ADVENT - Der langersehnte König

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EINLEITUNG – DIE GESCHICHTE, DIE UNS ALLE TRIFFT

Wenn du die Bibel aufschlägst...triffst du nicht ein altes, staubiges Buch. Du triffst eine Geschichte.
Eine Geschichte, die größer ist als Europa, größer als die Kirche, größer als unsere persönliche Vergangenheit.
Eine Geschichte, die beginnt in einem Garten und endet in einer neuen Welt in der Ewigkeit.
Und diese Geschichte hat ein Thema, das sich durch Jahrhunderte und Jahrtausende zieht: Sehnsucht. Erwartung. Warten.
Ich weiß nicht, wo du heute stehst: Vielleicht kommst du aus einer christlichen Familie. Vielleicht hast du seit Jahren keinen Gottesdienst besucht. Oder du bist einfach mitgekommen, weil ein Freund gesagt hat: “Hey, komm heute mal mit!” Aber eins kann ich dir sagen: Egal wer du bist — du hast sicherlich Erwartungen im Leben und du kennst sicherlich Sehnsucht. Sehnsucht nach Frieden. Sehnsucht nach Vergebung. Sehnsucht nach Hoffnung. Sehnsucht nach Bedeutung. Sehnsucht nach “mehr”.
Gestern war ich in unserem REACH Cafe in Trossingen und ganz zufällig hatte ich ein Gespräch mit einer Frau, die mir von ihrer Sehsucht nach Freude erzählte...sie hatte seit Jahren nicht mehr gelacht. Sehnsucht.
Advent — diese Jahreszeit — baut genau darauf.
Advent bedeutet ERWARTUNG. Es ist die Zeit des Wartens.
Warten auf was?
Advent kommt vom lateinischen adventus – „Ankunft“. Schon seit dem 5. Jahrhundert haben Christen die Wochen vor Weihnachten genutzt, um sich innerlich vorzubereiten: im Fasten, in der Buße, in der Erwartung.
Ursprünglich ging es nicht nur um die Erinnerung an die Krippe, sondern auch um die Sehnsucht nach der Wiederkunft des Königs.
Darum geht diese Serie...eine Sehnsucht, ein Warten auf einen Erlöser...auf einen König.
Deswegen, haben wir dieses Jahr diese Predigt-Serie gestartet mit dem Titel: ADVENT - DER KÖNIG KOMMT
Und wir glauben, dass Predigt für Predigt, Gott uns in den nächsten 5 Wochen, 3 Dinge klar machen wird: Ich glaube das Gott zu uns sprechen wird:
“Ich habe versprochen zu kommen — ich bin gekommen und ich werde kommen.”
Und heute darf ich uns hineinführen in diese Serie...nicht mit der geplanten Predigt “Der unscheinbare König” - Marcel wurde unerwartet krank und wir haben gestern einfach getauscht...
sondern heute...
beginnen wir die Serie mit dem Thema: DER LANGERSEHNTE KÖNIG was von der Logik her auch ein guter Startpunkt für diese Serie ist...und Marcel macht nächste Woche weiter.
Wir steigen wir hinein in eine der gewaltigsten Ankündigungen der Menschheitsgeschichte.
Nicht eine Allegorie. Nicht in ein Märchen. Nicht in ein Gedicht. Sondern in eine Prophezeiung, die 700 Jahre vor der Geburt Jesu gesprochen wurde.
TEXTLESUNG — Jesaja 9,1–7
Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet.
Du hast das Volk vermehrt, hast seine Freude groß gemacht; sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie die Sieger jubeln, wenn sie Beute verteilen.
Denn du hast das Joch zerbrochen, das auf ihm lastete, und den Stab auf seiner Schulter, und den Stecken seines Treibers, wie am Tag Midians.
Denn jeder Stiefel derer, die gestiefelt einherstapfen im Schlachtgetümmel, und jeder Mantel, der durchs Blut geschleift wurde, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.
Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun! Is 9:1–6.
Die ganze Bibel — von der Schöpfung bis zur Krippe — ist die Geschichte eines Gottes, der uns nicht aufgegeben hat und der seinen König verspricht… und dann selbst kommt.

