GÖTTLICHE SANFTMUT
Notes
Transcript
Introduction
Introduction
Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.
Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt.
Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.
Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
Ga 5:16–25.
Sanftmut.
Was ist das?
Wenn ich das Wort auf deutsch höre...was nicht SOOO oft vorkommt, weil es doch ein recht altes Wort ist...hört es sich im ersten Moment nach “Nett-sein” an.
Wenn jemand sagt, dass jemand “SANFTMÜTIG” ist...denke ich gleich, dass es sich um jemanden handelt, der NETT ist...der HARMLOS ist...jemand der niemandem was Böses antun könnte.
Oder? Oder geht es nur mir so?
Das Wort in der englischen Übersetzung, mit der ich aufgewachsen bin...ist GENTLENESS...das bedeutet soviel wie ZART oder SANFT oder ZIERLICH.
Aber der Sinn dieser Predigtreihe, ist NICHT, dass ich oder die andere Prediger, euch verzählen was wir uns unter diesen Begriffen jede Woche VORSTELLEN...sondern was die BIBEL mit diesen Eigenschaften WIRKLICH meint. Amen?
Also lass uns erstmal schauen welches Wort hier in der Ursprache verwendet wird...
Im Altgriechischen, wird das Wort: prautēs verwendet
Prautes: Sanftmut bedeutet eine freundliche, gütige und gelassene Haltung, die frei von Härte oder Aggression ist.
Eine PRAUTES/Sanftmut ist Stärke ohne Härte – also die Fähigkeit, ruhig, beherrscht und gütig zu bleiben, auch wenn man herausgefordert wird. Es beschreibt eine innere Ruhe, die sich in Nachsicht, Geduld und Milde im Umgang mit Schwächeren zeigt.
Es beschreibt sehr oft den Akt, wenn ein Mensch sich aus einer Stärkeren, Höheren Position, auf Augenhöhe des schwächeren Gegenübers begibt. Herablässt (im Positiven Sinne).
Im Alten Testament, was in Hebräisch geschrieben wurde, gibt es ein Wort welches genau das gleiche bedeutet:
nā·wāh
Das finden wir zum Beispiel in Psalmen immer wieder:
Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stützt mich, und deine Herablassung macht mich groß.
Ps 18:36.
David beschreibt in diesem Psalm, wie Gott ihn beschützt vor den Feinden und ihn stärkt im Kampf.
Und die Sache die David hier am meisten stärkt ist Gottes nā·wāh seine Herablassung, seine Sanftmut.
Das Gott der SOOOOOOO Groß und mächtig ist und David garnicht braucht...für den du und ich, die Menschheit, dieses Planet, kleiner als in Sandkorn ist...dass er sich nahbar macht und sich für uns Interessiert.
Das ist die Sanftmut Gottes.
Ich möchte das in dieser Predigt, ein wenig veranschaulichen...dass wir ein gutes Bild vor Augen bekommen, WIE die Sanftmut Gottes aussieht, wie Sanftmut in Christus aussieht um dann verstehen zu können, wie sie in uns aussehen soll im Kontext der Frucht des Geistes.
Amen?
Lasst uns eintauchen.
1. Göttliche Sanftmut
1. Göttliche Sanftmut
Ich möchte mit euch in einer meiner Lieblings-Bibelgeschichten meiner Kindheit eintauchen um die Sanftmut Gottes zu veranschaulichen. Lasst uns in 1. Könige 19 gehen.
Um uns ein wenig Kontext zu schaffen, erzähle ich euch was im Kapitel davor passiert ist.
Das Volk Israel hat einen schwachen König bekommen. König Ahab. König Ahab hat eine Frau sich aus einem anderen Volk geholt, was von Gott verboten war, Isabel. Isabel war praktisch eine Hexe und hat Hab dominiert. SIE hat praktisch Israel regiert, nicht Ahab.
Hier sehen wir was passiert wenn Gottes Ordnung gekippt wird.
