Stolz und Demut
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Connected Andacht 30.08
Connected Andacht 30.08
Einleitung: Was ist unser Problem
Einleitung: Was ist unser Problem
GrFrage: Was ist die Ursprungssünde dieser Welt?
Oder auch was war die erste Sünde auf dieser Welt?
Stolz
Ein Tag im Leben eines Jugendlichen – wenn alles um „mich“ kreist
Ein Tag im Leben eines Jugendlichen – wenn alles um „mich“ kreist
Der Wecker klingelt. Erster Gedanke: „Ich will nicht aufstehen.“ Kein Gedanke an Gott, kein kurzer Dank. Es geht nur darum, was ich will – und das ist: noch liegen bleiben.
Aufstehen. Das Handy liegt griffbereit. Noch bevor man den ersten Satz mit irgendwem gesprochen hat, ist man schon drin in der Welt: Nachrichten, Videos, Reels. Alles dreht sich darum, was mir jetzt gerade gefällt, was mich unterhält. „Hab ich Lust das zu schauen? Oder das?“ Entscheidungen, die sich nur um meine Laune drehen.
Frühstück: „Worauf habe ich heute Lust?
Auf dem Weg: Kopfhörer rein, Musik oder Podcast – aber keine Zeit, mit Gott zu reden.
Dann geht der Tag weiter.
„Ein Freund hat mich gefragt, ob ich ihm beim Umzug helfen kann? Naja ehrliche Antwort: ich habe gar keine Lust.
„Bibel lesen wäre auch mal wieder dran, aber ich habe heute morgen zu lange im Bett gelegen, aber bin gerade zu müde. Dass kann ich auch morgen machen.
„Mach ich jetzt die Hausaufgaben… oder noch eine Stunde ans Handy?“
Alles läuft nach dem Muster: Was will ich gerade?
Abends hängt man wieder am Handy oder PC.
Gott hat bis hierher keinen Platz gehabt – außer vielleicht ein kurzer Gedanke: „Eigentlich hätte ich heute in der Bibel lesen können… aber ich bin zu müde.“
Vielleicht kann ich aber noch eine Folge von der Serie gucken, die ich gestern angefangen habe?
Dann, kurz vorm Einschlafen, noch ein Gebet wie ein „Haken hinter die Pflicht“:
„Danke Gott für den Tag, hilf mir morgen. Amen.“
Ende
wahrscheinlich kennen die meisten solche Situationen
tagtäglich sind wir gefangen
gefangen sich mit sich selbst zu beschäftigen
Fachsprache: expressiven Individualismus:
selbest liebe
Selbstverwirklichung,
Das “Ich” ist das wichtigste
der beste Tag ist der Tag, wo es mir richtig gut geht
alles andere ist erstmal egal, Hauptsache “ICH”
Klingt erstmal gar nicht so schlimm
Meiner Meinung nach ist es eine Katastrophe
Ein bekanntes historisches Beispiel: Friedrich Nietzsche.
berühmter Philosoph: Gott ist tot
Er lehnte die Demut des Christentums ab und stellte den „Übermenschen“ in den Mittelpunkt, der sich selbst durch Stärke, Wille und Stolz erhebt.
Übermensch könnte selbst bestimmen, was gut und böse ist.
brauch keine göttliche Hilfe und Gnade
“Ich-kann-selbst” zentrum
es war die radikale Form der Selbstvergöttlichung
Sein Lebenswerk war geprägt von einer Philosophie, die Gott und Gnade ablehnte.
Tragisch ist, dass Nietzsche selbst im Alter geistig zerbrach und in Wahnsinn verfiel.
Manche sehen darin eine Spiegelung seiner eigenen Überhebung: Er wollte Gott ersetzen, konnte aber die Last nicht tragen.
Er öffnete damit die Tür zu:
Arroganz,
Selbstzentriertheit
subtiler Perfektionismus.
Augustinus Stolz die Ur-Sünde
Thomas von Aquin nannte Stolz die „Wurzel aller Sünden“.
