GÖTTLICHE GEDULD
Frucht des Geistes • Sermon • Submitted • Presented
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Introduction
Introduction
Guten Morgen ihr lieben! :-)
Woche 4 - Frucht des Geistes.
Wem bringt diese Serie etwas? Wer hat in diesen 3 Wochen schon was mitnehmen können?
wer konnte schon etwas davon umsetzen? Liebe, Freude oder Friede?
Ich auf jeden Fall!
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.
Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt.
Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut/GEDULD, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.
Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
Ga 5:16–25.
Geduld...auf alt-griechisch...MAKRO-THYMIA
Makro = Lang
Thymia = Leiden
Diese Geduld...MAKRO-THYMIA...ist nicht Passivität – sie ist kontrollierte Kraft.
Es ist ein Zustand, in dem ich LEIDE...nicht hilflos...sondern, ich könnte jetzt reagieren um meine Situation zu ändern. Ich könnte in die Umstände eingreifen...vielleicht mich selbst zu verteidigen...doch entscheide ich mich zu warten...die Leiden auf mich zu nehmen...ENTSCHEIDEN sie zu tragen und ENTSCHEIDEN nicht zu handeln.
Nicht weil ich nicht kann...nicht weil ich zu faul bin oder passiv...sondern weil ich mich dazu ENTSCHEIDE.
Wie wir in diesen ersten 3 Wochen gemerkt haben, als wir Liebe, Freude und Friede besprochen haben...im Kontext von “FRUCHT DES GEISTES”...mussten wir jedes Mal zum Ursprung zurück um diesen Aspekt des “FRUCHT DES GEISTES” zu verstehen.
Wir müssen schauen wie dieser Aspekt sich in Gott offenbart ist...damit wir eine Idee bekommen darüber, wie sie in unserem Leben und in unserem Alltag aussieht.
Und wie wir schon seit Wochen sagen...ist es die FRUCHT DES GEISTES...nicht etwas was wir aus unserer eigenen Kraft aus uns herausbringen können...nicht etwas was wir an uns von extern an uns dranhängen können, wie Kugeln an einem Weihnachtsbaum oder Bananen von Lidl an unser Baum dran nageln.
Es ist das Wirken des Heiligen Geistes in uns, das die Langmut Gottes widerspiegelt und uns befähigt, andere zu lieben und Gott auch in der Leidenszeit zu vertrauen.
Wir haben heute 3. Punkte:
Die Geduld Gottes mit uns.
Unsere Geduld mit einander.
Unsere Geduld mit Gott und seinem Plan.
Tauchen wir ein, Amen?
1. Die Geduld Gottes mit uns.
1. Die Geduld Gottes mit uns.
Um Gottes Geduld zu verstehen, müssen wir erkennen, dass Gott...der Allmächtige, der Allgegenwärtige, der Allwissende, der Ewige...Schöpfer des Universums...die Welt geschaffen hat nach seinem Willen und hat das Universum, die Welt und den Menschen PERFEKT geschaffen.
Wir kennen die Geschichte von Adam & Eva, die von JEDEM Baum essen dürfen außer einem...was machen sie?
Trotzdem dass Gott die Strafe von vornherein klar gemacht hat, essen sie trotzdem davon.
Sie werden von Gott getrennt, sie und jeder Mensch der seitdem, von Mann und Frau geboren wurde, hat diese Natur der Sünde in sich geerbt...wir sind alle auf die Welt gekommen, von Gott getrennt...TOT in unserem Geist.
Das ist schlimm genug in diesem Leben...aber es bedeutet auch eine EWIGE Trennung von Gott...das nennt die Bibel “die Hölle”...und das ist wo JEDER Mensch eigentlich sein Schicksal hat.
Und wenn die Geschichte dabei beendet wäre...wäre das GERECHT.
Doch ist es nicht...Preist den Herrn!
Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied!
Ex 34:6–7.
Gott offenbart sich im Alten Testament schon, als barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt und doch ist es vollkommen Gerecht und lässt Sünde keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld heimsucht
Wie ist das zu verstehen?
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.
Eph 1:3–4.
Dieser Allmächtige, Allgegenwärtige, Allwissende, Ewige...Schöpfer des Universums...WUSSTE schon das wir gegen ihn rebellieren würden und hatte...schon in der vergangenen Ewigkeit einen Plan! Dass Jesus Christus, sein Sohn in diese Welt kommen würde...an einem BESTIMMTEN MOMENT...nicht früher und nicht später!