Gott hat es so geschaffen, dass der Mann der Haupt der Familie ist, nicht die Frau.
Das macht den Mann nicht besser, es bedeutet nicht dass er brutal herrschen darf daheim und seine Familie wie ein Diktator misshandeln...ABER...er trägt die Verantwortung und ist derjenige der die Familie leiten muss.
Das Problem mit unserer heutigen Gesellschaft ist, dass durch 70 Jahre Feminismus, wurden Männer im allgemeinen verweichlicht, Frauen wurde eingeredet, dass es kein unterschied gibt zwischen Mann und Frau und dass sie eine “GIRL-BOSS” sein muss und dass sie kein Mann braucht, zumindest sich keinem Unterordnen muss.
Was passiert?
Die Familie zerfällt.
Normale Ehen werden immer seltener geschlossen.
Gefühlt, sind die einzigen die heiraten wollen, die Homosexuellen.
Aus den wenigen Ehen die geschlossen werden, enden mittlerweile immer mehr in Scheidung.
Kinder wachsen in gebrochenen Familienverhältnissen auf, vor allem Jungs ohne männliche Vorbilder...und werden VOLLJÄHRIG aber NICHT ERWACHSEN...Kindsköpfe...nur Computerspiele und Hobbys im Kopf.
WENN sie eine Freundin oder Frau finden, dann regelt SIE alles...und sie ist frustriert, weil sie Frau UND Mutter spielen muss. Und so entsteht Chaos in der Ehe...weil die Rollen in der Ehe nicht eingehalten werden...die Frau muss Führen und es entsteht Frust auf BEIDEN Seiten und SO zerbrechen viele Ehen.
Das gilt für Familien, das gilt aber auch für die Gesellschaft:
Starke Männer schaffen gute Zeiten
Gute Zeiten schaffen schwache Männer
Schwache Männer schaffen schwere Zeiten
Und so war es mit Ahab.
Ein volljähriger aber kein erwachsener König.
Die Frau, Isabel, hatte die “Hosen an”.
Es gibt eine Geschichte wo Ahab einen Weingarten hat, aber bei seinem Nachbarn Naboth einen besseren Weingarten sieht und versucht mit ihm zu tauschen und Naboth den Weingarten abzukaufen...Naboth sagt NEIN.
Ahab geht in sein Zimmer und heult rum, will nix essen und benimmt sich wie ein kleines Kind.
Isabel merkt das, fragt was los ist und als Ahab ihr das alles erzählt, regelt sie es für ihn, lässt Naboth umbringen und beschlagnahmt den Weingarten.
DAS ist die Stimmung in Israel.
Es ist mittlerweile soweit gegangen, dass Isabel, GANZ Israel verführt...dass sie nicht mehr Gott anbeten...sondern IHREN Götzen...vor allem Baal.
Und ganz Israel folgt nach...und beginnt Baal anzubeten.
Nur wenige bleiben Gott treu...gefühlt, nur ein Prophet Gottes namens ELIA.
Gott lässt es zu, dass es 3 und 1/2 Jahre in Israel nicht regnet und durch die Dürre entsteht eine Hungersnot.
Es eskaliert schon soweit, dass Elia Ahab und Isabel herausfordert um endlich klar zustellen WER der WAHRE Gott ist.
Das ganze Volk trifft sich auf dem Berg namens KARMEL und da sollen 450 Priester des Baals und 450 Priester der Aschera einen Altar bauen und Elia soll alleine gegen 850 Priester auch einen Altar bauen.
Und beide sollen ihren Gott bitten und der Gott, der Feuer vom Himmel sendet, zeigt sich dem ganzen Volk Israel als der WAHRE GOTT.
Sie bauen ihr Altar und von morgens bis mittags, hüpfen diese 850 Priester um den Altar herum und schreien zum BAAL und ritzen sich und bluten...aber es kommt nichts.
