Die Vollendete Liebe: Furchtlosigkeit und befähigte Gemeinschaft
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Die Vollendete Liebe: Furchtlosigkeit und befähigte Gemeinschaft
Die Vollendete Liebe: Furchtlosigkeit und befähigte Gemeinschaft
Ziel: Diese Predigt kann den Hörern helfen zu verstehen, wie wichtig es ist, sich auf die Liebe Gottes zu stützen und diese in ihren Beziehungen zu anderen Menschen weiterzugeben. Sie ermutigt Gläubige, ihre Ängste abzulegen und in Liebe zu leben, was zur Stärkung der Gemeinschaft führt.
Einleitung:
Einleitung:
Ich beschäftige in letzter viel mit dem Wesen Gottes und dabei ist mir mit Bezug auf die Predigtreihe zum Johannesbrief aufgefallen, dass das ganze Wesen Gottes inbegriffen ist. Wir haben das Element von Gott ist Licht, von Gott ist Geist und Gott ist Liebe angesprochen. Johannes macht in seinem Brief deutlich, dass wenn wir Kinder Gottes sind und seinem Wesen Teilhaftig wurden, dies Einfluss auf unser Leben hat und er beschreibt dann die Eigenschaften, die aus dem Wesen resultieren in unserem veränderten Verhalten. Im Licht erkennen wir unsere Schuld, treten vor seinen Thron und streben aus Liebe danach gehorsam zu sein und unseren Nächsten bzw. unsere Geschwister zu Lieben.
Wir haben uns jetzt schon viele Gedanken zu dem Thema Liebe gemacht. Mehrmals greift Johannes dieses Thema auf und verbindet es mit Unterschiedlichen Themenpunkten. Johannes sieht die Liebe als Grundlage für einen gerechten Lebenswandel. somit ergibt sich, wer Gerecht Leben will ist zur Geschwisterliebe aufgerufen. Die Grundlage dafür bietet der heilige Geist, der in unsere Herzen ausgeschüttet wurde und somit die Liebe Gottes.
Weiter verknüpft Johannes die Liebe mit dem Bewachen und Bewahren der Gesunden Lehre. Es ist Liebe, wenn wir falsche Lehren aufdecken, deswegen sind wir aus der Liebe heraus dazu aufgefordert die Geister zu prüfen und uns gegenseitig zu schützen. Es ist ein dienen aus Liebe.
Dann geht Johannes weiter und verknüpft immer wieder die Liebe mit dem Glauben. Wenn wir einander wirklich Lieben, so ist der Glaube vollendet. Das Ziel des Glaubens in unserem Leben ist Liebe. Doch auch die Liebe hat ein Ziel. Furchtlosigkeit. Genau das wollen wir uns heute im Detail anschauen.
Hauptteil:
Hauptteil:
1. Die Quelle der vollendeten Liebe
1. Die Quelle der vollendeten Liebe
1 Johannes 4, 16b Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
Das erste was Johannes an dieser Stelle wissen lassen möchte ist, was ist die Quelle der Liebe. Die Antwort: “Gott”.… Er sagt “Gott ist Liebe”. Was genau will er damit sagen. Ist Liebe unser Gott? - Nein! Johannes will damit sagen “Gott und Liebe gehören zusammen”. Johannes beschreibt das Wesen Gottes. Gott ist Liebe. Weil Gott Liebe ist, kann es Liebe geben, denn er ist der Schöpfer. Er hat den Menschen in seinem Bilde geschaffen und durch Liebe sollen wir seine Herrlichkeit widerspiegeln. Er ist der Urheber von Liebe und Er definiert Liebe.
Die Art der Liebe über die Johannes schreibt ist Agapé. Diese Art der Liebe ist eine hingegebene Liebe die sich freiwillig aufopfert, ohne etwas zurück zu erwarten. “Gott hat seine LIEBE erwiesen” - “Indem er seinen einzig geborenen Sohn gab”. Jesus kam auf diese Erde, die Quelle der Liebe erweist Liebe an jene, die ihn nicht Lieben. Freiwillig. Der Fokus hier liegt auf der Entscheidung, egal wie sich mein Gegenüber verhält. Wenn wir es auf ein Ehepaar anwenden wollen: “Schatz, mach dir keine Sorgen, egal wieviel du wiegst, egal wie grau deine Haare sind, ich werde dich dennoch Lieben” - Es ist eine Entscheidung. - Diese Art der Liebe gibt uns Sicherheit, denn es kommt nicht darauf an wie toll ich bin. Gott liebte mich als ich sein Feind war. Also liebt er mich auch als sein Kind, egal was ich tue. Aus Seelsorgerlichen Perspektive reicht Sicherheit alleine für einen Menschen nicht. Er will und muss auch persönlich geliebt werden.
