Christus, unser Friede (Epheser 2,11-22)
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Christus, unser Friede (Eph. 2:11-22)
2.9.1945: offizielles Ende vom 2. Weltkrieg - Frieden?
"Von Stettin an der Ostsee bis Triest an der Adria hat sich ein Eiserner Vorhang auf Europa herabgesenkt." (Winston Churchill am 5. März 1946) --> Beginn des "Kalten Krieges"
Krieg: charakterisiert von Trennung, Spaltung (physisch oder bildlich)
Ein Ehepartner/Kind rennt in ein Zimmer und knallt die Tür zu! - Trennung!
==> Traurige Realität in unserer Welt u. ein großes Problem für die ganze Menschheit!
Das große Problem, mit dem wir uns alle befassen müssen:
eine Trennung und Spaltung, die uns zerstören wird, wenn wir nicht die Lösung finden!
Wir müssen wahren und bleibenden Frieden finden! --> der größte Segen im Leben!
LESEN: Eph. 2,11-22 --> "Christus, unser Friede!"
Die Notwendigkeit für Frieden - Die Lösung für Frieden - Das Resultat des Friedens
I. Die Notwendigkeit für Frieden (11-12)
EIN ZAUN DER FEINDSCHAFT (14)
"Denkt daran" ("erinnert euch!") (11): der einzige Imperativ in Kap. 1-3!
- Den Zustand der verlorenen Heiden
- Eine bekannte "Mauer der Feindschaft" in der Geschichte Deutschlands
==> Ein Bild deiner persönlichen Geschichte oder deiner Gegenwart
MAUERBAU
- 15. Juni 1961: Walter Ulbricht, Staatsoberhaupt der DDR:
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"
- 12 August 1961: Ulbricht lässt die Grenze schließen und die Mauer bauen (mitten in der Nacht begonnen - nächster Morgen: Grenze zu)
- 15. August 1961: "Der Sprung" von Conrad Schumann (19-jähriger DDR-Grenzpolizist)
Die 160 km lange Mauer wurde zu einer der am besten gesicherten Grenzen der Welt: mit Stacheldrahthindernissen, Gräben, Panzersperren, Kontrollwegen und Postentürmen...
Juni 1962: "Hinterlandmauer" --> "Todesstreifen"(offene Fläche)
- Min. 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet
- "Ungezählt sind die Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihr Leben starben."
(Stiftung Berliner Mauer)
Ost- und West-Berlin --> Bild der Feindschaft zw. Juden und Heiden
"ihr, die ihr einst eurer natürlichen Abstammung zu den Nationen gehörtet" (11)
--> aus der Perspektive der Juden: Heiden = wir!
Für uns als Heiden gab es auch eine Mauer der Feindschaft!
A. Feindschaft mit und Trennung von den Juden (LESEN: 11)
1) Beschneidung
a) Zeichen des Bundes Gottes mit Seinem Volk
b) Symbolisch: frei von der Sünde zu sein
c) Wurde zu einer Sünde (Stolz und Verachtung der Heiden)
- Stolz von Paulus: am 8. Tag beschnitten (Phil. 3,5)
- Heiden: "Unbeschnittene", "Hunde" und "Schweine" genannt
d) Mauer trennte den Tempelbezirk vom Vorhof der Heiden
- Warnung: Todesstrafe
"Kein Andersbürtiger darf eintreten in das um das Heiligtum gehende Gitter und Gehege! Wer dabei ergriffen wird, wird sich selbst die Folge zuschreiben müssen, den Tod."
2) Genannt nach der Beschneidung (der sog."Beschneidung") (11)
- Verachtung der Juden, die nur die äußere (körperliche) Beschneidung hatten, aber keine innerliche, geistliche Beschneidung des Herzens (das voll mit Sünde war)
B. Feindschaft mit und Trennung von Gott (LESEN: 12) = "fern" (13)
Beispiel: Vorhang im Tempel (zw. dem Heiligen und dem Allerheiligsten)
* 18 Meter hoch, 4 cm dick
* Du hast keinen Zugang zu Gott!