1. Der König wurde versprochen — in der Dunkelheit geboren

Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet. Is 9:1.
Die Bühne der Bibelgeschichte beginnt nicht im Licht — sondern im Dunkel
Jesaja spricht zu einem Volk, das zerbrochen ist: politisch, moralisch, geistlich, emotional.
Invasoren vor der Tür.
Familien auseinandergerissen.
Identität verloren.
Hoffnung zerbrochen.
Und Jesaja beschreibt dieses Volk mit einem Satz, der heute noch wie ein Echo in unserer Welt klingt, er beschreibt hier nicht nur den Zustand Israels...welches in diesem Moment für sie SO real ist...
...ist aber eigentlich ein Abbild von dem Zustand der gesamten Menschheit.
Verlorene Identität
Zerbrochene Hoffnung
Auseinandergerissen in unserer Beziehung zu unserem Schöpfer (was rüberfließt in unsere menschlichen Beziehungen).
Belagert, hoffnungslos und ausweglos.
“Ein Volk, das im Finstern wandelt…” EINE WELT DIE IM FINSTERN WANDELT
Wenn du die Nachrichten schaust — das ist die Welt. Wenn du an kaputte Beziehungen denkst — das ist die Welt. Wenn du an deine eigenen Schatten denkst — das ist die Welt.
Die Bibel verschweigt nicht, wie es ist: Wir leben nicht im Paradies. Sie ist erstaunlich ehrlich über die Finsternis.
Finsternis in der Gesellschaft
Finsternis im Herzen
Finsternis in der Seele
Jeder der auch nur anfängt die Bibel zu lesen, wird schnell merken, dass sie sehr wenig Zeit damit verbringt darüber zu erzählen wie Genau Gott die Welt geschaffen hat.
In 2 Kapitel der Bibel, wird die Schöpfung des gesamten Universum behandelt...als ob der Autor dieses Buches (Sprich: Gott selbst)...nicht zu viel Zeit damit verlieren möchte und zum Wesentlichen kommen möchte.
Es ist so als würden die ersten 2 Kapitel der Bibel und nur die Szene setzen um uns zu zeigen wo sich die Geschichte abspielt...dann kommen zu Kapitel 3 und plötzlich beginnt hier die Geschichte:
Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?
Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.
Und sie hörten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war; und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des Herrn hinter den Bäumen des Gartens.
Da rief Gott der Herr den Menschen und sprach: Wo bist du? Ge 3:1–9.
Hier geht das Drama los.
Wir sehen hier ein paar Dinge:
Gott ist der Schöpfer aller Dinge.
Wenn er Schöpfer ALLER Dinge ist, ist er auch HERR über allem!
Wenn Er HERR über allem ist, ist ER derjenige der die Grenzen setzt
Wir sehen auch wie Großzügig und Gütig Gott ist
Der Mensch ist ausgesorgt, er darf von allen möglichen Bäumen essen...so viel Auswahl, so viel Vielfalt...nur von einem Einzigen Baum darf er nicht essen...Der Baum des Erkenntnis von Gutem und Bösen.
Und nicht weil Gott dem Menschen die Erkenntnis vorenthalten will...er will den Menschen nicht Dumm halten.
Der Baum der Erkenntnis von Gutem und Bösen...der Mensch hat bis dahin NUR das Gute erkannt. Gott wollte den Menschen nichts GUTES vorenthalten.
Das einzige was der Mensch VOR diesem Baum, vor dieser Frucht wusste, war GUT...war LICHT.
Das einzige was der Mensch durch diese Frucht dazu bekommen hat...war dass er jetzt das BÖSE erfahren durfte...Das er die Finsternis jetzt erleben durfte.
Das er jetzt den Vergleich hat...von Gutem und Bösen.
