1. Mose 15,7–21

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Gott verwirklicht Seine Verheißungen: Ein unvergänglicher Bund

Bibelstelle: 1. Mose 15,7–21

Zusammenfassung: In 1. Mose 15,7-21 verspricht Gott Abram nicht nur Nachkommen, sondern auch das Land, in dem er lebt. Diese Passage ist ein entscheidender Moment des Bundes zwischen Gott und Abram, wo Gott sein Versprechen mit einem unzerbrechlichen Zeichen besiegelt, das weit über die Gegenwart hinausweist und zukünftige Generationen betrifft.
Wie dieser Abschnitt auf Christus deuten könnte: Diese Passage zeigt, wie Gottes Treue und Verheißungen sich letztendlich in Jesus Christus erfüllen. Der neue Bund in Christus wird als Erfüllung der Verheißungen an Abram angesehen, da er der wahre Erbe ist, der alle Nationen segnet.
Kerngedanke: Gott bleibt treu in seinen Verheißungen und führt sein Volk durch alle Umstände hinweg zu seiner Erfüllung, was uns ermutigt, ihm im Glauben zu vertrauen, egal wie ungewiss unsere Situation auch sein mag.
Zusammenfassung letzt Predigt:
Beim letzten mal haben wir gehört, wie Abram von Gott ermutigt und gestärkt wurde. Abram war wegen den Kämpfen, die er vorher hatte sicherlich erschöpft und vielleicht hatte er auch Angst. Der Schöpfer des Universums sieht die Ängste Abrams, den er liebt und sagt ihm: »Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, dein sehr großer Lohn«. Abram fragt Gott, was er ihm den geben will, er hat ja nicht mal einen Sohn. Wie reagiert Gott? Er erteilt Abram in seiner Weisheit eine Lektion, die er nie wieder vergessen wird. Er führt ihn in der Nacht hinaus und fordert ihn auf, die Sterne zu zählen. Abram wird bestimmt nicht mal angefangen haben zu zählen. Im Orient und vor allem damals waren die Sternenhimmel noch viel überwältigender als hier bei uns, vor allem, weil es damals noch keine Lichtquellen außer Fackeln und Kerzen gab. Gott sagt zu Abram, dass so zahlreich wie die Sterne am Himmel sind, seine Nachkommen werden. Kein Mensch wird sie zählen können. Wer sind diese Nachkommen? Jeder glaubende Christ. Was für eine Lektion. Jedes mal, wenn Abram aus dem Zelt geht und in den Himmel schaut, wird er an das Versprechen Gottes erinnert. Durch diese wirksame ermutigung und Zusage von Gott, kommt das Herz von Abram zur Ruhe. Im Vers 6 heißt es:
Genesis 15,6 ELB CSV
Und er glaubte dem Herrn; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
Abram verlässt sich ganz auf Gott und bekommt durch den Glauben, die Gerechtigkeit Gottes angerechnet. Er vertraut der Zusage Gottes aus Kapitel 12, dass in Abram alle Geschlechter gesegnet werden, also das aus Abram der Sohn Gottes, Jesus Christus kommen wird, der einen Weg schaffen wird, um den Gottlosen gerecht zu sprechen. Durch diesen Glauben, wird er in den Augen Gottes zu einem gerechten. Auch uns wird so wie Abram die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben angerechnet.
Beim letzen mal habe ich auch gesagt, dass Gott die Geschichte mit Abram schreibt. In 3/4 dieses Kapitels handelt oder redet Gott. Und generell liegt der Schwerpunkt in dem Leben Abrams auf Gott und seinem Reden. Gott ist es, der die Geschichte Abrams schreibt. Warum schauen wir uns die Geschichte Gottes mit Abram so intensiv an? Um den Gott Abrams, der auch unser Gott ist, besser kennenzulernen. Um für unsere Prüfungen ermutigt zu werden, damit auch wir unser Vertrauen auf diesen Gott werfen können. Um sein Wesen besser kennenzulernen und dadurch motiviert zu werden, uns diesem unbeschreiblich herrlichen Gott ganz hinzugeben. Lasst uns heute ganz besonders auf die Worte und das Handeln Gottes achten um ihn besser kennenzulernen. Er ist es, der in 3/4 dieses Kapitels redet oder handelt.
Wir sind im Kapitel 15 und wir schauen uns die Verse 7-21 an. Ich habe diesen Abschnitt in 3 Punkte eingeteilt.

