SOLA GRATIA - Durch Gnade Allein

Notes
Transcript

Introduction

Text: 1. Samuel 14,25–46
Die Männer Israels waren aber sehr angestrengt an jenem Tag; und Saul beschwor das Volk und sprach: Verflucht sei der Mann, der Speise isst bis zum Abend, bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe! Da nahm niemand im Volk eine Speise zu sich.
Das ganze Land aber kam gerade in die Zeit der Honigernte, und Honig befand sich auf dem freien Feld. Als nun das Volk zu den Honigwaben kam, siehe, da floss der Honig; aber niemand nahm davon etwas mit der Hand zu seinem Mund; denn das Volk fürchtete sich vor dem Schwur.
Jonathan aber hatte es nicht gehört, als sein Vater das Volk beschwor; und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte ihn in eine Honigwabe und nahm eine Handvoll in den Mund; da wurden seine Augen munter. Aber einer aus dem Volk ergriff das Wort und sprach: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt: Verflucht sei der Mann, der heute Speise isst! – Das Volk aber war ermattet.
Da sprach Jonathan: Mein Vater hat das Land ins Unglück gebracht! Seht doch, wie munter meine Augen geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig zu mir genommen habe! Ach, wenn doch das Volk heute ungehindert von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hat! Wäre dann die Niederlage der Philister nicht noch größer geworden?
Doch schlugen sie die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon, obwohl das Volk sehr ermattet war. Und das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Schafe und Rinder und Kälber und schlachteten sie auf der Erde, und das Volk aß das Fleisch mit dem Blut.
Und man berichtete dies dem Saul und sprach: Siehe, das Volk versündigt sich an dem Herrn, indem es mitsamt dem Blut isst! Er sprach: Ihr habt treulos gehandelt! Wälzt sofort einen großen Stein zu mir her!
Und Saul sprach weiter: Zerstreut euch unter das Volk und sagt ihnen, dass jedermann seinen Ochsen und sein Schaf zu mir bringen soll; und schlachtet sie hier und esst dann, damit ihr euch nicht an dem Herrn versündigt, indem ihr das Fleisch mit dem Blut esst!
Da brachte das ganze Volk, jeder, was er zur Hand hatte, in [jener] Nacht herzu und schlachtete es dort. Und Saul baute dem Herrn einen Altar; das war der erste Altar, den er dem Herrn baute.
Und Saul sprach: Lasst uns bei Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und sie berauben, bis es heller Morgen wird, und niemand von ihnen übrig lassen! Sie antworteten: Tue alles, was gut ist in deinen Augen! Aber der Priester sprach: Lasst uns hier zu Gott nahen!
Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Willst du sie in die Hand Israels geben? Aber Er antwortete ihm nicht an jenem Tag.
Da sprach Saul: Es sollen alle Häupter des Volkes herzutreten und erforschen und sehen, an wem heute diese Schuld liegt!
Denn so wahr der Herr lebt, der Israel gerettet hat, wenn sie auch an meinem Sohn Jonathan wäre, so soll er gewiss sterben! Da antwortete ihm niemand vom ganzen Volk.
Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf jene Seite treten; ich und mein Sohn Jonathan wollen auf dieser Seite sein. Das Volk sprach zu Saul: Tue, was gut ist in deinen Augen!
Und Saul sprach zu dem Herrn, dem Gott Israels: Gib, dass die Wahrheit offenbar wird! Da wurden Jonathan und Saul getroffen; aber das Volk ging frei aus.
Und Saul sprach: Werft das Los über mich und meinen Sohn Jonathan! Da wurde Jonathan getroffen.
Und Saul sprach zu Jonathan: Sage mir, was hast du getan? Und Jonathan sagte es ihm und sprach: Ich habe nur ein wenig Honig gekostet mit der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, und siehe, ich soll sterben!
Da sprach Saul: Gott tue mir dies und das; Jonathan, du musst gewisslich sterben!
Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der Israel diese große Rettung verschafft hat? Das sei ferne! So wahr der Herr lebt, es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen; denn er hat an diesem Tag mit Gott gewirkt! So erlöste das Volk den Jonathan, dass er nicht sterben musste.
Und Saul ließ von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf, und die Philister zogen in ihr Land. 1 Sa 14:24–46.
Im 16. Jahrhundert standen Männer wie Martin Luther, Johannes Calvin und Ulrich Zwingli gegen das übermächtige System der Kirche in Rom.
Sie entdeckten neu, was Paulus schrieb: “Der Gerechte aber wird aus Glauben leben” (Röm 1,17).
Die Reformation brachte das klare Evangelium zurück: nicht durch Werke, nicht durch Sakramente, nicht durch SELBSTGERECHTIGKEIT – sondern allein durch Glauben, allein durch Gnade, allein in Christus.
Das wird ein Wort sein, welches wir heute mehrmals hören werden...SELBSTGERECHTIGKEIT.
Selbstgerechtigkeit ist die Haltung, die Einstellung, die Handlung in der ich meine das WENN ich gewisse Dinge EINHALTE, Gewisse Dinge TUE, gewisse Werke VOLLBRINGE...die nach MEINEM ermessen GUT sind, ich damit GERECHT werde.
Ich damit GUT WÄRE VOR GOTT...oder zumindest VOR MENSCHEN...durch mein Handeln, was besseres wäre.
Unser Text zeigt uns heute ein alttestamentliches Bild von einer ähnlichen falscher Religion: König Saul.
Eine Religion, die selbst WEISS das sie falsch ist. Und WEISS dass sie von Gott verworfen ist…aber durch fromme WERKE versucht dass zu verdecken.
Ein bisschen zu Background dieser Geschichte...
Im Kapitel davor, muss das Volk Israel in den Krieg ziehen gegen ihre Erzfeinde: die Philister.
In der Vergangenheit, hat ihr erste König, Saul, große Siege vollbracht gegen Feinde Israels. Und wieder war es soweit...nur diesmal schien es eine Nummer zu viel.
Die warteten auf den geistlichen Führer Israels, Samuel...der ein Opfer bringen sollte bevor sie in den Krieg gehen. Nur ließ sich Samuel Zeit.
Saul als König...sieht wie das Volk...bzw die Armee...unruhig wird...wie einige schon Angst bekommen und nachhause fliehen und Saul bekommt Furcht...er muss handeln...denkt er...und er ergreift sich das Recht selbst das Opfer zu bringen.
Bisschen Führungsqualität zeigen...bisschen Eigeninitiative...
Kaum tut er das, kommt Samuel und ermahnt ihn dafür und sagte ihm dass durch dieses Vergehen gegen Gott...wird Saul von Gott verworfen...sein Thron wird nicht für immer bleiben...
WARUM?...Weil Saul sich entschieden hat, Gott zu SO dienen, nicht nach GOTTES Willen sondern nahm es selbst in die Hand und meinte entscheiden zu dürfen wie Gott geehrt und angebetet werden soll. Ein erster Akt oder Anzeichen von Selbstgerechtigkeit.
Saul zeiht weiter zum Schlachtfeld, in der eindeutigen Unterzahl...eigentlich Chancenlos.
Während das alles passiert, zieht Sauls Sohn Jonathan ein Überfall gegen die Philister ab, überrascht sie und gibt Israel praktisch den Sieg. Israel verfolgt die Philister und jagen ihnen Hinterher.

