Amos - Gerechtigkeit - Wahre Anbetung zeigt sich in gerechtem sozialen Handeln
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BIBELTEXT
BIBELTEXT
14 Sucht das Gute, nicht das Böse! So werdet ihr leben.
Dann wird der Herr, der Gott Zebaot,
mit euch sein, so wie ihr es gesagt habt.
15 Hasst das Böse, liebt das Gute!
Setzt euch ein für das Recht im Tor!
Vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaot,
dann Mitleid haben mit dem Rest vom Haus Josef.
ICH
ICH
Persönliches Erlebnis, Idee, Frage, Vorstellung, Gefühle
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WIR
WIR
Eine emotionale Gemeinsamkeit mit dem Publikum finden
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HAUPTPUNKT (Bottom Line):
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
Wahre Anbetung zeigt sich in gerechtem sozialen Handeln
Amos vermittelt ein wesentlicher Zug von Gottes Charakter und Handeln: Dass sich an der Seite der Armen und Unterdrückten stellt.
TRANSITION:
TRANSITION:
Was genau das Problem war und wie Amos die Sünden von Israel aufdeckt, werden wir kurz schauen.
Vorweg aber, zwei Dinge können wir beachten, wenn wir die Botschaft der kleinen Propheten lesen:
1. Hosea und Joel als Einführung:
1. Hosea und Joel als Einführung:
Die Botschaft der zwölf kleinen Propheten ist nicht umsonst so geordnet, wie sie in der Bibel steht.
Sie sprechen gezielt unterschiedlichen Themen an, wo Israel versagt, ihre Berufung zu leben.
Die ersten zwei Propheten dienen als eine Art Einführung.
Hosea spricht von der Treue und Liebe Gottes für seine Menschen.
Joel fordert sie auf zur Umkehr, wenn es noch Zeit ist, denn Gott ist Gnädig und Langmutig.
Wenn nun die anderen Propheten ganz hart und gezielter über die Sünden von Israel sprechen, sollen die Leser einfach wissen und verstehen, dass die angekündigte Anschuldigungen und Strafen, das Ziel haben, die Menschen zurück zu Gott zu führen. Zurück zu dem Gott, der in seiner Treue und Liebe, sie retten und wiederherstellen will.
2. Exkurs prophetische Texte:
2. Exkurs prophetische Texte:
Wenn wir die prophetische Texte lesen, sind wir oft mit Botschaften von Strafe und Gericht konfrontiert.
Menschen haben etwas böses getan oder sie haben Gottes Gebote gebrochen. Dann kamen die Propheten und kündigten irgendwelche Naturkatastrophen, Exil oder Krieg als Strafe für die Sünde des Volkes.
Wir lesen das heute und es ist sehr leicht, dass wir diesen Muster für uns persönlich übernehmen: viele verstehen dann ihre Krankheiten, Problemen, Schlechtes Wetter, Unfälle oder Naturereignisse als Straffe Gottes über ihr Leben.
Da steckt natürlich eine Gefahr, dass wir eine Strafe Gottes sehen, wo keine Strafe wirklich gibt.
Amos hat an einer Stelle folgendes geschrieben:
7 Denn Gott, der Herr, tut nichts,
ohne seine Absicht vorher mitzuteilen.
Er sagt sie seinen Knechten, den Propheten.
Ich denke, das ist ein wichtier Hinweis für uns, dass wir nicht alle persönliche Schicksalsschläge einfach beliebig als Strafe deuten und uns ein Kopf machen, wenn die Zufälligkeit des Lebens uns erreicht.
Krankheiten, Unglück und Katastrophen können ja manchmal Konsequenzen von eigener Unverantwortlichkeiten oder Sünden sein, Folgen von der Bosheit/Dummheit von anderen Menschen. Meistens treffen sie uns aber nicht gezielt als Strafe von Gott. Es ist oft die Zufälligkeit des Lebens.
Wenn etwas als eine Vergeltung Gottes gedeutet werden soll, wird Gott dies ganz deutlich vorher ankündigen, mit der Aufforderung zur Umkehr, durch eine Person, die deutlich dazu berufen wurde, dies zu tun.
