Jona - Barmherzigkeit - Das Geheimnis von Gottes unverschämter Gnade
Notes
Transcript
ICH
ICH
Persönliches Erlebnis, Idee, Frage, Vorstellung, Gefühle
Cola, Fanta, Sprite - Solche Art von Softdrinks, als ich Kind war, hatten man selten Zuhause.
Ein bekannter von mir, hatte es mir erzählt, wie es bei ihm war, wenn sie Zuhause softdrinks trinken konnten. Aie waren drei Geschwister zuhause.
Sie sollten es sich das untereinander teilen.
Die Regel war so: derjenige, der die Gläser einschenkt, sollte der letzten sein, der ein Glas nimmt.
So haben die drei Geschwister sich daran bemüht, alle drei Gläser ganz genau zu füllen. Denn sie haben immer ganz genau geschaut , welches Glas ein wenig mehr hatte … “1-2mm mehr … das nehmen ich”.
Der Bruder, der eingeschenkt hat, hat sich immer die Mühe gemacht, kein wenig mehr für die anderen Geschwister zu geben.
Eine andere Geschichte…
Eine Frau erzählte, dass als sie mal Teenager war, wollte sie ein bestimmtes Schuh kaufen, der damals in der Mode war bei ihren Freunden.
Sie ging mit ihren Eltern in den Einkaufszentrum, in einem großen Schuhladen. Als die Eltern gesehen haben, wie teuer die Schuhe sind, habe sie nein gesagt. Zu teuer. Dann haben sie einen anderen, ähnlichen gekauft, der aber nicht der coole von der coole Marke war. Aber, okay. Sie hatte es verstanden.
Einige Jahre sind vergangen, sie war mit der Ausbildung fertig und arbeitete schon lebte aber noch Zuhause bei den Eltern. Sie hatte einen Bruder, der fast 6-7 Jahre jünger war als sie. Nun war gerade Teenagerphase - und wie es so ist, gab es auch ein bestimmtes Schuh, der in der Mode war, und der Bruder wollte es auch haben. Das Ding, die Schuhe, die er wollte, waren 2 oder 3 mal teurer, als die Schuhe, die sie damals wollte.
Eines Tages als sie nach Hause von der Arbeit kam, sah sie einen Schuhkarton auf dem Tisch. Es war ein Paar Schuhe für seinen Bruder. Ja, die Eltern haben genau die teuren Schuhe gekauft, die er haben wollte.
Und dann gab es Stress zuhause. Sie fühlte sich so verletzt, weil ihre Eltern damals die teuren Schuhe für sie nicht gekauft haben, und nun diese noch teuere für den Bruder gekauft haben. “Das darf nicht sein. Das ist Ungerecht. Er muss auch lernen, mit billigeren Produkte zufrieden zu sein … es kann nicht sein, dass er nun solche Privilegien hat”
Wir können denken: “Na, ja, Kinder. Irgendwann werden sie erwachsen.” - Wirklich?
Ich habe schon einige Menschen, hier in Deutschland und in Brasilien gesehen, aus Familien mit Migrationshintergrund. Menschen, die selbst vor vielen vielen Jahren ins Land eingewandert sind. Manche haben damals ein wenig Unterstützung der Regierung bekommen, durch sozialen Projekten. In Brasilien haben z. Bs. viele Einwanderer aus Europa Land fast wie geschenkt bekommen, oder es ganz billig gekauft, wo sie ihr Leben aufgebaut haben. Mit den wenig was sie hatten, haben sie hart gearbeitet, gespart und langsam das eigene Haus gebaut und sich in der Gesellschaft etabliert.
Es ist aber immer interessant zu hören, wie einige Menschen, die damals eingewandert sind, total dagegen waren, dass die Regierung viel Geld in den letzten Jahre investiert hat in Programmen für die Integration von geflüchtete Menschen. Es ist sehr oft zu hören … “Wir damals, wir hatten nicht so viel finanziellen Unterstüzung bekommen. Die Menschen bekommen heute viel zu viel unterstüzung. Das ist unfair … ”
Ich weiß, bei dem Thema hat jeder eine andere Meinung. Man darf es auch haben.
