Die Großen 5: Glaube und Wissenschaft

Die großen 5  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Es gibt keinen Konflikt zwischen dem Glauben und der Wissenschaft, sondern zwischen den Fundamenten (Naturalismus & Theismus), die uns klar machen, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.

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1. Die Indizien - Was wäre ein möglicher Konflikt zwischen dem Glauben und der Wissenschaft?

Wir sind mitten in der Themenreihe “Die großen 5”. Es geht um die großen 5 Spannungsfelder zwischen Glauben und Gesellschaft. Beim letzten Mal ging es um Sexualität und was uns als Christen bei diesem Thema wichtig ist. Heute geht es um Glauben und Wissenschaft. Inwiefern stehen Glaube und Wissenschaft in Konflikt? Was ist das Spannungsfeld zwischen diesen beiden? Bevor ich tiefer in das Thema einsteige möchte ich dich fragen: Hast du dich schon einmal gefragt, ob du verrückt bist? Also ich meine jetzt nicht wegen der Marotten, die jeder von uns so hat, sondern wegen deines Glaubens. Ich habe mich das schon öfter gefragt. Bin ich eigentlich verrückt, weil ich daran glaube, dass es einen Gott gibt? Dass er seinen Sohn auf diese Welt gesandt hat und er gestorben und wieder auferstanden ist? Lebe ich in einem Wahn? Viele Menschen haben diese Vorstellung von uns Christen. Denn für sie ist es so, dass jede neue Erkenntnis der Wissenschaft den nächsten Nagel in den Sarg Gottes haut. Es ist egal ob es dabei um ein größeres Verständnis von dieser Welt geht oder um historische Untersuchungen, die scheinbar etwas aus der Bibel widerlegen. Umso mehr wir die Welt verstehen, umso mehr Macht wir über sie dadurch bekommen, umso größer scheint die Klarheit zu sein: Es gibt keinen Gott. Wir hauen Nagel für Nagel in seinen Sarg mit jeder neuen Erkenntnis. Mit jedem Machtzuwachs wird Gott immer kleiner und unwichtiger. Umso größer wir werden umso kleiner wird Gott. Aber warum ist das so? Die Wissenschaft basiert auf Fakten und der Glaube nicht. Der Glaube wird als etwas gesehen, dass sich jeder Faktenlage entzieht. Es gibt keine Beweise für den Glauben. Es gibt Gefühle, die den Glauben untermauern, Gedanken, die sich mit ihm auseinandersetzen, Erlebnisse, die wir in einer Glaubensgemeinschaft machen, aber Fakten? Gibt es Fakten, die für den Glauben sprechen? Hier liegt das große Missverständnis. Es ist auch ein Missverständnis, dem wir als Christen manchmal erliegen, weshalb wir uns manchmal auch selbst fragen: Bin ich eigentlich verrückt? Wenn es keine Indizien, keine Hinweise auf einen Gott gäbe, dann würde auch niemand daran mehr als 2000 Jahre nach der Geburt Jesu daran glauben. Dann wäre der Glaube schon nicht mehr da. Dann hätten Leute wie Dawkins recht, die behaupten, dass der Glaube eine Wahnvorstellung, eine Krankheit ist, die ausgemerzt werden muss. Wenn der Glaube kein Fundament hätte, dann wäre dieses Gedankenhaus schon lange eingestürzt und eingerissen. Warum sollten wir in unserer aufgeklärten Gesellschaft glauben?
Ja, der Glaube hat etwas mit unseren Gefühlen zu tun. Ja, der Glaube hat Auswirkungen auf unsere Gedankenwelt. Ja, der Glaube ist etwas, das wir auch erleben. Aber der Glaube entzieht sich nicht jeder Faktenlage. Als gläubige Christen dürfen wir den Anspruch haben, dass unser Glaube auf Fakten baut, denn unser Glaube ist Vertrauen mit Grund. Mir ist es wichtig, dass mein Glaube mich überzeugt, nicht nur weil ich etwas fühle oder erlebe, sondern weil er wahr ist. Weil er ein Fundament hat, das trägt. Weil auch die Indizien dafürsprechen, dass es einen Gott gibt und Jesus gelebt hat und wieder auferstanden ist. Wenn es Nichts gäbe, dass dafürspricht, dann wäre es Wahn, verrückt oder auch Geisteskrank. Dann würden allein meine Gefühle, Erlebnisse und Gedanken darüber bestimmen, ob es wahr ist oder nicht. Das wäre doch wenig überzeugend, oder? Die Bibel selbst spricht davon, dass sie auf Fakten beruht.
Johannes 20,30–31 ZB 2007
Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese hier aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und dadurch, dass ihr glaubt, Leben habt in seinem Namen.
Die Bibel selbst ist ein Indiz dafür, dass es einen Gott gibt. Sie ist ein Indiz dafür, dass Jesus gestorben und wieder auferstanden ist. Die Bibel hat einen historischen Anspruch an sich und ihre Berichte von Jesus. Das schreibt nicht nur Johannes, sondern genauso Lukas.
Lukas 1,1–4 ZB 2007
Schon viele haben es unternommen, über das, was unter uns geschehen und in Erfüllung gegangen ist, einen Bericht abzufassen nach der Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. So beschloss auch ich, nachdem ich allem von Anfang an sorgfältig nachgegangen war, es der Reihe nach für dich aufzuschreiben, verehrter Theophilus, damit du die Zuverlässigkeit der Lehren erkennst, in denen du unterrichtet wurdest.
Der Glaube ist nicht nur blind. Der Glaube hat Indizien, die dafürsprechen, dass er wahr ist. Hätten wir über irgendeine andere Person ein Buch, dass so detailliert über sein Leben berichtet, dann würde man es als einen der größten Funde der Menschheitsgeschichte betrachten. Nur weil die Person, die im Fokus dieses Buches steht Jesus ist, wird in Frage gestellt, ob das wirklich stimmt. Und ich kann es verstehen, denn es braucht auch Glauben, aber es gibt starke Indizien dafür, dass der Glaube wahr ist. Wir müssen nicht so tun als wären wir verrückt, weil wir an Jesus glauben. Es spricht einiges dafür. Der Glaube ist sogar die Grundlage dafür, dass die Wissenschaft, wie wir sie heute kennen existiert:
»Die Menschen begannen wissenschaftlich zu forschen, weil sie Gesetze in der Natur erwarteten, und sie erwarteten Gesetze in der Natur, weil sie an einen Gesetzgeber glaubten.« - C.S. Lewis
Wenn aber die Indizien nicht das Problem sind, was ist es dann?