* Eine Trennung, einen Vorhang der Feindschaft zw. dir und Gott!
* Diese Trennung existiert wegen deiner Sünde!
"sondern eure Übertretungen scheiden euch und euren Gott voneinander, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, sodass ihr nicht gehört werdet." (Jes. 59,2)
"Jeder Stein zeugt vom moralischen Bankrott der Gesellschaft, die er umschließt." (Margaret Thatcher, 1982)
Verschiedene Aspekte, von dem, was es bedeutet, "fern" zu sein:
Das grundlegende Problem: Kein Frieden ohne Christus (Errettung) (12)
1) Ferngehalten von der Bürgerschaft Israels
a) Besonderer Schutz und Segen von Gott
- Privilegien der Juden:
"die Israeliten sind, denen die Sohnschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bündnisse, die Gesetzgebung, der Gottesdienst und die Verheißungen; deren die Väter sind, und aus denen Christus herkommt nach seiner natürlichen Abstammung, der Gott ist über alles, gepriesen in Ewigkeit." (Röm. 9,4-5)
- Welch ein Segen! --> Vor allem: Christus!
b) Das Heil kommt von den Juden (Jesus in Joh. 4,22)
- Du kannst nicht errettet sein ohne Christus - ein Jude!
- Du musst nicht selbst ein Jude werden, aber du brauchst eine Verbindung zu den Privilegien des Volkes Israel!
- Heil, Segen kommt zuerst zu den Juden, aber nur durch Christus
- Am allermeisten brauchst du Christus! ("Fundort": in Israel)
2) Den Bündnissen der Verheißung fremd
a) Die Offenbarung Gottes (Gottes Wort)
b) Bündnisse
1. Mit Abraham (1. Mo. 12,3b)
"in dir sollen alle Völker auf der Erde gesegnet werden."
o Segen für "alle Völker auf der Erde"!
o Aber dieser Segen kommt durch Abraham (Israel)
o Wir Heiden: diesem Bündnis der Verheißung fremd!
o Wir müssen zu Kindern Abrahams werden!
2. Mit David (2. Sam. 22,51, in den Worten Davids)
"der seinem König großes Heil gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen ewig."
a. Großes Heil und Gnade
b. Segen kommt durch David und seine Nachkommen
c. Wir Heiden: diesem Bündnis der Verheißung fremd!
d. Wir müssen irgendwie zu diesem König, dem Nachkommen Davids, verbunden sein!
3. Neue Bund (Jer. 31,33)
"Ich werde mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; sie sollen mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein"
o Wir als Heiden sind diesem Neuen Bund fremd
o Wir brauchen eine Verbindung zu dem Juden, der diesen Bund gemacht hat: Jesus Christus!
"Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird." (Lu. 22,20)
3) Keine Hoffnung (ohne Christus)
Keine Hoffnung in diesem Leben und auch nicht für den Tod:
"damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben." (1. Th. 4,13)
4) Ohne Gott in der Welt
In Athen war es einfacher einen "Gott" zu finden als einen Mann!
Hatten viele "Götter", aber nicht den einzig wahren lebendigen Gott!
==> Nur durch Christus können wir Gott kennen und haben!
"Seeleute, die ohne Kompass und Führer in einer sternenlosen Nacht auf stürmischer See in einem Schiff ohne Ruder treiben, weit weg vom Hafen." (Hendriksen)
Keine Hoffnung ohne Christus! Nicht nur verloren ... auch ohne Frieden!
"Schlimmer kann es nicht kommen - außer in der Hölle zu sein. ... Wir befanden uns im Krieg mit Gott, und was noch viel schlimmer ist: Gott befand sich im Krieg mit uns!" (Lawson)
Wir "waren von Natur Kinder des Zorns" (2,3)
Ich weiß nicht, wie du nachts schlafen kannst, wenn du in dieser Situation bist!
(wenn du Jesus nicht kennst und nicht zu Ihm gehörst und Seinen Frieden hast)
Aber: Als wir noch Gottes Feinde waren, kam Jesus um uns Frieden zu bringen!