1. Abram stellt eine Frage, die auch wir gerne stellen würden

2.
3.

1. Abram stellt eine Frage, die auch wir gerne stellen würden

Genesis 15,7 ELB CSV
Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich herausgeführt hat aus Ur in Chaldäa, um dir dieses Land zum Besitz zu geben.
Nachdem Abram sein Herz durch die Ermutigung Gottes zur Ruhe gekommen ist, erinnert Gott Abram, woraus er ihn geholt hat und warum? Gott hat ihn aus der Verlorenheit, aus dem Götzendienst, aus der Hoffnungslosigkeit geholt um ihm das Land Kanaan zu geben. Bisher hat Abram das Land noch nicht in Besitz genommen. So war die Verheißung auch nicht gemeint, sondern seine Nachkommen sollten dieses Land Erben. Josu eroberte später mit dem Volk Israel das Land Kanaan.
Hast du schon mal überlegt, warum Gott dich berufen hat, mit welchem Ziel er dich herausgerufen hat? Auch wir, die wir an den Sohn Gottes glauben, wurden aus der Dunkelheit, aus der Verlorenheit gerufen, warum? Um dass Himmlische Kanaan in Besitz zu nehmen. Genauso wie bei Abram ist das himmlische Kanaan unser endgültiges Ziel. Genauso wie Abram ein Nomade und Fremdling auf dieser Erde war, sind auch wir Fremdlinge und Nomaden. Uns erwartet eine viel herrlichere Heimat. Aber in der hier kurzen Zeit, sollen wir als seine gesegneten, als seine Botschafter ein Segen für unsere Mitmenschen sein.
Gott erinnert Abram auch daran, wer er ist. Er stellt sich nochmals mit seinem Namen vor: Der HERR oder Jahve. Im Hebräischen wird Jahve wie folgt geschrieben, JHWH. Wie spricht man das aus? Versucht es mal mit mir. JHWH. Der Name des HERRN, hört sich wie ein Atemzug an, JH-WH. Ohne Atem, gibt es kein leben. Er ist die Quelle allen Lebens, der Unveränderliche, der schon immer war und der immer bleibt, der Töpfer, der Lenker des menschlichen Schicksals.
Nachdem Gott sich vorgestellt hat, Abram daran erinnert hat, woraus und weshalb er ihn berufen hat, stellt Abram eine Frage, die uns alle brennend interessiert. Abram fragt:
Genesis 15,8 ELB CSV
Und er sprach: Herr, Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es besitzen werde?
Fragt Abram hier nach einem Zeichen, weil er Gottes Versprechen in Frage stellt, oder fragt er nach dem Zeitpunkt, wann dies den passieren wird? Ich denke nicht, dass Abram hier zweifelnd fragt. Ich denke nicht, dass er Gottes versprechen in Frage stellt.
In Vers sechs haben wir gelesen:
Genesis 15,6 ELB CSV
Und er glaubte dem Herrn; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
Was glaubte Abram Gott?
Gott hat Abram eine große Nachkommenschaft versprochen. Er hat ihm gesagt, dass durch ihn, alle Nationen gesegnet werden. Aus dem Stammbaum Abram´s ist der Herr Jesus Christus geboren und dadurch hat sich dieses Versprechen erfüllt. All das glaubte Abram. Wieso sollte er dann jetzt nicht auch glauben, dass er das verheißene Land Erben sollte?
Ich denke, dass Abram schon glaubte, dass er das Land erben würde. Aber er war ungeduldig und er wollte wissen, wann es denn passiert. Im nächsten Kapitel werden wir dann auch sehen, wie er versucht, die Versprechen Gottes zu beschleunigen.
Er fragt also sinngemäß: Herr, HERR, an welchem Zeichen kann ich den Zeitpunkt erkennen, wann werde ich das Land in besitz nehmen. Würde die Antwort dieser Frage nicht auch uns brennen interesieren? Herr, HERR, wann werde ich das Himmlische Kanaan in besitz nehmen, wann werde ich dich sehen? Genau das war auch die Frage Abrams, es ging ihm nicht um das Irdische Land Kanaan, sondern um das Himmlische.
In Hebräer 11 lesen wir, dass Abram sich nach etwas besserem sehnt, als nach dem irdischen Land Kanaan.
Hebräer 11,8–10 ELB CSV
Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme. Durch Glauben hielt er sich in dem Land der Verheißung auf wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.
Abram lebte zwar schon im Verheißenen Land, aber er war noch nicht zufrieden. Er wusste, dass die Verheißung Gottes noch mehr beinhaltete. Es ging nicht nur um das irdische Land, sondern vor allem um das Himmlische Kanaan.
Hebräer 11,13–16 NGÜ NT+PS
Sie alle, von denen wir jetzt gesprochen haben, haben Gott bis zu ihrem Tod vertraut, obwohl das, was er ihnen zugesagt hatte, dann noch nicht eingetroffen war. Sie erblickten es nur aus der Ferne, aber sie sahen der Erfüllung voller Freude entgegen; denn sie waren auf dieser Erde nur Gäste und Fremde und sprachen das auch offen aus. Wenn sich aber jemand als Fremder und als Gast bezeichnet, gibt er damit zu verstehen, dass er nach einer Heimat Ausschau hält. Hätten unsere Vorväter dabei an das Land gedacht, aus dem sie gekommen waren, so hätten sie ja genügend Zeit gehabt, dorthin zurückzukehren. Nein, sie sehnten sich nach etwas Besserem, nach einer Heimat im Himmel.
Abram fragt also, Herr, HERR, woran soll ich erkennen, dass ich das Himmlische Kanaan, mit meinem verheißenem Volk, erben werde. Vielleicht stellst auch du dir die Frage. Woher weiß ich, dass ich das Himmlische Kanaan erben werde?
Wir werden gleich sehen, wie herrlich und weise Gott die Frage Abram, aber auch uns, beantwortet. Er weiß was Abram, was du und ich brauchen, er kennt unsere Schwachstellen und er setzt immer genau da an.