Dieser Jesus, wird von einer Jungfrau geboren, wird ein perfektes Leben führen welches wir nicht führen könnten...und würde dann unsere Schuld bezahlen.
Und EGAL wie schlimm es wurde...
Egal wie sehr, wir als Menschheit ihn mit unserer schrecklichen Sünde provozierten...
Egal auf welche ekelhafte Ideen die Menschen kamen um GEGEN Gottes Willen zu leben...
Wie sehr Gottes Herz schmerzte als er sah, wie grausam wir einander verletzten und verunstalteten...
Wie schmerzhaft es für ihn sein muss, zu sehen wie wir seine Schöpfung misshandeln und zerstören...
...zeigt uns Gott die Definition von MAKRO-THYMIA...LANG...LEIDEN...Göttliche Geduld.
GOTT! Für den es KEIN Problem gewesen wäre, diese Welt, das Universum mit einem Wort zu zerstören und neu anzufangen...der es in SEINER MACHT hat...hat Geduld.
Nicht weil er nicht kann...nicht weil er zu faul ist oder passiv...sondern weil er sich dazu ENTSCHEIDET.
Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.
Ga 4:4–5.
DAS ist Langmut...DAS ist Geduld...NICHTS provoziert ihn, ein Moment früher zu reagieren...oder zu verzögern...sondern Gott handelt erst DANN Als aber die Zeit erfüllt war… an DEM Moment, wo er in seiner Souveränität bestimmt hat, dass es DER Perfekte Moment war.
A. Gottes Geduld ist persönlich
Er hat uns nicht abgeschrieben, als wir weggelaufen sind.
Seine Gnade wartet – nicht ewig, aber länger, als wir es verdienen.
Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.
2 Pe 3:9.
B. Die “Fülle der Zeit” zeigt seine Geduld in der Erlösung
Er hat Generationen gewartet, um den Messias zu senden – warum?
Damit niemand behaupten kann, er hätte es verdient.
Das Kreuz ist der Höhepunkt von Gottes geduldiger Liebe – aufgeschobener Zorn für offenbarte Gnade.
C. Anwendung:
Das Evangelium ist der ultimative Beweis: Wenn Gott mit Sündern wie uns geduldig ist, wie können wir dann ungeduldig mit anderen sein?
Und das ist unser zweite Punkt:
2. Unsere Geduld mit Einander
2. Unsere Geduld mit Einander
Es gibt so viele Momente, in denen Menschen Gottes, zu Gott gerufen haben in ihrer Bedrängnis und sich bei Gott beschwerten über Gottes zögern.
Besonders, wenn ihnen Unrecht getan worden ist von anderen Menschen...zB Psalm 94:
Du Gott der Rache, o Herr, du Gott der Rache, leuchte hervor!
Erhebe dich, du Richter der Erde, gib den Hochmütigen ihren Lohn!
Wie lange sollen die Gottlosen, o Herr, wie lange sollen die Gottlosen frohlocken?
Sie halten viele und freche Reden; stolz überheben sich alle Übeltäter.
Dein Volk, o Herr, zertreten sie und unterdrücken dein Erbteil.
Witwen und Fremdlinge erwürgen sie und ermorden Waisen; und dann sagen sie: »Der Herr sieht es nicht, und der Gott Jakobs achtet nicht darauf!«
Ps 94:1–7.
Wer hat sich schonmal so gefühlt?
Passiert schnell oder? Ich sage euch ehrlich...ich habe nicht nur einmal solche Gefühle gehabt.
Was sagt Jesus dazu?
Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis sieben Mal?
Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis sieben Mal, sondern bis siebzigmalsieben Mal!
Darum gleicht das Reich der Himmel einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte.
Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war 10 000 Talente schuldig.
Weil er aber nicht bezahlen konnte, befahl sein Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und so zu bezahlen.
Da warf sich der Knecht nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen!
Da erbarmte sich der Herr über diesen Knecht, gab ihn frei und erließ ihm die Schuld.
Als aber dieser Knecht hinausging, fand er einen Mitknecht, der war ihm 100 Denare schuldig; den ergriff er, würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du schuldig bist!
Da warf sich ihm sein Mitknecht zu Füßen, bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen!
Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war.
Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt, kamen und berichteten ihrem Herrn den ganzen Vorfall.