2. Der eigentliche Konflikt - Was sind die Fundamente, die im Konflikt stehen?

Das Problem ist das Fundament. Das Fundament von dem wir bei der Betrachtung der Welt ausgehen, schafft den Konflikt. Es ist kein Konflikt zwischen Wissenschaft und Glaube, denn die Wissenschaft hat kein Problem mit dem Glauben. Die Wissenschaft kann sogar dazu führen, dass die Indizien, die für den Glauben sprechen, stärker werden. Antony Flew, ein berühmter Wissenschaftler und lange Zeit bekennender Atheist, wurde durch seine Forschung gläubig:
»Mein ganzes Leben beruhte auf dem Prinzip von Platons Sokrates«, schreibt Antony Flew in Zusammenhang mit seiner Kehrtwende vom Atheismus zum Theismus. »Folge dem Beweis, wohin immer er führt.«
Er führte ihn zum Glauben. Das Problem hat nicht die Wissenschaft, sondern die Wissenschaftler. Es ist wie in vielen Situationen des Lebens: Nicht die Umstände, sondern die Menschen haben den Konflikt. Die Theorie vom Urknall, dem Ursprung des Lebens, die Entwicklungen der Schöpfung sind kein Argument gegen einen Gott. Für manche wird in dieser Komplexität erst deutlich, dass es einen Schöpfer braucht. Die Frage ist: Was ist mein Fundament? Wovon gehe ich aus? Was ist meine Grundannahme des Lebens?
Ein Bild, dass davon spricht, wie sich das Fundament unseres Lebens, auf alles auswirkt, was wir darauf bauen, gibt uns Jesus in Lukas 6,47-49
Lukas 6,47–49 ZB 2007
Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt – ich will euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist einem Menschen gleich, der, als er ein Haus baute, tief aushob und das Fundament auf Fels legte. Als dann Hochwasser kam, riss die Flut an jenem Haus, und sie vermochte es nicht zu erschüttern, weil es gut gebaut war. Wer sie aber hört und nicht danach handelt, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf den Erdboden baute, ohne Fundament. Als dann die Flut daran riss, stürzte es sogleich ein; und der Einsturz jenes Hauses war gross.
Wir können ein Fundament haben, dass trägt. Ein Fundament, dass tief verankert ist und uns Sicherheit gibt, wenn es stürmt. Wir können ein Fundament haben, für das extra ein Loch ausgehoben wurde, das Arbeit gemacht hat, das bewusst gelegt wurde, und das auch im Sturm hält. Wir können aber auch ein Fundament haben, dass einfach nur auf dem baut, was da ist. Ich baue einfach mein Haus darauf. Ich ziehe meine Lebenswände einfach auf dem Boden hoch, der schon unter mir ist, ohne mich groß damit zu beschäftigen und dann stürzt mein Haus in den Stürmen des Lebens ein. Wichtig zu wissen ist: Jeder von uns hat ein Fundament! Die Frage ist: Was ist dein Fundament? Gibt es einen Gott, oder nicht? Ist alles nur Zufall, oder gibt es mehr als das?
