Die Herrlichkeit Gottes
Systematische Theologie • Sermon • Submitted • Presented
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Das Thema heute Abend is “Die Herrlichkeit Gottes”.
Was ist “Herrlichkeit”?
Wir benutzen dieses Wort, aber wie würdest du das Wort “Herrlichkeit” definieren?
Es passiert oft, besonders für die welche in christlichen Familien aufgewachsen sind, dass wir Worte sehr intuitiv benutzen.
Wir “fühlen” also wir wissen was die Worte bedeuten die wir nutzen...und wenn jemand in einer Predigt oder im Gespräch, gewisse Worte benutzt, haben wir eine Vorstellung was gemeint ist...aber wenn jemand uns im Gespräch stoppt und bittet manche Wörter zu definieren, merken wir, dass wir manche begriffe nicht wirklich definieren können.
Ich glaube “Herrlichkeit”, vor allem “Herrlichkeit Gottes” ist so ein Wort.
Also bevor ich beginne, möchte ich erstmal das Wort Herrlichkeit definieren und dann zusammen schauen, was die Herrlichkeit Gottes ist...und dann...was es mit uns zu tun haben:
1. Allgemeinsprachlich
Herrlichkeit bezeichnet etwas Großartiges, Prachtvolles oder Eindrucksvolles.
Beispiele:
“Was ein Herrlicher Tag”
Synonyme: Pracht, Glanz, Schönheit, Großartigkeit.
2. Historisch / Adel
In der Frühneuzeit konnte “Herrlichkeit” auch ein territorialer Begriff sein:
eine kleine, meist adelige Herrschaftseinheit, etwa ein Landstrich, der unter der Kontrolle eines “Herrn” stand.
Beispiel:
“Die Herrlichkeit Anholt gehörte zum Besitz der Familie von Salm.”
3. Religiös / Theologisch
Im christlichen Kontext bezieht sich “Herrlichkeit” (oft als Übersetzung von “Gloria” oder “Doxa”) auf:
die sichtbare oder spürbare Gegenwart und Majestät Gottes,Gottes Würde, Macht und Heiligkeit, den Zustand der Verklärung oder des “ewigen Lebens” in Gottes Gegenwart.
Beispiele:
“Die Herrlichkeit Gottes erfüllte den Tempel.”
“In der Ewigkeit werden die Gläubigen in Gottes Herrlichkeit leben.”
1. Gottes Herrlichkeit ist die sichtbare Ausstrahlung Seiner Heiligkeit und Majestät
1. Gottes Herrlichkeit ist die sichtbare Ausstrahlung Seiner Heiligkeit und Majestät
Was bedeutet „Herrlichkeit“ biblisch und theologisch?
Im christlichen Kontext ist “Herrlichkeit” (hebr. kavod, griech. doxa) nicht bloß ein atmosphärisches Gefühl oder ein poetischer Begriff.
Es ist die Sichtbarmachung und Spürbarmachung des innersten Wesens Gottes.
Doxa = das, was sichtbar und ehrwürdig ist.
Kavod = Schwere, Gewicht, Würde.
Wenn wir also sagen: “Gott ist herrlich”, meinen wir nicht nur: “Er ist schön” oder “beeindruckend” – wir meinen: Er trägt das volle Gewicht von Wahrheit, Reinheit, Würde, Macht und Heiligkeit.
Herrlichkeit = Heiligkeit, die sichtbar wird
Jesaja 6:1–4 gibt uns einen seltenen Blick hinter den Vorhang:
Im Todesjahr des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einen hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel.
Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie.
Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!
Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt.
Is 6:1–4.
Die Engel rufen nicht:
„Liebe, Liebe, Liebe“
nicht „Allmacht, Allmacht, Allmacht“Sondern: „Heilig, heilig, heilig.“Doch was erfüllt die Erde? Seine Herrlichkeit.
