Wurzel und Flügel geben
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Segen für die Kinder
Segen für die Kinder
Gott segne dich auf deinem neuen Weg in der Schule.
Er schenke dir Wurzeln – damit du weißt, wo du hingehörst,
und Flügel – damit du mutig Neues entdecken kannst.
Der Herr sei dein Licht, wenn du im Dunkeln bist,
dein Freund, wenn du dich allein fühlst,
deine Freude, wenn dir etwas gelingt,
und deine Stärke, wenn es schwer wird.
So gehst du gesegnet in diesen neuen Abschnitt deines Lebens,
in der Gewissheit:
Gott geht mit dir – heute, morgen und jeden Tag.
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen:
Wurzeln und Flügel.
Einen Satz, der oft Johann Wolfgang Goethe zugeschrieben wird.
Man ist aber nicht sicher, ob der Satz wirklich von ihm stammt.
Egal, von wem das Zitat ist: Es klingt gut und es leuchtet ein. Wenn wir mit den Bilder vertraut sind, fast selbsterklärend.
TRANSITION:
TRANSITION:
Natürlich haben die beide Wurzel und Flügeln nichts miteinander zutun.
Pflanzen haben Wurzeln
Tiere (Vögel) haben Flügel
Oder hab ihr schon einem Baum mit Flügel gesehen?
Oder Tiere mit Wurzel?
Okay…
Zähne und Haare haben Wurzeln, Wortstämme und auch in der Mathematik finden wir Wurzeln.
Und Flügel haben doch manche Gebäude, und manche Menschen, die Klavier spielen auch. Und natürlich, wer RedBull trinkt, bekommt auch Flügel verliehen.
was der Satz bildlich meint, sind natürlich die klassischen Wurzeln von Pflanzen und die Flügel von Tieren.
Was bedeutet der Satz und wie steht es um die Umsetzung, wie sieht „Wurzeln und Flügel geben“ im Leben aus?
Als Eltern/Großeltern können wir uns das Fragen.
Hat dieses Bild etwas mit den Glauben und mit unserer Beziehung zu Gott zu tun?
Können wir in der Bibel so einen Prinzip finden?
GOTT
GOTT
Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.
1) Was bedeutet der Satz genau?
1) Was bedeutet der Satz genau?
Natur: Wurzeln
Natur: Wurzeln
Ein Baum findet durch die eigenen Wurzeln seinen Halt.
Die Wurzel müssen auch stark sein. Nicht nur da sein.
Wenn die Wurzeln gesund und stark sind, ist der Baum auch stark. Wenn die Wurzeln nicht
Wie werden Wurzeln stark?
Wie werden Wurzeln stark?
Durch einen guten Boden.
Durch genügend Nährstoffe.
… aber auch durch den Stress, den sie erleben: Wind, Sturm oder andere Wettereinflüsse.
Biosphere-2-Projekt
Biosphere-2-Projekt
Das Biosphere-2-Projekt in Arizona (USA) in den 1990er-Jahren.
In riesigen, geschlossenen Glaskuppel wurden Wälder, Wiesen, Feuchtgebiete und andere Ökosysteme nachgebildet.
Die Bäume wuchsen dort ohne Wind, Sturm oder andere starke Wettereinflüsse.
Ergebnis: Die Bäume wuchsen zwar schnell und sahen gesund aus, brachen aber oft schon in jungen Jahren um.
Grund: Ohne Wind/Widerstand entwickelten sie keine „Stützzellen/Festigungsgewebe“ (mechanisches Holz) und ihre Wurzeln wuchsen nicht so tief und hatten keine Kraft um das eigene Gewicht auszuhalten.
Windbewegung und Wettereinflüsse sind für Bäume ein Reiz, um stabilere Stämme und kräftigere Wurzeln zu bilden.
Ähnliche kontrollierte Baum- oder Pflanzenexperimente gab es auch in kleineren Forschungsanlagen und botanischen Instituten:
Man lässt Pflanzen in windstillen Gewächshäusern wachsen und vergleicht sie mit Pflanzen, die regelmäßig Wind oder mechanischer Bewegung ausgesetzt sind.
In nahezu allen Fällen zeigt sich: Ohne „Stress“ wachsen sie zwar schnell, sind aber weniger belastbar – sowohl im Stamm als auch im Wurzelwerk.
Natur: Flügel
Natur: Flügel
In der Natur haben Flügel je nach Tierart mehrere Bedeutungen und Funktionen.