Elia macht in der Zeit nicht mit...er spottet nur und schlägt vor dass sie lauter schreien...vielleicht schläft ihr Gott? Vielleicht ist er auf dem Klo? Vielleicht ist er gerade nicht zuhause?
Das zeigt uns ein paar Dinge...zum einen...Elia betet nicht mit...er schließt sich denen nicht an...er möchte dass da KEINE VERWIRRUNG IST...deswegen bin ich persönlich dagegen mit anderen Religionen zusammen zu beten, weder mit Muslimen oder Hindus oder Katholiken.
Wir sehen Gott will immer eine KLARE Trennung zwischen SEINEM Volk und den anderen Religionen.
Das zweite was wir sehen, ist dass auch wenn die Anbetung super emotional ist, super ernstgemeint ist, auch wenn die Menschen bereit sind für ihre Religion zu bluten, egal wie viele es sind (auch die Mehrheit)...stellt euch vor...Elia alleine vs. 850 Priester Baals und Aschera...ist es möglich den falschen Gott anzubeten.
Die Geschichte gehrt weiter...Elia baut einen sehr einfachen Altar...so wie Gott es von ihm wollte...er legt Holz drauf...er gräbt einen Graben drumrum...er holt Wasser und gießt es aufs Holz, immer wieder und wieder...bis das Holz durchnässt ist und der Graben ums Altar herum VOLL mit Wasser ist.
Er spricht ein kurzes Gebet.
Und es kommt Feuer vom Himmel aufs Altar...es verbrennt das Opfer...es verbrennt das nasse Holz...die Steine...es verbrennt sogar das Wasser im Graben bis alles trocken ist.
Gott offenbart sich Elia...den falschen Priestern… Ahab...und dem Volk Israels.
Plötzlich hat das Volk es verstanden.
Elia und das Volk jagen die Priester Baals und Aschera und Schlachten sie ab.
Plötzlich beginnt es zu regnen, nach dem Elia gebetet hat...nach 3 und 1/2 Jahre ist die Dürre und Hungersnot vorbei.
EIN KRASSER SIEG! ODER?
Das ist der Hintergrund...jetzt kommen wir zu unserer Hauptstelle:
Und Ahab erzählte der Isebel alles, was Elia getan hatte, und wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte.
Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich morgen um diese Zeit mit deinem Leben nicht so verfahre wie du mit ihrem Leben!
Und als er das sah, machte er sich auf und ging fort um seines Lebens willen; und er kam nach Beerscheba, das zu Juda gehört, und ließ seinen Burschen dort zurück.
Er selbst aber ging hin in die Wüste, eine Tagereise weit, und er kam und setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Und er erbat für sich den Tod und sprach: Es ist genug! So nimm nun, Herr, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter!
Und er legte sich und schlief ein unter dem Ginsterstrauch. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!
Und als er sich umsah, siehe, da war bei seinem Kopf ein auf heißen Steinen gebackener Brotfladen und ein Krug Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.
Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss, denn der Weg ist sonst zu weit für dich!
Und er stand auf und aß und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte lang, bis an den Berg Gottes, den Horeb.
Und er ging dort in eine Höhle hinein und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm, und Er sprach zu ihm: Was willst du hier, Elia?
Er sprach: Ich habe heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Heerscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht, und ich allein bin übrig geblieben; und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen!
Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr ging vorüber; und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht in dem Erdbeben.
Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns.
Und es geschah, als Elia dieses hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel, und er ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: Was willst du hier, Elia?
1 Ki 19:1–13.
Elia hat das größte Wunder seines Lebens erlebt.
Elia hat den größten Sieg seines Lebens erlebt.
Und doch, als Ahab zu seiner Frau petzen geht und sie ihm eine Drohung weitergibt...SIEHT er etwas...er bekommt Kopfkino...er erlaubt dieser Drohung ihn total zu zerstören.
Verrückt oder?
ELIA! Du hast gerade dem Volk BEWIESEN wer Gott ist.
Du hast FEUER VOM HIMMEL GERUFEN!
