Römer 10, 1-11

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Welchem Herrn dienst du?

V.1 Paulus wiederholt seinen Herzenswunsch aus Röm, 9, 1-3. Die Rettung seiner Landsleute aus dem Volk Israel. Hintergrund: Paulus wird von seinen eigenen Leuten verfolgt, man möchte ihn töten (Steinigung). Öfters wird er ins Gefängnis geworfen um ihn mundtod zu machen. Paulus schaut über diese Leiden hinweg bzw. nimmt die Peinigung auf sich, weil er das Evangelium in Jesus Christus sehen durfte. Er war bereit zu leiden für das Evangelium um vor allem in Israel Jesus Christus zu predigen.
Paulus sein Herzenswunsch zeigt mir in meinem Leben wie weit ich noch von der Liebe für meinen Nächsten entfernt bin.
Andere zu lieben, die ich mag erhält keine besondere Annerkennung, selbst Nicht-Christen handeln soll.
Lukas 6,32–36 „Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, was für Dank habt ihr? Denn auch die Sünder lieben solche, die sie lieben. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für Dank habt ihr? Denn auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr zurückzuempfangen hofft, was für Dank habt ihr? Auch Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzuempfangen. Doch liebt eure Feinde, und tut Gutes, und leiht, ohne etwas zurückzuerhoffen, und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“
V. 2 Eifer für Gott aber nicht in der rechten Erkenntnis
Definition von Eifer: "Eifer" bedeutet ein ernstes, leidenschaftliches Bemühen, ein Ziel zu erreichen
Bsp. aus dem Leben: Eifer für eine Sache und ggf. war der Eifer falsch eingesetzt/ging in die falsche Richtung.
Siehst du oder hattest du Parallen in deinen Leben? Worauf baut menschlicher Eifer?
ich werde aktiv, wenn ich den Sinn und Nutzen für MICH sehe (Richtigkeit)
beruhigt mich und mein Gewissen, ich weiß was ICH getan habe
Vertraue auf meine Fähigkeiten für die richtige Sache, sehe mich im Recht
Die Falsche Sache: Paulus- Galater 1,13–14 „Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel in dem Judentum gehört, dass ich die Versammlung Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte und in dem Judentum zunahm über viele Altersgenossen in meinem Geschlecht, indem ich übermäßig ein Eiferer für meine väterlichen Überlieferungen war.“
Wie sieht Göttlicher Eifer aus? (am Ende)
Sein Eifer, seine Handlung beruht auf Grundlage der Liebe zu Dir. Es gipfelt darin, das Jesus für Dich Mensch wurde.
nennt seinen Eifer erstmalig beim Bund mit Israel. Exodus 34,14 „denn du sollst nicht einen anderen Gott anbeten; denn der Herr, dessen Name Eiferer ist, ist ein eifernder Gott –;“ . Dein Herz soll allein Gott gehören
Gott zeigt seinen Eifer für das Volk Israel, Bsp. Auszug aus Ägypten Exodus 14,13–14 „Und Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht und seht die Rettung des Herrn, die er euch heute verschaffen wird; denn die Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr fortan nicht mehr sehen in Ewigkeit. Der Herr wird für euch kämpfen, und ihr werdet still sein.“ Gott kämpft für Israel ! Trotz Versagen und Missachten der Gebote, wendet sich Gott seinem Volk wieder zu. Joel 2,18 „Dann eifert der Herr für sein Land, und er hat Mitleid mit seinem Volk.“
Er eifert um dich, wenn du dich von ihm trennst und weg läufst und deinen eigene Weg gehen möchtest. (Das verlorene Schaf). Er gibt dich nicht auf: scheitern, in Sünde fallen, von Gott abwenden
Parallele Jungscharleiter, wir eifern um euch: im Gebet tragen, Wort weitergeben, Gemeinschaft suchen. Warum?
Gottes Eifer sehen wir in unserem Leben, in seinem Eifer möchten wir nun anderen dienen.
Die Zehn Gebote- Eifer der Juden
V. 1-3 eigene Gerechtigkeit aufrichten - Gesetzeszäune. Damals vs. heute?
Die sogenannten „Gesetzeszäune“ (im Judentum oft als „Zaun um das Gesetz“ bezeichnet, hebräisch: Seyag laTorah) sind Schutzvorschriften, die verhindern sollen, dass man aus Versehen Gottes Gebote übertritt. Sie sind also zusätzliche Regeln, die helfen sollen, das eigentliche Gesetz (die Tora) nicht zu verletzen.
Was waren „Gesetzeszäune“ früher?
Schon im Alten Testament gab es klare Gebote (z.B. die Zehn Gebote, Speisegesetze, Sabbatgebote). Im Laufe der Zeit entwickelten die jüdischen Schriftgelehrten und Pharisäer zusätzliche Regeln, um sicherzustellen, dass man die Gebote nicht aus Versehen verletzt. Diese Zusatzregeln nennt man „Zaun um das Gesetz“ (hebräisch: Seyag laTorah).
Beispiele aus der Zeit Jesu und davor:
Sabbat:
Die Tora sagt: „Du sollst am Sabbat nicht arbeiten.“ (2. Mose 20,10). Die Rabbiner legten genau fest, was „Arbeit“ ist und verboten z.B. das Tragen von Gegenständen, das Feuermachen oder das Heilen (außer in Lebensgefahr).
Reinheitsgebote:
Es gab viele Vorschriften, wie man sich vor ritueller Unreinheit schützt, z.B. durch Händewaschen (siehe Markus 7,3:
„Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht die Hände bis zum Handgelenk gewaschen haben, weil sie an der Überlieferung der Alten festhalten.“).