1 – Saul: Das Bild einer falschen Religion

Und HIER kommt Saul seine Selbstgerechtigkeit, seine WERKSgerechtigkeit wirklich zum Vorschein... Saul verkündet ein Gebot, das fromm klingt, aber das Volk schwächt und in Sünde treibt.
Genau so ist jede Religion, die auf menschlichen Werken beruht. Sie sieht geistlich aus, aber sie rettet nicht...sie schwächt...sie und sie führt zur Sünde...
Saul spricht ein Gebot:
1. Samuel 14,24: „Und die Männer Israels waren sehr angestrengt an jenem Tag; und Saul beschwor das Volk und sprach: Verflucht sei der Mann, der Speise isst bis zum Abend, bis ich mich an meinen Feinden gerächt habe! Da nahm niemand im Volk eine Speise zu sich.“
Was passiert?
Das Volk wird schwach, als Jonathan isst...löst es eine Lawine aus...die Menschen erkennen was für einen Unsinn dieses menschliche Gebot Sauls ist...ihnen wird erklärt, dass sie eigentlich frei sind... Sie sind aber von diesem Menschengemachten Gebot SO geschädigt, dass sie Gottes Gesetz brechen und essen das Fleisch mit dem Blut (V. 32–33). Das ist in der Bibel strengst verboten. Tiere mussten auf bestimmter Weise geschlachtet werden...das Blut muss ausgegossen werden und darf nicht gegessen werden von dem Menschen.
WARUM?
Weil die Bibel sagt, dass das Leben im Blut ist...und die Menschen dürfen die Tiere essen...ABER...wenn sie das Leben dieses Tieres nehmen...müssen sie symbolisch, das LEBEN...das Blut des Tieres rauslassen...und nicht selbst konsumieren...denn sie haben dem Tier das leben NICHT gegeben...es gehört ihnen nicht...es gehört Gott und deswegen sollen sie Gott ehren in dem sie es Symbolisch IHM zurückgeben.
Das ist auch der Sinn hinter der ganzen Opfergabe...wenn Tiere geopfert werden.
Saul wird von Gott verworfen. Er möchte aber vor dem Volk noch gut dastehen. Er möchte den Menschen beweisen, dass er ein GUTER Mensch ist...ein GEISTLICHER MENSCH...
Deswegen, um seine FRÖMMIGKEIT zu beweisen...befiehlt er, dass alle FASTEN müssen.
Wie Geistlich! Oder? Was gibt es frommer, als Fasten?
Fasten ist eine GUTE Sache an sich. Wenn es richtig angewandt wird.
Wenn es aber aus falschen Motiven passiert...aus Menschlichen bemühen GUT zu sein...GEISTLICH zu wirken...kann es noch so Fromm aussehen...es tut nichts außer die Menschen schwächen und zur Sünde führen.
Das Volk war so hungrig und müde...als sie begannen zu essen, waren sie nicht mehr in der Lage zu unterscheiden was Gottes Wille war und was Menschliches Gebot...und sie schmeißen ALLES über den häufen und rauben Gott die Ehre und essen selbst das Blut.
Das passiert oft in Sekten und Kults und Gemeinden die menschliche Gebote aufzwingen als Heils-Notwendige Dinge.
Saul sieht das, und jetzt muss er wieder den GEISTLICHEN GIGANTEN spielen...
Dann baut Saul seinen ersten Altar – nicht aus wahrer Liebe zu Gott, sondern um seine eigene Schande zu überdecken (V. 35).
Dann will er den Philistern weiter nachjagen und sie endgültig vernichten...Saul sagt “Bis MEINE Rache vollendet ist” Die Priester Übereden ihn Gott zu fragen...der Geistliche...Gerechte Saul...sagt “NATÜRLICH! Lass uns Gott fragen!”
Gott schweigt.
Saul wird nervös...er schiebt jetzt die Schuld auf das Volk...jetzt will er ermitteln wer Schuld ist. Er versucht mit aller Macht zu verstecken, dass ER von Gott verworfen wurde.
