1. Mose 15,7–21
Gott verwirklicht Seine Verheißungen: Ein unvergänglicher Bund
Bibelstelle: 1. Mose 15,7–21
1. Abram stellt eine Frage, die auch wir gerne stellen würden
1. Abram stellt eine Frage, die auch wir gerne stellen würden
2. Gottes Antwort auf die Frage
Mit Abram selbst sollte jetzt nur der Bund geschlossen und seinem Glauben damit die Garantie gegeben werden, dass das von Gott Verheißene Erfüllung werden würde. So groß die augenblickliche Drangsal, so aussichtslos die fernere Zukunft, so stark der feindliche Widerstand auch immer sein werden, ist erst die Stunde Gottes gekommen, dann vermögen keine Armut und Ohnmacht Israels und keine Stärke und Feindschaft der Völker aufzuhalten, was der Herr zum Heil seiner Erwählten verheißen hat. „Vierhundert Jahre“- mit diesem Zeitraum begrenzte der Herr die große Wartezeit bis zur Erfüllung des Verheißenen. So unverständlich den ungeduldig Wartenden die „Stunde Gottes“ im Laufe der Geschichte auch je und je war, sie kam nie zu früh und verspätete nie. Gottes Uhr stand nie stille, Gottes Handeln griff nie vor, Gottes Warten war nie Verspätung. Auch in der Geschichte Israels nicht.
Gottes Offenbarung hatte Abram soeben in eine viel völligere Vertrauensstellung Gott gegenüber hineinziehen können. Nun will Gott ihm durch den Bundesschluss enthüllen, dass im Blick auf all das Verheißene die Garantien für alle Zukunft [101] nicht in Abram, sondern allein in Gott liegen werden. Wenn der weit Stärkere den weit Schwächeren in ein Bundesverhältnis hineinzieht, so geschieht es immer um des Schwachen willen, damit er im engsten Anschluss an den Starken gewinne, was er ohne ihn niemals gewinnen könne.