Das bedeutet:
Herrlichkeit ist das, was geschieht, wenn Gottes Heiligkeit nach außen dringt.
Oder wie Sproul sagte:
“Heiligkeit beschreibt wir ANDERS Gott ist zu allem anderen was es gibt. Herrlichkeit ist die Offenbarung davon.”
Gottes Herrlichkeit in der Geschichte der Bibel:
Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung.
Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte gehen, weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung erfüllte.
Ex 40:34–35.
→ Gottes Gegenwart ist so gewaltig, dass selbst Mose weichen muss.
Als nun Salomo sein Gebet vollendet hatte, da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus, sodass die Priester nicht in das Haus des Herrn hineingehen konnten, weil die Herrlichkeit des Herrn das Haus des Herrn erfüllte.
Als aber alle Kinder Israels das Feuer herabfallen sahen und die Herrlichkeit des Herrn über dem Haus, da fielen sie auf ihre Knie, mit dem Angesicht zur Erde, auf das Pflaster, und beteten an und dankten dem Herrn, dass er gütig ist und seine Gnade ewiglich währt.
2 Ch 7:1–3.
Johannes 17:24Jesus betet:
Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.
Jn 17:24.
→ Die ewige Gemeinschaft mit Gott ist definiert durch das Schauen Seiner Herrlichkeit!
Was bedeutet das für uns heute?
1. Gottes Herrlichkeit überfordert die Sinne
Feuer, Licht, Rauch, Beben – all das sind menschliche Reaktionen auf göttliche Realität.
Herrlichkeit ist nicht “nett” oder “fromm”. Sie ist erschütternd.
Sie deckt auf, wer wir wirklich sind. Jesaja ruft nicht: “Wow! Nice Vibes!” sondern: “Weh mir!” (Jes. 6,5)
2. Herrlichkeit ist kein Extra, sondern Gottes Wesensausdruck
Sie ist nicht etwas, das Gott “dazugibt” – sondern das, was geschieht, in denen MOMENTEN in denen Er sich zeigt, wie Er ist.
Deshalb ist sie in der Bibel oft mit Erschütterung und Furcht, aber auch mit Anbetung und Staunenverbunden.
3. Haben wir Gott reduziert?
Für viele Christen ist Gott und seine Herrlichkeit, heute nur ein Gefühl, ein Konzept, eine Idee – aber keine Realität, die erschüttert.
Wenn Gott nur “mein Helfer” oder “mein innerer Frieden” ist, oder “Gänsehaut” beim Lobpreis ist, haben wir Seine Herrlichkeit vergessen.
Frag dich:
Wann hast du Gott zuletzt als so heilig, so real erlebt, dass du still wurdest, vielleicht sogar innerlich gebrochen?
2. Gottes Herrlichkeit ist Zentrum aller Dinge
2. Gottes Herrlichkeit ist Zentrum aller Dinge
Denn gleichwie auch ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber Barmherzigkeit erfahren habt um ihres Unglaubens willen, so haben auch sie jetzt nicht geglaubt um der euch erwiesenen Barmherzigkeit willen, damit auch sie Barmherzigkeit erfahren sollen.
Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich über alle erbarme.
O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!
Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass es ihm wieder vergolten werde?
Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.
Ro 11:30–36.
Dieser letzte eine Vers ist wie ein Blitzschlag quer durch unsere moderne, ich-zentrierte Welt.
Er beantwortet drei der größten Fragen des menschlichen Daseins:
Woher komme ich? – “Von ihm”
Wie halte ich mich am Leben? Oder, über Wasser? – “Durch ihn”
Wozu existiere ich überhaupt? – “Zu ihm”
Was bedeutet das konkret?
1. Alles kommt von Ihm.
Schöpfung ist nicht aus Zufall oder Chaos entstanden.
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner; 2 denn Er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen.
Ps 24:1–2.