Ich gehe den Gedanken mit, deshalb das Thema
Wir alle erleben Stolz
Beispiele:
„Meine Meinung ist die richtige, die anderen verstehen es nur nicht.“ (Quasi die meisten Diskussionen, viel streit mit den Eltern oder auch in der Ehe)
„Warum sollte ich mich entschuldigen? Der andere ist doch schuld.“ (Es ist ja immer der andere Schuld)
„Oh man ist der unangenehm (cringe), aber wenigstens bin ich nicht so “
Der kennt mich doch überhaupt nicht, warum sollte ich mir von dem was sagen lassen. (gerade in den letzten Jahren enorm/ kein Mensch hat mir was zu sagen)
Warum sollte ich Gott nach Hilfe fragen? Ich weiß doch selbst, was gut ist.
Wir alle erleben Stolz – aber wir wissen nicht, wie wir gesund, damit umgehen sollen.
Hauptteil:
Hauptteil:
1. Stolz: Der Bruch zwischen Gott und Mensch
1. Stolz: Der Bruch zwischen Gott und Mensch
Gott schuf diese Welt
er schuf auch den Menschen
bis zu diesem Zeitpunkt, war die Beziehung von Gott und Menschen noch gut
positive Beziehung
Gott gab den Menschen dieses eine Verbot:
Gen 3
3 1 Die Schlange war listiger als all die Tiere, die Jahwe-Gott gemacht hatte. Sie fragte die Frau: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ 2 „Natürlich essen wir von den Früchten“, entgegnete die Frau, 3 „nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: ‚Davon dürft ihr nicht essen – sie nicht einmal berühren –, sonst müsst ihr sterben.‘ “ 4 „Sterben?“, widersprach die Schlange, „sterben werdet ihr nicht. 5 Aber Gott weiß genau, dass euch die Augen aufgehen, wenn ihr davon esst. Ihr werdet wissen, was Gut und Böse ist, und werdet sein wie Gott.“
6 Als die Frau nun sah, wie gut von dem Baum zu essen wäre, was für eine Augenweide er war und wie viel Einsicht er versprach, da nahm sie eine Frucht und aß. Sie gab auch ihrem Mann davon, der neben ihr stand. Auch er aß.
Der Teufel (Schlange) wird in der Bibel auch der Vater aller Lügen genannt (Johannes 8,44).
Erstmal Zweifel:
Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?" (1. Mose 3,1)
Die Lüge:
4 „Sterben?“, widersprach die Schlange, „sterben werdet ihr nicht. 5 Aber Gott weiß genau, dass euch die Augen aufgehen, wenn ihr davon esst. Ihr werdet wissen, was Gut und Böse ist, und werdet sein wie Gott.“
Prozess:
1. Zulassen des Zweifels an Gottes gutem und wahrem Wort.
Glauben der Schlange mehr als Gott
2. Misstrauen gegenüber Gott seinem Charakter und seinen Motiven.
Vielleicht hat Gott uns angelogen, weil sonst so wären wie er
3. Stolze nach Selbstvergottung und Autonomie. (Nietzsche)
Sein wie Gott (Wer will das nicht)
4. Diese innere Haltung führte dann zum äußeren Akt des Ungehorsams.
erst ab dem Zeitpunkt sieht man die Sünde wirklich
Davor war sie im Kopf/ Gedanken
6 Als die Frau nun sah, wie gut von dem Baum zu essen wäre, was für eine Augenweide er war und wie viel Einsicht er versprach, da nahm sie eine Frucht und aß.
Paulus wenn er von der Sünde spricht:
Sagt: Es fang an Mit einem Gedanken und wenn wir ihm viel Raum geben und nicht direkt abwehren. Entsteht daraus die Sünde.
Habe mir die Frage gestellt: Was ist unser Problem?
Wir glauben alle den Lügen des Teufels (Forsthausfreizeit/ Armdrücken Teufel und Jesus)
Die Lüge wenn es um Stolz geht heißt: Wir könnten so sein wie Gott (Ich schaff das schon, so schlecht bin ich doch nicht)
Vorlesen:
Die allererste Ursprungssünde war die bewusste Entscheidung, Gottes Wort und Gottes Charakter infrage zu stellen und stattdessen das eigene Ich und seine Begierden zur höchsten Autorität zu erheben.
Medaille, mit zwei Seiten:
Erste Seite der Medallie ist: Misstrauen, weil man anfängt Gott nicht mehr zu glauben
Zweite Seite der Medialle: Stolz
man könnte über Gott sein
seine eigenen Grenzen machen
sich keinem unterzuordnen (man selbst steht über allem)
die beiden Seiten die zum Ungehorsam führten.