Du hast 850 von diesen Bösen Verführern des Volkes geschlachtet!
Du hast ein Gebet gesprochen und es hat angefangen zu regnen...dein Gebet hat die Dürre beendet!
Was kann diese Frau dir antun?
Pffff! Were ist SIE schon?
Aber Elia rennt weg...er bekommt in seinem Verzagen...in seiner Selbstmitleid und legt sich in der Wüste unter ein Gebüsch und will sterben.
Diese Geschichte hat mich immer frustriert!
Was ist los mit dir? ELIA?
Ich habe aber jetzt begriffen warum es mich frustriert...diese Geschichte...
Weil ich genauso bin.
Gott tut großes VOR MEINEN AUGEN...ich darf sogar ein Teil davon sein!
Aber ein Kommentar...eine Drohung...ein Blick...eine Person die mich kritisiert...und BANG!...Ich bin am Boden.
Egal wie viel Gott schon für mich oder sogar DURCH mich getan hat…verfall ich so schnell in Selbstmitleid.
Ich lese diese Geschichte und ich will schreien...Elia RAFF DICH MAL ZUSAMMEN...hör auf rumzuheulen! Was soll das?
Wie handelt Gott?
Jetzt sehen wir Echte Sanftmut...
Gott sendet einen Engel...der Elia sanft anrührt um ihm zu wecken...”Elia, hier ist Brot, hier ist Wasser...iss.”
Kein Vorwurf.
Keine Frust.
Elia...das musst dir geben...er sieht den Engel...er isst und trinkt...und geht wieder schlafen.
Wieder...will ich ihn wach rütteln...HEY! Elia...ist das dein ernst? Ein Engel...Essen und Trinken auf Wundersame Art?
Und du gehst pennen?
Aber nicht Gott...Sanftmut.
Gott sendet WIEDER einen Engel...der Elia WIEDER sanft anrührt um ihn wieder zu wecken… “Elia, hier ist Brot, hier ist Wasser...iss.”
Wieder kein Vorwurf.
Immer noch keine Frust.
Nur den sanften Hinweis… “Elia, du hast eine Lange Reise vor dir.”
Gott gibt ihm eine Speise, die Elia trägt, 40 Tage und 40 Nächte...bis er am Berg des Herrn ankommt.
Und hier sehen wir Gottes Sanftmut, noch klarer...
Gott sendet einen Gewaltigen Wind...es Stürmt um Elia herum...Bege werden ZERISSEN...FELSEN BRECHEN AUSEINANDER...aber Elia findet Gott nicht on dem Gewaltigem Sturm.
Gott sendet ein Erdbeben...Elia findet Gott nicht im Erdbeben.
Gott sendet ein Feuer...Elia findet Gott nicht im Feuer.
Nach dem allem...NACH dem STURM...NACH dem Erdbeben...NACH dem Feuer...
Kommt ein sanftes Sausen...Gott begegnet Elia nicht wie wir...oder Elia...erwarten würden von so einem Allmächtigen Gott...er begegnet Elia im sanften Sauseln...DA hört Elia plötzlich die Stimme Gottes.
JA...Gott ist allmächtig...ja er kann mächtige Stürme senden, die sogar Felsen und Berge zerreißen...JA...er kann Erdbeben schicken, die den Erdboden aufreißen...Ja...er kann Feuer senden...wie er schon auf dem Berg Karmel gesehen haben...ein Feuer welches Opferfleisch...pitschnasses Holz...Steine und sogar ein graben voller Wasser verbrennen kann...
GOTT KANN DAS...
ABER...Gott ist SANFMÜTIG...er ist NA-WAH...er ist PRAUTES...er möchte Elia begegnen, da wo er ist…
Und Gott spricht: Was willst du hier, Elia?
Oder: Was ist los Elia?
Und Elia antwortet und lässt sein ganzen Leid raus...