Deine Existenz ist kein Zufallsprodukt, sondern gewollt.Gott ist der Ursprung aller Realität – deiner Gedanken, deines Körpers, deiner Gaben, deiner Familie, deiner Geschichte.
2. Alles geschieht durch Ihn.
Gott ist nicht nur der Startpunkt, sondern auch der Träger allen Seins.
Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.
Col 1:16–17.
Jeder Atemzug, jede Bewegung, jede molekulare Ordnung – existiert durch Seine Kraft.
Selbst wenn du gegen Gott rebellierst, tust du es mit der Energie, die Er dir gegeben hat.
3. Alles geht zu Ihm.
Das ist der große Punkt: Gott ist das Ziel von ALLEM.
Die Schöpfung, die Geschichte, dein Leben – es bewegt sich auf Gott zu.
Alles dient seiner Ehre, nicht deiner Selbstverwirklichung.
Das Evangelium ist nicht in erster Linie da, um dich “glücklich” zu machen, sondern um Gott zu verherrlichen.
Gott – das Ziel Gottes
John Piper bringt es radikal auf den Punkt:
“Gott ist das einzige Wesen im Universum, für das es kein Egoismus ist, sich selbst ins Zentrum zu stellen.”
Wenn du dich ins Zentrum stellst, ist es Selbstsucht.
Wenn Gott sich ins Zentrum stellt, ist es Gerechtigkeit.
Denn Gott ist das Höchste, das Schönste, das Würdigste –
Wenn Er aufhören würde, sich selbst zu verherrlichen, würde Er aufhören, gut zu sein.
Als aber das Volk sah, dass Mose lange nicht von dem Berg herabkam, da sammelte sich das Volk um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen sollen! Denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.
Da sprach Aaron zu ihnen: Reißt die goldenen Ohrringe ab, die an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter sind, und bringt sie zu mir!
Da riss sich das ganze Volk die goldenen Ohrringe ab, die an ihren Ohren waren, und sie brachten sie zu Aaron.
Und er nahm es aus ihrer Hand entgegen und bildete es mit dem Meißel und machte ein gegossenes Kalb. Da sprachen sie: Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!
Als Aaron das sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist ein Fest für den Herrn!
Da standen sie am Morgen früh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu belustigen.
Ex 32:1–6.
Da sprach der Herr zu Mose: Geh, steige hinab; denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat Verderben angerichtet!
Sie sind schnell abgewichen von dem Weg, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben es angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!
Und der Herr sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk.
So lass mich nun, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und ich sie verzehre; dich aber will ich zu einem großen Volk machen!
Mose aber besänftigte das Angesicht des Herrn, seines Gottes, und sprach: Ach Herr, warum will dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, das du mit so großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten geführt hast?
Warum sollen die Ägypter sagen: Zum Unheil hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen? Wende dich ab von der Glut deines Zorns und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk [bringen willst]!
Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, das ich versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen!
Da reute den Herrn das Unheil, das er seinem Volk anzutun gedroht hatte.
Ex 32:7–14.
In 5. Buch Mose, gibt uns Mose ein bisschen mehr Details darüber WAS er gesagt hat...
da flehte ich zum Herrn und sprach: Ach, Herr, Herr, verdirb dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine große Kraft erlöst und mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast!
Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Sieh nicht die Hartnäckigkeit dieses Volkes an und seine Gottlosigkeit und seine Sünde, damit man in dem Land, aus dem du uns geführt hast, nicht sagt: Weil der Herr sie nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen versprochen hatte, und weil er sie hasste, hat er sie herausgeführt, um sie in der Wüste sterben zu lassen!
Sie sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm!
Dt 9:26–29.
Und der Herr sprach zu Mose: Geh hin, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe, indem ich sagte: Deinem Samen will ich es geben! – ich will aber einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben –, in das Land, in dem Milch und Honig fließt.
Denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist; ich würde dich sonst unterwegs vertilgen!