Gut wurde durch Böse ersetzt. Freiheit wurde durch Scham ersetzt. Frieden wurde durch Flucht ersetzt. Licht wurde durch Finsternis ersetzt. Und JEDER spürt dass etwas.nicht stimmt. JEDER weiß...auch wenn wir es nicht genau gleich beschreiben können...dass SO wie es jetzt ist...nicht ok ist.
JEDER weiß, dass diese Welt nicht in Ordnung ist wie sie ist...
Und das zeugt davon, dass wir aber eine intrinsiche Ahnung haben, dass es ORDNUNG geben muss...wenn uns diese Unordnung stört.
Es zeugt davon, dass wir eine intrinsiche Ahnung haben, was LICHT ist, wenn wir die Finsternis dieser Welt anschauen und es uns unruhig macht.
Es zeugt davon dass wir irgendwo, tief im inneren WISSEN dass es GUT gibt, wenn wir das Böse sehen und uns damit nicht abfinden können.
Es ist so als hätten wir eine Ahnung von Gut, von Licht von Frieden...sonst würden wir es nicht vermissen...sonst würden wir uns nicht danach sehnen...
Die Bibel beschreibt das. Sie gibt uns Sprache, mit der wir den Zustand beschreiben können.
Sie NENNT unser Problem… SÜNDE...
Aber sie lässt uns nicht damit...Gott schreibt diese Geschichte weiter… — und hier setzt die göttliche Schönheit ein — Eden ist nur der Anfang... Gott sagt nicht: “Findet selbst raus. Viel Glück.”
Sondern:
Gott kommt in den Garten, nach dem der Mensch gesündigt hat. Gott kommt und ruft “Wo bist du?” Gott kommt und spricht das Gerechte Gericht aus...aber nicht ohne Hoffnung...
Da sprach Gott der Herr zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang! Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Ge 3:14–15.
Der Mensch sündigt und Finsternis verschluckt diese Welt... Gott aber gibt gleich von Anfang an, einen Schimmer der Hoffnung!
Es kommt ein Samen...Eva du wirst einen Nachkommen haben...und er WIRD es in Ordnung bringen. Er wird der Schlange...sinnbildlich...er wird der Sünde...dem Feind des Menschen, den Kopf zertreten!!!
Und das ist die Geschichte der Bibel ab dem Punkt.
Warten. Erwartung. Advent.
Die Bibel führt uns durch, Geschichte für Geschichte... Generation für Generation... Jahrhundert für Jahrhundert und Jahrtausend für Jahrtausend... ...durch... wo diese Erwartung größer und größer wird. Diese Sehnsucht stärker und Stärker wird. Dieser Schrei nach einem Erlöser dringender und dringender wird.
Um so dunkler und dunkler es wird...um so heller und heller scheint das Licht...
und jetzt...ca 3300 Jahre nach dem Sünden Fall und dem ersten Versprechen eines Retters...und noch 700 Jahre vor Weihnachten...sprich: Jesu Geburt...spricht Jesaja diese Worte:
Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet Is 9:1.
“Schau Mal! Ein Licht kommt!”
Advent bedeutet nicht: Wir schaffen es aus der Dunkelheit heraus.
Advent bedeutet: Das Licht kommt in unsere Dunkelheit hinein.
Gott sagt nicht: “Findet selbst raus. Viel Glück.”
Sondern:
Gott kommt in den Garten, nach dem der Mensch gesündigt hat. Gott kommt und ruft “Wo bist du?” Gott kommt und spricht das Gerechte Gericht aus...aber nicht ohne Hoffnung...
Gott wartet nicht, bis wir von selbst zum Licht kommen könnten. Er bringt das Licht.
Er sagt nicht: “Kommt herauf!” Er sagt: “Ich komme herunter.”
Und dieses Licht — dieser König — wird geboren in Bethlehem. Nicht im Palast. Nicht im Tempel. Sondern in einer Futterkrippe.
Warum?
Damit jeder — absolut jeder — kommen kann.
Gott wartet nicht auf uns — Er bringt sein Licht in unsere Finsternis.

