"Von Perlen und Schätzen/Der Tausch deiner Lebens" Predigt (Mt 13,44-46)

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Von Perlen und Schätzen / Der Tausch deines Lebens:

Reich der Himmel:

Zu der Zeit als Jesus durch die Dörfer und Städte zog erzählte er viele Geschichten. Geschichten von verschiedenen Situationen und Personen. Diese Geschichten nennen wir Gleichnisse, denn sie geben keine tatsächliche Begebenheit wieder, sondern sind Fiktive Geschichten über bekannte Sachverhalte, die die Zuhörer nachvollziehen konnten.
Viele dieser Gleichnisse brachte Jesus mit dem Reich Gottes in Verbindung. Sie beginnen etwa so: “Das Reich Gottes gleicht...” und dann wird eine Geschichte oder eine Situation beschrieben die einen Aspekt des Reiches Gottes beschriebt.
Was ist aber das Reich GOttes / das Reich der Himmel?
Diese Antwort ist sehr umfassend. Ich möchte gerne ein paar Aspeckte rausstellen. Wichtig für uns heute:
- Reich Gottes ist dort wo Gott regiert.
- Es ist kein Stadt die von Mauern umgeben ist oder ein Gebiet wie etwa Deutschland und wird von einer Grenze geschützt sondern.
- Es ist das Herrschaftsgebiet Gottes in einzelnen Menschen, denen die sich freiwillig Gott unterstellen und somit Teil der Reiches Gottes sind.
- Die Frage ist nicht ob du im Reich Gottes lebst sondern ob du Teil davon bist, ob Gott dein Leben regiert.
Dieses Reich der Himmel ist voller Gerechtigkeit, Heiligkeit, Schönheit, Liebe.
Gottes Herrlichkeit erfüllt es und Menschen werden durch diese Herrlichkeit verändert.
Es ist so Kostbar und wertvoll das Menschen bereit sind, dafür benachteiligt zu werden, verfolgt zu werden und sogar zu sterben.
Matthäus 13,44–46 LUT84
44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker. 45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Die SS Cetral America:

Abends gegen 20 Uhr hatte die "SS Central America" den Kampf endgültig verloren. Der Hurrikan war zu stark.
Vier Tage lang peitschten meterhohe Wellen gegen den 90 Meter langen Raddampfer, bis er Leck schlug und im Sturm manövrierunfähig hin – und hergerissen wurde. 426 Menschen ertranken am 12. September 1857, als das Schiff schließlich sank. Und mit ihm: etwa 21.000 Kilogramm Gold. Münzen, Barren, Nuggets.
Sie gehörten der US-Regierung und Goldsuchern, die es mühsam aus dem Boden Kaliforniens gegraben hatten.
Das gesunkene Gold war verloren – bis mehr als 100 Jahre später ein Tiefseeingenieur begann, nach dem Wrack der "SS Central America" zu suchen. Thomas G. Thompson gründete 1985 die "Columbus-America Discovery Group" zur Entdeckung Schiffs. Er trommelte 161 Investoren zusammen, die mehr als zehn Millionen US-Dollar aufbrachten.
Ein Jahr später startete die Expedition. Und tatsächlich. Nach einigen Fehlschlägen entdeckte Thompson in 2500 Meter Tiefe zuerst die Schiffsglocke und dann das, was von der "SS Central America" übrig geblieben war.
Ein Tauchroboter machte Bilder vom Wrack und seiner Ladung. "Der Boden war wie ein Teppich aus Gold", sagte Thompson später.
Um das Gold zu bergen, ließ er den Tiefsee-Roboter "Nemo" bauen – und hob den wohl größten Schatz, der jemals gefunden wurde.
Sein Wert: eine Milliarde Dollar.
Was würdest du tun wenn du zufällig einen Schatz finden würdest, von dem niemand etwas weis?
Auf einem Flomarkt findest du eine Matratze, die voller Geld ist, aber der Verkäufer weis nichts davon...
Du hast aber kein Geld dabei... Schuhe, Jacke, t-Shirt, vielleicht dein Lederportmane, dein iPhone 5S
Wenn man etwas gefunden hat das wertvoller ist alles was man hat, macht man keinen Verlust wenn man alles einsetzt um das zu bekommen.
Und die Leute werde dich barfüßig die Matratze schleppen sehen, aber du weist das du grade den Tausch deines Lebens gemacht hast.
Matthäus 13,44 LUT84
44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
Genau das Erzählt Jesus.
Der Hintergrund:
Schätze wurden oft zur Aufbewahrung vergraben. Der wahrscheinlichste Umstand, um den es hier geht, ist der eines Bauern, der auf dem Feld eines reichen Grundbesitzers den Schatz gefunden, aber wieder verdeckt hat, damit der Grundbesitzer ihn nicht für sich beansprucht. Der Bauer investierte dann alle seine eigenen Ressourcen in dieses Feld, um den Schatz zu beschaffen. Geschichten über das Finden verlorener Schätze zirkulierten natürlich unter den Armen; Jesus benutzt die Handlung, um seine Zuhörer zu bewegen und nach einem Schatz zu suchen, der weit größer ist als jeder andere auf der Erde.
Da setzt einer alles auf eine Karte. Er kauft einen „wertlosen“ Acker für zu viel Geld.
Und macht damit den Tausch seines Lebens. Seine Hütte verkauft, seine Möbel verkauft, seine Kleidung verkauft.
Er tauscht letztendlich sein altes Leben gegen ein Neues, was ihm aber erst möglich ist, nachdem er seine alte Existenz aufgibt.
Ähnliches passiert in der zweiten Geschichte: es geht da aber um Perlen...