Er versucht mit allen Mitteln, die Schuld auf das Volk zu schieben, weil SIE das Gebot Sauls verbrochen haben...weil SIE blutiges Gleich gegessen haben...nach dem er sie aber dazu geführt hat.
Die Ermittlung stellt raus, dass sein eigener Sohn, Jonathan...der Israel diesen Sieg geliefert hat...dass Jonathan das Gebot Sauls als erster gebrochen hat.
Dieser Saul… ist bereit Jonathan zu töten...um SEIN Gesicht zu bewahren. Um zu zeigen was ein Gerechter Richter er ist, dass er seinen Sohn nicht mal schont.
Saul merkt es nicht, aber seine Selbstgerechtigkeit führt dazu dass er unbewusst GOTTES Stelle einnimmt…
Wer hat als erstes ein Essverbot ausgesprochen im Garten Eden?
Wer sagt “Rache ist mein”.
Wem soll ein Altar gebaut werden? Dass das Blut der Tiere vor ihm vergossen werden soll?
Wer soll richten wer lebt und wer stirbt?
Was Sünde ist und was nicht?
All das nimmt Saul in Anspruch für sich selbst. Warum? Weil er will vor dem Volk gut dastehen. ER will mit SEINEN Werken beweisen, dass ER gut ist.
Er ist von Gott verworfen, aber er will Gottes Gerechtigkeit nicht akzeptieren, er meint er hat nichts SO schlimmes getan, dass er verworfen werden soll…und er stellt seine Frömmigkeit jetzt umso mehr unter Beweis.
Fasten.
Sich rächen an seinen Feinden.
Altar bauen und Opfer bringen lassen.
Sogar SO gerecht dass er seinen Sohn nicht schonen wird.
So ähnlich ist das System Roms. Die katholische Kirche fügt menschliche Gebote hinzu: Fasten, Sakramente, Messopfer, Rosenkränze, Fegefeuer, Priester dürfen nicht heiraten, Nonnen und Mönche auch nicht.
So sind auch viele nicht katholische Christen…die Gebote den Menschen auferlegen, und Stück für Stück, bewusst oder oft unbewusst diese menschliche Gebote, zu Heils entscheidende Gebote machen.
Es scheint fromm zu sein. Es sieht heilig aus. Es bewirkt einen äußeren Schein der Geistlichkeit. Es fühlt sich so gottesfürchtig an, doch Paulus sagt:
»Rühre das nicht an, koste jenes nicht, betaste dies nicht!« – was doch alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt – Gebote nach den Weisungen und Lehren der Menschen, die freilich einen Schein von Weisheit (FRÖMMIGKEIT) haben in selbst gewähltem Gottesdienst und Demut und Kasteiung des Leibes, und doch wertlos sind und zur Befriedigung des Fleisches dienen. Col 2:21–23.
Genau wie Sauls Fluch lähmt diese Art von Religion das Volk Gottes.
Sie raubt Freude, sie raubt Kraft, sie bringt Menschen dazu, zu rebellieren und oft in ihrer Verzweiflung die Gottes Gebote zu brechen, weil sie nicht mehr fähig sind zu unterscheiden was von Gott ist und was Saul ihnen aufgezwungen hat. Und plötzlich gibt es keine Grenze mehr.
Das alles. Wirklich ALLES hat seinen Ursprung in der Sünde Sauls in den Kapitel davor und seiner Haltung, generell in seinem Leben. Er hat gesündigt, er tat das was er nicht durfte…und als Gott ihn darauf angesprochen hat, hat Saul es nicht eingesehen als “SO schlimm”... Sauls einzige Sorge war… “Ehre mich wenigstens vor dem Volk.” Wie er später in einer Ähnlichen Situation war.
Sag es wenigstens nicht den Leuten nicht. Ich will vor den Menschen gut dastehen. Blamiere mich nicht vor ihnen…egal was Gott über mich denkt!
DAZU führt WERKSgerechtigkeit!
DAS ist was Selbstgerechtigkeit ist! DAS ist was passiert wenn ich mich auf MEINE Werke verlasse!
Anderer Fallbeispiel.