WIR
WIR
Eine emotionale Gemeinsamkeit mit dem Publikum finden
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
HAUPTPUNKT (Bottom Line):
Wir können es oft nicht ertragen, wenn anderen Menschen Privilegien bekommen, die wir nicht bekommen können.
Wir wollen Gerechtigkeit, dass alles gleich behandelt werden.
Aber sobald wir selbst Privilegien bekommen, die die anderen nicht bekommen, damit haben wir meistens keinen Problem.
Das passiert oft auch, wenn wir sehen, wie Menschen vergeben werden, die eigentlich eine Strafe verdient hatten.
Wie finden es unfair, wenn eine andere Person, die etwas schlechtes getan hat, vergeben wird. Wir wollen die Person nicht vergeben.
Aber, wenn wir selbst an irgendeine Situation schuldig werden, finden wir es eine Frechheit, wenn wir nicht verziehen werden.
TRANSITION:
TRANSITION:
Heute werden wir über einen der kleinen Propheten sprechen, den wir meistens schon in der Kinderstunde seine Geschichte gehört hatten.
Als Erwachsenen kommen wir aber selten zurück und lesen seine Geschichte noch mal.
Das ist der Prophet, der von dem großen Fisch geschluckt wurde: Jona.
Dieses sehr kurzen Buch ist anders als die Botschaft von den anderen prophetischen Bücher, denn hier geht es nicht um die Worte, die Gott zu einem König oder zu dem Volk sagt, sondern es geht um die Geschichte, um das Erlebnisse von dem Prophet Jona.
GOTT
GOTT
Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.
1. Ein Prophet und sein Dilemma
1. Ein Prophet und sein Dilemma
Das erste mal, das wir Jona in der Bibel begegnen, ist im 2. Buch der Könige
25 Jerobeam, der Sohn des Joasch, hatte trotzdem Erfolg:
Er stellte die alten Grenzen von Israel wieder her.
Sein Gebiet reichte von Lebo-Hamat bis zum Toten Meer.
So hatte es der Herr, der Gott Israels, angekündigt.
Durch seinen Knecht, den Propheten Jona,
den Sohn des Amittai aus Gat-Hefer, hatte er gesprochen.
Jona wirkte, in der Zeit von dem König Jerobeam II.
Jerobeam II. war in den Augen Gottes ein schlechter König.
Er hat die Unterdrückung der Armen durch die Reichen begünstigt,
den religiösen Synkretismus und Götzendienstund hat er nicht abgeschaft.
Jerobeam II war militärisch erfolgreich gewesen.
Er fürchtete aber die Assyrier.
Die Assyrier waren ein fürchbares Volk, die in die Nachbarländer mit Gewalt eindringen und alles vernichteten, Menschen misshandelten und folterten. Einige Historiker meinen, dass sie genau so grausam oder grausamer waren als die Römer.
Die Stadt Ninive wurde in der Zeit zur Hauptstadt des assyrischen Reiches.
Jona war stolz darauf, ein Israelit zu sein. Er war stolz auf sein Land, auf seine Geschichte und auf seine Religion.
Jona war von den König Jerobeam II. gut als Prophet angesehen, weil er etwas gutes für ihn prophezeit hat. Dass Jeroben eine Schlach gewinnen wird und ein Teil des Gebietes von Israel zurück erobern wird.
Jetzt sollte man auch wissen, dass auch der Prophet Amos, der in derselben Zeit gewirkt hat als Jona, eine Botschaft an Jerobeam II hatte, aber Gott hat durch ihn genau das Gegenteil von Jona vorhersagt: Jerobeam würde all diese Gebiete verlieren, weil er so entsetzlich ungerecht war.
Mit diesen Informationen sind wichtig für uns, um die Erzählung vom Buch Jona richtig einzuordnen.