1. Fortbewegung & Mobilität
1. Fortbewegung & Mobilität
Bei Vögeln, Fledermäusen und Insekten ermöglichen Flügel das Fliegen, also schnelle Ortswechsel, Nahrungssuche und die Flucht vor Feinden.
Manche nutzen sie auch für saisonale Migration (z. B. Zugvögel).
2. Schutz & Wärme
2. Schutz & Wärme
Bei Vögeln dienen die Flügel (und das Federkleid) auch der Wärmeregulierung.
Flügel können als „Schutzschirm“ für den Nachwuchs eingesetzt werden (z. B. Hennen, die ihre Küken unter den Flügeln verbergen).
3. Kommunikation & Balz
3. Kommunikation & Balz
Viele Tierarten nutzen Flügelbewegungen oder -farben, um Partner anzulocken, Rivalen abzuschrecken oder Signale zu geben (z. B. Schmetterlinge mit auffälligen Musterflügeln, Pfauen mit Federfächern).
Wie lernen Vögel zu fliegen?
Wie lernen Vögel zu fliegen?
Vögel lernen das Fliegen nicht einfach „instinktiv auf Anhieb“, sondern in einem gestuften Entwicklungsprozess, bei dem Instinkt und Übung zusammenwirken.
1. Vorbereitung im Nest
Schon bevor sie das Nest verlassen, trainieren Jungvögel ihre Flugmuskulatur: Sie schlagen mit den Flügeln, hüpfen und balancieren.
Dabei stärken sie die Brustmuskeln und koordinieren Flügel- und Körperbewegungen.
2. Erste Sprünge und Gleitversuche
Viele Arten machen vom Nest aus kurze Gleitflüge zu nahe gelegenen Ästen oder zum Boden.
Oft locken die Eltern mit Futter, um die Kleinen zu motivieren.
3. Lernphase durch Versuch & Irrtum
Anfangs sind die Flüge kurz und unsicher. Durch ständiges Wiederholen lernen die Jungvögel, Auftrieb zu nutzen, Geschwindigkeit zu steuern und sicher zu landen.
Elternvögel bleiben oft in der Nähe, um vor Gefahren zu schützen, greifen aber nicht direkt ein.
4. Selbstständigkeit
Nach einigen Tagen bis Wochen (je nach Art) können die Jungvögel längere Strecken fliegen, Kurven steuern und in der Luft nach Nahrung suchen.
Ab diesem Punkt verlassen sie den direkten Schutz der Eltern häufiger.
2) Vergleiche für die Beziehung mit unseren Kindern
2) Vergleiche für die Beziehung mit unseren Kindern
Was sagen Erziehungforscher und -Forscherinnen:
Kurz: Eltern geben Kindern „Wurzeln“, indem sie ihnen Glauben, Werte und Charakterfestigkeit mitgeben.
„Flügel“ geben sie, indem sie sie ermutigen, eigenständig zu leben, Risiken einzugehen, auch im Vertrauen auf Gott und ihre Berufung/Gaben zu entfalten.
Würzel: Stabilität – Glaube, Werte, moralischer Halt, Selbstvertrauen.
Flügel: Freiheit/Freiraum – Eigenständigkeit, Kreativität, Mut zum Aufbruch, Fähigkeit, über den eigenen Horizont hinauszugehen und eigene Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung dafür zu tragen.)
Erziehung: Wurzel
Erziehung: Wurzel
Halt, Sicherheit, Identität
Bindungserlebnisse: Ein Kind erlebt, dass die Eltern zuverlässig da sind, wenn es weint oder Angst hat → dadurch entsteht Urvertrauen. (Maiko Geburtstag Aufstehen)
Rituale & Traditionen: Gemeinsames Abendessen, Feste feiern, Gute-Nacht-Geschichten → schaffen Kontinuität und Zugehörigkeit.
Grenzen & Orientierung: Klare Regeln („So gehen wir in unserer Familie miteinander um“) geben Kindern Sicherheit und eine moralische Basis. (Rosi Bewernick - Schimpwort - Hier bei Bewernicks wird so was nicht gesagt)
Wertevermittlung: Eltern leben vor, wie man mit Konflikten, Geld oder Arbeit umgeht → Kinder übernehmen innere Leitplanken. (Kind soll ehrlich zum Vater sein. Hört aber wie er die Mutter in bestimmten Situationen belügt) (Maiko tausch Spielzeug gegen Kaugummi Heldenkarten)
Widerstände, Herausforderungen und „Stürme“ im Leben fördern innere Stärke – genau wie Wind bei Bäumen.