Als das Volk diese harte Rede hörte, trug es Leid, und niemand legte seinen Schmuck an.
Denn der Herr hatte zu Mose gesprochen: Sage den Kindern Israels: Ihr seid ein halsstarriges Volk! Wenn ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinaufzöge, so müsste ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir ab, so will ich sehen, was ich dir tun will!
Da rissen sich die Kinder Israels ihren Schmuck ab beim Berg Horeb.
Mose aber nahm das Zelt und schlug es sich außerhalb des Lagers auf, fern von dem Lager, und er nannte es »Zelt der Zusammenkunft«. Und so geschah es, dass jeder, der den Herrn suchte, zum Zelt der Zusammenkunft hinausgehen musste, das außerhalb des Lagers war.
Und es geschah, wenn Mose hinausging zu dem Zelt, dann stand das ganze Volk auf, und jedermann blieb stehen am Eingang seines Zeltes und sah Mose nach, bis er in das Zelt hineingegangen war.
Und es geschah, wenn Mose in das Zelt hineinging, so kam die Wolkensäule herab und stand am Eingang des Zeltes, und Er redete mit Mose.
Und wenn das ganze Volk die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen sah, dann standen sie alle auf und verneigten sich, jeder am Eingang seines Zeltes.
Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; und er kehrte wieder ins Lager zurück. Aber sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der junge Mann, wich nicht aus dem Inneren des Zeltes.
Und Mose sprach zu dem Herrn: Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf; aber du lässt mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst; und doch hast du gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade gefunden vor meinen Augen.
Wenn ich nun Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so lass mich doch deine Wege wissen und dich erkennen, damit ich Gnade finde vor deinen Augen; und bedenke doch, dass dieses Volk dein Volk ist!
Und Er sprach: Soll ich selbst mitgehen und dich zur Ruhe führen?
Er sprach zu ihm: Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf!
Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk, als daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist?
Und der Herr sprach zu Mose: Auch dies, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen!
Er aber antwortete: So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!
Ex 33:1–18.
Zwei Lebensweisen im Vergleich
1. Leben “für mich” – das moderne Mantra
“Ich muss meine Berufung finden.”
“Ich muss mich selbst lieben, nach mir schauen.”
“Ich muss mein volles Potenzial ausschöpfen.”
Ergebnis?
Frustration. Angst. Stolz. Vergleichen. Leere.
Denn du bist nicht gemacht, um das Zentrum zu sein.
Das Universum funktioniert nicht mit dir auf dem Thron.
2. Leben “für Gottes Herrlichkeit” – das biblische Modell
“Wie kann mein Leben Ihn groß machen?”
“Was dient Seinem Namen – nicht nur meinem Ruf?”
“Wie kann ich abnehmen, damit Er zunehmen kann?”
Ergebnis?
Freiheit. Klarheit. Freude. Mut. Ewigkeitsperspektive.
Biblisches Beispiel: Johannes der Täufer
Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt.
Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hocherfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. 30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
Der von oben kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der aus dem Himmel kommt, ist über allen.
Jn 3:27–31.
Johannes war populär, prophetisch, charismatisch –
aber er wusste: Ich bin nicht das Licht. Ich bin der Zeigefinger auf das Licht.
Er sagt sinngemäß:
“Meine Rolle ist es nicht, gesehen zu werden – sondern auf den zu zeigen, der gesehen werden muss.”
Das ist geistliche Reife: Wenn du dich freuen kannst, wenn Gott groß rauskommt, auch wenn du kleiner wirst.
Zusammenfassung:
Von Ihm – Gott ist der Ursprung.
Durch Ihn – Gott ist die Kraftquelle.
Zu Ihm – Gott ist das Ziel.
Ihm sei die Ehre – das ist die Berufung jedes Menschen.
Herausforderung an uns heute:
Wer sitzt im Zentrum deines Lebens?