JA schau mal Gott...ganz Israel hat dich verlassen...deine Altare niedergerissen...deine Propheten getötet
Gott, sie sind Götzen wie Baal und Aschera nachgegangen
Ich finde niemanden sonst der dir treu geblieben ist...ich bin der einzige der geblieben ist
Und jetzt will diese Isabel auch mich töten.
Elia lässt alles raus...und Gott unterbricht ihn nicht.
Er erlaubt Elia all sein Leid, alle seine Gefühle, alle seine Annahmen (ob sie stimmen oder nicht) rauszulassen.
Gott hört ihm zu auch wenn er in Selbstmitleid versinkt.
Ich würde sagen...HEY Elia! Raff dich mal...mit wem sprichst du?
WIE OFT MUSS GOTT SEINE KRAFT BEWEISEN DASS DU IHM ENDLICH VERTRAUST?
Was soll das?
Gott aber...zeigt uns was Sanftmut ist...er sagt einfach...
Elia, ich bin noch nicht fertig mit dir...du wirst nicht sterben...ich habe noch Pläne mit dir...einen Neuen König zu salben, einen neuen Propheten salben, ich werde meinen Plan durchführen.
Und Elia...du bist nicht alleine...es gibt noch 7000 andere Propheten die mir dienen...die treu geblieben sind.
Du bist nicht allein.
Kein Vorwurf.
Keine Frust.
Gott baut Elia auf...er gibt ihm zu essen...er zeigt ihm seine Kraft...er spricht zu ihm in Sanftmut und ermutigt ihn.
SO ist Gott.
So sieht Gottes Sanftmut aus!
2. Die Sanfmut Christi
2. Die Sanfmut Christi
Aber nicht nur in diesem Fall.
Nicht NUR mit Elia.
Das klarste Bild von Sanftmut, sehen wir in Jesus Christus...
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war,
der, als er in der Gestalt Gottes war,
es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein;
sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen;
und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.
Php 2:5–8.
Das ULTIMATIVE Bild von Sanftmut...das ULTIMATIVE Bild davon eine PRAUTES/Sanftmut...sprich...
Stärke ohne Härte – die Fähigkeit, ruhig, beherrscht und gütig zu bleiben, auch wenn man herausgefordert wird.
Eine Ruhe, die sich in Nachsicht, Geduld und Milde im Umgang mit Schwächeren zeigt...IST DAS EVANGELIUM.
DAS JESUS CHRISTUS...ALS WIR NOCH SÜNDER WAREN...als wir gegen Gott rebelliert haben...und von ihm NICHTS wissen wollten...
Er uns nicht vernichtet hat...obwohl er dazu ABSOLUT FÄHIG ist...
SONDERN...
er die HERRLICHKEIT verlassen hat, die er hatte.
Er sich entäußerte...sprich diese absolute Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwärtigkeit usw. vorübergehend beiseite lag.
Ein Mensch wurde...wie wir.
Und zwar nicht ein König...sondern er nahm KNECHTSGESTALT an.
Sich selbst erniedrigte...nicht nur ein bisschen...sondern...sogar bis zum TOD.
Um uns zu retten.
Um unsere Schuld der Sünde...von der wir nicht loswerden konnten...zu bezahlen.
Um den Weg zurück zu Gott frei zu machen...damit WENN:
du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Ro 10:9.
Jesus verkörpert die Sanftmut Gottes...und er ruft dich und mich...die von der Sünde schon zerrissen sind...
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Mt 11:28–30.
Kein Vorwurf.
Keine Frust.
Er will dich erbauen.
Er will dich Speisen und zu trinken geben...wie bei Elia.
Er will dir deine Last nehmen.
Er will dir RUHE geben von allem was dich in diesem Leben plagt.
Das haben wir nicht verdient!
Verdient haben wir...dass dieser Allmächtiger...Heiliger...Gerechter Gott uns vernichtet mit einem Wort.
Aber er zeigt uns Gnade.
Er zeigt uns Barmherzigkeit.
