»Aus Gottes Hand empfangen: das Gute und das Schwere« (kürzere Fassung)

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Jakobus sagt, dass jede gute Gabe vom Himmel kommt - und nicht von anderswo. Aber kommen vom Himmel her, also von Gott, nur Geschenke, die wir als angenehm empfinden und als “gut und vollkommen” bezeichnen würden? ‌ Die Frage ist also, ob Gott auch Gaben schenkt, die wir als unangenehm oder als nicht-gut, als schlecht empfinden. Die heutige Predigt soll diese Frage beantworten.

Notes
Transcript

Einleitung (Problematisieren)

Ich möchte eingangs einen wunderschönen Lobpreis Gottes verlesen (ggf. GL327 vorab singen lassen):
Ps 103, 1-6 ReÜ “Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! Preise den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen. Der mit Gutem sättigt dein Leben. Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler. Der HERR verschafft Gerechtigkeit und Recht allen, die bedrückt werden.”
Was für ein schöner Text. Was für ein richtiger Text. David befiehlt sich selbst, sich an die Wohltaten zu erinnern, mit denen er von Gott beschenkt wurde. Seele, erinnere dich nicht nur an das Gute, sondern auch daran, dass es von Gott kommt.
So wie Jakobus formuliert: Jak 1, 17 ReÜ: “Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter[…]”.
Unsere erste Beobachtung ist: Jakobus sagt, dass jede gute Gabe vom Himmel kommt - und nicht von anderswo. Das ist nicht unwichtig, denn oft erwarten wir von Menschen, z.B. vom Lebenspartner oder Politikern, das Gute. Man könnte also mal länger darüber nachsinnen, was die Aussage für unsere Erwartungshaltung und unseren Dank/Lobpreis bedeutet: Alles, was gut ist, kommt von Gott!
Ich möchte heute aber einer anderen, viel unangenehmeren Frage nachgehen: Kommen vom Himmel nur Geschenke, die wir als angenehm empfinden, also “Wohltaten”? Ist Gott auch schlussendlich verantwortlich für Dinge, die wir als unangenehm oder als schlecht empfinden?
Wir wollen heute das Leben von vier biblischen Personen betrachten, um uns einer Antwort zu nähern.

Hauptteil (Informieren)

Der Blindgeborene

Johannes 9,1–3 ReÜ 1985
1 Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt.2 Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren wurde?3 Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden.
Wir wissen nicht, wie alt dieser Mann war. Nehmen wir behelfsweise an, dass er 20/25 Jahre alt war. Rund zwei Jahrzehnte lang konnte er nicht sehen und war täglich auf Almosen angewiesen.
Und die Jünger fragen den Herrn Jesus: “Wer trägt dafür die Verantwortung?” Jesus verweist nicht auf Verfehlungen von ihm oder seine Eltern, sondern sagt in Vers 3: “Er ist blind, damit Gottes Macht an ihm sichtbar wird.”
Wie Ihr wisst, zeigt Jesus dann die Macht Gottes, indem er ihn heilt. Das ist ein großer Aufreger unter den Leuten und unter den Menschen und der religiösen Schicht entsteht eine heiße Diskussion. Aber mir geht es heute nicht um die Heilung oder die Diskussion; es geht um die Tatsache, dass dieser Mensch einige Jahrzehnte lang gelitten hat, tagein und tagaus und Jesus dies mit den Worten kommentiert: Das musste sein, damit sich heute Gott verherrlichen kann.
Kamen diese Krankheit und das Leid von Gott?
Wenn wir ganz genau hinschauen, dann stellen wir fest, dass nicht gesagt wird, dass die Krankheit von Gott kam. Es ist naheliegend, dassGott diese Krankheit verursacht hat, aber das steht nicht exakt da. Man könnte die Stelle auch so verstehen, dass Gott nur das ohnehin vorhandene Böse für seine Zwecke nutzt.
Hat Gott also das Böse verursacht oder nur genutzt? Ich kann das zu dieser Bibelstelle nicht abschließend final beantworten. Und doch rüttelt dieses jahrzehntelange Leiden an unserem Gottesbild, oder?
Da Gott die Liebe ist und allmächtig ist, lasst es uns ganz klar sagen: Gott hat mindestens erlaubt, dass dieser Mann blind geboren wurde. Wir müssen möglicherweise gar nicht fragen, ob Gott die Krankheit gemacht, zugelassen oder nur genutzt hat. Alles ist Bestandteil seiner Vorsehung zur Erreichung Seiner Ziele.