2. Gottes Antwort auf die Frage

Gott antwortet auf die Frage Abrams nach dem Himmel wie folgt:
Genesis 15,9–10 ELB CSV
Da sprach er zu ihm: Hole mir eine dreijährige junge Kuh und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube. Und er holte ihm diese alle und zerteilte sie in der Mitte und legte jede Hälfte der anderen gegenüber; aber das Geflügel zerteilte er nicht.
Die Antwort überrascht uns wahrscheinlich, aber wie sollte es auch anders sein! Es ist der weise Schöpfer selbst, mit dem Abram hier redet und der hier antwortet. Schauen wir uns die Antwort Gottes genauer an. Gott fordert Abram auf, fünf Tiere zu holen, diese zu töten und bis auf das Geflügel in der Mitte zu zerteilen. Dann soll er jede hälfte, der anderen gegenüberlegen.
Das tat Abram dann auch. Auf den Befehl des Herrn zerteilte Abram die Kuh, die Ziege und den Widder in der Mitte. Die Turteltaube und die Junge Taube zerteilt er nicht.
Was ist das für eine Zeremonie? Was ist das für eine Antwort von Gott auf die Frage Abrams nach dem Himmel?
Wenn wir eine Passage in der Bibel nicht verstehen, ist es wichtig, dass wir andere Stellen in der Bibel suchen, die diese Stelle auslegen. Ich habe zu dieser Bibelstelle nähmlich die verrücktesten Auslegungen gelesen, die Biblisch aber keineswegs belegt wurden. Es gibt zwei besonders wichtige Regeln bei der Bibelauslegung.
1. Unverständliche Textstellen werden von eideutigen Bibelstellen ausgelegt.
2. Was sagt das Neue Testament zu der unverständlichen Passage. Werden vielleicht sogar Verse aus dem alten Testament aus der schwierigen Passage im neuen zitiert?
Finden wir zu der heutigen Passage, also den Versen 9-10 eine eindeutige Bibelstelle, die uns erklärt, was dies zu bedeuten hat?
Jeremia 34,18–20 ELB CSV
Und ich will die Männer, die meinen Bund übertreten haben, die die Worte des Bundes nicht gehalten, den sie vor mir geschlossen haben, wie das Kalb machen, das sie entzweigeschnitten und zwischen dessen Stücken sie hindurchgegangen sind: (kommt euch das bekannt vor? Auch hier ist ein Kalb, dass in zwei Stücke geschnitten wurde) Die Fürsten von Juda und die Fürsten von Jerusalem, die Hofbeamten und die Priester und alles Volk des Landes, die zwischen den Stücken des Kalbes hindurchgegangen sind, die will ich in die Hand ihrer Feinde geben und in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten; und ihre Leichname sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraß dienen.
Aus diesem Abschnitt entnehmen wir, dass es bei der Zeremonie um die Verpflichtung und Beglaubigung eines Versprechen geht.
Zwei Parteien versprechen sich etwas, also gehen einen Bund ein. Nehmen wir mal als Beispiel einen uns bekannten Bund, den Ehebund. Ich verspreche meiner Frau, dass ich ihr egal was passiert treu bleibe. Sie verspricht mir das gleiche. Jetzt wollen wir den Bund bestätigen, oder ihm mehr Gewicht verleihen und nehme hierfür eine Kuh, eine Ziege, einen Wieder, schneiden diese in zwei teile und lege sie sich gegenüber, sodass ein Gang entsteht. Dann gehen wir zusammen durch diesen Gang, also quasi durchs Blut und bestätigen somit die Vereinbarung. Wir sagen mit diesem Eid aus, dass wir genauso enden wie die Tiere, die zerschnitten und Tod zur rechten und linken liegen, wenn wir unsere Vereinbarung nicht einhalten. Also wenn ich den geschlossenen Bund nicht einhalte, dann ende ich genauso wie die Tiere. Das wäre doch was für die nächste Hochzeit oder?
In Jeremia 34 hat sich die eine Seite der Partei, die Menschen nicht an den Eid gehalten und deswegen sagt die andere Partei, Gott, dass sie sterben müssen.
Diese Bundeszeremonie soll Abram hier vorbereiten. Abram will den Zeitpunkt des Himmels wissen. Er will wissen, wann er das Himmlische Kanaan erben wird. Woher er denn weiß, dass er es Erben wird und Gott sagt, wir gehen einen Bund ein. Wenn ich mich nicht an mein Wort halte, dann muss ich sterben. Und wenn du dich nicht an dein Wort hältst, musst du sterben. Das sagt Gott hier nicht direkt, aber das waren die Regeln dieser Zeremonie.
Diesen Bund soll auch Abram hier einhalten im Bezug auf den Himmel. Abram der Himmel ist dein, wenn du den Bund hälst. Aber bevor es zu diesem Bund kommt passiert etwas (Vers 11).
Die Patriarchen oder die Prinzipien des Glaubens: Genesis 12–49 2. Gottes Bundesschluss mit Abram (Gen 15, 7–21)

Mit Abram selbst sollte jetzt nur der Bund geschlossen und seinem Glauben damit die Garantie gegeben werden, dass das von Gott Verheißene Erfüllung werden würde. So groß die augenblickliche Drangsal, so aussichtslos die fernere Zukunft, so stark der feindliche Widerstand auch immer sein werden, ist erst die Stunde Gottes gekommen, dann vermögen keine Armut und Ohnmacht Israels und keine Stärke und Feindschaft der Völker aufzuhalten, was der Herr zum Heil seiner Erwählten verheißen hat. „Vierhundert Jahre“- mit diesem Zeitraum begrenzte der Herr die große Wartezeit bis zur Erfüllung des Verheißenen. So unverständlich den ungeduldig Wartenden die „Stunde Gottes“ im Laufe der Geschichte auch je und je war, sie kam nie zu früh und verspätete nie. Gottes Uhr stand nie stille, Gottes Handeln griff nie vor, Gottes Warten war nie Verspätung. Auch in der Geschichte Israels nicht.

