Dispensationalismus - Fakten und Mythen

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Todo
Ligon duncan vorlesung
reformed ev. chapter / ganzes Buch
2 pdfs von dem 3h yt video
Gesetz predigtreihe christoph
NT lesen / untersuchen, was es darüber sagt, dass (alle) Dinge im AT auf das NT, die Gemeinde, Jesus hingewiesen hat, sie vorgeschattet hat - z.B. Jesus und die Emmausjünger
Wie haben die Juden im NT das AT verstanden und hat Jesus sie nicht damit aufgebracht, dass sie es falsch verstanden haben? Bzw. die Jünger, die Jesus noch nicht völlig verstanden haben, dass sich nicht alles aus dem AT wörtlich für das ethnische Volk Israel erfüllen wird Lk 24,22 bzw. viele andere Menschen im NT
z.b. Lukas 24,25–27
Die Aussagen und Artikel / Werke der BT aus Vlachs Buch nachschauen
alle Notizen, Aussagen und Ergebnisse zusammentragen und offene Fragen untersuchen
Alle Diespensationlisten:
Unterscheidung Israel und Gemeinde
betonen die vollständige Erfüllung sowohl der geistlichen als auch der physischen Verheißungen der biblischen Bündnisse
zukünftige Errettung und Wiederherstellung der Nation Israel
sind Prämillenialisten
unterteilen Heilsgeschichte in Epochen
~wörtliche Auslegung der gesamten Heiligen Schrift
Dispensationalisten eine ganzheitlichere Geschichtsphilosophie vertreten, die die geistlichen und physischen Auswirkungen der Eschatologie stärker betonen, als es Nichtdispensationalisten häufig tun
Dispensationalisten betonen die vollständige Erfüllung sowohl der geistlichen als auch der physischen Verheißungen der biblischen Bündnisse.
Sie betrachten physische und nationale Verheißungen nicht als minderwertige Schattenbilder, die vergeistlicht werden müssen oder die sich nicht wörtlich erfüllen werden. In diesem Sinne sind Dispensationalisten, was ihr Verständnis von Gottes Heilsabsichten in Bezug auf Gottes Königreich angeht, ganzheitlicher als viele Nichtdispensationalisten..
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dispensationalisten nicht lehren, dass keine Entsprechungen zwischen Israel und der Gemeinde bestehen, sondern sie bestehen darauf, dass Israel kein transzendierender Typus ist.
4 Typen des Disp.
klassisch/traditionell
modifiziert/revidiert
progressiv
gemischt aus unterden untersch. Strömungen
3 Hauptperioden des Dispensationalismus
Klassischer oder traditioneller Dispensationalismus (1830er - 1940er), Pos 233:
bekannte Personen: John Nelson Darby (1800-1882, Prediger der Plymouth Brethren), Lewis Sperry Chafers “Systematic Theology” (8 Bände, 1947), C. I. Scofield, D. L. Moody, James Brookes, J. R. Graves, A. J. Gordon
repräsentativ: Anmerkungen zur Scofield Studienbibel (1909 erstmalig verfasst, 1917)
Ausbildungsstätten: Dallas Theological Seminary
dualistische Heilsratschluss Gottes für die Völker Gottes. (Postion 247). Gott verfolgt demnach zwei unterschiedliche Heilsratschlüsse. Der eine ist auf den Himmel bezogen und der andere auf die Erde. Wie Blaising anmerkt:
Die himmlische Menschheit setzt sich aus allen Erlösten aller Epochen der Heilsgeschichte zusammen, die von den Toten auferweckt werden. Während die irdische Menschheit jene Personen umfasst, die nicht sterben, sondern von Gott vor dem Tod bewahrt werden, besteht die himmlische Menschheit aus allen Erretteten, die sterben und die Gott von den Toten auferwecken wird.
die Gemeinde Christi stellt eine Parenthese („ Einschub“) in der Heilsgeschichte darstellt
sehr scharfe Trennung zwischen Israel und der Gemeinde – so sehr, dass die Gemeinde und Israel nicht einmal an einer gleichen ewigen Bestimmung teilhaben. Die Gemeinde ist für den Himmel bestimmt, während Israel die Erde erben wird.
Existenz eines zweifachen Neuen Bund – einen für Israel (Jer 31,31– 34) und einen für die Gemeinde (Heb 8,8–12).
Einige darunter glauben:
Unterscheidung zwischen dem Reich Gottes und dem Reich der Himmel
dass die Bergpredigt nur für das kommende Tausendjährige Reich gilt und für die Gemeinde kaum Bedeutung hat.