Das eine Fundament geht davon aus, dass das Universum alles ist. Es gibt nichts darüber hinaus. Nur das Hier und jetzt zählt. Das Leben ist ein großer Zufall. Kein Sinn. Kein Plan. Alle Erklärungen, alles was wir brauchen, finden wir in ihr. Das Fundament ist diese Welt. Die Welt ist alles. Mit dem Tod ist alles zu Ende. Dieses Denken nennt sich Naturalismus. Allein die Welt, das Universum, die Natur existiert. All ihre Vielfältigkeit, Komplexität, Schönheit ist reiner Zufall. Ich finde das irgendwie ein ziemlich deprimierendes Fundament. Was gibt dir Hoffnung? Was gibt dir Halt? Was trägt dich, wenn die Welt um dich herum zusammenfällt? Wie oft dieses Fundament ins Wanken gerät, erleben wir im Großen und im Kleinen tagtäglich. Wie bedroht dieses Fundament durch Stürme und Überflutungen ist, hören wir jeden Tag in den Nachrichten. Alles ist Zufall.
Dem gegenüber steht das Fundament, dass es mehr gibt. Für Antony Flew war für den Aufbau eines neuen Fundaments zwei Dinge zentral:
„Der eine war mein wachsendes Verständnis für die Ansichten Albert Einsteins und anderer wichtiger Wissenschaftler, dass es eine Intelligenz geben müsse, die hinter all der Komplexität des physischen Universums steht. Der zweite Faktor war meine eigene Erkenntnis davon, dass die Komplexität selbst – die viel komplexer ist als das physische Universum – nur erklärt werden kann, wenn man eine intelligente Quelle annimmt.“ - Antony Flew
Es gibt mehr. Es gibt einen Plan. Es gibt einen Designer. Das zweite Fundament, der Theismus, sagt: Es hat jemand gewirkt. Es ist kein Zufall. Es steckt mehr hinter dem, was uns umgibt. Die Natur, das Universum sind keine Zufallsprodukte. Wenn das einzige Argument, was gegen Gott spricht, auf einem glücklichen Zufall beruht, dann ist es zu wenig um zu überzeugen. 1. Mose 1beschreibt es wie folgt:
Genesis 1,1 ZB 2007
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Gott schuf Himmel und Erde. Es gibt eine Idee. Die Erschaffung aus dem Nichts hat einen Vordenker. Dieser Vordenker hat nicht nur die Welt vorgedacht, sondern das Leben, was in diesem Universum, auf dieser Welt existiert. Er hat sich Gedanken gemacht, wie die Welt in sich funktioniert, wie der Mensch in ihr funktioniert und wie auch du und dein Leben funktionieren können. Mit der Schöpfung war es für diesen Schöpfer jedoch nicht vorbei, sondern er hat nie aufgehört an seinem Plan mit dieser Welt festzuhalten und alles dafür zu tun, dass er aufgeht! Es ist ein Fundament, dass ermutigt, Sinn gibt und Leben prägt. Es ist kein Zufall, sondern diese Welt ist gewollt. Du bist gewollt. Und wir gehen nicht nur von einem kreativen und schöpfenden, sondern sogar liebenden Gott aus, der die Welt in Liebe schuf und auch dich liebt. Das ist doch ein hoffnungsvolles und ermutigendes Fundament, oder? Zufall und Plan stehen sich gegenüber.
Wenn wir die Schöpfung mit einem Garten vergleichen, dann denken die Naturalisten, das ist alles zufällig so angeordnet, dass es passt und funktioniert und von uns denken sie, dass wir an Feen glauben, die im Garten umherfliegen. Das können wir auch gerne machen, aber das macht sie noch nicht real. Wenn wir auf den Garten schauen, dann sehen wir seine Schönheit und Pflege und suchen nach dem Gärtner und Besitzer dieses Gartens. Wir wollen ihn kennenlernen, weil er einen Plan für diesen Garten zu haben scheint, den wir verstehen wollen. Was bedeuten diese Fundamente aber für dich? Welchen Einfluss haben sie auf dein Leben? Welches ist sandig und welches steinig? Bist du ein Zufall oder gewollt?