Die Geschichte vom Buch Jona
Die Geschichte vom Buch Jona
Der Auftrag
Der Auftrag
So beginnt das Buch:
1 Das Wort des Herrn kam zu Jona, dem Sohn des Amittai:
2 »Auf! Geh nach Ninive, in die große Stadt,
und rede ihr ins Gewissen!
Ihr böses Tun ist mir zu Ohren gekommen.«
Jona glaubt nicht was er hört.
Das hörte sich für ihn, wie ein Todesurteil an.
Als ein Israelit nach Nivive gehen, und dort Gottes Urteil gegen sie zu sprechen?
Das war verrückt.
Das wäre heute verglichen, als würde ein Prediger aus der Ukraine, aufgefordert nach Moskau zu gehen, und dort öffentlich gegen den Kreml zu sprechen. Wir wissen, was passiert mit Menschen, die sich trauen, dort gegen die Regierung zu sprechen.
Es war vorprogrammiert, dass dies scheitern wird, dass die Menschen Jona verspotten , dass er ins Gefängnis kommt oder sehr wahrscheilich getötet wird.
Andersseits … es war eigentlich eine tolle Botschaft.
Die Assyrier … sie waren Feinde von Israel. Sie haben den Nordreich immer wieder bedroht. Sie waren grausam. Wenn ein Volk es verdient hat, von Gott gerichtet und zerstört zu werden … dann die Assyrer, besonders, die Leute aus Nivive.
Die Flucht
Die Flucht
Nun … was tut Jona?
3 Da machte sich Jona auf den Weg,
aber genau in die andere Richtung.
Er wollte vor dem Herrn nach Tarschisch fliehen.
Als er in die Hafenstadt Jafo kam,
lag dort ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr.
Er zahlte den Fahrpreis und stieg ein,
um mit den Seeleuten nach Tarschisch zu gelangen.
So glaubte er, dem Herrn aus den Augen zu kommen.
Jona flieht. Er gibt viel Geld aus dafür.
KARTE
Tarschisch war damals so was wie “das Ende der Welt” - das fernste bekannteste Land im Westen. Hinter den schrecklichen und gefährlichen Mittelmeer.
Jona will nicht nach Nivive gehen.
Warum? Hat er Angst vor dem Tod?
Wissen wir in der Erzählung bis hier noch nicht.
Er besteigt einen Schiff voller heidnischen Matrosen.
Als sie auf hohen See waren, kam auf sie ein sehr starker Sturm. So stark, dass das Schiff drohte auseinanderzubrechen.
So ist es: Ungehorsam gegenüber Gottes Auftrag verursacht meisten starke Stürme im Leben. Konsequenzen, die nicht so schön sind.
5 Die Matrosen fürchteten sich und schrien um Hilfe,
jeder betete zu seinem eigenen Gott.
Dann begannen sie, die Ladung über Bord zu werfen,
um das Schiff zu entlasten.
Jona aber war nach unten in den Frachtraum gestiegen.
Er hatte sich hingelegt und war eingeschlafen.
6 Da ging der Kapitän zu ihm hinunter und sagte:
»Wie kannst du nur schlafen?
Auf! Bete zu deinem Gott!
Vielleicht ist er der Gott, der uns retten kann.
Dann müssen wir nicht untergehen!«
Es hat aber nicht funktioniert.
So dass die Matrosen sich entschieden haben, das Los zu werfen, um zu sehen, ob sie entdecken könnten, ob jemand daran schuldig war.
Dieser Sturm war sehr wahrscheinlich außergewöhnlich. So dass die Matrosen es nicht als etwas natürliches verstanden haben, sondern als ein direkter Eingreifen von einer Gottheit.
Das Los fiel auf Jona…
8 Da fragten sie ihn:
»Sag uns doch: Wer ist schuld an diesem Unglück?
Bist du es? Was ist dein Beruf? Woher kommst du?