Revidierter oder modifizierter Dispensationalismus (1950 - 1985)
Vertreter: John Walvoord, Dwight Pentecost, Charles Ryrie, Charles Feinberg, Alva J. McCain
mildere Trennung zwischen Israel und der Gemeinde (keine so starke Betonung eines ewigen Dualismus und die Trennung vom himmlischen und irdischen Gottesvolk)
Israel und die Gemeinde
Unterschiedlich: Rollen und Verantwortlichkeiten in den Epochen der Heilsgeschichte
Identisch: das Heil und ihre Bestimmung
kein zweifacher, neuer Bund, sondern ein neuer Bund
Gemeinde: derzeitige Teilhabe am neuen Bund
Israel: erfährt vollumfängliche Erfüllung erst im zukünftigen 1000j. Reich
Dauer des Unterschieds zw. Israel und der Gemeinde
wird ewig Bestand haben, aber beide Gruppierungen erben das Tausendjährige Reich und die Ewigkeit
Davidische Regierung
Zukunft: Jesus sitzt während des Zeitalters der Gemeinde nicht auf dem Thron oder herrscht von diesem Thron her. -> Liegt noch in Zukunft
Progressiver Dispensationalismus (Mitte 1980er - jetzt)
Vertreter: Craig A. Blaising, Darrell L. Bock, Robert L. Saucy
Progressiver Bezug der Epochen: abrahamitische, davidische, neue Bund erfüllen sich heute progressiv - wobei sich einige Aspekte erst im 1000j. Reich erüfllen werden
Erfüllung der Bündnisse der Verheißung in diesem Zeitalter
größtenteils der geistlichen Aspekte des Neuen Bundes, einschließlich der Innewohnung des Heiligen Geistes und die Einverleibung der Heiden in Gottes Volk
Gemeinde
bestehend aus der erlösten Menschheit in der jetzigen Epoche vor dem Kommen Christi (Juden und Heiden)
Volk Gottes: Israel und die Gemeinde, beide unter den Segnungen des Neuen Bundes, aber: gläubige Heiden werden nicht zu Israel (wie manche Nichtdisp. behaupten)
Ethnische Identität bleibt, Israel hat Rolle d. Führerschaft und des Dienstes an den Nationen, wenn Jesus wiederkommt, um auf Erden zu herrschen (Jes 2,2-4). Das ist, im 1000j. Reich
Davidische Herrschaft
schon jetzt/noch nicht
schon jetzt: davidische Herrsch. Christi beginnt bereits in dieser Epoche, er wurde auf den Thron Davids im Himmel gehoben (R. L. Saucy)
noch nicht: herrscht noch nicht vom Thron Davids aus (R. L. Saucy) - geschieht im 1000j. Reich
bisherige Überzeugung von Nicht-Progressiven Disp.:
Ps 110,1 spricht vom Thron der Gottheit, nicht vom davidischen Thron
Die Besteigung des davidischen Throns und die davidische Herrschaft werden sich aus ihrer Sicht erst mit dem zweiten Kommen Christi erfüllen (Mt 19,28; 25,31; Offb 3,21).
geistliche Aspekte des abrahamitischen Bundes und des Neuen Bundes
gegenwärtig erfüllen sich geistliche Aspekte des abrahamitischen Bundes und des Neuen Bundes
Grundzüge Disp.
Charles Ryrie, 3 wesentliche Kennzeichen des Disp., 1965:
Unterscheidung Israel und Gemeinde
wörtliche Auslegung der gesamten Heiligen Schrift
Einzigartigkeit der Gemeinde: Anfang an Pfingsten (Apg 2), Unterschied zu Israel, Verwerfung der Ersatztheologie, dass die Gemeinde Israel ersetzt oder verdrängt
2. Zukünftige Wiederherstellung der Nation Israel, AT Verheißungen und Bündnisse mit Israel werden zukünftig an der Nation erfüllt
3. Konsequente Interpretation der Bibel im Literalsinn, während Nichtdispensationalisten dies nicht tun
contra vergeistlichte Auslegung – Dispensationalisten legen die Schrift wörtlich aus, während die Nichtdispensationalisten Teile der Schrift bisweilen nicht wörtlich auslegen.