2. David: Zerbrochene Buße findet Gnade

Jahre vergehen, Israel hat einen neuen König…David. Wie Saul, fängt David gut an. Israel expandiert unter seiner Herrschaft.
Er liebt Gott und Gott segnet ihn. Aber Zeit vergeht. David wird fahrlässig.
Die Bibel sagt “Es war die Jahreszeit in der üblich war dass die Könige in den Krieg zogen”…David schickt sein Armee, aber selbst bleibt zuhause im Palast.
Die Bibel sagt, dass irgendwann am Nachmittag steht David auf vom Bett, und geht auf sein Balkon.
Komischerweise kommt genau da die Versuchung, da wo wir nicht dort sind wo wir sein sollen, im kampfmodus, in der waffenrüstung, sondern da wo wir uns selbst chillige Zeit gönnen und lasch werden.
David geht auf den Balkon und schaut zu wie die Nachbarin badet. Holt sie rüber und schläft mit ihr…die Frau Uriah…einer seiner besten und treusten Soldaten.
Vorbei? Nein.
Sie wird schwanger von der Affäre. Was jetzt?
Ein Plan um es unter den Teppich zu kehren…David holt Uriah heim, in der Annahme dass ER mit Bathsheba schläft, dann weiß man ja später nicht wer der Vater ist.
Nur ist Uriah so treu…dass er sagt wie kann ich mir hier eine schöne Zeit gönnen, während Männer an der Front sterben. Er schläft vor seinem Haus draußen.
Blöd für David.
Also…
Neuer Plan… David schickt Uriah a die Front mit einer Nachricht a den General… Uriah bringt sein eigenes Todes Urteil selbst a die Front. Makaber oder?
Wird nach David seinem Wunsch in die schlimmste Ecke der Front gestellt und stirbt dort.
David nimmt Bathsheba zur Frau…und damit ist die Sache erledigt. Schreckliches Verbrechen oder? Viel schlimmer als das was Saul getan hat, aus rein menschlicher Sicht?
Wie bei Saul aber, spricht Gott durch den Prophet Nathan. Ermahnt David und spricht ein schreckliches Urteil. Saul verteidigte sich. David bekennt. Das ist der Unterschied. David tut Buße.
Dem Vorsänger. Ein Psalm Davids. Als der Prophet Nathan zu ihm kam, weil er zu Bathseba eingegangen war:
O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit! Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist allezeit vor mir.
An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten: so lass mich im Verborgenen Weisheit erkennen! Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten!
Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und stärke mich mit einem willigen Geist!
Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich von Blutschuld, o Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen.
Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige! Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich sie dir geben; Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist; Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten. Ps 51:1–19.
David hat schwer gesündigt – Ehebruch und Mord. Aber er kommt zerbrochen vor Gott. Er baut keinen Altar wie Saul, er beruft sich nicht auf Werke, sondern allein auf Gottes Gnade.
So verstanden es die Reformatoren:
“Wir sind Bettler. Das ist wahr – Wir kommen zu Gott mit leeren Händen” Martin Luther
“Es gibt keine Spur von Verdienst im Menschen, alles ist allein Gnade.” Johannes Calvin
Die katholische Kirche fügt menschliche Gebote hinzu: Fasten, Sakramente, Messopfer, Rosenkränze, Fegefeuer, Priester dürfen nicht heiraten...
Die Reformatoren aber...haben plötzlich Epheser 2,8–9 gelesen:
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Eph 2:8–9.
SOLA GRATIA - durch GNADE ALLEIN!