2 Bekannte Perlen:

Perlen sind dann doch etwas mehr für die Mädels, es gibt viel darüber zu wissen.
Wie sie entstehen, welche unterschiede es gibt... Aber dann könnt ihr sicher auch Google erfragen :D
Ich möchte euch zwei Geschichten über zwei verschiedene Perlen erzählen,
die erste ist wohl die Berühmteste Perle der Welt
Sie Heist "La Peregrina" ist eine der berühmteste Perle der Welt.
Ihr Name bedeutet die "Pilgerin", weil sie mittlerweile auf eine 500jährige Geschichte zurückblicken kann, die ihren Anfang zu Beginn des 16. Jahrhunderts nahm.
Der spanische Eroberer Balboa entdeckte sie bei einem Sklaven im Golf von Panama.
Er beschlagnahmte die Perle und schenkte dem Sklaven die Freiheit.
So gelangte "La Peregrina" an den spanischen Hof und wird in den Kronschatz aufgenommen.
Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wechselt die Perle ihren Besitzer an den verschiedenen Königshäusern in Europa,
Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts befindet sich die Perle im Besitz der Familie Bonaparte.
Louis Napoleon, der spätere Kaiser Napoleon III. , verkauft sie auf seiner Flucht aus Frankreich im Jahre 1873 an den Duke of Abercorn.
In dessen Familienbesitz befindet sich die Perle bis zum Jahre 1969, dann wird sie zur Versteigerung angeboten.
1969 wurde sie bei Sotheby’s versteigert, wo sie der Schauspieler Richard Burton für 37.000 US-Dollar als Geschenk zum Valentinstag für Elizabeth Taylor erwarb, die die Perle bei Cartier in ein Collier fassen ließ.
Vor Freude über das Ergebnis legte Taylor das Collier um und tanzte durch die Wohnung, wobei die kostbare Perle jedoch verloren ging.
Entsetzt begann sie barfuß die ganze Wohnung abzugehen, um so vielleicht das Juwel zu finden.
Als dies erfolglos blieb, versuchte sie sich abzulenken und beschloss ihre Pekinesenwelpen zu füttern.
Doch als sie die beiden zu sich rief, kaute einer der Hunde bereits auf etwas herum:
Er hatte die Perle gefunden und sie für einen leckeren Imbiss gehalten. Taylor war erleichtert, zumal sie La Peregrina ohne jeglichen Kratzer wieder hatte
Nach Taylors Tod wurde ihr Collier, das La Peregrina enthält, im Dezember 2011 bei Sotheby's in London für 10,5 Millionen US-Dollar versteigert.

Lao-tse-Perle

Die Zweite Geschichte handelt von einer Perle die unter dem Namen Perle Allahs / Lao-tse-Perle Bekannt ist:
Die Perle wiegt im Original beeindruckende 6,4 Kilogramm.
Zeitungsberichten von 1939 zufolge fanden Perlenfischer auf den Philippinen einen ihrer Stammesbrüder tot, eingeklemmt zwischen den Schalen einer Riesenmuschel am Meeresgrund.
Leichnam und Muschel wurden gemeinsam geborgen und einige Tage später öffneten die Perlenfischer die Muschel.
In ihrem Inneren fanden sie eine 23 Zentimeter lange, silbrig schimmernde Perle.
Der Wissenschaftler Wilburn Dowell Cobb hörte von dem Sensationsfund, konnte den Stammeshäuptling Panglima jedoch nicht dazu bewegen, ihm die Perle zu verkaufen.
Jahre später rettete Cobb bei einer anderen Reise in die Region dem kranken Sohn des Häuptlings Panglima das Leben.
Dieser überreichte ihm nun zum Dank die Perle als Geschenk.
Das Original der „Perle Allahs“ befindet sich heute in Privatbesitz, und hat einen Wert von 40 Mio. US-Dollar.
Matthäus 13,45–46 LUT84
45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
Ein Mann der Perlen Sammelt, er sucht besonders schöne, wertvolle.
Und er ist aktiv dabei im Gegensatz zu dem Mann der scheinbar zufällig auf den Schatz stieß.
Eines Tages findet er eine Perle, die alles übertrifft was er je gekauft und besessen hat.
Er trifft eine Entscheidung, alles was er hat, die Sammlung die er über Jahre angehäuft hat, Verkauft er
Denn er macht grade das Geschäft seines Lebens.
Ich hörte von einem Mann der sämpliche Mehrfamilienhäuser verkaufte, so schnell wie möglich wollte er sie loswerden.
Ich wunderte mich, in Köln ist es ein Haus zu besitzen viele wert, erst recht wenn andere drin wohnen...
Auf anfrage sagte man mir, er hat ein Angebot für ein Hochhaus, und um das zu kaufen muss er die anderen Häuser
Loswerden. Denn da steckt noch mehr Geld drin.