Paulus möchte seine Leser nicht nur an ihre schreckliche Vergangenheit erinnern, sondern auch an die wunderbare Veränderung durch Christus!
"Jetzt aber!" (13) cf. v. 4 ("Aber Gott!") --> Was für ein Kontrast!
Gute Nachricht des Evangeliums:
Christus kam und starb am Kreuz, um dir Frieden mit Gott zu schenken!
II. Die Lösung für Frieden (13-18)
DIE MAUER DER FEINDSCHAFT MUSS BESEITIGT WERDEN!
Die Mauer muss weg, um Frieden zu haben!
"Generalsekretär Gorbatschow, wenn Sie Frieden suchen, wenn Sie Wohlstand für die Sowjetunion und Osteuropa suchen, wenn Sie Liberalisierung suchen, kommen Sie hierher zu diesem Tor. Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor. Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!" (Ronald Reagan am 12. Juni 1987 in Berlin) --> Politiker in Moskau/DDR: "absurd"
Sensation (9.11.1989): Pressekonferenz mit SED-Vertreter Günter Schabowski:
- Neuer Reisegesetzentwurf (sollte erst am nächsten Tag in Kraft treten)
- Entscheidung "eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen"
- "Das tritt ... nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich"
- Tagesthemen: Hanns Joachim Friedrichs:
"Im Umgang mit Superlativen ist Vorsicht geboten; sie nutzen sich leicht ab. Aber heute abend darf man einen riskieren: Dieser neunte November ist ein historischer Tag. Die DDR hat mitgeteilt, dass ihre Grenzen ab sofort für jedermann geöffnet sind. Die Tore in der Mauer stehen weit offen." (Tagesthemen-Sprecher Hanns Joachim Friedrichs)
- Es gibt keinen größeren Superlativ als diesen:
"Karfreitag ist ein historischer Tag! Gott hat mitgeteilt, dass der Weg zu Ihm ab sofort für jedermann geöffnet ist! Die Tore in der Mauer stehen weit offen!"
A. Der Weg zum Frieden: Christus (LESEN: 13-14a)
1) Die Person Christi
a) Frieden nur durch Christus!
- "in Christus Jesus" (13)
- "er (NGÜ:"er selbst") ist unser Friede (14)
- Er allein: "solus Christus"
b) Kein Pastor, Priester, Papst, Kirche, gute Werke...
c) "Friedefürst" (Jes. 9,5)
d) Wie hat Er Frieden gemacht?
2) Das Werk Christi am Kreuz
a) Durch das Blut Christi (13) - Blut vergossen
b) Durch Seinen Leib (14) - Leib gebrochen
c) Beseitigte das Gesetz (15) - später näher betrachten...
d) Durch das Kreuz (16)
Tempel-Vorhang zerriss in genau dem Moment als Jesus starb!
e) All das ist etwas, das Jesus getan hat!
- Er gab Seinen Leib um gebrochen zu werden
- Er vergoss Sein kostbares Blut
- Er starb einen schrecklichen Tod am Kreuz und ertrug Gottes heiligen und furchtbaren Zorn gegen die Sünde
- Er tat das, um die Trennung zu Gott zu beseitigen und dir Frieden zu bringen!
f) Notwendig: Glaube an Jesus Christus!
- Um ein Sohn Abrahams zu werden (selbst Heiden!)
- Um die Segnungen der Bündnisse zu erhalten
- Um Frieden in Christus zu finden
"Erkennt also, dass sie, die aus Glauben leben, Abrahams Kinder sind. Die Schrift aber hat es vorausgesehen, dass Gott die Nationen durch den Glauben rechtfertigen würde; darum hat sie dem Abraham zuvor verkündet: In dir sollen alle Völker gesegnet werden. So werden nun die, die glauben, mit dem gläubigen Abraham gesegnet." (Gal. 3,7-9)
B. Die Bedeutung des Friedens (14-16)
1) Frieden zwischen Juden und Heiden (LESEN: 14-15)
a) Die Mauer der Feindschaft ist niedergerissen
b) Ein Bild vom Gesetz (15)
- Nicht das ganze Gesetz Gottes aufgehoben:
"Heben wir dann das Gesetz auf durch den Glauben? Auf keinen Fall! Sondern wir bestätigen das Gesetz." (Röm. 3,31)
- Nur zeremonielle Aspekte des Gesetzes (nicht moralischen)?
