Geist-erfülltes Leben zu Hause und auf der Arbeit (Epheser 6,1-9)
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Geist-erfülltes Leben zu Hause und auf der Arbeit (Eph. 6,1-9)
Worum geht es hier eigentlich?
- Familienleben / Arbeitsleben?
- Beziehungen?
- Autorität und Unterordnung?
- Regeln für das christliche Leben?
Kontext: Kapitel 5, beginnend mit Vers 15:
- 3 Kontraste ("sondern"):
1) Lebt nicht als Unweise, sondern als Weise (15)
2) Seid nicht uneinsichtig, sondern versteht den Willen des Herrn (17)
3) Berauscht euch nicht mit Wein, sondern werdet mit Geist erfüllt (18)
- 3 "Kommandos", die mit der Füllung des Geistes zu tun haben:
1) Singt dem Herrn! (19)
2) Dankt Gott zu jeder Zeit und für alles! (20)
3) Ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes! (21)
- 3 Kontexte für die Unterordnung:
o Ehefrauen und Ehemänner (5,22-33)
o Kinder und Eltern (6,1-4)
o Knechte und Herren (6,5-9)
Eph. 5,22-6,9: sehr ähnlich zu Kol. 3,18-4,1
Martin Luther: "Christliche Haustafel" (enthalten im Kleinen Katechismus)
==> Kontext: Biblische Unterordnung ist ein Zeichen der Füllung des Geistes!
Die Füllung des Geistes zeigt sich nicht in Zungenreden, sondern in respektvoller Unterordnung und fürsorglicher Autorität.
Wenn wir also diesen Bibeltext betrachten und welche Anwendung er für uns hat, dann frage dich:
- Ist es ein meinem Leben erkennbar, dass ich mit dem Heiligen Geist erfüllt bin?
- In welchen Bereichen meines Lebens brauche ich mehr die Füllung des Heiligen Geistes?
I. Geist-erfülltes Leben zu Hause (in der Familie: Kinder und Eltern) (1-4)
A. Die Pflichten von Kindern den Eltern gegenüber (1-3)
o Paulus schreibt an Kinder! (im Gottesdienst dabei)
o Nicht so heute (jetzt)! (Kinder sind jetzt alle weg - oder?)
o Nein! Es sind bestimmt doch noch einige Kinder hier...
o Volljährige "Kinder": (auch ich, als ich 18 wurde)
Leben noch mit den Eltern u. sind nicht selbst für sich verantwortlich (Miete, Essen, Waschen von Kleidern, Rechnungen)
--> Wenn du so ein Kind bist, dann gelten diese Anweisungen auch dir!
1) Gehorche deinen Eltern (1)
a) Wichtig!
"Ein weiser Sohn lässt sich vom Vater zurechtweisen; aber ein Spötter gehorcht der Ermahnung nicht." (Spr. 13,1)
"Ein Auge, das den Vater verspottet und es verachtet, der Mutter zu gehorchen, das sollen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen." (Spr. 30,17)
b) Vergleichbare Sünden in Römer 1,28-31: ("Freunde")
"Und weil sie es nicht für wert hielten, Gott zu erkennen, hat sie Gott auch dahingegeben an ihren untauglich gewordenen Verstand, zu tun, was sich nicht geziemt, voll von aller Ungerechtigkeit, Hurerei, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll von Neid, Mordlust, Streitsucht, List, Niedertracht, Angeber, Verleumder, Gotteshasser, Frevler, Hochmütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unversöhnlich und unbarmherzig."
c) Ähnlich: 2 Tim. 3,1-5:
"Du sollst aber wissen, dass in den letzten Tagen gräuliche Zeiten kommen werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unenthaltsam, wild, das Gute hassend, Verräter, unbedacht, überheblich, die das Vergnügen mehr lieben als Gott; sie haben den Schein eines gottesfürchtigen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide."
* Ungehorsam zu den Eltern ist genauso unpassend im Leben eines Christen, wie die anderen hier genannten Sünden!
d) "in dem Herrn":
Wenn du ein Kind Gottes bist - wenn Jesus dein Herr ist - dann soll der Gehorsam zu deinen Eltern auch deine Beziehung zum Herrn kennzeichnen!
e) Warum sollen Kinder ihren Eltern gehorsam sein?