2. Der König wurde angekündigt — durch die ganze Geschichte hindurch

Die Bibel ist keine lose Sammlung — sie ist ein roter Faden der Verheißung
Jesaja 9 ist nicht der erste Hinweis auf den König. Jesaja ist der Höhepunkt einer Geschichte, die schon bei Adam beginnt.
Lass uns kurz durch die Schrift fliegen — aus der Vogelperspektive, der die große Linie sieht.
Eden: Der erste Funke der Hoffnung
Als Adam und Eva versagen — bricht Gott sie nicht ab. Er spricht ein Versprechen:
“Der Same der Frau wird kommen — und die Schlange zertreten.”
Das ist der erste Hinweis.
Abraham: Die Linie des Segens
Gott sagt: “Durch einen deiner Nachkommen sollen alle Nationen gesegnet werden.”
Die Welt wartet auf einen König, der nicht nur für Israel kommt — sondern für ALLE.
Mose: Der Prophet wie keiner zuvor
Gott sagt: “Ein Prophet wird kommen, größer als Mose — hört auf ihn.”
Die Erwartung wächst. Ein neuer Führer. Ein neuer Befreier. Mose war derjenige, der Israel aus der Sklaverei herausgeführt hat, der sie befreit hat.
Hier kommt ein Versprechen...es einer der größer ist! Der größeres tun wird? Einer der nicht nur aus der physischen Sklaverei befreien wird...sondern aus der Sklaverei der Sünde!
David: Ein ewiger König
Gott sagt: “Ein Nachkomme Davids wird ewig regieren.”
Kein menschlicher König schaffte das. Alle starben. Alle versagten.
Also wartet das Volk… und wartet… und wartet.
Auf einen der über den Tod regiert und NICHT sterben wird!
Die Propheten: Das Porträt des kommenden Königs
Jesaja:
Immanuel – “Gott mit uns”
Friedefürst
Starker Gott
Der leidende Knecht, der unsere Schuld trägt
Micha:
In Bethlehem geboren
Sacharja:
“Der Durchbohrte”, auf den das Volk schauen wird
Daniel:
Der Menschensohn, dem alle Macht gegeben wird
Ich könnte hier stehen und über 300 Verweise auf den kommenden König auflisten die nachweislich hunderte von Jahren VOR Jesus niedergeschrieben wurden im SELBEN Buch...Das Alte Testament...und ALLE in EINER Person...Jesus Christus erfüllt wurde. Das nennt man Prophezeiung...ein konkretes, übernatürliches Voraussagen von einem Event...VOR diesem Event.
Die ganze Menschheit...die ganze Bibel schreit nach einem König — aber keinem gewöhnlichen.
Sie schreit nach einem göttlich-menschlichen Retter.
Und jedes Jahr von Advent bis Weihnachten erinnern wir uns: Gott hat nicht geschwiegen.
Er hat Jahrhunderte vorher angekündigt, wer kommen würde.
Warum?
Damit wir heute darauf schauen können und NIEMAND hier sagen kann: “Das war Zufall.” “Das haben Menschen erfunden.” “Das ist nette Poesie.” “Jesus war einfach ein Guter Lehrer der zufällig viral gegangen ist”
Nein.
Gott hat eine Linie gezogen. Einen Roten Faden. Von Eden bis Bethlehem. Von der Verheißung bis zur Geburt.
Um zu zeigen, dass Er ein Gott ist, der retten WILL. Dass Er ein Gott ist der ALLES in der Hand hält. Dass Er ein Gott ist der NICHTS dem Zufall überlässt.
Advent ist Gottes Art zu sagen: “Ich habe euch nicht vergessen — und mein Plan geht weiter.”

3. Der König wurde beschrieben — in vier überwältigenden Titeln

Du hast das Volk vermehrt, hast seine Freude groß gemacht; sie werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie die Sieger jubeln, wenn sie Beute verteilen.
Denn du hast das Joch zerbrochen, das auf ihm lastete, und den Stab auf seiner Schulter, und den Stecken seines Treibers, wie am Tag Midians.
Denn jeder Stiefel derer, die gestiefelt einherstapfen im Schlachtgetümmel, und jeder Mantel, der durchs Blut geschleift wurde, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.
Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun! Is 9:2–6.
Der König wurde beschrieben — in vier überwältigenden Titeln:
“Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewiger Vater, Friedefürst.”
Diese vier Namen sind kein Poster-Spruch. Sie sind ein theologischer Vulkan. Sie sind ein Feuerwerk an Wahrheit. Sie sind die Identität des kommenden Königs.
1) Wunderbarer Ratgeber
Er ist nicht einfach klug.
Er ist übernatürlich vollkommen weise. Er weiß, wer du bist. Er weiß, warum du leidest. Er weiß, was du brauchst. Er weiß, wie dein Herz heilt.
Er kennt jede verdrängte Träne. Jede verborgene Wunde. Jedes ungeklärte “Warum?”.
2) Starker Gott
Dieser König ist nicht nur ein Mensch. Nicht nur ein Lehrer. Nicht nur ein Prophet.
Jesaja sagt kristallklar: Er ist Gott in Person.
Das Kind in der Krippe ist der Gott, der den Kosmos erschafft.
Warum ist das wichtig?
Weil deine Schuld NICHT von einem netten Prediger, Pfarrer oder Priester vergeben werden kann. NICHT von deinen guten Taten. NICHT durch Religion oder Selbstkasteiung.
Weil deine Finsternis nicht von Motivation gelöst werden kann.
Du brauchst MEHR als ein nettes Wort. Du brauchst MEHR als jemand der dir zuhört. Du brauchst MEHR als Therapie.
Du brauchst RETTUNG.
3) Ewiger Vater
Das bedeutet nicht, dass er Gott einfach ein Vater ist.
Es bedeutet:
Er ist der Ursprung des neuen Lebens. Er ist Quelle. Er ist Ursprung. Er ist der, der niemals stirbt und niemals verlässt.
Du kannst ihn aufnehmen — und er bleibt.
4) Friedefürst
Nicht Frieden als Idee.
Frieden als Person. Nicht einfach Frieden mit anderen Menschen.
Frieden zwischen dir und Gott. Frieden für dein Herz. Frieden für deine Schuld. Frieden, der über Tod, Angst und Scham triumphiert.
Dieser König bringt nicht nur Frieden — Er IST der Frieden.
Der König kommt nicht, um deine Probleme zu streicheln — er kommt, um sie zu besiegen.

