unsere Herzen und Wünsche mit dem Herzen und den Wünschen Gottes in Einklang zu bringen und darauf auszurichten was ihm wichtig ist.
“Denn euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn drum bittet.”
Dein Vater KENNT dich.
Wie gut kennst DU deinen Vater?
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Ich habe immer die meiste Zeit meines Christenlebens gedacht, dass es wie eine Gebetsmuskel ist, den wir trainieren müssen.
Damit ich irgendwann nicht mehr beim beten einschlafe, oder nach 30 Sekunden schon wieder aufs Handy schaue weil ich gelangweilt bin.
Ich glaube mittlerweile, dass ein passenderes Bild für Gebet, die Beziehung zwischen einem Mann und seiner Ehefrau ist.
Die seit etlichen Jahren miteinander verheiratet sind und sich WIRKLICH KENNEN. Die miteinander VERTRAUT sind. Wo es keine peinlichen Schweigepausen mehr gibt wie beim ersten Date, sondern wo man auch einfach mal minutenlang,- stundenlang, schweigend nebeneinander sitzen kann ohne dass auch nur ein bisschen unangenehm ist. Weil man sich KENNT.
Wo man miteinander spazieren geht und mal ich mit Gott spreche, ihm meine Gedanken mitteile, was mich bewegt und mich beschäftigt, ihm die Dinge sage die ich einfach nicht checke. Und mal einfach nur still bin,- im Park spazieren gehend Körner knacke, und zuhöre was Gott mir zu sagen hat.
Wir könnten noch gemeinsam ein Fass öffnen und uns angucken wie viel Verheißungen wir auf das Gebet haben, aber ich möchte mit euch zum Abschluss nur noch einen Mann, ein Beispiel aus der Bibel angucken, und wie GEBET in seinem Leben ausgesehen hat.
Und zwar ist das Mose.
TEIL 3.
„Als Mose vom Berg herabstieg, hatte er die beiden Tafeln der göttlichen Urkunde in seiner Hand. Er wusste aber nicht, dass durch das Reden mit Gott seine Gesichtshaut zu leuchten begonnen hatte. Aaron und alle Israeliten sahen das Leuchten auf der Gesichtshaut Moses und fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen. Erst als Mose sie rief, kamen Aaron und die führenden Männer der Gemeinschaft zu ihm, und Mose konnte mit ihnen reden. Da sahen sie das Leuchten auf der Gesichtshaut von Mose. Dann verhüllte Mose sein Gesicht, bis er wieder ins Zelt ging, um mit Gott zu reden.“
Und es Geschah, als Mose von dem Berge Sinai herabstieg, -und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er von dem Berge herabstieg, da wußte Mose nicht, daß die Haut seines Angesichts strahlte, weil er mit ihm geredet hatte.
Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Angesichts strahlte; und sie fürchteten sich, ihm zu nahen.
Und Mose rief ihnen zu, und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde; und Mose redete zu ihnen.
und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, daß die Haut des Angesichts Moses strahlte; und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden.
“Das seine Gesichtshaut zu leuchten begonnen hatte”
Wie crazy ist das bitte!?
Kennst du das wenn andere Menschen einfach wegen irgendetwas überglücklich sind und einfach eine krasse Ausstrahlung haben?
Ob frisch verliebt oder von einem guten Abend mit freunden. Die strahlen einfach.
Wie viel krasser muss das bei Mose gewesen sein als er da mit einem wortwörtlich leuchtenden Gesicht den Berg runterkam wie so eine Discokugel.
Mose verbrachte Zeit mit Gott.
In Gottes Gegenwart finden wir Trost der unseren rastlosen Herzen Ruhe gibt.
In seiner Gegenwart werden wir mutig, sodass wir uns nicht mehr so fürchten, selbst wenn wir durch das Tal der Todesschatten gehen wie König David es in einem Psalm geschrieben hat.
Und je mehr Zeit du mit Gott auf deinem Berg verbringst, desto mehr wirst du einen Segen ausstrahlen, den du selbst wahrscheinlich nicht mal merken wirst.
Und das ist auch ganz gut so. Damit wir nicht stolz werden. Damit mir nicht deken:”Boah ich bin so geistlich, bin so eine Maschine was Nächstenliebe oder Freundlichkeit oder predigen oder sonst was angeht. Ich habs gepackt”
Sondern das interessante ist, dass gleich wie bei Mose er selbst nicht wusste, dass sein Gesicht leuchtete, auch du wahrscheinlich nicht merken wirst, wie sehr Gott andere Menschen durch dich segnet, und du zu strahlen beginnst für die Menschen in deinem Umfeld. Aber andere werden an dir erkennen, dass du mit Jesus zusammengewesen bist.
2. Korinther 3,18:
»Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht, dass wir ihm immer ähnlicher werden«
Was ich so interessant dabei fand ist, dass nachdem Mose vom Berg herabkam und sein Gesicht leuchtete, es am Ende dann heißt:
“Dann verhüllte Mose sein Gesicht, bis er wieder ins Zelt ging, um mit Gott zu reden.“
Er kam doch grad erst vom Berg und hatte mit Gott gesprochen?! Und er geht Wieder ins Zelt zurück um weiter mit Gott zu reden.
Dachte mir so: “Mach doch eine Pause. Entspann dich” Ruh dich doch erstmal aus”
Nein, stattdessen hatte er die Zeit mit seinem Herrn oben auf dem Berg so sehr genossen, dass er nicht nur das Gefühl für Zeit verloren hat und das Volk Israel deshalb schon sagte: “Wir wissen nicht einmal wie es um Mose steht”
Sondern er hatte es so sehr genossen, dass nachdem er mit einer Decke auf dem Kopf zum Volk Israel gesprochen hatte, nicht lieber wollte, als wieder zurück in die Gegenwart seines Gottes zu treten.
Ich wünsche mir für mich selbst und für dich, dass wir seltener nach dem Gebet uns sagen “so reicht dann jetzt aus, abgehakt, erledigt. Gott wir sprechen uns heute Abend vorm schlafen gehen wieder”
Und anfangen zu lernen, nachdem wir das Amen gesprochen haben, weiter mit Gott zu reden.
Und es geschah, wenn Mose zu dem Zelte hinausging, so erhob sich das ganze Volk, und sie standen, ein jeder am Eingang seines Zeltes; und sie schauten Mose nach, bis er in das Zelt trat.
“Und es geschah, wann immer Mose in das Zelt trat, so stieg die Wolkensäule herab und stand am Eingang des Zeltes; und der HERR redete mit Mose.”… "Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet"
„ein ständiger Kampf nicht religiös zu sein, sondern in dieser Beziehung zu Jesus zu leben“
