Von Eden bis in die Ewigkeit
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Lukas 24,13–27
Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tag zu einem Dorf namens Emmaus, das von Jerusalem 60 Stadien entfernt war.
Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen.
Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.
Ihre Augen aber wurden gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.
Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr unterwegs miteinander besprochen, und warum seid ihr so traurig?
Da antwortete der eine, dessen Name Kleopas war, und sprach zu ihm: Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was dort geschehen ist in diesen Tagen?
Und er sprach zu ihnen: Was? Sie sprachen zu ihm: Das mit Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; wie ihn unsere obersten Priester und führenden Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist!
Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Verwirrung gebracht; sie waren am Morgen früh beim Grab, fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie hätten sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten, er lebe.
Und etliche der Unsrigen gingen hin zum Grab und fanden es so, wie es auch die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.
Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!
Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.
Lk 24:13–27.
EINLEITUNG
EINLEITUNG
Was ist die Bibel?
Warum existiert sie?
Wozu ist sie gut?
Wofür hat Gott uns ein Buch gegeben, das über 1500 Jahre entstand, mit 66 Büchern, 40 Autoren, unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Hintergründen, Lebenssituationen?
Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen sagen:
“Die Bibel ist zu alt.”
“Nicht mehr relevant”
“Zu kompliziert.”
“Zu unverständlich.”
“Zu widersprüchlich.”
“Zu weit weg von meinem Leben.”
Und doch erleben Millionen von Christen seit 2000 Jahren:
Dieses Buch spricht.
Dieses Buch atmet.
Dieses Buch lebt.
Dieses Buch verändert Leben.
Warum?
Weil die Bibel keine Sammlung religiöser Weisheiten ist.
Kein frommes Märchenbuch.
Kein Kompendium von spirituellen Prinzipien.
Kein Register moralischer Regeln.
Sie ist ÜBERNATÜRLICH, sie spricht zu uns in Archetypischen Bildern die zu jeder Zeit zutreffen...und doch ALLE eine einzige Geschichte erzählen.
Die Bibel ist ein Drama.
Die epischste Geschichte aller Zeiten.
Ein Drama in fünf Akten:
Schöpfung
Fall
Verheißung
Erlösung
Neuschöpfung
Und der Hauptdarsteller dieses Dramas für die EWIGKEITEN ist Jesus Christus.
Ein Geschichte die VOR Grundlegung der Welt geschrieben wurden.
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.
Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten.
In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht.
Eph 1:3–8.
Von den ersten Seiten an...VOR der Schöpfung der Welt.
Dann, VON – EDEN.
Bis zu den letzten Seiten – Himmel und neue Erde. EWIGKEIT.
Von Eden bis Ewigkeit
Es geht nicht um uns.
Es geht nicht um unsere Größe oder unsere Leistung.
Es geht um Gott, der Mensch wird, um Menschen zu retten.
Es ist EINE Geschichte.
Es geht nicht um einen Gott des Alten Testaments der Böse und Wütend ist. Wie er manchmal dargestellt wird.
Und dann ein lieber Gott des Neuen Testaments, so ein fast Hippie Mäßiger Jesus - Wie Er manchmal dargestellt wird.
Es gibt KEINE Trennung des Alten Testaments vom Neuen...es ist EINE Geschichte, über EINEN Gott der EINEN Plan souverän und mächtig ausführt in der Menschen Geschichte.
Und genau DAS macht Jesus auf dem Weg nach Emmaus sichtbar.
Die Emmaus-Erzählung zeigt uns, wie Jesus will, dass wir die Bibel lesen:
Nicht moralistisch.
Nicht allegorisch.
Nicht psychologisch.
Nicht therapeutisch.
Sondern christologisch.
ÜBERGANG – WARUM ERKENNEN DIE JÜNGER JESUS NICHT?
ÜBERGANG – WARUM ERKENNEN DIE JÜNGER JESUS NICHT?
Zwei Jünger – enttäuscht, gebrochen, verwirrt.
Ihre Welt ist zerbrochen.
Ihre Hoffnung wurde gekreuzigt.
Und was macht Jesus?
Er kommt.
Er geht mit ihnen.
Er hört zu.
Er fragt.
Er lässt sie ausreden.
Aber sie erkennen ihn nicht.
Warum?
Warum erkennt man Jesus nicht sofort?