Ist deine Karriere, deine Familie, dein Dienst, dein Leid, dein Glaube – auf dich gebaut oder auf Ihn?
Gottes Herrlichkeit ist kein Zusatz zum christlichen Leben –
sie ist das Zentrum, um das sich alles dreht.
Wenn es NICHT so ist...werden wir uns über kurz oder lang selbst zerstören.
3. Gottes Herrlichkeit ist sichtbar in Christus – besonders am Kreuz
3. Gottes Herrlichkeit ist sichtbar in Christus – besonders am Kreuz
Johannes 1,14:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.
Es war ein Mensch, von Gott gesandt; sein Name war Johannes.
Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten.
Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht.
Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Jn 1:1–14.
Das Evangelium offenbart etwas Unerhörtes:
Die Herrlichkeit Gottes – die sonst in Feuer, Rauch und Beben erscheint – kommt in eine menschliche Gestalt.
Jesus Christus ist die sichtbare Herrlichkeit des unsichtbaren Gottes.
Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.
Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.
Heb 1:1–3.
Und doch kommt diese Herrlichkeit nicht mit Donner, sondern in Schwachheit:
Geboren in einem Stall.
Ohne äußere Schönheit (Jesaja 53,2).
Dienend, heilend, weinend.
Und dann: gekreuzigt.
Und das ist das Paradox: Am Kreuz wird Gottes Herrlichkeit am deutlichsten sichtbar
Johannes 12,23–24:
Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde!
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.
Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.
Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren.
Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.
Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen!
Jn 12:23–28.
Die Jünger konnten es kaum verstehen – doch Jesus sagt: Im Kreuz liegt Herrlichkeit.
Warum?
Weil dort Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit sichtbar wird: Die Sünde ist so ernst, dass NUR der Tod des Sohnes genügt.
Weil dort Gottes Liebe und Gnade sichtbar wird: Der Richter wird selbst das Opfer, um Sünder zu retten.
Weil dort Gottes Macht sichtbar wird: Durch “Schwäche” besiegt er den Tod.
Weil dort Gottes Weisheit sichtbar wird: Das, was für die Welt Torheit ist, ist der Plan Gottes zur Erlösung. NIEMAND, hätte sich DIESEN Plan der Errettung sich ausdenken können!
2. Korinther 4,6:
Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
2 Co 4:6.
Wenn du Jesus siehst – vor allem am Kreuz –, siehst du Gottes Herrlichkeit.
1. Das Evangelium ist nicht NUR Mittel zur Rettung, sondern Offenbarung der Herrlichkeit Gottes.
Es geht nicht nur darum, dass du gerettet wirst – sondern darum, dass du sehen kannst, wer Gott ist.
2. Jeder Versuch, Gott zu begegnen ohne das Kreuz, verfehlt Seine Herrlichkeit.
Es gibt keine echte Gottesbegegnung ohne Jesus – und keine Sicht auf Gottes Herrlichkeit ohne Golgatha.
3. Deine Anbetung vertieft sich, wenn du das Kreuz als Offenbarung der Herrlichkeit siehst.
Nicht nur “Danke, dass du mir vergeben hast”, sondern:
“Ich sehe deine Heiligkeit, deine Liebe, deine Schönheit, deine Größe – in der Dornenkrone, in den Nägeln, in deinen durchbohrten Hände...in deinem Schweigen...”
Die Herrlichkeit Gottes ist nicht nur erschütternd (Punkt 1),
nicht nur Ziel aller Dinge (Punkt 2) –
sie ist offenbart in Jesus Christus, besonders am Kreuz (Punkt 3).
Wer die Herrlichkeit Gottes sehen will, muss auf den Gekreuzigten Jesus blicken.
DAS ist die Sichtbarmachung und Spürbarmachung des innersten Wesens Gottes.
Doxa = das, was sichtbar und ehrwürdig ist.