Ich denke, das ist ein wichtiger Hinweis, damit wir verstehen, dass bestimmte historisch punktuelle Sachen, die wir bei den Propheten lesen, nicht einfach bellibig auf heute anwenden … obwohl … wir schon bestimmten Prinzipien für uns heuten ziehen können und Facetten von Gottes Carakter kennen lernen können, die für unser Glauben heute relevant sind.
GOTT
GOTT
Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.
Wer war Amos?
Wer war Amos?
1 In diesem Buch stehen Worte des Amos.
Er war Schafzüchter und stammte aus Tekoa.
Was er verkündet hat, sah er in Visionen über die Zukunft Israels.
Zu seiner Zeit war Usija König von Juda
und Jerobeam, der Sohn des Joasch, König von Israel.
Die Visionen hatte Amos zwei Jahre vor dem Erdbeben.
Im Kapitel 7 beschreibt Amos kurz, wie seine Berufung war:
14 Da antwortete Amos und sagte zu Amazja:
»Ich bin kein Prophet! Ich bin auch kein Schüler eines Propheten!
Ich habe Rinder und züchte Maulbeerfeigen.
15 Doch der Herr hat mich von der Herde weggeholt.
Der Herr hat zu mir gesagt: ›Geh nach Israel!
Dort sollst du als Prophet gegen mein Volk auftreten!‹
Wann hat er gewirkt?
In der Zeit als Jerobeam II König von Nordreich war.
760 (Erdbeben) -750 v.Chr. - Vor dem assyrisches Exil (722 v.Chr.)
Amos, ein Schafhirte aus Juda (Südreich), ein normaler Arbeiter. Kein Berufsprophet, der nur dies in seinem Leben gemacht hat, wie fast alle anderen. Amos wird von Gott berufen, sein Beruf und seine Heimat für eine Weile zu verlassen und nach Israel (Nordreich) zu gehen, und dort Gottes Botschaft zu verkünden.
Dort soll er in der Hauptstadt Samaria das Gericht über König und Volk ankündigen. Seine Botschaft richtet sich vor allem gegen die Oberschicht, die sich durch Bestechung und Gewalt bereichert und den Armen vernachlässigt (3,9–11; 4,1–3; 5,10–12). Amos kritisiert aber auch die Gottesdienste, die trotz böser Taten für ein gutes Gewissen sorgen sollen (4,4–6; 5,21–24).
Die Botschaft von Amos
Die Botschaft von Amos
2 Er sagte:
»Der Herr brüllt vom Zion her,
und aus Jerusalem donnert seine Stimme.
Das Weideland der Hirten verfällt in Trauer,
und die Bergwiesen des Karmel vertrocknen.«
Die Anschuldigung der Nachbarländer
Die Anschuldigung der Nachbarländer
Als Amos began seine Botschaft zu verkünden, sprach er im ersten Moment nicht gegen Israel, sondern er verurteilt zunächst die Nationen, die Israel umgeben, für ihre Unmenschlichkeit:
3 So spricht der Herr:
Damaskus hat drei Verbrechen begangen,
und vier machen seine Schuld voll.
Darum nehme ich mein Gerichtswort nicht zurück …
Der Ausdruck "wegen DREI Verbrechen ... und wegen VIER …” wird siebenmal wiederholt … wenn er die Verbrechen einer bestimmten Nation beschreibt.
KARTE
Syrien (Damaslus) hat das Gebiet von Gilead brutal verwüstet (Amos 1:3).
Die Philister (Gaza) und die Nation Tyrus überfielen ganze Dörfer der Israeliten und verkauften die Menschen an die Edomiter (Amos 1:6).
Edom (Brudervolk) hat die Israeliten bösartig angegriffen und unschuldiges Blut vergossen (Amos 1:11).
Die Ammoniter führten Krieg um ihr Gebiet zu erweitern. In Gilead haben sie sogar schwangeren Frauen mit einem Messer den Bauch aufgeschlitzt.
Moab wird beschuldigt das Grab des Königs von Edom zu entweihen (Amos 2:1).
Amos wendet sich auch gegen seiner Heimat Juda zu und verurteilt sie nicht nur, weil sie Gottes Gesetze brechen (Amos 2:4).
Amos verurteilt jede Nation, die Israel geografisch umgibt.
Genau auf so ein Gericht Gottes über die Bosheit der Nachbarnländern haben die Israeliten erwartet —> Der erwünschte Tag des Herrn. Der Tag, wo Gott Israel von seinen Feinden befreit. Ein Tag der Freude und des Sieges.