3. SOLA GRATIA: Allein die Gnade rettet

Was bedeutet das heute für dich und mich?
denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten Ro 3:23.
Du und ich haben ein Problem! ALLE haben gesündigt.
Groß oder Klein...dass ist was wir oft nicht zugeben wollen...dass diese Sünde...egal wie wir sie verharmlosen möchten...egal wie wir sie umrennen möchten...als Charakterschwäche...als Fehler...als kleinen Fehltritt...
Diese Sünde trennt uns von Gott.
WIR ALLE sind in der Position von Saul. Wir stehen unter Gottes Gericht wegen unserer Sünde.
Und wir können NOCH UND NÖCHER behaupten, was für GUTE MENSCHEN wir sind. Wir können NOCH UND NÖCHER unsere Frommen Taten auflisten um zu beweisen wie GUT wir doch sind. Wir können eine Maske der Frömmigkeit aufsetzen und vor Menschen vorspielen wie Heilig wir sind.
Wir können uns Bürden auferlegen um UNSERE Geistlichkeit zu beweisen.
Wir können uns mit anderen vergleichen die UNSEREM Standard nicht gerecht werden.
Wir können andere Richten und uns damit beruhigen, dass WIR sowas nicht tun wie die Anderen.
Aber so wie Saul...ist das alles umsonst. Wir verstellen uns nur selbst und belasten und schaden anderen Menschen.
Egal wie SEHR wir versuchen mit unseren Werken GUT GENUG zu sein...können wir es nicht schaffen. Wir können sogar vielleicht, den einen oder anderen mit unserer Frömmigkeit begeistern...
Aber unsere Werke, unsere Gerechtigkeit vergleicht die Bibel mit schmutzigen Lumpen. Unsere Werke haben den ANSCHEIN von Frömmigkeit...sind aber leer und kraftlos und WERTLOS...
Am Ende gilt immer noch:
denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten Ro 3:23.
Das Problem für uns ist… “Der Lohn der Sünde ist der Tod” die Ewige Hölle.
Also wenn unsere WERKE uns nicht retten können...was jetzt? Welche Hoffnung gibt es?
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Ro 6:23.
Paulus sagt uns:
Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wie viel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden!
Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben! Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben. Ro 5:8–11.
und...
denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.
Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren Ro 3:23–25.
Das ist der Unterschied:
Saul klammert sich an Religion – David klammert sich an Gnade.
DAS ist die Frage die du und ich beantworten müssen...an was klammern WIR uns?
Versuchen wir aus UNSERER Kraft...mit UNSEREN Werken...gut genug zu sein? Dann enden wir wie Saul. Von Gott verworfen, frustriert und belastet von selbstauferlegten Rituale, Regeln und Last. Wir werden selbst Müde und Frustriert und werden andere Belasten und die Richten die unseren Vorstellungen nicht gerecht werden.
ODER wir werden wie David reagieren, auf unsere eigene Sünde...
Masken fallen lassen. Unsere Schuld bewusst werden. Unsere Sünde offenlegen...EGAL wer es mitbekommt. Hauptsache mit GOTT versöhnt...EGAL was es kostet?