Der Tausch deines Lebens

Dieser Satz ist bewusst zweideutig, einmal geht es um die außergewöhnliche Gelegenheit, denn ich bin überzeugt davon, dass es keinen Besseren Tausch gibt.
Das hat mit dem Wesen des Reiches Gottes zu tun. Deshalb vordere ich dich heraus, sich damit zu beschäftigen.
Die Bibel berichtet von dem Herrlichen Herrscher dieses Reiches, von seiner Größe, Gerechtigkeit und Treue.
Fang an, zu lesen in der Bibel, Frag, freunde die teil dieses Reiches sind. Finde heraus ob es tatsächlich so wertvoll ist.
Die zweite Bedeutung dieses Satzes ist, du tauscht dein Leben gegen ein anderes. (Das wirst du aber nur wenn du überzeugt davon bist, dass sich das wirklich Lohnt)
Deshalb kann man den Schritt davor nicht einfach überspringen.
Wie du das machen kannst, dein Leben Tauschen möchte ich hier kurz erklären.

Das Evangelium:

Römer 3,23 Schlachter 2000
23 denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,
Das Reich Gottes ist Heilig, weil Gott Heilig ist.
Deshalb können wir keine Gemeinschaft mit Gott haben und leben in der Ferne Gottes.
Römer 6,23 Schlachter 2000
23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.
Römer 5,8 Schlachter 2000
8 Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Römer 10,13 Schlachter 2000
13 denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.
Römer 5,1 Schlachter 2000
1 Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,
Römer 5,2 Schlachter 2000
2 durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

Sadhu Sundar Singh

Voller Hass verbrannte Sadhu Sundar Singh am 18. Dezember 1904, mit 15 Jahren, demonstrativ eine Bibel.
Trotz eines langen Studiums der heiligen Bücher des Hinduismus, der Upanischaden und des Korans suchte er immer noch vergeblich nach innerem Frieden.
Selbst stundenlange Meditationen nach besten Regeln der Yogatechnik stillten sein inneres Verlangen nicht.
Die verbrannten Bücher hatte er in einer Missionsschule bekommen, aber er fürchtete, dieses Buch könnte ihn zur Religion des Abendlandes bekehren.
Am Abend der Bibelverbrennung beschloss er Selbstmord zu begehen, wenn er in dieser Nacht nicht den Frieden fände, den er suchte. Er betete ohne Unterlass, doch niemand erhörte ihn.
Dann aber, es war schon gegen fünf Uhr in der Frühe, sah er in seinem Zimmer ein großes Licht und ein Angesicht, das ihn voller Liebe anstrahlte. Er glaubte, einer heidnischen Gottheit gegenüberzustehen.
Darauf sagte diese Person:
"Wie lange willst du mich verfolgen? Ich bin für dich gestorben und habe für dich mein Leben gegeben."
Für Sandu Sundar Singh stand fest, dass er Jesus begegnet war.
Dieser Mann von Nazareth war für ihn nicht mehr ein Toter, sondern er lebte. Er kniete nieder und betete ihn an.
Im Nu war sein Innerstes erfüllt; wie ein göttlicher Strom durchdrang ihn die Liebe Gottes.
Bald eröffnete er seinem Vater: "Ich bin Christ." Der Vater war entsetzt.
Er versuchte, ihn umzustimmen. Ein sehr reicher Onkel zeigte ihm seine Schatzkammern und versprach,
ihm alles zu schenken, wenn er zur väterlichen Religion der Sikhs zurückkehre. Sundar blieb standhaft.
Daraufhin wurde er von seiner Familie verstoßen.
Der letzten Mahlzeit, die er zu Hause bekam, mischte man Gift bei.
Voller Schmerzen schleppte sich der Vergiftete zu einer christlichen Siedlung und brach dort mit heftigen
Blutungen zusammen. Der Arzt gab ihn auf. Sundar aber wusste, dass er noch nicht sterben musste.
Gott hatte ihn zum Zeugen Jesu Christi berufen. Er betete und viele Christen mit ihm.
Am anderen Morgen kam die große Wende, er wurde gesund und ließ sich daraufhin taufen.
Als 19 Jähriger Tauschte er ein Leben in Reichtum und Komfort
gegen ein Leben mit dem Gott der ihm Vergebung und Frieden gegeben hatte.
Ein Lied das er geschrieben hat und das diesen Tausch bekräftigt,
ging um Welt... Das werden wir jetzt hören.
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