Amos aber warnt sie:
18 Wehe euch, die ihr den Tag des Herrn herbeiwünscht!
Was versprecht ihr euch denn vom Tag des Herrn?
Der bringt nur Finsternis und kein Licht.
Anschuldigungen gegen Israel
Anschuldigungen gegen Israel
Amos bringt dann die Anschuldigung Gottes gegen Israel … die dreimal länger und intensiver ist als alle anderen:
6 So spricht der Herr:
Israel hat drei Verbrechen begangen, und vier machen seine Schuld voll.
Darum nehme ich mein Gerichtswort nicht zurück.
Denn sie verkaufen den Gerechten für Geld
und den Armen zum Preis von einem Paar Schuhe. (Unterdrückung wegen Kleinschulden)
7 Ja, sie trampeln auf Hilflosen herum,
die schon im Staub am Boden liegen.
Und Bedürftige räumen sie aus dem Weg. (Missbrauch und Gleichgültigkeit)
Vater und Sohn gehen zu demselben Mädchen
und entweihen damit meinen heiligen Namen. (Unmoralisches Handeln)
8 Neben jedem Altar liegen sie auf Kleidern,
die sie als Pfand von den Armen genommen haben.
Im Haus ihres Gottes trinken sie Wein,
den sie von Strafzahlungen gekauft haben.
Das sind die ersten Anschuldigungen zusammengefasst in diesem ersten Teil des Buches.
Im weiteren Verlauf werden diese Anschuldigungen weiter aufgegriffen und drastischer beschrieben:
7 Doch sie verkehren das Recht in Bitterkeit.
Und die Gerechtigkeit ziehen sie in den Dreck.
Diese beide Worte sind bei den zwölf kleinen Propheten sehr wichtig:
Gerechtigkeit: zedakah – Gerechte Beziehungen zwischen Menschen, unabhängig von sozialer Unterschiede, die Gnade und Barmherzigkeit als Fundament hat. Es ist der ethisch Standart, anderen Menschen als Ebenbild Gottes zu behandeln.
Recht (Rechtschaffenheit): mischpat – Ausgleichendes Recht – Stärkendes Recht - Das eintreten gegen Ungerechtigkeit, das eintreten für schwachen Menschen in der Gesellschaft - ganz gezielt auf ausgenutzte Menschen zuzugen und ihnen zu helfen. Soziale Strukture so ändern, dass Ungerechtigkeit verhindert wird.
Genau diesen Auftrag hat Israel vernachlässig:
10 Wer im Tor für das Recht eintritt, den hassen sie.
Und sagt einer die Wahrheit, verabscheuen sie ihn.
11 Ihr fordert Pachtzinsen von dem Hilflosen
und verlangt hohe Abgaben an Getreide von ihm.
12 … Ihr treibt den Unschuldigen in die Enge.
Im Tor lasst ihr euch mit Geld bestechen,
um die Klagen der Wehrlosen abzuweisen.
13 Darum schweigt der Kluge in dieser Zeit,
denn es ist eine schlimme Zeit.
In den Toren der Städte wurde damals viele öffentlichen Angelegenheiten verhandelt:
hier wurden Verträge abgeschlossen
Verhandlungen von Produkten
Es war einer Art Rathaus und Gerichtshof - Streitigkeiten wurden an den Toren einer Stadt ausgetragen und die Ältesten sollten dann Gericht gehalten.
Es war der Sammelort von Menschen, dnen ihren Recht verweigert wurde, wenn sie ihre Löhne nicht bekamen, wenn sie sich selbst als Sklaven verkauften mussten, um ihre Familien zu ernähren, die Witwen, die keine Nahrung hatten …
Amos kritisiert genau das: Die Reichen und Einflussreichen unterdrücken die Schwachen im Tor, indem sie Bestechungsgelder nehmen oder Recht verdrehen. Und die Ältesten, die eigentlich da waren, um sich für das Recht der Armen einzusetzen … blieben still.
Amos krisitiert auch (Kap 6) die Menschen, die in Luxus wohnen, sich die teuersten Häuser und Möbel kaufen, ständig große Partys feiern, sich besaufen … erfüllt von Hochmut … sie kümmert sich aber nicht, dann ihre Nachbarn kein Haus und kein Essen haben.