Hermeneutik - disp. vs. nichtdisp. (von Feinberg)
Beziehung zwischen progressiver Offenbarung und Priorität des einen über das andere Testament
das Verständnis und die Konsequenzen, die sich aus der Verwendung alttestamentlicher Schriftstellen im Neuen Testament ergeben
das Verständnis und die Folgerungen aus der Typologie
-> Hauptunterschied: Verständnis der Beziehung zwischen AT und NT
welche Auffassung jede Richtung über die Beziehung der beiden Testamente hat
„die Priorität der Testamente“
Die Priorität der Testamente ist „der vorausgesetzte Vorrang des einen über das andere Testament, was den Ausgangspunkt des jeweiligen Auslegers und seine historisch-grammatikalische Hermeneutik im Literalsinn definiert.“
Die Annahme eines Auslegers, ein Testament habe Priorität vor dem anderen, ist von besonderer Bedeutung, wenn er Aussagen über die Verwendung des Alten Testaments durch neutestamentliche Autoren trifft.
Dispensationalisten: erhalten Bezugspunkt im Alten Testament auf
ursprünglichen Absicht alttestamentlicher Autoren auf der Grundlage historisch-grammatikalischer Hermeneutik gerecht zu werden.
Nichtdispensationalisten andererseits betonen das Neue Testament als Ausgangspunkt ihres alttestamentlichen Verständnisses.
Feinberg:
Nichtdispensationalisten beginnen mit neutestamentlicher Lehre als Priorität und verweisen dann zurück auf das Alte Testament. Dispensationalisten beginnen vielfach mit dem Alten Testament, aber wo immer sie beginnen, erheben sie die Forderung, dass die Aussagen des Alten Testaments für sich stehen müssen und nicht im Lichte des Neuen Testaments reinterpretiert werden dürfen.
Interpretation des AT durch Brille des NT -> nicht-wörtlichteres Verständnis AT-Texte
Eigene Gedanken: Disp. sehen es evtl. auch so, dass wenn man das “NT für sich nimmt” (eigene Formulierung, kein Zitat), dann werden Aussagen im AT vergeistlicht. Jesus scheint das auch zu machen. Die Frage, wo es sich scheidet, ist nun:
Welches Testament hat oder erhebt die höhere Autorität? Erhebt Jesus die Autorität des NT über die des AT?
Oder erlaubt das NT und die Aussagen Jesu eine wörtliche Interpretation des AT?
Disp.:
Gott müsse seine vorangegangene Offenbarung nicht reinterpretieren oder transzendieren
Sie bekräftigen, dass die Bedeutung alttestamentlicher Schriftstellen in den Schriftstellen selbst liegt und dass das Neue Testament mit ihnen harmonisiert und auf diese aufbaut
Es besteht keine Notwendigkeit, dass eine Schriftstelle Priorität über andere Schriftstellen hat (z.B. die von Jesus nicht über die des AT?), da die gesamte Schrift von Gott inspiriert ist und ihren eigenen Beitrag leistet
Alle biblischen Schriftstellen ergänzen einander und harmonisieren miteinander, aber keine Schriftstelle hebt eine andere Schriftstelle auf
6 grundlegende Lehren des Disp., mit denen das System steht oder fällt:
1. Die primäre Bedeutung irgendeines biblischen Textabschnitts findet sich im jeweiligen Textabschnitt selbst. Das Neue Testament reinterpretiert oder transzendiert keinesfalls alttestamentliche Textabschnitte in einer Weise, die die originäre Absicht alttestamentlicher Verfasser verändert oder aufhebt.
Priorität der Schriftstelle: Ausgangspunkt zum Verständnis aller Texte der Schrift (einschließlich Texte im AT) sind die Texte selbst, nicht andere Texte.
Folglich trifft man auf die primäre Bedeutung alttestamentlicher Texte in diesen Texten selbst
Entfaltung der progressiven Offenbarung: Spätere Offenbarung dient der Ergänzung und Harmonisierung vorangegangener Offenbarung, aber keineswegs verändert sie die zuvor gegebene Schrift
Das NT liefert zusätzl. Informationen, kommentiert oder zeigt Prinzipien auf und legt dar, wie Christus das mosaische Gesetz erfüllt hat
NT-Verfasser reinterpretieren oder transzendieren niemals die ursprüngliche Absicht der AT-Verfasser
Nachschauen: Man trifft im NT auf Lehren und Inhalte des AT, ohne dass sie reinterpretiert werden.
„Der Sinn jeder alttestamentlichen Prophetie muss auf der Grundlage historisch-grammatikalischer Hermeneutik an dem Text ermittelt werden.“
Absicht des Verfassers: Es besteht kein Zweifel, dass die Propheten beabsichtigten, die Verheißung einer nationalen Wiederherstellung Israels in ihrem Land zu verkünden. Soweit unsere Hermeneutik von dem Prinzip geleitet ist, die Absicht eines Verfassers zu ermitteln, haben wir guten Grund, die wörtliche Aussage zu übernehmen, was Gott ursprünglich seinem Volk Israel durch die Propheten verheißen hatte.