- Nur die mündliche Auslegung u. Anwendung des Gesetzes?
o Zusätzliche Regeln: ein "Zaun" um das Gesetz
- Nur der Effekt, dass Heiden durch das Gesetz von Juden (und somit auch von Gott) getrennt sind?
- Was wir auf jeden Fall sagen können:
Jesus hat alle Anforderungen des Gesetzes erfüllt!
o Er war dem ganzen Gesetz vollkommen gehorsam!
o Er zahlte die volle Strafe für unseren Ungehorsam!
o Jesus tat das für Juden und auch für uns Heiden!
o So haben wir durch Jesus den gleichen Zugang zu Gott und zum Frieden mit Gott!
- Verschiedene Ansichten unter Christen zur Bedeutung des Gesetzes für uns heute
- Verschiedene Ansichten zum Verhältnis zw. Juden u. Christen (Israel/Gemeinde):
o Juden u. Christen (Israel/Gemeinde) ganz klar voneinander unterscheiden?
o Hat die Gemeinde Israel in Gottes Plan ersetzt?
- Erstaunlich: Jesus "hat aus beiden EINS gemacht! (14)
o Nicht Seite an Seite gestellt
o Nicht eine Gruppe durch die andere Gruppe ersetzt
Wie eine Ehe (ich habe meine Frau nicht "ersetzt" - ein Fleisch)
"Da ist weder Jude noch Grieche, weder Knecht noch Freier, weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus." (Gal. 3,28)
- Gott hat ein Volk, nicht zwei!
"Es gibt nicht zwei Wege der Errettung - es gibt nur einen! Es gibt nicht zwei Völker in der Errettung - es gibt nur eins! Das ist die radikale Einheit, die wir haben! ... Nichts kann das zustande bringen außer das Kreuz Christi! ... Das ist die Botschaft des Evangeliums! Gott nimmt nicht Feinde und macht sie zu Freunden. Gott nimmt Feinde und macht sie zu Brüdern! Er macht sie eins - ein Volk." (Voddie Baucham)
- Haben wir diese Art der Einheit hier in unserer Gemeinde?
- Oder bauen wir Mauern auf, die Christus niedergerissen hat? (Deutsche/Ausländer, Deutsche/Russlanddeutsche, Trennungen nach Alter, Familien, gesellschaftlicher Status, Theologie...)
- Diese erstaunliche Art der Einheit ist nur möglich, wenn wir selbst eines haben:
2) Frieden mit Gott (LESEN: 16)
- Ein Weg der Errettung für Juden und Heiden: das Kreuz Christi!
"Da wir nun gerechtfertigt worden sind durch Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus" (Röm. 5,1)
- Alles wird neu!
"Darum: Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, sieh, es ist alles neu geworden!" (2 Kor. 5,17)
- Die "Wende":
o Die gute Nachricht brachte eine große Veränderung
* Des Sinnes / der Einstellung (zur Mauer)
* Des Handelns ("Mauerspechte")
o Die gute Nachricht wurde weit und breit verkündet
C. Die Botschaft des Friedens (LESEN:17-18)
1) Zuerst von Christus verkündet
2) Eine freudige Botschaft!
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die Frieden verkünden, gute Nachricht bringen, Heil verkünden; die zu Zion sagen: Dein Gott ist König (Jes 52,7)
3) Für die, die fern sind, und die, die nah sind - für alle!
"Ich will Frucht der Lippen schaffen, die sagen: ‚Friede, Friede', denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR, und ich will sie heilen." (Jes. 57,19)
- Auch die Juden waren so nah und doch so fern ohne Christus!