Lazarus ist krank und stirbt

Lasst uns hierauf aufbauend ein zweites Ereignis des Neuen Testamentes betrachten:
Johannes 11,1–3 ReÜ 1985
1 Es war aber einer krank, Lazarus, von Betanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Marta.2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl salbte und seine Füße mit ihren Haaren abtrocknete; deren Bruder Lazarus war krank.3 Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du liebhast, ist krank!
Jesus liebte alle drei: Maria, Marta, Lazarus (s. V. 5). Die Schwestern rufen ihn um Hilfe, weil ihr Bruder sehr krank war und sie an Jesus glaubten.
Drei Leute leiden. Und was tut Jesus?
Johannes 11,6 ReÜ 1985
6 Als er nun hörte, daß er krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.
Anstatt sich sofort auf den Weg zu machen, bleibt Jesus noch ein paar Tage vor Ort! Er verkürzt nicht das Leiden des Kranken und seiner Schwestern. Gesundheitlich wird es immer schlimmer, so dass Lazarus stirbt. Laut V. 17 kommt Jesus erst in die Nähe des Ortes, wo die Familie wohnt, als der Verstorbene bereits seit vier Tagen in der Gruft liegt. Marta sieht ihn und sagt: “Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben”. Kurze Zeit später trifft ihn die andere Schwester, Maria, und sagt dasselbe.
Ihr wisst, dass Lazarus dann vom Vater im Himmel wieder zum Leben auferweckt wird. Etliche Leute bekehren sich. Das ist das Happy End dieses Ereignisses. Aber warum hat das Ganze stattgefunden? Warum all das Leid?
Johannes 11,4 NeÜ
4 Als Jesus das hörte, sagte er: „Am Ende dieser Krankheit steht nicht der Tod, sondern die Herrlichkeit Gottes. Der Sohn Gottes soll dadurch geehrt werden.“
Diese drei Gläubigen leiden also mehr als eine Woche lang zutiefst, und warum? Weil es um die Herrlichkeit Gottes geht und darum, dass Jesus Christus geehrt wird. Die Ehre Gottes steht stets über allem anderen. Gerade darin drückt sich seine Majestät aus, dass er über alles andere erhaben ist.

Hiob

Einleitung

Lazarus und der Blindgeborene litten unverschuldet. Unverschuldetes Leid ist ein wichtiges Thema aller Generationen von Gläubigen undauch der Bibel. In Psalm 73 stellt Asaph stellt die herausfordernde Frage: Wie kann Gott zulassen, dass ein Gerechter leidet?
Ich denke, dass uns der heilige geist deswegen das Buch Hiob gegeben hat. Das in usneren Bibel an 18. Stelle stehende Buch ist wohl das älteste unter den 66 Bibelbüchern. Es nimmt uns hinein in das Leiden eines Menschen - und vor allem in die quälende Frage, warum oder wozu er leidet. Das Spannende an diesem Buch ist, dass dieses Buch eine andere Antwort gibt als die Frage es eigentlich zu fordern scheint.

Der Charakter Hiobs

Um die volle Wucht der Botschaft des Buches zu verstehen und um es überhaupt richtig auslegen zu können, ist wichtig zu verstehen, wer sein trauriger Protagonist namens Hiob ist: Er ist ein Mann, ein Ehemann, ein Vater und er ist sehr reich. Wichtiger als die Dinge sind dem Verfasser des Buches aber: der Charakter Hiobs, sein Wesen, seine Persönlichkeit.
Hiob 1,1 ReÜ 1985
1 Es war ein Mann im Lande Uz, sein Name war Hiob. Und dieser Mann war rechtschaffen und redlich und gottesfürchtig und mied das Böse.
Der Buchautor nennt vier Eigenschaften von Hiob: eine besser als die andere. Und wenn ihr das vergleicht mit 1,8 und 2,3, stellt Ihr fest, dass diese Eigenschaften dreimal in diesem Prolog benannt werden. Der Autor will, dass wir verstehen, wer Hiob ist - dass da kaum noch “Luft nach oben” ist, wie man sagt: Der Mann ist ein geistlicher Held, ein Vorbild, ein Glaubensmann.

Was geschieht?

Der Prolog berichtet dann ferne von etwas, was man bis heute “Hiobsbotschaften” nennt: Nach und nach kommen Boten zu Hiob und berichten ihm von
wirtschaftliche Schläge,
einem familiären Megaschlag,
einen gesundheitliche Schlag und
und das Ganze gipfelt in einem ehelichen Doppelschlag.
Die Folie listet diese Schläge im Detail auf, wir gehen jetzt nicht inhaltlich darauf ein.

Warum geschieht es?