Jer 31,31-34; Heb 8,8-13 Die Gemeinde und ihre geistlichen Segnungen sind Teil des Neuen Bundes. Da der Bund aber ursprünglich Israel verheißen war, hat die endgültige Erfüllung des Bundes gleichfalls für die Nation Israel Gültigkeit.
Röm 11,26-27; Paulus bekräftigt im Zitat eines Neuen Bundes aus Jes 59, um zu bekräftigen, dass ganz Israel gerettet werde.
Das NT schließt die Nation Israel nicht aus dem Bund aus, sondern spricht von dessen Einbeziehung
Neue Bund: Sowohl/als auch, sowohl für Israel als auch für die Gemeinde
die Gemeinde aus gläubigen Juden und Heiden hat jetzt einen Bezug zum Neuen Bund (Heb 8,8-13)
Israel wird es auch beim zweiten Kommen Christi haben (Röm 11,25-27)
Die zusätzliche Einbeziehung Einzelner in Bezug auf die Verheißung bedeutet nicht, dass die ursprünglichen Empfänger der Verheißung dadurch ausgeschlossen werden. Die Erweiterung der Verheißung muss nicht das Ende früherer Zusagen Gottes bedeuten.
Die NT Hoffnung für uns bedeutet nicht, dass die Verheißung, die Israel in Jeremia 31 empfangen hat, gegenstandslos geworden ist.
alle physischen und materiellen Segnungen des Neuen Bundes in einer geistlicheren oder weniger wörtlichen Erfüllung realisiert, indem die Gemeinde nun das neue/ wahre Israel in Christus repräsentiert.
John Feinberg argumentierte, dass Gottes bedingungslose Bündnisse mit Israel ein Garant dafür sind, dass das Neue Testament keinen Hinweis darauf gibt, dass diese Bündnisse nicht mit Israel erfüllt werden. Gott kann sich selbst nicht widersprechen. -> Jesus widerspricht dem ja nicht, sondern erklärt, wie es eigentlich gemeint war? (bzw. wenn eine Prophetie und Land klar an das Israel im AT verheißen wurde, wieso wird das ungläubige Israel im AT verworfen/weggeschnitten vom Ölbaum? Dann galt die Verheißung ja nur den gläubigen ethnischen Israel. Aber wieso kommen dann Heiden dazu, die die Verheißung des Landes, etc. erben sollen?? -> rein logisch betrachtet)
Wert auf bedingungslose Natur gewisser Verheißungen für Israel. Wesentlicher Punkt: “Wie wir wissen können, ob etwas im Alten Testament (insbesondere was Prophetie über die Zukunft Israels angeht) im Neuen Testament noch bindend ist.“
Nachschauen: Folglich ist die Bewahrung der ursprünglichen Absicht der Verfasser alttestamentlicher Texte ein wesentliches Element des Dispensationalismus. - Im NT steht, dass die Propheten in das Geheimnis des Christus hineinzuschauen begehrt und darauf prophezeit haben. Ihre Absicht war also dieselbe und ist beibehalten oder nicht?
Eigene Gedanken:
Laut Bdsth. gab es immer nur ein Volk Gottes. Die Gemeinde begann am Anfang mit Gen 3,15 (?)
Die wahren Nachkommen Abrahams sind alle an Jesus Gläubigen und nicht … (nachschauen) - nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, ...
Dann wurden die AT-Verheißungen bedingungslos an Israel gegeben.
Nachschauen:
Es gab bereits Verheißungen über die Gemeinde im AT (Nicht-mein-Volk werde ich mein Volk nennen, ...)
Aussagen der Nichtdisp. nachschauen
Mit wem hat Gott den Bund geschlossen, mit der Nation Israel oder nur dem “geistlichen Israel” (d.h. allen Gläubigen, Nachkommen Abrahams).
Die Ungläubigen Israels waren nie Abrahams Nachkommen, bzw. sie wurden bestimmt so angesprochen und betitelt, und auch das NT sagt, dass sie es nach dem Fleisch sind - aber nicht nach dem Geist. Das NT redet immer (oder nicht?) von der Erfüllung der Verheißungen für die Gläubigen, nicht in den Ungläubigen oder Nation Israel.