Wo bist du zu Hause? Aus welchem Volk stammst du?«
Und Jona erklärte dann, hoch theologisch und ziemlich Stolz:
9 … »Ich bin ein Hebräer. Ich verehre den Herrn,
den Gott des Himmels.
Er hat das Meer und das Festland geschaffen.«
10 Da ergriff die Männer große Furcht,
und sie sagten zu ihm: »Was hast du nur getan!«
Denn die Männer hatten von seiner Flucht erfahren.
Bist du so dumm? Wenn deinen Gott das Meer geschaffen hat, es macht keinen Sinn, dass du in einem Bott steigst um von ihm zu fliehen.
Der Sturm wurde immer stärker und die Matrosen waren verzweifelt.
11 Sie fragten ihn:
»Was sollen wir mit dir tun, damit sich das Meer beruhigt
und uns verschont?«
Denn die See tobte immer wilder.
12 Da sagte er zu ihnen:
»Nehmt mich und werft mich ins Meer!
Dann wird es sich beruhigen und euch verschonen.
Denn ich weiß, dass es allein meine Schuld ist,
dass ihr in dieses Unwetter geraten seid.«
Jona wollte lieber sterben, als Gott um Verzeihung bitten.
Hier entdecken wir eine wichtige Sache: Jona ging nicht nach Ninive, weil er Angst vor dem Tod hatte.
“Werf mich ins Meer”- das ist das gleich wie: “Töte mich.” - Er würde lieber sterben, als nach Ninive zugehen, um Gottes Gericht anzukündigen. Das ist merkwürdig.
Die Matrosen fanden die Idee gar nicht gut. Sie würden an seinem Tod doch mitschuldig sein.
So ruderten sie mit aller Kraft, um zum Ufer zurückzukehren. Der Wind und die Wellen waren zu stark. Sie würden untergehen.
Dann haben sie sich entschieden, Jona doch in Meer zu werfen, das das nicht ohne einen Bußgebet:
14 Da schrien sie zum Herrn und beteten:
»Ach, Herr, lass uns nicht untergehen,
wenn wir diesen Mann jetzt ins Meer werfen!
Gib uns nicht die Schuld an seinem Tod!
Denn du bist der Herr!
Wie es dein Wille war, so hast du es getan.«
15 Dann packten sie Jona und warfen ihn ins Meer.
Sofort beruhigte sich die See und hörte auf zu toben.
16 Da ergriff die Männer große Furcht vor dem Herrn.
Sie brachten dem Herrn ein Schlachtopfer dar und legten Gelübde ab.
Hier passiert etwas außergewöhnlich: Diese heidnische Matrosen haben sich zu den Gott Israels bekehrt. Ohne es zu wollen, hat Jona sie quasi evangelisiert.
Sie beteten Gott an, anders als Jona es tat.
Die Rettung durch den Fisch
Die Rettung durch den Fisch
Das ist natürlich nicht das Ende der Geschichte:
Ich stelle mir gerne vor, wie Gott die Augen verdreht, als Jona an Bord eines Schiffes ging, um von seine Berufung zu fliehen.
Und dann … als er sagt “Werf mich einfach über Board” sehe ich, wie Gott seinen Kopf schüttelt und denkt “was für ein Idiot”.
Manchmal denken wir, wir können Gottes Ruf entkommen :/ Davon zu fliehen, ist nicht schlau.
Als Jona untergeht, versorgt ihn Gott mit einem komischen Unterwassergrab im Magen eines großen Fisches.
Unter normalen Umständen wäre das natürlich der sichere Tod, aber in dieser Geschichte steht ja alles auf dem Kopf.
Und so führt Jona's U-Boot-Tod zurück ins Leben.
Das Gebet im Bauch des Fisches
Das Gebet im Bauch des Fisches
Als Jona im Magen des Fisches feststeckt, betet er.
Ein sehr schönes Gebet, wie einen Psalm:
3 Als ich in Not war, schrie ich laut.
Ich rief zum Herrn und er antwortete mir.