Die Tiefe des Problems
Wenn man Stolz nicht angeht, reicht er tiefer, als wir oft meinen:
Beziehungsdimension: Stolz trennt Menschen voneinander, weil er keine Schwäche zulässt.
Adam und Eva (schuld auf den anderen geschoben)
man richtet den Blick von den anderen Menschen weg (dabei sollen wir unseren nächsten Lieben)
Im Gemeindedienst sehr oft bei mir:
Der Gedanke: Oh man, hätte ich das gemacht, wäre es viel besser gewesen
Predigt gelobt: innerlich sehr viel Stolz (Pastoren problem)
Funny Beispiel: Wisst ihr ich kann halt auch viele Dinge richtig gut. Das meiste was ich mache funktioniert. Naja, klingt bisschen abgehoben, aber ist halt die Wahrheit
Haha: Die meisten von euch müssten in diesem Moment genau diesen Bruch gespürt haben, den man bekommt, wenn Menschen Stolz sind.
ehrliche Antowrt: keiner mag Stolze Menschen
Unser Zeit macht das: Glaub an dich selbst/ Du kannst alles schaffen
Gesellschaftliche Dimension: Stolz erzeugt Machtmissbrauch, Ungerechtigkeit, Krieg und Zerstörung.
Machtmissbrauch: Diktatoren wie Hitler (Massenmorde, Unterdrückung, Verfolgung)
Krieg: Nationalstolz, verletzter oder übersteigerter Stolz
Geistliche Dimension: Stolz trennt den Menschen von Gott, weil er sich selbst genügen will.
Gott schafft den Menschen, der Mensch will aber Gott nicht (Er will selbst Gott sein)
Der erste Moment, wo der Mensch sein könnte wie Gott (auch wenn es eine Lüge war)
tut er genau das
In der Bibel wird Stolz immer wieder mit Untergang verbunden: „Stolz kommt vor dem Sturz, und Hochmut kommt vor dem Fall“ (Sprüche 16,18).
Jakobus 4,6: "Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade."
Mein Fazit ist:
Wenn es Gott gibt und er diese Welt und auch den Menschen geschaffen hat, dann ist Stolz genau das was er nicht will.
Denn Stolz erhebt den Menschen und stellt sich über Gott oder besser gesagt, lässt Gott weg.
Deshalb ist Stolz die Ursünde
Stolz sagt dir: Du bist Gott
Doch die ehrliche Antwort ist: Es stimmt nicht
Du bist es nicht. Keiner von uns, ist so wie Gott
Genau das musste Nietzsche erfahren
einfach gestorben/ am Ende irre geworden
nach einem Gott klingt das nicht
Und genau deshalb, sollten wir gegen Stolz ankämpfen.
2. Kampf um unsere Demut
2. Kampf um unsere Demut
Der Kampf gegen Stolz ist ein lebenslanger Weg.
Stolz = Standardmodus
Der Mensch ist darauf ausgerichtet sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen
Warum das gefährlich ist
Warum das gefährlich ist
Wenn man so lebt, denkt man: „Alles normal, ich mach doch nichts Böses.“ Aber genau darin liegt die Falle.
Stolz macht blind –
man merkt gar nicht, wie sehr das Leben nur um einen selbst kreist.
ICH
Stolz macht taub –
man hört Gottes Stimme nicht mehr, weil man ständig nur das hört, was man selbst will.
man höft aber auch die Stimme der Familie und Freunde nicht mehr
Stolz macht leer –
am Ende des Tages bleibt ein Gefühl: Ich hab gelebt, aber nicht wirklich für Gott.
Auch freunde habe ich übersehen (jeder weiß genau wie gut es ist, wenn man anderen hilft)
Die Situation: Die kaputte Hausparty
Stell dir vor, eine Gruppe von Jugendlichen ist bei einem Freund zu Hause, während dessen Eltern nicht da sind. Es wird laute Musik gehört, und im Eifer des Gefechs stößt jemand (nennen wir ihn Tom) versehentlich eine teure Vase der Eltern um. Sie zerbricht.