Kavod = Schwere, Gewicht, Würde.
DAS soll uns zum Zittern bringen...wenn wir Gottes Heiligkeit, seinen Zorn gegen unsere Sünde dort erkennen...es soll uns erschlagen...wenn wir DORT Gottes Souveränität sehen...wie das Gottes Plan vor Grundlegung der Welt war.
Es soll uns dazu bringen, auf die Knie zu fallen wenn wir begreifen, wie groß seine Liebe, Barmherzigkeit und Gnade zu uns ist und wie unverdient sie war.
Diese Dankbarkeit soll in uns ein tiefes Verlangen hervorbringen, für ihn zu leben… ALLES für ihn zu opfern...
KEIN Schritt ohne ihn zu gehen...und NUR an SEINER Herrlichkeit bedacht sein!
Conclusion
Conclusion
Brüder und Schwestern
wir haben heute nicht über irgendein theologisches Konzept gesprochen. Wir haben über das Zentrum der Ewigkeit gesprochen – über Gottes Herrlichkeit.
Sie ist kein Beiwerk, keine Nebensache.
Sie ist die sichtbare Ausstrahlung Seiner Heiligkeit.
Sie ist das Ziel aller Dinge.
Und sie ist sichtbar geworden in einem leidenden Erlöser am Kreuz.
Die Bibel sagt:
“Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes…” (Psalm 19,2)
Aber sie sagt auch:
“Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit Gottes.” (Römer 3,23)
Und genau deshalb kam Christus – der Glanz der Herrlichkeit Gottes – um unsere Dunkelheit zu durchbrechen.
Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Jn 1:9–14.
Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen.
Denn gleichwie auch ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber Barmherzigkeit erfahren habt um ihres Unglaubens willen, so haben auch sie jetzt nicht geglaubt um der euch erwiesenen Barmherzigkeit willen, damit auch sie Barmherzigkeit erfahren sollen.
Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich über alle erbarme.
O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!
Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass es ihm wieder vergolten werde?
Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.
Ro 11:29–36.
Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!
Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Ro 12:1–2.
Die Fragen mit denen ich heute beenden möchte:
Lebst du für deine eigene Ehre – oder für Seine?
Siehst du Seine Herrlichkeit – oder nur dein kleines Reich?
Hast du dich beugt unter dem Kreuz – oder versuchst du, es zu umgehen?
Denn Gott sagt:
“Meine Ehre gebe ich keinem anderen.” (Jesaja 42,8)
Und doch lädt Er dich ein – in Seiner Gnade – Teil Seiner Herrlichkeit zu werden.
Nicht weil du würdig bist, sondern weil das Lamm geschlachtet wurde.
Mein Ruf zur Antwort:
Zu den Stolzen sagt Gott: Ich widerstehe dir – doch dem Demütigen gebe ich Gnade. (Jak. 4,6)
Zu den Gebrochenen sagt Er: Ich wohne bei denen, die zerbrochenen Herzens sind. (Jes. 57,15)
Zu den Hungrigen aber, RETTET Er und gibt seinen Geist und sagt: 2 Co 3:7–18.
Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, dass die Kinder Israels nicht in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte dann nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein?
Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wie viel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen!
Ja, selbst das, was herrlich gemacht war, ist nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwängliche Herrlichkeit hat.
Denn wenn das, was weggetan wird, mit Herrlichkeit kam, wie viel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen!
Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so treten wir mit großer Freimütigkeit auf und nicht wie Mose, der eine Decke auf sein Angesicht legte, damit die Kinder Israels nicht auf das Ende dessen sähen, was weggetan werden sollte.
Aber ihre Gedanken wurden verstockt; denn bis zum heutigen Tag bleibt beim Lesen des Alten Testamentes diese Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird.
Doch bis zum heutigen Tag liegt die Decke auf ihrem Herzen, sooft Mose gelesen wird.
Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen.
Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.
2 Co 3:7–18.