Leere Religiosität
Leere Religiosität
Nicht nur die Vernachlässigung der Gerechtigkeit.
Amos deckt auch die heuchchelei der Gottesdienste der Israeliten.
Erstmal haben die Leute damals Opfer und Gottesdienst für anderen Götter gefeiert:
Aschera (Sex)
Anat (Krieg)
Baal (Wetter)
Die Propheten hat den König und die Anführen gewarnt, sie sollen damit aufhören. Denn die Anbetung zu diesen Götter führt das Volk immer zur Ungerechtigkeit und Egoismus.
Der König taten aber nichts dagegen. Sie forderten das Volk noch mehr, sich an solche Götter zu wenden.
Sie wussten aber … sie lagen falsch.
Um ihr Gewissen zu beruhigen und bei Gott trotzdem gute Karten zu bekommen, feierten sie vorbildlich die Gottesdienste im Tempel.
Und genau diese Heuchelei entlarvt Amos.
Er beschreibt, wie sie treu an den religiösen Versammlungen teilnehmen; Opfergaben bringen, und dabei die Armen vernachlässigen und Ungerechtigkeit ignorieren.
21 Ich hasse, ja ich verabscheue eure Feste,
und eure Gottesdienste mag ich nicht riechen –
22 auch wenn ihr mir Brandopfer darbringt.
Ich habe keinen Gefallen an euren Speiseopfern.
Und euer Mastvieh, das ihr zum Abschluss als Opfer darbringt,
soll mir nicht unter die Augen kommen.
23 Lasst mich in Ruhe mit dem Lärm eurer Lieder!
Auch euer Harfenspiel mag ich nicht hören!
Ihre Religiosität dient nur dazu, dass sie ihr Gewissen beruhigen. Es verändert ihre Herzen nicht. Ihre Gottesdienste bringen sie nicht Gott näher.
Tatsächlich hasst Gott ihre Anbetung, weil es nichts damit zu tun hat, wie sie die Menschen wirklich behandeln.
Gott sagt, dass durch eine echte Beziehung zu ihm die Beziehungen zu anderen Personen verändert werden sollte.
Amos kündigt Gottes Gericht über Israel
Amos kündigt Gottes Gericht über Israel
Amos schaut sich das alles an und fragt:
Ist das die Familie, die in Ägypten versklav wurde und nach Gerechtigkeit gerufen hat?
Ist das die Familie, die in Ägypten versklav wurde und nach Gerechtigkeit gerufen hat?
Diese Perversionen sowohl der Religion, Gerechtigkeit als auch der Menschlichkeit waren genau das, was Gott wovon Gott sie befreit hat, als er sie aus der Sklaverei in Ägypten befreite (Amos 2:9-10).
Dass Israel genau das tut, wovon sie früher befreit wurde, ist nicht nur tragisch und heuchlerisch, sondern eine totale Ablehnung von Gottes Gnade, der sie gerettet hat.
Also verspricht Gott, sie zur Verantwortung zu ziehen:
2 »Euch allein habe ich erwählt
aus allen Völkerscharen der Erde.
Darum ziehe ich euch zur Verantwortung
für alle Vergehen, die ihr begangen habt!«
Sie sollen ein Segen für die Welt sein. Stattdessen, sind sie so ungerecht und böse geworden, wie die Nachbarländer.
Eine große Berufung bringt mit sich eine große Verantwortung. Israel hat versagt.
Amos listet dann viele Dinge, die Gott geschehen ließt, um das Volk von ihren Sünden wach zu machen:
Finanzkrisen, Hunger, Trockenheit, Ernteverlust, Plagen …
12 … Doch ihr habt das Recht in Gift verwandelt
und die Frucht der Gerechtigkeit in Bitterkeit.
Sie haben sich nicht verändert. Sie wollten nicht Umkehren …
Amos sagt ganz konkret voraus, dass eine mächtige Nation kommen wird und Israels Städte erobern, dezimieren und die Menschen ins Exil führen wird. (6,14)
14 … Ich werde ein fremdes Volk gegen euch aufstellen.
Das wird euch in die Enge treiben,
von Lebo-Hamat bis hin zum Toten Meer.
Und wir wissen, dass seine Vorhersage in Erfüllung gegangen ist.