Aus dem Innern des Totenreichs rief ich um Hilfe.
Da hast du mein lautes Schreien gehört.
…
7 Zum Grund der Berge bin ich hinabgestiegen,
in das Reich hinter den Toren des Todes.
Sie sollten für immer hinter mir zugehen.
Du aber hast mein Leben aus dem Abgrund gezogen,
du Herr, du bist ja mein Gott.
…
10 Ich aber will dir mit lauter Stimme danken,
Schlachtopfer will ich dir darbringen.
Auch meine Gelübde werde ich erfüllen.
Hilfe findet sich beim Herrn!
Auf ein Mal denken wir: Das ist eine andere Person. So fromm. So theologisch richtig. So ein erfüllten Herz, demütig vor Gott.
Und diese Bitte: “Sei mir gnädig Herr.”
Aber schauen wir genau hin - an keiner Stelle gibt er zu:
“Herr, ich hatte Angst und ich habe es falsch gemacht.
Vergibt mir. Ich will deinen Auftrag erfüllen.”
Er bittet um Gnade.
Er ist froh, dass Gott ihm gerettet hat.
Aber, sein Ungehorsam bereut er nicht wirklich.
Immer hin, Gott hat im gerettet.
11 Da befahl der Herr dem Fisch, Jona an Land zu bringen.
Dort spuckte der Fisch ihn aus.
Der Auftrag wird wiederholt
Der Auftrag wird wiederholt
Was tut Jona jetzt. Er zeigt keine selbstinitiative. Gott muss ihm wieder den Auftrag geben:
1 Das Wort des Herrn kam zum zweiten Mal zu Jona:
2 »Auf! Geh nach Ninive, in die große Stadt,
und rede ihr ins Gewissen!
Ich werde dir sagen, was du ihr verkünden sollst.«
Diesmal hat Jona das getan, was Gott von ihm verlangte.
Und wenn du denkst, ja, nun war er ein neuer Mensch,
erfüllt von der Botschaft Gottes für Ninive … nein, so war es nicht:
3 Da machte sich Jona auf und ging nach Ninive.
Diesmal folgte er dem Wort des Herrn.
Ninive war aber eine ungeheuer große Stadt.
Man brauchte drei Tage, um sie zu durchwandern.
4 Jona wanderte einen Tag in die Stadt hinein und rief:
»Noch 40 Tage, dann wird Ninive zerstört!«
Eine große Stadt - 3 Tage um durchzuwandern.
Jona wanderte nur einen Tag hinein.
Und dann hören wir die kürzeste und faulste Predigt überhaupt: im Hebräischen sind das nur 5 Wörter. Und das ist sehr seltsam, denn:
Er spricht nicht in Namen Gottes - Gott wir nicht erwähnt.
Keine Begründung.
Er erwähnt nicht, was die Menschen falsch gemacht hatten.
Er sagt nicht, wie sie nun reagieren sollen
Kein Powerpoint mit schöne Bilder
Einige Ausleger meinen, es sieht so aus, Jona will sicherstellen, dass Ninive zerstört wird.
Das wahre Wunder
Das wahre Wunder
Dann kommt das große Wunder der Geschichte.
Nein, das ist nicht der Fisch, sondern, die Reaktion der Stadt: Der König von Ninive, die ganze Stadt, sogar die Kühe tun Buße ins Sack und Asche.
Zum zweiten Mal reagieren also die bösen Heiden schneller als Gottes eigener Prophet.
Deshalb vergibt Gott den Menschen von Ninive.
Er bringt keine Zerstörung über die Stadt.
Das geniale in der Erzählung:
Das letzte Wort in Jona's Predigt ist in hebräischen Ausdruck, das zweideutig ist: es bedeutet zerstören aber auch umdrehen.
Also, es kann sich auf eine Stadt beziehen, die gestürzt oder zerstört wird, aber man kann damit auch sagen, dass etwas verändert wird, dass man also etwas umdreht und das Gegenteil dabei herauskommt.