Beispiele für heutige „Gesetzeszäune“ im Judentum:

Sabbat-Gebote:
Die Tora verbietet am Sabbat Arbeit. Um zu vermeiden, dass jemand versehentlich arbeitet, gibt es viele detaillierte Vorschriften, z.B. kein Licht an- oder ausschalten, kein Schreiben, kein Tragen im öffentlichen Raum.
Speisegesetze (Kaschrut):
Damit Milch und Fleisch nicht vermischt werden, gibt es getrenntes Geschirr und Wartezeiten zwischen dem Verzehr von Milch- und Fleischprodukten.
Berührungsverbote:
Religiöse Männer und Frauen vermeiden oft den Handschlag mit dem anderen Geschlecht, um keine Versuchung aufkommen zu lassen.

Ziel dieser Zäune:

Sie sollen helfen, Gottes Gebote ernst zu nehmen und nicht aus Versehen zu übertreten. Jesus kritisiert in den Evangelien manchmal, dass diese Zäune wichtiger genommen werden als das eigentliche Gebot (siehe Markus 7,8:
„Ihr verlasst das Gebot Gottes und haltet die Überlieferung der Menschen.“).
V.4 Jesus ist das Ende des Gesetzes!
Das Gesetz ist Heilig, gerecht und gut. Röm 7,12 Es bleibt also dabei, dass das Gesetz heilig ist; seine Forderungen sind heilig, gerecht und gut. Es zeigt uns Gottes Charakter und seinen Willen. Welchen Zweck hatte das Gesetz für den Menschen?
Das Gesetz macht Sünde sichtbar „Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ (Römer 3,20)
Das Gesetz ist wie ein Spiegel: Es zeigt uns, wo wir Gottes Maßstäbe nicht erfüllen. Dadurch erkennen wir, dass wir auf Gottes Gnade angewiesen sind.
Das Gesetz führt zu Jesus „So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerecht würden.“ (Galater 3,24)
Das Gesetz zeigt uns, dass wir Erlösung brauchen – und bereitet so den Weg für Jesus, der das Gesetz erfüllt hat und uns rettet.
Sind wir nun ohne Gesetz? 1. Korinther 9,20–21 „Und ich bin den Juden geworden wie ein Jude, damit ich die Juden gewinne; denen, die unter Gesetz sind, wie unter Gesetz obwohl ich selbst nicht unter Gesetz bin, damit ich die, die unter Gesetz sind, gewinne; denen, die ohne Gesetz sind, wie ohne Gesetz obwohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern Christus gesetzmäßig unterworfen, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne.“

Wir leben im „Gesetz des Geistes“ und der Liebe

„Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘“ (Galater 5,14)
Der Heilige Geist schenkt uns ein neues Herz, das Gottes Willen tun will. Das „Gesetz Christi“ (Galater 6,2) ist die Liebe.
V.3 und 4 bist du bereit, das alles aufzugeben und loszulassen woran du geglaubt hast (Hinweis auf Pharisäer und das allgemeine Leben der Juden). All die Jahre den falschen Eifer hinterher gerannt.
Paulus sah seinen Menschlichen Eifer rückblickend als Dreck an, nichts nützend
Phil 3,8 Mehr noch: Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen ist etwas so unüberbietbar Großes, dass ich, wenn ich mich auf irgendetwas anderes verlassen würde, nur verlieren könnte. Seinetwegen habe ich allem, was mir früher ein Gewinn zu sein schien, den Rücken gekehrt; es ist in meinen Augen nichts anderes als Müll. Denn der Gewinn, nach dem ich strebe, ist Christus;
Gott ist ein eifender Gott, wie sieht göttlicher Eifer aus?
V. 5 das Volk Israel glaubte tatsächlich Gott gehorsam sein zu können und seine Gebote zu halten (vgl. Probe im See)
V.6 und 7 es war nicht nötig, das Jesus in den Himmel gefahren ist und damit sein Werk bestätigt hat und das er für uns gestorben ist. Es ist keine Buße nötig wegen der menschlichen Gerechtigkeit. Sein Tod ist überflüssig. Solange du dich im Glauben nicht Jesus dein Leben gibst, bestätigst du das sein Tod für dich nicht nötig ist.
V. 8 Wort = Jesus ist dir nahe
Mund und Herz= Halt, Haltung, Handlung
V.9 Jesus als den Herrn bekennen!
Wieso wird Jesus als Herr bezeichnet?
Matthew 28:18 ELB CSV
Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen und sprach: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde.
Jesus sagt hier selbst, dass ihm die Vollmacht gegeben wurde – also von Gott, dem Vater.
Eph 1,21 Damit steht Christus jetzt hoch über allen Mächten und Gewalten, hoch über allem, was Autorität besitzt und Einfluss ausübt; er herrscht über alles, was Rang und Namen hat – nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen.
Wie wird/wurde Jesus Herr in deinem Leben?
Wie zeichnet sich das in deinem Alltag ab, das er dein Herr ist? Wie sieht deine Reaktion aus?
V.10 In dein Herz kann keiner schauen (Spr 14,10 Das Herz allein kennt seinen Kummer, und auch in seine Freude kann sich kein Fremder mischen. )
Mund = kannst über Christus sprechen aber erfüllt er auch dein Herz? Kreuz Kette tragen und Klamotten mit Jesus aber ist er wirklich auch dein Herr?
Schluss: Wenn Jesus dein Herr in deinem Leben ist, welchen Eifer löst das in dir aus?
Römer 12,11 „im Fleiß seid nicht säumig, seid inbrünstig im Geist; dem Herrn dienend.“
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