3. Die Folgen - Was sagen sie darüber aus, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen?

Wissenschaft und Glaube sind kein Widerspruch, sondern die Frage ist, auf welchem Fundament baut dein Leben, welche Schlussfolgerungen ziehst du aus dem, was du in dieser Welt entdeckst. Bei der Suche danach wie Dinge funktionieren, spielt es keine Rolle, ob man an einen Gott glaubt oder nicht. Es spielt aber eine Rolle, wenn es darum geht, wie die Dinge entstanden sind und wer wir als Menschen sind. Welche Rolle nehmen wir in dieser Welt ein? Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?
Die eine Seite sagt: Diese Fragen sind doch klar zu beantworten: Wir sind zufällig die intelligentesten Säugetiere dieses Planeten. Die Welt ist durch Zufall so, wie sie ist. Wir sind 80 Jahre hier und dann wieder Weg. Es gibt keinen Sinn, kein Ziel. Du lebst für dich! Du lebst, um deine Bedürfnisse zu stillen. Du lebst eigentlich nur, damit unsere Art erhalten bleibt. Liebe ist nur eine chemische Reaktion deines Körpers auf bestimmte Reize. Die Natur ist ein Zufallsprodukt. Du bist ein Zufallsprodukt und was daraus folgt, beschreibt Paulus:
Römer 1,19–23 ZB 2007
Sie hätten ja vor Augen, was von Gott erkannt werden kann; Gott selbst hat es ihnen vor Augen geführt. Denn was von ihm unsichtbar ist, seine unvergängliche Kraft und Gottheit, wird seit der Erschaffung der Welt mit der Vernunft an seinen Werken wahrgenommen; es bleibt ihnen also keine Entschuldigung. Denn obwohl sie Gott erkannten, haben sie ihm nicht die Ehre gegeben, die Gott gebührt, noch ihm Dank gesagt, sondern sie verfielen mit ihren Gedanken dem Nichtigen, und ihr unverständiges Herz verfinsterte sich. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren, und sie tauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes gegen das Abbild eines vergänglichen Menschen, gegen das Abbild von Vögeln, Vierfüsslern und Kriechtieren.
Ohne Gott steht etwas anderes im Leben an erster Stelle. Der Mensch selbst, die Schöpfung sind das höchste Gut. Zum einen bedeutet das: Wir sind die Größten und Wichtigsten. Es gibt keine größere Gewalt oder Richtlinie, die uns begrenzt. Wir sind grenzenlos. Unsere Selbstbezogenheit, unserem Egoismus sind keine Grenzen gesetzt und unser Herz verfinstert sich. Wir akzeptieren Dinge, die wir nicht akzeptieren sollten: Klimakatastrophe, Kriege, Hunger, Armut, Ausbeutung und vieles, vieles mehr. Zum anderen bedeutet das, dass der Zerfall der Schöpfung und die Endlichkeit des Lebens unsere größte Herausforderung ist. Die Erde stirbt. Wir werden älter. Der Tod kommt näher. Das macht Angst. Das lässt uns verzweifeln. Wir tun alles dafür, dass unser Leben länger wird. Wir halten an diesem Leben, an dieser Welt fest. Wir umklammern sie. Wir umklammern unser Leben, unser Geld, unseren Erfolg, unser Glück. Paulus beschreibt das mit dem Nichtigen. Wir sind so sehr auf unsere Vergänglichkeit, unser Wohlergehen fokussiert, dass wir das Wichtige in diesem Leben verpassen.