Die zwei Jünger sind verwirrt, enttäuscht, ihre Hoffnung erschüttert.
Am Sonntagabend laufen sie nach Hause, sprechen über die Ereignisse und versuchen zu verstehen, was los ist.
Plötzlich geht ein Fremder mit ihnen – Jesus selbst.
Doch sie erkennen ihn nicht. Warum?
Jesus hätte sagen können: “Überraschung! Ich bin’s!”
Und die Trauer wäre SOFORT verschwunden.
Aber er tut es nicht.
Er tut etwas Größeres.
Er zeigt ihnen – und uns – dass der Glaube nicht darauf basiert, Jesus körperlich zu sehen, sondern auf, DIE Geschichte die Gott von Anfang an angefangen hat zu schreiben.
Jesus verdeckt ihre Augen auf übernatürliche Art und Weise, DAMIT sie ihn nicht erkennen...um etwas viel kostbareres zu kommunizieren:
“Echter Glaube entsteht nicht aus dem Sehen Jesu – sondern aus dem Hören des Wortes.”
Er öffnet ihre Augen nicht, INDEM er ihnen sein Gesicht zeigt, sondern indem er ihnen die Schrift öffnet.
Und das bringt mich zu unserem ersten Punkt:
1. Vielleicht wissen wir nicht so viel über Jesus, wie wir denken – aber die Bibel zeigt uns, wer er wirklich ist.
1. Vielleicht wissen wir nicht so viel über Jesus, wie wir denken – aber die Bibel zeigt uns, wer er wirklich ist.
Die beiden Jünger dachten, sie wüssten, wer Jesus ist:
“DACHTEN er war ein Prophet.”
“Wir HOFFTEN, er würde Israel erlösen.”
“Aber er starb.”
Ihre Sicht war zu klein.
Viele Menschen heute denken ebenfalls, sie würden Jesus kennen:
“Jesus war ein guter Lehrer.”
“Jesus war ein moralischer Mensch.”
“Jesus war ein Vorbild.”
“Jesus war ein religiöser Reformer.”
Das war er alles auch...Aber Jesus ist mehr.
Und er zeigt es den Jüngern, indem er bei Mose beginnt.
Damit sagt Jesus:
“Wenn du mich falsch verstehst, ist deine Bibel falsch.”
Jesus liest die Bibel christozentrisch – und er möchte, dass wir es genauso tun.
Boah! Würde ich alles geben, um bei dieser Predigt dabei zu sein.
Als Jesus, 12km lang, in ALLEN Schriften zeigt wie sie von ihm zeugen.
Ich kann mir nur vorstellen: Bibelstunde mit Jesus:
Eden (1. Mose 3,15):Der verheißene Nachkomme, der der Schlange den Kopf zertritt.
Noah: Die Arche – Gottes rettendes Gerichtswerk. Christus, der hineinnimmt.
Abraham: Der geopferte Sohn – und der Widder an seiner Stelle.
Mose: Das Passahlamm – das Blut rettet.
Die Wüste: Die eherne Schlange – wer aufblickt, wird leben.
David: Der unscheinbare Hirtenjunge, der den Feind schlägt – Christus, der unsere Kämpfe kämpft.
Propheten: Bethlehem (Micha), der König auf dem Esel (Sacharja).
Jesaja 53: Der leidende Knecht, der unsere Sünden trägt.
Psalmen: Psalm 22 – Kreuzigung.Psalm 16 – Auferstehung.
Daniel: der vierte im Feuer
und das sind nur paar von hunderten Vorschauen und Prophezeiungen von Jesus im Alten Testament.
Und Jesus sagt mit jeder einzelnen Schriftstelle:
“Das bin ich!”
Jesus möchte zuerst hören, was in ihrem Herzen ist: Schmerz, Verwirrung, zerbrochene Hoffnung.
Und dann führt er sie an den Ort, an dem echter Glaube entsteht: die Schrift.
Jesus sagt zu den beiden – und zu uns:
“Schau in die Bibel! Dort siehst du mich, wie ich wirklich bin!”
“Der Glaube kommt aus der Verkündigung, die Verkündigung aus dem Wort Christi.”
Römer 10,17
“Wenn deine Vorstellung von Jesus nicht größer ist als dein Denken, ist sie kleiner als die Bibel.”