Zuerst wird von Abram verlangt, fünf Opfer darzubringen. Warum gerade diese bestimmten Tiere und Vögel angeordnet wurden, wissen wir nicht, und wenig ist über die Riten im Zusammenhang mit Bundesschlüssen im alten Nahen Osten bekannt, außer dass das Tier getötet, zerteilt und teils als Brandopfer für die Gottheit, teils für ein gemeinsames Festmahl verwendet wurde. Die Bibel selbst ist die beste Quelle für weitere Details. Abram zerteilte jedes der Opfer in zwei Teile und bildete mit den Teilen zwei Haufen. Der hebräische Fachbegriff, einen „Bund zu schließen“, spiegelt diesen Teil des Rituals mit seinem unvermeidlichen Blutvergießen wider. Das Bild wird durch den Propheten Jeremia vervollständigt, der den König dafür rügt, einen Bund gebrochen zu haben, den er initiiert hatte, um die Freilassung von Sklaven in Jerusalem zu sichern (Jer 34,18–19). Das feierliche Versprechen wurde gegeben, indem man zwischen den Teilen des Opfers hindurchging, und diejenigen, die ihr Wort brachen, würde der Herr „wie das Kalb machen, das sie in zwei Teile zerteilten und zwischen dessen Teilen hindurchgingen“. Mit anderen Worten, der Tod erwartete denjenigen, der einen Bund brach.
Normalerweise gingen beide Vertragspartner mit einer Fackel durch die Tierhäflten hindurch, um feierlich zu zeremonieren, dass wenn ein Partner sich nicht an die Abmachung hält, wie die Tiere endet, also stirbt. An dieser stelle weisen einige Ausleger darauf hin, dass Gott der allein handelnde ist. Während Gott den Schwur durchführt, schläft Abram. Gott zeigt ihm die Zukunft seiner Nachkommenschaft. Das Volk Israel wird 400 Jahre Gefangenschaft erleben, wir wissen, dass hier die Ägyptische Gefangenschaft gemeint ist. Nach diesen 400 Jahren werden sie das Land aber in besitz nehmen. Er selbst aber, wird im hohen alter friedlich sterben, was dann auch eintraf. (Genesis 25) Nach dieser Zukunfsoffenbarung, geht Gott, symbolisch als Feuerflamme dargestellt, durch diese Tierhälften hindurch und stellt sich damit zu seinen Verheißungen. Er schließt einen Bund und schwört bei sich selbst. Wie muss es Abram ergangen sein, als er aus dem Tiefschlaf erwacht ist? Gott gab ihm worte des trostes, der ermutigung, ein zeichen durch den Sternenhimmel und jetzt hat er sich durch einen Schwur an seinen Verheißungen gebunden. Alles würde sich erfüllen, was Gott ihn zugesagt hat. Auch heute noch gilt dies. Wie schön ist es doch, dass wir diesen Gott kennen dürfen. Deswegen lasst uns Glauben und Hoffen. Geduldig hoffen und warten.
In Jesus lässt Gott uns nicht nur einen Blick in die Zukunft und auf unser ewiges erbe werfen, sondern in Jesus haben wir ein ganz besonderes Zeichen seiner treue. Das ist mehr wert als ein Sternenhimmel. Welches Zeichen haben wir heute, dass uns an die Treue Gottes erinnert? Es ist das Kreuz. Wie offt werden wir im Alltag mit dem Kreuz konfrontiert. Wenn du es siehst, dann erinnere dich, seine zusage, seine liebe, seine Gegenwart, sein Schutz steht dir zu. Dieses Kreuz schenkt uns unendlichen Lohn. Abram glaubte Jahweh, glaubst auch du? Komme mit all dem, was dich in deinem leben ausmacht zu ihm.
Die Patriarchen oder die Prinzipien des Glaubens: Genesis 12–49 2. Gottes Bundesschluss mit Abram (Gen 15, 7–21)

Gottes Offenbarung hatte Abram soeben in eine viel völligere Vertrauensstellung Gott gegenüber hineinziehen können. Nun will Gott ihm durch den Bundesschluss enthüllen, dass im Blick auf all das Verheißene die Garantien für alle Zukunft [101] nicht in Abram, sondern allein in Gott liegen werden. Wenn der weit Stärkere den weit Schwächeren in ein Bundesverhältnis hineinzieht, so geschieht es immer um des Schwachen willen, damit er im engsten Anschluss an den Starken gewinne, was er ohne ihn niemals gewinnen könne.