Vielleicht fragst du dich das - oder deine Kinder fragen dich das!
* Nicht: "Weil ich es sage!" (richtige aber nicht beste Antwort!)
* Sondern:
o Weil es recht (richtig) ist (1)
o Weil Gott es gebietet (2)
o Weil Gott es belohnt (3)
* Es geht hier nicht in erster Linie um deine Beziehung zu uns als deinen Eltern - es geht um deine Beziehung zu Gott!
* Solch ein Gehorsam gefällt Gott
"Ihr Kinder, seid den Eltern in allen Dingen gehorsam; denn das ist dem Herrn wohlgefällig." (Kol. 3,20)
f) Wie sollen Kinder ihren Eltern gehorchen?
"wie ein Soldat, der kurz davor steht, in den Kampf zu gehen, und den Befehlen und Anweisungen seines Kommandeurs genau zuhört. Wenn er nicht genau zuhört, könnte er zur falschen Zeit am falschen Ort sein, was ihm sein Leben kosten könnte. Das biblische Gebot den Eltern zu gehorchen erfordert nicht eine "ja, ja..." Antwort. Nein, es erfordert einen Gehorsam als ob das eigene Leben davon abhängt."1
* Ganz: wie ein Soldat
"Ihr Kinder, seid den Eltern in allen Dingen gehorsam" (Kol. 3,20)
* Gleich (sofort): wie ein Soldat ("Stillgestanden!")
* Gerne (mit einer guten Einstellung)
* Einen Wunsch, die Eltern zu ehren
* Einen Wunsch, Gott zu ehren
g) Gehorsam den Eltern gegenüber nicht mehr verlangt, wenn du erwachsen bist und nicht mehr unter der Obhut und der Fürsorge deiner Eltern stehst....
h) Aber das nächste Gebot gilt für dein ganzes Leben:
2) Ehre deine Eltern (2-3)
a) Ehrst du deine Eltern? (egal wie alt du bist und wie alt sie sind)
* Wie redest du mit ihnen, über sie?
b) Ein Gebot mit einer Verheißung!
* Das "erste" Gebot mit einer Verheißung?
o Ist es nicht das einzige Gebot mit einer Verheißung?
o Oder ist es das zweite Gebot mit einer Verheißung?
"der aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten" (2. Mo.. 20,6 - 2. Gebot)
* Ein "primäres Gebot" (kein bestimmter Artikel)
"Die Bedeutung könnte diese sein: "Das ist ein primäres oder eines der wichtigsten Gebote, und es hat eine Verheißung"" (Matthew Henry)2
* Mit einer Verheißung!
o Ursprünglich dem Volk Israel vor dem Einzug in das verheißene Land Kanaan gegeben:
"damit du lange lebst in dem Land, das dir der HERR, dein Gott, gibt" (2. Mo. 20,12)
o Paulus wendet diese Verheißung an Gläubige heute an
o Aber: Haben alle gehorsamen Kinder ein langes Leben?
(Oder: Waren Kinder, die früh sterben, ungehorsam?)
"Die Rabbis sagen, es bedeutet, dass die Tage der Person, die ihren Eltern gehorcht, reich sein werden - nicht unbedingt reich an Quantität, aber reich an Qualität. Das könnte sehr gut der Fall sein, denn einige der größten Heiligen in der Kirchengeschichte starben in einem relativ jungem Alter. Jim Eliot, zum Beispiel, [der] im Alter von 23 starb. Seine Tage waren nicht lang, aber sie waren wirklich reich."3
Gehorsam ist gut für dich!
B. Die Pflichten von Vätern den Kindern gegenüber (4)
* Auch Mütter (gr. "Väter" kann auch für Eltern verwendet werden)
* Aber: Betonung auf Männer (Väter)! (gr. "Väter" nicht "Eltern" (1)).
* Normalerweise verbringen Mütter die meiste Zeit mit den Kindern, und Väter sagen leicht: "Soll die Mutter doch die Kinder erziehen!"
* Aber Gott macht die Väter verantwortlich (als den Hausherrn)!