2. Vielleicht verstehen wir Gottes Handeln nicht – aber die Bibel zeigt uns seinen Plan von Eden bis zur Ewigkeit.
2. Vielleicht verstehen wir Gottes Handeln nicht – aber die Bibel zeigt uns seinen Plan von Eden bis zur Ewigkeit.
Wir alle haben Vorstellungen, wie unser Leben laufen soll:
“Ich war mir sicher, dass diese Beziehung hält…”
“Ich war mir sicher, Gott wollte, dass ich diesen Weg gehe…”
“Ich war mir sicher, meine Zukunft würde so aussehen…”
Und dann kommt alles anders.
Sowie die beiden Jünger sagen:
“Wir hofften…”
"Wir dachten…”
“Wir erwarteten…”
Und ihre Hoffnung war begraben mit Jesus.
Ihr Verständnis von Gottes Plan war abgestürzt.
Doch Jesus zeigt ihnen:
Ihre Erwartungen waren zu klein.
Sie wollten Befreiung von Rom.
Gott aber plante Befreiung von Sünde, Tod und Hölle.
Schon in Eden begonnen, zieht sich Gottes Erlösungsplan wie ein roter Faden durch die gesamte Schrift – durch Generationen, durch Könige, Propheten, Stämme, Linien – bis er in Jesus Christus seinen Höhepunkt findet.
Von Eden → Abraham → Israel → die Propheten → bis hin zu Christus und von dort → bis zur neuen Schöpfung, der Ewigkeit.
Doch Jesus zeigt:
Gottes Wege sind nicht unsere Wege.
Gottes Plan ist größer.
Gottes Sicht ist länger.
Gottes Rettung ist tiefer.
Die Jünger dachten an politische Befreiung.
Gott plante kosmische Befreiung.
Sie dachten an Erlösung von Rom.
Gott erlöste sie von einer Ewigkeit in der Hölle.
Sie dachten an ihre Nation.
Gott dachte an die ganze Welt.
Denn SO SEHR hat Gott die WELT geliebt...
Wir sind oft genauso:
“Ich dachte Gott öffnet diese Tür.”
“Ich dachte Gott schützt mich vor dieser Verletzung.”
“Ich dachte Gott verhindert diesen Schmerz.”
“Ich dachte Gott führt mich diesen Weg entlang.”
Und dann kommt alles anders.
Und wir fragen uns:
“Gott – was tust du? Gott - Wo bist du?”
Die Emmaus-Geschichte sagt uns:
Wenn Gott anders handelt, als du erwartest, erfüllt er etwas Größeres, als du begreifen kannst.
Gott schreibt Geschichte – auch wenn du sie nicht verstehst.
Er plant über Jahrhunderte. Jahrtausende.
Er sieht das Ende im Anfang.
Er setzt in Eden an und erfüllt am Kreuz.
Er beginnt in Urzeiten und endet in der Ewigkeit.
“Gottes Wege sind nicht kleiner als deine Erwartungen – deine Erwartungen sind kleiner als Gottes Wege.”
3. Vielleicht hast du viele Meinungen und Informationen über Jesus gehört – aber in der Bibel begegnet er dir persönlich.
3. Vielleicht hast du viele Meinungen und Informationen über Jesus gehört – aber in der Bibel begegnet er dir persönlich.
Die beiden Jünger haben Informationen gehört:
Das Grab ist leer.
Die Frauen sahen Engel.
Andere sagen, Jesus sei erschienen.
Aber Information schafft keine Erkenntnis.
Gerüchte ersetzen keine Begegnung.
Dogmatik ersetzt keine Gemeinschaft.
Jesus führt sie zu einem einzigen Ort, wo wir ihn SICHER finden:
Die Schrift.
Nicht zu Gefühlen.
Nicht zu Erfahrungen.
Nicht zu Meinungen.
Nicht zu Traditionen.
Sondern zum Wort.
Denn im Wort begegnet Jesus uns persönlich – wie ein Licht, das sich durch die Seiten brennt.
