Vom Dunkel ins Licht: Jesus, das Licht der Welt

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Bibelstelle: Johannes 9,1-8

-zweite Zeichen Jesu in Jerusalem
Guten Morgen zusammen. Heute machen wir nicht bei Abraham weiter, sondern wir schauen uns ein Ereignis aus dem Johannes Evangelium an, das mir für die anstehende Jugendfreizeit zugeteilt wurde. Schlagt gerne eure Bibeln auf in:
John 9:1–7 ELB CSV
Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden. Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und bereitete einen Brei aus dem Speichel und strich ihm den Brei auf die Augen; und er sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich in dem Teich Siloam was übersetzt wird: Gesandt. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
Jesus hat bevor er hier an dem Blinden Mann vorbeiging, im Tempel gelehrt. Den musste er aber verlassen, weil die Juden Ihn steinigen wollen. Ich denke ihr geht alle mit mir mit, wenn ich sage, dass die meisten von uns in der Situation panisch und hecktisch davonlaufen würden. Aber nicht Jesus, er rennt nicht weg: »Und als er vorüberging« heißt es in unserem Text.
»Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt«. Der Herr Jesus verlässt den Tempel und er sieht einen blinden Menschen, der dort vor dem Tempel sitzt und wahrscheinlich gebettelt hat, wie es so viele andere Blinde oder auch Lahme taten. Der Blinde sah Jesus nicht, aber der Herr sah ihn. Auch bei dem Lahmen am Teich Bethesda (Johannes 5,6 ) war es so: »Als Jesus diesen daliegen sah«. Jesus ergreift die Initiative. Er nimmt ihn nicht nur wahr, sondern Jesus sieht hier einen Menschen, den er heilen will. Wir werden im weiteren verlauf des Kapitels sehen, dass er ihn nicht nur auf körperlicher Ebene heilen will.
Dieser Mensch war »blind von Geburt«: der Mann war im physischen Sinn blind, aber er war es auch im geistlichen Sinn. Was meine ich damit?
Er war geistlich unwissend und er hatte keine Erkenntnis Gottes. Jesus nutzt die Heilung der physischen Blindheit als Zeichen für ein größeres Werk - nämlich die Öffnung der "Augen des Verstandes und des Herzens". Jesus ist nicht nur gekommen, um körperliche Gebrechen zu heilen, sondern auch um Menschen geistlich sehend zu machen, indem er ihnen die Wahrheit über Gott offenbart.
In Kapitel 8 Vers 43 sehen wir die Notwendigkeit dieser Heilung. Dort sagt Jesus zu der damaligen Elite, dass sie seine Worte, mit denen er sie ins Licht stell, nicht hören können. Warum können sie Jesu Worte nicht hören? Weil sie im Geistlichen Sinne blind sind. Es heißt dort:

43 »Warum versteht ihr meine Sprache nicht?

Sie sind Blind und taub für das geistliche, weil sie den Teufel als Vater haben.
Aber nicht nur die Pharisäer und Schriftgelehrten sind blind und Taub, sondern auch wir sind oder waren es. Jeder einzelne von uns ist oder war geistlich blind. Wir alles waren Sklaven des Teufels und konnten deswegen auf geistlicher ebene nichts sehen, wir tappten im dunkeln.
Jetzt sagst du vielleicht: “Nene ich war kein Sklave des Teufels.