1) Reize deine Kinder nicht zum Zorn (4a)
a) Hier sehen wir auch schon, dass Paulus in erster Linie zu Vätern spricht! (generell viel strenger mit den Kindern)
b) Manchmal denke ich Paulus hätte sagen sollen:
"Ihr Kinder, reizt eure Väter nicht zum Zorn!"
(Wort im AT am meisten für Kinder Israel verwendet, die Gott zum Zorn reizten...)
Aber er sagt: "Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn!"
c) Oft hat der Ungehorsam deiner Kinder ihre Wurzel darin, dass du sie zum Zorn reizt!
* Deine Kinder wissen dann nicht, was sie tun können und wie sie gegen dich und deine Provokationen ankommen können - Ungehorsam: das das Einzige, was in ihrer "Macht" ist!
d) Väter: Fragt eure Kinder, was ihr tut, dass sie zum Zorn reizt!
* Bei mir: Anschreien (schon verloren: nichts im Griff!)
e) Vielleicht (Bsp. aus versch. Kommentaren):
Autoritätsmissbrauch, unnötige Regeln und Gesetze, unzumutbar strenge Anforderungen, endlose kleinliche Beanstandungen, ständige Nörgelei und Verurteilung, immer beschuldigen und niemals loben, wütend werden und sie anschreien, Zornausbrüche, viel zu starke Züchtigung, wirklich gemeine und fiese Strafen, ein Kind demütigen oder unfair behandeln, Versprechen nicht einhalten, unsensibel gegenüber ihren Bedürfnissen sein, ihnen nicht deine volle Aufmerksamkeit geben, wenn sie mit dir reden wollen (vielleicht weiter ein Buch lesen oder am Handy sein), ihnen eine Antwort geben bevor sie ihr Anliegen zu Ende ausgeführt oder erklärt haben, bestimmte Kinder bevorzugen oder benachteiligen, sie hänseln, beleidigen oder sarkastisch mit ihnen reden...
Zuvor: schreckliche Listen von Sünden gesehen, die mit dem Ungehorsam zu tun haben - diese Liste ist ähnlich schrecklich!
"Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden" (Kol. 3,21)
"Es ist sehr gut möglich, dass die Irritation, die von nörgelnden und erniedrigenden Vätern im tagtäglichen Leben verursacht wird, die Kinder dann dazu bringt, zornig, frustriert und letztendlich entmutigt zu sein, weil sie ihren Vätern niemals gefallen können."4
* Möchtest du, dass deine Kinder so entmutigt werden, dass sie dich (u. vielleicht auch den Glauben) aufgeben?
* Sicherlich nicht! - Dann tu das, was Gottes Wort sagt!
* Du musst das Gegenteil tun: sie ermutigen!
(aber auch mit Züchtigung wo es nötig ist!)
"Schone die Rute und verdirb das Kind - das ist wahr; aber habe neben der Rute auch einen Apfel bereit, den du ihm geben kannst, wenn es etwas gut gemacht hat.'" (Luther)5
Benjamin West (US-Maler aus 18. Jh.):
"Der Kuss meiner Mutter hat mich zu einem Maler gemacht."6
2) Ziehe deine Kinder auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn (4b)
a) Aufziehen (Verb) = ἐκτρέφω
* Eph. 5,29: liebende Fürsorge d. Ehemänner für ihre Frauen
* Hier: erweiterte Sinn für die Erziehung der Kinder
"Eine maßvolle und anständige Behandlung hält die Kinder in Furcht vor den Eltern, mehrt ihren Eifer zum Gehorchen und gibt ihnen einen fröhlichen Mut, wogegen Härte und unpassende Strenge sie trotzig macht und das Gefühl der Hingebung in ihnen erstickt. ... Gott will [aber] nicht, dass die Eltern so weichherzig gegen ihre Kinder sind, dass sie dieselben durch Nachsicht verderben. Die Milde darf nicht zu weit gehen, sondern muss sich innerhalb der Zucht des Herrn halten. Wenn die Kinder verkehrt handeln, so müssen sie zurechtgewiesen werden. Und da sie noch jung und unerfahren sind, so bedürfen sie vieler Mahnungen und eines straffen Zügels, wenn sie nicht zuchtlos werden sollen." (Calvin)7