Und plötzlich verstehen sie:
Der Same der Frau nach Eden versprochen? → Jesus
Der größere Abel? → Jesus
Abraham und Isaak auf Morija? → Jesus
Josef von den Brüder verkauft, um sie dann zu retten? → Jesus
Mose der Erlöser von Sklaverei? → Jesus
Das Passahlamm? → Jesus
Der Fels in der Wüste? → Jesus
Der Josua, der ins Verheißene Land führt? → Jesus
Der Wahre, reine Richter? → Jesus
Der wahre David → Jesus
Der größere Elia und Elisa? Der Fels → Jesus
Der Mann im Feuer? → Jesus
Der Mann der Schmerzen? → Jesus
Der Gekreuzigte im Psalm 22? → Jesus
Der Auferstandene in Psalm 16? → Jesus
Der Messias in Bethlehem geboren? Der Fels → Jesus
Die ganze Schrift ist ein einziges Chor welches zu uns ruft:
“Sieh hin – Jesus Christus!”
“Du findest Jesus nicht durch Gerüchte – du findest ihn, wenn er dir die Schrift öffnet.”
Die ganze Bibel erzählt ein einziges Thema: Jesus Christus.
Wozu ist die Bibel gut?
Um zu erkennen, wer Jesus wirklich ist.
Um Gottes Plan für die Welt und für dein Leben zu sehen. Von Eden bis Ewigkweit.
Um Jesus selbst persönlich zu begegnen.
Jesus sagte: “Die Schriften zeugen von mir.”
Johannes 5,39
Vielleicht hast du viele Meinungen über Jesus gehört – aber in der Bibel begegnet er dir persönlich.
Vielleicht hast du vieles über Jesus gehört? - er möchte dir hier persönlich begegnen.
Vielleicht bis du verwirrt, von dem was andere über ihn gesagt haben? - er möchte dir hier persönlich begegnen.
Vielleicht bist du verstrickt in Prophetien und Offenbarungen und weißt nicht mehr was du glauben sollt?
“Sieh hin – Jesus Christus!”
“Du findest Jesus nicht durch Gerüchte – du findest ihn, wenn er dir die Schrift öffnet.”
SCHLUSS
SCHLUSS
Lukas 24,13–27
Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tag zu einem Dorf namens Emmaus, das von Jerusalem 60 Stadien entfernt war.
Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen.
Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.
Ihre Augen aber wurden gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.
Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr unterwegs miteinander besprochen, und warum seid ihr so traurig?
Da antwortete der eine, dessen Name Kleopas war, und sprach zu ihm: Bist du der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was dort geschehen ist in diesen Tagen?
Und er sprach zu ihnen: Was? Sie sprachen zu ihm: Das mit Jesus, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; wie ihn unsere obersten Priester und führenden Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist!
Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in Verwirrung gebracht; sie waren am Morgen früh beim Grab, fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie hätten sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten, er lebe.
Und etliche der Unsrigen gingen hin zum Grab und fanden es so, wie es auch die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.
Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!
Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. Lk 24:13–27.
Meine Predigt kommt jetzt zum Schluss, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende...
Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie wanderten; und er gab sich den Anschein, als wollte er weitergehen. 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt! Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.
Lk 24:28–29.
JESUS ZWINGT SICH NIEMANDEM AUF
Er tut, als wolle er weitergehen.
Er wartet.
Er drängt nicht.
Das Evangelium ist Einladung, keine Invasion.
Sie aber sagen:
“Bleibe bei uns.”
Und Jesus bleibt.
So tut er es bis heute.
Er WILL bleiben. Er will sich dir offenbaren!
Er möchte dich HIER, in seinem Wort begegnen!
Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen.
Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen.
Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg, und als er uns die Schriften öffnete?
Lk 24:30–32.
DAS BRENNENDE HERZ
Als Jesus ihnen die Schrift öffnete, geschah etwas:
Ihr Herz brannte.
Kein Funke menschlicher Begeisterung.
Kein emotionaler Trick.
Keine psychologische Manipulation.
Kein religiöser Kick.
Es war die Gegenwart Christi selbst.
Wenn Jesus die Schrift öffnet, brennt das Herz.
Und schaut, die Emmaus-Geschichte endet nicht im Gespräch –
sie endet am Tisch.
Nicht in Dogmatik und Theologie (so wichtig sie ist),
Nicht in kognitive Erkenntnis (so kostbar sie ist),
SONDERN in Gemeinschaft.
Jesus öffnet zuerst die Schrift – und dann öffnet er das Brot.