Etwa 40 Jahre später fiel das assyrische Reich in Israel ein und tat genau das, was Amos gesagt hatte.
Amos sagt was Gott vom Volk will
Amos sagt was Gott vom Volk will
Verteilt im ganzen Buch, sagt Amos immer wieder was Gott sich von seinem Volk wünscht, um ihre Berufung als seinen Volk zu erfüllen:
1) Gott suchen (seine Willen suchen)
1) Gott suchen (seine Willen suchen)
4 Ja, so spricht der Herr zum Haus Israel:
Sucht mich, so werdet ihr leben!
5 Sucht nicht den Tempel von Bet-El!
Und geht nicht ins Heiligtum von Gilgal!
Auch nach Beerscheba sollt ihr nicht pilgern!
…
6 Sucht den Herrn, so werdet ihr leben!
Wenn sie Den Tag des Herrn entkommen wollen … wenn sie Leben wollen und Frieden und Wohlstand im Land haben wollen, sollen sie zuerst … Gott suchen.
Gott suchen hießt damals … Im den Tempel Gottesdienste zu feiern.
Als sich das nördliche Königreich vom südlichen Juda löste, errichtete sein König zwei neue Tempel in Bet-El und Gilgal, weil sie nicht mehr in den Tempel in Jerusalem gehen dürften.
IN diesen beiden Tempel haben sie die Gottesdienste (Opferrituale) für Gott gefeiert, aber auch für die anderen Götter (Aschera, anat und Baal)
Gott fordert sie auf .. ihn zu suchen…
… aber nicht in den Tempel. Nicht mit Gottesdienste …
Sondern … er fordert sie …
2) Gutes zu tun
2) Gutes zu tun
14 Sucht das Gute, nicht das Böse! So werdet ihr leben.
Dann wird der Herr, der Gott Zebaot,
mit euch sein, so wie ihr es gesagt habt.
15 Hasst das Böse, liebt das Gute!
Setzt euch ein für das Recht im Tor!
Vielleicht wird der Herr, der Gott Zebaot,
dann Mitleid haben mit dem Rest vom Haus Josef.
Gott zu suchen … heißt nicht noch mehr oder größere Gottesdienste zu feiern, sondern das Gute suchen. Sich für die Gerechtigkeit einzusetzen … “sich für das Recht im Tor der Stadt stark zu machen.”
das Gute lieben …
Diese Aussagen stehen genau in der Mitte vom Buch … di sind sehr zentral für Amos.
Als Amos die Gottesdienste der Israeliten kritisiert sagt das:
24 Vielmehr soll das Recht wie Wasser strömen und Gerechtigkeit wie ein Bach, der nie versiegt.
Recht und Gerechtigkeit als Synonym fürs Leben …
Bild von Wasser und einem Bach, der nie versiegt.
Wir kennen hier uns Berger Bach:
Das Besondere an einem Bach ist seine Rolle als kleines, fließendes Gewässer, das sich durch seine geringere Größe und Breite von einem Fluss unterscheidet und eine wichtige Rolle in der Landschaft spielt, da es der Natur und lokalen Lebensräumen dient. Bäche sind oft die Quelle vieler Ökosysteme, sind sehr artenreich, passen sich der Topografie der Umgebung an und können durch die Vielzahl an Kleinstlebensräumen eine hohe Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren beherbergen.
Amos fordert Israel dazu, sich für soziale Gerechtigkeit stark zu machen … denn da liegt ihre Rettung und ihre Berufung.
Wenn die Sünde das Land wie eine Flut bedeckt hat, muss Israel ihre Berufung wiederherstellen, die Erde mit Anbetung Gottes und Liebe zueinander zu überfluten.
Wenn Israel ihre Berufung so erfüllt, werden sie Rettung und Leben erfahren.
Evangelium und Soziale Gerechtigkeit?
Evangelium und Soziale Gerechtigkeit?
Ja, soziale Gerechtigkeit ist Gottes Anliegen. Und es ist teil der Gute Nachricht Gottes für die Welt durch Jesus.
Anbetung (Gottesdienst) und Gerechtigkeit gehen Hand in Hand.
Die Anbetung Israels für anderen Götter brachte Ungerechtigkeit.