Genesis 15,9–11 ELB CSV
Und die Raubvögel stürzten auf das Fleisch herab; und Abram scheuchte sie weg.
Das Verjagen der Raubvögel will uns sagen, dass wir keine Dinge oder Gedanken zulassen sollen, die uns daran hindern, uns mit dem Herrn Jesus zu beschäftigen.
Die Raubvögel sind symbolisch Gedanken, die auch uns immer wieder beim lesen der Verheißungen Gottes kommen. Wir stellen uns dan fragen wie: »Bin ich wirklich ein Kind Gottes, habe ich den heiligen Geist und bin somit Wiedergeboren«?
Wie reagiert Abram? Er »scheuchte sie weg«.
Abram lässt sich die Verheißungen nicht rauben, er scheucht die Raubvögel weg.
Hier bietet es sich an zu erläutern, wie Gott Abram anweist, ein spezifisches Opfer als Zeichen ihres Bundes darzubringen. Der Prediger könnte betonen, wie Gott oft von uns verlangt, bestimmte Schritte des Glaubens zu unternehmen, selbst wenn wir das vollständige Bild noch nicht sehen. Diese Passage erinnert Christen daran, dass Gott seine Verheißungen in festgelegten und oft symbolischen Wegen erfüllt, die über das Sichtbare hinausweisen.
Aber bevor Abram den Bund mit Gott bestätigen konnte, passierte etwas unerwartetes

3. ????