4) Jesus: der einzige Weg zu Frieden mit Gott
==> Dreieinheit in der Errettung (18) (vgl. Eph. 1,3-14)
Du kannst jetzt - hier und heute - vollkommenen Frieden mit Gott haben!
- Was zählt ist nicht, was vorher war: die vielen Sünden deiner Vergangenheit
- Was zählt ist: "jetzt aber!" (Was hat sich verändert?)
- Wie sieht dein Leben jetzt aus?
- Ist das, was Jesus tat, um dir Frieden zu bringen, eine Realität für dich?
- Lebst du noch in der Sünde oder rennst du zu Christus u. hältst dich an Ihm fest?
Vielleicht ist es jetzt gerade so bei dir, dass du in der Sünde lebst (auch als Christ)...
Was zählt ist jetzt! Was wirst du jetzt tun?
Wirst du weiter in der Sünde leben oder wirst du Buße tun und im Glauben und Vertrauen zu Christus rennen, um Seinen Frieden zu erfahren?
Was taten die Menschen in Berlin, als sie realisierten, dass die Mauer keine Trennung mehr für sie war? --> Sie begannen, die Mauer zu zerhacken und zu zerstören - mit riesiger Freude und Hingabe! (ohne Entlohnung!)
Einige Menschen in Berlin haben durch diese historische Nacht geschlafen und haben erst am nächsten Morgen realisiert, was geschehen war!
Vielleicht hast auch du die letzte Zeit mit der Sünde geschlafen! --> Zeit, aufzuwachen!
Wenn du nicht diese Freude und Hingabe hast, die Sünde in deinem Leben zu zerstören, wenn du keinen Frieden in Christus hast, dann komme jetzt zu Ihm!
Setze alles daran, Jesus zu kennen und zu lieben und Seinen Frieden zu bekommen!
Solange du noch lebst wird Jesus dir nicht sagen: "Jetzt ist es zu spät! Vergiss es! Du hast zu schlimm versagt!" Nein: Er wird dich willkommen heißen und dich in Seinen Armen tragen und dich retten und dir alles geben, das du brauchst!
Die Mauer der Feindschaft wurde von Christus niedergerissen! (Stellt kein Hindernis mehr dar!) --> Durch den Glauben an Jesus kannst du vollkommenen Frieden und vollkommene Freiheit haben!
Reagan später in seiner Rede:
"Als ich vor einem Moment vom Reichstag, dem Inbegriff der deutschen Einheit, herausgeschaut habe, bemerkte ich Worte, die auf der Mauer gesprüht waren, vielleicht von einem jungen Berliner: "Diese Mauer wird fallen. Glauben wird Realität." Ja, in ganz Europa wird diese Mauer fallen. Sie kann dem Glauben nicht standhalten; Sie kann der Wahrheit nicht standhalten. Die Mauer kann der Freiheit nicht standhalten."
Die Mauer der Feindschaft zwischen dir und Gott wird durch den Glauben an Christus fallen und Er wird dir Frieden und Freiheit schenken!
III. Das Resultat des Friedens (19-22)
NEUER MAUERBAU: NICHT ZUM TRENNEN - ZUM VEREINEN!
==> Die Gemeinde
WIEDERAUFBAU ("Aufbau Ost" / "Aufschwung Ost")
A. Mitbürger der Heiligen (LESEN:19a)
Eine neue Staatsangehörigkeit: DDR --> BRD
Wir: Nicht israelische Staatsbürger! Etwas viel größeres!
"Unser Bürgerrecht aber ist in den Himmeln" (Phil. 3,20)
==> Als Gemeinde, haben wir alle die gleiche Staatsangehörigkeit!
(nicht Deutsche, Russen, Ukrainer, Mexikaner...)
B. Gottes Hausgenossen (LESEN: 19b)
Familie! (nicht WG - was für ein Segen!)
Deutschland: was für freudige Familienzusammenführungen!
Wir: nicht die Hausgenossen des Hauses Israel! Etwas viel größeres!
