1. Advent 2025
1. Advent 2025 • Sermon • Submitted • Presented
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· 6 viewsKerngedanke: Gott, der König der Herrlichkeit, verlangt von uns, unser Leben vor ihm in Heiligkeit zu leben, um in seine Gegenwart eintreten zu können—und das wird uns durch den Glauben an Jesus Christus ermöglicht.
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Einleitung
Einleitung
Es gibt verschiedene Merkmale des Glaubens, die das Christentum von den anderen Religionen unterscheiden: Zum Beispiel dass Gott ein Gott ist, der zuerst aus seiner Güte handelt und dann erst eine Reaktion des Menschen erwartet. Oder dass er selbst die Errettung des Menschen eingefädelt hat. Oder auch, dass der Christ die Parusie Christi, die Wiederkunft Jesu, den Advent Jesu, erwartet.
Ja, Advent heisst Ankunft. In der Kirche hat sich der Begriff aber auch auf die Zeit vor der Ankunft des Messias ausgeweitet. Der Christ lebt also immer im Advent, in der Erwartung der Ankunft - Wiederkunft Christi. Im Speziellen im Kirchenjahr ist das die Zeit vor Weihnachten, vor dem Fest zur ersten Ankunft unseres Retters.
Was bedeutet das aber? Auf wen genau warten wir denn? Wer ist dieser Gott, dieser Messias? Und folgend in welcher Haltung sollen wir das tun?
Mit wem haben wir es zu tun?
Mit wem haben wir es zu tun?
Der Psalm 24 ist ein Lied über die Ankunft Gottes. Es handelt über diesen Gott, wer er ist, es besingt die Vorbereitung auf die Ankunft dieses Gottes, und was endlich geschehen soll, wenn er da ist. Schauen wir uns das an:
1 Ein Psalm Davids. Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner; 2 denn Er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen.
Am Anfang aller Dinge steht immer Gott. Er, der alles geschaffen hat. Ihm gehört alles, die Erde, der Himmel, die Tiere und die Pflanzen, die Sterne, die Menschen - unser Leben. Denn unser Leben kommt von Ihm. Alles kommt von Ihm.
Exodus 19,5 „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir,“
Wenn ihm nun alles gehört, wer sind wir dann? Dazu lesen wir in Genesis 1,28 „…und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“ Er sagte nicht, dass er die Schöpfung dem Menschen schenkt, er sagte ihm: herrsche über sie. Das bedeutet verwalten, pflegen, Sorge tragen, kreativ damit umgehen. Das ist die Rolle des Menschen, zumindest wie sie Gott gedacht hatte. Denn Er hat diese Erde nicht für den Menschen geschaffen, sondern zu seiner eigenen Ehre, damit alle Kreatur erkennt, dass er der einzige und lebendige Gott ist.
Auch heute noch haben wir das Recht, auf der Erde, in der Schöpfung Gottes zu leben, uns von ihr zu ernähren, von ihr zu profitieren. Welche Haltung Gott gegenüber wäre also richtig? Dankbarkeit, Demut, Anbetung, Gehorsam. Was noch?
Heiligkeit für die himmlische Gegenwart
Heiligkeit für die himmlische Gegenwart
Auf das geht David in den ersten Versen dieses Psalmes ein.
3 Wer darf auf den Berg des Herrn steigen? Und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen? 4 Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört. 5 Der wird Segen empfangen von dem Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. 6 Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein Angesicht suchen – das ist Jakob! (Sela.)
Wie begegnen wir diesem Schöpfergott, diesem Heiligen, Reinen, dem einzig Gerechten und Barmherzigen, dem Gnädigen und Liebenden? Dazu möchte ich wieder auf die Predigtreihe zu den Eigenschaften Gottes verweisen. Wenn wir diesem Gott in der richtigen Haltung begegnen wollen, müssen wir vorher wissen, wer er ist.