So wie ein Baum im Wind stärkere Fasern und tiefere Wurzeln entwickelt, wächst ein Kind durch Herausforderungen innerlich widerstandsfähiger.
Fehlt der Wind, bleibt der Baum zwar unversehrt, aber er wird instabil – so wie ein Kind, das nie Schwierigkeiten erlebt, schneller entmutigt wird.
Ein wenig Gegenwind im Leben ist daher kein Schaden, sondern die Kraft, die Standfestigkeit formt.
Wurzel zu geben bedeutet einen Wert und Identitätsbewusstsein zu geben. Damit Kinder wissen, woher sie kommen und wer sie sind, wie viel Wert sie sind.
Nur wer Wurzel hat, ist stark genug, den Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu begegnen, ist frei Fantasie für das Leben zu entwickeln, Träume zu haben.
6 Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird.
Das ist keine direkte Verheißung von Gott … nicht immer klappt das.
Es ist eine Lebensweisheit von Salomo. Sehr wanrscheinlich wird es passieren.
Wir geben nicht nur Regel … sondern, wir vermitteln Prinzipien.
Erziehung: Flügel
Erziehung: Flügel
Freiheit, Selbstvertrauen, Entfaltung
Ermutigung: Eltern loben nicht nur Leistung, sondern auch Mühe („Toll, dass du es ausprobiert hast!“) → Kind entwickelt Mut, Neues zu wagen.
Autonomie-Erfahrungen: Kind darf alleine zur Schule laufen oder eine Entscheidung treffen („Möchtest du heute malen oder draußen spielen?“) → stärkt Selbstwirksamkeit.
Fehler zulassen: Eltern lassen Kinder auch mal scheitern (z. B. beim Radfahren) → Kinder lernen: Rückschläge sind normal, man kann wieder aufstehen.
Horizonterweiterung: Reisen, Bücher, Austausch mit anderen Kulturen → Kinder entdecken, dass die Welt größer ist als die eigene Familie.
Flügel stehen in vielen Kulturen und in der Bibel für Freiheit, Schutz und Aufbruch – genau die Aspekte, die sie in der Natur erfüllen.
Eltern „schubsen“ den Nachwuchs nicht einfach aus dem Nest und lassen ihn allein – sie bereiten vor, ermutigen, lassen kleine Fehlschläge zu und geben dann den Raum, selbstständig zu werden.
Flügel geben - da tun wir uns oft mal schwer.
Das mit den Flügeln ist oft das schwierigere. Es bedeutet, den Söhnen und Töchtern ihren eigenen Raum zur Entfaltung zu geben und sie darin zu respektieren und gelten zu lassen.
Das sind gute Vorsätze … die Praxis ist oft schwieriger.
Auch Goethe glaubte übrigens an ihn.
Die gute Vorsatz allein haben offenkundig nicht ausgereicht. Denn in die Fähigkeiten seines eigenen Sohnes setzte der Hofrat leider wenig Vertrauen.
Als sein Sohn August nach einem Unfall in Italien starb, wurde er auf dem Fremdenfriedhof in Rom begraben. „Goethe der Sohn, seinem Vater vorangehend, starb vierzigjährig“ – diesen Satz ließ der greise Vater auf den Grabstein meißeln, ohne den Namen seines Sohnes auch nur zu nennen. Im Gegenteil: Der Senior setzte sich selbst in Szene, die Grabinschrift sollte seinen eigenen Namen groß machen.
Der Vater schrieb jeden Tag Weltliteratur, doch um die Gefühle und die Fähigkeiten seines Sohnes hat er kaum gewusst.
3) Dieser Satz beschreibt auch Gottes Beziehung zu uns Menschen
3) Dieser Satz beschreibt auch Gottes Beziehung zu uns Menschen
Gott gibt uns eine Identität und eine Berufung als seine Kinder.
Wurzel:
Wurzel:
Gottes Ebenbild zu sein
27 Gott schuf den Menschen nach seinem Bild.
Als Gottes Ebenbild schuf er ihn,
als Mann und Frau schuf er sie.
Menschen sollen Gott nachahmen, sein Charakter in sich entwiklen.
Gott gab Leben und die Grundlage für die Entfaltung des Lebens.
Er gab auch sich selbst in Beziehung, damit sie in ihrer Identität wachsen und selbtbewusster werden.