b) Zucht = παιδεία
* Zwei Hauptbedeutungen:
o Lehre, Anweisung (allgemein, geplant)
o Züchtigung
"Mein Sohn, achte die Erziehung des Herrn nicht gering, und gib nicht auf, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den erzieht er; und er schlägt jeden Sohn, den er aufnimmt." (Heb. 12,5-6)
c) Ermahnung = νουθεσία (Warnung: aus gegebenem Anlass)
"Einen sektierischen Menschen weise ab, wenn er einmal und ein zweites Mal ermahnt wurde" (Tit. 3,10)
d) "des Herrn": Kinder die Wege des Herrn lehren
Das ist viel wichtiger, als dich darum zu bemühen, dass deine Kinder das Beste im Leben bekommen! (Schule, Beruf)
(Das ist kein schlechtes Verlangen und Bemühen, aber das ist nicht, was am wichtigsten ist!) (Mein Wunsch für David)
"Eltern sollten sich mehr um die Loyalität ihrer Kinder zu Christus bemühen als um alles andere; mehr als um ihre Gesundheit, ihr intellektuelles Vermögen, ihrem materiellen Wohlstand, ihre Bewahrung vor großen Schmerzen und großem Unglück.'8
e) Kurze Anweisungen (Bedienungsanleitung, Handbuch):
nur ein Vers! (ausreichend!)
II. Geist-erfülltes Leben auf der Arbeit (Sklaven und Herren) (5-9)
Ist das für heute überhaupt anwendbar?
o Große Unterschiede, aber auch große Ähnlichkeiten!
o Wie oft hast du über deinen Chef auf der Arbeit gesagt oder gedacht: "Der ist ein echter Sklaventreiber!"?
o Natürlich eine Übertreibung, aber mit einem Körnchen Wahrheit...
o Einige Herren behandelten ihre Sklaven sogar besser als heute viele Chefs ihre Angestellten behandeln!
o Sklaven arbeiteten nicht nur als Ruderer, die in den Galeeren ausgepeitscht wurden - die meisten hatten ganz andere Berufe wie z.B. Hausdiener, aber auch Lehrer, Ärzte, Schriftsteller, Buchhalter, Schiffskapitäne, Regierungsbeamte...
o Die Arbeit von "Angestellten" wurde von Sklaven verrichtet!
Wenn du nicht genug Reichtum oder dein eigenes Geschäft hattest, konntest du nicht zum Arbeitsamt gehen, um eine Anstellung zu finden - du wurdest ein Sklave! Sklaven waren somit die normale Arbeitnehmerschaft der damaligen Zeit:
"Laut Berechnungen gab es etwas 60 Millionen Sklaven im Römischen Reich. Zur Zeit von Paulus hatte den römischen Bürgern eine schreckliche Art der Faulheit befallen. Rom war der Herrscher der Welt, und daher war es unter der Würde eines römischen Bürgers zu arbeiten. Die gesamte Arbeit wurde praktisch von den Sklaven getan."9
o Auch wenn einige Sklaven von ihren Herren sehr gut behandelt wurden, so gab es andere Herren, die ihre Sklaven sehr schlecht behandelten!
* Als Eigentum/Besitz angesehen und entsprechend behandelt
* Nicht als Menschen, sondern als Dinge angesehen ("Human Resources")
"Ein Sklave ist ein lebendiges Werkzeug, genauso wie ein Werkzeug ein lebloser Sklave ist" (Aristoteles)10
A. Die Pflichten von Sklaven ihren Herren gegenüber (5-8)
1) Seid euren Herren gehorsam (5a)
Nicht nur dem "Herrn Jesus" sondern auch euren "leiblichen Herren"!