Dazu gibt es die Fileo Liebe. Auch diese Liebe stammt von Gott. Doch der Schwerpunkt der Fileo Liebe ist anders. Es wird oft als “Freundschaftliche Liebe” bezeichnet. was ist der Kern dessen? Agapé ist die Persönliche Entscheidung des Subjekts, ausserhalb vom Objekt der Liebe und Fileo ist aufgrund der Person also innerhalb des Objekts. Das bedeutet: “Ich Liebe DICH, um deinet Willen”. Diese Liebe beschreibt eine persönliche Liebe, eine anziehung zu dem anderen Menschen. Agapé hat mit Verpflichtung zu tun, während Fileo eine Bedingungslose Zuneigung ist, ohne moralische Erwartung. Es ist eine tiefe emotionale Verbundenheit. Es ist eine intime Verbindung von Herz und Seele zwischen zwei Menschen. Dagegen ist Agapé eher Verstandesmäßig. Es entsteht im Kopf, Fileo im Herz. “Agape ist großartig, Fileo ist notwendig.” - Natha, überrascht von Liebe Um das auf ein Ehepaar anzuwenden: “Schatz, umso mehr ich dich kennenlerne, umso mehr Liebe ich dich.”
Als Jesus mit Petrus am See spricht und ihn fragt “Liebst du mich”, nutzt Jesus sowohl Agape als auch Fileo. Warum? Jesus will einmal wissen, ob Petrus eine Entscheidung für Jesus getroffen hat, ihn über alles zu stellen. Deswegen fragt er mit Agapé. Dann fragt Jesus mit Fileo, weil Jesus wissen will, ob Petrus eine persönliche Beziehung mit Jesus hat, aufgrund seines Wesens. “Petrus, vergiss bitte die Wunder die ist tue, meine Würde, mein Königsein. Liebst du mich um meinetwillen?” - Jesus will Petrus sein Herz.
Eine Liebe, die nicht eine Entscheidung ist, sondern aus dem tiefstens Herzen einer echten Zuneigung entsteht. Diese Liebe kommt zu von Gott. und er liebt dich. Selbstlos mit Agapé und um deinet willen mit Fileo.… So Wunderbar. Deswegen finde ich nicht, dass wir hier eine herabstufung der Liebe machen dürfen, was in der Christlichen Welt aber gerne gemacht wird. Es ist ein anderer Schwerpunkt. Nicht mehr und nicht weniger. Warum verwendet Johannes hier dann Agapé? Agapé entspringt aus Gott heraus und er will den Fokus darauf setzen, dass es nicht auf den Menschen ankommt, sondern auf den Liebenden Gott. Sein Schwerpunkt ist eben nicht die persönliche Beziehung und Emotionale Bindung, sondern die Entscheidung die Gott für uns getroffen hat, weil er Liebt. Diese Entscheidung können auch wir treffen, dazu hat Gott uns befähigt.
Johannes geht mit seinem Gedanken dann weiter und schreibt “Wer in der Liebe bleibt” - Das Konzept des bleibens haben wir uns schon mehrmals in diesem Brief betrachtet und das meint ein aktives Entscheiden, für die Agapé Liebe. Für diese Art der Liebe, die nicht nach dem seinen Sucht, sondern nach dem des anderen. Eine Art der Liebe, die sich aufopfert und hingibt, wie Jesus uns geliebt hat, bis in den Tod.… Bleibst du in dieser Liebe? Dann ist das der Beweis, dass du ein Kind Gottes bist und die Folge ist, Gott bleibt in dir, denn eine solche Liebe gibt es nur in Verbindung mit der Quelle.
Anwendung: Diese Verbindung zur Quelle ist unsere Befähigung, selbst in schweren Situationen Liebe zu zeigen. Wenn du beleidigt wirst, übergangen wirst, dir unrecht getan wird. Besinne dich auf die Quelle des Lebens, auf die Quelle der Liebe, mit der du Verbunden bist und lebe darin. Wenn dich jemand beleidigt, vergebe ihn und bete für ihn, wenn du übergangen wirst, trage es nicht nach und wenn dir unrecht getan wird vergelte böses nicht mit bösem sondern reagiere mit dem Guten.