Oder wahrscheinlich eher richtig: Gott hat den Bund mit dem ethnischen Israel geschlossen - mit dem Bundeszeichen der Beschneidung - die nie retten konnte (Röm 2-3) - und Segen für die verheißen, die seinen Bund halten, und Fluch für die, die den Bund brechen. —> Die ungläubigen Juden haben den Bund gebrochen, wurden bestraft, getötet, von Gott verworfen im NT, die Heiden dagegen eingepropft (wie verheißen im AT und in Zitaten genannt wird im NT). Nachschauen, stimmt das?: Gott erhält seinen Bund nie mit allen aufrecht, sondern nur denen, die an ihn glauben (und weil das niemand von sich aus kann, die, die er erwählt hat)
Wo sagt das NT, dass Israel noch eine Zukunft hat. - Wo sagt das AT, dass die Nation Israel, ethnische Juden, Israel nach dem Fleisch, eine Zukunft hat?
blaue Markierungen und Fragen in Notizen im Kindle
Nachschauen: Es ist ihre Behauptung, dass das Neue Testament keine Reinterpretation alttestamentlicher Prophetie zulässt, welche die Verheißungen an Israel über ein zukünftiges Königreich
Bdsth. und Disp.:
vertreten unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich progressiver Offenbarung
Er schreibt: „Jede Gruppierung beschuldigt die andere, das Neue Testament auf Grundlage unangemessener Annahmen falsch zu interpretieren.“
Eigene Gedanken: Ich habe eher den Eindruck, dass die Bdsth. die Hermeneutik eben nicht auf Annahmen gründen, sondern innerhalb der Bibel, im NT (bei Jesus, Aposteln, Büchern) suchen. Die Disp. dagegen machen den Eindruck, die Nation Israel vor der “Auslegung” des NTs zu den zu den Stellen des ATs, eigene Regeln festzulegen - z.B. Gottes Volk Israel
Nichtdispensationlisten:
Neuen Bund als etwas betrachten, das in der Gemeinde vollkommene Erfüllung gefunden hat, sodass die Nation Israel keine Rolle mehr spiele.
Typologie
Progressive Bundestheologie, Gründer: Peter Gentry, Stephen Wellum
Was die dispensationalistische Theologie angeht: Würde sie sowohl das Land Israel als auch die Nation selbst als typologisch betrachten, wäre ihre Sichtweise in ihrem Kern nicht mehr haltbar. Warum? Aus dem Grund, dass die Landverheißung keine zukünftige, „wörtliche“ Erfüllung im Tausendjährigen Reich erforderlich machen würde: das Land selbst ist ein Typus und Muster für Eden und folglich für die gesamte Schöpfung, die ihre Erfüllung im Anbruch einer neuen Schöpfung erreicht. Christus, der Antitypus von Israel, empfängt dann die Landverheißung und erfüllt sie durch die Stiftung des Neuen Bundes, der organisch mit der neuen Schöpfung verbunden ist.
Disp.
anderen Denkansatz, was Typologie in Bezug auf Israel angeht
Nachschauen: Ligonier (Connect): Typologie
Erstens ist das Volk Israel eine konkrete Nation, die konkrete nationale Verheißungen empfangen hatte, so dass eine typologische Betrachtungsweise als Grund dafür, dass Israel Gottes Verheißungen womöglich nicht empfangen wird, unsinnig ist. Gott steht zu seinen Verheißungen für jene, an die er seine Verheißungen richtete.
In Jeremia 31,35– 37 stellt Gott einen Zusammenhang her zwischen Israels fortwährender Existenz als eine „Nation“ und der Existenz von Sonne, Mond, Sternen und den Grundfesten der Erde. In Römer 9,4– 5 bestätigt Paulus ausdrücklich, dass die „Bündnisse“, „Verheißungen“ und der „Gottesdienst“ weiterhin Israel zu eigen sind, selbst wenn Israel als Ganzes von Unglauben gekennzeichnet ist. Wie Römer 11,28– 29
Paulus sagte, dass niemand ein „rechtskräftig festgelegtes Testament aufhebt oder etwas hinzufügt“ (Gal 3,15).
Nachschauen, was wäre der richtige Blick der Bdsth. darauf: Diese Schwierigkeit löst man nicht auf, indem man die Gemeinde schlicht als „neues Israel“ deutet und die Gemeinde zum Erben der Bündnisse macht, während die Nation Israel davon ausgeschlossen wird. Die gleiche Entität der Nation Israel, die für ihren Ungehorsam Fluch über sich brachte, wird wiederhergestellt werden (siehe 5Mo 30 und 3Mo 26).
Nachschauen: Gemeinde empfange die Verheißungen, doch Israel empfange sie nicht, kann man mit wunderbaren Verheißungen vergleichen, die du deinem erstgeborenen Sohn machst, um diese Segensverheißungen schließlich einem adoptierten Sohn zu gewähren.
Israel als nationale Entität empfing nationale Verheißungen über alle Generationen hinweg (siehe 5Mo 30,1– 10; 3Mo 26,40– 45), und Gott wird diese Verheißungen an Israel erfüllen. Keine Theorie der Typologie kann dies entkräften.