"Der Rat von Paulus an Sklaven zeigt uns das Evangelium der christlichen Arbeit. Er sagt den Sklaven nicht, dass sie rebellieren sollen; er sagt ihnen, dass sie dort wo sie sind Christen sein sollen. Die großartige Botschaft des christlichen Glaubens an jedermann ist, dass es dort ist, wo Gott uns hingestellt hat, wo wir unseren christlichen Glauben ausleben sollen. Die Umstände mögen total gegen uns sein, aber das macht die Herausforderung nur grösser. Der christliche Glaube bietet uns nicht ein Entkommen von unseren Umständen; er bietet uns die Fähigkeit, die Umstände zu meistern."11
a) Mit Furcht und Zittern (5b): den Gehorsam ernst nehmen!
"schafft, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern" (Phil. 2,12)
b) In Einfalt des Herzens (5c) - nicht dumm, sondern unschuldig
"Das bedeutet, dass sie Herzen haben sollen, die von jeglicher falscher Motivation unschuldig sind. Paulus ruft sie somit auf, reine Intentionen zu haben und nicht der List, Machenschaften, Betrug oder anderen schlechten Motiven zu erlegen.12
c) Wie du Christus gehorchen würdest (5d)
- Nicht mit Augendienerei (6a): wenn der Chef gerade da ist
- Nicht um den Menschen zu gefallen (6b): Ansehen
- Als Knechte Christi (6c): Diener, Sklave Christi (Paulus)
- Den Willen Gottes von Herzen tun (6d)
- Mit gutem Willen dienen - wie dem Herrn und nicht den Menschen (7)
Auch wenn der Chef dich gerade nicht sieht - Gott sieht dich!
"Es ist eine große Gabe Gottes, einen guten Diener zu haben, den die meisten Diener sind nur Augendiener: Wenn ihr Herr weg ist, lassen sie ihre Arbeit liegen und spielen den Faulpelz, aber solche Diener handeln entgegen dem Gebot Gottes, und werden für ihre Faulheit zur Hölle verdammt, wenn sie nicht Buße tun." (Hugh Latimer in 1552)13
"Ihr Knechte, seid euren leiblichen Herren gehorsam in allen Dingen, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die Gott fürchten. Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen für den Herrn und nicht für Menschen" (Kol. 3,22-23)
2) Sei dir gewiss, dass Gott dich sieht und belohnen wird (8)
"Ein Missionar war auf einem Schiff nach Hause in die USA nachdem er 40 Jahre in Afrika verbracht hatte. Mit ihm auf dem Schiff war der Präsident Teddy Roosevelt, der von einer Safari zurückkehrte. Als der Ozeandampfer am Hafen von New York ankam, waren tausende von Menschen am jubeln, Musik spielte, Reporter warteten, und alle sagten: "Wow, Teddy Roosevelt hat ein Nashorn und einen Elefanten getötet!" Der Missionar drehte sich zu seiner Frau und sagte. "Weißt du was? Ich bin etwas erbittert. Nach zwei Wochen auf einer Safari wird Teddy Roosevelt als Held gefeiert, weil er ein Nashorn und einen Elefanten erlegt hat. Aber wir verbrachten 40 Jahre im Dschungel und haben unser Leben hingelegt, um den Menschen dort zu helfen, und es gibt niemanden der uns zu Hause willkommen heißt."
In der gleichen Nacht sprach der Herr zum Herzen des Missionars und sagte einfach: "Du bist noch nicht zu Hause."14
Es gibt eine Belohnung für treuen Dienst!
"und wisst, dass ihr vom Herrn das Erbe als Lohn empfangen werdet, denn ihr dient dem Herrn Christus. Wer aber unrecht handelt, der wird bekommen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person." (Kol. 3,24-25)
Der Tag des Gerichts kommt! (keine Belohnung f. schlechte Taten!)
"Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit ein jeder empfange, je nachdem wie er gehandelt hat im Leib, sei es gut oder böse." (2 Kor. 5,10)
Es lohnt sich immer, Gott zu gehorchen und Seinen Willen in allen Dingen zu tun!
Vielleicht erscheint dir das in deinen gegenwärtigen Umständen nicht so, aber wenn du deine Belohnung von Gott bekommst, dann wirst du wissen, dass es es wert war!
Deswegen: Führe jetzt schon dein Leben so, dass du eine Belohnung von Gott erwarten kannst!
B. Die Pflichten von Herren gegenüber ihren Sklaven (9)
1) Tut ihnen gegenüber dasselbe (was?)