Selbst ich als Christ umklammere oft dieses Leben, diese Welt. Ich möchte dieses Leben ganz auskosten. Ich möchte alles erleben und Nichts verpassen. Ich möchte so lange wie möglich hier sein. Ja, auch ich habe Angst, aber in meiner Angst finde ich halt. In meiner Angst finde ich Hoffnung. Ich kann meine Umklammerung loslassen, denn ich weiß: Ich bin kein Zufall. Dieses Leben ist nicht belanglos. Mein Leben wurde geplant. Mein Leben hat eine Bestimmung. Es hat ein Ziel! Und dieses Ziel wird mir klar durch Jesus Christus:
Römer 5,1–11 ZB 2007
Sind wir nun aus Glauben gerecht gesprochen, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn haben wir im Glauben auch Zutritt erhalten zu der Gnade, in der wir jetzt stehen, und seinetwegen rühmen wir uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Aber nicht nur dies: Wir sind auch stolz auf jegliche Bedrängnis, da wir wissen: Bedrängnis schafft Ausdauer, Ausdauer aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung. Die Hoffnung aber stellt uns nicht bloss, ist doch die Liebe Gottes ausgegossen in unsere Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben wurde. Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, für die damals noch Gottlosen gestorben. Nicht einmal für einen Gerechten will einer sterben – für eine gute Sache allenfalls mag einer sogar sein Leben aufs Spiel setzen –, Gott jedoch zeigt seine Liebe zu uns gerade dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Nun, da wir gerecht gemacht sind durch sein Blut, werden wir durch ihn erst recht bewahrt werden vor dem Zorn. Denn wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, dann werden wir jetzt, da wir mit ihm versöhnt sind, erst recht gerettet werden durch seine Lebensmacht. Aber nicht nur dies: Wir sind sogar stolz auf Gott durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
Durch Jesus habe ich Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Es ist eine Hoffnung, die nicht an diese Welt, an das Nichtige andockt, sondern über den Tod hinaus geht. Ich darf hoffen, dass mein Leben hier nicht zu Ende ist. Es ist eine Vorbereitung. Es ist ein Weg hin in die Ewigkeit. In Gottes Herrlichkeit. Ich kann meine Umklammerung um diese Welt lösen. Ich muss nicht alles erleben. Ich muss nicht alles sehen. Ich muss nicht alles haben, denn eines Tages werde ich alles erleben, sehen und haben, was es braucht. Eines Tages werde ich in der Herrlichkeit Gottes sein. Bedrängnisse, Nöte, Fragen müssen mich nicht verzweifeln lassen, denn in ihnen wird sich mein Glaube zeigen. In ihnen wird Gott wirken. Mein Leben muss nicht davon bestimmt sein, hier in dieser Welt meine Erfüllung zu finden, denn Gott erfüllt mich mit seiner Liebe. Ich muss mich nicht mit dieser Welt und den Umständen in ihr versöhnen, denn ich bin mit Gott versöhnt. Der Glaube löst unsere Umklammerung. Jesus Christus führt uns mit seinem Beispiel dazu, dass wir aufhören das Leben zu umklammern und ihn zu umarmen. Jesus spricht dir zu: Du bist kein Zufall. Diese Welt ist nicht alles. Du bist gewollt. Du darfst hoffen. Du bist versöhnt. Welche Umklammerung musst du lösen? Wo hältst du an dieser Welt fest? Lass los. Es warten Bestimmung, Liebe und Versöhnung auf dich.