Der impulsive, erste Gedanke aller: Verstecken! Wegräumen! Nichts sagen!
Jetzt treten zwei innere Haltungen gegeneinander an:
1. Der Weg des Stolzes (Weg von Adam und Eva)
1. Der Weg des Stolzes (Weg von Adam und Eva)
Was passiert? Tom steht da, das Herz klopft. Sein Stolz und seine Angst schlagen sofort zu:
"Alle werden mich für einen tollpatschigen Idioten halten." (Angst vor Bloßstellung)
"Wenn das rauskommt, bin ich hier unten durch." (Angst vor Statusverlust)
"Mein Freund wird super sauer sein, ich will keinen Ärger." (Angst vor Konfrontation)
Seine Handlung: Er tut das, was der Stolz ihm rät. Er sagt: "Pssst! Niemand sagt was! Wir räumen das schnell weg und tun so, als wäre nichts passiert. Vielleicht merken sie es ja nicht."
Das Ergebnis: Alle machen mit. Es herrscht eine angespannte, unruhige Stimmung. Jeder ist Komplize geworden. Die Freundschaft basiert jetzt auf einer Lüge. Jeder lebt in der Angst, dass es irgendwann auffliegt. Der Gastgeber kann seinen Eltern nicht mehr in die Augen sehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Der Stolz hat sie isoliert und in eine ständige Verteidigungshaltung getrieben.
2. Der Weg der Demut
2. Der Weg der Demut
Was passiert? Tom steht da, das Herz klopft. Aber er erinnert sich an einen besseren Weg.
Er kämpft gegen seinen Stolz an und entscheidet sich für Demut.
Demut bedeutet hier: Mut zur Wahrheit, auch wenn es wehtut. Respekt vor dem Eigentum der Eltern seines Freundes. Wertschätzung der Freundschaft, die mehr wert ist als sein eigenes Image.
Seine Handlung: Er atmet tief durch und sagt zu seinem Freund: "Hey, [Name des Freundes], tut mir leid, das war meine Schuld. Ich habe deine Vase umgestoßen und sie ist kaputt. Es war ein Unfall. Ich werde das mit deinen Eltern regeln. Ich werde mich bei ihnen entschuldigen und für eine neue bezahlen oder das Geld dafür verdienen."
Das Ergebnis:
Sofort: Erstaunen, dann riesiger Respekt in der Gruppe. Alle sind erleichtert, dass jemand die Verantwortung übernimmt.
Für den Freund: Zwar ist er sauer über die kaputte Vase, aber er ist megastolz auf einen Freund, der so ehrlich und geradeaus ist. Das stärkt das Vertrauen zwischen ihnen immens.
Für Tom: Er muss zwar die Konsequenzen tragen (zahlen, arbeiten, sich entschuldigen), aber er kann danach mit einer reinen Weste und einem freien Gewissen dastehen. Er hat nichts zu verstecken.
Für die Gruppe: Sie erleben live, dass Ehrlichkeit und Demut zwar zunächst mutig sein müssen, aber am Ende befreien und wahre Gemeinschaft aufbauen.
Beispiel Ende
Demut widerspricht unserer Natur.
Aktiv gegen unseren Ego
bewusst für Gottes Wahrheit entscheiden.
Stolz fühlt sich wie Stärke an, Demut wie Schwäche:
Unsere Kultur interpretieren Demut oft als:
Schwäche,
Unterwürfigkeit
mangelndes Selbstwertgefühl.
Stolz erscheint dagegen als Stärke und Selbstsicherheit.
Es erfordert enormes Vertrauen in Gott, um sich für das vermeintlich "Schwächere" zu entscheiden.
Demut hingegen ist die Haltung, die andere höher achtet als sich selbst (Römer 12,10) und damit erst echte, selbstlose Liebe (caritas) möglich macht.
Deshalb ist Demut das Gegenmittel für Stolz
Beispiel: Ein Mensch in der Bibel würde nicht "stolz auf seinen Acker" sein, sondern sich freuen und Gott danken für die gute Ernte, die Gott geschenkt hat (5. Mose 8,18: "Denn du sollst gedenken, dass der HERR, dein Gott, dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben").
das ganze Prinzip der Demut, ergibt nur Sinn, wenn man auch wirklich an Gott glaubt.