2. Die Folge der vollendeten Liebe
2. Die Folge der vollendeten Liebe
1. Johannes 4,17–18 “Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.”
Wenn wir mit dieser Quelle verbunden sind und die Liebe “vollendet” ist, dann hat das die Auswirkung, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben und uns nicht Fürchten müssen. Doch wie genau ist das gemeint? Diese Verse werden Oft heran gezogen, um die Gottesfurcht zu relativieren. Oft sind die Argumente “Gottesfurcht ist Altes Testament, Neues Testament ist Liebe.” Das stimmt so aber nicht. Gott ist der selbe. Gestern, Heute und in Ewigkeit. Sowohl im Alten Testament ist Gott Liebe und im neuen Testament ebenso. Genauso ist unser Gott ein Gott der zu Fürchten ist im AT und im NT. Es resultiert letztlich aus einem falschen Verständnis von “Furcht des Herrn”
Was ist Furcht des Herrn wirklich?
Bei der Furcht des Herrn geht es nicht nur um Angst und Schrecken. Es hat sehr viele Facetten. Auf der einen Seite beinhaltet die Furcht des Herrn tatsächlich eine schreckliche Angst vor Gott. Wir sind unreine Menschen, und wir treten vor den allmächtigen Gott, der rein ist. Vor ihm zu treten und sich zu Schämen ist durchaus Gerechtfertigt und auch jede Bestrafung ist vollkommen Gerecht. In unserem Text ist der Bezug der Furcht “Am Tag des Gerichts” Was passiert an diesem Tag? Alles Gottlose wird vernichtet werden. Alle Sünde wird hinweg getan werden und alle Feinde Gottes werden in die Hölle geworfen. Deswegen ist Angst und Schrecken eine völlig natürliche Reaktion vor unserem Gott. Diese Form der Furcht zuckt vor Gott zurück und will ihm so gut wie möglich aus dem Weg gehen.
Oft sind wir uns dieser Regung in unserem Herzen gar nicht bewusst. Doch wenn Menschen Jesus nicht im Blick haben, kann sich diese Regung als “undefinierbare Angst” äußern, als mangelndes Selbstwertgefühl oder eine andere der Vielzahl modernen Krankheiten, die wir heute sehen. Diese Art der Furcht vor Gott ist aber nicht “Die Furcht des Herrn”.
Die “Wahre” Furcht des Herrn ist jenen vorbehalten die an Jesus glauben, die Jesus kennen. Diese ist zu finden, wenn wir im Licht Gottes stehen, in Gemeinschaft mit ihm und auf sein Wort hören. Zu dieser Furcht gehört die Selbsterkenntnis, dass ich ein Sünder bin der Gnade brauch und dass Gott rein und Heilig ist. Diese Furcht weiß um der Gerechtigkeit Gottes und seinen Zorn gegen die Sünde. Der unterschied ist aber An diesem Tag des Gerichts haben Kinder Gottes Zuversicht! Es ist keine Angst vor diesem Tag! Dies wird durch die Liebe bewirkt. Es ist eine “ans Ziel gebrachte Liebe - Agapé”.
Dies resultiert daraus: Durch den Glauben an Jesus Christus sein Werk bekommen wir sein Sündloses Leben zugeteilt und darin dürfen wir ruhen. Sein Werk ist Agapé. In seinem Werk sind wir Sicher und dort dürfen wir Zuversicht haben und brauchen keine Angst haben, denn für meine Sünde wurde gezahlt. Vollkommen. Somit müssen wir auch nicht mehr mit Strafe rechnen, denn Christus hat diese Strafe getragen. Wir vertrauen auf die Vergebung, Barmherzigkeit und große Liebe Gottes.
Dieses Vertrauen weiß, dass Gott immer zuerst sagt “Ich Liebe dich” und dieses Wissen, zieht uns näher zu Gott. In dieser Furcht wandeln wir demütig vor ihm und erfreuen uns am Gehorsam. Aus Liebe Motiviert. Liebe die sich hingibt. Das ist die Krönung unserer Reaktion auf Gott. Eine vollendete Liebe und die Quelle dessen ist er selbst. Diese Furcht des Herrn ist die ans Ziel gebrachte Liebe. Am Tag des Gerichts haben wir Zuversicht und wir rechnen nicht mit Strafe sondern mit der Liebe Gottes in unserem Leben. Das ist ein wahrer Schatz für uns.