Kindersegnung

Das Leben hat eine Bestimmung. Wir sind gewollt. Unser Leben ist gewollt. Und es gibt immer wieder Momente in denen wir das als Gemeinde ausdrücken. Momente in denen neues Leben entsteht und wir es feiern, dass Gott dieses Leben geschenkt hat. Ein solcher Moment ist, wenn wir Kinder in unserer Gemeinde segnen. Das wollen wir heute tun. Wir wollen Lotta segnen. Wir wollen sie in unserer Gemeinde Willkommen heißen und dieses neue Leben feiern. Bei der Segnung wollen wir Lotta unter Gottes Schutz stellen und ihr all das Gute zusprechen, das Gott für sie bereithält. Einerseits bekräftigt Betty, dass sie Lotta gemeinsam mit Gott aufziehen und erziehen möchten. Anderseits möchten wir uns als gesamte Kirche hinter Betty stellen und sie darin unterstützen. Dabei ist auch die Patenschaft eine schöne Tradition und eine gute Gelegenheit dem Kind weitere liebevolle Menschen für seinen Lebensweg zur Seite zu stellen. Wir wollen jetzt für Lotta beten und sie unter Gottes Segen stellen.
Segensverse vorlesen Lukas Petschelt Segensgebet Lukas Petschelt & Pate Segnungsgeschenk Eckart Rogge

Abstimmung

Warum jetzt?

Anerkanntes Gemeindegründungsprojekt des BEFG - Anerkannte Gemeinde des BEFG
Gemeindeentwicklung
Strukturen: Erweiterung und Umstrukturierung der Gemeindeleitung
Formate: Gottesdienste, Kleingruppen (Hauskreise, Interessengruppen wie Pfadfinder, Männertreffen, Frauentreffen, Mutterkindgruppe, etc.), Gebet, etc.
Mitarbeit: Können als Gemeinde selbstständig arbeiten -> Flaschenhals wird immer größer: Verteilung der Verantwortung auf mehrere Schultern
Finanzen: Haushalt von fast 100.00 €, Großteil durch Gemeindebeiträge und Spenden finanziert
Wo wir sind, ist Gemeinde!
Der BEFG
Ende der Förderung: bisher Förderung von ca. 10.000€ jährlich -> läuft dieses Jahr aus
Neue Projekte: gleichmäßige und stetige Entwicklung unserer Gemeinde braucht keine Planung, Führung mehr vom Bund -> Bisher Begleitung durch Mitarbeiter aus dem Bund (Veranwortlicher für Gemeindegründung ehem. Klaus Schönberg, jetzt Stefan Panter), Ressourcen sollen verschoben werden
Nächster Schritt: Bund will, das Gemeinden sich weiterentwickeln -> Selbstständigkeit als nächster Schritt zum Erwachsen werden

Warum Selbstständigkeit?

Unabhängigkeit
Selbstbestimmung: Mietverträge, Arbeitsverträge, Anschaffungen werden selbstbestimmt -> Vorher immer Absprache mit dem Bund
Selbstverantwortung: Als Gemeinde sind wir selbst verantwortlich und stehen für uns ein -> Tragen uns selbst als Teil des Bundes, sind “Bundestag” Stimmberechtigt
Satzung und Wahlordnung: Teil des Prozesses -> Entwicklung Satzung und Wahlordnung
Mitgliedschaft: können Personen offiziell als Mitglieder aufnehmen -> Mehr Zugehörigkeit
Leitung: erste Wahlen einer Gemeindeleitung -> Mehr Vertrauen
Mitbestimmung: Mitgliederversammlungen und Beschlüsse als Gesamtgemeinde -> Mehr Transparenz

Warum wir?

Gemeinde = Menschen: Formate, Strukturen, Entwicklungen können für Selbstständigkeit sprechen, aber Gemeinde besteht aus Menschen
Unsere Perspektive: Wie nehmen wir die Gemeinde wahr? Ist es an der Zeit?
Unsere Stimme: Die Mehrheit muss dafür sein, damit wir diesen Schritt gehen können
Unser Bekenntnis: Deine Stimme für deine Gemeinde
Nicht ob, sondern wann: Wir müssen diesen Schritt gehen, die Frage ist: Wann?

Warum nicht mehr Gründung?

Gemeindegründungsstatus
Abhängigkeit: Bund als Schirmherr und Aufpasser, Mitbestimmung im Bund nicht möglich
Unklarheit: Was sind wir? Sind wir schon Gemeinde? Was fehlt noch?
Cool: Gemeindegründung sein ist cool

Was sind die nächsten Schritte?

Antrag des Dienstbereichs Mission auf Selbstständigkeit für unsere Gemeinde
Gemeinebeschluss für die Selbstständigkeit
Mitgliederentwicklung der letzten 5 Jahre
Haushalt der letzten beiden Jahre und Haushaltsvoranschlag für das nächste Jahr
Gemeindeordnung
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