Er zeigt uns seine Sanftmut...in dem er sich HERABLÄSST...NA-WAH...PRAUTES...zu uns kommt und uns die Hand ausstreckt!
Gott ist so gut! Amen?
3. UNSERE Sanftmut
3. UNSERE Sanftmut
Jetzt haben wir hoffentlich Sanftmut etwas verstanden.
Jetzt haben wir gesehen wie die Sanftmut Gottes aussieht.
Jetzt kommt der schwierigster Teil.
Unsere Sanftmut.
Wie können WIR Sanftmut leben?
Wie sieht es bei uns aus?
Paulus schreibt sogar in Philipper, bevor er über die Menschwerdung Jesu schreibt:
Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war...
Php 2:5.
...und bringt die Menschwerdung Jesu, uns als Beispiel...WIE WIR SEIN SOLLEN...
In den Versen davor, sagt er es schon...
Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen.
Php 2:3–4.
Wenn wir zu unserem Haupttext in Galater 5 zurück gehen, sehen wir ähnlich Worte, wenn wir weiterlesen...
(Ich habe schon oft gesagt...Kapitel und Versnummern sind hilfreich um uns schnell in der Bibel zu bewegen...aber wurden im Nachhinein hinzugefügt...also lohnt es sich meistens sie zu ignorieren wenn wir Kontext verstehen wollen)
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten.
Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden!
Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst!
Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!
Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst.
Ga 5:22–6:3.
Das ist der Schlüssel für uns Menschen, göttliche Sanftmut zu leben...DEMUT...nicht zu viel von sich zu halten...nicht übermütig zu werden...sich immer bewusst zu sein, ich bin nur ein Mensch...
Paulus schriebt hier besonders im Zusammenhang mit der Situation wenn jemand fällt...wenn jemand versagt oder Sündigt.
Er sagt...denke nicht zu viel von dir selbst!
SONDERN...wenn du gerade “geistlich” bist...stark bist...dann helfe doch dieser Person wieder zurecht!
HELFT ZURECHT...IM GEIST DER SANFTMUT!!!
HELFT ZURECHT = KAT-ART-ITZO … ein Medizinischer Begriff dafür wenn man gebrochene Knochen gerichtet hat.
Damals, in einer Zeit vor Röntgen usw. war es unfassbar wichtig, dass der Arzt einen gebrochenen Knochen mit SEHR viel Vorsicht gerichtet hat mit GANZ VIEL GEFÜHL...er konnte ja nicht hinein schauen was unter der Haut war.
Und wenn er hier einen Fehler gemacht hätte, wächst der Knochen falsch zusammen und der Mensch bleibt ein Krüppel.
Deswegen war dieses ZURECHT-HELFEN...KATARTIZO...so wichtig...damit der Mensch richtig heilt und gesund wird.
Interessant das Paulus das hier verwendet oder?
KATARTIZO...vor allem...KATARTIZO in PRAUTES...in Sanftmut.
Paulus sagt...wenn jemand unter uns hier...in Sünde fällt...ist die Lösing NICHT...
HEY!
Was soll das!
Wie konntest du nur!
Raff dich mal! Reiß dich Zusammen!
Du kannst diese Person noch mehr kaputt machen...du kannst mit unvorsichtigen Worten noch mehr schaden anrichten...du kannst diese Person für noch längere längere Zeit verletzten.
Deswegen KATARTIZO mit PRAUTES...mit Sanftmut...du weißt nicht was alles bei diesem Menschen unter der Haut los ist. Oft sind die Dinge, die Sünden, die Verhaltensweisen nur ein Symptom für viel tiefere Verletzungen, Probleme usw.
Gehe mit Gefühl ran! Sei vorsichtig!
Vor allem...du und ich...wir sind kein bisschen besser als der Gegenüber...
Achte auf dich...richte nicht...du könntest bald derjenige sein der Hilfe...der KATARTIZO braucht.
Was hilft am besten...uns selbst einzuordnen?
Dass wir nicht zu viel von uns Denken?