Jesaja 33,6 “Sicher werden deine Zeiten sein: / Fülle an Heil, Weisheit und Erkenntnis. / Die Furcht des Herrn – sie ist sein Schatz.”
“Bei der Gottesfurcht geht es um eine ehrerbietige Unterordnung, die zu Gehorsam führt, und sie ist austauschbar mit der Anbetung Gottes, der Abhängigkeit von ihm, dem Vertrauen in ihn und der Hoffnung auf ihn” - Edward T. Welch - Befreites Leben
Kennen wir diesen Unterschied, verstehen wir warum die Bibel dazu aufruft in der Furcht zu leben aber gleichzeitig sagt “Fürchte dich nicht”. Motiviert durch die Liebe und die Ehre, die ihm gebührt, begegnen wir ihm mit Ehrfrucht. Warum redet die Bibel aber von beiden Formen der Angst und nutzt im Urtext auch das selbe Wort? Es gibt eine Gemeinsamkeit. Das Objekt der Furcht ist Gott. Allmächtiger, heiliger, gerechter Schöpfer. Doch der Unterschied ist das Subjekt. In welcher Stellung befindest du dich vor Gott?
Konkret: Bist du Kind Gottes oder bist du es nicht? - Dein Gottesbild kann dir hier ein Hinweis geben. Rechnest du mit Strafe und hast Angst vor Gericht? oder stehst du dem Tag des Gerichts mit Zuversicht gegenüber, weil du ein Kind Gottes bist?
Anwendung: Wenn dem So ist, so hat das Auswirkungen auf dein Leben. Denn du hast die Gnade Gottes in deinem Leben erlebt. Diese Gnade bleibt aber nicht ohne Veränderung. Diese Gnade ist der Grund unserer Rettung, der Glaube das Mittel. Die Gnade zu einem Leben in Gerechtigkeit und Heiligkeit, was sich darin äußert, dass wir Lieben.
3. Das Ziel der vollendeten Liebe
3. Das Ziel der vollendeten Liebe
1. Johannes 4,19–21 “Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.”
Diese Verse haben es in sich. Sie machen deutlich, dass die Liebe zu Gott untrennbar mit der Liebe zu den Glaubensgeschwistern verbunden ist. Und die Quelle der Liebe wird verdeutlicht: Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Die Gnostiker der damaligen Zeit haben viel und tiefgründiges über die Liebe ihres Gottes gesprochen. Aber ihre “Brüder” haben sie gehasst. Johannes deckt damit erneut auf, dass das Wesen eines Christen von Liebe zu den Geschwistern durchdrungen ist.
Die Gnostiker haben sich in ihrer Lebenslüge verstrickt. Ihr Glaube ist persönlich und Privatsache. Das Äußere hat darauf keinen Einfluss. Mein Lieber Mensch, deine Taten entspringen deinem denken und dem was in deinem Herzen wirklich ist. Die Gnostiker damals haben die Jesus Treuen verfolgt. Sie wurden geschmäht, verhöhnt, bedroht und geschlagen, damit sie sich endlich von dem wahren Evangelium und dem Mensch gewordenen Sohn Gottes abwenden. Denn in ihren Augen war diese Botschaft eine Torheit.
Sie sagen, dass sie Gott lieben und hassen die, welche Gott ebenso Lieben. Wie kann das sein? Sie haben unterschiedliche Wesen. Der Glaube ist nicht echt. Der Heilige Geist lebt nicht in ihren Herzen. Johannes verdeutlicht das nochmal indem er sagt: Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. Johannes will damit die Lüge nochmal aufgreifen und verdeutlichen, dass ihre Aussagen widersprüchlich sind. Einen Bruder haben wir jeden Tag vor Augen. Jeden Tag können wir seine Belange wahrnehmen und wir können Praktisch Liebe üben. Wenn er Hunger hat? Gib ihm essen! Wenn er Durst hat? Gib ihm trinken! Brauch er ein erbauendes Gespräch, steht ihm bei Seite. Hat er mit Sünde zu kämpfen? Bete für ihn.
Dagegen steht Gott, den wir nicht sehen. Wir kennen Gottes belange im Moment nicht und selbst wenn, wie könnten wir mit unseren Irdischen Gütern irgendwas beisteuern? Wir haben nichts was wir Gott geben könnten, außer unser ganzes Leben. Deswegen ist es schwerer Gott zu Lieben. Das Opfer ist weit größer, als das was wir unserem Bruder in seiner Not geben. Wenn wir nun behaupten, “ich Liebe Gott”, was gleichgesetzt bedeutet, ich habe ihm mein Leben gegeben - was weitaus schwerer ist, aber das leichtere nicht tun können was bedeutet das?