Nun wissen wir, wem etwas geschieht und was ihm geschieht . Lasst uns fragen, warum es geschieht, und dann kommen wir zu unserer Ausgangsfrage zurück.
Die Ausgangsfrage war: Wir sind gerne bereit, das Gute von Gott anzunehmen, aber wie steht es mit dem Bösen? Sind wir auch in Kopf und Herz bereit, das Böse von Gott anzunehmen? (Die Bibelkenner unter Euch dürfen gerne wegen der bewussten Anspielung auf eine Aussage von Hiob gerne lächeln).
Der Leser des Buches Hiob erfährt gleich zu Beginn des Buches, warum der arme Hiob derart leiden muss:
Hiob 1,6–8 ReÜ 1985
6 Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor dem HERRN einzufinden. Und auch der Satan kam in ihrer Mitte.7 Und der HERR sprach zum Satan: Woher kommst du? Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandern auf ihr.8 Und der HERR sprach zum Satan: Hast du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden – ein Mann, so rechtschaffen und redlich, der Gott fürchtet und das Böse meidet!
Da findet vor Gott eine Versammlung statt, an der eigenartigerweise sogar Satan teilnehmen darf. Ist euch aufgefallen, dass Gott die Initiative ergriff, und Satan ausdrücklich auf Hiob aufmerksam macht? “Hast du acht gehabt…?” Satan war auf der Erde umhergestriffen und hatte sich alles angeschaut - und einer war darunter, über den sich der Widersacher Gottes, der Satan, nicht freuen konnte. Hiob. Und genau auf dieses Vorbild spricht Gott ihn an. Und er nennt nicht nur den Namen, sondern er listet die vier positiven Eigenschaften auf.
Jedes Erwähnen von Hiobs Namen und den einzelnen Eigenschaften ist so etwas wie eine verbale Ohrfeige für Satan: Der hasst nämlich nichts mehr, als wenn ein Mensch rechtschaffen / redlich/ gottesfürchtig ist und das Böse meidet - Satan will bei allem das Gegenteil, das ist seine Motivation, seine Mission, sein Ziel und in nichts hat Satan bei Hiob großen Erfolg.
Satan wendet dann ein, dass Hiob nur so hingegeben sei, weil Gott ihn mit Reichtum und Lebensglück beschenkt habe. Daraufhin erlaubt Gott Satan, den ganzen Familie und Besitz des Hiob anzutasten (1,12). Satan geht auf diese Erlaubnis natürlich ein. Und nachdem Satan dem Hiob Familie und Besitz raubt, kommt es zu einer weiteren Konferenz: alles ist wie beim ersten Mal: Hiob ist in seinem Leid Gott treu weiterhin treu ergeben, was Satan immer noch nicht akzeptieren kann. Nun fordert Gott Satan auf, dass er seine Hand an Hiob selbst legen darf: Satan führt daraufhin Schläge an Hiobs Gesundheit und durch Hiobs Ehefrau aus.

Wer trägt die Verantwortung?

Jakobus 1,17 sagt, dass alles Gute von Gott kommt. Aber woher kommt das Böse?

Die beiden Katzen

Ich möchte ein Bild verwenden: Gut und Böse werden mitunter verstanden wie zwei Katzen, eine weiße und eine schwarze. Und diese Katzen raufen miteinander. Sie wälzen sich über- und untereinander, kugeln und kullern durch die Gegend. Für den außenstehenden Zuschauer ist mal die weiße Katze oben, bis die schwarze Oberhand gewinnt und dann ist die schwarze solange oben, bis es zum nächsten Wechsel kommt.
Ist das die biblische Beschreibung, wie es um Gut und Böse in der Welt steht? in der chinesischen Philosophie wird von Yin und Ayng gesprochen, in der griechischen von Dualismus. Sind Jahwe und Satan möglicherweise wie die beiden Katzen ständig am Raufen, und mal ist Jahwe “oben” und das Gute geschieht, und dann unterliegt er zeitweise dem Satan, und das Böse geschieht?
Nein, nein und nein! Aufmerksames Bibellesen Bibellesen hilft gegen solche Phantasien und Philosophien. Es wäre ein Leichtes zu sagen, dass Gott eigentlich helfen wollte, eigentlich dem Hiob nichts Böses wollte, eigentlich nur das Gute im Sinn hat - aber dass da leider nun einmal “die Sünde in der Welt sei” und “Satan halt erst in der Zukunft gefangen und in den Feuersee geworfen wird” und wie es bis dahin halt hinnehmen müssen, dass der sein Unwesen treibt.