Des Weiteren bestätigt das Neue Testament die Errettung und Wiederherstellung Israels (siehe Mt 19,28; 23,39; Apg 1,6; 3,19– 21; Röm 11,26– 27).
Position 622 - 633
Typologie auch anhand AGANDO bearbeiten
Darüber hinaus gibt es insofern Übereinstimmungen zwischen Israel und der Gemeinde, dass beide als das Volk Gottes bezeichnet werden (1Pet 2,9.10).
Die alttestamentlichen Propheten sagten voraus, dass gläubige Heiden neben dem gläubigen Israel zum Volk Gottes werden würden, ohne dass sie Israel ersetzen (siehe Jes 19,24.25). Somit wurde der Begriff Volk Gottes weiter gefasst, um die Heiden einzuschließen.
Die Berufung auf Hebräer 8– 10 ist kein Beweis für die typologischen Auffassungen des Superzessionismus, da Schattenbilder in diesem Schriftabschnitt auf das mosaische Gesetz bezogen werden. Bedingungslose Verheißungen sind keine Schattenbilder.
Genau genommen bestätigt das Neue Testament die wörtliche Handlungslinie, die ihren Anfang im Alten Testament nahm (siehe Mt 19,28; Lk 1,32.33; 21,24; Apg 3,19– 21; Röm 9,4– 5; 11,26– 29).
Jesus wird wiederkommen, um über die Nationen zu herrschen, und Israel wird eine Rolle in dieser globalen Herrschaft spielen (Jes 2,2– 4).
Dispensationalisten nehmen die Tatsache, dass gläubige Heiden dem Volk Israel und den Bündnissen Israels nahegebracht worden sind (siehe Eph 2,11– 22) sehr ernst.
Zugleich weisen sie darauf hin, dass das Neue Testament eine Unterscheidung zwischen Israel und der Gemeinde trifft. Wie? Diese Unterscheidung ist so eindeutig, dass die Vorstellung unhaltbar ist, die Gemeinde habe den Platz Israels eingenommen oder die Gemeinde ererbe vollends alle Verheißungen und Bündnisse Israels, wodurch Israel nun von diesen ausgeschlossen wäre.
Arnold Fruchtenbaum legt dar, dass der Begriff „Israel“ 73 Mal im Neuen Testament verwendet wird, jedoch die überwiegende Mehrheit im Sinne von ethnischen Juden. Einige Zitate beziehen sich spezifisch auf jüdische Gläubige, die letztlich aber ebenfalls ethnische Juden sind.
“Israel” in Logos Bibelsuche NT
Dies hat seine Richtigkeit trotz der diskutierten Schriftstelle in Galater 6,16, die von dem „Israel Gottes“ spricht. Einige meinen, Paulus bezeichne die Gemeinde als das „Israel Gottes“, aber in diesem Kontext wehrt Paulus die Bedrohung des Evangeliums durch Irrtümer judaistischer Lehrer ab und hat höchstwahrscheinlich christliche Juden im Blick, die noch nicht Opfer judaistischer Irrlehren waren. Demnach sind mit dem „Israel Gottes“ jüdische Menschen gemeint, die zum Glauben an Jesus gekommen waren.
Es ist für Dispensationalisten entscheidend, dass das Neue Testament nach Entstehung der Gemeinde noch immer den Begriff „Israel“ konsequent auf die Nation Israel anwendet.und zwar nachdem die Gemeinde an Pfingsten entstanden war (Apg 3,12; 4,8.10; 5,21.31.35; 21,28). (Röm 10,1)
Paulus bezieht sich offenkundig auf das natürliche Israel als seine „Verwandten nach dem Fleisch“ und führt diese als Erben der Bündnisse und Verheißungen an (Röm 9,3– 4).Dass dieser Text nach Entstehung der Gemeinde verfasst wurde, beweist, dass die Segnungen an Israel durch die Gemeinde nicht aufgehoben werden. Der Begriff Israel wird weiterhin für die natürlichen (nicht die geistlichen) Nachkommen Abrahams verwendet, nachdem die Gemeinde entstanden war, und er kann nicht mit der Gemeinde gleichgesetzt werden.
Unterschiede Dispensationalismus und Bundestheologie
Stimmt das: Aber Bundestheologen und Dispensationalisten bekräftigen übereinstimmend, dass Gott in der Geschichte zu verschiedenen Zeiten auf verschiedene Weise handelte (obgleich das Heil stets aus Gnade, durch Glauben empfangen wurde).