Ansonsten hat man recht. Wenn es Gott nicht gibt, dann ist man selbst das wichtigste und Demut ist relativ gar nicht so wichtig
Unser Welt wird Stolz (positiv) und Hochmut (negativ) unterschieden.
in der Bibel nur ein Wort
1. Korinther 1,31: "Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!"
Philipper 4,4: "Freut euch in dem Herrn allewege! Abermals sage ich: Freut euch!"
Die Freude an Gottes Taten ersetzt den "Stolz" auf die eigenen.
Gedanken zum Nachdenken
Gedanken zum Nachdenken
Stellt euch mal vor, ihr würdet euer Leben wie ein Tagebuch aufschreiben.
Wie oft entscheidet ihr nach dem, was ihr wollt?
Und wie oft fragt ihr wirklich: „Jesus, was willst du?“ Wir kann ich helfen?
Vielleicht merken wir: Stolz ist nicht nur ein Problem von „den anderen“, sondern steckt tief in jedem von uns.
Deshalb mein Wunsch für Connected:
Jeder immer wieder anfängt sein Herz zu prüfen
Und wir hier ein Ort haben, wo wir lernen in Demut zu leben
3. Blick auf Jesus
3. Blick auf Jesus
Das größte Vorbild der Demut ist Jesus Christus selbst:
Der allmächtige Gott, der in Jesus Mensch wurde, einem Kind diente, sich von Jüngern die Füße waschen ließ und schließlich am Kreuz für die Sünden anderer starb (Philipper 2,5-8).
Seine Demut war nicht Schwäche, sondern die größte Demonstration seiner wahren Stärke und Liebe.
Jesus lebte das genaue Gegenteil von Stolz: Demut, Hingabe, Dienst.
Er wusch seinen Jüngern die Füße (Johannes 13), obwohl er Gott war.
Er suchte nicht Macht, sondern kam „um zu dienen und sein Leben zu geben“ (Markus 10,45).
Er erniedrigte sich selbst bis zum Tod am Kreuz (Philipper 2,5–11).
Demut ist der Weg von uns Christen.
Die Abkehr vom Ich (Kenosis):
Dies ist der radikalste Schritt.
Es bedeutet, das eigene Ich, seine Ansprüche, sein Recht, seinen Ruhm bewusst zurückzustellen – genau wie Christus, der „sich selbst entäußerte“ (Philipper 2,7).
Jesus hätte allen Recht zu sagen, aber ich muss ja nicht. Zum Glück war Jesus nicht stolz
Die Anerkennung der Wahrheit:
Demut ist nicht, sich selbst schlecht zu machen.
Es ist, die Wahrheit über sich selbst vor Gott anzuerkennen.
Ich erkenne an, dass ich Geschöpf und nicht Schöpfer bin.
Ich erkenne an, dass alles, was ich habe und bin, eine Gabe Gottes ist (Begabung, Leben, Erlösung).
Ich erkenne an, dass ich Sünder bin und der Vergebung bedarf.
Das aktive Vertrauen auf Gott:
Demut sagt: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe“ (Lukas 22,42).
Sie überträgt die Kontrolle von sich selbst auf Gott und vertraut darauf, dass sein Plan besser ist.
Der Weg, Stolz zu überwinden, liegt nicht in Selbstverachtung, sondern in Demut, Dankbarkeit und einer tiefen Abhängigkeit von Gott.
Wie sollten Christen gegen Stolz angehen?
Demut einüben
Andere höher achten als sich selbst (Philipper 2,3: Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,
Zuhören lernen, statt immer im Recht sein zu wollen.
Dankbarkeit pflegen
Alles als Geschenk sehen, nicht als Eigenleistung.
Ein dankbares Herz lässt weniger Raum für Überheblichkeit.
Schwäche zulassen
Paulus schreibt: „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2. Korinther 12,10).
Stolz zerbricht, wenn man lernt, Abhängigkeit zuzulassen.
Vergebung üben
Stolz hält fest an Verletzungen, Demut lässt los.
Freund von mir
kämfpt seit 8 jahren damit/ hat nie gelernt zu vergeben und loszulassen.
Ich habe Recht
Gebet und Hingabe
Im Gebet bekennen, dass man Gott braucht.
Ja ich glaube, hilf meinem Unglauben