1.Johannes 3,8

Von Geburt an sind wir Sklaven der der Sünde (siehe Römer 6,16) und somit aus dem Teufel. Und wir sind richtig gute, fleißige Sklaven der Sünde und somit des Satans.
David schreibt im…
Psalm 51:7 ELB CSV
Siehe, in Ungerechtigkeit bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.
Seit dem Sündenfall sind alle Menschen geistlich tot und blind. Keine Mutter kann ein Kind auf die Welt bringen, das auf geistlicher ebene sehen kann, deswegen sagt Hiob…
Job 14:4 ELB CSV
Wie könnte ein Reiner aus einem Unreinen kommen? Nicht ein einziger!
Aus einem Schwein kann keine Katze kommen, die immer sehr auf ihre Sauberkeit bedacht ist.
Wenn wir den Kontext beachten, in der diese Heilung des blinden Menschen berichtet wird, dann wird klar, dass diese Heilung eine Veranschaulichung oder Illustration von uns allen ist. Wir sind als Kinder Adams in Sünde, als blinde geboren und der Herr muss uns heilen von dieser Krankheit.
Wir können uns nicht selber heilen. Von Geburt an, sind wir Blind. Keiner außer der Herr Jesus Christus, auch nicht wir selber können uns heilen. Wir brauchen Hilfe.
Psalm 146:8 ELB CSV
»Der Herr tut die Augen der Blinden auf…«
Proverbs 20:12 ELB CSV
Das hörende Ohr und das sehende Auge, der Herr hat sie alle beide gemacht.
1 Corinthians 2:14 ELB CSV
Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird.
Warum kann er es nicht erkennen? Weil die Augen seines Herzens und seines Verstandes Blind sind.
Wir sehen also das der Herr eingreifen muss, damit die Augen unseres Herzens und Verstandes geöffnet werden.
John 9:1–2 ELB CSV
Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?
Jesus sah diesen Menschen voll Güte und Barmherzigkeit an und auch die Jünger sahen ihn, aber sie sehen ihn aus einer ganz anderen Perspektive als Jesus. Sie Fragen nach der Ursache seiner Blindheit. Wir erkennen aus ihrer Frage, wie jüdisch ihr Denken noch geprägt ist. Wir sehen, wie wenig sie ihren Gnädigen Meister Jesus noch kennen. Warum denken sie so?
Die Juden dachten, das Krankheit immer mit der Sünde des Menschen zusammenhängt. Jemand der viel Sündigt, wird oft Krank, oder wird mit besonders schlimmer Krankheit bestraft. Wenn das so wäre, dann wäre ich nicht mehr unter den lebenden.
Benedigt Peters schreibt dazu:
»Wer so von anderen denkt, hat eine sehr mangelhafte Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit, denn wer die (eigene Sündhaftigkeit) gesehen hat, kann nicht urteilen, dass ein anderer sündiger als er sein müsse, nur weil er mit einer Krankheit geplagt ist«.
Krankheit bedeutet nicht zwingend, dass Gott uns richtet.
Ein weiters Zitat dazu:

»Aber es sind sehr verschiedene Ursachen, weswegen Gott über die Seinen Trübsal verhängt. Es gibt Menschen, die wohl Strafe verdient hätten, aber es geht ihnen gut; deren Sünden straft Gott nicht auf Erden, sondern erst in der Ewigkeit, aber dort viel härter, als es hier in dieser Welt möglich ist. Anderseits trifft der Herr oft gerade seine Gläubigen mit härteren Schlägen, nicht weil sie besondere Sünden getan haben, sondern um für die Zukunft die Regungen des Fleisches zu töten. Ja, bisweilen hat er ihre Sünden gar nicht im Auge, sondern will nur ihren Gehorsam auf die Probe stellen, oder sie zur Geduld erziehen. So sehen wir den frommen Hiob ganz besonders vom Unglück heimgesucht, und doch geschieht das nicht seiner Sünden wegen; Gott verfolgt einen anderen Zweck: dass seine Frömmigkeit durch und durch echt ist, unabhängig von seinem äußeren Geschick, das soll nun, da er durch schwere Leiden hindurch muss, umso leuchtender hervortreten. Es ist demnach recht verkehrt, wenn man allen Kummer, den einen Menschen treffen kann, ohne Unterschied auf bestimmte Sünden zurückführen will«.

Schauen wir uns die Antwort Jesu an:
John 9:3 ELB CSV
Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden.
Die Jünger fragen, ob er wegen seiner Sünde, oder wegen der seiner Eltern Blind ist, Jesus antwortet, »damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden«.
Jesus spricht damit nicht den Blinden und seine Eltern von jeglicher Schuld frei; er sagt nur: Der Grund seiner Blindheit ist nicht in der Sünde zu suchen.
Der Mann ist Blind, damit die Werke Gottes an ihm offenbar werden, damit die Macht Gottes sichtbar wird. Er soll erleben, dass Gottes Gnade Licht gibt. Die Jünger denken nur rückwärts. Sie suchen und forschen nach dem Grund der Krankheit, aber Jesus schaut auf das Ziel dieses Mannes.
Letztes Wochenende durften Dennis und ich auf einer sehr gesegneten Veranstaltung sein. Wir durften viele gute Predigten und Vorträge zum Thema “entschieden Nachfolgen” hören und das ganze wurde mit einem herrlichem Chor und Orchester (fast so gut wie hier bei uns) umrahmt. Wir fuhren am Mittwoch Nachmittag los und kamen Samstag Abend wieder. Nach der Konferenz war ich sehr motiviert Gott entschieden Nachzufolgen, doch dann wurde ich, wie viele von euch mitbekommen haben, krank. Nichts ernsthaftes, aber ich hatte in dieser Woche wieder viel zu tun und die Krankheit kam mir, so wie jede Krankheit sehr ungelegen. Es viel mir schwer diesen Zustand zu akzeptieren. Ich musste mich sehr davor hüten, Gott nicht anzuklagen, sondern mich auf seine vollkommenen Wege zu verlassen. Der Blinde Mann hat sich bestimmt auch oft gefragt, Herr warum, warum bin ich blind?
Isaiah 55:8–9 ELB CSV
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Proverbs 3:5–6 ELB CSV
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen deine Pfade.
Vielleicht hast auch du mit Krankheit zu kämpfen. Vielleicht sind es bei dir andere Nöte. Denke daran:
Wenn du ein Kind Gotte bist, dann hat ALLES was in deinem Leben passiert, einen höheren Sinn und Zweck. Du wirst den Sinn selten verstehen, aber du darfst dich ruhig in Gottes Hand legen, die dir gegenüber wohlgesonnen ist.
Jeremiah 29:11 ELB CSV
Denn ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Ausgang und Hoffnung zu gewähren.
Weiter in unserem Text…
John 9:4–5 ELB CSV
Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Welche Werke muss er wirken? Eines davon ist die Heilung des blinden Menschen. Jesus, das Licht der Welt muss unsere Welt erleuchten und das tut er mit eben diesen Werken. Jesus sagt hier, »ich muss«. Er musste auf in diese Welt, Er musste an das Kreuz. Er ist sich seiner Aufgabe bewusst, und er tut sie mit aufopfernder Liebe und Hingabe.
Er muss wirken…
Elberfelder CSV Kapitel 9

»solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann«

Jesus muss die Werke tun, »solange es Tag ist«, also so lange er auf der Erde ist. »Es kommt die Nacht«, es kommt die Stunde, in der er, das Licht der Welt, die Welt wieder verlassen wird.
Aber bevor er geht, muss er in dieser Welt leuchten. Anhand des Werkes, dass er jetzt tun musste, zeigte er, dass er das Licht der Welt war.
Jesus weiß das die Juden Ihn wegen seiner Werke und Worte hassen (5,18; 8,58.59) und doch fährt Er fort zu wirken, obwohl er weiß, dass das Werk, das er gleich am Blinden tun wird, den Hass der Juden mehren und ihren Entschluss, ihn zu töten, festigen wird. Er heilt nämlich wieder an einem Sabbat. Aber er ist seinem Vater, der Ihn beauftragt hat, diese Werke zu tun, vollkommen gehorsam.
Joh 9,6-7
Elberfelder CSV Kapitel 9

6 Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und bereitete einen Brei aus dem Speichel und strich ihm den Brei auf die Augen; 7 und er sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich in dem Teich Siloam (was übersetzt wird: Gesandt). Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.

Jesus nimmt sich des blinden an. Wie beim Gelähmten am Teich Bethesda wartete der Herr Jesus nicht, bis der Blinde ihn rief, sondern Er wendet sich ihm zu und beginnt sein Werk an ihm. Er speit auf die Erde, macht einen Brei aus dem Speichel und streicht den Brei auf die Augen des Blinden. Uns erscheint dieses Handlung als seltsam oder? Warum macht Jesus das so? Warum machte er hier einen Brei, den er dem Blinden auf die Augen tat? Wie soll es die Blindheit heilen, wenn man jemandem, der nichts sieht, noch eine Binde um die Augen legt?
Der Mann war blind, aber er sollte es richtig empfinden. Wir alle müssen spüren und verstehen, dass wir tatsächlich Blind sind. Genau das wird der Herr am Ende des Kapitels denen sagen, die sich nie eingestehen wollten, dass sie blind sind. Er ist als Licht in diese Welt gekommen, damit »die Nichtsehenden«, die erkennen und akzeptieren, dass sie blind sind, sehend werden (Johannes 9,39 “Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden.” ).
Calvin schreibt:
»Wie der Schöpfer den ganzen Menschen aus einem Erdenbrei machte, so bedient sich Christus hier desselben Mittels zur Heilung der Augen und zeigt damit an einem Glied des Körpers die gleiche Macht, welche der Vater bei der Schöpfung des ganzen Menschen walten ließ«
Der Herr schickt den Blinden dann zum Teich Siloam. Johannes nennt die Übersetzung des Namens Siloam: Gesandt. Das sagt er uns nicht ohne Grund. Das zeigt, dass der Mann mehr tun muss, als nur zu einem Teich zu gehen. Er muss auch an den glauben, der der Gesandte ist. Obwohl der Mann den Herrn Jesus noch nie gesehen hat, gehorcht er der Stimme, die zu ihm spricht. Die Stimme muss sein Herz angerührt haben und ihm das Vertrauen gegeben haben, dass hier jemand spricht, der ihn wirklich heilen kann. Also geht er zu dem Teich und wäscht sich. Das Ergebnis ist sofort da, denn er kommt sehend zurück.
Wie ist es bei dir? Bist du noch geistlich blind? Wenn ja, dann bitte Gott: Ps 119,18
Psalm 119:18 ELB CSV
Öffne meine Augen, damit ich Wunder schaue in deinem Gesetz!
Und wenn deine Herzensaugen aufgetan wurden, dann Preis den Herrn, für diese unbeschreibliche Gnade!
Elberfelder CSV Kapitel 1

3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergezeugt hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten,

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