Beide Lager mögen Differenzen in Bezug auf Kriterien oder Anzahl der Dispensationen haben, aber die Glaubenslehre an Dispensationen ist nicht das entscheidende Thema.
Info:
Doch sogar Bundestheologen selbst haben unterschiedliche Ansichten in Bezug auf diese drei Bündnisse. Einige von ihnen verwerfen ein oder zwei dieser Bündnisse. Darüber hinaus stimmen sie nicht immer überein, wie diese Bündnisse bezeichnet werden sollten.
Außerdem haben einige Dispensationalisten ein Bündnis oder alle drei dieser Bündnisse anerkannt und rechnen sich noch immer den Dispensationalisten zu. Daher bin ich nicht überzeugt, dass die Bündnisse der Bundestheologie das wichtigste Thema sind, das beide Systeme voneinander scheidet.
Nicht entscheidend:
Evangelium und Gemeinschaft in Christus
Dispensationen bzw. Epochen in der Heilsgeschichte und deren Glaubenslehre
Bündnisse der Bdsth.
2 Hauptunterschiede:
Hermeneutik
Handlungslinie
Hermeneutik
= Prinzipien der Bibelauslegung
Kurz: Viele der Differenzen zwischen beiden Lagern gehen auf die Frage zurück, wie wörtlich wir die physischen und nationalen Verheißungen und Bündnisse im Alten Testament verstehen sollten.
Dispensationalisten betrachten diese als Realitäten, die, sofern nicht bereits geschehen, erfüllt werden müssen. Bundestheologen sehen diese als Schattenbilder und Typologien, die in Jesus erfüllt sind, ohne dass eine Erfüllung dieser Dinge noch zwingend aussteht.
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Disp
historisch-grammatisch (“wörtlich), Anwendung auf die gesamte Schrift, einschließlich Eschatologie und AT-Stellen über die Nation Israel
wörtliches Verständnis von Stellen in Bezug auf das Land Israels, den Tempel, Jerusalem, usw.
alle Details der Prophetie und alle Verheißungen und Bündnisse im Alten Testament in der Weise Erfüllung finden, die der Absicht der ursprünglich inspirierten Verfasser der Bibel entspricht.
Es gibt keine nicht-wörtlichen oder vergeistlichten Erfüllungen physischer oder nationaler Verheißungen in der Bibel.
Ferner reinterpretiert, transzendiert, transformiert oder vergeistlicht das Neue Testament keine der Verheißungen oder Prophetien des Alten Testaments.
Für den Dispensationalismus gilt: Du bekommst das, was du in der Bibel siehst. Die Bedeutung der Bibel liegt offen vor uns.
Typologie
Typologie ist akzeptiert und wird geglaubt. Doch die Auffassung, „typologische Interpretation“ hebe den klaren Sinngehalt biblischer Texte auf, stößt im Dispensationalismus auf Widerspruch.
Während beispielsweise das mosaische Gesetz als Schattenbild der besseren neutestamentlichen Realität (siehe Heb 10,1) betrachtet wird, glauben Dispensationalisten nicht, dass das gesamte Alte Testament als Schattenbild aufzufassen ist.
Dinge, die mit den Bündnissen der Verheißung (einschließlich Israel, Land Israel, Tempel, Jerusalem, Nationen, Wiederherstellung der Schöpfung, usw.) in Zusammenhang stehen, sind keine Schattenbilder. Verheißungen in Bezug auf diese Dinge müssen sich wie vorausgesagt erfüllen (Mt 15,18). All dies ereignet sich, weil Jesus, der Messias, alle Verheißungen Gottes erfüllen wird (2Kor 1,20; Eph 1,10).
„Priorität der Schriftstelle“, wonach die ursprüngliche Bedeutung einer Schriftstelle in der vorliegenden Schriftstelle selbst zu finden ist und nicht in anderen Schriftstellen.
Dispensationalisten glauben nicht an die Priorität eines Testamentes über das andere (obgleich das Neue Testament vollständiger ist) und fordern, dass die Integrität jeder Schriftstelle in beiden Testamenten respektiert werden muss, ohne ihre jeweilige Bedeutung durch andere Schriftstellen umzudeuten. Das Neue Testament bietet neuere Offenbarungen, aber es widerspricht niemals dem Sinngehalt älterer Schriftstellen aus dem Alten Testament und es hebt diesen auch nie auf.
Die Schrift wird mit allen Schriftstellen harmonisiert, aber kein Schriftabschnitt wird durch eine andere Bibelstelle transformiert, transzendiert, vergeistlicht, neu definiert oder reinterpretiert.