Wer ist denn nun verantwortlich?

Auch wenn diese einzelnen Aussagen durchaus stimmen, so ist doch das zusammenfassende Ergebnis total falsch. Gott unterliegt niemals und nirgends auch nur für den Bruchteil eines Bruchteils einer Millisekunde dem Satan. Er ist der Souverän, der Allmächtige, er setzt alles um, was er sich vornimmt (Eph 1,11b), er kann alles und für ihn ist kein Vorhaben undurchführbar (Hiob 42,2). Oder wie jemand 1880 sagte: “Es gibt keinen Quadratmillimeter im gesamten Bereich unseres menschlichen Lebens, über den Christus, der über alles herrscht, nicht sagt: ‚Mein!‘“ (Abraham Kuyper, „Sphere Sovereignty“, 1880). Jahwe herrscht.
Wir sahen die zwei Himmelskonferenzen. Wir stellten fest, dass es jedesmal Jahwe ist, der die Initiative ergreift und Satan auf den feinen Charakter Hiobs hinweist. Und weil er der Souverän ist, ist er es auch, der Satan erlaubt, Hand an den Besitz und an Hiob selbst zu legen. Er hätte auch Nein sagen können. Er hat es erlaubt, er hat es sogar provoziert - um Satan zu zeigen, wie großartig JAHWE ist!
Verantwortlich für das Leid, das Hiob erfährt, ist: Gott! Hiob 42,11 “Da kamen zu ihm all seine Brüder und all seine Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten. Und sie aßen mit ihm Brot in seinem Haus, und sie bekundeten ihm ihre Teilnahme und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.”

Schlussteil (Transfer)

Die vierte Person

Ich hatte Euch eingangs vier Personen angekündigt, da fehlt noch eine: Wie erging es eigentlich Jesus Christus auf der Erde und am Kreuz?
Ging es ihm um seine eigene Rettung? Um sein Wohlergehen? Dass er „heil aus der Nummer raus kommt”? Jesus betet in den letzten Stunden in Freiheit (Ihr kennt es auswendig, oder?)
Lukas 22,42 Luther 2017
und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
Er selber litt, um der Pläne und des Namens Gottes willen!

Abschluss

Heute ging es darum, unser Gottesbild biblisch zu eichen. Gott setzt Leid in das Lebensbuch seiner Geschöpfe, um sich auch in dem Leid der seinen zu verherrlichen.
Bevor Dein Stolz schreit: “Was erlaubt der sich eigentlich?” bedenke, dass er diesen Weg des Leides selber gegangen ist: an nicht weniger als das erinnern wir uns regelmäßig, in dem wir das Abendmahl (Brotbrechen, Mahl des Herrn) feiern.
Der Töpfer kann mit seinem Ton tun, was er möchte (Röm 9,21). Und er ist, wie bei Hiob, nicht verpflichtet, seinem Geschöpf zu erklären, was er vorhat.
Lasst uns aus diesen vier geschichtlichen Ereignissen lernen: Gott liebt es durchaus total, seinen Menschen „vollkommene Freude” zu schenken — aber dies ist nicht seine oberste Mission. Wichtiger als das ist das, was Jesus in seinem Mustergebet am Anfang nennt: „geheiligt werde Dein Name”. Mit „Name” ist die Gesamtheit des Wesens Gottes gemeint.
Dieses Wesen Gottes soll vor allen Menschen und den himmlischen Mächten geheiligt werden, es soll ohne Trübung und ohne Einschränkung gelobt, gepriesen und verherrlicht werden. Und wenn Er dafür einen Menschen blind zur Welt kommen lässt, eine geliebte Familie leiden lässt oder Hiob fast alles nimmt, was er hat - und sich alle danach sehnen, dass „dieser Kelch an ihnen vorüber gehen möge”…. dann soll dennoch sein Wille geschehen.
Gerade darin drückt sich seine Majestät aus: Wir leiden, und möglicherweise tun wir das bis zum Ende unseres irdischen Daseins. Lasst uns dennoch und gerade dann an IHN klammern: Halte fest für wahr, dass IHM diese Sache weder entgangen noch entglitten ist, sondern er sie in seiner Vorsehung so geführt hat und der uns mit seinem eigenen Leben vorgelebt hat.
Nehmt eine wichtioge Glaubensaussage mit nach Hause, die Hiob in Hiob 2,10 ausspricht: »Das Gute nehmen wir von Gott an, da sollten wir das Böse nicht auch annehmen? Bei alldem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen.«
Gottes Geist gebe Dir solchen Glauben an die Vorsehung Gottes. Amen.
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