CONCLUSION

Leute...wir stehen so oft vor dieser Wahl. Heute Morgen wieder.
Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 1 Jn 1:8–9.
SOLA GRATIA bedeutet - es ist Gnade die uns rettet...NICHT unser bemühen...NICHT unsere Werke...
NICHT Fasten NICHT Sakramente NICHT Messopfer NICHT Rosenkränze NICHT Fegefeuer NICHT Bußwerke NICHT menschliche Gebote
NICHTS rettet...außer die Gnade Gottes ALLEIN!
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Eph 2:8–9.
SOLA GRATIA bedeutet - es ist Gnade die uns rettet...NICHT unser bemühen...NICHT unsere Werke...
NICHT deine Spenden NICHT deine Almosen NICHT deine Hilfsaktion NICHT deine Nette Gesten NICHT deine Frömmigkeit NICHT das was ANDERE von dir denken NICHT die Dinge die du TUST
Auch NICHT die Dinge die du NICHT tust!
Gnade + Werke ist KEIN Evangelium.
NUR das Evangelium der Gnade – Sola Gratia – rettet.
Illustration: Stell dir ein Gericht vor. Du bist ein Verbrecher.
Du bist schuldig und wurdest mit RECHT schuldig gesprochen.
Der Richter spricht das Todesurteil.
Dann steht plötzlich Jesus auf, legt seine Robe ab und sagt: “Ich nehme die Strafe selbst auf mich.”
Das ist das Evangelium.
DAS ist was am Kreuz passiert ist.
Christus nahm unsere Strafe auf sich, damit wir Vergebung bekommen.
Jesus wurde SO behandelt am Kreuz, wie WIR es verdient haben.
Damit wir SO behandelt werden, wie eigentlich ER es verdient hat.
DAS ist Gnade.
Und diese Gnade, sie schenkt uns Vergebung...sie befreit uns von der Strafe der Sünde. Sie vereint uns mit Gott und rechtfertigt uns vor ihm.
Und sie befähigt uns, ein Leben zu leben welches dann NICHT von Sünde geprägt ist...sondern von Guten Werken begleitet ist...aber jetzt nicht mehr UM UNS ZU RETTEN...sondern WEIL wir aus Gnade gerettet SIND.
Das fühlt sich komisch an...wir sind den Leistungsdruck gewohnt...das WIR liefern müssen...und doch als Jesus Christus am Kreuz hing...sprach er...als er deine und meine Sünde bezahlte...ES IST VOLLBRACHT!
Es gibt nichts mehr für uns beizutragen...außer dieses Opfer anzunehmen.
Du kannst, wie Saul, dich auf DEINE Werke stützen und den Frommen spielen trotzdem, dass du mit Gott ein Problem hast.
Saul der bereit war, von Gott getrennt zu sein...solange die Menschen von ihm GUT dachten. Saul der sich und das Volk abgemüht hat, durch selbsterlegte Gesetze. Saul der bereit war seinen Sohn zu töten...Jonathan zu opfern um SEIN Gesicht zu wahren.
Dazu führt Werksgerechtigkeit...Selbstgerechtigkeit...zu einem Schrecklichem Ende.
Oder, du kannst wie David...heute deine Maske fallen lassen. Dich an Gott wenden...EGAL was die Menschen denken...solange Gott mir vergibt.
Ein Gott, der uns nicht vernichtet hat...aus Gnade.
Ein Gott der keine Werke von uns verlangt, bevor er uns rettet. Ein Gott der uns nicht zum Fasten zwingt, oder sonst was...um uns zu retten.
Ein Gott, der seinen Sohn sandte um den Sieg zu erlangen...aus Gnade. Ein Gott, der seinen Sohn sterben lassen hat, um uns zu retten...aus Gnade.
SEIN OPFER REICHT AUS!
SEIN BLUT REICHT AUS!
JESUS REICHT AUS!
Leute...wir stehen so oft vor dieser Wahl. Heute Morgen wieder.
Ein Gott der verspricht:
Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 1 Jn 1:8–9.
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