Da ließ sein Herr ihn kommen und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest; solltest denn nicht auch du dich über deinen Mitknecht erbarmen, wie ich mich über dich erbarmt habe?
Und voll Zorn übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldig war.
So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt.
Mt 18:21–35.
Wie gut beschreibt das uns, oder?
Keiner von uns hatte ein Problem mit Punkt 1. Gottes Geduld mit uns.
Wir nehmen das gerne an, Amen?
Die Geduld Gottes mit uns, seine Langmut, Barmherzigkeit und Gnade UNS gegenüber.
Aber wie schnell, drehen wir uns um und fordern Heimsuchung von den Menschen um uns herum?
DAS ist der Grund warum Paulus uns in seinen Briefen immer wieder erinnert, wie in Epheser 2:
Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt; unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.
Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr errettet! – und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus.
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Eph 2:1–9.
Paulus will uns nicht unsere Schuld wieder aufs Brot schmieren...er möchte uns nicht erneut die Sünde auf unser Gewissen laden...aber er möchte uns erinnern wer wir waren...wie groß UNSERE Schuld vor Gott war und welche Langmut, welche Geduld Gott uns erwiesen hat...
UND...wie wir kein bisschen besser wir sind als unser Nächster...egal wie schrecklich wir behandelt wurden, verletzt wurden, ausgenutzt wurden...egal wie schuldig jemand sich UNS gegenüber gemacht hat...ist das NICHTS im Vergleich zu unserer Schuld gegenüber Gott.
Und wenn uns SO VIEL vergeben wurde...wie können wir nicht einander dulden, einander vergeben und einander lieben?
Und genau DAS ist der beste Test für uns selbst, zu sehen wie sehr wir uns in Gott befinden.
Wie sehr wir im Geist leben?
Paulus sagt in Kolosser 3:12:
So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr.
Col 3:12–13.
Wir sind schnell bereit, Gnade zu empfangen, aber langsam, sie zu geben...das soll so nicht sein!
Dem Diener wurden Milliarden vergeben...aber er würgte einen Mann wegen ein paar Hundert euro.
Wie oft halten wir Menschen wegen Sünden gefangen, die Gott schon vergeben hat.
Geduld ist der TEST für das Verständnis des Evangeliums
Hortest du Bitterkeit? Das ist nicht nur ein emotionales Problem – es ist ein Problem des Evangeliums.
Echte Liebe, echte Gemeinschaft sind ohne Geduld unmöglich.
Frag dich selbst: Bin ich zu anderen so geduldig wie Gott zu mir?
“Vergebung bedeutet nicht, eine Beleidigung zu ignorieren – es bedeutet, sie hinzunehmen und trotzdem zu lieben.
DAS hat Christus für uns getan.” – John Piper
Geduld...MAKRO-THYMIA...ist nicht Passivität – sie ist kontrollierte Kraft.
Es ist ein Zustand, in dem ich LEIDE...nicht hilflos...sondern, ich könnte jetzt reagieren um meine Situation zu ändern. Ich könnte in die Umstände eingreifen...vielleicht mich selbst zu verteidigen...doch entscheide ich mich zu warten...die Leiden auf mich zu nehmen...ENTSCHEIDEN sie zu tragen und ENTSCHEIDEN nicht zu handeln.
Nicht weil ich nicht kann...nicht weil ich zu faul bin oder passiv...sondern weil ich mich dazu ENTSCHEIDE.
In diesem Moment werde ich Christus ähnlich...in diesem Moment gebe ich Raum dem heiligen Geist, diese Göttliche Geduld der Frucht des Geistes hervorzubringen!
Eine Geduld welche nicht aus unserer Kraft kommt...sondern die in GOTT verwurzelt ist und in dem was Er für mich getan hat!
Die Geduld Gottes mit uns.
Unsere Geduld mit einander.
Unsere Geduld mit Gott und seinem Plan.
3. Unsere Geduld mit Gott und seinem Plan
3. Unsere Geduld mit Gott und seinem Plan
Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.
Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.
Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben.
Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Ro 5:1–8.
Die Bibel setzt einem Christen, Bedrängnis voraus.
Wenn du daran denkst, Jesus nachzufolgen weil du dir ein Sturmfreies Leben erhoffst...dann ist Christsein nichts für dich!
Jesus nachfolgen garantiert Bedrängnis, Anfechtung, Kampf und Schmerz...es ist KEINESWEGS ein STURMFREIES Leben...aber mit Jesus und mit dem Heiligen Geist in uns, ist es ein STURMFESTES Leben!
Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.
Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.
Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird.
Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen.
Jak 1:2–8.
Diese Stürme BEWIRKEN diese Geduld, diese göttliche Langmut...diese AUSHARREN wie Jakobus es hier beschreibt...in uns...SO entsteht dieser Aspekt der Frucht des Geistes!
Das Gegenteil von AUSHARREN oder MAKRO-THYMIA...ist aufgeben...an Gott zweifeln...Gott und seinem Plan NICHT Vertrauen.
Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, sodass ihr die Hoffnung mit voller Gewissheit festhaltet bis ans Ende, damit ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben.
Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst und sprach: »Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig mehren!«
Und da jener auf diese Weise geduldig wartete, erlangte er die Verheißung.
Heb 6:11–15.
Der Hebräerscheiber wünscht uns diese göttliche Geduld und malt uns ABRAHAM als Beispiel dafür was es bedeutet Geduld mit Gott und seinem Plan zu haben...
Ich möchte die letzten Minuten dieser Predigt damit verbringen etwas genauer auf Abraham zu schauen...
Das Versprechen.
Gott versprach Abraham mit 75 Jahren, einen Sohn – doch Jahre vergingen, ohne dass sich dieser Wunsch erfüllte.
Im Alter von etwa 85 Jahren nahmen Abraham und Sarah die Sache selbst in die Hand.→: Abraham zeugte mit Hagar Ismael. Genesis 16
Ismael war nicht Gottes Plan – er war das Ergebnis von, die versuchte, Gottes Zeitplan zu erzwingen. Ungeduld
Fängt schonmal schlecht an.
Als jemand der keine Kinder hat, fühle ich Abraham und Sarah’s Schmerz...ich verstehe warum sie gezweifelt haben und ungeduldig wurden und entschieden Gott “nachzuhelfen”.
Es ist das passiert wovor uns Jakobus warnt: Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen.
„Wenn wir versuchen, Gottes Verheißung durch fleischliche Abkürzungen zu erfüllen, bekommen wir menschliche Ergebnisse – keine himmlischen.“ – David Wilkerson
Geduld lernt man durch den Schmerz des Wartens
Mit 100 Jahren – 25 Jahre später, NACH dem Versprechen – wird Isaak endlich geboren (Genesis 21).
In Römer 4,20 heißt es, dass Abraham “nicht an seinem Glauben gezweifelt hat” – nicht weil er perfekt war, sondern weil er schließlich gelernt hatte, auf Gottes Treue zu vertrauen und nicht auf die Uhr.
“Der Glaube wartet – nicht passiv, sondern aktiv auf Gottes Zeitplan vertrauend, selbst wenn der Schoß unfruchtbar ist und die Jahre lang sind.” – A.W. Tozer
Geduld führt zu radikalem Vertrauen – auch wenn es wehtut
Dann kommt Gott und sagt: Genesis 22 “Nimm deinen Sohn ... deinen einzigen Sohn Isaak...den du liebst ... und opfere ihn auf einem Berg den ich dir zeigen werde.”
Abraham, vertraute Gott so sehr dass er glaubte, er könne Isaak von den Toten auferwecken (Hebräer 11,17–19).
Der Mann, der einst zweifelte und Gott vorauslief, geht nun langsam und treu den Berg hinauf, mit seinem Versprechen in der Hand – im Vertrauen auf Gottes Charakter, nicht nur auf seine Versprechen.
“Wenn wir lernen, auf Gott zu warten, sind wir bereit, ihm alles zurückzugeben – sogar das Versprechen selbst.”
– John Piper
Befindest du dich in einer Phase, in der du das Gefühl hast, dass Gott zu spät kommt?
Bist du versucht, aus Frust und Angst deinen eigenen “Ismael” zu erschaffen?
Gott hat es nicht eilig – aber er ist immer pünktlich.
Geduld bedeutet, dass wir, auch wenn wir seinen Fortschritt nicht sehen...auf Gottes Plan vertrauen!
Geduld ist keine Schwäche – sie ist ehrfürchtiges Vertrauen, das sagt:
“Auch wenn ich den Plan nicht verstehe, vertraue ich dem Planer.”
Sie WEIß:
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
Ro 8:28.