So oder so, sind Jona's Worte wahr geworden.
Ninive wird umgedreht, als sie Buße tun und Gott ihnen Barmherzigkeit schenkt.
Jonas Reaktion auf Gottes Gnade in Nivive
Jonas Reaktion auf Gottes Gnade in Nivive
Wie hat Jona darauf reagiert?
1 Jona ärgerte sich sehr darüber. Der Zorn packte ihn.
Hier erfahren wir endlich, warum Jona von seinem Auftrag weggelaufen ist:
2 Er betete zum Herrn und sagte:
»Ach Herr, genau das habe ich mir schon gedacht,
als ich noch zu Hause war.
Deshalb wollte ich auch nach Tarschisch fliehen.
Ich wusste ja:
Du bist reich an Gnade und Barmherzigkeit,
unendlich geduldig und voller Güte.
Du bist ein Gott, dem das Unheil leidtut.
3 Jetzt ist es genug, Herr.
Lass mich sterben!
Denn ich will lieber tot sein als weiterleben.«
Gott, ich wusste es, dass du einen Weg finden würdest, diese Menschen zu schonen. Und genau das wollte ich nicht. Ich würde lieber sterben, als zu sehen, dass du sie vergibst.
Hier wird die Motivation des Herzens von Jona entlarvt.
4 Der Herr aber fragte: »Hast du recht, dass du so zornig bist?«
Jona ignoriert die Frage, verlässt die Stadt und geht auf einen Hügel in der Nähe.
Dort bleibt er erst einmal, um zu sehen, was passiert.
Er hatte noch erwartet, dass Gott die Stadt zerstört.
Dann passiert etwas sehr Seltsames.
Gott lies über Jona eine große Pflanze wachen, um ihm in der heißen Sonne Schatten zu spenden.
Jona freute sich darüber.
Aber dann schickt Gott ihm einen kleinen Wurm, der die Pflanze auffrisst und Jona verliert seinen Schatten.
Und mitten in der Hitze der Sonne bittet Jona erneut darum, dass Gott ihn tötet.
Das letzte Dialog zwischen Gott und Jona ist sehr markant:
9 Gott aber fragte Jona:
»Hast du recht, dass du so zornig bist,
weil der Rizinus verdorrt ist?«
Er antwortete:
»Ja, ich habe recht, dass ich so zornig bin
und mir den Tod wünsche!«
10 Da sagte der Herr:
»Die Rizinus-Pflanze tut dir leid.
Doch du hast keine Mühe mit ihr gehabt
und sie auch nicht großgezogen.
Sie wuchs über Nacht und verdarb über Nacht.
11 Und jetzt frage ich dich:
Sollte Ninive mir nicht leidtun –
eine große Stadt mit mehr als 120.000 Menschen?
Sie alle wissen nicht, was links und was rechts ist.
Dazu kommen noch die vielen Tiere.
Sollte es mir da nicht leidtun?«
Das ist kein Happy End. Das Buch endet mit einer Frage.
Wir Leser sollen für uns eine Antwort finden.
Ist es okay für dich, dass Gott deine Feinde liebt und ihnen gnädig ist?
Das Buch hält uns einen Spiegel vor.
Gottes Aktion mit Nivive sollte Demut und Dankbarkeit in uns darüber wecken, dass Gott seine Feinde liebt und sich einsetzt sie auch zu retten.
Gottes Barmherzigkeit ist unendlich weit und groß.
Das sollte uns zutiefst herausfordern.
2. Jesus uns das Zeichen des Prophet Jona
2. Jesus uns das Zeichen des Prophet Jona
Jesus zitiert es ein Mal die Geschichte von Jona.
Die jüdischen Anführer (Pharisäer) baten Jesus immer wieder nach einem Zeichen. Sie wollen noch weitere Beweise, dass er der Messias ist.
Jesus hatte schon vor deren Augen viele Wunder und Zeichen gegeben.