Genesis 15,12–21 ELB CSV
Und es geschah, als die Sonne untergehen wollte, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken, dichte Finsternis überfiel ihn.
Im Tiefschlaf teilt Gott Abram mit, das der Weg in den Himmel kein gerader und bequemer weg ist.
Genesis 15,12–21 ELB CSV
Und er sprach zu Abram: Du sollst sicher wissen, dass deine Nachkommen Fremde sein werden in einem Land, das nicht das ihre ist; und sie werden ihnen dienen, und sie werden sie bedrücken vierhundert Jahre. Aber ich werde die Nation auch richten, der sie dienen werden; und danach werden sie ausziehen mit großer Habe. Und du wirst zu deinen Vätern eingehen in Frieden, wirst begraben werden in gutem Alter. Und in der vierten Generation werden sie hierher zurückkehren; denn die Ungerechtigkeit der Amoriter ist bis hierher noch nicht voll.
Abram schläft und Gott sagt ihm was mit seinen Nachkommen passieren wird und wie es ihm ergehen wird. Währenddessen liegen die Tiere für die Bestätigung des Bundes bereit. Gott sagt zu Abram, dass der Weg zu Himmel hart ist. Abram deine Nachkommen werden kämpfe haben, sie werden Widerstände haben, sie werden Gefangenschaft erleben, sie werden Feinde haben, sie werden zweifeln, sich sorgen, sie müssen den Kampf des Glaubens kämpfen. Aber 400 Jahre Ägypten sind nicht zu schwer für Gott, um sein Volk ans ziel zu bringen.
Wie gehts weiter?
Gott tut seinen Teil. Er geht alleine, ohne Abram durch die Tiere, in Form einer Feuerflamme. Auch in der Wüste führte Gott sein Volk in der Form einer Feuerflamme.
Genesis 15,12–21 ELB CSV
Und es geschah, als die Sonne untergegangen und dichte Finsternis eingetreten war, siehe da, ein rauchender Ofen und eine Feuerflamme, die zwischen jenen Stücken hindurchfuhr.
Gott selbst tut seinen Teil. Was bedeutet das. Gott übernimmt den Teil beider Seiten. Er sagt damit, dass wen du versagst Abram, dann lasse ich mich wie ein Tier zerteilen. Wenn du versagst, bin ich bereit mich wie ein Tier zerteilen zu lassen und genau so kam es. Abram war untreu, wir waren untreu, aber Gott war treu. Er hielt sein Versprechen. Weil wir es nicht geschafft haben uns an den Bund zu halten, lies er sich in seinem Sohn Jesus Christus zerteilen, damit er das Versprechen des Himmels einhalten konnte. Damit du und ich in den Himmel kommen. Damit wir das himmlische Kanaan erben. Der Bund kann nicht mehr scheitern, denn Gott selbst hat den Eid geleistet. Er ist bei sich selber durch diese Tierhälften gegangen, weil es keinen größeren gibt.
Hebräer 6,17–18 NGÜ NT+PS
Auch Gott hat sich mit einem Eid für die Zuverlässigkeit seiner Zusage verbürgt. Er wollte denen, die das versprochene Erbe bekommen sollen, unmissverständlich klarmachen, dass nichts seinen Plan umstoßen kann. Nun ist es zwar sowieso unmöglich, dass Gott lügt, doch hier hat er sich gleich in doppelter Weise festgelegt – durch die Zusage und durch den Eid, die beide unumstößlich sind. Das ist für uns eine starke Ermutigung, alles daranzusetzen, um das vor uns liegende Ziel unserer Hoffnung zu erreichen. Diese Hoffnung ist unsere Zuflucht;