Haben wir in den letzten Wochen schon so oft gehört in dieser Predigtreihe...
Auf Gott schauen...wer er ist...dann kommen wir uns plötzlich nicht mehr so wichtig vor, oder?
Auf das Evangelium schauen...uns erinnern aus was ER uns gerettet hat...dann kommen wir uns nicht mehr so toll vor, oder?
Und dem Heiligen Geist Raum geben...IM GEIST WANDELN...dass ER diese Frucht in uns bewirkt. AMEN?
CONCLUSION
CONCLUSION
Wir sind am Ende der Predigt.
Ich möchte ganz persönlich werden.
Vielleicht bist du im Loch.
Vielleicht bist du am Ende angekommen und kannst nicht weiter.
Und du schämst dich vielleicht sogar dafür?
Du hast ja oft genug gesehen und erlebt wie Gott mächtig gewirkt hat...aber irgendwie kannst du es dieses Mal nicht glauben.
Ich darf dir heute sagen...Gott ist nicht BÖSE auf dich.
Er ist nicht gereizt wegen dir.
Er ist nicht frustriert mit dir.
Er möchte sich dir offenbaren...in seiner Sanftmut.
Ja du weißt wie Mächtig er ist.
Dass er Stürme in der Hand hält.
Dass er die Erde zum Beben bringen kann.
Dass er mit Feuer verzehren kann.
Er möchte dich aber heute daran erinnern, dass er aber Sanftmütig ist...dass er mit dir noch nicht durch ist. Dass er mit dir noch etwas vor hat!
“Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen; wahrheitsgetreu wird er das Recht hervorbringen.” Jesaja 42:3
Vielleicht kennst du Gott gar nicht.
Vielleicht bist du hier zum ersten Mal oder kommst erst seit kurzem und kannst Gott noch nicht so wirklich einordnen.
Ich darf dir sagen...das ist DER Gott...der bereit war...trotz unserer Sünde in diese Welt zu kommen und Sanftmut zeigen.
PRAUTES: Sanftmut... eine freundliche, gütige und gnädige Haltung, die frei von Härte oder Aggression ist.
Eine PRAUTES/Sanftmut...
Stärke ohne Härte – Er kam ruhig, beherrscht und gütig, auch wenn wir ihn mit unserer Sünde herausgefordert haben. Er kam in Nachsicht, Geduld und Milde im Umgang mit uns Schwächeren.
Er kam aus seiner Stärkeren, Höheren Position, auf Augenhöhe des schwächeren..UNS...er ließ sich herab und demütigte sich bis in den Tod um uns den Weg zu ihm zu öffnen!
DAS IST DIE SANFTMUT GOTTES...DAS IST DIE SANFTMUT JESU!
Das ist der Gott der dich ruft und dich retten möchte!
(An uns alle die Sanftmut leben sollen)
Und ich weiß nicht wie es dir geht wenn du dass hörst...aber wenn ich darauf schaue...plötzlich will ich auch so sein...
Paulus beschreibt es so...
Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.
2 Co 3:18
Umso mehr wir in das Wort schauen...umso mehr wir sehen wie Gott ist...umso mehr wir sehen wie Christus ist...umso mehr werden wir verwandelt in sein Bild.
Umso ähnlicher werden wir ihm.
Durch den Heiligen Geist...der diese Frucht in uns bewirkt.
Jesus selbst sagt...wie wir in Matthäus gelesen haben:
lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig
Ich möchte das mehr...Amen?
Du auch?
Das wir hier auf einander mehr achten...dass wir einander mit einem Geist der Sanftmut behandeln, weil wir nicht unter die Haut sehen können...weil wir alle nicht zu viel von uns selbst halten und einander höher achten als uns selbst?
Boah! Was eine Gemeinde das wäre! Amen?
Lasst uns das ins Gebet mit nehmen und den Heiligen Geist bitten uns immer mehr zu verwandeln! Amen?
Wir singen jetzt ein Lied und gehen dann ins Gebet!
AMEN!