4. Der König wurde geboren — um zu herrschen und zu retten (Jes 9,7)

“Seine Herrschaft wird groß sein, und des Friedens kein Ende.”
Die Geburt Jesu ist kein sentimentales Familienfest sie ist eine Invasion des Himmels um uns zu retten.
Die Krippe ist nicht einfach ein niedliches Bild ein Schlachtfeld. Ein Thron, der sich zunächst hinter Stroh versteckt. Ein Gott, der so demütig ist, dass er in einer Futterkrippe liegt.
Warum kam er?
um unsere Schuld zu tragen
um den Fluch zu brechen
um die Werke der Finsternis zu zerstören
um den Tod zu besiegen
um uns zurück zu Gott zu bringen
um eine neue Welt zu eröffnen
Das Christentum wird manchmal verweichlicht. Es wird manchmal als schwach oder Hippie-mäßig dargestellt oder als etwas was anpassbar ist an unsere Zeit, Kultur und Gesellschaft.
Das ist es nicht. Was Jesus Christus getan hat, für was er gekommen ist...war keine einfache nette Geste...
Er wurde geboren um zu sterben. Er ist mit der MISSION gekommen um zu sterben!
Er kam nicht nur, um zu leben. Er kam, um zu sterben — für dich. Er kam, um aufzustehen — für dich. Er kam, um wiederzukommen — für uns alle.
Durch unsere Sünde, haben wir den Tod und die Ewige Verdammnis verdient. DAS ist der Preis deiner und Meiner Sünde!
Jesus kam um den Preis mit seinem EIGENEN LEBEN zu bezahlen. Und damit wir uns sicher sein können, dass die Zahlung angenommen wurde...dass Jesus WIRKLICH DER ist, der er sagt dass er ist...steht er am Dritten Tag aus den Toten auf!
Und die Bibel ruft jeden der in der Finsternis dieser Welt ist, und gerettet werden möchte konkret, sich diesem König hinzugeben. Ihn anzuerkennen und dich ihm zu folgen und nach SEINEM Willen zu leben.
Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Ro 10:9.
Und wenn der König in dein persönliches Leben kommt, bleibt nichts beim Alten. Wer diesem König glaubt, den ruft er in ein neues Leben – weg vom alten, zerstörerischen Verhalten, hinein in Heiligung und Gehorsam. Das nennt die Bibel Buße.
Nicht um sich Liebe zu verdienen, sondern weil er schon geliebt ist.
Advent bedeutet: Der König kam. Der König kommt. Der König wird wiederkommen.
Die Krippe ist der Beweis, dass Gott gekommen ist — das Kreuz ist der Beweis, dass er dich wollte - die Auferstehung ist ein Beweis, dass sein Sieg gilt.