Dieser Text fordert uns heraus zu hinterfragen, ob wir selbst in einer Selbstlüge gefangen sind, oder ob wir wirklich Kinder Gottes sind. Der Umgang mit unseren Glaubensgeschwistern wird es zeigen. Ich weiß nicht wie es in deinem Leben ist. Gibt es jemanden von deinen Glaubensgeschwistern denen du bewusst aus dem Weg gehst? Die du ignorierst, schlecht über sie redest oder denkst. Gibt es in deinem Umfeld Glaubensgeschwister die dir einfach Gleichgültig sind?
Ihr Lieben, das sind Momente, die aufdecken, dass es in unserem Glauben Widersprüche gibt. Es sind Momente die uns neu vor das Kreuz bringen dürfen, wo wir bekennen dürfen und von Christus Reinigung erfahren dürfen. Denn das Gebot des Herrn steht fest: Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.
Als Jesus mit seinen Jüngern war sagte er zu ihnen „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt wie ich euch Liebe. Jesus gibt uns nicht einfach leere Worte, die nichts mit seinem Verhalten zu tun hatten. Wisst ihr, in dem Moment in dem ich diese Predigt halte, fallen mir etliche Momente ein, in denen ich selbst versagt habe. Wo ich mich eben nicht für mein Gegenüber entschieden habe, sondern für mein Ego.
In dem Moment in dem ich diese Predigt halte, fällt mir auf, was für eine Baustelle ich bin. Doch dabei muss ich nicht stehen bleiben. Ich darf auf Jesus blicken, der genauso und noch mehr in allem versucht worden ist aber ohne Sünde. Der viel härtere Kämpfe ausgefochten hat, von Beleidigung zu Unrecht zu Gewalt, doch ohne Sünde.
Der am Kreuz hing, den tiefsten Schmerz erlitten hat um unserer Willen, ohne Sünde. Ich darf auf sein Vorbild blicken und wissen, dass Jesus in mir lebt und mich befähigt auch so zu lieben, weil er es bereits getan hat. Weil er bereits gesiegt hat und wir aus seinem Sieg heraus Leben dürfen.
Durch den Heiligen Geist ist die Liebe Gottes ausgeschüttet in unsere Herzen und darauf dürfen wir uns besinnen, beziehen und berufen! Jesus, die Quelle der Liebe lebt in mir und befähigt mich durch den Glauben die Welt zu überwinden und trotz allem zu Lieben. Ich muss nicht bei mir stehen bleiben, ich darf, ja ich kann die Perspektive Gottes einnehmen und als Licht in der Finsternis leuchten, aus Gnade.
Anwendung: Lasst uns also als befähigte dem Gebot aus Liebe Gehorsam sein und die Geschwister Lieben. Lasst und in der Liebe Gottes Leben und freundlich gesinnt aufeinander zugehen, einander herzlich grüßen, einander in Ehrerbietung zuvorkommen, einander Demut zeigen und den anderen höher achten als sich selbst. Auf die belange unseres nächsten blicken und Aktiv unterstützen. Dazu fordert uns die Gnade und Liebe Gottes heraus, in seiner Kraft und in seiner Barmherzigkeit! Die Gnade verändert uns durch und durch.
Ende
Ende
Unsere Identität und Gemeinschaft sind durch die Liebe geprägt, die wir empfangen und weitergeben. Johannes will unser Verständnis für Gottes Liebe zu uns vertiefen und festigen, insbesondere in Zeiten der Unsicherheit und Furcht. Jesus ruft uns auf, einander zu lieben, wie er uns geliebt hat. Er ist das vollkommene Beispiel für diese Liebe und der Weg, den wir für eine Beziehung zu Gott und zu anderen gehen sollen.
Die Liebe Gottes ist die Grundlage für unser Vertrauen in ihn und unser Handeln gegenüber anderen; nur durch diese Liebe können wir wahre Gemeinschaft und Furchtlosigkeit in unserem Glauben finden. Das ist die Quelle für funktionierende Beziehungen untereinander — Die vollendete Liebe, diese ist wie ein Fluss — Sie muss weiter fließen.
Amen.