Gott hat sich mit diesem Bund verpflichtet, Abram und dir den Himmel zu geben. Gott übernimmt die Pflicht beider Seiten. Gott ist bereit sich zu zerteilen zu lassen, damit der Bund des Himmels bestehen bleibt und so kam es auch. Er hat sich durch Jesus Christus am Kreuz zerteilen lassen, damit der Bund bestehen bleibt, damit die Verheißung sicher ist. Gott legt einen Schwur ab, wodurch ihm, aber auch uns, die wir glauben und somit nachkommen Abrams sind, der Himmel sicher ist. Egal wie Abram sich verhält, die Verheißung kann nicht fehl gehen, der Bund kann nicht scheitern, Gott selbst hat ihn wasserdicht gemacht, er ist für dich und mich durch die Tierhälften gegangen und hat den Schwur geleistet, bei sich selber, weil es keinen größeren gibt als er.
Hebräer 6,17 SLT
Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung in noch stärkerem Maße beweisen wollte, wie unabänderlich sein Ratschluss ist, sich mit einem Eid verbürgt,
Gott hat die Verheißung des Himmels für dich und mich fest verbürgt. Niemand kann dir dies Rauben lassen. Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu. (2. Timo)
Gott ist kein Lügner, er verbürgt sich mit sich selbst. Niemand kann uns dies Rauben. Wenn die Vögel kommen, dann scheuche sie Weg. Wenn du wissen willst, ob die Verheißungen sicher sind, dann lies diesen Abschnitt. Dir gehört das Heil und diir gehört das Land, das himmlische Kanaan, für immer.
Genesis 15,12–21 ELB CSV
An diesem Tag schloss der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deiner Nachkommenschaft gebe ich dieses Land vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Strom Euphrat: die Keniter und die Kenisiter und die Kadmoniter und die Hethiter und die Perisiter und die Rephaim und die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgasiter und die Jebusiter.
Hier könnten Sie über die tiefe symbolische Bedeutung des tiefen Schlafs sprechen, der über Abram kam, während Gott die verheißenen Worte sprach. Es könnte vorgeschlagen werden, wie dieser Moment für Gottes souveräne Pläne steht, auch wenn der Mensch nichts aktiv beiträgt. Der Prediger könnte betonen, dass Gottes Pläne und Zeitpläne weit über unser Verstehen hinausgehen und uns dennoch einschließen.
Hier könnte der Prediger erklären, wie das erstaunliche Bild des rauchenden Ofens und der flammenden Fackel, die zwischen den Tierstücken hindurchgehen, Gottes feierliches Versprechen symbolisieren, den Bund zu erfüllen. Hier bietet es sich an, zu unterstreichen, dass Gott sich selbst zur Garantie seiner Verheißungen macht. Christen können dadurch ermutigt werden, dass, egal wie umwälzend ihre Umstände erscheinen, Gottes Zusicherung unerschütterlich ist.
Gottes Bund mit Abram ist ohne Bedingungen. Das Land der Christen sind die himmlischen Örter. Diese hat Gott uns bereits in ihrem ganzen Ausmaß gegeben, weil wir mit dem Herrn Jesus verbunden sind, dem Er alles gegeben hat, und mit dem wir sie teilen dürfen.
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