Weil die Schrift deinen Verstand entzündet, aber Gemeinschaft mit Jesus dein Herz nährt.
Und als er mit ihnen das Brot bricht, da gehen ihnen die Augen auf.
Warum?
Weil Christus sich am Tisch anders zeigt als auf dem Weg.
Auf dem Weg lehrt er.
Aber am Tisch liebt er.
Auf dem Weg erklärt er.
Aber am Tisch begegnet er.
Auf dem Weg brennt ihr Herz.
Aber am Tisch öffnet er ihre Augen.
Christus lädt dich nicht zu einer Religion ein – sondern zu einer Tischgemeinschaft.
Er lädt dich nicht zu einem System ein – sondern zu sich selbst.
Er lädt dich nicht zu Prinzipien ein – sondern zu seinem Herzen.
“Christus ist nicht nur der, den du studierst – Christus ist der, mit dem du am Tisch sitzt.”
Viele Menschen bleiben bei den Emmaus-Jüngern VOR Vers 30 stehen:
Sie hören, sie diskutieren, sie analysieren, sie vergleichen, sie können Fakten wiedergeben – aber sie sitzen nie am Tisch.
Sie laufen mit Jesus, aber sie essen nicht mit Jesus.
Sie reden über ihn, aber sie reden nicht mit ihm.
Sie kennen die Geschichten über Christus, aber sie kennen nicht die Stimme Christi.
Sie haben Informationen, aber keine Gemeinschaft.
Sie spüren Wärme, aber keine Nähe.
Aber Jesus will mehr.
Vielleicht brennt auch jetzt während dieser Predigt dein Herz?
Auch heute gilt es für dich...du kannst Jesus weitergehen lassen – es ist schön wenn man von einer Predigt ergriffen ist.
Aber was jetzt?
Jesus kann auch weiter gehen - nicht weil er gehen will...er wird sich aber nicht aufzwingen.
Er WILL bleiben, wenn du es willst, wenn du ihn bittest.
Dazu möchte ich dich heute einladen.
Dazu möchte ich uns heute einladen als Versammlung.
Dass wir jetzt aufstehen und in diesem Gebet aus rufen...
“Bleibe bei uns!”
“Bleibe bei mir Jesus!”
Und Jesus wird bleiben.
Jesus bleibt immer, wenn er eingeladen wird.
Und dann jedes Mal, wenn du dieses Buch aufmachst...jede Stelle die du ließt...alles was du hierin siehst...wirst du IHN sehen...mehr und mehr...SEINEN Plan sehen größer und größer...SEINE Stimme hören klarer und klarer.
Dieses Buch aufmachen wird wie Brotbrechen mit Jesus...gemeinschaft MIT ihm, denn er IST das Wort.
Das ist Beziehung.
Das ist Freundschaft.
Das ist Christus.
Er bleibt – nicht weil du gut bist, sondern weil er gut ist.
Er bleibt – nicht wegen deiner Stärke, sondern wegen seiner Treue.
Er bleibt – nicht wegen deiner Perfektion, sondern wegen seiner Gnade.
Er bleibt – weil er Freude daran hat, bei dir zu sein.
“Er will nicht nur dein Lehrer sein – er will deine Herzensspeise sein.”
Und so endet die Emmaus-Geschichte nicht mit Erkenntnis, sondern mit Begegnung.
Nicht mit Information, sondern mit Gemeinschaft.
Nicht mit Dogmatik, sondern mit Tischgemeinschaft.
Das ist die Einladung heute:
Laufe nicht nur mit Jesus – lebe mit Jesus.
Höre nicht nur von Jesus – lade ihn zu dir ein.
Bleibe nicht stehen bei brennendem Herzen – geh weiter bis zum geöffneten Augen.
Setz dich mit ihm hin.
Sprich mit ihm.
Hör ihm zu.
Iss mit ihm.
Gib dich ihm hin.
Er möchte mit dir leben,
und du sollst von ihm leben.
Denn dieser Jesus –
der Jesus von Eden,
der Jesus von den Bücher Mose,
der Jesus der Propheten,
der Jesus des Kreuzes,
der Jesus der Auferstehung,
der Jesus auf dem Weg nach Emmaus –
dieser Jesus will dein Jesus sein.
Von Eden bis Ewigkeit.
Er wartet am Tisch.