Wie begegnen wir dem heiligen Gott, der allein ohne Sünde und Falsch ist? Wir haben gelernt, dass Gott keine Sünde in seiner Nähe haben kann. Darum können wir nicht einfach so in seine Nähe kommen, ihm begegnen, ihn zu seiner Ankunft begrüssen, denn wir sind sündig von oben bis unten. Wir können gar nicht sündlos sein, wir sind darin verstrickt und gefangen. Es ist uns schlicht unmöglich, Gott in unserem Zustand zu begegnen, und wir können aus uns heraus nichts tun. Gerechtigkeit (also Sündlosigkeit) ist Bedingung um Gott zu begegnen.
David singt hier von dem, was nötig wäre: Wer hat unschuldige Hände? Wer hat ein reines Herz? Wessen Seele betrügt nicht sich selbst und andere? Wer lügt nicht?
Kann es irgendjemand geben, der den Segen und die Gerechtigkeit Gottes empfangen kann? Dem Volk Israel hat es Gott eingerichtet, dass es sich mit den Opfern loskaufen konnte. Gewisse Handlungen waren nur möglich, indem man sich zuvor mit einem Opfer losgekauft, bzw gereinigt hatte.
David verweist aber auch noch auf einen anderen Umstand: Das Geschlecht derer, die nach ihm fragen. Das Streben, der Hunger nach Gott ist der erste Schritt auf dem Weg zur Begegnung. Jesus sagte in der Bergpredigt Matthäus 5,6 „Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden!“ Das ist ein Versprechen! Gott verspricht: Wer sich ehrlichen Herzens auf den Weg macht, wird ans Ziel gelangen.
Es gehört zu diesem Weg, dass der Mensch sich von seinen Sünden abwendet und zu Gott umkehrt und Gottes Willen tut: An seinen Sohn glauben und das Angebot annehmen. So werden wir gerecht. Paulus schreibt dazu in Römer 3,22f „nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,“
Der Advent Gottes
Der Advent Gottes
Was passiert nun, wenn Gott ankommt/einzieht?
7 Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe! 8 Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Es ist der Herr, der Starke und Mächtige, der Herr, der Held im Streit! 9 Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, ja, hebt eure Häupter, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe! 10 Wer ist denn dieser König der Herrlichkeit? Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit! (Sela.)
Noch einmal bekräftigt David hier, wer dieser König ist, auf den wir warten und den wir empfangen wollen. Der Herr der Herrlichkeit, der Starke und Mächtige, der Herr der Heerscharen. Dies sind alles Titel, die wir kennen. Nochmals müssen wir uns vergegenwärtigen, wer und wie Gott ist, und wo wir im Verhältnis zu ihm stehen.
Denn selbst die Tore müssen sich strecken, damit dieser König durch sie hindurch schreiten kann - ihre Häupter müssen sich heben, die Schlusssteine des Torbogens müssen an Höhe gewinnen. So gross ist dieser Herr, dass sogar die Tore in die Anbetung mit einsetzen. Paulus zitiert Jesaja in Römer 14,11 „…So wahr ich lebe, spricht der Herr: Mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen.“
Bist Du bereit, diesen König der Könige, den Herrn aller Herren, den Messias, den Gott des Universums willkommen zu heissen, dich von deinen Sünden abzukehren, nach seiner Gerechtigkeit zu streben, ihn anzubeten? Ihm zu begegnen, damit du heil werden kannst?
Wir warten doch auf die Erlösung von der Last der Sünde, wir warten doch auf die Wiederherstellung, unser Heil. Christus hat es schon erreicht, und uns ist es versprochen. Auch unser Advent in der Vollkommenheit wird geschehen. Nicht aus uns, sondern aus Gott durch Christus. Bist Du bereit für seinen Einzug? Für sein Kommen?
Ich wünsche uns allen
Einen frohen Advent und eine segensreiche Begegnung mit Gott
Amen