- Sicherlich nicht ihnen gehorsam sein!
- Aber ja, Gott in allem gehorchen, was sie betrifft!
- "als dientet ihr dem Herrn" (7)
- Behandle deine Angestellten wie du Jesus behandeln würdest!
2) Lass das Drohen
- Sag nicht: "Ich habe die Macht, dies und jenes zu tun!"
3) Sei gewiss, dass du und deine Angestellten einen noch viel größeren Herrn als du im Himmel haben, der alles sieht und belohnt!
Gott wird dich belohnen (in allen deinen Beziehungen)!
Er wird dich belohnen:
- Für deinen Gehorsam gegenüber deinem Ehemann, deinen Eltern, deinem Chef
- Für deine liebevolle Fürsorge für deine Ehefrau, deine Kinder, deine Angestellten
Ende von Luthers "Christlicher Haustafel" am Ende seines Kurzen Katechismus:
"Ein jeder lerne sein Lection,
So wird es wohl im Hause stohn."
Aber wie "stoht" es bei dir? Wie sieht es bei dir aus?
Gottes Wort hat hohe Erwartungen und Forderungen an uns, was unsere Beziehungen zu Hause und auf der Arbeit betrifft!
Mit dem Heiligen Geist kannst du diesen Anforderungen gerecht werden!
Ist es in deinem Leben erkennbar, dass du mit dem Heiligen Geist erfüllt bist?
- Wenn nicht, dann lass das dein Gebetsanliegen sein: dass Gott dich so mit dem Heiligen Geist füllt, damit es in deinem Leben ganz deutlich ist!
- Und wenn das in deinem Leben erkennbar ist, dann sei ermutigt - trotz aller Schwierigkeiten:
Du kannst gewiss sein,
o dass du ein Kind Gottes bist,
o dass dein himmlischer Vater alles sieht,
o auch dass du in erster Linie dem Herrn Jesus dienst
(in der Kraft des Heiligen Geistes),
o und dass du solch eine große Belohnung erhalten wirst, dass du sagen wirst: "Ja, es hat sich gelohnt, dem Wort Gottes gehorsam zu sein!!"
Segen:
"Dem aber, der überschwänglich über alles hinaus tun kann, war wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde, in Christus Jesus, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." (Eph. 3,20-21)
1 Jon Courson, Jon Courson's Application Commentary (Nashville, TN: Thomas Nelson, 2003), 1259.
2 Matthew Henry, Matthew Henry's Commentary on the Whole Bible: Complete and Unabridged in One Volume (Peabody: Hendrickson, 1994), 2318.
3 Jon Courson, Jon Courson's Application Commentary (Nashville, TN: Thomas Nelson, 2003), 1260.
4 Harold W. Hoehner, Philip W. Comfort, and Peter H. Davids, Cornerstone Biblical Commentary: Ephesians, Philippians, Colossians, 1&2 Thessalonians, Philemon., vol. 16 (Carol Stream, IL: Tyndale House Publishers, 2008), 120.
5 William Barclay, The Letters to the Galatians and Ephesians, The New Daily Study Bible (Louisville, KY; London: Westminster John Knox Press, 2002), 205.
6 Ibid., 205-206.
7 Timothy F. George, "General Introduction," in Galatians, Ephesians: New Testament, ed. Gerald L. Bray and Scott M. Manetsch, vol. 10, Reformation Commentary on Scripture (Downers Grove, IL: IVP Academic, 2011), 395.
8 Francis Foulkes, Ephesians: An Introduction and Commentary, vol. 10, Tyndale New Testament Commentaries (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1989), 170.
9 William Barclay, The Letters to the Galatians and Ephesians, The New Daily Study Bible (Louisville, KY; London: Westminster John Knox Press, 2002), 207.
10 Ibid.
11 Ibid., 209.
12 Clinton E. Arnold, Ephesians, Zondervan Exegetical Commentary on the New Testament (Grand Rapids, MI: Zondervan, 2010), 423.
13 Paul V. Harrison, Classical Study Bible, n.d., Eph 6:7.
14 Jon Courson, Jon Courson's Application Commentary (Nashville, TN: Thomas Nelson, 2003), 1262.
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