SCHLUSS – DER KÖNIG IST GEKOMMEN… UND ER KOMMT FÜR DICH

Es gibt eine Geschichte aus dem 19. Jahrhundert wo im Bergbau ein gewaltiger Schlag ein Schacht erschütterte. Menschen begraben, manche am Leben und manche Leben gleich ausgelöscht. Niemand wagte sich hinein “Dort unten ist sicherer Tod.”
Als die Nachricht den Fürst erreichte, geschah das Unfassbare:
Ritt er selbst in das zerstörte Tal zu diesem Bergbau. Ein Fürst, der das Leid seines Volkes nicht aus der Ferne ertragen konnte.
Der Fürst schaut sich die Pläne an…keiner Ahnt was er vor hat. Plötzlich bindet sich selbst die Rettungsseile um.
Die Menschen protestieren: “Majestät! Nicht Sie! Schicken Sie irgendeinen anderen!”
Aber der Fürst sagt: “Ich werde nicht von meinem Volk verlangen, was ich selbst nicht bereit bin zu tun.”
Er steigt in die Dunkelheit hinab, kämpft sich durch den engen Schacht, findet die Männer – verzweifelt, panisch – und ruft:
“Ich bin gekommen, um euch hinaufzubringen.”
Die Sünde von Eden...sie hat nicht nur Adam und Eva in Finsternis gestürzt. Sondern auch dich und mich.
Es ist die Sünde, die JEDER von uns trägt, und tut… was diese Welt so grausam macht. Es ist unsere Sünde...unser Egoismus...unser Neid...unser Hass...unsere Bitterkeit...unsere Gewalt...unsere Selbstsucht...
...was diese Welt so finster macht ...das Leben so mühsam macht ...für die Gräueltaten verantwortlich ist, welche wir in den Nachrichten sehen.
Die Bergarbeiterin dieser Geschichte haben die Lawine nicht verursacht – Sünde ist nicht etwas was uns NUR passiert ist...es ist etwas was WIR getan haben und tun. Aber in gewisser Weise, widerspiegelte dieser Fürst in der Geschichte einwenig, den Charakter Gottes:
Er verlässt die Sicherheit seines Palastes und steigt herunter in die Not seines Volkes.
Jesus geht noch weiter.
Es war gegen GOTT dass wir...DU und ICH gesündigt haben. Wir sind nicht unschuldig in der Finsternis gelandet.
Und doch kommt er.
Er steigt nicht nur in die Gefahr wie der Fürst – er steigt in unsere Welt hinein. Er steigt in UNSEREN Dreck hinein. Er steigt in unsere Probleme hinein ...und er steigt in den Tod.
Der König Jesus kam nicht, um von weitem zu helfen, sondern um mitten in unsere Finsternis zu treten.
Jetzt kommen wir an den Punkt, an dem die Geschichte persönlich wird.
Vielleicht sitzt du hier und dein Leben fühlt sich dunkel an. Das Licht kommt für dich.
Vielleicht bist du verzweifelt und ohne Hoffnung. Der starke Gott wurde ein Baby — für dich.
Vielleicht bist du voller Schuld oder Scham. Der König lässt sich festnehmen, auspeitschen, verschlagen, verspotten und grausam ermorden - für dich. Er der OHNE Schuld war...nimmt deine und meine Schuld auf sich und bezahlt am Kreuz den Preis dafür. Vielleicht bist du gläubig, aber kalt geworden. Advent ruft dich zurück zur Sehnsucht.
Vielleicht bist du ein Suchender. Jesus ruft dich heute: Komm zu mir. Nimm mich auf. Ich bin der König — und ich bin für dich gekommen.
Ein Ruf an Christen Lasst nicht zu, dass Advent nur eine Tradition wird. Das ist die Jahreszeit, die unsere Herzen neu entzündet. Wir dürfen die Geschichte hören — und sie weitertragen.
Unser König ist nicht mehr in der Krippe. Er sitzt auf dem Thron.
Er hängt nicht mehr am Kreuz. Er herrscht über alles, über Sünde, über Schmerz, über Tod.
Er liegt auch nicht mehr im Grab. Er ist nahbar...er ist persönlich...er ist lebendig und er ist real! Und er geht uns voraus in unsere Stadt, unsere Arbeitsplätze, unsere Freunde.
Ein Ruf an Zweifler & Erstbesucher
Ich lade dich ein: Mach heute einen Schritt. Sag: Jesus, wenn du der König bist, wenn du der Friedefürst bist, wenn du wirklich in die Welt gekommen bist, dann zeig dich mir.
Er nimmt dieses Gebet ernst. Sehr ernst.
Ein Ruf an die ganze Gemeinde
Lasst uns unser Herz zurückholen zum Staunen. Dieser Schöpfer des Universums. Dieser König... ist nicht weit weg. Nicht unnahbar. Nicht Böse auf uns.
Er ist Gott der Fleisch wurde. Der ewig Versprochene. Der Sehnsuchts-Erfüller. Der welche Licht in diese Welt brachte. Der Retter. Der Herr.
Und er sagt: “Ich komme.”
In deine Dunkelheit. In deine Sehnsucht. In deine Geschichte.
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