Als sie ihm noch mal danach fragten, sagte Jesus, anscheinend verärgert:
39 Aber Jesus antwortete:
»Die Menschen dieser Generation sind böse – wie Ehebrecher.
Sie verlangen ein Zeichen.
Aber sie werden keines bekommen außer
dem Zeichen des Propheten Jona.
40 Jona war drei Tage
und drei Nächte lang im Bauch des Fisches.
Genauso wird der Menschensohn
drei Tage und drei Nächte lang
im Innern der Erde sein.
Jesus war nicht wirklich verärgert hier.
Seine Antwort ist eigentlich voller Barmherzigkeit:
“Ich werde euch kein billiges Zeichen mehr geben.
Das große Zeichen, das ihr braucht werde ich geben.
Das Zeichen ist mein eigenes Leben.
So wie Jona in den Sheol ging, ins Totenreich,
ich gehe auch da hin.
Und der Tod wird mich nicht festhalten könen.
Der wird mich auch ausspucken.
Denn das Leben das ich geben will,
ist stärker als der Tod”
So wie Petrus in seiner Predigt beschreibt:
23 Es war Gottes Wille und Plan,
dass dieser Mann euch schutzlos ausgeliefert war.
Ihr habt ihn von den Heiden ans Kreuz schlagen
und umbringen lassen.
24 Aber Gott hat ihn auferweckt
und aus der Gewalt des Todes befreit.
Denn der Tod hatte keine Macht über ihn
und konnte ihn nicht festhalten.
Das “Zeichen” der Erlösung für dich und für mich.
Für Israel und für Ninive
Für Jerusalem und Gaza
Für Kiew und Moskau
Für Europa und Amerika
Für Asien und Afrika …
Ist das Zeichen der Barhezigkeit Gottes in Jesus Christus,
Der in den Tod hinein gegangen ist um Tod und Sünde zu überwinden.
Um zu Vergeben, um Leben wiederherzustellen
und die Hoffnung des Ewigen Lebens zu schenken.
Dieses Zeichen war für dich und für mich.
DU
DU
Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.
3. Der Jona in uns alle
3. Der Jona in uns alle
MAIN POINT
MAIN POINT
Das Buch endet mit einer Frage an Jona,
die eine Herausforderung ist für den Leser:
Ist es okay für dich, dass Gott deine Feinde liebt und sie retten will?
Manchmal können wir eine Krise bekommen, weil Gott anderen Menschen zu gnädig ist.
Jona ist ein Spiegel von der Religiosität vieler Menschen.
Menschen, die Stolz darauf sind, dass sie wahre die wahre gläubige sind.
Sie denken sie seien etwas besser, weil sie richtig glauben, weil sie frommer sind … die Auserwählten Gottes…
Sollte Ninive mir nicht leidtun –
eine große Stadt mit so viele Menschen?
Sie alle wissen nicht, was links und was rechts ist.
Dazu kommen noch die vielen Tiere.
Sollte es mir da nicht leidtun?«
Als würde Gott sagen:
Es ist meine Schöpfung.
Ich werde immer barmherzig sein vor meiner Schöpfung.
Ich werde sie retten.
Stehe mir bitte nicht im Wege.
WIR
WIR
Eine gemeinsame Vision/Ziel anbieten.
Wie würde unser Leben, unsere Kirche und sogar unsere Welt aussehen, wenn wir nun das was Gott uns sagt anwenden?.
Veränderung inspirieren.
Lass uns beten, dass wir nie zu solchen Menschen werden, wie Jona.
Menschen, die laut und öffentlich rufen:
“Ich hasse meine Feinde. Ich kann sie nicht leiden” (D. Trump)
Lass uns Jesus nachfolgen und so beten, wie er betete:
“Vater, vergibt ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.”
Die Gnade Gottes ist manchmal unverschämt - Er ist gnädig mit wem er will, auch wenn es mir manchmal nicht gefällt.
Denn, das darf ich nie vergessen:
Er schenkt mir seine Gnade, auch wenn ich dann es nicht verdiene.