“Denjenigen, die im Glauben warten, gibt Gott nicht nur das, worum sie gebeten haben, sondern mehr – sich selbst.” – David Wilkerson
CONCLUSION
CONCLUSION
Wir haben heute gesehen, dass Geduld nicht bedeutet, Schwierigkeiten oder schwierige Personen einfach zu ignorieren – es geht um aktives Vertrauen in einen souveränen Gott.
Es ist ein Zustand, in dem ich LEIDE...nicht hilflos...sondern, ich könnte jetzt reagieren um meine Situation zu ändern. Ich könnte in die Umstände eingreifen...vielleicht mich selbst zu verteidigen...doch entscheide ich mich zu warten...die Leiden auf mich zu nehmen...ENTSCHEIDEN sie zu tragen und ENTSCHEIDEN nicht zu handeln.
Nicht weil ich nicht kann...nicht weil ich zu faul bin oder passiv...sondern weil ich mich dazu ENTSCHEIDE.
Göttliche Geduld ist verwurzelt in einem Gott der uns nicht das gibt, was wir verdienen...sondern schenkt uns in der Fülle der Zeit durch Jesus Gnade.
Und...Gott ist unendlich geduldig mit uns, Amen? „Als wir noch Sünder waren, ist Christus für uns gestorben.”
Jetzt ruft er uns dazu auf, geduldig mit anderen zu sein, besonders wenn sie uns enttäuschen, verletzen oder unseren Fortschritt verzögern.
Vergebung ist im Reich Gottes keine Option.
Und schließlich lehrt er uns, geduldig mit seinem Plan zu sein – nicht aus eigener Kraft Ismaels zu gebären, sondern treu auf die “Isaaks” zu warten, die er uns versprochen hat.
Gottes Geduld ist nicht nur etwas, das wir bewundern – sie ist etwas, das er uns durch den Heiligen Geist schenkt.
Dieser Aspekt der Frucht des Geistes - die MAKRO-THYMIA...die Langmut...die Geduld entsteht nicht durch Willenskraft – sie wächst durch Hingabe dem heiligen Geist und dem Willen Gottes.
Einige von uns befinden uns heute in einer dieser drei Situationen:
1. Wir haben Gottes Geduld mit uns unterschätzt
Wir denken, wir sind zu weit gegangen.
Vielleicht denkst du, du hast zu lange gewartet, um nach Hause zu kommen.
Aber lieber Freund, diese Predigt ist der Beweis dafür: du bist nicht zu spät.
Seine Gnade ist da. Seine Arme sind immer noch offen.
Heute ist der Tag, an dem du kommen sollst – nicht denken erst dann, wenn du dich selbst in Ordnung gebracht hast, sondern GERADE DANN wenn du erkennst, dass du das nicht schaffst!
2. Du bist ungeduldig mit anderen
Vielleicht ist es dein Ehepartner, ein Elternteil, ein Kollege oder sogar jemand in diesem Raum.
Du hältst an Kränkungen, Bitterkeit oder Wut fest.
Du willst Gerechtigkeit – Gott möchte, dass du loslässt.
HEUTE ist der Moment, loszulassen und frei zu sein!
HEUTE ist der Moment sich wieder bewusst zu werden, was ER dir vergeben hat und was du ihm schuldig WARST!
3. Du hast Schwierigkeiten, auf Gottes Zeitplan zu vertrauen
Du fühlst dich festgefahren.
Du hast gebetet. Du hast gehofft. Nichts hat sich geändert.
Du bist versucht, deine eigene Lösung zu finden, wie Abraham es mit Ismael getan hat.
Aber Gott spricht heute zu deinem Herzen durch sein Wort und durch diese Predigt:
“Warte auf mich. Ich bin treu. Ich habe dich nicht vergessen.”
Zum Abschluss möchte ich dich einladen, zu antworten – nicht nur mit Emotionen, sondern mit Hingabe.
Nach diesem Lied werden wir zu kommen im Gebet.
Ich flehe dich an...geh heute nicht mit derselben Last der Ungeduld, Frustration oder Unglauben weg.
Sprich zu ihm im Gebet...spreche mich nach dem Gottesdienst an...ich werde mit dir beten!
Komm vor den Herrn wie ein Kind – mit offenen Händen und ehrlichem Herzen.
“Heiliger Geist, lass in mir die Geduld Christi wachsen – die Geduld, die auf deinen Plan vertraut, schnell vergibt und voller Hoffnung wartet.”
Amen!