Flügel:
Flügel:
und gleichzeitig er schenkte er den Menschen die Freiheit, das Leben zu gestalten, er überlass ihnen die Verantwortung eigene Schritte zu geben, Gaben zu entfalten, Entscheidungen zu treffen
28 Gott segnete sie und sprach zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch! Bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz! Herrscht über die Fische im Meer und die Vögel am Himmel und über alle Tiere, die auf dem Boden kriechen!«
Problem: Flügel ohne Wurzel
Problem: Flügel ohne Wurzel
Das Problem begann, als der Mensch begann zu fliegen, ohne erstmal Wurzel zu schlagen.
Der Mensch, geschaffen um ein Bild Gottes zu sein, wollte wie Gott sein, aber ohne die Referenz, ohne die Wurzel, ohne Gott selbst als Vorbild zu haben.
Was entstanden ist: eine Menschheit gekennzeichnet von Egoismus, Ängste, Missbrauch und Gewalt.
So sind wir. Wir tun viele gute Dinge … die die Funke, die Essens Gott steht noch in uns. Wir bauen, wir entwickeln, wir helfen, wir lieben, wir erobern, wir ermutigen.
Das aber sehr oft, aus egoistischen Motivationen, unvollkommen, um Macht zu bekommen, um reicher zu werden, um besser sein als anderen.
Sogar gute Dinge, die wir entwickeln, werden für böse Dinge gebraucht.
Die Weisheit:
Die Weisheit:
von Gott die Wurzel zu bekommen um frei und verantwortungsvoll zu fliegen.
Wir eltern Eltern/großeltern sollen zuerst lernen, unsere eigene Identität aus der Gnade und Liebe Gottes zu suchen.
Damit wir unseren Kindern diese Wurzel auch geben können.
Kindern „Wurzeln“, indem sie ihnen Glauben, Werte und Charakterfestigkeit mitgeben.
Und dann Freiraum schaffen, Freiheit geben, dass sie ihre Gaben entdecken, die Gott ihnen gegeben hat, damit sie den Glauben, auf ihrer Art und Weise leben …
Viele von uns haben Schwierigkeit diesen Schritt zu geben: Unsere Kinder werden den Glauben nicht genau so leben wie wir. Gemeinde nicht genau gestalten wie wir. Sie werden in ihre Flügel von Gottes Geist geleitet und werden vieles anders gestalten als wir, anderen Inhaltiliche Schwerpunkte haben. Einiges was uns wichtig ist sogar hinter sich lassen, denn für sie wird es nicht mehr relevant oder hilfreich sein.
Wenn sie aber in Christus verwürzelt sind … sollten wir ihnen „Flügel“ geben, indem wir sie ermutigen, eigenständig zu leben, Risiken im Vertrauen auf Gott einzugehen und ihre Berufung zu entfalten.
Dies erfordert von oft sehr viel.
Loslassen ist meistens nicht einfach.
Es ist aber vertrauen … dass Gott sie leiten wird … es ist eine Lehre im Vertrauen an uns.
DU
DU
Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.
MAIN POINT
MAIN POINT
Für Kinder zu beten.
Für uns als Eltern/Großeltern
Für Schulen und Lehrer
Weisheit für das Leben
Für uns im Glauben:
Für uns im Glauben:
1) In der Liebe und in Jesus verwurzelt bleiben:
1) In der Liebe und in Jesus verwurzelt bleiben:
7 Bleibt in ihm [Christus] verwurzelt und gründet euch als Gemeinde ganz auf ihn. Werdet fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid. Und hört nicht auf, Gott zu danken.
17 Denn Christus soll durch den Glauben in euren Herzen wohnen. Und ihr sollt in der Liebe verwurzelt und fest auf ihr gegründet bleiben.
2) Die Freiheit und den Mut leben, die Gott uns gibt:
2) Die Freiheit und den Mut leben, die Gott uns gibt:
31 Aber alle, die auf den Herrn hoffen, bekommen neue Kraft. Sie fliegen dahin wie Adler. Sie rennen und werden nicht matt, sie laufen und werden nicht müde.
13 Brüder und Schwestern, ihr seid zur Freiheit berufen!
19 Geht nun hin zu allen Völkern und ladet die Menschen ein, meine Jünger und Jüngerinnen zu werden …
Segen zum Abschluss
Segen zum Abschluss
Der Herr segne dich mit Wurzeln,
damit dein Leben fest gegründet bleibt in seiner Liebe,
und mit Flügeln,
damit du voller Vertrauen neue Wege gehen kannst.
Er erfülle dich mit Hoffnung,
stärke dich in schweren Zeiten,
und schenke dir Freude an jedem neuen Tag.
So begleite dich der Friede Gottes,
der höher ist als all unsere Gedanken,
heute und allezeit.