Israel sollte die Anbetung zu den Wahren Gott wiederherstellen, in dem sie sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen. Die Fürsorge für die Armen ein Zeichen des aufrichtigen und wahren Glaubens.
In Jakobusbrief werden wir auch ständigt dazu aufgefordert:
20 Du Dummkopf! Verstehst du denn nicht:
Ein Glaube, der sich nicht in Taten zeigt, ist nutzlos!
Wir haben as Thema letztes Jahr schon durchgemacht.
Jesus selbst sagt an mehreren stellen, dass seine Jünger sich um die Armen kümmern sollen:
13 Wenn du zu einem Mahl einlädst, lade vielmehr Arme, Verkrüppelte, Gelähmte und Blinde ein.
14 Glückselig wirst du sein, denn sie können dir nichts zurückgeben! Du wirst aber deinen Lohn bekommen, wenn Gott die Gerechten vom Tod auferweckt.«
In Matthäus 25 sagt Jesus, das Kriterium für die Erlösung sind die Taten der Gerechtigkeit.
34 Dann wird der König zu denen rechts von sich sagen:
›Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet!
Nehmt das Reich in Besitz, das Gott
seit der Erschaffung der Welt für euch vorbereitet hat.
35 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben.
Ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben.
Ich war ein Fremder, und ihr habt mich als Gast aufgenommen.
36 Ich war nackt, und ihr habt mir Kleider gegeben.
Ich war krank, und ihr habt euch um mich gekümmert.
Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.‹
Erste Bewegung der Gemeinde: Soziale Gerechtigkeit
Erste Bewegung der Gemeinde: Soziale Gerechtigkeit
Interessant, dass als der Heilige Geist am Pfingsten ausgegossen wurde … die erste große Bewegung der Gemeinde war nicht spenden für Kirchengebäude zu sammeln, sondern Ressourcen zu verteilen, damit soziale Gerechtigkeit geschieht.
Christen erfahren den Heiligen Geist als eine Kraft, die ihnen drängt, sich für das Recht einzusetzen.
Die Gerechtigkeit von Jesus ist nicht nur einen neuen religiösen frommen Zustand, sondern eine Kraft, die sie verändertet und sie verpflichtet, für Gerechtigkeit auch für anderen zu streben.
13 … Denn ihr wart tot, und jetzt lebt ihr.
Stellt die Glieder eures Körpers in den Dienst Gottes –
sie sollen die Werkzeuge seiner Gerechtigkeit sein.
Waffen der Gerechtigkeit
DU
DU
Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.
MAIN POINT
MAIN POINT
Soziale Gerechtigkeit ist auch Gottesdienst
Amos vermittelt ein wesentlicher Zug von Gottes Charakter und Handeln: Dass sich an der Seite der Armen und Unterdrückten stellt.
Das ist gute Nachricht
Das ist gute Nachricht
Es ist eine gute Nachricht, dass Gott Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit nicht ertragen kann. Es ist eine gute Nachricht, dass Gott seine ganze Macht und seinen Zorn gegen Unterdrücker, Menschenhändler und Korrupte einsetzen wird.
Die große Machthaber dieser Welt … die ihre Machspielchen machen … Krieg verursachen, die Menschen mit ihre Finanzspielchen unterdrücken, Menschen verhungern lassen … Gott wird sie richten.
Wenn du Opfer von Ungerechtigkeit bist, steht Gott auf deiner Seite.
Jesus kommt bald wieder und wird gegen das Böse in all seinen Formen kämpfen (Offenbarung 19,11).
Am Kreuz zeigte Jesus uns bereits ein Bild von Gottes Gerechtigkeit gegen das Böse.
Deshalb zeigt die Offenbarung Jesus in einem blutgetränkten Gewand (Offenbarung 19,13) - ein Symbol nicht nur für sein Blut am Kreuz, sondern auch als Warnung für alle, die seinen Kindern schaden.
Zusammenfassung:
Die Kernbotschaft ist Hoffnung für Unterdrückte: Gottes Gerechtigkeit mag langsam erscheinen, aber sie ist sicher.
Jesus' Kreuz und seine Wiederkunft garantieren, dass kein Böses ungestraft bleibt und jedes Opfer, das zu ihm ruft, Gerechtigkeit erfahren wird.
Gott ist auf der Seite der Schwachen und wird gegen ihre Unterdrücker kämpfen.