Bundestheologie
Bejahen der historisch-grammatische Hermeneutik für weite Teile der Schrift, aber sie sind überzeugt, dass eine typologische oder sogar vergeistlichte Hermeneutik auf bestimmte Teile der Schrift anzuwenden sei – insbesondere auf Schriftstellen, die im Alten Testament von physischen und nationalen Verheißungen der Nation Israel sprechen. Diese werden häufig als Schattenbilder betrachtet, die von größeren neutestamentlichen Realitäten (d. i. Jesus und die Gemeinde) transzendiert werden.
„Priorität des Neuen Testaments“ verbunden, wonach das Neue Testament als Brille für die Interpretation oder Reinterpretation des Alten Testaments dient. Dies kommt der Auffassung gleich, der Übergang vom Alten zum Neuen Testament käme dem eines Schattenbildes hin zur Realität gleich.
Demgemäß wären physische und nationale Verheißungen im Alten Testament nur Schattenbilder und Typologien, die in Jesus und der Gemeinde erfüllt worden sind. —> vergeistlichten Auslegung des Alten Testaments.
Unterschied (ChatGPT):
Symbol = (zeitloses) Bild
Typologie = (prophetische) Vorschattung
Analogie = Parallele oder Vergleich(, keine Prophetie)
Info:
Superzessionismus = Ersatztheologie
2 Hauptbereiche:
(1) die Rolle der Nation Israel in Gottes Ratschluss
(2) ob es in Gottes Plan zur Errichtung seines Königreichs auf Erden eine Zwischenphase eines Königreichs nach diesem gegenwärtigen Zeitalter und vor der Ewigkeit gibt.
Disp
Gott beauftragte Adam und die Menschheit in 1. Mose 1,26– 28, in seinem Namen fruchtbringend über die Erde zu herrschen. Doch dieses Königreich-Mandat ist bis heute nicht erfüllt, was der Verfasser des Hebräerbriefes in Hebräer 2,5– 8 bestätigt.
Der Dispensationalismus ist ein theologisches System, das sich in erster Linie mit den Lehren der Ekklesiologie und Eschatologie befasst, indem es die historisch-grammatikalische Hermeneutik auf die gesamte Schrift (einschließlich auf das gesamte Alte Testament) anwendet. Der Dispensationalismus bekräftigt die Unterscheidung zwischen Israel und der Gemeinde sowie die zukünftige Errettung und Wiederherstellung Israels als Nation in einem zukünftigen irdischen Königreich unter Jesus, dem Messias, als Grundlage für ein globales Königreich, das allen Nationen Segnungen bringen wird.
Disp: Verheißungen an Israel wörtlich in Zukunft
Bt:Verheißungen oft in Christus erfüllt
1. Mose 12; 1. Mose 15; Josua 21; Offb 21
Michael Vlach. Dispensationalismus (Kindle-Positionen2181-2185). Kindle-Version.
Michael Vlach. Dispensationalismus (Kindle-Positionen2162-2164). Kindle-Version.
Ein paar Schlüsseltexte

a) Israel und Gemeinde

Röm 11; Gal 3; Eph 2
Frage: Bleibt Israel eigenes Volk oder geht es in Gemeinde auf?

b) Landverheißungen

1. Mose 12, 15; Josua 21; Offb 21
Frage: Werden Landverheißungen an Israel irdisch oder himmlisch erfüllt?

c) Reich Gottes / Millennium

Offb 20; Jes 65; Sach 14; Mt 24–25
Frage: Kommt ein zukünftiges irdisches Reich oder direkt neue Schöpfung?

d) Neuer Bund

Jer 31; Hebr 8; Lk 22
Frage: Gilt Neuer Bund nur Israel oder auch Gemeinde?
Behandeln beider Seiten:
Continuity and Discontinuity: Perspectives on the Relationship Between the Testaments, das von John S. Feinberg 1988
Als ich im Jahre 2004 meine Dissertation über die Beziehung zwischen Israel und der Gemeinde verfasste, wuchs meine Überzeugung, dass die Gemeinde in der Bibel nicht mit „Israel“ gleichzusetzen ist und dass die zukünftige Errettung und Wiederherstellung Israels sowohl durch das Alte wie das Neue Testament einschneidend gestützt wird.
Michael Vlach. Dispensationalismus (Kindle-Positionen2213-2215). Kindle-Version.
Michael Vlach. Dispensationalismus (Kindle-Position2207). Kindle-Version.
obgleich (aber, obwohl), akzentuieren (betonen, hervorheben), gegenwärtig (jetzig, aktuell, derzeit), transethnisch..., to appropriate (e.g. the promises of a covenant, = sich zu eigen machen, aneignen), per se (an sich, für sich genommen, von selbst)
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