==> Als Gemeinde sind wir alle Mitglieder der einen Familie Gottes!
==> In Christus gibt es keine Familie "Schmid" oder "Laukart" oder "Tscherter" oder "Klein" oder "Groß" oder "Baier" oder "Maier" oder "Kaiser" oder "Bauer" geben - nur die eine Familie Gottes!
C. Der Tempel Gottes (20-22)
1) Das Fundament (LESEN: 20)
a. Eckstein: Jesus Christus (20b)
"Denn einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus" (1. Kor. 3,11)
- Kein Zierstein, Gedenkstein
- Kein "Schlussstein" ganz oben im Gebäude
- Ein "Eckstein", der zwei Mauern mit einander verbindet
- Ein festes Fundament
"Darum spricht der Herr HERR: 'Sieh, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist." (Jes. 28,16)
- Du musst Christus als dein festes Fundament kennen!
"Da antwortete Simon Petrus: 'Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!' Und Jesus sprach zu ihm: 'Glückselig bist du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." (Matt. 16,16-18)
b. Fundament ausgerichtet zum Eckstein: Apostel und Propheten (20a)
o Apostel (NT): schrieben Gottes Wort nieder (NT)
o Propheten = NT Propheten: erklärten das Wort Gottes
"woran ihr, wenn ihr es lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen könnt, das in anderen Zeiten den Menschen nicht bekannt war, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart ist" (Eph 3,4-5)
"Und er hat einige zu Aposteln gesetzt, einige zu Propheten, einige zu Evangelisten, einige zu Hirten und Lehrern, damit die Heiligen zum Werk des Dienstes zugerüstet werden, zur Erbauung des Leibes Christi" (Eph. 4,11-12)
o Argument gegen den "fünf-fältigen Dienst" (Eph. 4,11):
Die Apostel und Propheten besonders bei der Entstehung der Gemeinde eingesetzt, nicht mehr heute (2,20)
* Ein "Fundament" von Aposteln u. Propheten, die mit Christus verbunden waren - jeder andere Stein darauf gebaut
2) Struktur: die Gemeinde (Steine auf dem Fundament gebaut) (LESEN: 21-22)
a. Eckstein (Christus): Stein nach dem alle anderen sich ausrichten
b. Einheit auf Grundlage von Christus und Seinem Wort
(Lehre der Apostel und Propheten) (21a)
c. Wachstum in Heiligkeit (zu einem heiligen Tempel) (21b)
d. Im Herrn (Christus) ineinandergefügt (22a)
e. Miterbaut zu einer Wohnung Gottes (22b)
f. Im Geist (22b)
--> Die Dreieinheit auf wunderbare Weise daran beteiligt!
--> Das Gebäude - dieser Tempel - ist noch nicht fertig!
* Einige Steine fehlen noch und müssen noch hinzugefügt werden!
* Einige Steine müssen noch ihren richtigen Platz finden!
* Einige Steine müssen näher an andere Steine heranrücken!
* Einige Steine müssen sich fester auf das Fundament gründen!
* Einige Steine müssen sich besser am Eckstein ausrichten!
Als Gemeinde sind wir dazu berufen, lebendige Steine in diesem Tempel zu sein - und in Einheit mit Christus und unseren Geschwistern in Christus zu leben!
Du kannst das christliche Leben nicht ohne die Gemeinde leben!
- Liebst du die Gemeinde (diese Gemeinde)?
- Liebst du die Geschwister in dieser Gemeinde?
"Darum lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur gegenseitigen Erbauung." (Röm. 14,19)
Dieses Gebäude, das Gott in der weltweiten Gemeinde - u. auch in unserer Gemeinde in BK am Bauen ist - wird nur vollendet werden, wo es Frieden in Christus gibt!
- Hast du Frieden in Christus gefunden?
- Lebst du im Frieden mit den anderen Geschwistern in der Gemeinde?
Wenn du Frieden mit Gott hast, dann gilt das für jede Lebenssituation!
"Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht." (Joh. 14,27)
Gebet:
"Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus." (Phil. 4,7)

